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CHECK: Teilzeit, Midijob oder Barista-FIRE mit Anfang 50 und Familie?

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Hallo zusammen,

 

ich lese hier schon länger mit und würde gerne meine Situation als Plausibilitätscheck vorstellen. Mir geht es nicht darum, eine Entscheidung von der Community absegnen zu lassen, sondern darum, mögliche Denkfehler, Risiken oder blinde Flecken zu erkennen.

 

Kurzprofil

 

Ich bin 50, verheiratet, meine Frau ist Mitte 40, wir haben zwei Kinder im Schulalter 15+11. Wir leben im schuldenfreien Eigenheim im Norden Deutschlands.

 

Ich arbeite in der Finanzbranche, bin aber mit meiner aktuellen beruflichen Situation sehr unzufrieden. Job, Umfeld und Perspektiven passen für mich nicht mehr. Mehrere interne und externe Wechsel beziehungsweise Wechselversuche in den letzten Jahren haben keine nachhaltige Besserung gebracht. Stress, Unzufriedenheit und fehlende persönliche Erfüllung sind geblieben.

 

Bei Verantwortung und Gehalt bin ich bereits bewusst einige Schritte zurückgegangen. Einem weiteren Wechsel innerhalb der Finanzbranche stehe ich daher eher skeptisch gegenüber. Ich möchte prüfen, ob ein kontrollierter Ausstieg aus der jetzigen Vollzeitstelle mit anschließender Neuorientierung in einer anderen Branche beziehungsweise späterer Teilzeit/Midijob/kleiner Selbstständigkeit finanziell tragfähig wäre.

 

Vermögen

 

* ETF-Depot/Tagesgeld/Geldmarkt: ca. 1,30–1,40 Mio. €

* selbstgenutztes Haus: ca. 800k €, schuldenfrei

* Kinder-/Ausbildungstöpfe zusätzlich vorhanden, aber nicht als Elternvermögen verplant

* keine Schulden

 

Einnahmen/Ausgaben

 

Aktuell netto monatlich:

 

* ich: ca. 3.800 €

* Frau inkl. Kindergeld: ca. 1.500 €

* Familienbudget: ca. 5.300 €

 

Ohne mein Einkommen läge die Lücke grob bei 3.800 € monatlich. Mit späterem kleinem Job meinerseits von ca. 1.300–1.800 € netto wäre die Lücke eher bei 2.000–2.500 € monatlich.

 

Rente/KV

 

* beide gesetzlich krankenversichert, nie privat

* zusammen ca. 68 Rentenpunkte

* kleinere Betriebsrenten ab ca. 65, grob 300–500 € monatlich zusammen

* KVdR/Familienversicherung/freiwillige GKV müsste ich noch sauber prüfen

 

Gedachte Struktur

 

Ich überlege folgende grobe Allokation:

 

* ca. 1,10–1,20 Mio. € global gestreute Aktien-ETF

* ca. 200–250k € Tagesgeld/Geldmarkt-ETF als Sicherheits- und Verbrauchstopf

* keine vermietete Immobilie, keine Rentenversicherung, kein kompliziertes Produkt

 

Die Idee: Die monatliche Lücke zunächst aus Tagesgeld/Geldmarkt decken und Aktien nur geplant beziehungsweise jährlich auffüllen, möglichst nicht in einem Crash verkaufen zu müssen.

 

Grobe Entnahme

 

Ohne mein Einkommen:

 

* ca. 45–46k € netto p.a. Lücke

* mit Steuerpuffer eher 50–60k € p.a.

 

Mit späterem kleinem Job:

 

* ca. 24–30k € netto p.a. Lücke

* mit Steuerpuffer eher 30–38k € p.a.

 

Bei ca. 1,3–1,4 Mio. € liquiden Mitteln wäre das mit kleinem Job grob 2–3 % Entnahme, ohne Job vorübergehend eher 3,5–4 %.

 

Fragen

 

1. Ist der Plan grundsätzlich tragfähig oder übersehe ich etwas Wesentliches?

2. Sind 200–250k € Tagesgeld/Geldmarkt als Sicherheitsbaustein angemessen?

3. Wäre 80/20 bzw. 85/15 in meiner Situation zu offensiv?

4. Welche Punkte sollte ich vor einer Kündigung zwingend klären? ALG-Sperrzeit, KV, KVdR, Steuern, Inflation?

5. Seht ihr „kleiner Job/Teilzeit/Branchenwechsel/Umschulung statt vollständiger Privatier“ ebenfalls als sinnvolleren Weg?

 

Danke euch für einen kritischen Realitätscheck.

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Sapine
· bearbeitet von Sapine
vor 2 Stunden von Utah:

1. Ist der Plan grundsätzlich tragfähig oder übersehe ich etwas Wesentliches?

Ich sehe weder einen Gedanken- noch einen Rechenfehler. Wobei einen Punkt hast Du noch nicht beleuchtet. Du hast den Kapitalbedarf von rund 45.000 Euro ja nur bis zur Rente. Danach wird der deutlich kleiner vermute ich mal. Mit Blick auf die flüggen Kinder sinkt der Betrag vielleicht sogar schon früher. 

Zitat

2. Sind 200–250k € Tagesgeld/Geldmarkt als Sicherheitsbaustein angemessen?

Eine grobe Daumenregel sagt, mind. den Betrag für ein Jahr im Sicherheitsbaustein. Extrem sicherheitsorientierte Anleger gehen von 6-10 Jahren aus. Mit Deinen 200-250k liegst Du eher oberhalb der Mitte. Ich würde zugunsten von mehr Rendite eher etwas niedriger einsteigen. 

Zitat

3. Wäre 80/20 bzw. 85/15 in meiner Situation zu offensiv?

Das ist vor allem eine Frage was Du Dir und Deiner Familie zumuten willst. Gerade wenn Du früh in eine Art Barista startest, ist Rendite wichtig. Auch wenn man es nicht ganz so extrem macht, wie es die Cederburg Studie vorschlägt erscheint mir eine Aktienquote unter 80 % riskant. Aber wer weiß es schon genau und dann kommt in den nächsten zehn Jahren eine schlechte Börsenphase und das Depot tritt auf der Stelle bzw. ist dank der Entnahmen rückläufig. 

Zitat

4. Welche Punkte sollte ich vor einer Kündigung zwingend klären? ALG-Sperrzeit, KV, KVdR, Steuern, Inflation?

KVdR sollte kein Problem sein, solange Du in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibst bis zur Rente. Sofern Du Dich arbeitslos melden willst, solltest Du das abklären. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Dich das wirklich weiterbringt. Umschulungen vom Arbeitsamt haben nicht den besten Ruf und ich zweifele, dass die Dir mit 50+ noch viel anbieten werden. Es ginge also rein um Geld und Versicherung. Inflation kann Dir keiner seriös vorhersagen. Der beste Inflationsschutz dürften Aktien sein. Und bei Steuern hast Du auch wenig Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, wenn Du nicht auswanderst.

Zitat

5. Seht ihr „kleiner Job/Teilzeit/Branchenwechsel/Umschulung statt vollständiger Privatier“ ebenfalls als sinnvolleren Weg?

Das hat vor allem im Bereich der Krankenversicherung deutliche Vorteile. Noch wärst Du zwar über Deine Frau mitversichert, aber da stehen die Chancen schlecht, dass das so bleibt. Aber man sollte auch den Faktor Zufriedenheit nicht unterschätzen. Eine berufliche Tätigkeit kann auch deutlich positive Effekte haben. Mach Dir Gedanken, welche Arbeit Dir Spaß machen würde und versuche auch vor verrückten Ideen nicht zurück zu schrecken. Du bist in der luxuriösen Lage, dass Du deutliche Gehaltsverzichte hinnehmen kannst. Alleine schon Teilzeit kann eine deutliche Entlastung bringen aber vielleicht wäre es für Dich noch besser etwas ganz anderes zu machen. Du bist eindeutig zu jung, um noch weitere 15-20 Jahre in einem Job zu bleiben, der Dich psychisch krank macht.

 

Hast Du Dich schon mit Entnahmestrategien näher befasst? Falls nein unbedingt nachholen. Ein sehr guter englischsprachiger Blog zu dem Thema ist dieser hier https://earlyretirementnow.com

 

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 23 Minuten von Sapine:

Du bist in der luxuriösen Lage, dass Du deutliche Gehaltsverzichte hinnehmen kannst.

Wobei mir das aktuelle Netto von 3800 für einen stressigen Job in der "Finanzbranche" mit 50 nicht gerade üppig erscheint. War bei den Versuchen zurückzustecken auch Teilzeit enthalten?

vor 58 Minuten von Utah:

Seht ihr „kleiner Job/Teilzeit/Branchenwechsel/Umschulung statt vollständiger Privatier“ ebenfalls als sinnvolleren Weg?

Auf jeden Fall - vielleicht etwas in Richtung unabhängiger Finanzberater ...?

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Barqu
56 minutes ago, Utah said:

selbstgenutztes Haus: ca. 800k €

Das wird vermutlich zu groß sein, sobald die Kinder ausgezogen sind, und bei Bedarf könnte daher dort noch etwas heraus geholt werden.

Ansonsten schließe ich mich Sapine weitestgehend an. 

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 2 Stunden von Utah:

1. Ist der Plan grundsätzlich tragfähig oder übersehe ich etwas Wesentliches?

Würde ich als grundsätzlich tragfähig ansehen. 

 

vor 2 Stunden von Utah:

2. Sind 200–250k € Tagesgeld/Geldmarkt als Sicherheitsbaustein angemessen?

Das wäre bei 50 bis 60k Euro jährliche Lücke 3 bis 5 Jahre Lückenfüller. Hört sich plausibel an.

Hier würde ich aber dennoch gegenrechnen ob ein kleineres Polster nicht besser ist. Ich wollte auch 3 bis 4 Jahre Tagesgeld-Polster aber ich habe rechnen lassen von der KI und die meint: besser alles in ETFs und flexibel entnehmen. Aber: Ich habe noch nicht selbe gerechnet und meine Situation ist eine andere

 

vor 2 Stunden von Utah:

Welche Punkte sollte ich vor einer Kündigung zwingend klären? ALG-Sperrzeit, KV, KVdR, Steuern, Inflation?

Ggfs. auch selber ein Jahr warten mit dem ALG I-Antrag um die Sperre zu vermeiden. Ggfs. kannst Du Dich auch gütlich mit Deinem AG einigen und eine Kündigung und/oder Abfindung bekommen.

 

vor 2 Stunden von Utah:

5. Seht ihr „kleiner Job/Teilzeit/Branchenwechsel/Umschulung statt vollständiger Privatier“ ebenfalls als sinnvolleren Weg?

Ja, auch hier habe ich die (zuerst nur) die KI rechnen lassen und ein Mini-/Midi-Job würde meine Pleitewahrscheinlichkeit zw. 5% und 8% sinken lassen. 

Plus: Ich habe keine Kinder und brauche manchmal etwas Zwangsstruktur in meinem Leben. Wie es bei Dir ist: Keine Ahnung.  

 

Zusatzfrage: Hast Du den Gesamtgeldbedarf bis zu Deinem Tode berechnet? Unter Einbeziehung der GRV? Willst Du das DEpot vererben oder geht "Die with Zero"?

 

Noch eine Frage: und wo ist deine Frau in dem Plan?

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Utah
· bearbeitet von Utah

Danke euch für die ersten Einschätzungen, das hilft mir schon sehr.

 

Ein paar Punkte nehme ich direkt mit:

 

Der Sicherheitsbaustein von 200–250k ist wahrscheinlich eher komfortabel gewählt. Mir geht es dabei aber auch darum, in einem schlechten Börsenumfeld nicht direkt Aktien verkaufen zu müssen. Vermutlich würden 150–200k rechnerisch auch ausreichen.

 

Eine Aktienquote unter 80 % sehe ich ebenfalls kritisch, weil der Anlagehorizont ja trotz möglicher beruflicher Reduzierung noch lang ist.

 

Den Hinweis, dass der hohe Kapitalbedarf nicht dauerhaft bis Lebensende besteht, sondern vor allem bis zur Rente beziehungsweise bis zu späteren Renten-/Betriebsrentenansprüchen, finde ich wichtig. Das werde ich noch sauberer nach Lebensphasen aufteilen: Übergang, Teilzeit-/Barista-Phase, Vor-Rente und dann gesetzliche Rente/Betriebsrente.

 

KV, KVdR und ALG-Sperrzeit muss ich vor einer Entscheidung natürlich noch konkret klären.

 

Das Haus ist für mich keine geplante Entnahmequelle, aber natürlich ein zusätzlicher Flexibilitätsanker im späteren Leben.

 

Der Punkt „Wo ist meine Frau im Plan?“ ist absolut berechtigt. Die Entscheidung wäre nur gemeinsam tragfähig. Ihr Einkommen ist aktuell ein wichtiger Stabilitätsanker. Sie ist in ihrem Beruf sehr zufrieden und könnte vermutlich noch etwas aufstocken, wobei in ihrer Branche der Stundenlohn nicht besonders hoch ist. Trotzdem sind ihre Perspektive und Risikobereitschaft natürlich zentrale Punkte. Sie unterstützt mich aber grundsätzlich und sieht auch, dass meine Arbeitsunzufriedenheit früher als später gelöst werden sollte.

 

Teilzeit im aktuellen oder ähnlichen Umfeld war bisher eher keine echte Entlastungsperspektive. Ich bin bei Verantwortung und Gehalt schon spürbar zurückgegangen, aber Stress und Unzufriedenheit sind im Kern geblieben. Deshalb denke ich eher über einen echten Branchen- oder Rollenwechsel nach als über den nächsten Wechsel innerhalb derselben Schiene.

 

Mit Entnahmestrategien beschäftige ich mich gerade intensiver. Mein aktueller Gedanke ist keine starre jährliche Entnahme, sondern eher ein Verbrauchstopf aus Tagesgeld/Geldmarkt und dann ein jährliches Nachsteuern je nach Marktphase, Einkommen und tatsächlichen Ausgaben.

 

Die größere Frage ist für mich inzwischen vermutlich weniger, ob die finanzielle Überlegung grundsätzlich tragfähig sein kann, sondern eher, wo ich beruflich noch einmal etwas finde, das besser zu mir passt. Es geht also nicht nur um weniger Arbeit, sondern auch darum, wieder eine Tätigkeit zu finden, die sich sinnvoller und alltagstauglicher anfühlt.

vor einer Stunde von Holgerli:

Zusatzfrage: Hast Du den Gesamtgeldbedarf bis zu Deinem Tode berechnet? Unter Einbeziehung der GRV? Willst Du das DEpot vererben oder geht "Die with Zero"?

 

Gute Frage. Einen komplett durchgerechneten Plan bis 90/100 habe ich noch nicht final fertig, aber grob denke ich das natürlich mit.

 

Ich sehe das eher in Phasen: Die kritischste Zeit ist vermutlich die Übergangsphase bis Mitte/Ende 50, weil die Kinder noch im Haushalt sind, der Bedarf hoch ist und noch keine Rente fließt. Genau dafür soll der Tagesgeld-/Geldmarktbaustein da sein.

 

Ab gesetzlicher Rente sieht die Rechnung dann wieder anders aus. Wir haben zusammen rund 69 Rentenpunkte plus eine kleine Betriebsrente. Das ist natürlich kein Luxuspolster, aber ein relevanter späterer Baustein, der den Depotbedarf deutlich senken sollte.

 

Zum Thema Vererben vs. Die with Zero: Ich sehe mich da eher in der Mitte. Das Vermögen soll Sicherheit und Freiheit geben und darf auch kontrolliert verbraucht werden. Ich will aber nicht so knapp planen, dass Langlebigkeit, Pflege, Hausinstandhaltung oder schwache Kapitalmärkte direkt zum Problem werden.

 

Das Haus und die Kinder-/Ausbildungstöpfe sehe ich nicht als laufende Entnahmequelle, eher als zusätzliche Sicherheit beziehungsweise zweckgebunden für die Kinder.

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okay
· bearbeitet von okay

Warum nicht selbständig werden im Finanzbereich. Mein Bruder hat das so gemacht. Er macht Beratung bzw. Vermittlung von Finanzprodukte. Altersvorsorge, Kredite, Baufinanzierung, diverse Versicherungen (aber keine Kfz-Versicherung). 

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Theobuy
vor 4 Stunden von Utah:

Job, Umfeld und Perspektiven passen für mich nicht mehr.

Ich würde hiermit anfangen - was würde denn passen? Das würde ich als allererstes klären und danach die Zahlen konkretisieren. Über den Daumen gepeilt hast du extrem viel Spielraum, so dass ich weniger Zahlen schubsen, sondern die Sinnfrage angehen würde. Etwas sinnstiftendes tun zu können ist der Schlüssel - daran werden sich deine Finanzen anpassen lassen. 

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Der Heini
vor 3 Stunden von Barqu:

Das wird vermutlich zu groß sein, sobald die Kinder ausgezogen sind, und bei Bedarf könnte daher dort noch etwas heraus geholt werden.

Kenne das Haus nicht, aber das kann auch klein sein mit guter Lager bei dem Preis. Vielleicht wollen die Kinder auch mal drin leben und übernehmen, sind ja noch "klein".

vor 4 Stunden von Utah:

Ich bin 50, verheiratet, meine Frau ist Mitte 40, wir haben zwei Kinder im Schulalter 15+11. Wir leben im schuldenfreien Eigenheim im Norden Deutschlands.

Kannst du auch nach der Scheidung alleine zurechtkommen? Kommt ja vor sowas, gerade wenn die Kinder aus dem Haus sind. Zumindest durchrechnen würde ich das.

vor 4 Stunden von Utah:

Kinder-/Ausbildungstöpfe zusätzlich vorhanden, aber nicht als Elternvermögen verplant

Hoffe, die sind groß genug. Pro Kind solltest du später bei Studium so 60- 80T€ veranschlagen.

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LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor
vor 5 Stunden von Utah:

Aktuell netto monatlich:

 

* ich: ca. 3.800 €

* Frau inkl. Kindergeld: ca. 1.500 €

* Familienbudget: ca. 5.300 €

 

Ohne mein Einkommen läge die Lücke grob bei 3.800 € monatlich.

Ihr gebt aktuell alles aus was reinkommt? 

 

Wie ist deine Aktienquote aktuell und wie lange bis du schon mal Markt investiert? Wie sind ungefähr die aufgelaufenen Gewinne?

 

Wie stellst du dir das Leben ohne geregelten Arbeitsalltag vor?

 

Wie ist ungefähr die Rentenlücke zu euren geplanten Ausgaben ab Rentenbezug?

 

Und höre erstmal nicht auf Ratschläge, wie mindestens 80% Aktienquote und

co.

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Fondsanleger1966
· bearbeitet von Fondsanleger1966
vor 5 Stunden von Utah:

übersehe ich etwas Wesentliches?

Du hast z.B. die Beiträge für eine freiwillige GKV bis zur Altersrente nicht aufgeführt (für den Fall, dass Du keine (passende) Anstellung mehr findest). Allein schon über die Vorabpauschale auf die Aktien-ETFs und die Zinsen auf den Rest wären das im aktuellen Jahr schnell um die 24.000 € Kapitalertrag, die zu verbeitragen sind, sofern Dir alle Anlagen gehören. Eine beitragsfreie Familienversicherung wäre damit nicht möglich. Und der Basiszins kann in den nächsten Jahren weiter steigen (aktueller Stand siehe Link 7ab) in meiner Link-Sammlung).

 

Die Aussagen zu den Aktien und der Aktienquote sowie das Fehlen detaillierter Angaben zu den Aktien-ETFs deuten darauf hin, dass noch eine erhebliche Unerfahrenheit hinsichtlich der Herausforderungen besteht, die sich bei der Finanzierung lebenswichtiger Ausgaben über Entnahmepläne mit Risiko-Assets ergeben. 

 

Gängige Welt-Aktienindizes weisen derzeit eine Shiller-Gewinnrendite von ca. 3 % - 3 1/3 % p.a. auf. Historischer Durchschnitt sind gut 6% p.a. Daher liegen die maximalen nachhaltigen Entnahmeraten derzeit deutlich niedriger als im historischen Schnitt. Oder anders ausgedrückt: Deine geplanten 1,1-1,2 Mio € Aktien-ETFs sind eigentlich nur ca. 600.000-670.000 € wert, weil sie sehr viel weniger indirekte Beteiligung an den aktuellen Unternehmengewinnen der Welt AG verkörpern als im historischen Schnitt.

 

Das ist ein Ergebnis der enormen Vermögenspreisinflation in den vergangenen Jahren, die einen vorgezogenen Ausstieg aus dem Erwerbsleben derzeit massiv erschwert.

 

Deshalb werdet Ihr Alternativen brauchen, falls es

a) mit Deiner beruflichen Neuerfindung mit 50 Jahren nicht klappen sollte und 

b) zugleich die Aktienmärkte ihr unerfreuliches Gesicht zeigen sollten (also die unteren 5%, 10%, 20% oder 30% der Verteilungsfunktion).

 

Das könnte z.B. sein:

- Deine Frau arbeitet deutlich mehr.

- Ihr schränkt Euch als Familie finanziell ein (Urlaub günstiger usw.).

- Ihr verkauft Euer Haus, wenn die Kinder ausgezogen sind und sucht etwas kleineres und günstigeres.

usw. usf.

 

In den oberen ca. 30-40 Percentilen der Verteilungsfunktion wäre das natürlich nicht nötig, weil dann die Aktien-ETFs genügend Rendite erzielen, um die geplanten Entnahmeraten zu ermöglichen.

 

Im Bereich in der Mitte der Verteilungsfunktion wird man genauer rechnen müssen, um z.B. die Rentenansprüche (realistisch) einzubeziehen.

 

vor 5 Stunden von Utah:

4. Welche Punkte sollte ich vor einer Kündigung zwingend klären?

Welche Ideen es für einen Plan B gibt (s.o.) und ob/wobei die Frau und die Kinder mitziehen und wo nicht.

 

vor 5 Stunden von Utah:

3. Wäre 80/20 bzw. 85/15 in meiner Situation zu offensiv?

Als Startportfolio mit den gängigen Welt-ETFs m.M.n. auf jeden Fall zu offensiv. Da Du keine Infos zum aktuellen Depot gegeben hast, kann man aber nicht viel sagen.

 

Grundsätzlich würde man m.M.n. aber mit einem besser diversifiziertem, ertrags- und substanzstärkerem Portfolio (als bei den gängigen Welt-ETFs) und mit anfänglich deutlich niedrigerer Aktienquote bessere Chancen haben und dann - je nach Entwicklung des Depots bzw. der Märkte - die Aktienquote erhöhen. Stichworte dazu sind "Bond Tent", "einseitiger Gleitpfad" und "zweiseitiger Gleitpfad" bzw. "V-Pfad". Wobei ich nicht das dort i.d.R. beschriebene mechanische Vorgehen wählen würde, sondern einen moderneren, dynamischeren, risikoorientierten Ansatz, der sich am ALM und den aktuellen Risikoprämien orientiert.

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supertobs
· bearbeitet von supertobs
vor 25 Minuten von LongtermInvestor:

Wie stellst du dir das Leben ohne geregelten Arbeitsalltag vor?

Das ist die absolute Schlüsselfrage.

 

Vielleicht gehst Du mal in ein Coaching, so ein 12-h Paket. Mir hat das mal zur Orientierung sehr geholfen.


Ich würde schon einen Job nachgehen wollen und etwas täglich gestalten. lernen die positiven Seiten am Job zu genießen, mehr als die negativen einen quälen.

Halte doch noch 3-4 Jahre durch und dann reduziere auf 4 Tage die Woche und dann auf 3.

 

Du kannst es doch gelassen heutezutage angehen: Du KANNST aufhören wenn Du willst, jederzeit. MUSST aber nicht. Das ist doch mal was.

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LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor
vor 2 Stunden von Utah:

Der Sicherheitsbaustein von 200–250k ist wahrscheinlich eher komfortabel gewählt. Mir geht es dabei aber auch darum, in einem schlechten Börsenumfeld nicht direkt Aktien verkaufen zu müssen. Vermutlich würden 150–200k rechnerisch auch ausreichen.

 

Eine Aktienquote unter 80 % sehe ich ebenfalls kritisch

Das ist relativ, mit einer Lücke von 17 Jahren bis zur Rentenzahlung, hast Du ohne Inflationsanpassung und Berücksichtigung von Steuer und Krankenkassenbeiträge rd. 55k pro Jahr Entnahmebedarf, also schon rd. 900k Nettokapitalbedarf - komfortabel würde ich da eher 10-Jahresbudgets sehen und mit Kindern persönlich noch konservativer eher Richtung Gesamtlücke aus sicheren Bausteinen planen.

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Bolanger
vor einer Stunde von supertobs:

Vielleicht gehst Du mal in ein Coaching, so ein 12-h Paket. Mir hat das mal zur Orientierung sehr geholfen.

Was war denn das für ein Coaching?

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Spannende Rechnungen macht ihr hier auf. 

 

Der TO ist sicher nicht über Nacht zu seinem Depot gekommen und hat bereits ein Gefühl dafür, was Risiko bedeutet und wie Aktienanlage funktioniert. Der muss sich dem Thema nicht erst vorsichtig nähern. 

 

Wenn er einen Jahresbedarf von rund 45k berechnet, muss ich auch nicht herkommen und den künstlich auf 55k aufblähen. Eine Reserve von 10 Jahren ist absolut überdimensioniert.

 

Bezüglich der Vorabpauschalen sind Ausschütter in der Entnahmephase von Vorteil. Wenn es sich ausschließlich um Thesaurierer handelt, hast Du im Januar tatsächlich ein kleines Liquiditätsproblem. Ohne Midijob hält die KV die Hand auf. 

 

Die Frage der beruflichen Situation halte ich auch für extrem wichtig. Ob noch ein Job im Finanzbereich denkbar wäre, können wir von außen schwer beurteilen. Ich habe sogar Zweifel, dass es sinnvoll ist. Selbständigkeit wird die Situation KV nicht lösen. Die Idee mit einem Coach finde ich gar nicht schlecht. Die Frage ist nur wie man einen seriösen findet.

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Holgerli
vor einer Stunde von LongtermInvestor:

Das ist relativ, mit einer Lücke von 17 Jahren bis zur Rentenzahlung, hast Du ohne Inflationsanpassung und Berücksichtigung von Steuer und Krankenkassenbeiträge rd. 55k pro Jahr Entnahmebedarf, also schon rd. 900k Nettokapitalbedarf - komfortabel würde ich da eher 10-Jahresbudgets sehen und mit Kindern persönlich noch konservativer eher Richtung Gesamtlücke aus sicheren Bausteinen planen.

Darf ich mal nachfragen, weil ich es glaube ich nicht richtig verstehe: Du willst 900k in Cash/Tagesgeld bzw. nicht in Aktien/ETFs als Rücklage haben? Warum?

Eigentlich ist doch die Idee hinter FIRE, dass das Aktien-/ETF-Portfolio auch in der Entnahmephase mit durchschnittlich 7% p.a. wächst und das eigen wichtigen Baustein darstellt um nicht pleite zu gehen.

Mit 900k in TG oder Cash zu 2 bis 2,5% Zinsen (vor Inflation) bzw. 0 bis -1% nach Inflation ginge ein sehr wichtiger Wachstumsbaustein flöten.

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LongtermInvestor
vor 44 Minuten von Holgerli:

Darf ich mal nachfragen

Na sicher und Deine Frage ist völlig berechtigt, wenn man die reine Renditeoptimierung der Ansparphase im Blick hat. In der Entnahmephase verschieben sich die Prioritäten jedoch von Maximierung hin zu Existenzsicherung, vor

allem wenn weitere Familienmitglieder davon betroffen sind. Ich würde hier jedenfalls ein sehr geringes Risiko anvisieren. Du hast natürlich vollkommen recht, man muss sich das mit Blick auf Ausgaben vs. Vermögen auch leisten können. 

 

1. Die durchschnittlichen 7 % nützen mir nichts, wenn der Markt genau in den ersten 5 Jahren meiner Entnahmephase um 40 % einbricht. Wenn ich dann gezwungen bin, Anteile im Tief zu verkaufen. Wenn die ersten

Jahre gut laufen kann der sichere Baustein reduziert werden bzw. reduziert sich schon von selbst.

 

2. Ich sehe hier kein totes Cash, sondern eine Sicherheitsbrücke. Die sicheren Bausteine (oder ein 10-Jahresbudget) können z.B. Festgeldleiter, Geldmarktfonds oder kurzlaufende Anleihen sein.

 

3. Gerade mit Kindern und einer langen Lücke von 17 Jahren bis zur Rente erhöht Sicherheit die Resilienz des Plans. Es geht nicht darum, den maximalen Gewinn einzufahren, sondern das Risiko eines Scheiterns sehr stark zu reduzieren. Das mag sehr individuell sein, was die persönliche Einschätzung und Situation angeht.

 

 

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Utah
· bearbeitet von Utah

Vorab noch: Ich finde den Austausch hier gerade wirklich hilfreich, weil sehr unterschiedliche Sichtweisen zusammenkommen. Genau das war auch mein Ziel: nicht eine einzige richtige Antwort zu bekommen, sondern meine Überlegungen an verschiedenen Ansätzen, Erfahrungen und Risikoneigungen zu spiegeln.

 

Danke euch, da sind viele gute Punkte dabei.

 

Nur zur Einordnung: Mein eigener Gedanke lag nie bei einer sehr hohen Cash-/Tagesgeldquote, sondern eher bei einem Sicherheitsbaustein von grob 150k bis maximal 250k. Der Rest soll grundsätzlich investiert bleiben, überwiegend in global gestreuten Aktien-ETF. Das entspräche je nach genauer Höhe des Sicherheitsbausteins ungefähr einer Aktienquote von rund 80–88 % bezogen auf das liquide Vermögen.

 

Der Zielkorridor von etwa 200k Sicherheitsbaustein und dem Rest in Aktien-ETF wäre auch relativ leicht umsetzbar, da die aktuelle Depot-/Tagesgeldstruktur nicht weit davon entfernt ist beziehungsweise ohne große Umschichtungen dorthin gebracht werden könnte.

 

Mit Aktienmarktschwankungen habe ich grundsätzlich Erfahrung, da ich seit Mitte der 90er investiert bin. Mir ist also bewusst, dass eine Aktienquote von 80 % plus nicht nur auf dem Papier schwankt, sondern sich in echten Krisen auch unangenehm anfühlen kann. Genau deshalb geht es mir beim Sicherheitsbaustein weniger um Renditeoptimierung, sondern eher um Handlungsfähigkeit und Ruhe in der Übergangsphase.

 

Die eigentliche Frage ist für mich wahrscheinlich weniger „reicht das Depot auf den Euro genau?“, sondern eher: Welches Arbeits- und Lebensmodell passt überhaupt noch zu mir, und wie viel Sicherheit brauche ich für diesen Übergang?

 

Wichtig ist mir auch: Ich möchte nicht einfach aussteigen, um nichts mehr zu machen. Im Gegenteil, irgendeine Form von Struktur, Aufgabe und sinnvoller Tätigkeit wäre mir wichtig. Es geht mir nicht ums Faulenzen, sondern darum, aus der aktuellen Schiene herauszukommen. Mehrere Versuche innerhalb beziehungsweise nahe an der bisherigen Branche haben keine echte Entlastung gebracht.

 

Das Vermögen sehe ich daher eher als Sicherheitsnetz und Übergangspuffer. Ich möchte wissen, wie weit ich im Worst Case käme, falls die Neuorientierung länger dauert oder ich nicht sofort etwas Passendes finde. Ziel wäre aber weiterhin eine neue, passendere Tätigkeit — gerne kleiner, stressärmer, eventuell Teilzeit, Midijob, Selbständigkeit, ein Mix daraus oder auch eine andere Branche/Rolle.

 

Den Punkt freiwillige GKV/Vorabpauschale/Kapitalerträge nehme ich als echte Hausaufgabe mit. Das muss ich konkret rechnen, auch abhängig davon, wem welche Depotanteile gehören und ob beziehungsweise was künftig über Beschäftigung sozialversicherungspflichtig läuft. Das spricht aus meiner Sicht auch eher für einen kleinen Job oder Teilzeit als gegen jede Erwerbstätigkeit.

 

Beim Sicherheitsbaustein bin ich noch nicht festgelegt. 150–200k würden vermutlich rechnerisch reichen, 200–250k wären eher der psychologisch ruhigere Startpunkt. Mir ist bewusst, dass zu viel Tagesgeld/Geldmarkt Rendite kostet. Umgekehrt möchte ich in den ersten Jahren nach einem Wechsel nicht bei jedem Marktrückgang nervös werden.

 

Kinder-/Ausbildungskosten sind über separate Töpfe bereits recht gut vorbereitet und sollen nicht aus dem normalen Entnahmevermögen bestritten werden.

 

Scheidung/Trennung ist natürlich nicht der Plan, aber als Worst-Case-Stresstest ist der Hinweis berechtigt. Genauso wie die Frage, was bei dauerhaft scheiternder beruflicher Neuorientierung passiert. Das gehört in die Plan-B-Rechnung.

 

Ich nehme daraus für mich mit: weniger an der letzten Prozentzahl Aktienquote feilen, sondern sauberer rechnen bei KV, Rentenphase, Plan B, Ausgabenflexibilität und vor allem beim beruflichen Zielbild.

vor 1 Stunde von Bolanger:

Was war denn das für ein Coaching?

Das würde mich auch interessieren?

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Holgerli
vor 4 Minuten von LongtermInvestor:

1. Die durchschnittlichen 7 % nützen mir nichts, wenn der Markt genau in den ersten 5 Jahren meiner Entnahmephase um 40 % einbricht. Wenn ich dann gezwungen bin, Anteile im Tief zu verkaufen. Wenn die ersten

Jahre gut laufen kann der sichere Baustein reduziert werden bzw. reduziert sich schon von selbst.

Ja, verständlich. Da bin ich komplett bei Dir. Was ich aber trotzdem nicht verstehe sind die 900k Sicherheitsbrücke. Der O-Poster geht von 50k bis 60k Lücke aus. 900k wären wären bei 60k 15 Jahre mit 50k 18 Jahre. 

Wenn ich das Forum richtig quer gelesen habe (man korrigiere mich, wenn ich falsch liegen sollte), dann ist die allg. Forenmeinung, dass i.d.R. 5 Jahre (Near) Cash genug sind. Das wären bei 60k dann 300k.

Vermutlich, sollte es möglich sein ohne größere Einschränkungen die Lücke auf 40K zu verringern. Also wäre mein Vorschlag: Wenn wirklich ein so großes Sicherheitsbedürfnis da sein sollte (das weiss nur O-Poster selber): auf max. 400k (Near) Cash gehen und man hat 10 Jahre überbrückt. 

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chirlu
vor 8 Stunden von Utah:

Aktuell netto monatlich:

* ich: ca. 3.800 €

* Frau inkl. Kindergeld: ca. 1.500 €

* Familienbudget: ca. 5.300 €

Ohne mein Einkommen läge die Lücke grob bei 3.800 € monatlich.

 

Dabei ist nicht berücksichtigt, dass durch das niedrigere Gesamteinkommen die Steuer sinkt. Das Netto wird also höher.

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Holgerli

Weil sich die beiden Post (Uthas und meiner) zeitlich überschnitten haben: Ein übergroßes Sicherheitsbedürfnis scheint wohl nicht vorzuliegen. Deswegen sind wohl auch 400k (Near) Cash schon zu viel.

200k mit einer durch Ersparnis auf 40k verkleinerten Lücke (im Falle eines Crashes) wären dann solide 5 Jahre. Dazu würde ich bedenken, dass zwar der Aktienmarkt einbricht aber immer noch Dividenden reinkommen. Bei 1 Mio in ETFs und 3% Dividenden-Rendite reden wir von 30.000 Euro p.a.

Lass dass im Crash auch um 50% fallen. Dann sind das immer noch 15.000 Euro p.a. Rechnet man die mit ein ist eine 40k Lücke selbst im Crash real nur 25k groß. Und so kommt man mit 200k dann 8 Jahre weit.

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LongtermInvestor
vor 7 Minuten von Holgerli:

Was ich aber trotzdem nicht verstehe sind die 900k Sicherheitsbrücke.

 

vor 8 Minuten von Holgerli:

allg. Forenmeinung, dass i.d.R. 5 Jahre (Near) Cash genug sind.

Der o.g. Wert ist eine sehr konservative Zahl, die nicht in Stein gemeißelt ist und sehr individuell. Der Opener meint mit 3-5 Jahren schon sehr konservativ zu sein, dass halte ich für falsch.

 

Mit Anfang 50 und abhängigen Familienmitgliedern wäre ich sehr konservativ. Die von Dir genannten 10-Jahre wären ein guter Mittelweg. 
 

Es fehlen noch zentrale Angaben zur etwaigen Lücken zur Rentenphase, um

überhaupt ein rundes Bild zu haben.

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Barqu
6 hours ago, Holgerli said:

Dazu würde ich bedenken, dass zwar der Aktienmarkt einbricht aber immer noch Dividenden reinkommen. Bei 1 Mio in ETFs und 3% Dividenden-Rendite reden wir von 30.000 Euro p.a.

Lass dass im Crash auch um 50% fallen. Dann sind das immer noch 15.000 Euro p.a. Rechnet man die mit ein ist eine 40k Lücke selbst im Crash real nur 25k groß. Und so kommt man mit 200k dann 8 Jahre weit.

Und wenn man sich einen thesaurierenden Dividenden-ETF nimmt und sich 8% ausschüttet, sind bei 1 Mio und 50% Rückgang sogar die vollen 40k € gedeckt und man braucht gar nichts entnehmen.

Und da 8% die Naturkonstante der langfristigen jährlichen Rendite ist, passt das sogar haargenau. 

 

(Könnte Spuren von Ironie enthalten.)

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supertobs

Das Coaching nannte sich „Resilienz Caoching für Führungskräfte“, eine Psychologin. Über die HR als Hilfe zum Quo Vadis als ich zwischen mehreren Positonen stand. Ich habe die nicht selber ausgewählt, sondern sie hat so einen Vertrag mit unserer Firma. eigene Auswahl ist sicher schwer.

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