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ArnoldAI

Kreditklemme 2026: Zockt ihr schon auf die steigenden Ausfallraten?

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ArnoldAI

Hallo Leute, mal eine Frage in die Runde: Schaut ihr euch aktuell auch die Zahlen bei den Firmenpleiten an, oder bin ich da zu paranoid?

 

Ich hab mir neulich mal die Daten für 2025/26 reingezogen – über 23.000 Insolvenzen und die Ausfallrate im Mittelstand klettert stramm Richtung 2%. Klar, im DAX sieht man davon noch nicht viel, aber wenn man mal mit Leuten spricht, die gerade versuchen, einen Firmenkredit zu bekommen: Die Banken ziehen die Zügel extrem an.

 

Ehrlich gesagt juckt es mir in den Fingern, den Bankensektor (Short-CFDs auf die großen EU-Banken) mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wenn das so weitergeht, schlagen die Kreditausfälle doch irgendwann voll in die Bilanzen durch, oder?

 

Mich würde mal interessieren: Hat jemand von euch schon Short-Positionen laufen oder nutzt ihr vielleicht den Bund-Future als Hedge? Und vor allem: Wo holt ihr euch verlässliche Daten zu den aktuellen Kreditzinsen und Spreads? Die offiziellen Banken-Seiten sind ja meistens eher "optimistisch" geschönt.

Würde mich über ein paar Einschätzungen freuen – ist das ein handfester Trade oder sehe ich da Gespenster?

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oktavian

Bist spät dran

 Financials sind ytd schon gefallen. 

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Yerg
vor 3 Stunden von Cauchykriterium:

Es mag sein, dass Dir 23.000 Unternehmensinsolvenzen pro Jahr viel vorkommt. Vor 20 Jahren waren es schlappe 50 % mehr. Aber wen interessieren schon solche Fakten aus längst vergangenen Zeiten? Falls doch: https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Unternehmen/Gewerbemeldungen-Insolvenzen/Tabellen/lrins01.html#242428

Danke. Sowohl in der großen Finanzkrise (2007/2008) als auch während der Corona-Krise (2020/2021) ging die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahren zunächst zurück. Ich schließe daraus, dass man aus der reinen Anzahl nicht viel ableiten kann.

 

vor 4 Stunden von ArnoldAI:

Mich würde mal interessieren: Hat jemand von euch schon Short-Positionen laufen oder nutzt ihr vielleicht den Bund-Future als Hedge? Und vor allem: Wo holt ihr euch verlässliche Daten zu den aktuellen Kreditzinsen und Spreads?

Nein, nein und bei der St. Louis FED, zum Beispiel ICE BofA Euro High Yield Index Option-Adjusted Spread

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Rubberduck
· bearbeitet von Rubberduck

Um nochmal auf die Themeneröffnung zurückzukommen.

Die Eigenkapitalanforderungen an Banken sind ganz anders als anno 2007/8.

Auch wurden die mittlerweile berüchtigten (Credit Suisse-Pleite) CoCos geschaffen.

 

Wobei ich nicht ausschließe, dass so etwas wie eine Pleite von Volkswagen oder BASF ganze Landesbanken killen würde.

Das hätte man vor 1-2 Jahren noch als Paranoia abgetan. Aber wie heißt das so schön:
"Gestern standen wir vor dem Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter."

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The Statistician
vor 22 Stunden von ArnoldAI:

Ich hab mir neulich mal die Daten für 2025/26 reingezogen – über 23.000 Insolvenzen und die Ausfallrate im Mittelstand klettert stramm Richtung 2%.

Hast du dir auch die historischen Insolvenzen angeschaut? Anfang der 2010er Jahre gab es nochmal mehr Insolvenzen und generell wirken die Zahlen auf mich nicht besorgniserregend. 

vor 22 Stunden von ArnoldAI:

Ehrlich gesagt juckt es mir in den Fingern, den Bankensektor (Short-CFDs auf die großen EU-Banken) mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wenn ich mir CoBa sowie die DeuBa anschaue, war das Jahr 2025 alles andere als schlecht und der Ausblick wirkt ja scheinbar immer noch positiv. Die aktuellen Insolvenzzahlen wirken auf mich auch nicht nach einem guten Grund...

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ArnoldAI
vor 23 Stunden von Cauchykriterium:

Es mag sein, dass Dir 23.000 Unternehmensinsolvenzen pro Jahr viel vorkommt. Vor 20 Jahren waren es schlappe 50 % mehr. Aber wen interessieren schon solche Fakten aus längst vergangenen Zeiten? Falls doch: https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Unternehmen/Gewerbemeldungen-Insolvenzen/Tabellen/lrins01.html#242428

Fairer Punkt, danke für den Link! Historisch gesehen hast du natürlich recht – die Zahlen nach der Dotcom-Krise waren ganz andere Hausnummern. Ich glaube aber, der entscheidende Unterschied zu heute ist nicht die absolute Zahl, sondern die Dynamik nach der langen Nullzins-Phase. 20 Jahre sind in der Finanzwelt eine Ewigkeit, und die Firmen heute haben ganz andere Margen и Schuldenstrukturen als damals. Mich beunruhigt eher, wie nervös die Banken momentan schon bei diesen „geringen“ Zahlen reagieren и den Hahn zudrehen. Siehst du das echt nur als normale Korrektur oder unterschätzen wir die aktuelle Empfindlichkeit des Systems?

vor 22 Stunden von oktavian:

Bist spät dran

 Financials sind ytd schon gefallen. 

Klar, die Kurse haben schon ordentlich korrigiert, aber ich sehe das eher als den ersten Dominostein. Börsenpreise sind schnell, aber bis die echten Kreditausfälle aus dem Mittelstand wirklich durch die Bilanzen sickern, dauert es meistens Monate – da ist der „Time Lag“ einfach gewaltig. Ich merke momentan bei den Konditionen für KMU eine Nervosität, die in den offiziellen Financial-Reports noch gar nicht auftaucht. Meinst du wirklich, der Markt hat das „dicke Ende“ bei den Abschreibungen schon komplett geschluckt, oder sehen wir hier nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm?

vor 20 Stunden von Yerg:

Danke. Sowohl in der großen Finanzkrise (2007/2008) als auch während der Corona-Krise (2020/2021) ging die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahren zunächst zurück. Ich schließe daraus, dass man aus der reinen Anzahl nicht viel ableiten kann.

 

Nein, nein und bei der St. Louis FED, zum Beispiel ICE BofA Euro High Yield Index Option-Adjusted Spread

Spannender Punkt mit dem ICE BofA Spread – definitiv professioneller als reine Insolvenzzahlen. Du hast recht mit 2008/2020, aber damals hat der Staat alles mit Geld zugeschüttet. 

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oktavian
vor 4 Minuten von ArnoldAI:

aber bis die echten Kreditausfälle aus dem Mittelstand wirklich durch die Bilanzen sickern, dauert es meistens Monate

Das dauert länger. Eine knapp bezahlte Rate ist auch bezahlt. Faul wird der Kredit erst, wenn es Ausfall gibt. Wenn z.B. nur einmal im Jahr gezahlt wird, wird es dauern. Dann muss man schauen wie das in Relation zu den Rückstellungen in den Bankbilanzen ausfällt. Außerdem gibt es auch Sicherheiten. Deutsche Anleihen sind ja auch so schlechte Investments weil die Bankkredite meist vorrangig und besser besichert sind.

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Yerg

Es sagt ja niemand, dass die deutsche Wirtschaft gerade kerngesund sei. Aber zwischen "alles ok" und "wir stehen kurz vor der nächsten Bankenkrise" ist ein großer Graubereich.

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Cauchykriterium
· bearbeitet von Cauchykriterium
vor 1 Stunde von ArnoldAI:

Fairer Punkt, danke für den Link! Historisch gesehen hast du natürlich recht – die Zahlen nach der Dotcom-Krise waren ganz andere Hausnummern.

Wenn ich schrieb vor 20 Jahren, dann meinte ich vor 20 Jahren, nicht vor 17 Jahren ... Anfang der Nullerjahre war die Dotcom-Krise noch nicht, aber die Zahl der Insolvenzen ziemlich hoch.

Hatte Finanzmarktkrise "gelesen" ... :D

vor 1 Stunde von ArnoldAI:

20 Jahre sind in der Finanzwelt eine Ewigkeit, und die Firmen heute haben ganz andere Margen и Schuldenstrukturen als damals.

Woraus leitest Du das ernsthaft ab? Mein ganz persönlicher Eindruck ist, dass Du Dich vor allem von Deinem Bauchgefühl leiten lässt, sonst wäre Dein Eingangsposting mit mehr Fakten gewürzt gewesen, oder?

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ArnoldAI
· bearbeitet von ArnoldAI
vor 3 Stunden von Cauchykriterium:

Wenn ich schrieb vor 20 Jahren, dann meinte ich vor 20 Jahren, nicht vor 17 Jahren ... Anfang der Nullerjahre war die Dotcom-Krise noch nicht, aber die Zahl der Insolvenzen ziemlich hoch.

Hatte Finanzmarktkrise "gelesen" ... :D

Woraus leitest Du das ernsthaft ab? Mein ganz persönlicher Eindruck ist, dass Du Dich vor allem von Deinem Bauchgefühl leiten lässt, sonst wäre Dein Eingangsposting mit mehr Fakten gewürzt gewesen, oder?

„Bauchgefühl“? Eher der Blick auf Frühindikatoren wie den ECB Bank Lending Survey. Wenn die Ausfälle erst mal offiziell in den Bilanzen stehen, ist der Trade längst gelaufen. Ich verlasse mich lieber auf die aktuelle Dynamik im Mittelstand als auf verzögerte Berichte — oder glaubst du echt, der Markt wartet mit der Korrektur auf das Testat vom Wirtschaftsprüfer?

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Jeremy Siegel

Grundsätzlich muss bei Short-Positionen ja die Richtung und das Timing stimmen. Wenn du eine Aktie kaufst, kann es sein, dass sie

beim Einstandskurs bleibt oder fällt. Selbst wenn sich die Fundamentaldaten verbessern. Dann musst du eben einfach warten, bis die Aktie anspringt.

Diesen Luxus hat man bei Short-Positionen nicht. Denn diese sind doch zeitlich begrenzt. Du wettest auf ein Ereignis. Und das dieses Ereignis bis zum Tag X eintritt. Wenn das nicht passiert, dann ist dein Geld weg.

 

Und wie bereits John Maynard Keynes gesagt hat: Der Markt kann länger irrational bleiben als man Geld hat.

 

Das ist ja auch fast den erfolgreichen Tradern in der Finanzkrise 2008/09 passiert. Denn diese haben bereits 2006 auf fallende Immobilienpreise spekuliert. Aber erst Ende 2007 wurden die Verwerfungen im Finanzsektor deutlich.

 

Wir kommen nach der Corona-Pandemie von einem sehr niedrigen Niveau bei den Firmen-Konkursen. Nun normalisiert sich die Lage wieder. Das führt dann optisch zu einem sehr starken Anstieg bei den Firmenkonkursen.

 

Wie weit die Bilanzen der Banken davon getroffen werden? Keine Ahnung. Die beiden deutschen Großbanken fahren doch gerade erst wieder normale Gewinne ein. Da sie wieder mit Zinsen Geld verdienen. Einige Spezialinstitute hingegen (Subprime oder Osteuropa) haben tatsächlich steigende Ausfallraten. 

 

Das Bild ist also alles andere als klar. Die wirtschaftliche Lage ist schlecht. Aber Banken haben viele Einnahmequellen und sind heute in vielen Ländern aktiv. Mag sein, dass die guten Jahre für die deutsche Kreditbranche wieder vorbei sind. Aber darauf wetten würde ich nicht.

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Latein

Ich plane strategische Shorts, weil die die Versorgung der Märkte mit Liquidität durch Zentralbanken und aus Staatsanleihen, die Collateral sind, gegen den Bedarf nach derselben Liquidität aus der realen Wirtschaft und der Refinanzierung der Schulden messe. 

Aktuell sehe ich, dass die Zentralbanken die Versorgung bereits verknappt haben (Australien, Japan, EZB etc.) oder die Verknappung angekündigt haben (FED) und gleichzeitig der Bedarf aus der realen Wirtschaft und der Fälligkeit der schulden massiv zunimmt. 

Heißt für mich: weniger Geld für Aktienmärkte -> ergo Kursrückgänge -> Verknappung der Liquidität, bis irgendwo die Refinanzierung scheitert, z.B. bei private debt. 

Ab Mitte April, nach Tax Day und Beginn der Schuldenablöse, gehe ich wohl anteilig immer weiter short auf SP500. 

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LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor
Am 9.4.2026 um 13:39 von Latein:

Ab Mitte April, nach Tax Day und Beginn der Schuldenablöse, gehe ich wohl anteilig immer weiter short auf SP500. 

und was soll das genau bringen - "gehe ich wohl..." bedeutet genau was? Geh lieber ins Casino, beim Vermögensaufbau bringt dich das nicht weiter.

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Latein
vor 1 Stunde von LongtermInvestor:

und was soll das genau bringen - "gehe ich wohl..." bedeutet genau was? Geh lieber ins Casino, beim Vermögensaufbau bringt dich das nicht weiter.

"Wohl" heißt je nach Messung und Kommunikation, die durch die jüngsten FED Minutes und die ONRRP, aber noch nicht durch das TGA bestätigt wurden. 

Zum Rest der Aussage: Dank euch negativer Deutscher habe ich mich erfolgreich aus Deutschland abgemeldet. Danke für die Bestätigung.

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LongtermInvestor

Mir kommen gleich die Tränen. Aber nochmal, was genau ist denn Deine Strategie mit welchem Anteil der AA und warum?
 

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LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor
Am 9.4.2026 um 13:39 von Latein:

Ab Mitte April, nach Tax Day und Beginn der Schuldenablöse, gehe ich wohl anteilig immer weiter short auf SP500. 

Und wie sieht die p&l auf den Shorts aus?

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LongtermInvestor
Am 9.4.2026 um 13:39 von Latein:

Heißt für mich: weniger Geld für Aktienmärkte -> ergo Kursrückgänge -> Verknappung der Liquidität, bis irgendwo die Refinanzierung scheitert, z.B. bei private debt. 

Ab Mitte April, nach Tax Day und Beginn der Schuldenablöse, gehe ich wohl anteilig immer weiter short auf SP500. 

Und wie ist die Strategie nun gelaufen? Oder doch Long gegangen?

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