Peter82 vor 5 Stunden Hallo, ich würde gerne Geld per Sparplan in ETF für mich (43) und meine Kinder (0-4) anlegen. Ich habe schon ETF angespart, diese habe hier und dort beim lesen aufgeschnappt, aktuell aber noch keine nennenswerten Beträge. Ich möchte das jetzt aber etwas strukturierter angehen. Der Anlagehorizont für die Kinder und mich dürfte vergleichbar sein, ich denke um die 15-25 Jahre. Risikoaffinität: mittel Ich bin bereits Eigentümer einer Eigentumswohnung und schuldenfrei. In den nächsten Jahren kann ich Liquidität generieren die ich im Alter (Rente) nutzen möchte. Zusätzlich werde ich im Alter (sehr geringe) Mieteinnahmen erzielen. Aktuell habe ich Geld in Sparbriefen, ETF (Dax und Euroraum) für mich und entsprechende Sparpläne für die Kinder angelegt. Es erscheint mir aktuell aber sinnvoller, globaler zu investieren (Risikostreuung). Tagesgfeld/Sparbriefe für Immobilienrenovierungen/-modernisierungen wollte ich separat zurücklegen, sofern mittelfristig absehbar. Haltet Ihr folgende Sparpläne für mich und meine Kinder für sinnvoll? Quote: Produkt -> meine Erwägungen 60%: iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc) -> breite Streuung und Renditepotential 10%: iShares Core MSCI Europe (Acc) -> Das Gefühl zu haben in Europa zu investieren, vielleicht nicht rational, daher ein kleiner Teil für die Psychologie ("Wenn Europa denn Bach runtergeht ist habe ich eh andere Probleme") 15%: XTR.II EUR OV.RATE SW. 1C -> Anteil für mein Sicherheitsgefühl oder kurzfristigeren Geldbedarf 15%: I.EB.R.GO.GE.0-1Y UE EOD -> Anteil für mein Sicherheitsgefühl oder kurzfristigeren Geldbedarf Warum gleiche Aufteilung für Kinder und für mich? Mein Gedanke ist, dass der Anlagehorizont der gleiche ist. Der Zeitraum in dem ich in Rente gehen werde, ist möglicherweise der gleiche Zeitraum wo die Kinder vielleicht Geld für Wohneigentum benötigen könnten. Außerdem, wenn ein Produkt (der Kinder) den Bach runter gehen sollte, dann habe ich ein weniger schlechtes Gewissen, wenn ich zumindest auf das gleiche Pferd gesetzt habe (Psychologie). Passt das halbwegs oder habe ich grobe Schnitzer in meinen Überlegungen? Bin ich mit den Geldmarktfonds zu defensiv aufgestellt? Überlegung: Wer sagt, dass Aktien in der Zukunft so gut performen wie in der Vergangenheit? Viele Grüße Peter Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar vor 5 Stunden · bearbeitet vor 5 Stunden von satgar vor 16 Minuten von Peter82: Der Anlagehorizont für die Kinder und mich dürfte vergleichbar sein, ich denke um die 15-25 Jahre. vor 16 Minuten von Peter82: Warum gleiche Aufteilung für Kinder und für mich? Mein Gedanke ist, dass der Anlagehorizont der gleiche ist. Der Zeitraum in dem ich in Rente gehen werde, ist möglicherweise der gleiche Zeitraum wo die Kinder vielleicht Geld für Wohneigentum benötigen könnten. Ist dem wirklich so? Und nehmen wir nur mal dich selbst: du verkaufst zu Rentenbeginn ja gar nicht alles, sondern verlebst es schrittweise. Dein Anlagehorizont ist weit länger, als du ahnst. Hat jemand mit 60 nur noch einen Horizont von 5 Jahren? Weit gefehlt! Bei deinen Kindern ohnehin. Ob die dann wirklich mal was kaufen oder nicht, kannst du heute noch gar nicht wissen. Deren Horizont liegt dabei noch weit weit länger. Einfach laufen lassen und die Kinder entscheiden lassen, wenn es soweit ist. Du solltest dir die aktuelle Finanztest 08/2026 besorgen. Dort werden nicht nur Kinderdepots beleuchtet, sondern auch die wichtige Frage geklärt, ob man Geldanlage sofort auf den Namen der Kinder machen sollte, oder es lieber auf die Eltern laufen lässt. Beides hat Vor- und Nachteile. Dort kannst du mehr dazu lesen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter82 vor 5 Stunden vor 6 Minuten von satgar: Ist dem wirklich so? Und nehmen wir nur mal dich selbst: du verkaufst zu Rentenbeginn ja gar nicht alles, sondern verlebst es schrittweise. Dein Anlagehorizont ist weit länger, als du ahnst. Hat jemand mit 60 nur noch einen Horizont von 5 Jahren? Weit gefehlt! Bei deinen Kindern ohnehin. Ob die dann wirklich mal was kaufen oder nicht, kannst du heute noch gar nicht wissen. Deren Horizont liegt dabei noch weit weit länger. Einfach laufen lassen und die Kinder entscheiden lassen, wenn es soweit ist. Ich hätte noch mehr "möglicherweise" und "könnte" einbauen können. Natürlich kennen wir den Anlagehorizont nicht. Ich habe nur versucht ihn halbwegs per Glaskugel einzuordnen. Ich arbeite seit ich 17 J. bin ununterbrochen (erst Ausbildung dann Beruf), habe also entsprechend in die Rentenkasse eingezahlt und bekomme eine Betriebsrente. Ich denke, dass ich möglicherweise einen Großteil meine Ersparnisse in den ersten 10 J. der Rennte aufbrauchen könnte. Das hängt mit meinem (zu erwartenden) Lebensstil zusammen, im hohen Alter macht man nicht mehr die Dinge, die man als rüstiger Rentner macht (z.B. größere Reisen). Und im höheren Alter sollten, dann Wohneigentum, gesetzliche Rente und Betriebsrente (hoffentlich) auch weitgehend ausreichen. Was die Kinder angeht, da ist natürlich alles offen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar vor 5 Stunden · bearbeitet vor 5 Stunden von satgar vor 5 Minuten von Peter82: Ich hätte noch mehr "möglicherweise" und "könnte" einbauen können. Natürlich kennen wir den Anlagehorizont nicht. Ich habe nur versucht ihn halbwegs per Glaskugel einzuordnen. Ich arbeite seit ich 17 J. bin ununterbrochen (erst Ausbildung dann Beruf), habe also entsprechend in die Rentenkasse eingezahlt und bekomme eine Betriebsrente. Ich denke, dass ich möglicherweise einen Großteil meine Ersparnisse in den ersten 10 J. der Rennte aufbrauchen könnte. Das hängt mit meinem (zu erwartenden) Lebensstil zusammen, im hohen Alter macht man nicht mehr die Dinge, die man als rüstiger Rentner macht (z.B. größere Reisen). Und im höheren Alter sollten, dann Wohneigentum, gesetzliche Rente und Betriebsrente (hoffentlich) auch weitgehend ausreichen. Was die Kinder angeht, da ist natürlich alles offen. Ist mir alles schon klar. Aber das hat halt Auswirkungen auf die Asset Allocation, wenn Leute zu vorsichtig beim Anlagehorizont sind. So werden mir die meisten Mitforisten wahrscheinlich zustimmen, dass Kinder problemlos 100% in Aktien gehen können. Die brauchen keine Anleihen und kein Geldmarkt. Für dich selbst, kann das eben anders aussehen, je nachdem, welche genaue Vorgabe du zu deinem Anlagehorizont machst. Und deswegen wies ich so genau darauf hin. Es ist eben ein gewaltiger Unterschied, ob man in 15 Jahren zum Stichtag alles verkaufen will, oder ab "25 Jahre"....über die nächsten 20 weiteren Jahre, alles schrittweise verkauft, um davon zu leben. Denn beim letzten Fall legt man vom ersten Anteil heute, bis zum gedanklich letzten ETF Anteil in 45 Jahren, eben 45 Jahre an, und nicht nur 15...oder 25... Und wenn du ohnehin mit Betriebsrente, GRV und schuldenfreier Immobilie vergleichsweise konservativ aufgestellt bist, könntest auch du problemlos 100% Aktien nutzen. Zum Thema Aktien generell: Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter82 vor 4 Stunden vor 38 Minuten von satgar: Ist mir alles schon klar. Aber das hat halt Auswirkungen auf die Asset Allocation, wenn Leute zu vorsichtig beim Anlagehorizont sind. So werden mir die meisten Mitforisten wahrscheinlich zustimmen, dass Kinder problemlos 100% in Aktien gehen können. Die brauchen keine Anleihen und kein Geldmarkt. Danke für die Anregungen! Vermutlich hast Du Recht. Gedanklich habe ich immer im Hinterkopf, dass man nur einen Teil seines Kapitals in Aktien investieren sollte. Gerade bei den Kindern spielt auch die Psychologie mit, nicht mit dem Geld der Kinder "zocken" zu wollen. Rational kann ich die Argumente aber nachvollziehen. Würde es vielleicht bei den Kindern folgendermaßen aufteilen: 85%: iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc) 15%: iShares Core MSCI Europe (Acc) und für mich: 70%: iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc) 10%: iShares Core MSCI Europe (Acc) 10%: XTR.II EUR OV.RATE SW. 1C 10%: I.EB.R.GO.GE.0-1Y UE EOD Durch einen langristigen Sparplan minimiere ich ja auch die Risiken für Kursschwankungen. Sind denn die Produkte grundsätzlich in Ordnung oder gibt es bessere Alternativen? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar vor 4 Stunden · bearbeitet vor 4 Stunden von satgar vor 9 Minuten von Peter82: nicht mit dem Geld der Kinder "zocken" zu wollen. An der Börse breit gestreut zu investieren, ist kein Zocken! Das nur nochmal deutlich klargestellt. Du gehst ja nicht all in Bitcoin, oder all in Gamestop Aktien....oder Wirecard, whatever. Das wäre Zocken. Aber die Rendite der Weltwirtschaft über einen Welt-ETF einsammeln, ist keine Zockerei. Und du hast Recht, man sollte nur einen Teil seines Vermögens in Aktien investieren. Aber dabei muss man auch ALLES an Vermögen berücksichtigen. Immobilien, Bargeld, Notgroschen, Geldmarktfonds oder TG und FG, aber auch eigene Rentenansprüche an die GRV oder an eine Betriebsrente. All das ist Vermögen, selbst wenn man es nicht kapitalisieren kann. Und wenn man das alles berücksichtigt, sieht die Aktienquote am eigenen Gesamtvermögen schon ganz anders aus, als wenn man nur aufs Depot schaut und sagt: ja, da lege ich halt an, und da muss ich jetzt nach der Aktienquote gucken. Es wäre deutlich zu kurz gesprungen. Man kann das schon so machen, und auch diese Fonds nehmen. Idealerweise schreibst du immer die ISIN dazu, damit man sich diese nicht mühsam am Namenskürzel raussuchen muss. Derzeit empfiehlt Finanztip, den SPDR StateStreet ACW IMI (IE00B3YLTY66) zu nutzen, weil er am breitesten streut. Ob man ZUSÄTZLICH, so wie du das vor hast, z.B. Europa ergänzt und damit den Europa-Anteil im persönlichen Portfolio übergewichtet, hängt von dir ab, ob du glaubst, dass Europa zukünftig besser laufen wird, als andere Teile der Welt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter82 vor 3 Stunden vor 8 Minuten von satgar: An der Börse breit gestreut zu investieren, ist kein Zocken! Das nur nochmal deutlich klargestellt. Rational gesehen, ist mir das verständlich, daher auch in Anführungszeichen. Aber es fühlt sich psychologisch, für mich, ein bisschen so an. Aber daher gut, dass Du es nochmal so deutlich schreibst. vor 11 Minuten von satgar: Und du hast Recht, man sollte nur einen Teil seines Vermögens in Aktien investieren. Aber dabei muss man auch ALLES an Vermögen berücksichtigen. Immobilien, Bargeld, Notgroschen, Geldmarktfonds oder TG und FG, aber auch eigene Rentenansprüche an die GRV oder an eine Betriebsrente. All das ist Vermögen, selbst wenn man es nicht kapitalisieren kann. Und wenn man das alles berücksichtigt, sieht die Aktienquote am eigenen Gesamtvermögen schon ganz anders aus, als wenn man nur aufs Depot schaut und sagt: ja, da lege ich halt an, und da muss ich jetzt nach der Aktienquote gucken. Es wäre deutlich zu kurz gesprungen. Da hast Du natürlich recht. Aktuell ist der Aktien-Anteil damit bei mir auch sehr gering, wird aber die nächsten Jahre dann aber kontinuierlich ansteigen. vor 18 Minuten von satgar: Man kann das schon so machen, und auch diese Fonds nehmen. Idealerweise schreibst du immer die ISIN dazu, damit man sich diese nicht mühsam am Namenskürzel raussuchen muss. sorry, hier nochmal meine Aufteilung mit ISIN 70%: iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc) IE00B6R52259 10%: iShares Core MSCI Europe (Acc) IE00B4K48X80 10%: XTR.II EUR OV.RATE SW. 1C LU0290358497 10%: I.EB.R.GO.GE.0-1Y UE EOD DE000A0Q4RZ9 vor 20 Minuten von satgar: Derzeit empfiehlt Finanztip, den SPDR StateStreet ACW IMI (IE00B3YLTY66) zu nutzen, weil er am breitesten streut. Ob man ZUSÄTZLICH, so wie du das vor hast, z.B. Europa ergänzt und damit den Europa-Anteil im persönlichen Portfolio übergewichtet, hängt von dir ab, ob du glaubst, dass Europa zukünftig besser laufen wird, als andere Teile der Welt. Über diesen bin ich auch schon gestolpert. Nach meinem Verständnis streut er noch stärker, da er auch kleinere Unternehmen einbezieht. Das überlege ich mir. Danke für die Anregungen! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
west263 vor 3 Stunden · bearbeitet vor 2 Stunden von west263 vor einer Stunde von Peter82: Gerade bei den Kindern spielt auch die Psychologie mit, nicht mit dem Geld der Kinder "zocken" zu wollen. so wie @satgar schon geschrieben hat, es ist bei dir kein zocken und auf lange Sicht erst recht nicht bei deinen Kindern. Bei Christian W. Röhl gibt es eine sehr gute Grafik, die dir rückblickend ganz gut zeigt, dass man sich von kurzfristigen Turbulenzen nicht aus der Ruhe bringen lassen darf. Man sieht aber auch, welche Chancen sich immer wieder bieten, wenn man dann mutig ist. Von daher mein Rat, lass den Europa ETF weg, den brauchst Du einfach nicht. Die Welt in einem ETF ist so viel einfacher und auch entspannter. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich vor 2 Stunden vor 1 Stunde von Peter82: Ich bin bereits Eigentümer einer Eigentumswohnung und schuldenfrei. In den nächsten Jahren kann ich Liquidität generieren die ich im Alter (Rente) nutzen möchte. Zusätzlich werde ich im Alter (sehr geringe) Mieteinnahmen erzielen. Aktuell habe ich Geld in Sparbriefen, ETF (Dax und Euroraum) für mich und entsprechende Sparpläne für die Kinder angelegt. Es erscheint mir aktuell aber sinnvoller, globaler zu investieren (Risikostreuung). Tagesgfeld/Sparbriefe für Immobilienrenovierungen/-modernisierungen wollte ich separat zurücklegen, sofern mittelfristig absehbar. Wenn das Deine finanzielle Situation so richtig und zutreffend beschreibt, dann kann ich @satgar nur zustimmen: vor 43 Minuten von satgar: Und du hast Recht, man sollte nur einen Teil seines Vermögens in Aktien investieren. Aber dabei muss man auch ALLES an Vermögen berücksichtigen. Immobilien, Bargeld, Notgroschen, Geldmarktfonds oder TG und FG, aber auch eigene Rentenansprüche an die GRV oder an eine Betriebsrente. All das ist Vermögen, selbst wenn man es nicht kapitalisieren kann. Und wenn man das alles berücksichtigt, sieht die Aktienquote am eigenen Gesamtvermögen schon ganz anders aus, als wenn man nur aufs Depot schaut. Ob Du den iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc) IE00B6R52259 oder den SPDR StateStreet ACW IMI (IE00B3YLTY66) zum Kern des Depots auswählst, wird im Ergebnis keinen großen Unterschied machen. Ich würde den SPDR nehmen, das ist aber wohl nicht so entscheidend. Wenn Du die Auffassung vieler Forenteilnehmer teilst, daß eine Anlage nach Marktkapitalisierung die beste Lösung sei, weil wir alle nicht besser wissen, wie die Zukunft sich entwickeln wird, dann brauchst Du neben diesem ETF gar keinen weiteren Aktienfonds. Wenn Du (wie ich) der Auffassung bist, daß die Marktkapitalisierung nur zeigt, welche Sektoren, Regionen und Anlagestile im Moment gerade Mode sind, dann kann man andere Aktienfonds dazu ins Depot nehmen. Ob Du dann eher den Anteil Europas verstärken möchtest oder lieber Asien oder generell die Schwellenländer stärker betonen solltest als im ACWI ohnehin abgebildet, das hängt von Deiner eigenen Einschätzung ab. Ich überlege oft, welche Bereiche des Aktienmarkts im jeweiligen Moment einfach "unbeliebt" sind. Als alle (genauer: viele) glaubten, Indien sei der Aktienmarkt der Zukunft (und die Bewertungen daher sehr hoch wurden), mied ich die Anlage in den indischen Markt und nahm statt dessen Südkorea gesondert dazu. Wenn alle schreiben, value sei tot, dann lege ich einen monatlichen Sparplan auf einen value-ETF an. Das sind aber persönliche, individuelle Einschätzungen. Du solltest die Aufteilung Deine Investitionen nicht danach ausrichten, was andere glauben. Wenn Du glaubst, daß der europäische Aktienmarkt sich besser entwickeln wird als andere Märkte, dann spricht nichts gegen einen zusätzlichen Anteil europäischer Aktien. Und bei der Frage, ob Du 20% Deines Kapitals in Geldmarktfonds stecken sollst, wäre meine Antwort zweigeteilt: A. sachlich-objektiv: bloß nicht, so wirfst Du Dein Kapital der Inflation zum Fraß vor B. realistisch: Wenn Du Dich mit nur Aktien im Depot nicht wohl fühlst, dann nimm die Geldmarktfonds dazu. Wichtig ist, daß Du bei den irgendwann sicher kommenden Kursrücksetzern Deine Aktien-ETF nicht verkaufst. Nimm Dir vor, diesen Anteil zum Kauf von Sonderangeboten zu nutzen, wenn es zu drastischen Kursrückgängen kommt. Ich glaube nicht mal, daß Du so ein besseres Ergebnis hättest als bei sofortigem Kauf von Aktien für die volle Summe - aber vielleicht verringert sich dann in Deiner Psyche die Angst vor einem Crash, der Schock des momentanen Kursverlustes. Stell Dich mental darauf ein, daß jeder Kursrückgang eine Kaufchance ist. Viel Erfolg! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter82 vor 2 Stunden @west263 Mir ist durchaus bewusst, welche Renditen Aktien in den letzten Jahrzehnten erzielt haben und das diese Renditen/Kursgewinne konservative Anlagen (weit) überflügelt haben. Den Zusammenhang mit dem Europa ETF habe ich hier aber nicht verstanden zumal in der Grafik auch europäische Ereignisse aufgezeigt werden. Mich verunsichert aktuell noch etwas die USA-Lastigkeit. Die Zeiten ändern sich, die Chinesen holen technologisch auf oder überflügeln "uns". Wie es mit dem KI-Hype weitergeht wissen wir nicht. Ich nutze zwar beruflich und privat viel KI und bin da sehr aufgeschlossen, aber ob sich die Investitionen jemals rentieren bleibt fraglich. Auch Technologie ist immer schnelllebiger. Die Welt ist im Umbruch ... Ich will nicht schwarzmalen, würde aber lieber ein klein wenig Vorsicht walten lassen. vor 12 Minuten von Nachdenklich: B. realistisch: Wenn Du Dich mit nur Aktien im Depot nicht wohl fühlst, dann nimm die Geldmarktfonds dazu. Wichtig ist, daß Du bei den irgendwann sicher kommenden Kursrücksetzern Deine Aktien-ETF nicht verkaufst. Nimm Dir vor, diesen Anteil zum Kauf von Sonderangeboten zu nutzen, wenn es zu drastischen Kursrückgängen kommt. Ich glaube nicht mal, daß Du so ein besseres Ergebnis hättest als bei sofortigem Kauf von Aktien für die volle Summe - aber vielleicht verringert sich dann in Deiner Psyche die Angst vor einem Crash, der Schock des momentanen Kursverlustes. Stell Dich mental darauf ein, daß jeder Kursrückgang eine Kaufchance ist. Danke für Deine Meinung! Den Fehler des schnellen Verkauf werde ich sicher nicht machen. Ich investiere auch nicht zum ersten Mal in Aktien. Vor dem Kauf der Eigentumswohnung hatte ich auch viele Jahre Aktien-ETF besessen, die einige Rückschläge mitgemacht haben. Der Verkauf erfolgte dann in einer Hochphase als sich herauskristallisierte, dass ich bald Eigentum erwerben würde. Ich bin also nicht unerfahren und entsprechend auch gelassen was Kursrückgänge betrifft. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
west263 vor 2 Stunden vor 2 Minuten von Peter82: Den Zusammenhang mit dem Europa ETF habe ich hier aber nicht verstanden zumal in der Grafik auch europäische Ereignisse aufgezeigt werden. zuerst mal, es sind weltweite Ereignisse die sich auch weltweit auf die Börsen auswirken. Das etwas in Europa nur auf Europas Börsen Einfluss hätte, ist schon lange vorbei. Ist z.b. eine Regionalbank in den USA in Bedrängnis, husten die Börsen weltweit. Europa ist in deinem ACWI schon enthalten und von daher ist es absolut nicht notwendig, deinen Europa Anteil noch weiter zu erhöhen. vor 8 Minuten von Peter82: Mich verunsichert aktuell noch etwas die USA-Lastigkeit. so ist es aktuell nun mal halt. Die USA dominieren mit ihren Firmen die Welt. Dem wird man mittlerweile aber auch ein wenig gerecht. Es gibt einen World ETF ex. USA und dem könntest Du dann den S&P500 hinzumischen in der Gewichtung deiner Wahl. Aber all das macht ein Depot aber auch gleich wieder pflegebedürftiger. Von KISS ist das dann weit entfernt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter82 vor 1 Stunde vor 8 Minuten von west263: zuerst mal, es sind weltweite Ereignisse die sich auch weltweit auf die Börsen auswirken. Das etwas in Europa nur auf Europas Börsen Einfluss hätte, ist schon lange vorbei. Ist z.b. eine Regionalbank in den USA in Bedrängnis, husten die Börsen weltweit. Europa ist in deinem ACWI schon enthalten und von daher ist es absolut nicht notwendig, deinen Europa Anteil noch weiter zu erhöhen. so ist es aktuell nun mal halt. Die USA dominieren mit ihren Firmen die Welt. Dem wird man mittlerweile aber auch ein wenig gerecht. Es gibt einen World ETF ex. USA und dem könntest Du dann den S&P500 hinzumischen in der Gewichtung deiner Wahl. Aber all das macht ein Depot aber auch gleich wieder pflegebedürftiger. Von KISS ist das dann weit entfernt. Aktuell mag das so sein. Aber was in 15-25 Jahren ist, wissen wir nicht. Danke für Deine Einschätzung! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein vor 1 Stunde vor 34 Minuten von Peter82: Mich verunsichert aktuell noch etwas die USA-Lastigkeit. Die Zeiten ändern sich, die Chinesen holen technologisch auf oder überflügeln "uns". Wie es mit dem KI-Hype weitergeht wissen wir nicht. Ich nutze zwar beruflich und privat viel KI und bin da sehr aufgeschlossen, aber ob sich die Investitionen jemals rentieren bleibt fraglich. Auch Technologie ist immer schnelllebiger. Die Welt ist im Umbruch ... Ich will nicht schwarzmalen, würde aber lieber ein klein wenig Vorsicht walten lassen. Die genannten Welt-ETFs gewichten die USA genauso, wie es der Markt tut. Wie kommst du zu der Einschätzung, dass du es besser weisst? Weil du dem, was allerorten von einer angeblichen US-Blase (oder Tech-Blase, oder KI-Blase) wiedergekäut wird, Glauben schenkst? Wie kommst du darauf, dass ausgerechnet Europa, auf das du aktiv wetten willst, als Gewinner hervorgehen wird? Sind deine Kinder und du nicht ohnehin schon verstärkt von Europa abhängig, so dass eine zusätzliche Börsenwette darauf absurd erscheinen muss? Ein nach Marktkapitalisierung gewichteter ETF hat doch gerade den Vorteil, dass er sich der Lage anpasst, sowohl in Bezug auf einzelne Unternehmen und Branchen wie auch auf Länder und Ländergruppen. Wenn KI also ein Reinfall wird, werden entsprechende Unternehmen gemäss der Marktlogik abgewertet. Wenn China sich als der grosse Gewinner der nächsten Jahrzehnte herausstellt, wird sein Anteil in einem Welt-ETF wachsen, sofern das dortige Wachstum sich in Aktionärsgewinne umsetzen lässt. Niemand weiss, wie sich ein MSCI ACWI oder FTSE All-World in fünf, zehn oder gar 20 Jahren zusammensetzen wird und welche Befürchtungen und Hoffnungen sich als real oder als gegenstandslos herausgestellt haben werden. Von einer angeblichen US-Blase und vom Aufstieg Chinas war übrigens schon vor zehn Jahren die Rede, und die letzten zehn Jahre ist die US-Blase zur Freude der Aktionäre einfach immer weiter gewachsen, während die durchaus positive wirtschaftliche Entwicklung in China sich insgesamt nur wenig in Börsenerfolge hat übersetzen lassen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
west263 vor 1 Stunde vor 17 Minuten von Peter82: Aktuell mag das so sein. Aber was in 15-25 Jahren ist, wissen wir nicht. ich habe mal google KI bemüht, vor 30 Jahren. Zitat Im Jahr 1995 lag die Gewichtung der USA im MSCI World bei rund 35 bis 40 Prozent, während Japan nach dem Platzen seiner Blase noch einen deutlich größeren Anteil als heute (ca. 15–20 Prozent) ausmachte und der Rest sich auf europäische Industrieländer und Kanada verteilte. [1, 2] Historischer Wandel der Gewichtung USA: Lag Mitte der 1990er-Jahre bei ca. 35 % und ist seither durch den Siegeszug von Tech-Giganten auf über 70 % gestiegen. Japan: War in den späten 1980ern mit bis zu 40 % Spitzenreiter, verlor in den 1990ern jedoch stark an Gewicht. Europa & Andere: Machten 1995 zusammen einen Anteil von gut 40 bis 45 Prozent aus Wenn dir die USA überproportional vertreten sein sollte, dann mach es gleich selber mit ex USA oder direkt mit Equal Weight. Aber einfach nur ein bisschen Europa beimischen, dass wird nicht reichen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein vor 1 Stunde vor 4 Stunden von Peter82: Quote: Produkt -> meine Erwägungen 60%: iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc) -> breite Streuung und Renditepotential 10%: iShares Core MSCI Europe (Acc) -> Das Gefühl zu haben in Europa zu investieren, vielleicht nicht rational, daher ein kleiner Teil für die Psychologie ("Wenn Europa denn Bach runtergeht ist habe ich eh andere Probleme") 15%: XTR.II EUR OV.RATE SW. 1C -> Anteil für mein Sicherheitsgefühl oder kurzfristigeren Geldbedarf 15%: I.EB.R.GO.GE.0-1Y UE EOD -> Anteil für mein Sicherheitsgefühl oder kurzfristigeren Geldbedarf Warum gleiche Aufteilung für Kinder und für mich? Mein Gedanke ist, dass der Anlagehorizont der gleiche ist. Der Zeitraum in dem ich in Rente gehen werde, ist möglicherweise der gleiche Zeitraum wo die Kinder vielleicht Geld für Wohneigentum benötigen könnten. Für kleine Kinder mit langem Anlagehorizont hielte ich eine Anlage in Geldmarkt oder deutsche Staatsanleihen, die wohl bestenfalls einen Inflationsausgleich liefern, nicht für sinnvoll, hier würde ich zu 100% in produktive Assets, also global diversifizierte Aktien, gehen. Keine Empfehlung, nur meine Meinung. Für dich selbst musst du eben wissen, wieviel Liquiditätsbedarf du zu welchen Zeitpunkten haben könntest (Investitionen in die Immobilie, Ausbildung der Kinder, Lebensunterhalt als Privatier,...) und wieviel du auf absehbare Zeit (sagen wir, die nächsten 10 oder 15 Jahre) nicht benötigst. Ausserdem musst du herausfinden, wieviel Risiko in Form von Volatilität du psychologisch ertragen kannst und möchstest; es nützt nichts, wenn du beim nächsten Rückgang um 20% oder 40% in Panik alles verkaufst. Mir erscheint 70/30 (risikoreich/risikoarm) eher konservativ, aber nur du kannst dies entscheiden. Mir wären die Opportunitätskosten zu hoch, weswegen ich meine Liquidität auf einen sehr kleinen Portfolioanteil begrenzt habe. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter82 vor 1 Stunde vor 5 Minuten von Rotenstein: Die genannten Welt-ETFs gewichten die USA genauso, wie es der Markt tut. Wie kommst du zu der Einschätzung, dass du es besser weisst? Weil du dem, was allerorten von einer angeblichen US-Blase (oder Tech-Blase, oder KI-Blase) wiedergekäut wird, Glauben schenkst? Wie kommst du darauf, dass ausgerechnet Europa, auf das du aktiv wetten willst, als Gewinner hervorgehen wird? Sind deine Kinder und du nicht ohnehin schon verstärkt von Europa abhängig, so dass eine zusätzliche Börsenwette darauf absurd erscheinen muss? Ich will mir nicht anmaßen etwas besser zu wissen als andere. Mein Gedanke mit der "Europa-Wette" hatte ich versucht mit einem Satz in meinem Eingangsposting zu erläutern. Ich kann das aber nicht rational, begründen sondern das war zugegeben eine Entscheidung aus dem Bauch heraus: Der Gedanke ist, dass das Kapital sich analog zu dem Wirtschaftsraum entwickeln soll in dem ich lebe. Wenn Europa den Bach runter geht, habe ich andere Probleme und kann den Verlust vielleicht eher verschmerzen. Wenn ich darüber nachdenke ist diese Überlegung vielleicht nicht rational im Sinne einer Risikostreuung. Da schwingt eher etwas Patriotismus mit. Andererseits: Ich habe gelesen, dass man nicht Trends hinterherlaufen soll, so wie @Nachdenklich in #9 es ja auch beschrieben hat. Ohne es besser wissen zu wollen als andere, habe ich das Gefühl (bloßes Bauchgefühl; meine Wahrnehmung in den Medien) dass KI/Tech im Moment sehr gehyped wird. Mir fehlen allerdings die Einblicke es besser zu wissen als der Markt. Von daher kann ich die Argumente für 100%-Welt-ETF nachvollziehen. Mit 10% wäre der zusätzliche Europaanteil aber auch nicht sehr hoch. vor 3 Minuten von Rotenstein: Für kleine Kinder mit langem Anlagehorizont hielte ich eine Anlage in Geldmarkt oder deutsche Staatsanleihen, die wohl bestenfalls einen Inflationsausgleich liefern, nicht für sinnvoll, hier würde ich zu 100% in produktive Assets, also global diversifizierte Aktien, gehen. Keine Empfehlung, nur meine Meinung. Ja, ich hatte in Beitrag #5 bereits geschrieben, dass ich das anpasse und 85 Welt-ETF und 15% Europa-ETF in Erwägung gezogen. vor 4 Minuten von Rotenstein: Für dich selbst musst du eben wissen, wieviel Liquiditätsbedarf du zu welchen Zeitpunkten haben könntest (Investitionen in die Immobilie, Ausbildung der Kinder, Lebensunterhalt als Privatier,...) und wieviel du auf absehbare Zeit (sagen wir, die nächsten 10 oder 15 Jahre) nicht benötigst. Ausserdem musst du herausfinden, wieviel Risiko in Form von Volatilität du psychologisch ertragen kannst und möchstest; es nützt nichts, wenn du beim nächsten Rückgang um 20% oder 40% in Panik alles verkaufst. Mir erscheint 70/30 (risikoreich/risikoarm) eher konservativ, aber nur du kannst dies entscheiden. Mir wären die Opportunitätskosten zu hoch, weswegen ich meine Liquidität auf einen sehr kleinen Portfolioanteil begrenzt habe. Das Verhältnis hängt natürlich ab, wie sich im Verlauf der nächsten Jahre die Liquidität entwickeln wird. Der Anteil an risikoarmer Anlage würde ich nach einem festen Betrag bemessen für die von Dir o.g. Punkte und der Rest dann Aktien. In #5 bin ich auf 80/20 umgeschwenkt und würde das erstmal so per Sparplan ansparen und dann bei Bedarf im Laufe der Zeit anpassen. Bzgl. der "Europa-Wette" muss ich nochmal in mich gehen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag