bestox 7. Juli · bearbeitet 7. Juli von bestox Hallo liebe WPF-Kollegen, ich möchte hier einmal meine aktuelle finanzielle Situation darstellen und freue mich über kritisches Feedback zur Gesamtstrategie. Persönliches Alter: Ende 30 Familienstatus: verpartnert, Darstellung nur meiner eigenen Vermögenswerte Berufl. Situation: Angestellter, zusätzlich kleinere selbstständige Nebentätigkeiten Einkommen: 120.000 - 140.000 EUR Bruttoeinkommen aus Anstellung, dazu kleinere selbstständige Nebentätigkeiten Sparrate: hoher vierstelliger Betrag pro Monat Ziel: Vermögensvermehrung; Altersvorsorge; mehr Unabhängigkeit vom Erwerbseinkommen. Strategie Mein Ansatz ist bewusst einfach gehalten: ein weltweit gestreuter thesaurierender Aktien-ETF als Kern, dazu eine kleinere Satellitenposition, ein größerer sicherer Baustein aus Cash bzw. kurzlaufenden Staatsanleihen, etwas physisches Gold sowie eine kleine Krypto-Beimischung. Von Einzelaktien, Unternehmensanleihen und komplexeren Produkten halte ich mich derzeit bewusst fern. Mir ist Einfachheit wichtig. Der zweite große Baustein neben dem Wertpapierdepot ist Immobilien-Direktbesitz. In diesem Bereich fühle ich mich wohl, verstehe die Objekte und deren Bewirtschaftung besser als viele andere Anlageklassen, und die vermieteten Objekte tragen sich aktuell selbst. Liquides Vermögen / Wertpapierdepot Tagesgeld Bestand: ca. 70.000 EUR | Verzinsung: ca. 1,8 % p.a. Das Tagesgeld ist aus meiner Sicht zu hoch. Ein Teil ist Reserve, ein Teil liegt aber auch daran, dass ich mich aktuell schwertue, zu den derzeitigen Marktständen stärker in den Aktienmarkt zu investieren. Aktien-ETFs Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (thesaurierend) | Wert: ca. 235.000–240.000 EUR | Performance: deutlich im Plus Hang Seng Tech ETF | Wert: ca. 20.000 EUR | Performance: leicht bis moderat im Plus Summe Aktien-ETFs: ca. 255.000–260.000 EUR Der Vanguard All-World ist klar der Kern des Aktienportfolios. Der Hang Seng Tech ist eine bewusst kleinere Beimischung und eher als Satellit zu sehen. Anleihen / sichere Anlagen Kurzlaufende DE Staatsanleihe / Bundeswertpapiere - verlängere ich alle paar Monate: ca. 225.000 EUR Dieser Baustein dient als risikoarmer Teil des Portfolios und als Alternative zu Tagesgeld. Unternehmensanleihen meide ich bewusst, weil ich diese Asset-Klasse nicht ganz verstehe und das Portfolio einfach halten möchte. Gold Physisches Gold: ca. 25.000 EUR Gold sehe ich als kleine Beimischung und Absicherung, nicht als Renditetreiber. Krypto Bitcoin und Ethereum: zusammen ca. 15.000–20.000 EUR Krypto ist bewusst nur eine kleine Beimischung. Langfristig halte ich Bitcoin und Ethereum noch für die interessantesten Positionen im Kryptobereich, bin mir aber bewusst, dass das spekulativ bleibt. Summe liquides Vermögen: ca. 590.000 EUR Immobilien Ich halte mehrere Immobilien in sehr guter städtischer Lage. Selbstgenutzte Immobilie: Wert ca. 200.000 EUR | abbezahlt, eigengenutzt Vermietete Wohnungen: Mehrere Einheiten in unterschiedlichen Stadtteilen, Gesamtwert ca. 1,0 Mio. EUR | Restschulden: ca. 550.000 EUR | Zinsen: langfristig fixiert, überwiegend zwischen ca. 1,3 % und 2,1 % | Cashflow: in Summe ca. 900 EUR/Monat positiv vor Steuer Lager: Zwei kleinere vermietete Einheiten, abbezahlt | Gesamtwert: ca. 60.000 EUR | Cashflow: zusammen ca. 200–250 EUR/Monat positiv vor Steuer Zusammenfassung Immobilien: Immobilienwert gesamt: ca. 1,3 Mio. EUR Immobilienschulden gesamt: ca. 550.000 EUR Netto-Immobilienvermögen: ca. 750.000 EUR Cashflow vor Steuer: ca. 1.150 EUR/Monat positiv Die Immobilienquote ist hoch, allerdings sind die Finanzierungen langfristig fixiert und die Objekte liefern derzeit positiven Cashflow. Es waren Sanierungsarbeiten für die Immobilien erforderlich - damit waren in den vergangenen Jahren bzw sind auch in Zukunft positive Steuereffekte verbunden. Gesamtübersicht Liquides Vermögen (Wertpapiere, Anleihen, Tagesgeld, Gold, Krypto): ca. 590.000 EUR Immobilien netto (nach Schulden): ca. 750.000 EUR Gesamtvermögen netto: ca. 1,3–1,4 Mio. EUR Aktuelle Gedanken Zu viel Cash / sichere Anlagen: Ich halte aus meiner Sicht zu viel Tagesgeld und sichere Anleihen. Rational wäre vermutlich, laufend weiter den Vanguard All-World zu besparen. Emotional fällt mir das bei den aktuellen Marktständen schwer. Mir ist bewusst, dass Market Timing selten gut funktioniert. Hoher Immobilienanteil: Die Immobilienquote ist hoch. Andererseits verstehe ich diesen Bereich gut, die Objekte liegen gut, die Kredite sind langfristig günstig fixiert und die Cashflows sind positiv. Möglicher Kauf einer weiteren selbstgenutzten Immobilie: Es steht eventuell der Kauf einer weiteren Immobilie zur Eigennutzung im Raum, gemeinsam mit meiner Partnerin. Kaufpreis grob ca. 400.000 EUR, Finanzierung geplant. Meine Eigenkapitalbelastung läge voraussichtlich im mittleren fünfstelligen Bereich. Das rechtfertigt aber nur einen Teil des aktuellen Cashbestands. Ich möchte die künftige selbst-genutzte Immobilie bewusst wieder fremd-finanzieren: einerseits weil meine Partnerin und ich bewusst 50:50 aufteilen möchten, andererseits bekommt man bei Immobilienkauf eben Fremdfinanzierung. Ich denke auch dass die Inflation künftig weiter im aktuellen Bereich bleiben wird (also nicht mehr so niedrig wie früher).. Weitere Anlageimmobilien: Grundsätzlich könnte ich mir weitere Immobilien zur Anlage vorstellen, weil ich diesen Bereich am besten verstehe. Gleichzeitig ist die Immobilienquote bereits sehr hoch, weshalb ich unsicher bin, ob das aus Portfoliosicht noch sinnvoll ist. Aktienquote erhöhen: Die naheliegende Lösung wäre vermutlich, den Aktienanteil über den Vanguard All-World weiter auszubauen und Cash bzw. sichere Anleihen langsam zu reduzieren. Die Frage ist, ob ich das konsequent per Sparplan, gestaffelt oder gar nicht tun sollte. Fragen an euch: Ist die Gesamtallokation aus eurer Sicht zu immobilienlastig? Sollte ich trotz hoher Marktstände konsequenter in den Vanguard All-World investieren? Ist der hohe Anteil an Tagesgeld und kurzlaufenden Staatsanleihen vertretbar? Würdet ihr weitere Anlageimmobilien überhaupt noch in Betracht ziehen oder eher die liquiden Wertpapiere ausbauen? Ist die kleine Krypto-Beimischung in dieser Größenordnung sinnvoll oder eher unnötige Komplexität? Ich freue mich über ehrliches Feedback, gerne auch kritisch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rubberduck 7. Juli · bearbeitet 7. Juli von Rubberduck vor 39 Minuten von bestox: Zusammenfassung Immobilien: Immobilienwert gesamt: ca. 1,3 Mio. EUR Immobilienschulden gesamt: ca. 550.000 EUR Netto-Immobilienvermögen: ca. 750.000 EUR Cashflow vor Steuer: ca. 1.150 EUR/Monat positiv Die Immobilienquote ist hoch, allerdings sind die Finanzierungen langfristig fixiert und die Objekte liefern derzeit positiven Cashflow. Es waren Sanierungsarbeiten für die Immobilien erforderlich - damit waren in den vergangenen Jahren bzw sind auch in Zukunft positive Steuereffekte verbunden. Auch wenn ich die selbstgenutzte Immobilie rausrechne, ist der Cashflow nicht so dolle. Von dem Ergebnis nach Steuern schreibst Du nichts. Ich mag Cashflow. Viele ""Youtuber""/""Influencer"" nicht. Die sagen, man kann auch zuschießen, wenn es nach Steuern passt. Also wie sieht es denn da aus? Und es gilt natürlich Lage, Lage, Lage. Wo denn so ungefähr? vor 39 Minuten von bestox: Möglicher Kauf einer weiteren selbstgenutzten Immobilie: Es steht eventuell der Kauf einer weiteren Immobilie zur Eigennutzung im Raum, gemeinsam mit meiner Partnerin. Kaufpreis grob ca. 400.000 EUR, Finanzierung geplant. Meine Eigenkapitalbelastung läge voraussichtlich im mittleren fünfstelligen Bereich. Das rechtfertigt aber nur einen Teil des aktuellen Cashbestands. Ich möchte die künftige selbst-genutzte Immobilie bewusst wieder fremd-finanzieren: einerseits weil meine Partnerin und ich bewusst 50:50 aufteilen möchten, andererseits bekommt man bei Immobilienkauf eben Fremdfinanzierung. Ich denke auch dass die Inflation künftig weiter im aktuellen Bereich bleiben wird (also nicht mehr so niedrig wie früher). Ihr werdet die sogar zwingend gesamtschuldnerisch finanzieren müssen. Macht die Bank gar nicht anders mit. Das würde ich nur machen, wenn es diejenige welche ist. Egal ob man heiratet oder nicht. Ansonsten kann man sich ja noch ein gegenseitiges Vorkaufsrecht reinschreiben lassen. Die aktuellen Bauzinsen sind Dir bekannt? Ich habe jetzt 3,65% effektiv bekommen. Da muss man schon rechnen, ob sich der Kredit lohnt. Ich habe meine vermietete ETW behalten. Aber das ist jetzt ein Nullsummenspiel. Wird hoffentlich wieder besser. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker 7. Juli · bearbeitet 7. Juli von Schwachzocker vor 1 Stunde von bestox: ...Ich freue mich über ehrliches Feedback, gerne auch kritisch. Du scheinst ein klassischer aktiver Anleger zu sein, der beurteilt, wann etwas teuer ist und wann billig, der sich mit seinen Anlagen wohl fühlt oder auch nicht, der Beimischungen in homöopathischer Größenordnung benötigt und dem schließlich Einfachheit wichtig ist. Wenn es einfach wäre, hättest Du aber keine Fragen. Generell würde ich Verbindlichkeiten mit einer Verzinsung von bis zu 2,1% kritisch sehen, wenn gleichzeitig ein nicht unerhebliches Guthaben und kurzlaufende Staatsanleihen geringer oder ähnlich verzinst herumliegt. Eine eventuell Tilgung bedeutet hier 2,1% Rendite völlig risiko- und steuerfrei. Mit Abstrichen gilt das vielleicht auch für die anderen niedriger verzinsten Schulden. Dabei ist immer zu bedenken, dass eine Tilgung steuerfreie Rendite bedeutet, während die Zinsen, die man erhält steuerpflichtig sind. vor 1 Stunde von bestox: Ist die Gesamtallokation aus eurer Sicht zu immobilienlastig? Vermutlich ja, weil diese schlicht ein gewisses Klumpenrisiko darstellen. Deinen Ausführungen entnehme ich auch, dass sich diese in derselben Stadt befinden. Zitat Sollte ich trotz hoher Marktstände konsequenter in den Vanguard All-World investieren? Ob Du das tun solltest hängt von Deiner persönlich Risikotragfähigkeit und -toleranz ab. Von bestimmten Marktständen sollte es nicht abhängen. Im Gegensatz zum Immobilienmarkt ist der weltweite Aktienmarkt sehr informationseffizient. Nachrichten, Annahmen, Erwartungen werden von den Anlegern in die Kurse eingepreist. Du weißt es nicht besser. Sonst würdest Du nicht fragen. vor 1 Stunde von bestox: Ist der hohe Anteil an Tagesgeld und kurzlaufenden Staatsanleihen vertretbar? Nein, nicht wenn man Schulen hat. Zitat Würdet ihr weitere Anlageimmobilien überhaupt noch in Betracht ziehen oder eher die liquiden Wertpapiere ausbauen? Ich würde Schulen tilgen. Immobilienhandel ist ein Beruf, den ich nicht beherrsche. Wenn Du es kannst, dann mache es. Aber zahle nicht 2,1% Zinsen und erhalte 1,8%. Das ist, glaube ich, nicht so professionell. Zitat Ist die kleine Krypto-Beimischung in dieser Größenordnung sinnvoll oder eher unnötige Komplexität? Ich verstehe schon nicht, wozu Beimischungen überhaupt sinnvoll sind. In einem Portfolio sollte jede Position eine Funktion, einen Sinn haben. Wenn Du den Sinn selbst nicht kennst, dann gibt es wohl keinen Sinn. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ein_johannes 7. Juli · bearbeitet 7. Juli von ein_johannes vor 2 Stunden von bestox: Ist die Gesamtallokation aus eurer Sicht zu immobilienlastig? Da wir hier im Wertpapierforum sind werden die meisten wohl mit "ja" antworten. In einem Immobilienforum würdest du eher "nein, warum überhaupt so ein großes ETF-Portfolio" zu hören bekommen. Du musst dich damit wohlfühlen; ich bin hier wohl Exot mit ca. 80% AA in Immobilien - und überlege eher noch auszubauen, der Markt ist derzeit voller Gelegenheiten. Zitat Sollte ich trotz hoher Marktstände konsequenter in den Vanguard All-World investieren? Die Statistik sagt klar - der günstigste Zeitpunkt zum Einstieg ist jetzt. Ggf. kann man ja nach festem Plan stückeln, etwa jeden Monat 1/12, wenn das psychisch hilft. Zitat Ist der hohe Anteil an Tagesgeld und kurzlaufenden Staatsanleihen vertretbar? Wäre mir persönlich mit ca. 40% im Wertpapieranteil viel zu groß. Aber wenn morgen der große Crash kommt war es goldrichtig... Wenn du so fragst, dann fühlst du dich ja scheinbar selbst nicht ganz wohl damit und statistisch kostet das natürlich schon wirklich einiges an Rendite. Zitat Würdet ihr weitere Anlageimmobilien überhaupt noch in Betracht ziehen oder eher die liquiden Wertpapiere ausbauen? Klar, warum nicht. Du hast derart viel freie Grundschuld, da sollte sich eine Bank finden die 110% finanziert (abgesichert durch eine Grundschuld auf eine Bestandsimmobilie). Vorausgesetzt du verstehst deinen Markt, die Objekte, fühlst dich damit wohl und die Immobilien rechnen sich halbwegs sehe ich keinen Grund welcher dagegen spricht weiter zuzukaufen, gerade wenn es eigenkapitalschonend geht. Zitat Ist die kleine Krypto-Beimischung in dieser Größenordnung sinnvoll oder eher unnötige Komplexität? Ist schon eher der Bereich "Spielgeld", bei einer so volatilen Anlageklasse aber verständlich. Gerade, wenn man kein 100%tiger Krypto-Fan ist. Man will dabei sein, aber der Schmerz soll nicht so groß sein wenns schiefgeht. Mach ich genauso Letztlich musst du dir selbst überlegen, ob du dich mit dem Klumpenrisiko "Immobilien in Stadt X" wohlfühlst. Diese Entscheidung kannst du dir dann gerne im Wertpapier- bzw. Immobilienforum bestätigen lassen. Per se sehe ich nichts, was an 1/4 Staatsanleihen, 1/4 WeltETF und 1/2 Immobilien in "sehr guten städtischen Lagen" falsch sein sollte. Ist halt nicht die 08/15-Vermögensverteilung von Max Mustermann. Die wäre entweder 95% eigengenutzte Immobilie/5% Cash, 95% Wertpapiere (70/30 ?)/5% Cash oder einfach 100% Cash auf Tages- und Festgeld. Klingt alles auch nicht ausgewogener Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Upanddown26 7. Juli · bearbeitet 7. Juli von Upanddown26 vor 4 Stunden von bestox: Liquides Vermögen / Wertpapierdepot Tagesgeld Bestand: ca. 70.000 EUR | Verzinsung: ca. 1,8 % p.a. Das Tagesgeld ist aus meiner Sicht zu hoch. Ein Teil ist Reserve, ein Teil liegt aber auch daran, dass ich mich aktuell schwertue, zu den derzeitigen Marktständen stärker in den Aktienmarkt zu investieren. Auch wenn es nur ein kleiner Baustein ist: Beim Tagesgeld gibt es aktuell deutlich mehr als 1,8% p.a. zu holen. Chase aktuell mit 4% p.a. für 4 Monate (und danach 2% p,a., also auch noch mehr als du aktuell hast) Oder wenn man nicht ständig wechseln möchte (was ich durchaus verstehen kann) z.B. die Volkswagen Bank mit 3,1% p.a. für 6 Monate Mit eID sind die Konten in 5min eröffnet, dafür lohnt sich die Mehrrendite nach Steuern doch auf jeden Fall. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Joker_19 7. Juli vor 11 Minuten von Upanddown26: Beim Tagesgeld gibt es aktuell deutlich mehr als 1,8% p.a. zu holen. Scalable Capital 2,5 % dauerhaft. Bei 70.000 EUR macht das immerhin 490 EUR pro Jahr aus. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker 7. Juli Bei "Schulden tilgen" gibt es 2,1% steuerfrei und ohne jedes Risiko. Und man muss überhaupt nichts eröffnen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
xyz01 8. Juli vor 7 Stunden von Schwachzocker: Bei "Schulden tilgen" gibt es 2,1% steuerfrei und ohne jedes Risiko. Und man muss überhaupt nichts eröffnen. Aber Die Zinsen können zumindest ja bei Vermietung steuerlich geltend gemacht werden.. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
bestox 8. Juli vor 14 Stunden von Rubberduck: Auch wenn ich die selbstgenutzte Immobilie rausrechne, ist der Cashflow nicht so dolle. Von dem Ergebnis nach Steuern schreibst Du nichts. Ich mag Cashflow. Viele ""Youtuber""/""Influencer"" nicht. Die sagen, man kann auch zuschießen, wenn es nach Steuern passt. Also wie sieht es denn da aus? Und es gilt natürlich Lage, Lage, Lage. Wo denn so ungefähr? Ihr werdet die sogar zwingend gesamtschuldnerisch finanzieren müssen. Macht die Bank gar nicht anders mit. Das würde ich nur machen, wenn es diejenige welche ist. Egal ob man heiratet oder nicht. Ansonsten kann man sich ja noch ein gegenseitiges Vorkaufsrecht reinschreiben lassen. Die aktuellen Bauzinsen sind Dir bekannt? Ich habe jetzt 3,65% effektiv bekommen. Da muss man schon rechnen, ob sich der Kredit lohnt. Ich habe meine vermietete ETW behalten. Aber das ist jetzt ein Nullsummenspiel. Wird hoffentlich wieder besser. Danke für dein Feedback! Den Punkt mit dem Cashflow verstehe ich. Rein auf den Immobilienwert bezogen ist der laufende Cashflow natürlich nicht spektakulär. Meine Sicht ist aber das Gesamtpaket aus Lagequalität, langfristiger Fixfinanzierung, positivem laufenden Cashflow, Tilgung durch die Mieter und steuerlichen Effekten. Um ein besseres Gefühl zu geben: Die Cash-on-Cash-Renditen der vermieteten Einheiten liegen grob bei ca. 9 %, 7,7 %, 6,7 % sowie bei den kleineren Einheiten bei ca. 5 % bzw. 4,5 %, jeweils vor Steuer. Über die vermieteten Einheiten hinweg komme ich grob auf rund 6,5–7 % Cash-on-Cash-Rendite vor Steuer. Nach Steuer ist es nicht ganz sauber als fixer Monatswert darstellbar, weil AfA, Schuldzinsen, Sanierungs-/Instandhaltungsaufwendungen und zeitliche Effekte eine Rolle spielen. Laufenden Zuschussbedarf habe ich aber nicht. Durch Sanierungen der letzten Jahre gab bzw. gibt es zusätzlich steuerliche Effekte. Zur Lage: es handelt sich aber um gute bis sehr gute A-Lagen in einer wirtschaftlich starken und sehr großen Stadt bzw. einem wirtschaftlich starken Ballungsraum. Also keine spekulative Randlage. Zu den Bauzinsen: Ja, die aktuellen Zinsen sind eine andere Welt als meine Bestandsfinanzierungen. Genau deshalb sind die alten Fixfinanzierungen aus meiner Sicht wertvoll. Der gewichtete Durchschnittszins der drei größeren Kredite liegt bei rund 1,55 % p.a., langfristig fixiert. Eine neue Eigennutzer-Immobilie müsste natürlich zu aktuellen Konditionen gerechnet werden. Das wäre für mich aber eher eine Frage von Lebensplanung, 50:50-Aufteilung mit meiner Partnerin und Liquiditätssteuerung, und keine Renditeentscheidung. Den Hinweis zur gesamtschuldnerischen Haftung und zum Vorkaufsrecht nehme ich auf jeden Fall mit. Das sollte man rechtlich sauber regeln. vor 13 Stunden von Schwachzocker: Du scheinst ein klassischer aktiver Anleger zu sein, der beurteilt, wann etwas teuer ist und wann billig, der sich mit seinen Anlagen wohl fühlt oder auch nicht, der Beimischungen in homöopathischer Größenordnung benötigt und dem schließlich Einfachheit wichtig ist. Wenn es einfach wäre, hättest Du aber keine Fragen. Generell würde ich Verbindlichkeiten mit einer Verzinsung von bis zu 2,1% kritisch sehen, wenn gleichzeitig ein nicht unerhebliches Guthaben und kurzlaufende Staatsanleihen geringer oder ähnlich verzinst herumliegt. Eine eventuell Tilgung bedeutet hier 2,1% Rendite völlig risiko- und steuerfrei. Mit Abstrichen gilt das vielleicht auch für die anderen niedriger verzinsten Schulden. Dabei ist immer zu bedenken, dass eine Tilgung steuerfreie Rendite bedeutet, während die Zinsen, die man erhält steuerpflichtig sind. Vermutlich ja, weil diese schlicht ein gewisses Klumpenrisiko darstellen. Deinen Ausführungen entnehme ich auch, dass sich diese in derselben Stadt befinden. Ob Du das tun solltest hängt von Deiner persönlich Risikotragfähigkeit und -toleranz ab. Von bestimmten Marktständen sollte es nicht abhängen. Im Gegensatz zum Immobilienmarkt ist der weltweite Aktienmarkt sehr informationseffizient. Nachrichten, Annahmen, Erwartungen werden von den Anlegern in die Kurse eingepreist. Du weißt es nicht besser. Sonst würdest Du nicht fragen. Nein, nicht wenn man Schulen hat. Ich würde Schulen tilgen. Immobilienhandel ist ein Beruf, den ich nicht beherrsche. Wenn Du es kannst, dann mache es. Aber zahle nicht 2,1% Zinsen und erhalte 1,8%. Das ist, glaube ich, nicht so professionell. Ich verstehe schon nicht, wozu Beimischungen überhaupt sinnvoll sind. In einem Portfolio sollte jede Position eine Funktion, einen Sinn haben. Wenn Du den Sinn selbst nicht kennst, dann gibt es wohl keinen Sinn. Danke für die kritische Einordnung, genau dafür habe ich den Thread aufgemacht. Den Gedanken „Tilgung = sichere Rendite“ verstehe ich grundsätzlich. Bei den vermieteten Immobilien sehe ich es aber etwas differenzierter. Die drei größeren Kredite haben zusammen rund 550.000 EUR Restschuld. Der gewichtete Durchschnittszins liegt bei ca. 1,55 % p.a., langfristig fixiert. Zusätzlich sind die Schuldzinsen bei den vermieteten Objekten steuerlich abzugsfähig bzw. steuerlich relevant. Die wirtschaftliche Belastung nach Steuer liegt daher unter dem reinen Nominalzins. Deshalb sehe ich diese Schulden nicht wie Konsumschulden oder teure private Schulden, sondern eher als produktive Verschuldung auf vermietete Sachwerte. Solange die Objekte gut vermietbar bleiben, positiven Cashflow liefern und die Finanzierung langfristig fixiert ist, hat diese Verschuldung für mich auch eine Inflationsschutz-Komponente: Die Schuld bleibt nominal fix, während Mieten, Einkommen und Sachwerte langfristig eher nominal steigen sollten. Das funktioniert natürlich nur, wenn das freie Kapital nicht dauerhaft unverzinst bzw. schlecht verzinst herumliegt. Genau da liegt aus meiner Sicht mein eigentliches Problem: nicht unbedingt bei der bestehenden Verschuldung, sondern bei der zu hohen Cash-/Anleihequote bzw. der fehlenden konsequenten Umsetzung beim Investieren. Beim Klumpenrisiko gebe ich dir recht. Die Immobilienquote ist hoch, und die Objekte liegen regional konzentriert. Das ist der valide Gegenpunkt. Abgemildert wird es aus meiner Sicht durch die guten bis sehr guten Lagen in einer wirtschaftlich starken sehr großen Stadt, aber eliminieren kann man das Risiko natürlich nicht. Krypto sehe ich übrigens nicht als tragende Säule des Portfolios, sondern eher als kleine Beimischung bzw. Spielgeld. Streng funktional betrachtet könnte man das sicher auch weglassen. vor 12 Stunden von ein_johannes: Da wir hier im Wertpapierforum sind werden die meisten wohl mit "ja" antworten. In einem Immobilienforum würdest du eher "nein, warum überhaupt so ein großes ETF-Portfolio" zu hören bekommen. Du musst dich damit wohlfühlen; ich bin hier wohl Exot mit ca. 80% AA in Immobilien - und überlege eher noch auszubauen, der Markt ist derzeit voller Gelegenheiten. Die Statistik sagt klar - der günstigste Zeitpunkt zum Einstieg ist jetzt. Ggf. kann man ja nach festem Plan stückeln, etwa jeden Monat 1/12, wenn das psychisch hilft. Wäre mir persönlich mit ca. 40% im Wertpapieranteil viel zu groß. Aber wenn morgen der große Crash kommt war es goldrichtig... Wenn du so fragst, dann fühlst du dich ja scheinbar selbst nicht ganz wohl damit und statistisch kostet das natürlich schon wirklich einiges an Rendite. Klar, warum nicht. Du hast derart viel freie Grundschuld, da sollte sich eine Bank finden die 110% finanziert (abgesichert durch eine Grundschuld auf eine Bestandsimmobilie). Vorausgesetzt du verstehst deinen Markt, die Objekte, fühlst dich damit wohl und die Immobilien rechnen sich halbwegs sehe ich keinen Grund welcher dagegen spricht weiter zuzukaufen, gerade wenn es eigenkapitalschonend geht. Ist schon eher der Bereich "Spielgeld", bei einer so volatilen Anlageklasse aber verständlich. Gerade, wenn man kein 100%tiger Krypto-Fan ist. Man will dabei sein, aber der Schmerz soll nicht so groß sein wenns schiefgeht. Mach ich genauso Letztlich musst du dir selbst überlegen, ob du dich mit dem Klumpenrisiko "Immobilien in Stadt X" wohlfühlst. Diese Entscheidung kannst du dir dann gerne im Wertpapier- bzw. Immobilienforum bestätigen lassen. Per se sehe ich nichts, was an 1/4 Staatsanleihen, 1/4 WeltETF und 1/2 Immobilien in "sehr guten städtischen Lagen" falsch sein sollte. Ist halt nicht die 08/15-Vermögensverteilung von Max Mustermann. Die wäre entweder 95% eigengenutzte Immobilie/5% Cash, 95% Wertpapiere (70/30 ?)/5% Cash oder einfach 100% Cash auf Tages- und Festgeld. Klingt alles auch nicht ausgewogener Danke, das ist eine sehr ausgewogene Sicht. Der Punkt, dass die Antwort stark vom Forum abhängt, in dem man fragt, trifft es wohl ziemlich gut. Im Wertpapierforum wirkt die Immobilienquote naturgemäß hoch, in einem Immobilienforum würde man vermutlich eher fragen, warum überhaupt so viel in ETFs, Cash und Staatsanleihen liegt. Deine grobe Einordnung mit etwa 1/4 Staatsanleihen, 1/4 Welt-ETF und 1/2 Immobilien beschreibt mein Portfolio tatsächlich recht gut. Es ist keine klassische All-World-Lösung, aber für mich bisher nachvollziehbar. Weitere Immobilien würde ich nur machen, wenn das Objekt wirklich passt und möglichst eigenkapitalschonend finanzierbar ist. Die Bestandsobjekte funktionieren auch deshalb gut, weil die Finanzierungen sehr günstig und langfristig fixiert sind. Zu aktuellen Zinsen muss ein neues Objekt natürlich deutlich kritischer gerechnet werden. Wegen der ohnehin hohen Immobilienquote müsste ein weiterer Kauf schon klar überzeugen. vor 10 Stunden von Joker_19: Scalable Capital 2,5 % dauerhaft. Bei 70.000 EUR macht das immerhin 490 EUR pro Jahr aus. vor 10 Stunden von Upanddown26: Auch wenn es nur ein kleiner Baustein ist: Beim Tagesgeld gibt es aktuell deutlich mehr als 1,8% p.a. zu holen. Chase aktuell mit 4% p.a. für 4 Monate (und danach 2% p,a., also auch noch mehr als du aktuell hast) Oder wenn man nicht ständig wechseln möchte (was ich durchaus verstehen kann) z.B. die Volkswagen Bank mit 3,1% p.a. für 6 Monate Mit eID sind die Konten in 5min eröffnet, dafür lohnt sich die Mehrrendite nach Steuern doch auf jeden Fall. Danke euch beiden für die konkreten Hinweise. Ich werde das kurzfristig optimieren. Bei 70.000 EUR macht auch ein scheinbar kleiner Zinsunterschied nach Steuer noch einen relevanten Betrag aus. Strategisch ist für mich aber die größere Frage, welcher Teil davon wirklich Reserve bzw. für den möglichen Eigennutzungskauf vorgesehen ist und welcher Teil eigentlich investiert werden sollte. vor 1 Stunde von xyz01: Aber Die Zinsen können zumindest ja bei Vermietung steuerlich geltend gemacht werden.. Genau, das ist für mich der entscheidende Punkt. Bei vermieteten Immobilien sind die Schuldzinsen steuerlich relevant bzw. grundsätzlich abzugsfähig. Die Tilgung natürlich nicht, aber die Zinsen mindern die steuerpflichtigen Einkünfte aus Vermietung. Deshalb ist der Vergleich „2,1 % Schuldzins vs. 1,8 % Tagesgeld“ aus meiner Sicht nur teilweise richtig. Man muss nach Steuer vergleichen: Zinserträge aus Tagesgeld bzw. Anleihen sind steuerpflichtig, Schuldzinsen bei Vermietung wirken dagegen steuermindernd. Zusätzlich kommt bei langfristig fixierten Krediten der Inflationseffekt dazu. Ich will damit nicht sagen, dass Tilgung nie sinnvoll ist. Aber sehr günstig und langfristig fix verzinste Immobilienkredite auf gut vermietbare Objekte sehe ich nicht als Schulden, die ich zwingend möglichst schnell abbauen muss. Wichtiger ist für mich, dass das nicht getilgte Kapital dann auch sinnvoll investiert wird. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wuppi 8. Juli vor 7 Minuten von bestox: Strategisch ist für mich aber die größere Frage, welcher Teil davon wirklich Reserve bzw. für den möglichen Eigennutzungskauf vorgesehen ist und welcher Teil eigentlich investiert werden sollte. DAS ist vermutlich deine wichtigste Frage hier im Thread und die wird schwer für andere zu beantworten sein. Du weißt selber, Immobilie zur Eigennutzung ist keine wirtschaftliche attraktive Investition und meist die "schlechteste" Form der Geldanlage. Da spielen Lebensqualität, Emotionen etc. die Hauptrolle. Deshalb wirst aber nur du entscheiden können wie du bzw. ihr zusammen vorgehen wollt. Natürlich kann hier jeder seine eigene Meinung teilen aber ob dir das was bringt? Für die einen sind Immobilien in der Verwaltung bzw. der Rendite zu viel Aufwand im vergleich zur Aktienanlage und andere wiederum brauchen etwas "greifbareres" und ggf. "planbareres" und fühlen sich deshalb mit Immobilien und Mieteinnahmen wohler. Wenn dich andere Meinungen interessieren: Mir wäre eine weitere Immobilie bzw. das "zurückhalten" von so viel Cash für den möglichen Kauf einer weiteren Immobilie zu viel. Liegt aber auch daran das ich eher der Typ Anleger bin: Eigenheim + Aktien + Cash (Notgroschen/Investitionsreserve) Kurzum: Ist die Gesamtallokation aus eurer Sicht zu immobilienlastig? Für mich wäre deine aktuelle Allokation das maximum der Gefühle. Aber das ist eine sehr subjektive und objektiv nicht begründbare Aussage. Mir würde Eigenheim + bisschen Cash als Resever + Rest Aktien reichen. Sollte ich trotz hoher Marktstände konsequenter in den Vanguard All-World investieren? Das ist halt klassisches Market-Timing. Wenn es dir aktuell zu "teuer" ist geh gestaffelt rein z.B. pro Monat 10k. Hier wirst du nie die richtige Entscheidung treffen können - die Frage ist was dich mehr ärgert. Verpasste Rendite im Nachhinein vs. Drawdown direkt nach Investition. Ist der hohe Anteil an Tagesgeld und kurzlaufenden Staatsanleihen vertretbar? Vertretbar ist alles und je nach Anlegertyp auch absolut im Rahmen. Du fährst ja keine 80%+ Cashreserve. Mir persönlich wäre er zu hoch aber wenn es dir 1) mehr Sicherheit gibt für die Zukunft Cash zur Neuanlage in eine Immobilie zu haben und 2) du die geringere Volatilität genießt ist doch alles fein. Das du dadurch Rendite verpasst ist dir ja ebenfalls bewusst. Würdet ihr weitere Anlageimmobilien überhaupt noch in Betracht ziehen oder eher die liquiden Wertpapiere ausbauen? Siehe oben. Ich würde eher den Aktien-Anteil ausbauen aber du solltest nicht auf meine Meinung hören denn du hast deine eigene. Ist die kleine Krypto-Beimischung in dieser Größenordnung sinnvoll oder eher unnötige Komplexität? Unnötig. Frage dich: WARUM hast du Krypto in deinem Depot. Welche Aufgabe bzw. Beitrag steuer er zu? Rendite? Diversifikation? Cashflow? Ich persönlich halte Krypto für eine unberechenbare Wette die keinen realen Gegenwert liefert = ergo, nix für mich. Und in der Größenordnung sowieso nicht. Da ärgerst du dich eher wenn die 15.000EUR um 50% fallen als das du dich freust, wenn sie um 50% steigen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 8. Juli vor 16 Stunden von bestox: Kaufpreis grob ca. 400.000 EUR, Finanzierung geplant Verstehe dort die Finanzierung nicht ganz. Zinsen kannst du nicht absetzen bei Eigennutzung. Würde relativ wenig Kredit/keinen aufnehmen und eher Anleihen/TG abbauen. Ansonsten können wir nicht einschätzen, was für Liquiditäts-Reserven du für die Immos/Selbstständigkeit brauchst. Für einen Mieter wäre es zu viel Liquidität, zumal das Vermögen in Relation zum Einkommen (Humankapital) noch gering ist. Das verzeiht Fehler ohnehin. Sehe wenig Probleme. Desweiteren sehe ich ausschließlich kurzfristige Staaats-Anleihen kritisch für die lange Frist. Das bringt bei deren Duration im Vergleich zum Tagesgeld doch kaum Effizienzvorteile bei der Diversifikation (Portfoliotheorie). Immerhin sind die Zinsen beim Bund nicht mehr unbedingt niedriger als Tagesgeld. Hoffe das war opportunistisch und nicht schon lange so investiert als die Bunds Renditen unter TG lagen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
franko 8. Juli vor einer Stunde von bestox: Deshalb ist der Vergleich „2,1 % Schuldzins vs. 1,8 % Tagesgeld“ aus meiner Sicht nur teilweise richtig. Man muss nach Steuer vergleichen: Zinserträge aus Tagesgeld bzw. Anleihen sind steuerpflichtig, Schuldzinsen bei Vermietung wirken dagegen steuermindernd. Ich würde da grob etwa so rechnen (ohne Kirchensteuer): Für 1,8 % Tagesgeldzinsen zahlst du 26,375 % Kapitalertragsteuer, bleiben 1,32525 % nach Steuern. Verwendest du das Geld dagegen zur Tilgung, dann reduziert das die 2,1 % Schuldzinsen und ergibt entsprechend höhere Vermietungseinkünfte, die dem tariflichen Steuersatz unterliegen. Bei z.B. 42 % Grenzsteuersatz wären das 1,218 % nach Steuern. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rubberduck 8. Juli vor einer Stunde von franko: Ich würde da grob etwa so rechnen (ohne Kirchensteuer): Für 1,8 % Tagesgeldzinsen zahlst du 26,375 % Kapitalertragsteuer, bleiben 1,32525 % nach Steuern. Verwendest du das Geld dagegen zur Tilgung, dann reduziert das die 2,1 % Schuldzinsen und ergibt entsprechend höhere Vermietungseinkünfte, die dem tariflichen Steuersatz unterliegen. Bei z.B. 42 % Grenzsteuersatz wären das 1,218 % nach Steuern. Und das ist natürlich Quatsch… Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
1+1=10 8. Juli Ich komme aus einer sehr ähnlichen Situation wie du, siehe hier. Im Gegensatz zu dir bin ich jedoch dabei, die Immoquote immer weiter zu reduzieren und habe die letzten Jahre einige verkauft, daher aktuelle AA Am 17.6.2026 um 09:59 von 1+1=10: Risikoarm (Summe: 227.346€) - 119.649€ Geldmarktfonds DWS ESG Money Market (wird monatlich bespart) - 107.697€ Xtrackers II Germany Government Bond 0-1 Mitteleres Risiko - vermietete Immobilien, Marktwert geschätzt zwischen 600.000€ und 900.000€ Risikoreich (Summe: 851.533€) - 322.122€ Invesco FTSE All-World Acc - 147.662€ iShares Core EM IMI Acc (wird monatlich bespart) - 150.653€ Vanguard FTSE All-World Dist - 161.096€ Vanguard FTSE All-World Acc (wird monatlich bespart) - 70.000€ in etwa Bitcoin Zu deiner "hohen" Immoquote: Ich persönlich habe keine Lust mehr auf den Hick-Hack mit Mietern und habe eine eher pessimistische Sicht auf Vermieterrechte/-belastungen und Regulierungen. ABER du schreibst von gute Lagen, positiven Cashflows, langfristig günstige Zinsen, kein Refinanzierungsproblem und Erfahrung im Immobilienbereich - also würde ich sagen, dass das für dich gut passt. Auch die Investition mit deiner Partnerin in eine neue Immobilie hört sich nicht ganz falsch an, auch wenn ich persönlich aus o.g. Gründen Immobilien für zunehmend unattraktiv halte. Wie du schon selbst geschrieben hast würde ich an deiner Stelle definitiv überlegen, ob du den risikoarmen Baustein (~20% vom Gesamtvermögen) nicht etwas in den risikoreichen Baustein umschichtest, Größere Rücklagen für die Immobilien scheinst du die nächsten Jahre nicht zu benötigen. Wobei du das aufgrund deiner hohen Sparrate das auch einfach über Neuinvestitionen verschieben kannst, also alles nur noch in Aktien-ETF. Dann sparst du dir den Aufwand und die Gebühren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
bestox 8. Juli vor 7 Stunden von Wuppi: DAS ist vermutlich deine wichtigste Frage hier im Thread … welcher Teil davon wirklich Reserve … und welcher Teil eigentlich investiert werden sollte. Danke, du triffst den Kern. Die eigentliche Aufgabe ist, den Cash-Topf sauber zu zerlegen: ein definierter Betrag als EK für die mögliche Eigennutzung, ein Notgroschen, und der Rest ist eigentlich Investitionskapital – genau diese Trennung habe ich bisher nicht konsequent gezogen. Zur Frage der Reserven: Die selbstständige Nebentätigkeit ist bei mir kein kapitalintensives Unternehmertum, sondern im Wesentlichen Fachexpertentätigkeit - dafür brauche ich keine eigene Liquiditätsreserve. Das Zusatzeinkommen liegt typischerweise grob bei 10k brutto p.a., in einzelnen Jahren auch höher. Für die Asset Allocation behandle ich es daher als zusätzlichen Einkommensbaustein, nicht als eigenes unternehmerisches Risiko. vor 8 Stunden von Wuppi: Wenn es dir aktuell zu "teuer" ist geh gestaffelt rein z.B. pro Monat 10k. Hier wirst du nie die richtige Entscheidung treffen können - die Frage ist was dich mehr ärgert. Verpasste Rendite im Nachhinein vs. Drawdown direkt nach Investition. Zu deiner Market-Timing-Frage – ein Punkt, der mich psychologisch stark bremst: Der All-World ist in den letzten 12 Monaten grob um die 25 % gestiegen, und auch 2024 (~+25 %) und 2023 (~+18 %) waren sehr starke Jahre. Nach so einem Lauf fällt es mir schwer, größere Beträge nachzuschießen. Mir ist rational bewusst, dass das kein gutes Market-Timing-Argument ist: Ein breit gestreuter Aktien-ETF steht langfristig regelmäßig nahe an Höchstständen, und starke Jahre können von weiteren starken Jahren gefolgt werden. Trotzdem fühlt es sich emotional falsch an, jetzt aus den Bundesanleihen in den All-World umzuschichten. Vermutlich ist genau deshalb ein fester Plan sinnvoller als eine Bauchentscheidung: einen Betrag X als echte Reserve definieren und den überschüssigen Teil über maximal 6–12 Monate automatisiert in den All-World investieren – mit festem Endtermin. Dann lautet die Frage nicht mehr, ob ich „am Hoch“ kaufe, sondern nur noch, ob ich meine Zielallokation endlich umsetze. Die Eigennutzer-Immobilie sehe ich wie du: keine Renditeentscheidung, sondern Lebensplanung. Meine Partnerin möchte im Eigentum leben, und das ist mir diese Entscheidung wert. Beim Krypto-Punkt hast du recht: streng funktional ist die Position verzichtbar. Ich führe sie als bewusst gedeckeltes Spielgeld. vor 6 Stunden von oktavian: Zinsen kannst du nicht absetzen bei Eigennutzung. Würde relativ wenig Kredit/keinen aufnehmen und eher Anleihen/TG abbauen. Berechtigter Einwand, steuerlich ist die Finanzierung bei Eigennutzung natürlich nicht attraktiv – das ist mir bewusst. Der Grund ist ein anderer: Wir kaufen bewusst 50:50, und ein gemeinsamer Kredit ist der sauberste Weg, diese Aufteilung auch in der Finanzierung abzubilden. Zudem möchte ich meine Liquidität nicht vollständig in ein eigengenutztes Objekt binden. vor 6 Stunden von oktavian: Hoffe das war opportunistisch und nicht schon lange so investiert als die Bunds Renditen unter TG lagen. Zu den Kurzläufern: fairer Punkt. Das war ursprünglich als opportunistisches Parken gedacht, läuft aber inzwischen seit gut 1–2 Jahren als Dauerlösung. Genau da liegt mein Problem: Das Weiterrollen des größeren Bundesanleihe-Blocks ist zur Ausrede geworden, nicht zu investieren. vor 6 Stunden von franko: Für 1,8 % Tagesgeldzinsen zahlst du 26,375 % Kapitalertragsteuer, bleiben 1,32525 % nach Steuern. Verwendest du das Geld dagegen zur Tilgung, dann reduziert das die 2,1 % Schuldzinsen und ergibt entsprechend höhere Vermietungseinkünfte, die dem tariflichen Steuersatz unterliegen. Bei z.B. 42 % Grenzsteuersatz wären das 1,218 % nach Steuern. Danke für die Rechnung. Die exakten Zahlen hängen vom persönlichen Grenzsteuersatz ab, aber die Richtung passt zu meiner Einschätzung: Zwischen Tilgen und Parken liegt nach Steuer kein großer Unterschied. Der eigentliche Hebel ist bei mir nicht Tilgen vs. Tagesgeld, sondern ob das Kapital überhaupt produktiv wird – sprich: in den Aktien-ETF kommt. Ein Aspekt den du nicht erwähnt hast: Schulden sind der einzig mögliche Inflationsschutz (neben inflation-indizierten Anleihen - wovon hier im WPF aber immer eher abgeraten wird) vor 5 Stunden von 1+1=10: Wie du schon selbst geschrieben hast würde ich an deiner Stelle definitiv überlegen, ob du den risikoarmen Baustein (~20% vom Gesamtvermögen) nicht etwas in den risikoreichen Baustein umschichtest Danke für den Link – ich habe deinen Thread komplett gelesen, und er ist fast das Spiegelbild meiner Situation: Du baust die Immoquote ab und schichtest in ETFs um, ich halte meine Bestandsobjekte und überlege eher zuzukaufen. Drei Dinge aus deinem Thread lassen sich direkt auf meinen übertragen: Erstens die Einmalanlage-Diskussion: Der Rat dort, bei schlechtem Bauchgefühl nicht zu stückeln, sondern die risikoarme Quote bewusst festzulegen, trifft mich unmittelbar. Mein Weiterrollen der Kurzläufer seit 1–2 Jahren ist faktisch endloses Staffeln ohne Endtermin – vermutlich jedenfalls keine gute Lösung. Zweitens deine 70:30-Debatte: Bei dir ist der Schwenk Richtung Kapitalerhalt nachvollziehbar, du hast deine Zahl erreicht. Bei mir (Ende 30, langer Horizont, dazu positive Immo-Cashflows als laufender Puffer) spricht eigentlich noch mehr für eine höhere risikoreiche Quote als in deinem Fall. Drittens dein Vorschlag mit den Neuinvestitionen: Das würde heissen: Sparrate ab sofort vollständig in den All-World, dazu die Umschichtung der überschüssigen Anleihen nach festem Plan – Tranchen über maximal 6–12 Monate mit definiertem Endtermin, damit aus dem Weiterrollen kein weiteres Jahr wird. Reserve für das Eigennutzungs-EK und Notgroschen bleiben separat definiert. Deine pessimistische Sicht auf Vermieterrisiken verstehe ich, bewerte sie für meine Objekte (Lagen, Fixzinsen) aber anders – wohl wissend, dass genau das mein Klumpenrisiko bleibt. Zwischenfazit für mich Mein Fazit aus dem Thread: Das Problem liegt weniger bei den Bestandsimmobilien oder den günstigen Altkrediten, sondern beim unentschlossenen Cash-/Anleihemanagement. Konkret heißt das für mich: Reserve für mögliche Eigennutzung und Notgroschen klar definieren Tagesgeld-Konditionen optimieren Sparrate am besten vollständig in den All-World (ich weiss noch nicht ob ich das bei den aktuell hohen Kursen schaffe) überschüssige Bundesanleihen nicht endlos weiterrollen, sondern in Tranchen über maximal 6–12 Monate mit festem Endtermin in den All-World umschichten (siehe oben, aktuell extreme Bewertungen..) Bestandsimmobilien halten, keine beschleunigte Tilgung als Priorität weitere Anlageimmobilien bei wirklich guten Objekten Krypto bleibt gedeckeltes Spielgeld Die mögliche Eigennutzungsimmobilie ist für mich keine Kapitalanlage, sondern Lebensplanung. Gemeinsame Finanzierung deshalb, weil wir bewusst 50:50 kaufen und finanzieren möchten. 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oktavian 8. Juli vor einer Stunde von bestox: Sparrate am besten vollständig in den All-World (ich weiss noch nicht ob ich das bei den aktuell hohen Kursen schaffe) Automatisiere Sparplan. Bedenken beim Depot wegen der Steuer auf Vorabpauschale Cash auf dem Verrechnungskonto zu haben im Januar. Also nicht ganz set&forget, aber fast. Denke auf die Sicht von Jahrzehnten und lass es laufen. Draw-downs sind egal, da du das Geld nicht brauchst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wuppi 8. Juli vor 2 Stunden von bestox: Zu deiner Market-Timing-Frage – ein Punkt, der mich psychologisch stark bremst: Der All-World ist in den letzten 12 Monaten grob um die 25 % gestiegen, und auch 2024 (~+25 %) und 2023 (~+18 %) waren sehr starke Jahre. Nach so einem Lauf fällt es mir schwer, größere Beträge nachzuschießen. Mir ist rational bewusst, dass das kein gutes Market-Timing-Argument ist: Ein breit gestreuter Aktien-ETF steht langfristig regelmäßig nahe an Höchstständen, und starke Jahre können von weiteren starken Jahren gefolgt werden. Ich bin bei dir was die Emotionalität angeht, deswegen zitiere ich hier immer wieder gerne Keynes: "Markets can remain irrational longer than you can remain solvent." Deshalb, automatisiere deinen Sparplan und versuch das Thema zu vergessen. Du wirst dich sonst immer wieder ärgern, zweifeln, freuen und überschwänglich werden. Überlasse das Thema nicht deinen Emotionen sondern der Rationalität. Ich habe das ebenfalls oftmals selber erfahren und mich erst daran "gewöhnt" wenn ich es so rational wie möglich angehe und niemandem "die Schuld" zuweisen kann. Es läuft wie es läuft. Hoch, Runter, Seitwärts. Du bist dabei. Einsteigen und Abfahrt Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag