Saibot7 24. April Hallo zusammen, ich bin beruflich als Makler tätig, stoße aber im Beratungsalltag immer wieder auf das gleiche Problem: Es gibt kaum neutrale, mathematisch präzise Tools, die den Vergleich zwischen einem privaten Depot und einer Rentenversicherung (Schicht 3) wirklich sauber bis auf die Netto-Ebene durchrechnen. Die meisten Tools am Markt sind entweder "Blackbox-Rechner" der Versicherer oder zu stark vereinfachte Excel-Tabellen. Deshalb habe ich in den letzten Monaten eine eigene Software namens NettoFaktor entwickelt. Mein Ziel war es, ein Werkzeug zu haben, das die steuerlichen und kostentechnischen Vor- und Nachteile beider Welten objektiv gegenüberstellt, um Mandanten eine echte Entscheidungsgrundlage zu bieten. Was die Software berechnet: Steuer-Logik: Detaillierte Abbildung von Abgeltungssteuer (inkl. Teilfreistellung) vs. Halbeinkünfteverfahren. Kosten-Transparenz: Vollständige Berücksichtigung von Effektivkosten, Alpha-/Beta-/Gamma-Kosten der Policen sowie Depot- und Fondskosten (TER). Entnahmeszenarien: Kapitalauszahlung vs. Entnahmeplan. Warum ich euer Feedback suche: Mir ist bewusst, dass hier im Forum eine enorme Expertise (und auch berechtigte Skepsis gegenüber Versicherungslösungen) vorhanden ist. Genau deshalb möchte ich das Tool hier vorstellen. Ich möchte keine Software, die etwas "schönrechnet", sondern ein mathematisch korrektes Modell. Meine Fragen an die Community: Hält die Berechnung der Steuerbelastung in der Entnahmephase eurer kritischen Prüfung stand? Habe ich bei den Annahmen zur Teilfreistellung im Versicherungsmantel vs. Direktanlage Denkfehler? Welche "versteckten" Parameter sollten zwingend noch einfließen, um den Vergleich noch objektiver zu machen? Das Tool ist aktuell frei zugänglich. Ich freue mich über jeden, der die Logik einmal stresstestet und mir fachliches Feedback gibt – egal wie hart es ausfällt. Beste Grüße Saibot7 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cando 24. April Die Darstellung zwei gleich langer Balken mit unterschiedlichen Werten (388k und 334k) und einer grünen Verlängerung eines der Balken um die Differenz (54k) ist mathematisch ungeschickt. Einzelheiten zum Inhalt Deiner Software müssen andere beisteuern, die mehr Ahnung haben als ich. M.E. fehlt dafür aber ein Link zum Tool. Auch habe ich Zweifel, ob das hier das richtige Unterforum ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
halphas 24. April · Versteckt Versteckt hab da auch keine Ahnung von, aber wenn das den kritischen Blicken stand hält - so ein Tool wäre schon praktisch Viel Erfolg damit Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cauchykriterium 24. April vor 47 Minuten von Saibot7: Es gibt kaum neutrale, mathematisch präzise Tools, die den Vergleich zwischen einem privaten Depot und einer Rentenversicherung (Schicht 3) wirklich sauber bis auf die Netto-Ebene durchrechnen. Das liegt wohl schlicht auch daran, dass man dafür Zugriff auf die Geschäftspläne der Versicherer benötigen würde - die Du als Makler wohl sicherlich nicht vorliegen hast. Es bleibt also bei Näherungsllösungen, oder? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Anjin-san 24. April Hallo Saibot7, ein link oder eine angehängte Datei wäre hilfreich. Mit freundlichen Grüßen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Saibot7 24. April Leider habe ich vergessen den Link anzuhängen, ich habe das Thema nochmal neu eröffnet: Link zur website: nettofaktor.com Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
xfklu 25. April vor 7 Stunden von Saibot7: ich habe das Thema nochmal neu eröffnet Nein, bitte nicht immer wieder neu anfangen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 25. April · bearbeitet 25. April von satgar Das Thema wird zumindest um so spannender 2027, als das man den ungeförderten Teil des neuen AV Depots gleichsam mit der Schicht 3 Rentenversicherung vergleichen kann. Über die geförderten 150€ mtl. hinaus steht dann die Entscheidungsfrage: - AV ungefördert übersparen - normales Depot - Schicht 3 Privatrente - Betriebsrente - Rüruprente Jeweils alles so kostengünstig wie möglich und im Mantel von Versicherungen als provisionsfreie Nettotarife versteht sich. Die gibt es in jeder Altersvorsorgeschicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Kunibert65 26. April · bearbeitet 26. April von Kunibert65 Dein Rechner ist ganz nett er berechnet aber immer die maximalen Jahre der Kinderzulage. Wenn ich aber noch 20 Jahre einzahlen möchte aber nur noch 3 Jahre Kindergeld bekomme kann ich dass nirgends einstellen obwohl es viel am Ergebnis ändern wird. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 26. April vor 12 Stunden von TimboM: Für die Rendite im Altersvorsorgedepot kann man auch dieses Tool verwenden: https://zukunftsrechner.de/ Ist dieses Tool denn fehlerfrei? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Latein 27. April Man muss bei dem Vergleich von Depot vs. Police viele Aspekte berücksichtigen, die nicht unmittelbar in der Hochrechnung zu sehen sind: Die Dauer und mögliche Anzahl von Transaktionen, das Gegenparteienrisiko (Fondssperren ohne Ersatz in Police), Beleihungsmöglichkeiten, Vermögensschutz/-übertrag... Das fängt übrigens schon damit an, dass man bei einigen Versicherungen nur mit monatlichem Sparplan arbeiten kann und dieser zum 01. ausgeführt werden muss - was statisch schlechter war als ein Sparplan zum 15. (ich weiß, von Russland finanzierte Verschwörungstheorie) oder eine Einmalzahlung nach einem deutlichen Kursrückgang (die man natürlich nicht vorhersehen kann, auch, nachdem sie eingetreten sind...). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 27. April vor 9 Stunden von Latein: dieser zum 01. ausgeführt werden muss - was statisch schlechter war als ein Sparplan zum 15. Dazu vielleicht https://youtu.be/GmS3SvcqZeE?is=JpLnGFIUrEe6j-u3 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Saibot7 28. April Am 27.4.2026 um 08:59 von Latein: Man muss bei dem Vergleich von Depot vs. Police viele Aspekte berücksichtigen, die nicht unmittelbar in der Hochrechnung zu sehen sind: Die Dauer und mögliche Anzahl von Transaktionen, das Gegenparteienrisiko (Fondssperren ohne Ersatz in Police), Beleihungsmöglichkeiten, Vermögensschutz/-übertrag... Das fängt übrigens schon damit an, dass man bei einigen Versicherungen nur mit monatlichem Sparplan arbeiten kann und dieser zum 01. ausgeführt werden muss - was statisch schlechter war als ein Sparplan zum 15. (ich weiß, von Russland finanzierte Verschwörungstheorie) oder eine Einmalzahlung nach einem deutlichen Kursrückgang (die man natürlich nicht vorhersehen kann, auch, nachdem sie eingetreten sind...). Den Sparplan kann man bei den meisten Versicherungsgesellschaften tatsächlich auch zum 15. ausführen lassen ^^ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Kunibert65 28. April vor 9 Stunden von TimboM: @Kunibert65 tatsächlich kannst du das im Tool konfigurieren Du hast „jetzt“ vergessen, das ging definitiv vorher nicht. Da du ja anscheinend damit Geld verdienen willst darfst du die restlichen Fehler selbst finden. Komische Zahlen die da rauskommen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
s1lv3r 29. April vor 16 Stunden von Kunibert65: Komische Zahlen die da rauskommen. Es bringen sich scheinbar jetzt schon diverse Anbieter mit kostenlosen Rechnern in Position, um später über Produktempfehlungen und Affiliate-Links das große Geld zu machen ... - schöne neue Finfluencer-Zeit, aber ja, dieser Rechner ist irgendwie besonders nutzlos. a) überall übermäßig positive Formulierungen (gefühlt 20x "der Staat schenkt dir!!!") b) kaum Erklärungen zum Rechenweg und den dahinter liegenden Abwägungen, c) statischer Steuersatz in der Auszahlphase unabhängig vom Ausgangsgehalt, der sich nur irgendwo versteckt in den Optionen anpassen lässt. Im Endeffekt lässt es der Rechner so aussehen, als wenn das AVD immer und für jeden toll wäre (weil "der Staat schenkt dir!!!" ). Die wichtigste Variable des AVD für Gutverdiener (Steuersatz Einzahlphase vs. Steuersatz Auszahlphase) und das ganze Prinzip der nachgelagerten Besteuerung wird im Prinzip kein bisschen deutlich gemacht ... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag