Zum Inhalt springen
GuyInborito

Mittellange Staatsanleihen ins Portfolio?

Empfohlene Beiträge

GuyInborito
vor 50 Minuten von Moneycruncher:

Ich schätze, dass dein Depot ein Volumen von 1,5 - 2,5 Mio hat und einen relativ hohen Aktienanteil.
Vielleicht solltest Du nochmal darüber nachdenken, ob nicht eine defensivere Aufstellung mit 20-30% Aktien für dich geeigneter ist?

Nö. Gefallen bin ich von etwa 650k und Grund waren die Edelmetalle. Zur Zeit derer ATHs hatten sie einen Portfolioanteil von 30% da ich noch nicht gerebalanced hatte weil ich eben noch am aufbauen des Depots bin. Ich habe jetzt einen Zweitbroker vorbereitet mit geringen Handelskosten und möchte demnächst die Metalle rebalancen und einen Teil in ETC umschichten zwecks Handelbarkeit. Die 80k Drawdown bestehen etwa zu 75% aus Edelmetallen. (nicht sauber ausgerechnet, aber in etwa müßte das hinkommen). Das bisschen aus den Aktien ist dagegen eher unbedeutend.   

 

Ich habe für mich nur noch zwei Fragen zu klären dann bin ich fertig:

 

1) soll ich Langläufer mit aufnehmen und wenn ja wieviel %

2) wie oft Rebaleancen. Mir wäre ich Band aus zB +-5% am liebsten aber ich habe keine Lust dauern nachsehen zu müssen. Soweit ich weiß gibt es Anbieter die Warnungen auslösen wenn die Allocation aus dem Ruder läuft aber da muß ich auch noch genauer schauen. Im Zweifel wird es halt nur 2mal im Jahr zu festen Terminen.   

 

Die Frage 1) soll hier geklärt werden, die 2) kann ich selber klären.

 

Um es nochmal deutlich zu machen: Ich habe noch 25 Jahre Vermögensaufbau vor mir mit einem angestrebten Aktienteil von 55-65%. Je nach dem wie ich mich bei den Langläufern entscheide. Defensivere Ausrichtungen sind nicht geplant. Das Depot soll Wachstumsorientiert sein mit gewissem Sicherheitsnetz. Fallende Aktien stören mich nicht da ich hier sowieso noch kaufen muß, von dem her kommt mir das gerade recht. Der sehr schnelle Verfall der Metalle war das was mich aufgerüttelt hat weil ich eigentlich davon ausgegangen bin dass es da noch weiter läuft. Dies soll künftig durch die regelbasierten Rebalancings vermieden werden so dass ich Schwankungen am Markt (hoffentlich) gelassen überstehe und von nichts mehr ausgehen muß. Xfklu sehe ich hier als Vorbild, wenn auch nicht in den ultrakurzen Intervallen wie er es macht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Neverdo

Frage 1.... ja

Frage 2....Rebalancing möglichst über Rückläufer, ein differenziertes Depot hat laufend den ein oder anderen Wert, der fällig wird, ansonsten, wenn du klare Anzeichen erkennst natürlich auch aktiv eingreifen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 12 Minuten von GuyInborito:

1) soll ich Langläufer mit aufnehmen und wenn ja wieviel %

Ich würde ca. 7,385% nehmen. Ggf. kann es auch etwas mehr sein. Wenn man bis zur Endfälligkeit hält, gibt es ja kein Risiko.:rolleyes:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schlumich
vor einer Stunde von geeman:

Wir lernen, dass es unterschiedliche Phasen gibt, die man durchstehen muss, wenn man erfolgreicher Anleger sein will und wir lernen, dass man investiert sein muss, bevor Bewegung in den Markt kommt.

Also am besten von allem ein bisschen, mit Fokus auf Aktien.

Mir kommt dann immer der Golden Butterfly in den Sinn, insbesondere für die Entnahme:

40% Aktien

20% (Staats-)Anleihen in eigener(!) Währung

20% Gold

20% Cash/GMF

Damit erreicht man eine großartige Diversifikation, setzt den Anlageschwerpunkt auf die ertragsreichste Asset-Klasse Aktien und kann in schlimmen, halbwegs kurzen Crashes (bis vielleicht drei Jahre) vom Cash-Anteil leben bzw. nachkaufen. Auf 13 Jahre Aktienkrise sind wir - glaube ich - alle nicht vorbereitet.

Macht ein so hoher Goldanteil in der ENTNAHMEPHASE Sinn?

Wenn es dem Anleger um Werterhalt wegen einer evtl. Vererbung geht, ggf. ja. 

Ansonsten wäre hier mMn. ein geringerer Goldanteil bzw. gar kein Gold sinnvoller. Dann wäre der Schmetterling zwar nicht mehr golden aber so what....

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 2 Stunden von Schlumich:

Macht ein so hoher Goldanteil in der ENTNAHMEPHASE Sinn?

Welchen Sinn sollte ein solch hoher Goldanteil denn in der Ansparphase haben, der in der Entnahmephase nicht mehr besteht?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Ramstein

Nun ja: In der Entnahmephase könnte man von physischem(!) Gold immer ein paar Krümel abfeilen und gegen Waren oder Geld tauschen, ganz ohne dass Steuern anfallen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 5 Minuten von Ramstein:

Nun ja: In der Entnahmephase könnte man von physischem(!) Gold immer ein paar Krümel abfeilen und gegen Waren oder Geld tauschen, ganz ohne dass Steuern anfallen.

Außerdem darf man das Dagobert-Duck-Gefühl nicht unterschätzen. Das wird von vielen vernachlässigt.

 

Zitat

 

Eilmeldung

Inflationsrate steigt im März auf 2,7 Prozent

Stand: 30.03.2026 • 14:02 Uhr

Die durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Ölpreise schlagen deutlich auf die Verbraucherpreise durch. Die Inflationsrate stieg im März laut einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts auf 2,7 Prozent. Im Februar hatte sie noch bei 1,9 Prozent gelegen.

Weitere Informationen in Kürze.

 

Quelle

:w00t:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
geeman
vor 22 Stunden von Schlumich:

Macht ein so hoher Goldanteil in der ENTNAHMEPHASE Sinn?

Da wir die Zukunft nicht kennen, kann ich die Frage nicht beantworten.

Die Historie zeigt über lange Zeiträume, dass Gold als Beimischung abgeliefert hat.

Mit Gold meine ich natürlich handelbare ETC und keine Münzen ode Barren, welche zu irren Spreads von windigen Bargeld-Buden gehandelt werden.

Ich denke, dass gerade in einer Entnahmephase alle Anteile des Permanent-Portfolios relevant sind, um längere Drawdowns zu vermeiden.

Beim Aufbau bieten Drawdowns ja eher Chancen.

Über die höhe der einzelnen Bestandteile kann man sicherlich trefflich streiten. Aber wenn sie zu klein werden, z.B. Gold <10% fragt sich, ob der Hebel noch ausreicht, um das Depot zu bewegen.

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 1 Stunde von geeman:

Die Historie zeigt über lange Zeiträume, dass Gold als Beimischung abgeliefert hat.

Aber nur als Beimischung? Sonst hat es nicht abgeliefert?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
geeman

Genau.

Nur in Gold investiert zu sein wäre kein gutes Investment.

Ich mag es auch nicht, aber über längere Strecken funktioniert es scheinbar.

Aktuell kickt es, weil Orangenmann Dinge macht.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 4 Minuten von geeman:

Ich mag es auch nicht, aber über längere Strecken funktioniert es scheinbar.

Also ich finde nicht, dass es zwischen 1980 und 2000 so gut funktioniert hat. Das hatte ich für eine verdammt lange Strecke gehalten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
geeman

Ex-Post-Feinheiten.

Wer weiß schon, wann die Diversifikatoren gönnen oder reinsch**ßen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker

Oder man nimmt Kupfer. Das hat über lange Zeiträume auch abgeliefert...wie jeder andere Sachwert auch. 

Natürlich als Beimischung!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
finisher
· bearbeitet von finisher
Am 30.3.2026 um 10:39 von geeman:

Wir lernen, dass es unterschiedliche Phasen gibt, die man durchstehen muss, wenn man erfolgreicher Anleger sein will und wir lernen, dass man investiert sein muss, bevor Bewegung in den Markt kommt.

Also am besten von allem ein bisschen, mit Fokus auf Aktien.

Mir kommt dann immer der Golden Butterfly in den Sinn, insbesondere für die Entnahme:

40% Aktien

20% (Staats-)Anleihen in eigener(!) Währung

20% Gold

20% Cash/GMF

Damit erreicht man eine großartige Diversifikation, setzt den Anlageschwerpunkt auf die ertragsreichste Asset-Klasse Aktien und kann in schlimmen, halbwegs kurzen Crashes (bis vielleicht drei Jahre) vom Cash-Anteil leben bzw. nachkaufen. Auf 13 Jahre Aktienkrise sind wir - glaube ich - alle nicht vorbereitet.

Am 30.3.2026 um 11:48 von Schlumich:

Macht ein so hoher Goldanteil in der ENTNAHMEPHASE Sinn?

Wenn es dem Anleger um Werterhalt wegen einer evtl. Vererbung geht, ggf. ja. 

Ansonsten wäre hier mMn. ein geringerer Goldanteil bzw. gar kein Gold sinnvoller. Dann wäre der Schmetterling zwar nicht mehr golden aber so what....

Nein, Gold macht keinen Sinn in der Entnahmephase.

Target Retirement Fonds in den USA setzen nicht auf Gold sondern auf kurzlaufende Inflationslinker (TIPS): https://investor.vanguard.com/investment-products/mutual-funds/profile/vtinx#portfolio-composition

Zitat

Short-term Treasury Inflation-Protected Securities (TIPS)


A downward-sloping glide path ensures that
throughout their lifetime, investors will balance
stability and growth. In most cases, their wages
can be seen as a recurring bond coupon, providing
stability. Hence, balance is achieved by changing
the risk taken in their financial capital. Entering
the retirement phase, the typical investor’s
human capital is much smaller than their financial
capital. This would make it prudent to reduce
their overall equity exposure. To mitigate
exposure to short-term inflation shocks at the
same time, we allocate an increasing proportion
of bonds toward short-term TIPS

Quelle: https://corporate.vanguard.com/content/dam/corp/research/pdf/vanguards_approach_to_target_date_funds.pdf

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
ramirez_asdf
Am 28.3.2026 um 19:54 von Puppi:

Daher ein letzter Versuch: Wenn du Anleihen haben willst, die möglichst negativ mit dem Aktienmarkt korrelieren, so dass du passend "von oben nach unten" umschichten kannst, dann brauchst du Staatsanleihen und keine Unternehmensanleihen und die Staatsanleihen sollten ein so hohes Rating haben wie möglich (je höher das Rating, desto höher die Chance, dass eine negative Korrelation zum Aktienmarkt klappt). 

Danke. Verstanden.

 

Was ich nun überlege:

- AMUNDI EURO GOVERNMENT BOND (LU1437018598) korreliert sehr stark ISHARES COVERED BOND (IE00B3B8Q275)

- AMUNDI EURO GOVERNMENT BOND hat einen Bias auf Frankreich, Italien, Deutschland, Spanien

- Option 1: Auflösung COVERED BOND Richtung AMUNDI EURO GOVERNMENT

- Option 2: Auflösung COVERED BOND Richtung Staatsanleihen Deutschland (entweder direkt oder als ETF für noch mehr Streuung)

 

Zum Lerneffekt, es ist das erste Mal, dass ich Staatsanleihen (bzw. Pfandbriefe) als ETF halte. Und jetzt 1 Jahr später Entscheidungen hinterfrage.

 

Ich will die Festgeldleiter gedeckelt weiterführen, da sie eine gute Rendite abwirft. Aber für Liquidität Staatsanleihen mit hoher Bonität wählen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
· bearbeitet von satgar
vor einer Stunde von ramirez_asdf:

Aber für Liquidität Staatsanleihen mit hoher Bonität wählen.

Wieso nicht den ODDO BHF MoneyMarket? Oder ist dir der als GMF mit seiner Duration quasi zu kurz? Weil hinsichtlich seiner enthaltenen Anleihen ist er höchst solide.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
geeman
Am 31.3.2026 um 15:56 von finisher:

Nein, Gold macht keinen Sinn in der Entnahmephase.

Target Retirement Fonds in den USA setzen nicht auf Gold sondern auf kurzlaufende Inflationslinker (TIPS): https://investor.vanguard.com/investment-products/mutual-funds/profile/vtinx#portfolio-composition

Ich bin kein Freund des Retirement Glide Paths. Mit größeren Depots lässt man zu viel Rendite liegen. Wie nennen das manche? Opportunitätskosten?

Man kann natürlich immer gegen Gold argumentieren, aber welcher Rohstoff-Basket ist schon der richtige?

Vom PP kommend ist Gold die Inflations-Hecke.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...