Slowman Montag um 13:57 Hallo Forum, ich hätte mal eine kurze Frage an Euch. Ich habe versucht bei meiner "Hausbank" , der ING, einen Kredit zu beantragen. Dieser soll kurzfristig (max. 6 Monate) laufen. Grund ist, ein bevorstehnder Wohnungsverkauf aber ich eine gewisse Liquiditätsreserve haben möchte. Der Kredit würde nur rund 3% meines Depots bei der ING ausmachen. Momentan suche ich mir einen neuen Job...daher habe ich, bis auf Dividenden, keine Einnahmen. Das scheint das Problem zu sein...Irgendwie ja schon, hmm, ärgerlich?! Schöne Grüße Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
west263 Montag um 14:03 Banken sind ja aus gutem Grund daran interessiert nur Leuten Geld zu leihen, die auch einen Job haben, da so auch die Rückzahlung gesichert ist. Wenn es nur 3% deines Depot sind, wo ist denn dann das Problem, da Anteile zu verkaufen. Eines zeigt sich aber ganz klar, deine Liquiditätsmasse ist zu gering, aufgebraucht und mehr nicht vorhanden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 14:05 Kannst Du das Depot nicht beleihen? Bei 3% sollte das ja kein Problem sein... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar Montag um 14:09 Oder man muss halt mal ein bisschen was verkaufen, oder seinen Notgroschen angreifen, oder oder oder. Wer das Geld eigentlich "in rauen Mengen" hat, und trotzdem für 3% seines Depots einen Kredit aufnehmen will...also ich weiß nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Belgien Montag um 14:14 vor 7 Minuten von Holgerli: Kannst Du das Depot nicht beleihen? Bei 3% sollte das ja kein Problem sein... Die ING bietet grundsätzlich keine Lombardkredite an, so dass er erst das Depot umziehen müsste. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Slowman Montag um 14:20 Danke an Euch für die schnellen Antworten. . Ja, ihr habt natürlich Recht, dass ich Anteile verkaufen könnte. So aus Prinzip möchte ich das aber nicht...Ok, schwache Begründung. Das ist eher so eine emotioale Sache... @west263: Das stimmt natürlich. Ich fand es nur erstaunlich, wie die Bewertung erfolgt. Wobei bei den Fragen zum Kredit tatsächlich keine Vermögenswerte angegeben werden konnten. Ich dachte das "sieht" die ING.. @Holgerli: Muss ich mal schauen. Ich glaube die ING macht keine Depotbeleihungen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 14:25 vor 2 Minuten von Slowman: @west263: Das stimmt natürlich. Ich fand es nur erstaunlich, wie die Bewertung erfolgt. Wobei bei den Fragen zum Kredit tatsächlich keine Vermögenswerte angegeben werden konnten. Ich dachte das "sieht" die ING. @Holgerli: Muss ich mal schauen. Ich glaube die ING macht keine Depotbeleihungen. Interessant. Ich bin (auch) davon ausgegangen, dass die ING das "Big Picture" sieht und bei einem ausreichend großen Depot es in Betracht zieht. Gut zu wissen für die Zukunft. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Muessiggaenger Montag um 14:57 vor 15 Minuten von Holgerli: Interessant. Ich bin (auch) davon ausgegangen, dass die ING das "Big Picture" sieht und bei einem ausreichend großen Depot es in Betracht zieht. Gut zu wissen für die Zukunft. Derartige Kreditentscheidungen in den Bankorganisationen sind inzwischen sehr stark standardisiert und automatisiert, besonders natürlich bei den Direktbanken. Erstes k.o.-Kriterium ist tatsächlich: ohne ausreichendes regelmäßiges (!) Einkommen kein Kredit, völlig (!) unabhängig vom Vermögen, das auch als Sicherheit zur Verfügung stehen würde. Habe ich auch schon bei einer Immo-Finanzierung zu hören bekommen, bei der dann aber die Sparkasse vor Ort deutlich flexibler reagiert hatte - dort nahm man sich in der Filiale die Zeit, den gesamten Business Case (mit Deinen Worten: „big picture“) zu verstehen. Gleiches Bild beim Autokauf. Aus irgendeinem Grunde (Quersubventionierung durch die Autobank?) war ein Kreditkauf-Angebot mit kompletter Sondertilgung nach 12 Monaten ganze 7% billiger als die vollständige Barzahlung, selbst unter Berücksichtigung der Zinsen für die 12 Monate. Aber auch hier galt als Voraussetzung der Nachweis eines regelmäßigen Erwerbseinkommens oder als Selbständiger monatliche (!) EÜR-Bescheinigung der letzten drei Monate vom Steuerberater. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bigwigster Montag um 14:59 · bearbeitet Montag um 15:00 von Bigwigster Teildepotübertrag nach Scalable Capital könnte eine Möglichkeit sein, da gibt es 3,24 % p.a. in PRIME+ 4,24 % p.a. in FREE als leicht zu beantragenden Wertpapierkredit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 15:08 vor 6 Minuten von Muessiggaenger: Derartige Kreditentscheidungen in den Bankorganisationen sind inzwischen sehr stark standardisiert und automatisiert, besonders natürlich bei den Direktbanken. Erstes k.o.-Kriterium ist tatsächlich: ohne ausreichendes regelmäßiges (!) Einkommen kein Kredit, völlig (!) unabhängig vom Vermögen, das auch als Sicherheit zur Verfügung stehen würde. Danke für den Erfahrungsbericht. Das ist aber eine schlechte "Standardisierung", wenn man nicht in der Lage ist das Depot was ja deutlich sichtbar ist, zu inkludieren. Gab es keine Möglichkeit nochmal eine individuelle Prüfung zu bekommen? Irgendwie verbaut man sich damit selber ja den Zugang dazu, potentere Kunden zu monetarisieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Ramstein Montag um 15:45 vor 35 Minuten von Holgerli: Das ist aber eine schlechte "Standardisierung", wenn man nicht in der Lage ist das Depot was ja deutlich sichtbar ist, zu inkludieren. Das wäre dann ein Lombardkredit und dafür müsste die Bank die IT-Struktur schaffen. Natürlich wollen sie nicht bei Einzelkunden Einzelregelungen, die dann irgendwie überwacht werden müssten (e. g. wenn Depot als Sicherheit genannt, dann Grenzen bei Verkäufen und Depotübertragungen). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 15:53 vor 2 Minuten von Ramstein: Das wäre dann ein Lombardkredit und dafür müsste die Bank die IT-Struktur schaffen. Eigentlich erwarte ich von der ING, dass sie dazu in der Lage ist. Die CoDi konnte bzw. kann das auch auch. Man kann natürlich und berechtigterweise argumentieren, dass die ING bisher eine eigene Linie gefahren ist (z.B. komplett ohne Kreditkarte, auch nicht mit Gebühr). vor 6 Minuten von Ramstein: Natürlich wollen sie nicht bei Einzelkunden Einzelregelungen, die dann irgendwie überwacht werden müssten Ein berechtigter Einwand. Trotzdem war ich doch etwas überrascht, dass die ING so eingeschränkt in ihrer Entscheidungsfindung ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norica Montag um 17:26 · bearbeitet Montag um 17:29 von Norica vor 2 Stunden von Holgerli: Danke für den Erfahrungsbericht. Das ist aber eine schlechte "Standardisierung", wenn man nicht in der Lage ist das Depot was ja deutlich sichtbar ist, zu inkludieren. Gab es keine Möglichkeit nochmal eine individuelle Prüfung zu bekommen? Irgendwie verbaut man sich damit selber ja den Zugang dazu, potentere Kunden zu monetarisieren. Diese Standardisierung durfte ich schon vor über 15 Jahren kennenlernen. Die Begründung ist einfach: Ohne irgendeine Sperre der vorhandenen Vermögenswerte könnte man diese von einem Augenblick auf den anderen abziehen/transferieren. Da kann man nicht wirklich widersprechen. Und wenn die Struktur für Beleihung/Sperrung usw. nicht vorhanden ist, richtet man die bestimmt nicht für mich ein. Warum sich Arbeit machen, die möglicherweise Probleme ins Bankhaus holt, wenn es auch ohne geht. Meiner Argumentation, dass Lohnbescheinigungen der Vergangenheit auch das Papier nicht wert sind, weil man den Job morgen verlieren oder einfach selbst aufhören könnte, konnte natürlich auch nichts entgegengesetzt werden. Es bleibt @Slowman vermutlich nur der Umweg über den Teilverkauf. Zur Vorsorge für künftige solche Vorfälle eventuell ein Teilabzug von Werten hin zu einem Broker, der einen Lombardkredit darauf gibt. Alternativ nochmal überlegen, ob man nicht noch andere Geldquellen anzapfen kann. SG Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Richie_Rich vor 19 Stunden @SlowmanWieviel brauchst du denn? Vielleicht werden wir uns einig Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Amnesty vor 8 Stunden Am 23.2.2026 um 15:20 von Slowman: Ja, ihr habt natürlich Recht, dass ich Anteile verkaufen könnte. So aus Prinzip möchte ich das aber nicht...Ok, schwache Begründung. Das ist eher so eine emotioale Sache... Das steht Dir ja auch völlig frei, wie Du das Liquiditätsproblem lösen möchtest. Aktuell wäre allerdings kein ganz schlechter Zeitpunkt für einen Verkauf. (Nicht im Sinne von Markettiming, sondern lediglich, dass wir gerade nicht in einem Crash sind und Anteile unterhalb des Einstandskurses verkauft werden müssten). Rein emotional könntest Du Dich auch fragen, ob Du aufgrund des Prinzips empfehlen würdest, auf Kredit Aktien zu kaufen (das passiert letztlich bei einem Lombard Kredit), in einer Phase, in der man noch auf Jobsuche ist. Niemand weiß, was in 6 Monaten ist. Es braucht nicht mehr viele Dinge, die anders laufen müssten als geplant, dass sich das Risiko eines solchen Unterfangens materialisiert... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag