Wishmueller Samstag um 10:24 Die reale Rendite wird meines Wissens durch die Inflation bestimmt und nicht durch den Kurs..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ramirez_asdf Samstag um 10:31 Passend zum Thema zur Dynamik bei Staatsanleihen. Frage zu meiner Strategie: - <1 Korrelationen zwischen RK3 (Aktien ETFs) und RK1 (Festgeld / ETF-Bonds) nutzen - Ich leite seit letztem Jahr Festgeld Ausschüttung Bond ETFs um. Plan ist RK1 auf Festgeld und ETF-Bonds zu haben. Ich habe damit letztes Jahr begonnen - Unterjährig die Korrelationen nutzen um Bond bzw. Aktien ETFs zuzukaufen und gegenseitig zu finanzieren - ETFs sind zwei: EUR Währung. Unternehmensanleihen + Government, bias auf mittlere Laufzeiten Nun ist die Situation, dass die Bond und Aktien ETF positiv korrelieren und ich nicht verkaufen und zukaufen kann. Ergo die klassische Strategie der Diversifikation funktioniert aktuell nicht. Allerdings werden ein paar Festgelder aus der Leiter fällig. Zeitnah würde ich aber Festgeld und cashflow Richtung ETF-Bonds nutzen um die RK1 Quote zu erreichen und niedrige Kurse nutzen. Macht das Sinn, wie würdet ihr vorgehen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Neverdo Samstag um 11:30 vor einer Stunde von Schwachzocker: Sehe ich nicht so! Es gibt ein Zinsänderungsrisiko und ein Inflationsrisiko. Beide Risiken werden umso höher je länger die Restlaufzeit der Anleihe ist. Nein, das ist nicht egal. Und dass man dieses Risiko mit anderen Risiken mischen kann, ändert nichts an dem Risiko der Anlage selbst. Pessimist ? Kann man natürlich so sehen, OK. Allerdings können Zinsen auch fallen, was für Langläufer topp wäre. Die Lenkmechanismen der EZB Zinsen rauf , wenn Inflation anzieht, wird so nicht mehr funktionieren, das steht die Industrie, die Restindustrie nicht mehr durch und auch der Staat nicht, ob man damit Inflation tatsächlich eindämmen lässt hängt doch in erster Linie davon ab, was diese Inflation verursacht und da könnte ich mich jetzt auslassen, was aber zu viel wäre. Letztlich bleibt Gott sei Dank unsere unterschiedliche Einschätzung und was mir bleibt ist die Anlagestrategie, denn ich glaube nicht daran, dass man das alle rechnen kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Amnesty Samstag um 11:47 vor 9 Minuten von Neverdo: Die Lenkmechanismen der EZB Zinsen rauf , wenn Inflation anzieht, wird so nicht mehr funktionieren, das steht die Industrie, die Restindustrie nicht mehr durch und auch der Staat nicht, ob man damit Inflation tatsächlich eindämmen lässt hängt doch in erster Linie davon ab, was diese Inflation verursacht und da könnte ich mich jetzt auslassen, was aber zu viel wäre. Das ist eine Marktmeinung, die man sich zutrauen kann, die aber keineswegs so eintreten muss. Viele Experten (u.a. Beck) waren sich sicher, dass auch nach Jahren der 0/Negativzinsphase die EZB gar nicht anders kann, als die Zinsen weiterhin niedrig zu lassen. Dann wurden die Zinsen doch erheblich erhöht. Danach war sich u.a. Beck sicher, dass gegenwärtig jeder vernünftig denkende Finanzexperte von bald sinkenden Zinsen ausgehen muss und man unbedingt in längere Laufzeiten wechseln sollte. Jetzt steigen die Renditen der Bundesanleihen von Tag zu Tag. Es gibt die Erzählung, dass der Anleihemarkt noch viel effizienter sei und da wären auch nur Profis unterwegs, weshalb man da ganz anders agieren könne als am Aktienmarkt. Seit ich den Anleihenmarkt (oberflächlich) wahrnehme, ist mein Eindruck eher, dass man auch dort besser prognosefei investieren sollte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Samstag um 11:49 vor 17 Minuten von Neverdo: Die Lenkmechanismen der EZB Zinsen rauf , wenn Inflation anzieht, wird so nicht mehr funktionieren, das steht die Industrie, die Restindustrie nicht mehr durch und auch der Staat nicht... Zur Nullzinszeit dachte auch fast jeder, dass eine Anhebung der Zinsen unmöglich sei, weil Italien und Co sonst hopps gehen. Was kam? => Eine der größten Zinsanhebungen aller Zeiten. Ich wäre daher mit solchen "Prognosen" vorsichtig. vor 3 Minuten von Amnesty: Seit ich den Anleihenmarkt (oberflächlich) wahrnehme, ist mein Eindruck eher, dass man auch dort besser prognosefei investieren sollte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Samstag um 11:59 · bearbeitet Samstag um 12:44 von Puppi Am 24.3.2026 um 15:44 von GuyInborito: Viele altbekannte Allwetter Portfolios haben ja auch Langläufer drin, daher muß da vlt mehr dahinter stecken als ich aktuell in der Lage bin zu sehen, dass das teilweise dem geschuldet ist dass diese Theorien oft aus den USA kommen wo Langläufer eher besser rentieren im Sinne von oberhalb der Inflation ist mir bewußt. Was gilt also für D oder EU? Staatsanleihen AAA sind eben das Nonplusultra und haben höhere Chancen als alles darunter. Schau dir an, wie (langlaufende) Bundesanleihen den Finanzkrise-Crash 2009 verkraftet bzw. gemeistert haben. Eine Garantie, dass das immer so klappt, gibt es nicht. Es geht immer um Wahrscheinlichkeiten. Mit einer 20-jährigen Apple-Anleihe sinkt die Wahrscheinlichkeit blöde gesagt eben deutlich, einen "dämpfenden" Effekt im Portfolio hinzubekommen in Aktiencrashs. Das ist aber das Spielchen mit dem Risiko...oft nur verschiebbar, aber nicht komplett zu beseitigen. Geldmarkt ist vorhersehbarer, hat aber eben keine Chance auf massiven Anstieg, wenn Aktien fallen. Den mentalen Bereich sollte man keinesfalls vernachlässigen bei derartigen Entscheidungen. Erwartungen in Assetklassen, die nicht erfüllt oder gar massiv enttäuscht werden, wenn es wirklich turbulent wird, führen bei Anlegern oft zu negativen Konsequenzen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Samstag um 12:21 · bearbeitet Samstag um 12:27 von Puppi vor 27 Minuten von Puppi: Schau dir an, wie langlaufende Bundesanleihen den Finanzkrise-Crash 2009 verkraftet bzw. gemeistert haben. NACHTRAG: https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B0M62Q58,DE000A0D8Q31,LU0290357846 Orange sind langlaufende Bundesanleihen (=AAA). Grün sind langlaufende EUROZONE-Anleihen (="nur" Investment Grade - also im Schnitt ca. A-AA). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar Samstag um 12:33 · bearbeitet Samstag um 12:35 von satgar vor 2 Stunden von ramirez_asdf: ist die Situation, dass die Bond und Aktien ETF positiv korrelieren und ich nicht verkaufen und zukaufen kann. Ergo die klassische Strategie der Diversifikation funktioniert aktuell nicht. Allerdings werden ein paar Festgelder aus der Leiter fällig. Das ist so nicht korrekt. Es kommt darauf an, welche bonds du hältst und welchem Zweck sie dienen. Wenn du Anleihen einsetzen willst, die du bei Aktien rücksetzern verkaufen kannst, musst du andere Bonds ins Portfolio nehmen, als einfach nur „irgendwelche“ zur Diversifikation. Guck dir den GPO Fonds von Beck, der speziell zu diesem Zweck ganz gewisse bonds hält. Nicht einfach nur irgendwelche von irgendwelchen Emittenten mit egal welcher Laufzeit. So funktioniert das halt nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Samstag um 14:03 · bearbeitet Samstag um 14:06 von Puppi vor 1 Stunde von satgar: Es kommt darauf an, welche bonds du hältst und welchem Zweck sie dienen. Wenn du Anleihen einsetzen willst, die du bei Aktien rücksetzern verkaufen kannst, musst du andere Bonds ins Portfolio nehmen, als einfach nur „irgendwelche“ zur Diversifikation. Zur Veranschaulichung hier nur kurz eine weitere Grafik. Alle vier Bond-ETFs enthalten Anleihen mittlerer Laufzeit. "Anleihen" kann aber vieles sein und entsprechend sind auch deren Eigenschaften in Krisen alles andere als gleich. https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/DE0006289465,IE00B3F81R35,IE00B66F4759,LU0290355717,IE00B0M62Q58 @ramirez_asdf Wenn dein Ziel ist, eine hohe Wahrscheinlichkeit zu erreichen, dass deine Bonds bei einem Aktieneinbruch hoch gehen, dürftest du eigentlich nur auf Staatsanleihen mit möglichst hoher Bonität setzen. Unternehmensanleihen sind dazu nicht geeignet, denn sie verhalten sich in vielen Krisen ähnlich wie Aktien und rauschen mit ab. Und natürlich nicht vergessen: Bei Zinserhöhungen (wie es 2022 der Fall war) rauschen alle Arten von Anleihen nach unten und dann auch durchaus zusammen mit Aktien. Aktuell haben wir durch den Iran-Krieg die Mini-Version von 2022: Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Neverdo Samstag um 14:07 vor 2 Stunden von Amnesty: Das ist eine Marktmeinung, die man sich zutrauen kann, die aber keineswegs so eintreten muss. Viele Experten (u.a. Beck) waren sich sicher, dass auch nach Jahren der 0/Negativzinsphase die EZB gar nicht anders kann, als die Zinsen weiterhin niedrig zu lassen. Dann wurden die Zinsen doch erheblich erhöht. Danach war sich u.a. Beck sicher, dass gegenwärtig jeder vernünftig denkende Finanzexperte von bald sinkenden Zinsen ausgehen muss und man unbedingt in längere Laufzeiten wechseln sollte. Jetzt steigen die Renditen der Bundesanleihen von Tag zu Tag. Es gibt die Erzählung, dass der Anleihemarkt noch viel effizienter sei und da wären auch nur Profis unterwegs, weshalb man da ganz anders agieren könne als am Aktienmarkt. Seit ich den Anleihenmarkt (oberflächlich) wahrnehme, ist mein Eindruck eher, dass man auch dort besser prognosefei investieren sollte. Natürlich steigen sie und auch nicht nur die Bundesanleihen, Long wird günstiger und jetzt kommt der Stratege und greift weiterhin zu, natürlich ohne Prognose, reine Taktik, denn man muss aus dem Grund alles im Depot haben auch Langläufer, natürlich Aktien, natürlich Unternehmens-wie auch Staatsanlleihen, natürlich ETFs, natürlich Fremdwährungen natürlich Aktien...natürlich alles so , dass es diverzifiziert ist, das ist dann eine Methode, je nachdem was man erreichen will, es gibt sie eben nicht, die Anlagetheorie, die sowohl einen alten und einen jungen Anleger abdeckt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Samstag um 14:58 vor 3 Stunden von Neverdo: Pessimist ? Kann man natürlich so sehen, OK. Allerdings können Zinsen auch fallen, was für Langläufer topp wäre.... ...was nichts am Risiko ändert. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ramirez_asdf Samstag um 16:16 Hier mehr Detailgrad was ich halte an Bond ETF (Staatsanleihen und Unternehmen) und wie es sich verhält zum MSCI World ETF. Das sollte reichen, da die anderen gängigen ETFs (EM, Europe, etc.) stark zum MSCI korrelieren. Ziel ist wie gesagt RK1 als Festgeldleiter-Alternative und als Umschichtungshebel hin oder weg zu ETFs. Was ich sehe: - Staatsanleihen und Unternehmensanleihen ETFs korrelieren sehr stark - Meine ETF Anleihen korrelieren stark mit Aktien - Im April '25 hätte Umschichtung hervorragend funktioniert - März (Irankrise) dagegen gar nicht Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Samstag um 17:07 · bearbeitet Samstag um 17:23 von Puppi @ramirez_asdf Ist nicht böse gemeint, aber da passt einiges nicht zusammen in deinen Posts. Wir hatten hier ja schon einmal das Vergnügen, deine Fragen zu Korrelationen und deinem Depot zu versuchen => KLICK Du redest z.B. von Festgeld und deinen Bonds-ETFs als RK1. Bond-ETFs mit mittleren Laufzeiten sind kein RK1. Auch Festgeld ist kein RK1 (maximal vielleicht, sofern es 1 Jahr ist), da du auch dort ein Zinsänderungsrisiko hast. Das mit deinen Korrelationen und deiner Grafik ist auch so eine Sache. Der Zeitraum ist zu kurz und du müsstest dir bestimmte Krisen (z.B. den Corona-Crash) mal genauer ansehen. Bei Curvo findest du oft längere Zeiträume und kannst dann samt Herumspielen besser erkennen, dass Unternehmensanleihen und IG-Staatsanleihen eben nicht immer korrelieren. Auf die Schnelle => KLICK @satgarund ich hatten dir oben zudem versucht zu erklären, dass Anleihen eben nicht gleich Anleihen sind und verschiedene "Verhaltensweisen" haben je nach Marktlage/Krise. Auch deine Aussage, dass deine Bond-ETFs stark mit Aktien korrelieren, zeigt, dass du vermutlich nicht ganz verstanden hast, was du dir da ins Depot gelegt hast. Die Zinswende ab 2022 ist z.B. nicht Standard und sollte daher auch nicht dazu führen, zu einer Aussage wie deiner zu kommen. Welche ETFs hast du denn genau? Du gibst keine ISINs an. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Samstag um 17:32 · bearbeitet Samstag um 17:36 von Puppi Am 14.12.2025 um 19:10 von ramirez_asdf: Wichtig ist für mich eine schwache oder sogar gegenläufige Korrelation zu Aktien, die ich auch gerne mit Rendite erkaufe. Es ist sehr vorteilhaft, wenn Aktien-Schwankungen Portfolio-intern ausgeglichen werden können. Das hattest du im Dezember geschrieben in deinem Thread. Daher frage ich mich: Wenn du das willst, wieso hast du dann noch Unternehmensanleihen im Depot? Deinen angestrebten, möglichst "glatten" Strich von links unten nach rechts oben (Depot mit Aktien bzw. guter Rendite ohne bzw. mit kaum Volatilität/Drawdowns) will fast jeder Anleger. Wäre dies so einfach und ohne (zusätzliche) Risiken zu bekommen, wären wir alle nicht hier . Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar Samstag um 17:53 vor 45 Minuten von Puppi: Du redest z.B. von Festgeld und deinen Bonds-ETFs als RK1. Bond-ETFs mit mittleren Laufzeiten sind kein RK1. Auch Festgeld ist kein RK1 (maximal vielleicht, sofern es 1 Jahr ist), da du auch dort ein Zinsänderungsrisiko hast. Ich würde dir bei allem zustimmen, nur hier nicht. Da haben wir einfach eine andere Vorstellung davon, was RK1 ausmacht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Samstag um 18:07 · bearbeitet Samstag um 18:56 von Puppi Am 24.3.2026 um 15:44 von GuyInborito: Dennoch würde mich interessieren, ob Langläufer als weiteres Asset angesehen werden können was den Rebalancing Effekt vlt nochmal verbessert und damit die gesamte Stabilität des Portfolios. Wie seht ihr das? Von 1985 bis 2015 (30 Jahre!) konnte man im Vergleich zu 100% Aktien mit einer Beimischung von z.B. 30% IG-Staatsanleihen mittlerer Laufzeit beeindruckende Ergebnisse erzielen. In diesem Zeitraum gab es mehr Rendite als mit 100% Aktien bei gleichzeitig deutlich weniger Volatilität/MaxDrawdown => KLICK Danach (also grob die letzten zehn Jahre) war es nicht mehr so und sogar die Sharpe Ratio von 100% Aktien war besser als die Mischung aus Anleihen und Aktien => KLICK In diesem Zeitraum wäre es besser gewesen, die 30% Staatsanleihen durch Gold zu ersetzen => KLICK ...bzw. die letzten 5-6 Jahre wären 30% Rohstoff-Futures eine gute Wahl gewesen => KLICK Man sieht also, dass es keine Garantie gibt, dass entsprechende Diversifikationseffekte durch Mischung von Assetklassen (=bessere Sharpe Ratio oder Dämpfen des MaxDD) im eigenen, individuellen, meist zeitlich begrenzten Anlagezeitraum wirken. Zu bedenken ist zudem, dass in der Praxis meist umso mehr laufende Kosteneffekte entstehen, je komplexer und umfangreicher das Multi-Asset-Depot samt manuellem Rebalancing ist (die Daten oben sind komplett ohne Kosten, die aber in der Praxis auf Produktebene samt Steuereffekten und Transaktionskosten bei uns eben anfallen). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ramirez_asdf Samstag um 18:27 · bearbeitet Samstag um 18:35 von ramirez_asdf @Puppi: Danke für die Punkte, und gut dass du die an den Dezember Thread erinnerst Sorry, versehentlich hatte ich die ETF Positionen abgeschnitten im screenshot, neu hinzugefügt siehe unten. Ich kategorisiere für mich FG als RK1, da ich immer unter der 100T EUR Einlagensicherung bin. Meine Leiter ist auf 5 Jahre gestreckt. Die Liquidität und auch der Aufwand ist für mich ein Negativpunkt daher die Entscheidung auf ETF Bonds umzuschichten. vor einer Stunde von Puppi: Das hattest du im Dezember geschrieben in deinem Thread. Daher frage ich mich: Wenn du das willst, wieso hast du dann noch Unternehmensanleihen im Depot? Mein Verständnis ist: - Ich habe 2 Bond ETFs Staatsanleihen und Unternehmensanleihen, die nahezu 1:1 korrelieren, siehe zweites Bild - Wenn Bonds zu Aktien nicht korrelieren oder sogar invers korrelieren ist das ein großer Vorteil - Dadurch kann ich Abwärtsbewegungen mit Aufwärtsbewegungen in anderen Assets finanzieren und Rebalancing vollziehen - Dadurch erhöhe ich die langfristige Rendite Daher die ursprüngliche Frage, wie ihr die Korrelationen der Assets zwischen Aktien und Bonds seht? Oder ob ich einen Denkfehler habe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Samstag um 18:54 · bearbeitet Samstag um 19:05 von Puppi vor 37 Minuten von ramirez_asdf: Oder ob ich einen Denkfehler habe. Leider sind es mehrere Fehler. Dein angeblicher Unternehmensanleihen-ETF, der IShares Covered Bond ist ein Pfandbrief-ETF. Du verwechselst vermutlich "Covered" mit "Corporate". vor 37 Minuten von ramirez_asdf: Ich kategorisiere für mich FG als RK1, da ich immer unter der 100T EUR Einlagensicherung bin. Auch das meinte ich nicht. Ich wies auf das Zinsänderungsrisiko hin. Es ging nicht um die Ausfallwahrscheinlichkeit. vor 37 Minuten von ramirez_asdf: - Ich habe 2 Bond ETFs Staatsanleihen und Unternehmensanleihen, die nahezu 1:1 korrelieren, siehe zweites Bild Selbst wenn du einen Unternehmensanleihen ETF hättest, ist dein Blick auf dem zweiten Bild gefährlich, da er massiv durch die Ausnahmesituation der Zinswende ab 2022 beeinflusst wurde (auch das hatte ich dir oben im Post versucht zu erklären). Verstehe bitte, dass Unternehmensanleihen (besonders in wirtschaftlichen Krisen) oft mit Aktien korrelieren und auch einbrechen, während Staatsanleihen mit hohem Rating das meist nicht tun oder gar steigen. Bei Unternehmensanleihen mit schlechtem Rating (= High Yield) ist es noch massiver (siehe Bild aus Post #34). Daher ein letzter Versuch: Wenn du Anleihen haben willst, die möglichst negativ mit dem Aktienmarkt korrelieren, so dass du passend "von oben nach unten" umschichten kannst, dann brauchst du Staatsanleihen und keine Unternehmensanleihen und die Staatsanleihen sollten ein so hohes Rating haben wie möglich (je höher das Rating, desto höher die Chance, dass eine negative Korrelation zum Aktienmarkt klappt). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar Samstag um 19:05 Um das nochmal zu bekräftigen, was puppi sagt : willst du Pulver trocken halten für Aktien-Einbrüche, geht das nur mit Geldmarktfonds oder Staatsanleihen Fonds mit Anleihen von Emittenten höchster Bonität. In Krisen suchen professionelle Investoren händeringend Anlagen zum Parken, weil deren risikobudgets aufgebraucht sind. Das sind dann immer Staatsanleihen höchster Bonität. Deswegen steigen deren Kurse dann auch oft zur gleichen Zeit. Schau dir bei Fondsweb die Reaktion verschiedener Fonds an bei der Finanzkrise 2008. Daran kannst du erkennen, was du wissen willst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Barqu Samstag um 21:54 2 hours ago, Puppi said: Auch das meinte ich nicht. Ich wies auf das Zinsänderungsrisiko hin. Es ging nicht um die Ausfallwahrscheinlichkeit. Auch bei Girokonto und Sparstrumpf besteht das Risko, dass der nominale Wert zwar nicht sinkt, Zinserhöhungen aber verpasst werden. Ist das nach deiner Logik dann auch kein RK1? Dass Problem bei Festgeld ist ein anderes: man kommt nicht ran, wenn man will. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Neverdo gestern um 08:10 Uhr vor 13 Stunden von Puppi: Von 1985 bis 2015 (30 Jahre!) konnte man im Vergleich zu 100% Aktien mit einer Beimischung von z.B. 30% IG-Staatsanleihen mittlerer Laufzeit beeindruckende Ergebnisse erzielen. In diesem Zeitraum gab es mehr Rendite als mit 100% Aktien bei gleichzeitig deutlich weniger Volatilität/MaxDrawdown => KLICK Danach (also grob die letzten zehn Jahre) war es nicht mehr so und sogar die Sharpe Ratio von 100% Aktien war besser als die Mischung aus Anleihen und Aktien => KLICK In diesem Zeitraum wäre es besser gewesen, die 30% Staatsanleihen durch Gold zu ersetzen => KLICK ...bzw. die letzten 5-6 Jahre wären 30% Rohstoff-Futures eine gute Wahl gewesen => KLICK Man sieht also, dass es keine Garantie gibt, dass entsprechende Diversifikationseffekte durch Mischung von Assetklassen (=bessere Sharpe Ratio oder Dämpfen des MaxDD) im eigenen, individuellen, meist zeitlich begrenzten Anlagezeitraum wirken. Zu bedenken ist zudem, dass in der Praxis meist umso mehr laufende Kosteneffekte entstehen, je komplexer und umfangreicher das Multi-Asset-Depot samt manuellem Rebalancing ist (die Daten oben sind komplett ohne Kosten, die aber in der Praxis auf Produktebene samt Steuereffekten und Transaktionskosten bei uns eben anfallen). Das ist richtig gut, was du da einstellst und lässt vorüberziehen, was man selbst erlebt hat, ja...hat was. Das mit der Garantie mit Mischung von Assetklassen auf höhere Gewinne, ist auch m.E. nicht Ziel des Anlegers, jedenfalls nicht mein Ziel, es soll absichern und letztlich über die Assets in diversifiziertester Form immer noch eine positive Entwicklung haben. Das hat auch nicht unbedingt höhere Kosten zur Folge, aber das auszuführen ist auch wohl nicht wichtig, man kann über Rückläufer ausreichend rebalancieren, aber danke fürs Einstellen, wirklich interessant. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi gestern um 09:13 Uhr · bearbeitet gestern um 09:20 Uhr von Puppi vor einer Stunde von Neverdo: Das mit der Garantie mit Mischung von Assetklassen auf höhere Gewinne, ist auch m.E. nicht Ziel des Anlegers Richtig. Ziel ist, ein besseres Rendite-Risiko-Verhältnis zu bekommen, z.B. in Form von ähnlicher Rendite, aber mit geringeren Drawdowns in Krisen. Grob gesagt soll sich so ein Multi-Asset-Bau in der Hinsicht (nach Kosten/steuerlichen Effekten!) mehr rentieren als eine einfache Mischung aus Aktien und Tagesgeld/Geldmarkt im entsprechenden Verhältnis (=die simpelste Form des von @stagflationoft angesprochenem "Risikoreich-Risikoarm-Modell"). Ideal wäre also z.B., wenn sich ein ARERO (der nur riskante Bausteine enthält) unter Rendite-Risiko-Gesichtspunkten besser entwickelt als 60% BIP-Aktien + 40% Tagesgeld. vor 11 Stunden von Barqu: Auch bei Girokonto und Sparstrumpf besteht das Risko, dass der nominale Wert zwar nicht sinkt, Zinserhöhungen aber verpasst werden. Ist das nach deiner Logik dann auch kein RK1? Dass Problem bei Festgeld ist ein anderes: man kommt nicht ran, wenn man will. Danke für den Hinweis. Bei Giro und Bargeld entscheidet sich der Anleger eben von vornherein für das Verzichten auf Zinsen würde ich sagen oder? Ich weiß, dass RK1 für viele hier recht unterschiedlich definiert wird. Für mich ist RK1 eigentlich nur das, was der Zins am kurzen Ende aktuell hergibt, ergo Geldmarkt/Tagesgeld/sehr kurze Anleihen mit hoher Bonität...und das eben möglichst ausfallsicher und liquide. Mit längerem Festgeld hat man wie bei längeren Anleihen eben ein Zinsänderungsrisiko. Ich musste die Erfahrung selbst machen, als ich zur Nullzinszeit "sensationelle' 1,3% auf 10-Jahres-Festgeld abgeschlossen habe und es zwei Jahre später 4,1% gab auf die gleiche Laufzeit. Das ist zwar kein nominaler Verlust, aber ein Opportunitätsverlust und damit eben ein Verlust. Das ist das Gleiche, was @Schwachzockerletztens glaube ich mal erklärt hatte mit dem "Halten von Einzelanleihen bis zur Fälligkeit". Da gaukeln sich manche auch vor, dass sie damit keinen Verlust machen können und es besser sei als ein Anleihe-ETF, was halt Quatsch ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
finisher gestern um 09:15 Uhr Hier kann man übrigens einen iShares 3-7 Year Treasury Bond ETF bis 1962 zurück backtesten. Der Ticker heißt IEISIM. https://testfol.io/?s=bHdJVLFTlFU Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker gestern um 09:55 Uhr vor 40 Minuten von Puppi: ... Mit längerem Festgeld hat man wie bei längeren Anleihen eben ein Zinsänderungsrisiko. Ich musste die Erfahrung selbst machen, als ich zur Nullzinszeit "sensationelle' 1,3% auf 10-Jahres-Festgeld abgeschlossen habe und es zwei Jahre später 4,1% gab auf die gleiche Laufzeit. Das ist zwar kein nominaler Verlust, aber ein Opportunitätsverlust und damit eben ein Verlust. Es ist ein echter realer Verlust. Ganz in echt! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Neverdo gestern um 10:12 Uhr · bearbeitet gestern um 10:14 Uhr von Neverdo vor 17 Minuten von Schwachzocker: Es ist ein echter realer Verlust. Ganz in echt! Habe es ja wie einige hier selbst erlebt, aber 10 Jahre für 1,3 %....nein wirklich nicht, in der Zeit habe ich eine kleine Position füt zwei Jahre angelegt, das konnte man doch wirklich voraussehen. vor 58 Minuten von Puppi: Richtig. Ziel ist, ein besseres Rendite-Risiko-Verhältnis zu bekommen, z.B. in Form von ähnlicher Rendite, aber mit geringeren Drawdowns in Krisen. Grob gesagt soll sich so ein Multi-Asset-Bau in der Hinsicht (nach Kosten/steuerlichen Effekten!) mehr rentieren als eine einfache Mischung aus Aktien und Tagesgeld/Geldmarkt im entsprechenden Verhältnis (=die simpelste Form des von @stagflationoft angesprochenem "Risikoreich-Risikoarm-Modell"). Genau so ist das und ich rede von rd. 30 Jahren, in denen ich so etwas betreibe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag