Cepha Dienstag um 09:59 Am 21.3.2026 um 00:11 von Tomita: In meiner Situation ist ein vollständiges FIRE unrealistisch. Daher ist die Teilzeit-Variante seit mittlerweile 12 Jahren das bevorzugte Mittel meiner Wahl. Du arbeitest also seit dem 25. Lebensjahr nur noch 80% (32h/Woche?) Ich halte das für eine grundsätzlich kluge Wahl, um Freizeit zu optimieren. Denn damit hast Du das Problem der lifestyle Inflation geschickt umgangen. Es ist viel einfacher, die 20% mehr nie gehabt zu haben, also auf 20% vom gewohnten verzichten zu müssen. Was genau machst Du? 4 Tage Woche? 45 Tage zusätzlich frei im Jahr? Kürzere Arbeitstage? Aufbau von Überstunden? Die Konsequenz von 80% Gehalt hast du auch beschrieben: Das Leben wird halt etwas bescheidener im Vergleich zu den Kollegen: Bei Euch z.B. ist dann scheinbar kein Eigenheim drin. Aber das muss ja kein Nachteil sein, als Beamter musst Du eh im Arbeitsleben deutlich weniger Vermögen aufbauen als als Angestellter oder gar Selbständiger. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Tomita Dienstag um 13:48 vor 3 Stunden von Cepha: Du arbeitest also seit dem 25. Lebensjahr nur noch 80% (32h/Woche?) Ich halte das für eine grundsätzlich kluge Wahl, um Freizeit zu optimieren. Denn damit hast Du das Problem der lifestyle Inflation geschickt umgangen. Es ist viel einfacher, die 20% mehr nie gehabt zu haben, also auf 20% vom gewohnten verzichten zu müssen. Was genau machst Du? 4 Tage Woche? 45 Tage zusätzlich frei im Jahr? Kürzere Arbeitstage? Aufbau von Überstunden? Die Konsequenz von 80% Gehalt hast du auch beschrieben: Das Leben wird halt etwas bescheidener im Vergleich zu den Kollegen: Bei Euch z.B. ist dann scheinbar kein Eigenheim drin. Aber das muss ja kein Nachteil sein, als Beamter musst Du eh im Arbeitsleben deutlich weniger Vermögen aufbauen als als Angestellter oder gar Selbständiger. Ich gehe seit der Geburt unseres großen Sohnes im Oktober 2014 in Teilzeit arbeiten (damals war ich gerade 26 Jahre alt). Gestartet bin ich mal mit 90 Prozent, zwischendurch war ich dann auch auf 75 und 85 Prozent, aber seit einigen Jahren haben sich die 32 Stunden als ziemlich perfekt eingependelt. Praktisch gestaltet sich das so, dass ich zu den 30 Tagen Urlaub noch mindestens 4 Wochen im Jahr durch "Überstunden" anspare. Ich gehe also grundsätzlich ganz normal 5 Tage die Woche arbeiten und baue mir so natürlich relativ einfach Stunden auf (durch Gleitzeit und 2 Tage HO die Woche bin ich da auch sehr flexibel). Zudem muss ich nur 5 Minuten ins Amt laufen, das macht sich auch positiv bemerkbar. Der Witz ist zudem: Sollte ich die 32h-Woche bis zum regulären Pensionseintritt durchziehen, komme Ich durch Anrechnung von Vordienstzeiten, meiner Ausbildung und den ersten Jahren in Vollzeit trotzdem auf meinen vollen Pensionsanspruch. Ich habe aber natürlich nicht vor, tatsächlich bis 67 arbeiten zu gehen. Aber klar: Frühe Teilzeit führt dazu, dass sich die Lifestyle-Inflation nicht so stark bemerkbar macht. Wobei meine Freunde und Kollegen im Hinblick auf unsere zahlreichen Reisen etwas anderes behaupten würden. Zum Glück setzt aber jeder andere Prioritäten im Leben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
slowandsteady Dienstag um 14:17 Am 21.3.2026 um 12:38 von Tomita: Und ja, Pensionen können selbstverständlich gekürzt werden. Ich gebe mich daher auch nicht der Illusion hin, dass ich in 30 Jahren noch die aktuell knapp 72 Prozent des letzten Bruttos erhalten werde. Off-Topic: Konkretes Beispiel von der "Euro-Krise": Griechische Regierung legt neues Sparpaket vor | tagesschau.de Wird bei uns die naechsten 10 Jahre auch kommen (muessen), der Staat wird keine Beamte weiter so "gut" bezahlen koennen wie aktuell. Zitat Am schwersten trifft es die Rentner: Pensionen und Renten sollen um fünf bis 25 Prozent gekürzt, das Weihnachtsgeld für Rentner und Staatsbedienstete gestrichen werden. Den Regierungsplänen zufolge werden die Gehälter der Direktoren in staatlichen Unternehmen und entsprechenden Stellungen um 20 Prozent gekürzt. Richter und Militärs sollen ebenfalls weniger bekommen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha Dienstag um 15:56 vor 1 Stunde von slowandsteady: Off-Topic: Konkretes Beispiel von der "Euro-Krise": Griechische Regierung legt neues Sparpaket vor | tagesschau.de Wird bei uns die naechsten 10 Jahre auch kommen (muessen), der Staat wird keine Beamte weiter so "gut" bezahlen koennen wie aktuell. Falls dem Staat das Geld ausgeht wird er sparen müssen, das ist wohl unbestreitbar. Tatsächlich ist die Prognose für die Haushaltslage in Deutschland nicht gerade rosig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Mittwoch um 07:35 · bearbeitet Mittwoch um 07:36 von Schwachzocker vor 17 Stunden von slowandsteady: Off-Topic: Konkretes Beispiel von der "Euro-Krise": Griechische Regierung legt neues Sparpaket vor | tagesschau.de Wird bei uns die naechsten 10 Jahre auch kommen (muessen), der Staat wird keine Beamte weiter so "gut" bezahlen koennen wie aktuell. Ich fürchte, da verkennst Du zumindest teilweise etwas die Realität. Zitat Am schwersten trifft es die Rentner: Pensionen und Renten sollen um fünf bis 25 Prozent gekürzt, das Weihnachtsgeld für Rentner und Staatsbedienstete gestrichen werden. Das ist bei uns längst geschehen. Griechenland hängt hinterher, nicht wir. Wobei es völlig egal ist, ob die Pensionen um 25% gekürzt oder langsam abgeschmolzen wurden. Die Griechen bevorzugen offenbar den harten, schnellen Einschnitt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag