Mc100 gestern um 00:03 Uhr · bearbeitet gestern um 00:09 Uhr von Mc100 Hallo, inspiriert durch das Thema finanzielle Unabhängigkeit habe auch ich mir Gedanken für mein Leben gemacht. Das ging ganz gut die letzten 3 Wochen in der Karibik. Das FIRE Konzept (financial independence, retire early) ist ein Lebensstil, bei dem durch hohe Sparraten und gezielte Investitionen das Ziel verfolgt wird, durch finanzielle Freiheit frühzeitig "in Rente" gehen zu können. Das klingt ja erstmal schön und verlockend. Früh in Rente gehen und von der Dividende Leben. Aber... was heißt das denn konkret und welche Fallstricke gibt es? Für mein Leben habe ich mir folgende Gedanken gemacht. Ich bin Anfang 40, verheiratet und habe 2 Kleinkinder, habe etwas spät mit Familiengründung begonnen Die nächsten 20 Jahre möchte ich Zeit und Geld für die Familie haben Zeit: habe ich nicht. 40h Woche und 2 Kleinkinder, man zählt Minuten und Stunden die man mal "frei" hat für Hobbies, der Rest ist Familie. Geld: Habe ich ausreichend. Ein gutes Gehalt (130k) Aktien (190k), Festgeld (40k) und Reserve (25k) Immobilien bewohntes EFH ca 450-500k, Restschuld 340k, Tilgung 1200€, Zinsbindung bis 2033 bei 1,1% 2 vermietete ETWs zusammen ca. 250-300k, Miete nach Steuer > Tilgung. Restschuld 100k, eine ETW bald schuldenfrei, andere wird bis 2038 getilgt bis dahin Zinsbindung Zins 1,55% Es steht also bald die Miete abzgl. Instandhaltungsrücklage zur Verfügung Da die Whg. im Heimatland meiner Frau liegt, sind die Mieteinnahmen fast steuerfrei (Freibetrag), ca. 500€ Und doch bin ich weit von einer finanziellen Freiheit entfernt. Was man so liest ist ein Depot >1mio notwendig. Müsste also die nächsten 15 Jahre über 2k pro Monat sparen. Ich werde das FIRE Konzept für mein Leben nicht verfolgen. Wenn ich jetzt meine Karriere forciere (mehr Stress, mehr Stunden), kaufe ich mir Freiheit für mein Alter (55/60). Zeit mit Kindern ist jedoch nicht nachholbar. Und, wie lang bin ich im Alter noch fit, sowohl mental als auch physisch? Kann ich dann die Dinge die ich jetzt machen möchte, zB mit dem Fahrrad einen Alpencross fahren, überhaupt noch machen? Daher habe ich mir überlegt, ob ich nicht genau das Gegenteil mache. Mehr Zeit, weniger Geld. Meine Frau ist aktuell in Elternzeit und wird ein zweites Jahr ohne Elterngeld dranhängen. Sie verdient wesentlich weniger als ich, Vollzeit 40-45k. Wenn sie danach wieder in den Job in Teilzeit (60%) einsteigt, in könnte ich meine Stunden von 40 auf 32 reduzieren. Voraussetzungen dafür sind denkbar gut: Angestellt in einem DAX Konzern, wo Teilzeit etc. grundsätzlich ermöglicht wird Gehöre zu den high-Performern. Würde in verschiedenste Abteilungen sofort wechseln können. Zurück von Teilzeit auf Vollzeit also auch kein Problem, außer die Geschäftslage dreht ins stark negative Sehr sicheres Geschäftsfeld (kritische Infrastruktur) in welchem die B2B Projekte über Dekaden laufen, Firma hat rieseigen Auftragsbacklog 2 kleine Kinder, Anspruch auf Elternteilzeit und teilweise Elterngeld plus --> 100% Garantie dass man danach wieder auf 100% gehen kann Das Gehalt was durch Teilzeit reduziert wird hat den höchsten Steuersatz Grundsätzlich macht mir der Job Spaß aber die Zeit mit 2 Kleinkindern schlaucht schon. 1 Tag mehr Zeit wäre gut für mich, weniger Stress. Mit weniger Stress bin ich ein besserer Papa und Ehemann und werde grundsätzlich gesünder sein. Finanziell. Mit den 3 Immos und den Depots ist die Frage, ob man überhaupt für die Rente noch sparen muss. Ein sehr früher Ausstieg ist aktuell nicht mehr geplant... dann lieber jetzt mehr Zeit und Geld und wenn die Kids aus dem Haus sind weiß ich eh nicht was ich zu Hause den ganzen Tag soll Das Gehalt meiner Frau und mir müsste also für alles andere reichen. Ich tippe mal grob auf 6750€ Nettoeinkommen inkl. Kindergeld. Nach Tilgung, Hausnebenkosten, Autofinanzierung, BU/LV liegen wir dann bei knapp 4k. Reicht das für ein schönes Leben mit gehobenem Lebensstandard (damit meine ich keinen Porsche) Immo Rücklagen und Tilgung des EFH größere Anschaffungen wie Autos, Möbel, Hausprojekte wie Terassenupgrade, Wärmepumpe etc. Reisen, essen gehen Konsum und Lebenshaltungskosten Das ist doch vollkommen auskömmlich. Wenn man das Geld nicht verpulvert wäre vielleicht sogar eine Fernreise pro Jahr drin für ~6-8k oder sogar doch etwas im ETF sparen. Ist jetzt doch etwas länger geworden. Warum schreibe ich das hier alles nieder? Die Idee ist relativ frisch. Werde gerne gechallenged um zu prüfen ob ich bei meinen Gedanken etwas grobes übersehen habe. Vielleicht gibt es hier aber auch Leute in ähnlicher Situation die diesen Plan vielleicht schon umsetzen und weitere Tipps haben oder es ebenso planen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES gestern um 04:20 Uhr Jupp, prinzipiell gut. Ist noch kein "Coast-FIRE" aber immerhin. Bzgl. deines Jobs: Kannst du "einfach so" reduzieren und sind dann auf dem Papier 32h auch echte 32h? Kenne Leute, die dachten, sie machen Teilzeit, geändert hatte sich aber nur das Gehalt, weil man am Ende die gleiche Leistung brachte. Ich kenne die Branche natürlich nicht, aber mit Anfang 40 bist du wahrscheinlich Gehaltstechnisch jetzt recht weit oben. Ich sehe da schon die Gefahr, dass man sich bei Teilzeit etwas ins Abseits bugsiert, also sowohl bei neuer "Projektvergabe" als auch auf lange Sicht. Ob das so easy ist, da wieder zurück zu kommen?!? Klingt ja nicht wie ein "Stempeljob", bei dem man eben einfach seine Stunden runterreisst und wenn man nicht da ist, dann ist das halt so. vor 4 Stunden von Mc100: Und doch bin ich weit von einer finanziellen Freiheit entfernt. Was man so liest ist ein Depot >1mio notwendig. Müsste also die nächsten 15 Jahre über 2k pro Monat sparen. Kommt drauf an, mit einem abbezahltem Eigenheim und zwei vermieteten Immobilien und einer arbeitenden Frau vielleicht nicht. Muss man mal konkret rechnen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Turmalin gestern um 06:13 Uhr Ich finde deine Idee auch nicht schlecht und sehe im Umfeld, dass Eltern, die deutlich jünger sind als du, das bereits so praktizieren (vielleicht aber auch ohne sich über die Zukunft so viele Gedanken gemacht zu haben wie du). Ein freier Tag in der Woche bedeutet sehr viel mehr Freiheit und Lebensqualität, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Für mich persönlich auch aus verschiedenen Gründen sehr viel besser als „Retire early“. Wie in diversen Threads schon anklang, musst du dich aber sehr wahrscheinlich mental damit arrangieren, dass du als Teilzeitbeschäftigter nicht mehr als high-Performer angesehen wirst, sondern eher unter „ferner liefen“ läufst, obwohl sich an deiner Arbeitsqualität nichts geändert hat. Weniger Qualifizierte mit Vollzeit werden dich überholen. Mit kleinen Kindern hast du erstmal vielleicht noch einen halbwegs akzeptierten Grund für Teilzeit, weil alle denken, dass es nur vorübergehend ist. Damit will ich dich nicht davon abhalten, sondern dir nur klar machen, dass du dich ggf. damit arrangieren musst, dass dein beruflicher Aufstieg damit wohl beendet ist. Das ist ja nicht per se etwas Schlimmes, aber du solltest es deinem Seelenfrieden zuliebe besser akzeptieren. Sonst wirst du dich in regelmäßigen Abständen über diverse Ungerechtigkeiten, Übergangen werden etc. aufregen. Das zweite Problem ist, wie auch schon häufiger angeklungen, dass der Arbeitsaufwand vermutlich auch nicht proportional zur Arbeitszeit sinken wird. Wie sehr das ein Problem ist, hängt von deiner Stelle ab. Fortbildungen und Meetings bleiben meist zeitaufwendig wie vorher, und die hoffentlich reduzierte Arbeitsmenge kommt dazu. Als HighPerformer wirst du damit aber wahrscheinlich klarkommen. Das Etikett „ Lifestyle-Teilzeit“ (was ich bei Eltern von Kleinkindern angesichts der vielfältigen Belastungen auch nicht ganz passend finde) hat dem Thema Teilzeit einen noch anrüchigeren Ruf verpasst, als es vorher der Fall war, fürchte ich. Dass das Gehalt proportional sinkt, wird kaum wahrgenommen. Der unterschwellige Neid überwiegt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Destiny05 gestern um 07:15 Uhr Super interessant, und es erinnert mich an meine eigenen jüngsten Gedanken zum Thema. Ich bin mit 31 etwas jünger aber in ähnlicher Situation. Aktuell noch keine Kinder aber geplant für die nächsten Jahre. ETF-Depot: 650k und 2023 EFH (650k Baukosten) neu gebaut mit 420k Restschuld. 105k Jahreseinkommen. Meine Partnerin verbeamtet mit 2700€ netto p.m und wird in den nächsten Jahren noch Ackerland im Wert von 900k erben. Ich habe mir auch die Frage gestellt, wie viel ich noch pro Monat sparen muss, um dann irgendwann (hoffentlich mit Mitte 40) die Arbeitszeit reduzieren zu können. Obwohl ich natürlich noch keine genaue Vorstellung der Kosten von zwei Kindern habe, war meine Annahme, dass wir nach Tilgung der Restschuld des EFH mit 4.000 € Netto pro Monat an Ausgaben hinkommen sollten. Cool zu sehen, dass du da ähnlich planst bzw. Dies ist nicht vollständig unrealistisch. Meine Gedanken aktuell: Nicht frühes, vollständiges FIRE um alles in der Welt erzwingen. Stattdessen: Eine moderate Sparrate fahren. Gut im "Jetzt" leben. Mit Mitte 40 die Arbeitszeit deutlich reduzieren. Alles auf ein vollständiges FIRE auszurichten – mit dem ganzen Verzicht im Jetzt und der Unsicherheit in der Zukunft, dass es vielleicht doch nicht reichen könnte, das sehe ich für mich nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Mc100 gestern um 08:42 Uhr vor 4 Stunden von PEOPLES: Bzgl. deines Jobs: Kannst du "einfach so" reduzieren und sind dann auf dem Papier 32h auch echte 32h? Kenne Leute, die dachten, sie machen Teilzeit, geändert hatte sich aber nur das Gehalt, weil man am Ende die gleiche Leistung brachte. vor 2 Stunden von Turmalin: Das zweite Problem ist, wie auch schon häufiger angeklungen, dass der Arbeitsaufwand vermutlich auch nicht proportional zur Arbeitszeit sinken wird. Wie sehr das ein Problem ist, hängt von deiner Stelle ab. Fortbildungen und Meetings bleiben meist zeitaufwendig wie vorher, und die hoffentlich reduzierte Arbeitsmenge kommt dazu. Absolut, da muss man sehr aufpassen. Um dies zu erzwingen würde ich einen Tag pro Woche frei nehmen statt jeden Tag etwas weniger zu arbeiten. Muss natürlich mit den FKs abgesprochen werden. Zur Not suche ich mir eine Abteilung für die es OK ist. vor 4 Stunden von PEOPLES: Ich kenne die Branche natürlich nicht, aber mit Anfang 40 bist du wahrscheinlich Gehaltstechnisch jetzt recht weit oben. Ich sehe da schon die Gefahr, dass man sich bei Teilzeit etwas ins Abseits bugsiert, also sowohl bei neuer "Projektvergabe" als auch auf lange Sicht. Ob das so easy ist, da wieder zurück zu kommen?!? vor 2 Stunden von Turmalin: Wie in diversen Threads schon anklang, musst du dich aber sehr wahrscheinlich mental damit arrangieren, dass du als Teilzeitbeschäftigter nicht mehr als high-Performer angesehen wirst, sondern eher unter „ferner liefen“ läufst, obwohl sich an deiner Arbeitsqualität nichts geändert hat. Weniger Qualifizierte mit Vollzeit werden dich überholen. Mit kleinen Kindern hast du erstmal vielleicht noch einen halbwegs akzeptierten Grund für Teilzeit, weil alle denken, dass es nur vorübergehend ist. Damit will ich dich nicht davon abhalten, sondern dir nur klar machen, dass du dich ggf. damit arrangieren musst, dass dein beruflicher Aufstieg damit wohl beendet ist. Das ist ja nicht per se etwas Schlimmes, aber du solltest es deinem Seelenfrieden zuliebe besser akzeptieren. Sonst wirst du dich in regelmäßigen Abständen über diverse Ungerechtigkeiten, Übergangen werden etc. aufregen. Ich denke es gibt hier 3 Komponenten: Mein Ehrgeiz und meine Motivation --> das ist ein innerer "Gegner" der für den Seelenfrieden beruhigt werden muss und ggfls auf Hobby/ Hausprojekte refokussiert werden muss. Durch FK-Wechsel habe ich es auch schon durchlebt wie es ist, nicht mehr die Nr. 1 zu sein die top gefördert wird mit der höchsten Gehaltserhöhung. Ich muss schon sagen dass es an mir genagt hat. Hat mich dann beim reflektieren schon geärgert dass mich dies überhaupt so aufgeregt hat. Hier ist definitiv Arbeit mit mir selbst notwendig Jobsicherheit / Projektvergaben --> in all unseren Geschäftsprojekten gibt es high-/medium-/ und low-Performer. Das soll nicht arrogant klingen aber alle Projekte würde mich mit Kusshand nehmen. Wie gesagt, arbeite in einem großen DAX Konzern, da gibt es genug Projekte. Vielleicht finde ich dann nicht jede angebotene Projektrolle toll aber man kann nicht alles haben. Weiter Karriere und mehr Verantwortung verträgt sich nicht mit Teilzeit, das ist mir bewusst & siehe Punkt 1 trotzdem nicht leicht für das eigene Selbstbewusstsein Rückkehr auf 100% --> für beide Kinder habe ich nach dem 3. Lebensjahr jeweils 24 Monate Anrecht auf Eltern(teil-)zeit. Plus 1 Jahr für den jüngsten bis zum 3. Lebensjahr. Ich kann also 5 Jahre Elternzeit nehmen und habe eine 100%ige Rückkehr Garantie. Das ist keine Betriebsvereinbarung sondern Gesetz. Danach kann man immer noch schauen: Habe ich die 5 Jahre überhaupt voll ausgeschöpft und möchte danach sogar eine richtige Vertragsumstellung? Oder will ich doch wieder 100% weiterarbeiten, entweder wegen Geld oder wegen der Motivation? Ich denke Punkt 1 ist bei mir persönlich der schwierigste Punkt, dafür liegt es ganz in meinen Händen wie ich damit umgehe und bin nicht fremdbestimmt vor 2 Stunden von Turmalin: Ich finde deine Idee auch nicht schlecht und sehe im Umfeld, dass Eltern, die deutlich jünger sind als du, das bereits so praktizieren (vielleicht aber auch ohne sich über die Zukunft so viele Gedanken gemacht zu haben wie du). Ich sehe es auch in meinem Umfeld, wo früher Teilzeit gefahren wird bei ähnlichem Einkommen. Bin hier mal ganz ehrlich, vor ein paar Jahren (ohne Kinder) fand ich das übertrieben doch jetzt hat sich meine Perspektive, vor allem mit dem 2. Kind doch stark geändert. vor 2 Stunden von Turmalin: Das Etikett „ Lifestyle-Teilzeit“ (was ich bei Eltern von Kleinkindern angesichts der vielfältigen Belastungen auch nicht ganz passend finde) hat dem Thema Teilzeit einen noch anrüchigeren Ruf verpasst, als es vorher der Fall war, fürchte ich. Dass das Gehalt proportional sinkt, wird kaum wahrgenommen. Der unterschwellige Neid überwiegt. Absolut. Zur Produktivität: entweder jemand ist produktiv und motiviert oder nicht, das hat nichts mit einer 4- oder 5- Tagewoche zu tun. Die Welt ändert sich (langsam). Ich würde in meinen Projekten lieber einen motivierten Teilzeit-Papa nehmen als eine nicht motivierte Vollzeitkraft. vor einer Stunde von Destiny05: Ich bin mit 31 etwas jünger aber in ähnlicher Situation. Aktuell noch keine Kinder aber geplant für die nächsten Jahre. ETF-Depot: 650k und 2023 EFH (650k Baukosten) neu gebaut mit 420k Restschuld. 105k Jahreseinkommen. Meine Partnerin verbeamtet mit 2700€ netto p.m und wird in den nächsten Jahren noch Ackerland im Wert von 900k erben. Wahnsinn, 650k Depot und Eigenheim mit 31. Respekt! Dazu noch 900k Erbe in Aussicht. Nach dem Erbe seid ihr durch. vor einer Stunde von Destiny05: Meine Gedanken aktuell: Nicht frühes, vollständiges FIRE um alles in der Welt erzwingen. Stattdessen: Eine moderate Sparrate fahren. Gut im "Jetzt" leben. Mit Mitte 40 die Arbeitszeit deutlich reduzieren. Alles auf ein vollständiges FIRE auszurichten – mit dem ganzen Verzicht im Jetzt und der Unsicherheit in der Zukunft, dass es vielleicht doch nicht reichen könnte, das sehe ich für mich nicht. Würde es unabhängig vom Alter machen: ab Kind 1 könntest Du doch sofort und permanent in Teilzeit gehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli gestern um 10:25 Uhr · bearbeitet vor 20 Stunden von Holgerli vor 21 Stunden von Mc100: Gehöre zu den high-Performern. Würde in verschiedenste Abteilungen sofort wechseln können. Zurück von Teilzeit auf Vollzeit also auch kein Problem, außer die Geschäftslage dreht ins stark negative & vor 13 Stunden von Mc100: Muss natürlich mit den FKs abgesprochen werden. Zur Not suche ich mir eine Abteilung für die es OK ist. Kannst Du diese beiden Sätze mal erklären, denn ich verstehe sie nicht. Du sagst dass Du ein "High-Performer" bist, der zur Not die Abteilungen wechseln kann. Bei Deinem Gehalt kann ich mir nicht vorstellen, dass Du einfach nur ein "Malocher" bist, also einer der einfach nur hart arbeitet, aber wo/dem egal ist was. Mit so einem Gehalt kenne ich eigentlich nur Leute die hochspezialisiert sind und dort zu den Besten gehörten. Aber bei denen kann ich mir schwerlich vorstellen, dass die einfach so die Abteilung wechseln könnten ohne das a.) das Gehalt schlechter wird bzw. weniger stark steigt bzw. das Ende der Gehaltsleiter erreicht ist oder b.) der Job ein vollkommen anderer ist, in welchen man sich komplett neu rein arbeiten muss. Wenn Du darüber nicht öffentlich diskutieren willst, ist das vollkommen okay. Dann sieh diese Frage einfach als Anstoß drüber nachzudenken, ob es wirklich so einfach ist wie Du es Dir vorstellst. Und als Disclaimer, weil es über solche Fragen schnell zu hitzigen Debatten bzw. Missverständnissen beim Gefragten kommt (siehe im FU-Thread oder auch im Thread von Teufel): Die Frage ist vollkommen wertneutral gemeint und nur auf diesen Thread/dieses Thema bezogen. vor 13 Stunden von Mc100: Rückkehr auf 100% --> für beide Kinder habe ich nach dem 3. Lebensjahr jeweils 24 Monate Anrecht auf Eltern(teil-)zeit. Plus 1 Jahr für den jüngsten bis zum 3. Lebensjahr. Ich kann also 5 Jahre Elternzeit nehmen und habe eine 100%ige Rückkehr Garantie. Hier würde ich auch ganz klar folgende Frage in den Ring werfen: Will man, wenn man sich an die TZ die hat und auch an das weniger Geld gewöhnt hat, zurück auf 100%. Ich persönlich kenne niemanden, der ohne Zwang wieder auf VZ zurück wollte. vor 13 Stunden von Mc100: Absolut. Zur Produktivität: entweder jemand ist produktiv und motiviert oder nicht, das hat nichts mit einer 4- oder 5- Tagewoche zu tun. Die Welt ändert sich (langsam). Ich würde in meinen Projekten lieber einen motivierten Teilzeit-Papa nehmen als eine nicht motivierte Vollzeitkraft. Aus persönlicher Sicht, also rein subjektiv: Unterschätze nicht altersbedingte Änderungen in Deinem "Mindset". Mit 35 Jahren habe ich mir unter dummen Kommentaren meines Vorgesetzten ("Du lernst das auch noch!") ins Arbeitszeugnis schreiben lassen, dass Überstunden kein Problem für mich sind. Mit 40 Jahren habe sich selber die Augen drüber verdreht. Und jetzt mit 50 Jahren mache ich meinem Job, so wie ich ihn machen muss das er läuft. Mehr aber auch nicht. Die Einstellung zwischen 40 und 50 hat sich bei mir auch deswegen geändert, weil ich mehr Leute aus meinem persönlichen Umfeld in den letzten 10 Jahren habe sterben sehen, als in den 40 Jahren davor. Hinzu kam eine deutliche Änderung im Alter. Waren es früher "alte Leute" (Oma, Opa, Großtante etc.) starben in den letzten 10 Jahren viele Leute die +/- 10 Jahre so alt waren wie ich. Das macht was mit Dir, auch wenn Du es heute noch nicht glaubst/verstehen kannst. Das konnte ich mit 35 oder 40 Jahren auch noch nicht. Das sind Erfahrungen die man machen muss. Und das "Muss" ist dabei zweideutig: 1. i.S.v., dass man es versteht. 2. i.S.v. dass es so oder so kommen wird, ohne dass man sich wehren kann. Wenn Du erst einmal nach 5 Jahren oder so gemerkt hast was Dir persönlich wichtig ist, z.B. Hobbys, Frau, Kinder, etc. könnte es sein, dass Du merkst, dass es der Job nicht mehr ist. So war es bei mir. Und der Rest wurde ja schon gesagt: Die Frage ob Du nach TZ wirklich wieder als geförderter Überflieger (meine Wortwahl) einsteigen kannst, da habe ich (auch) meine Zweifel. Schrieb ich ja schon FU-Thread. Auch die Tatsache, dass Du in den 5 Jahren ohne Dein Zutun auf ein relatives Abstellgleis verschoben wirst, ist gegeben. Auch dazu hatte ich im anderen Thread was geschrieben. Hinzu kommt, dass es dazu keine 5 Jahre braucht. Ein Kollege erzählte mir, dass das mit einem seiner Vorgesetzten innerhalb 3 drei Monate von dessen Elternzeit, passiert ist. Sind alles Punkte, die man bedenken sollte. Was ich hier aber ganz klar sagen möchte ist: Bei all' den Problemen, egal wie groß oder klein die sind: Ich will nie wieder in VZ zurück. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor gestern um 11:01 Uhr · bearbeitet gestern um 11:03 Uhr von LongtermInvestor vor 10 Stunden von Mc100: Und doch bin ich weit von einer finanziellen Freiheit entfernt. Was man so liest ist ein Depot >1mio notwendig. Sorry, aber den wichtigsten Punkt hast du nicht geschrieben. Wie hoch sind deine Ausgaben und wie sieht der Plan hinsichtlich künftiger Ausgaben aus? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Turmalin gestern um 13:33 Uhr „Mein Ehrgeiz und meine Motivation --> das ist ein innerer "Gegner" der für den Seelenfrieden beruhigt werden muss und ggfls auf Hobby/ Hausprojekte refokussiert werden muss.“ Deinen Ehrgeiz und deine Motivation musst du gar nicht unbedingt auf Hobby/Hausprojekte fokussieren (was in einer vergleichbaren Form auch nicht ganz einfach ist - hab ich auch schon versucht), sondern es wäre gut, wenn du zu einer intrinsischen Motivation finden würdest. D.h. kognitive Herausforderungen meistern und Erfolg bei Projekten haben, weil du es willst und kannst und nicht weil es honoriert wird. Sozusagen stolz auf dich selber sein. Der direkte Vorgesetzte findet deine Arbeit vielleicht immer noch gut, kann sich aber nicht durchsetzen, und deine Kollegen fragen bevorzugt dich um Rat, das muss sich gar nicht unbedingt ändern. Nur dass es sich in Beförderungen und barer Münze auszahlt, wird unwahrscheinlicher. Und dass das nicht gerecht ist, ist die Krux, mit der du deinen Frieden machen solltest. Klar, in deinem Fall ist die sogenannte Brückenteilzeit mit Rückkehrrecht natürlich besser als einen endgültige Reduzierung, das würde ich auch so machen. Und ein ganzer Tag frei ist meiner Meinung nach um Welten besser als jeden Tag eine Stunde weniger zu arbeiten, das würde bei mir rein gar nichts bewirken. Bei einem zu frühen Ruhestand würde mir die intellektuelle Herausforderung fehlen, denke ich, die mit Teilzeit aber in angenehmem Maß verbleibt. Und Überstunden, die nicht abgefeiert werden können, sind zu meiden, sonst ist es sinnlos. Anders ist es sicher für diejenigen, die sich jeden Tag mehr oder weniger zur Arbeit quälen, davon kenne ich auch genug. Da würde ich in jüngeren Jahren auf jeden Fall zu einer beruflichen Umorientierung raten. Und noch ein Psycho-Tipp: Die Aussichten auf den Bestand einer glücklichen Ehe steigen mit Sicherheit mit der Zufriedenheit und Ausgeglichenheit beider Partner. Zustände anhaltender Erschöpfung führen leicht zu unnötigem Streit. (Geldmangel allerdings auch). Und zusammen wirtschaftet es sich auch mit niedrigeren Renten leichter als allein nach einer Ehescheidung. Von daher gibt es wirtschaftlich gesehen m.E. Auch durchaus positive Effekte. Und die Erschöpfung, die kleine Kinder bereiten, wird hoffentlich durch entsprechende Glücksmomente entschädigt, ist aber auf jeden Fall zeitlich begrenzt. Dass du später noch einmal beruflich durchstarten könntest, wenn du das wollen würdest, halte ich übrigens auch nicht für ausgeschlossen. Für halbwegs reversibel unter Einbeziehung von ein paar „verlorenen“ Jahren halte ich den Statusverlust schon, das wird aber vom beruflichen Umfeld abhängen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli gestern um 14:58 Uhr vor einer Stunde von Turmalin: Dass du später noch einmal beruflich durchstarten könntest, wenn du das wollen würdest, halte ich übrigens auch nicht für ausgeschlossen. Ich übrigens auch nicht. Ich wollte nur ausdrücken, dass es bisweilen nicht so einfach oder der Selbstläufer wird, wie man es sich erträumt hat. Ein anderer Punkt, der allen TZ'lern in den nächsten 10 Jahren in die Karten spielt. Der Demographische Wandel. Je nach Zuwanderung rechnet man bis Mitte der 20230er mit einer Abnahme der Erwerbstätigenzahl von 3 bis 5 Mio. Personen. Keine Ahnung wie lang die "deutsche Stagnation" noch anhält und keine Ahnung wie sie sich durch die aktuelle, weltpolitische Situation noch verschärft oder verlängert. Aber ich würde neben negativen Aspekten auch solche (für einen persönlich) positiven Aspekte mit in Betracht ziehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES vor 22 Stunden Ich "spiele" mal den Bedenkenträger und mache die andere Sichtweise auf: 1. Mit Handkuss in anderen Projekten trotzt Teilzeit: Ich geh mal davon aus, dass Mc100 ein gefragter Experte ist, aber die Annahme, dass dies auch so bleiben wird basiert ja auf Vollzeit aktuell. Ich kann mir da (leider) gut vorstellen, dass jemand im Team, der "Freitags nie kann" auch zur Last werden kann. Trotzt der Expertise besteht die Gefahr, dass man aufgrund der Flexibilität weniger gefragt sein könnte. 2. Wiedereinstieg in Vollzeit: Auch dies basiert auf heutigen Annahmen wenn Mc100 voll im Thema ist und jung/dynamisch 10 Jahre später ist man leider weniger jung und (vermutlich) weniger dynamisch. 3. Zukunftsentwicklung der benötigten Arbeitsleistung: Vor 5 Jahren war KI quasi kein Thema, mittlerweile nutzt es jeder und überall. In 5/10 Jahren ist das nun (für mich) schwer absehbar, aber sicherlich wird die Arbeitslast gesenkt. Das kann ein Produktivitätsboost sein, wir verdienen alle mehr und haben ein besseres Leben. Ich kenne aber genug Kollegen die man quasi ersatzlos streichen kann. Ob man dich nun in 5/10 Jahren so braucht wie heute -> ? Und es muss ja nicht der Übersetzter oder Taxifahrer sein, selbst wenn man nur den Admin-Overhead dadurch um 30% senken kann, kann das bedeuten, der Headcount kann runter. Ich persönlich sehe mich auch eher als Hand-On, viel non-Routine, manchmal kreativ, ... Aber beim ganzen Admin-Overhead ist VIEL Luftnach oben. Aktuell würde das helfen, dann könnten wir alle mehr "richtig" arbeiten, genug Arbeit wäre da. Ich mache mir da aber auch keine falschen Vorstellungen, dass kann sich auch schnell ändern. Aktuell verdienst du gute Knete und dein Job macht dir Spass (nehme ich mal an). Jetzt ist halt auch eine gute Zeit zum Geld verdienen und jeder Euro heute ist in 8Jahren 2 wert, in 16 Jahren dann 4 usw. Du musst halt schon damit rechnen, dass du nicht dort weitermachst, wo du vor der Teilzeit aufgehört hast. Ich würde da wirklich in Betracht ziehen, ob es nicht Sinn macht, jetzt (beispielsweise) noch 5 Jahre Vollzeit zu machen, dann in TZ und dann aber mit einer gewissen Sicherheit, wenn es nicht mehr easy zurück geht, dann sind die Auswirkungen nicht so schlimm. Wer 130k macht und ne 40h-5Tage-Woche hat, der ist ja auch nicht sooooo schlimm dran. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kopfsalat23 vor 21 Stunden Hi zum beruflichen hast eh schon Input bekommen, hier mal also was zum Punkt Finanzen vor 19 Stunden von Mc100: Finanziell. Mit den 3 Immos und den Depots ist die Frage, ob man überhaupt für die Rente noch sparen muss. Ein sehr früher Ausstieg ist aktuell nicht mehr geplant... dann lieber jetzt mehr Zeit und Geld und wenn die Kids aus dem Haus sind weiß ich eh nicht was ich zu Hause den ganzen Tag soll Das Gehalt meiner Frau und mir müsste also für alles andere reichen. Ich tippe mal grob auf 6750€ Nettoeinkommen inkl. Kindergeld. Nach Tilgung, Hausnebenkosten, Autofinanzierung, BU/LV liegen wir dann bei knapp 4k. Die 6750 wären also bei 32h bei dir und 23 bis 24h (60%) bei deiner Frau. Richtig? Sind da Mieteinnahmen nach Steuer schon dabei oder nicht? Unter Tilgung fällt die Tilgung für die vermieteten Immos? Die Tilgung für euer selbst bewohntes EFH fehlt da noch (siehe unten)? vor 19 Stunden von Mc100: Reicht das für ein schönes Leben mit gehobenem Lebensstandard (damit meine ich keinen Porsche) Immo Rücklagen und Tilgung des EFH größere Anschaffungen wie Autos, Möbel, Hausprojekte wie Terassenupgrade, Wärmepumpe etc. Reisen, essen gehen Konsum und Lebenshaltungskosten Das ist doch vollkommen auskömmlich. Wenn man das Geld nicht verpulvert wäre vielleicht sogar eine Fernreise pro Jahr drin für ~6-8k oder sogar doch etwas im ETF sparen. Also wenn von den 4000 noch 1200 Tilgung und zusätzlich Rücklagen für das EFH abgezogen werden müssen, dann vergiss den Urlaub gleich mal. Komplett. Oder dein Terassenupgrade und die neuen Möbel. Deine gewünschte Liste wird nicht funktionieren. Deine Kinder sind noch sehr klein, deine Frau ist ja in Elternzeit (dazu also auch keine Betreuungskosten!), da sind die Kosten noch sehr überschaubar. Aber das wird sich ändern! Kleidung kostet mehr, die Zahnspange, die Brille, der Schulausflug, die Sportwoche, das Feriencamp, der Sportverein, die Kleidung dazu, der Nachhilfeunterricht, und beim Essen gehen merkst du es auch. Und auch wenn die 4k nach allen Kosten für das EFH sind: Eine Fernreise für zb zwei Wochen mit zb zwei ca 10 jährigen Kindern für 6k schaffst auch nur in eher günstige Länder wie Türkei, Ägypten, Tunesien etc. Solltest du unter Fernreise andere Destinationen verstehen -> vergiss es. Vor allem ab so ca 12 jährigen Kindern. Und bei den Autos wirst auch auf günstige Varianten zurückgreifen müssen. Ich muss aber auch dazusagen: Zeit ist wertvoll. Wenn du mehr Zeit für Familie und Kinder haben willst, dann mach es! Definitiv! Kann dir später keiner mehr nehmen! Aber mach es mit einem finanziell realistischen Blick. LG Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Mc100 vor 19 Stunden vor 10 Stunden von Holgerli: Kannst Du diese beiden Sätze mal erklären, denn ich verstehe sie nicht. Du sagst dass Du ein "High-Performer" bist, der zur Not die Abteilungen wechseln kann. Bei Deinem Gehalt kann ich mir nicht vorstellen, dass Du einfach nur ein "Malocher" bist, also einer der einfach nur hart arbeitet, aber wo/dem egal ist was. Mit so einem Gehalt kenne ich eigentlich nur Leute die hochspezialisiert sind und dort zu den Besten gehörten. Aber bei denen kann ich mir schwerlich vorstellen, dass die einfach so die Abteilung wechseln könnten ohne das a.) das Gehalt schlechter wird bzw. weniger stark steigt bzw. das Ende der Gehaltsleiter erreicht ist oder b.) der Job ein vollkommen anderer ist, in welchen man sich komplett neu rein arbeiten muss. vor 1 Stunde von PEOPLES: Mit Handkuss in anderen Projekten trotzt Teilzeit: Ich geh mal davon aus, dass Mc100 ein gefragter Experte ist, aber die Annahme, dass dies auch so bleiben wird basiert ja auf Vollzeit aktuell. Ich kann mir da (leider) gut vorstellen, dass jemand im Team, der "Freitags nie kann" auch zur Last werden kann. Trotzt der Expertise besteht die Gefahr, dass man aufgrund der Flexibilität weniger gefragt sein könnte. Also ich bin kein Experte sondern Projektleiter und werde immer in die großen Kriesenprojekte geschickt... wenn das Management nun der Ansicht ist, dass ich mit 4 Tagen nicht für die Kriesenprojekte geeignet bin, werden sie mich vielleicht in kleinere Projekte schicken die nicht so sehr in Schieflage geraten sind. Soll mir recht sein Habe aber auch schon intern Jobangebote aus dem Engineering oder der Entwicklung bekommen für Personalführung oder Entwicklungsprojekte. Sorry das soll jetzt nicht falsch rüberkommen. Ich habe ja auch keine "große" Karriere gemacht ins Upper Management aber mit "Middle Management" scheine ich bisher gefragt gewesen zu sein. Daher mache ich mir grundsätzlich wenig Sorgen. Dazu: meine Absicht ist halt weiterhin "zu performen" an den 4 Tagen und jetzt nicht ein fauler Simulant zu werden. Ziel wäre zumindest den Inflationsausgleich zu bekommen. Aber klar, real mehr wird es wohl nicht mehr dann. Das ist mir völlig bewusst und ich kann damit gut leben, da jeder €uro on top mit 42,5% versteuert wird und bei so einem Gehaltsniveau dies auch nur mit noch mehr Verantwortung und Stress funktioniert. ABER: ihr habt schon recht. 100% Sicherheit gibt es nicht, siehe Volkswagen, wer hätte vor 10 Jahren gedacht was da jetzt passiert... gut mit dem Risiko dass die prognostizierte Jobsicherheit nicht eintrifft muss ich leben. vor 10 Stunden von Holgerli: Hier würde ich auch ganz klar folgende Frage in den Ring werfen: Will man, wenn man sich an die TZ die hat und auch an das weniger Geld gewöhnt hat, zurück auf 100%. Ich persönlich kenne niemanden, der ohne Zwang wieder auf VZ zurück wollte. Das gute an Eltern-Teilzeit ist ja, dass ich das jetzt gar nicht entscheiden muss. vor 10 Stunden von Holgerli: Aus persönlicher Sicht, also rein subjektiv: Unterschätze nicht altersbedingte Änderungen in Deinem "Mindset". Mit 35 Jahren habe ich mir unter dummen Kommentaren meines Vorgesetzten ("Du lernst das auch noch!") ins Arbeitszeugnis schreiben lassen, dass Überstunden kein Problem für mich sind. Mit 40 Jahren habe sich selber die Augen drüber verdreht. Und jetzt mit 50 Jahren mache ich meinem Job, so wie ich ihn machen muss das er läuft. Mehr aber auch nicht. Die Einstellung zwischen 40 und 50 hat sich bei mir auch deswegen geändert, weil ich mehr Leute aus meinem persönlichen Umfeld in den letzten 10 Jahren habe sterben sehen, als in den 40 Jahren davor. Hinzu kam eine deutliche Änderung im Alter. Waren es früher "alte Leute" (Oma, Opa, Großtante etc.) starben in den letzten 10 Jahren viele Leute die +/- 10 Jahre so alt waren wie ich. Das macht was mit Dir, auch wenn Du es heute noch nicht glaubst/verstehen kannst. Das konnte ich mit 35 oder 40 Jahren auch noch nicht. Das sind Erfahrungen die man machen muss. Und das "Muss" ist dabei zweideutig: 1. i.S.v., dass man es versteht. 2. i.S.v. dass es so oder so kommen wird, ohne dass man sich wehren kann. Wenn Du erst einmal nach 5 Jahren oder so gemerkt hast was Dir persönlich wichtig ist, z.B. Hobbys, Frau, Kinder, etc. könnte es sein, dass Du merkst, dass es der Job nicht mehr ist. So war es bei mir. vor 7 Stunden von Turmalin: Die Aussichten auf den Bestand einer glücklichen Ehe steigen mit Sicherheit mit der Zufriedenheit und Ausgeglichenheit beider Partner. Zustände anhaltender Erschöpfung führen leicht zu unnötigem Streit. (Geldmangel allerdings auch). Und zusammen wirtschaftet es sich auch mit niedrigeren Renten leichter als allein nach einer Ehescheidung. Von daher gibt es wirtschaftlich gesehen m.E. Auch durchaus positive Effekte. Und die Erschöpfung, die kleine Kinder bereiten, wird hoffentlich durch entsprechende Glücksmomente entschädigt, ist aber auf jeden Fall zeitlich begrenzt. Da ist viel wahres dran und spiegelt auch viele meiner Beweggründe wieder. Vor ein paar Jahren habe ich ganz anders gedacht und beim ersten Kind zB auch keine 2 Monate Elternzeit genommen. vor 7 Stunden von Turmalin: Deinen Ehrgeiz und deine Motivation musst du gar nicht unbedingt auf Hobby/Hausprojekte fokussieren (was in einer vergleichbaren Form auch nicht ganz einfach ist - hab ich auch schon versucht), sondern es wäre gut, wenn du zu einer intrinsischen Motivation finden würdest. D.h. kognitive Herausforderungen meistern und Erfolg bei Projekten haben, weil du es willst und kannst und nicht weil es honoriert wird. Sozusagen stolz auf dich selber sein. Der direkte Vorgesetzte findet deine Arbeit vielleicht immer noch gut, kann sich aber nicht durchsetzen, und deine Kollegen fragen bevorzugt dich um Rat, das muss sich gar nicht unbedingt ändern. Nur dass es sich in Beförderungen und barer Münze auszahlt, wird unwahrscheinlicher. Und dass das nicht gerecht ist, ist die Krux, mit der du deinen Frieden machen solltest. Du hast mich gut "gelesen", ich muss sagen dass ich die Wertschätzung des Managements schon wichtig finde... und weißt Du was, es gefällt mir nicht. Daran will ich arbeiten ansonsten werde ich mit TZ nicht glücklich. vor 6 Stunden von Holgerli: in anderer Punkt, der allen TZ'lern in den nächsten 10 Jahren in die Karten spielt. Der Demographische Wandel. Je nach Zuwanderung rechnet man bis Mitte der 20230er mit einer Abnahme der Erwerbstätigenzahl von 3 bis 5 Mio. Personen. Keine Ahnung wie lang die "deutsche Stagnation" noch anhält und keine Ahnung wie sie sich durch die aktuelle, weltpolitische Situation noch verschärft oder verlängert. Aber ich würde neben negativen Aspekten auch solche (für einen persönlich) positiven Aspekte mit in Betracht ziehen. Absolut, auch daher glaube ich dass mein AG auch in Zukunft alle guten Leute an sich binden wird, auch die mit 4-Tage Woche. Zu den Finanzen: vor 10 Stunden von LongtermInvestor: Sorry, aber den wichtigsten Punkt hast du nicht geschrieben. Wie hoch sind deine Ausgaben und wie sieht der Plan hinsichtlich künftiger Ausgaben aus? vor 1 Stunde von kopfsalat23: Die 6750 wären also bei 32h bei dir und 23 bis 24h (60%) bei deiner Frau. Richtig? Sind da Mieteinnahmen nach Steuer schon dabei oder nicht? Unter Tilgung fällt die Tilgung für die vermieteten Immos? Die Tilgung für euer selbst bewohntes EFH fehlt da noch (siehe unten)? ETW 1 trägt nach Steuern die Tilgung. ETW 2: Von der Cash-Reserve werden ca. 18k für den Restkredit diesen Sommer fällig, da die Zinsbindung ausläuft. Ab dann ist ETW 2 schuldenfrei. Netto Mieteinnahmen schuldenfreie ETW 2 Minus Kosten dann ca. 600€. Nettoeinkommen Frau 60% + Mann 80% ca. 7150€ Kindergeld 500€ ------------------------------------------------------------- Nettoeinkommen gesamt ca. 8,200€ verbleiben 4855€ Von meinem Gehalt gehen ca. 450€ in ein Unternehmensaktienprogramm... also es wird weiter gespart Also bleiben dann noch ca 4,400€ über. vor 1 Stunde von kopfsalat23: Deine Kinder sind noch sehr klein, deine Frau ist ja in Elternzeit (dazu also auch keine Betreuungskosten!), da sind die Kosten noch sehr überschaubar. Aber das wird sich ändern! Kleidung kostet mehr, die Zahnspange, die Brille, der Schulausflug, die Sportwoche, das Feriencamp, der Sportverein, die Kleidung dazu, der Nachhilfeunterricht, und beim Essen gehen merkst du es auch. Und auch wenn die 4k nach allen Kosten für das EFH sind: Eine Fernreise für zb zwei Wochen mit zb zwei ca 10 jährigen Kindern für 6k schaffst auch nur in eher günstige Länder wie Türkei, Ägypten, Tunesien etc. Solltest du unter Fernreise andere Destinationen verstehen -> vergiss es. Vor allem ab so ca 12 jährigen Kindern. Ja Du hast recht. Die Kinder werden teurer mit jedem Jahr. Mit 4-Tage Woche und hohem Gehaltsniveau wird mehr als Inflationsausgleich nicht drin sein, dazu kommt dann noch die kalte Progression. Ich muss eigentlich versuchen weiterhin noch eine Sparrate mit den Unternehmensaktien von insgesamt 1000€ aufrecht zu erhalten. Dann blieben immerhin noch 3,800€ zu verkonsumieren, bei 1,000€ Sparrate. Im laufe der Jahre kann man dann die Sparrate runterfahren. Tausend Dank Leute, Euer Feedback und die kritischen Fragen / Bedenken helfen mir die ganze Sache zu beleuchten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Anja Terchova vor 18 Stunden vor 23 Stunden von Mc100: Meine Frau ist aktuell in Elternzeit und wird ein zweites Jahr ohne Elterngeld dranhängen. Sie verdient wesentlich weniger als ich, Vollzeit 40-45k. Wenn sie danach wieder in den Job in Teilzeit (60%) einsteigt, in könnte ich meine Stunden von 40 auf 32 reduzieren. Mit zwei kleien Kindern wären 32+24 Wochenstunden eigentlich immer noch garnicht wenig sondern immer noch relativ viel. Viele Paare arbeiten da ja nur so 39+12 oder 30+21 oder 27,5+23,5 Wochenstunden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine vor 12 Stunden · bearbeitet vor 12 Stunden von Sapine vor 6 Stunden von Mc100: Ja Du hast recht. Die Kinder werden teurer mit jedem Jahr. Mit 4-Tage Woche und hohem Gehaltsniveau wird mehr als Inflationsausgleich nicht drin sein, dazu kommt dann noch die kalte Progression. Ist das wirklich so? Die Kosten hängen natürlich auch von Stadt/Bundesland ab. Höhere Urlaubskosten werden teilweise mit sich reduzierenden Kosten für die Betreuung kompensiert bei wachsendem Alter der Kinder. Mit Beginn des Studiums wird es teurer. Ob und wie viele Fernreisen man mit kleinen Kindern unternehmen sollte, ist ein anderes Thema, was man insbesondere für die ersten Jahre mit den kleinen Kindern auch anders beantworten kann. Was ich bisher noch nicht gesehen habe ist Deine Rechnung zum Thema Altersvorsorge. Bei einem DAX Konzern wird vermutlich eine nennenswerte Betriebsrente hinzukommen zur GRV oder gibt es nur das Aktienprogramm? Aus Deinem Anfangskapital + Aktiensparplan wirst Du inflationsbereinigt ein Vermögen von ca. 550.000 Euro ansparen kannst, sofern Du das 20 Jahre durchziehst. Wie sieht das mit den Schulden auf Euer Haus aus? Zu wann wollt ihr das abbezahlt haben? Das mit der Mio fürs Alter halte ich für übertrieben, wenn neben einer eher hohen Rente, einem schuldenfreien Haus noch zwei Eigentumswohnungen und vermutlich eine solide Betriebsrente vorhanden sind. Aber durchrechnen würde ich es mir. Ein letzter Gedanke noch zum Thema Jobsicherheit. Grundsätzlich ist keiner davor geschützt ins Visier der Personaler zu geraten, wenn der Konzern aus welchen Gründen auch immer Kosten sparen will oder Teile des Geschäfts ins Ausland verlagert. Mit 50+ ist man stärker gefährdet als mit 30, auch weil eine Umorientierung im zweiten Fall leichter ist. Dich als Teilzeitmitarbeiter trifft das insofern härter, weil Du weniger Rücklagen aufbauen kannst. Auch hierzu würde ich ein paar Rechnungen durchspielen, um geeignete Teilziele zu definieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Theobuy vor 12 Stunden Am 9.3.2026 um 04:03 von Mc100: Mit den 3 Immos und den Depots ist die Frage, ob man überhaupt für die Rente noch sparen muss. Finanziell ist der entscheidende Punkt - weniger arbeiten heißt vermutlich zwar noch nicht weniger Einzahlungen in die GRV (wenn ich es richtig sehe, bist du weit drüber), aber weniger Rücklagen können gebildet werden. Immos gehören euch noch nicht komplett und sie sind nicht möglicherweise nicht besonders ertragreich im Gegensatz zu anderen Investments, eine scheint zudem weit weg zu sein. Zudem Klumpenrisiko. Zwei Kinder werden teuer, wenn du viele Dienstleistungen einkaufen musst. Das würde ich mal über die nächsten zwei Jahrzehnte simulieren: wie viel braucht ihr ab erreichen von 3 Jahren, 6 Jahren, 12 Jahren, Ausbildung/Studium? Die Rente würde ich als Cashflow-Problem verstehen - hast du ausreichend Zuflüsse, wenn du nicht mehr arbeiten kannst? Ausreichend kann auch bescheideneres Leben bedeuten oder auch Abstufungen zwischen minimaler Notwendigkeit und maximalem Wunsch. Idealerweise entscheidet ihr den Lifestylepart als erstes und rechnet dann als Paar gemeinsam. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES vor 5 Stunden Fuer ein vollumfaengliches Bild wäre natuerlich auch interessant, was die BU stemmen kann (fuer den Fall der Faelle) und wie es aktuell der BAV und GRV aussieht. Wenn BAV/GRV ziemlich stabil dastehen, dann entspannt sich die Situation ja merklich mit Renteneintrittsalter. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag