CorMaguire Mittwoch um 11:34 vor 1 Stunde von Peter23: Unpopular Opinion: Ich finds ehrlich gesagt amüsant, dass 40 Stunden als so super viel dargestellt werden. Das zeigt mE wie wenig leistungsorientiert unsere Gesellschaft geworden ist..... Von den Überstundenkloppern die ich vom Betrieb in Erinnerung habe, waren die wenigsten Leistungsträger. Aber vermutlich hat mich mein erster Chef versaut: Wer Überstunden macht ist nur unfähig während der Arbeitszeit mit seinen Aufgaben fertig zu werden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Mittwoch um 12:03 vor 14 Stunden von Mkoll: Ihre Karriere ist quasi eh zu Ende da sie keinen AT Job wollen. Erhöhungen nehmen sie halt mit Tarifverhandlungen so oder so mit. Ja, bist bei mir genauso. Ich bin bewusst im Tarif geblieben. AT kommt aus meiner Sicht hinzu, dass der bisher absolut unattraktiv war: Die Mindestschwelle für AT war bisher IMO 5% mehr. Also im Worst-Case nicht viel. Dafür verfielen aber Überstunden am Ende des Monats ersatzlos. Dazu wurden zu erreichende Ziele gesetzt. Ich will nicht wissen wieviel hundert hundert Überstunden bei meinen Kollegen letztes Jahr unvergütet verfallen sind. Aufgrund der letztjährigen Projektsituation vermute ich mal, dass ich mit Freizeitausgleich und Auszahlung deutlich besser dastehe, was die Vergütung angeht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nostradamus Mittwoch um 12:19 · bearbeitet Mittwoch um 12:19 von Nostradamus vor einer Stunde von Peter23: Überraschendes Ergebnis wenn Fans der 4-Tage-Woche eine Studie erstellen. Das ist ja die übliche Kritik an Studien generell. Dennoch erschienen mir einige Punkte nachvollziehbar. Wenn ich in meiner Firma so schaue, werden bei einem 8-Stunden-Tag keineswegs alle Minuten mit höchster Power durchgeknüppelt. Wenn man aber nur sechs Stunden zur Verfügung hat, kann da schon ein anderer Zug drin sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Mittwoch um 12:24 Persönlich finde ich es interessant, dass Peter23 den FU-Thread mit seiner ganz persönlichen FIRE-Planung in Atmem hält, Planungen anderer aber auf Metaebene kritisiert... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 Mittwoch um 12:28 vor 1 Minute von Holgerli: Persönlich finde ich es interessant, dass Peter23 den FU-Thread mit seiner ganz persönlichen FIRE-Planung in Atmem hält, Planungen anderer aber auf Metaebene kritisiert... Ich hab immer wieder gesagt, dass ich die vielen persönlichen Fragen unangemessen finde und eine allgemeine Fragestellung diskutieren will, aber leider hat sich niemand dran gehalten. vor 12 Minuten von Nostradamus: Das ist ja die übliche Kritik an Studien generell. Dennoch erschienen mir einige Punkte nachvollziehbar. Wenn ich in meiner Firma so schaue, werden bei einem 8-Stunden-Tag keineswegs alle Minuten mit höchster Power durchgeknüppelt. Wenn man aber nur sechs Stunden zur Verfügung hat, kann da schon ein anderer Zug drin sein. Dann wäre es aber auch nur für den AG gut und nicht für den AN. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation Mittwoch um 12:36 · bearbeitet Mittwoch um 12:37 von stagflation vor 1 Stunde von Nostradamus: Eigentlich haben die zahlreichen Studien zur 4-Tage-Woche doch gezeigt, dass weniger Arbeitszeit eben nicht mit verringerter Produktivität einhergeht. Man muss nicht alles glauben, nur weil es "Studien" dazu gibt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Mittwoch um 13:05 vor 26 Minuten von stagflation: Man muss nicht alles glauben, nur weil es "Studien" dazu gibt. Aber nur weil Leute gegen eine 4-Tage-Woche sind und es mitunter laut raus posaunen (z.B. im TV bei einer Talkshow) um Stimmung dagegen zu machen, heisst es nicht, dass die Studien falsch sind. Und wenn ich wählen sollte zwischen der Aussage einer Studie und der Meinung eines Scheihalses (z.B. in einer TV-Talkshow), dann würde ich eher auf die Studie setzen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation Mittwoch um 13:40 vor 30 Minuten von Holgerli: dann würde ich eher auf die Studie setzen. Klar. Deshalb werden solche Studien gemacht. Weil viele Menschen so etwas glauben. Ist ja schließlich eine "Studie". Aber wenn man sich genau umsieht, wird man feststellen, dass die richtig guten Leute sehr viel arbeiten. Man wird nicht Eiskunstlauf-Weltmeister, Tennis-Star oder berühmter Pianist mit einer 4-Tage Woche. Und wenn man ein erfolgreiches Software-Projekt will, sollte man besser den Programmier-Nerd einstellen, der 60 Stunden die Woche arbeitet und sich wirklich gut auskennt. Wenn es um Top-Leistungen geht, zählen nicht die Hundert Prozent - sondern das, was darüber hinausgeht. Mit 50% braucht man erst gar nicht anzutreten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire Mittwoch um 13:59 vor 8 Minuten von stagflation: ...Man wird nicht Eiskunstlauf-Weltmeister, Tennis-Star oder berühmter Pianist mit einer 4-Tage Woche. ... Ja für die wird das stimmen vor 8 Minuten von stagflation: ... sollte man besser den Programmier-Nerd einstellen, der 60 Stunden die Woche arbeitet ... Nein sollte man besser nicht einstellen, da man sonst Schwierigkeiten mit dem ArbZG bekommt. Den holt man besser als "Freiberufler" aka Selbstausbeuter. Wobei man peinlich genau darauf achtet nicht in die Scheinselbstständigkeitfalle zu tappen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Mittwoch um 14:36 vor 4 Stunden von Peter23: Unpopular Opinion: Ich finds ehrlich gesagt amüsant, dass 40 Stunden als so super viel dargestellt werden. Das zeigt mE wie wenig leistungsorientiert unsere Gesellschaft geworden ist. Ich könnte das jetzt auch noch kommentieren..... lasse ich aber. No offense.... Interessanter ist doch, dass so ein Satz bereits ausreicht, den gesamten Thread zu kapern. Eigentlich kann alles danach zumindest in diesem Thread weg, wäre aber sicherlich ein amüsanter und "diskutabler" eigener Faden..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Mittwoch um 15:17 vor einer Stunde von stagflation: Aber wenn man sich genau umsieht, wird man feststellen, dass die richtig guten Leute sehr viel arbeiten. Man wird nicht Eiskunstlauf-Weltmeister, Tennis-Star oder berühmter Pianist mit einer 4-Tage Woche. Genau, wer kennt sie nicht die High-Performer-Kassiererinnen bei ALDI die erst so richtig gut werden, wenn sie 60 statt 40 Stunden arbeiten. Oder die Hochleistungs-Pflegekräfte die statt 40 Stunden... ach Moment, die gibt es ja. Sowohl im Krankenhaus als auch in der Altenpflege. Die, die Brocken komplett hinschmeissen oder sehr oft wegen Überlastung krank sind. vor 40 Minuten von Wishmueller: Interessanter ist doch, dass so ein Satz bereits ausreicht, den gesamten Thread zu kapern. Leider wahr... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
jny Mittwoch um 16:30 vor 6 Stunden von Peter23: Unpopular Opinion: Ich finds ehrlich gesagt amüsant, dass 40 Stunden als so super viel dargestellt werden. Das zeigt mE wie wenig leistungsorientiert unsere Gesellschaft geworden ist. [...] vor 6 Stunden von Dandy: Früher war auch eher das Alleinverdienermodell populär. Damit kommt man heute ja kaum noch über die Runden. Insofern sind Ehepaare heute oft dazu gezwungen, dass beide arbeiten gehen. Zwei Vollzeit arbeitende Ehepaare mit mehreren kleinen Kindern waren damals wohl eher die absolute Ausnahme. Denke, dass es dieses Modell heute eher gibt als damals. [...] Um hier mal zweiteres zu untermauern: wenn ich mir diese Daten des statistischen Bundesamtes anschaue, hat sich die relevante Arbeitszeit (Arbeitsstunden pro Haushalt mit erwerbstätigen Personen) seit 2009 null verändert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Anja Terchova Mittwoch um 21:05 vor 10 Stunden von b3rg: Diese Meinung ist populistisch und zu einfach gesprungen. 40 Stunden arbeiten in der Woche ist nicht zwigend viel, ja. Beachte aber noch die weiteren äußeren Umstände, die auf die reine Arbeitszeit kommen: Wie arbeitet der Lebenspartner? Wer macht die Care-Arbeit? Welche Verpflichtungen neben den 40 Stunden fallen noch alle an? Welche privaten "Lifestyle"-Bedürfnisse wollen noch berücksichtigt werden? 40 Wochenstunden sind schon ziemlich viel, selbst als Single ohne familäre Verpflichtung. Da bleibt nicht mehr viel Zeit zum Leben. Das sind gleichmässig auf fünf Tage verteilt schon jeweils 8 Stunden, mit Pausen dann 9 Stunden, also z.B. 8:30 bis 17:30 Aber wenn man nicht gerade auf de Arbeit wohnt muss man mit Sicherheitspuffer so 40 Minuten für die Hinfahrt und so 25 Minuten für die Heimfahrt einplanen, und dann noch jeweils 10 Minuten Fussweg zwischen Parkplatz und Arbeitsplatz. Da wären wir dann bei: 6:30 Aufstehen 7:40 Losfahren 17:40 Losfahren 18:05 Heimkommen Abgesehen von Hochsommer ist es da dann eh dunkel oder dämmerig, und vorallem hat man nach einem 8 Stunden Arbeitstag auch keine Energie mehr um irgendwas zu machen was über einen Supermarkteinkauf oder Netflix-Berieselung hinausgeht. Die neue Energie kommt dann meist erst irgendwann zwischen 20:00-21:00 Uhr und da ist es dann wirklich zu spät um noch was zu machen wenn man so 23:00-23:30 schlafen gehen muss. Samstag muss man dann zwar nicht ganz so früh aber auch schon so spätestens 9:00 Uhr aufstehen weil man dann nur am Samstag grössere Erledigungen die über einen schnellen Supermarkteinkauf hinausgehen erledigen kann. Nachmittag oder Abend muss man dann auch seine 3-4 Stundenr vorschlafen damit man wenigsten einmal die Woche rausgehen kann. Sonntag schläft man dann bis so 11:00 Uhr, aber bis man dann ein bisschen bruncht, ist man dann und ein bisschen Social Media schaut, ist es schnell 13:30 Uhr, und selbst dann ist es schon wieder zu spät für einen grösseren Ausflug ode eine grössere Unternehmung wenn man dann wieder so 23:00-23:30 schlafen gehen muss damit es wieder von vorne anfängt. vor 9 Stunden von PEOPLES: Ich lebe ja in Brasilien, hier gibt es für die "Performanten" (AN mit besserem Einkommen und Verantwortung und so) keine festen Stundenlimits, auch keine festen Feierabende. Wenn der Chef abends um 9 noch ne Whatsapp schreibt, dann ist das normal. Wenn der Kunde noch ne Frage hat, dann auch. Viele Stunden abreissen um die Hütte zu bauen war auch mal in D angesagt, dass hat sich nun in Richtung Work-Life-Balance verschoben. Leute schauen mehr auf die Freizeit, Karriere ist weniger wichtig. Meines Erachtens ein klares Zeichen für allgemeinen Wohlstand und umfangreiches Sozialsystem. Das kann man aber nicht vergleichen, in Südamerika, aber auch in Spanien/Portugal und ebenso USA/Kanada wird zwar mehr Erreichbarkeit und Verfügbarkeit erwartet, aber im Gegenzug sind die Arbeitsbedinungen und die Erwartungen auch viel lockerer. Termine sieht man da nicht zu eng, und man kann auch ruhig während der Arbeit Kurzpausen einlegen ohne das es jemanden stört, oder auch Pakete annehmen, und auch gelegentlich kurz den Arbeitsplatz verlassen um z.B. zum Friseur oder ins Nagelstudio zu gehen, seinen Kinden bei den Hausaufgaben zu helfen oder um kurz mal Freunde zu treffen vor 9 Stunden von Nostradamus: Eigentlich haben die zahlreichen Studien zur 4-Tage-Woche doch gezeigt, dass weniger Arbeitszeit eben nicht mit verringerter Produktivität einhergeht. Aber für den TO ist natürlich zu hoffen, dass weniger Arbeitszeit auch tatsächlich mit einem entsprechend verringerten Arbeitspensum einhergeht. 4-Tage Woche sehe ich schon kritisch, denn man kann in 4-Tagen nicht das schaffen was man in 5-Tagen schafft. Aber was ohne Produktivitätsverlusst möglich wäre, das wäre eine Verkürzung der Arbeitszeit bei Beibehaltung der 5-Tage Woche. Denn bei der 40 Stundenwoche sind die eh die erste Stunde noch im Halbschlaf und die letzten eineinhalb Stunden sind sie schon gedanklich im Feierabend und sitzen nur noch körperlich anwesend ihre Zeit ab. Pausenzeit könnte man dann auch auf 30 Minuten halbieren. Statt täglich 8:30 bis 17:30 dann nur noch 9:00 bis 16:00 würde wirklich kaum Produktivität kosten, aber man hätte trotzdem jeden Tag ca. 90 Minuten mehr Freizeit unc ca. 30 Minuten mehr Schlaf. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich Mittwoch um 21:16 vor 9 Minuten von Anja Terchova: 40 Wochenstunden sind schon ziemlich viel, selbst als Single ohne familäre Verpflichtung. Da bleibt nicht mehr viel Zeit zum Leben. Kannst Du Dir vorstellen, daß man auch seine Arbeit als Leben bewerten kann? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Anja Terchova Mittwoch um 21:22 Nur in ganz wenigen Bereichen, wenn man entweder einen Job im kreativen Bereich hat oder aber sich wirklich zum oberen Management zählen kann, und wirklich viele eigene Ideen und Konzepte einbringen kann und viele Entscheidungen treffen darf. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nostradamus Mittwoch um 22:01 · bearbeitet Mittwoch um 22:06 von Nostradamus vor 9 Stunden von Peter23: Dann wäre es aber auch nur für den AG gut und nicht für den AN. Das Gehalt würde natürlich das gleiche bleiben. In dem Zusammenhang ist auch das Parkinson'sche Gesetz genannt worden: "Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht." Ich kann das ganz gut nachvollziehen: Wenn ich mal an einem Tag nur sechs Stunden Zeit habe (und dann die Arbeit für private Termine verlassen muss), schaffe ich gefühlt tatsächlich nicht nennenswert weniger als wenn ich 7,5 h arbeite. Für die ganzen High Performer hier mag das natürlich schwer vorstellbar sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 Mittwoch um 22:06 vor 3 Minuten von Nostradamus: Das Gehalt würde natürlich das gleiche bleiben. Ja - da sprechen wir jetzt über unterschiedliche Dinge. Ich war beim Thema des Threads, wo es darum ging auf Teilzeit umzusteigen und dafür auf Gehalt zu verzichten. Du bist offenbar bei 4-Tage-Woche bei voller Bezahlung. Es stimmt aber sicherlich, dass man sowohl Lösungen finden kann, bei denen voll der AG den Vorteil hat oder eben vice versa dann der AN - bestenfalls wäre vielleicht sich den Vorteil zu teilen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
xyz01 gestern um 07:30 Uhr · bearbeitet gestern um 10:17 Uhr von xyz01 Rechtschreibung ob 40h viel sind oder nicht hängt ja wohl auch sehr von der eigentlichen Tätigkeit ab. Wenn meine Arbeitszeit aus Meetings, Businesslunch und eventuell noch Weg zum Kunden besteht, lässt sich das leichter aushalten als 40h am Bau, in der Pflege oder vor dem Computerbildschirm... Unabhängig davon scheinen ja Ländern in denen deutlich mehr als 40h gearbeitet wird auch nicht allgemein produktiver zu sein (z.B.: Japan, Südkorea). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller gestern um 09:19 Uhr vor 12 Stunden von Nachdenklich: Kannst Du Dir vorstellen, daß man auch seine Arbeit als Leben bewerten kann? .... wenn das der Fall ist, zählt es gemeinhin nicht als Arbeit...... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich gestern um 14:30 Uhr vor 5 Stunden von Wishmueller: .... wenn das der Fall ist, zählt es gemeinhin nicht als Arbeit...... Ich habe eigentlich in der meisten Zeit eher ein Umfeld gehabt, in der man sich mit seiner Arbeit identifiziert und die Arbeit als essentiellen Teil des Lebens empfunden hat. Ja, der Schreinermeister hat das Schreiben von Rechnungen als lästig empfunden und die Kindergärtnerin hat die in den letzten Jahren dazugekommene Pflicht zur Dokumentation als böswillige Arbeitserschwernis wahrgenommen. Aber sie haben ihr Leben eher aus ihrer beruflichen Tätigkeit heraus definiert als aus ihren Freizeitaktivitäten. Und wenn ich an die Lehrer in meinem Umfeld denke; einer meinte vielleicht, daß das Leben erst nach der Arbeit beginnt, die anderen waren ernsthaft daran interessiert, jungen Menschen auf dem Weg ins Leben etwas zu vermitteln. Man muß sicher nicht Künstler oder nobelpreisverdächtiger Forscher sein, um den Beruf als Lebensinhalt zu erleben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller gestern um 15:05 Uhr vor 5 Minuten von Nachdenklich: Ich habe eigentlich in der meisten Zeit eher ein Umfeld gehabt, in der man sich mit seiner Arbeit identifiziert und die Arbeit als essentiellen Teil des Lebens empfunden hat. (...) Man muß sicher nicht Künstler oder nobelpreisverdächtiger Forscher sein, um den Beruf als Lebensinhalt zu erleben. .... ja, jetzt bist Du zumindest schon mal ein Stück näher dran..... Ich mache Dir mal die Überleitung: Arbeit.... Beruf.... Berufung..... Oder anders formuliert: Wer in seinem Job aufgeht, weil er dort seine Erfüllung findet, der wird es mit der damit verbundenen Stundenzahl sehr wahrscheinlich (und aus gutem Grund) nicht ganz so genau nehmen..... Wer Arbeit aber als Arbeit versteht (Übersicht mit KI: Arbeit ist eine zielgerichtete, körperliche oder geistige Tätigkeit, die der Existenzsicherung, der Herstellung von Gütern oder der Dienstleistung dient. Sie ist durch Anstrengung, Regelhaftigkeit und meist Verpflichtung geprägt. Man unterscheidet zwischen bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Arbeit, z.B. Hausarbeit), der wird schon deutlich mehr auf die dabei investierte Stundenzahl schauen, da diese halt von der Zeit zum Leben (s.o.) abgeht. Ich wage die Behauptung, dass die deutliche Mehrheit der Erwerbstätigen doch eher arbeitet als einem Beruf oder gar einer Berufung nachzugehen. Ich habe mich auch immer mit meiner Arbeit "identifiziert".... alleine schon aus Selbstschutz, anders wäre es sonst ja gar nicht auszuhalten gewesen (und das waren nach Beendigung des Studiums dann auch immerhin noch 28 Jahre) ..... .... trotzdem war es für mich immer Arbeit und ich kann mich selten an "... ach Mist, ist jetzt echt schon Feierabend? Wie schade.... " zurückerinnern..... .... Insofern würde ich für mich dann auch noch zwischen "Identifikation" (ja, im Rahmen) und "essentieller Teil des Lebens" (dann doch eher weniger) differenzieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Anja Terchova vor 19 Stunden vor 7 Stunden von Nachdenklich: Und wenn ich an die Lehrer in meinem Umfeld denke; einer meinte vielleicht, daß das Leben erst nach der Arbeit beginnt, die anderen waren ernsthaft daran interessiert, jungen Menschen auf dem Weg ins Leben etwas zu vermitteln. Man muß sicher nicht Künstler oder nobelpreisverdächtiger Forscher sein, um den Beruf als Lebensinhalt zu erleben. Natürlich gibt es viele Leute die ihren Job durchaus mögen ... aber trotzdem bedeutet das noch nicht, das es der Hauptlebensinhalt sein sollte. Wenn 25 Wochenstunden und 45 Urlaubstage bei gleichem Gehalt möglich wären, würde trotzdem niemand ablehnen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PrivateBanker vor 11 Stunden vor 8 Stunden von Anja Terchova: Natürlich gibt es viele Leute die ihren Job durchaus mögen ... aber trotzdem bedeutet das noch nicht, das es der Hauptlebensinhalt sein sollte. Wenn 25 Wochenstunden und 45 Urlaubstage bei gleichem Gehalt möglich wären, würde trotzdem niemand ablehnen. Das nennt man ökonomisches Prinzip Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
slowandsteady vor 10 Stunden · bearbeitet vor 10 Stunden von slowandsteady vor 17 Stunden von Wishmueller: Ich mache Dir mal die Überleitung: Arbeit.... Beruf.... Berufung..... Oder anders formuliert: Wer in seinem Job aufgeht, weil er dort seine Erfüllung findet, der wird es mit der damit verbundenen Stundenzahl sehr wahrscheinlich (und aus gutem Grund) nicht ganz so genau nehmen..... Wer Arbeit aber als Arbeit versteht (Übersicht mit KI: Arbeit ist eine zielgerichtete, körperliche oder geistige Tätigkeit, die der Existenzsicherung, der Herstellung von Gütern oder der Dienstleistung dient. Sie ist durch Anstrengung, Regelhaftigkeit und meist Verpflichtung geprägt. Man unterscheidet zwischen bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Arbeit, z.B. Hausarbeit), der wird schon deutlich mehr auf die dabei investierte Stundenzahl schauen, da diese halt von der Zeit zum Leben (s.o.) abgeht. Ich mag viele Dinge gerne. Ich mag im Prinzip auch das was ich auf Arbeit mache, aber bei allem was man 40h/Woche macht, vergeht einem irgendwann die Lust daran. Ich mag auch privat mal 30min lang Musik spielen, aber 6-8h jeden Tag ueben als Profi-Musiker wuerde mich extrem nerven und ich wuerde nicht einmal eine Woche durchhalten. Ich mag auch mal einen halben Samstag Gartenarbeit machen, Gaertner waere trotzdem der letzte Job den ich machen wuerde. Ich mag es auch auf mein Kind oder als Onkel auf meine Nichten aufzupassen und mit denen zu spielen, jeden Tag als Kindergaertner auf 12 Kleinkinder aufpassen waere mir trotzdem zu stressig. Ich mag Bananen zu essen, wenn ich aber jeden Tag 5 davon essen muss, dann habe ich nach spaetestens 2 Wochen keine Lust mehr auch nur eine zu essen. Bei den meisten wird es wohl ein Zwischending sein: Wuerde man seinen Job wirklich als "schlecht" empfinden und jeden Tag voller Hass zur Arbeit fahren, wuerde man sich sobald man eine Alternative hat was anderes suchen. Wenn der Job aber zumindest manchmal halbwegs interessant ist und die Konditionen insgesamt "schon in Ordnung", dann arrangiert man sich damit, eine "Berufung" und der Lebensinhalt muss es deswegen trotzdem nicht sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller vor 9 Stunden vor 47 Minuten von slowandsteady: Ich mag Bananen zu essen, wenn ich aber jeden Tag 5 davon essen muss, dann habe ich nach spaetestens 2 Wochen keine Lust mehr auch nur eine zu essen. Off topic: Aus gutem Grund..... Ansonsten: gute Zusammenfassung..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag