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sebastian_10119

ETF-Kauf sofort per angeblicher Stop-Order verkauft – wie vorgehen?

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 15 Minuten von whister:

Kannst du das begründen? Wenn man mehr als 50k angelegt hat, soll man ruhig mehr Gebühren zahlen? Warum?

Ich glaube es geht darum, dass je höher die Beträge werden, die Arbeit des Brokers fehlerfrei sein muss. Man sich also Fehlerchen immer weniger erlauben kann. Weil es gleich um hohe Beträge geht.

Und wenn dann doch mal Fehler passieren, sollte der Service passen. Heißt Neobroker am Ende nur "billig billig billig", und etwas geht schief und niemand kann helfen, will helfen, oder oder oder....dann bringt das alles nichts.

 

UND DANN, ist man vielleicht auch bereit mehr Geld auszugeben und landet vielleicht irgendwo bei einer der großen Direktbanken wie der ING oder Comdirect. Aber nicht unbedingt bei Neobrokern. Ich kann dem schon was abgewinnen, dieser Denke. Es kann aber auch sowas wie 1822direkt oder S Broker sein. Einfach, wo was großes namhaftes dahintersteht, mit vielen Menschen im Backround und verschiedenen Serviceleveln und auch erreichbaren Telefonnummern nicht nur mit Warte-, Computer- und KI-Schleifen, sondern echten Menschen, die in DE sitzen und das Problem verstehen können.

 

Man kann und sollte sich solche Mätzchen wie "damals" mit den falschen Steuerbescheinigungen von Trade Republic nicht erlauben. Oder den aktuellen PFOF Umgehungsmethoden von Trades Place, die alle jetzt versuchen, die Vergütungsschäfchen ins sichere, trockene zu bringen. Mal Bafin-Konformer, und mal eben nicht. Je höher dein Vermögen wird, um so mehr sollte die Seriosität und Stabilität des Anbieters an sich, schon an Bedeutung gewinnen.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 3 Stunden von whister:

Kannst du das begründen? Wenn man mehr als 50k angelegt hat, soll man ruhig mehr Gebühren zahlen? Warum?

 

Es gibt viele Gründe, warum NeoBroker für Anleger, die größere Geldbeträge anlegen wollen und die eine Buy&Hold Strategie verfolgen, nicht die erste Wahl sein sollten. Ein paar Gründe hat @satgar schon genannt (danke!).

 

Da Du aber explizit nach den "Gebühren" fragst. Schau Dir den Fall in diesem Thread an. Es wurden Wertpapiere zum Kurs von 46,6 € gekauft. Diese wurden, ohne dass der Anleger es wollte, zu 43,7 € verkauft. Mittlerweile steht der Kurs wieder bei 46,7 €. Man kann also sagen, dass ein Verlust von 10.000 € entstanden ist. Das ist viel Geld, jedenfalls für mich.

 

Die Frage ist nun, ob dieser Verlust bei einem anderen Broker wie Flatex, Comdirect, ING, usw. auch entstanden wäre? Es ist gut möglich, dass es dort nicht zu diesem Verlust gekommen wäre. Gesparte Orderkosten in Höhe von 10€, 50€ oder auch 100 € stehen einem Verlust von 10.000 € gegenüber. Anders ausgedrückt: geringe Orderkosten bringen gar nichts, wenn man dafür an anderer Stelle sehr viel mehr Geld verliert.

 

Es ist natürlich fiktiv, darüber nachzudenken, was bei einem anderen Broker passiert wäre. Zumal dort andere Dinge hätten schief laufen können. Wir können uns aber die Ordermaske von Finanzen.net zero anschauen, so wie sie in Post #14 gezeigt wird. Überlegen wir, ob sie möglicherweise einen Beitrag zu dem Verlust geleistet hat. 

 

Jeder UI-Designer weiß, dass Eingabemasken nicht neutral sind, sondern dass sie Anwender steuern und steuern sollen. Für Anfänger, die für kleines Geld mit Aktien zocken wollen, braucht man eine andere Auftragsmaske als für B&H Anleger, die größere Beträge anlegen wollen. Wie sehen diese Eingabemasken aus? 

  1. Für B&H Anleger mit größeren Anlagebeträgen braucht man eine Auswahlmöglichkeit von Handelsplätzen (incl. XETRA) und die Anzeige von Geld- und Briefkursen, Geld- und Briefvolumina und Spreads. Die Maske sollte dazu animieren, mit Limit zu handeln. Sie sollte NICHT dazu animieren, Stop Loss, Trailing-Stop-Loss und One-Cancels-Other zu wählen. Sie sollte keinen Zeitdruck machen und auch nicht zu Vielhandel animieren.
     
  2. Für Anfänger, die zocken wollen, versucht man, den Verkaufsprozess zu vereinfachen: nur ein Handelsplatz, nur ein Preis, Limit-Eingabe wird versteckt (damit die Kunden keine Kopfschmerzen bei Auswahl des Limits bekommen). Man versucht, das ganze wie ein Spiel aussehen zu lassen. Zwei Klicks, fertig. Außerdem bietet man Optionen wie Stop-Loss oder Trailing-Stop-Loss an, um wankelmütigen Kunden ein Gefühl der Sicherheit zu geben und um ihre Last-Minute Resistance zu brechen.

Wenn man sich die Finanzen.net zero Ordermaske ansieht, sieht das mehr nach (2) aus. Also nur bedingt geeignet für Anleger, die größere Beträge investieren wollen.

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west263
· bearbeitet von west263
vor 1 Stunde von stagflation:

Schau Dir den Fall in diesem Thread an. Es wurden Wertpapiere zum Kurs von 46,6 € gekauft. Diese wurden, ohne dass der Anleger es wollte, zu 43,7 € verkauft. Mittlerweile steht der Kurs wieder bei 46,7 €. Man kann also sagen, dass ein Verlust von 10.000 € entstanden ist. Das ist viel Geld

und da wäre ich mir nicht so sicher, dass das passiert ist 

Die Anzahl die im Juni gekauft wurde, ist im Juli verkauft worden. Allerdings ist dabei ein Gewinn angefallen und kein Verlust. FIFO halt, da es ja schon ältere Anteile gab.

 

Am Ende bleibt hängen, dass Problem an dem Problem war mal wieder derjenige, der vor dem Bildschirm sitzt und nicht der Broker 

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 47 Minuten von stagflation:

Wenn man sich die Finanzen.net zero Ordermaske ansieht, sieht das mehr nach (2) aus. Also nur bedingt geeignet für Anleger, die größere Beträge investieren wollen.

Sehr gute Analyse, volle Zustimmung. Aus den vorher gesposteten Tracking-Screenshots geht übrigens hervor, dass mit einem Browser im Web gehandelt wurde (Spalte rechts):

 

IMG_2501.thumb.jpeg.773a8e6b9c56389583e1511e6f65ede1.jpeg

 

Da der ganze Ansatz der Neobroker aber Mobile-First und App-First ist (was allerdings leider auch andere Online-Broker wie ING und DKB zusehends übernehmen), sind deren Webseiten meistens nur schlechte App-Imitate, die auf wenig Kontrolle, wenig Informationen und "Gamification" getrimmt sind.

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whister

Ich glaube, das Argument ist weniger die Höhe der Anlage als vielmehr, ob man sich damit beschäftigen möchte oder nicht.

 

Auch bei höheren Beträgen sehe ich kein Problem, einen Neobroker zu nutzen, aber man sollte wissen, was man da tut und wie Neobroker funktionieren. Auf die Spreads zu achten ist im UI bei manchen Neobrokern tatsächlich nicht ganz so einfach – wenn man das weiß, kann man jedoch dafür eine andere Quelle nutzen und eben nur handeln, wenn die gestellten Preise auch marktgerecht sind. Ähnliches gilt für diese UI-Fallen.

 

Zum Service-Argument: Der Service ist je nach Neobroker unterschiedlich gut. Im Durchschnitt vermutlich schlechter als bei "normalen Banken". Aus meiner Erfahrung ist das für normale Buy-and-Hold-Anleger kein Problem, da man auch dort die meisten Probleme mit etwas Zeit und teilweise mit "Coaching" des Brokers lösen kann – auch wenn der Service unterdurchschnittlich ist. Auch bei "normalen Banken" lassen sich nicht alle Probleme lösen.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 46 Minuten von whister:

Ich glaube, das Argument ist weniger die Höhe der Anlage als vielmehr, ob man sich damit beschäftigen möchte oder nicht.

 

Auch bei höheren Beträgen sehe ich kein Problem, einen Neobroker zu nutzen, aber man sollte wissen, was man da tut und wie Neobroker funktionieren. Auf die Spreads zu achten ist im UI bei manchen Neobrokern tatsächlich nicht ganz so einfach – wenn man das weiß, kann man jedoch dafür eine andere Quelle nutzen und eben nur handeln, wenn die gestellten Preise auch marktgerecht sind. Ähnliches gilt für diese UI-Fallen.

 

Zum Service-Argument: Der Service ist je nach Neobroker unterschiedlich gut. Im Durchschnitt vermutlich schlechter als bei "normalen Banken". Aus meiner Erfahrung ist das für normale Buy-and-Hold-Anleger kein Problem, da man auch dort die meisten Probleme mit etwas Zeit und teilweise mit "Coaching" des Brokers lösen kann – auch wenn der Service unterdurchschnittlich ist. Auch bei "normalen Banken" lassen sich nicht alle Probleme lösen.

Am Ende geht’s dabei ja immer um Wahrscheinlichkeiten und Tendenzen. Braucht man für Service Menschen und Mitarbeiter? Ja. Kosten die Geld, wenn man mehr von denen einstellt als weniger? Auch ja. Geht sowas in die Kalkulation eines Anbieters ein und ist daher mit höheren Gebühren, rein von der Wahrscheinlichkeit her, mit besserem Service zu rechnen als bei einem Anbieter, der den letzten EUR aus seinem Angebot quetscht? Wahrscheinlich ja.

 

Spielen bei hohen volumina die Gebühren, weil sie wie bei der ING z.B. in einer maximalen Höhe gedeckelt sind, immer weniger eine Rolle? Ja. Auch wenn natürlich 1€ ordergebühr weniger sind als gedeckelte 69€ bei der ING, so spielen sie in der Tendenz von hohen Bewegungen im Depot immer weniger eine Rolle? Eher ist dem so. Bringt man dann vielleicht einen besseren spread ins Spiel, kann beim 1€ Broker vielleicht sogar ein Draufzahl Geschäft werden, wenn man Spread und Handelsgebühren als „Kosten“ zusammenzieht.

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finisher
· bearbeitet von finisher
vor 9 Stunden von sebastian_10119:

 

Verkauf Sicherung.JPG

Verkauf Sicherung1.JPG

Wow, ich könnte mir vorstellen, da könnte man gegen den Broker klagen und gewinnen.

 

Weil der Stop hat in diesem Fall einen Verlust durch Steuerzahlungen erzeugt, die Maske weist aber auf so einen Fall nicht hin. Ganz im Gegenteil, der Text suggeriert, dass man vor Verlust geschützt wird. Der Stop hat aber Positionen im Gewinn verkauft.

 

So wie der Broker es in der Maske formuliert ("diesen Trade") , hätten nur die gerade gekauften Stück abgesichert werden dürfen und nicht der Altbestand!

 

Technisch vermutlich für den Broker schwierig umzusetzen wegen FIFO, aber dann hätte so eine Frage bei Positionen mit Altbeständen gar nicht kommen dürfen.

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B3n
vor 4 Minuten von finisher:

Wow, ich könnte mir vorstellen, da könnte man gegen den Broker klagen und gewinnen.

 

Weil der Stop hat in diesem Fall einen Verlust erzeugt, die Maske weist aber auf so einen Fall nicht hin. Ganz im Gegenteil, der Text suggeriert, dass man vor Verlust geschützt wird.

 

So wie der Broker es in der Maske formuliert ("diesen Trade") , hätten nur die gerade gekauften Stück abgesichert werden dürfen und nicht der Altbestand!


Es wurde ja auch genau die Stückzahl aus dem Kauf abgesichert, das siehst du ja an den Abrechnungen. Die Steuerzuordnung hat damit nichts zu tun.

 

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supertobs

FIFO werden die nicht aushebeln können.

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finisher
· bearbeitet von finisher
vor 3 Minuten von supertobs:

FIFO werden die nicht aushebeln können.

Die Maske suggeriert aber genau das. "diesen Trade".

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Megatron
· bearbeitet von Megatron
vor 49 Minuten von finisher:

Die Maske suggeriert aber genau das. "diesen Trade".

vor 52 Minuten von B3n:


Es wurde ja auch genau die Stückzahl aus dem Kauf abgesichert, das siehst du ja an den Abrechnungen. Die Steuerzuordnung hat damit nichts zu tun.

 

Ich finde die Formulierung auch fehlerhaft. Es wurde eben nicht "dieser Trade" abgesichert, sondern ein früherer Trade.

 

Ansonsten finde ich die gerade geführte Diskussion bzgl. der Aussage bestimmte Orderarten seien nur für Anfänger oder der Broker müsse fehlerfrei arbeiten etwas befremdlich. Welche Order Sinn macht hängt von der gewählten Assetklasse und von der Anlagestrategie ab. Auch hat der Broker die Order fehlerfrei ausgeführt.

 

Das Problem, und das hat der Threaderöffner ja auch offen zugegeben, ist ja dass der Kunde nicht verstanden hat was er tut und trotzdem rumgeklickt hat. Das die Gestaltung des Human-Machine Interfaces dabei nicht unterstützt fehlerfrei zu arbeiten bzw gerne viele Orderausführungen fördern soll, mag ja durchaus sein. Wie ich weiter oben schon schrub, auch bei renommierten Broker wie der comdirect öffnet sich bei direkter Ausführung einer Order unmittelbar ein Fenster in dem man Take Profit und Stopp Kurs eingeben soll, und auch dort gab es laut Forum schon Kunden die einfach die gleiche Zahl nochmal eingegeben haben und sich gewundert haben wieso die Wertpapiere wieder weg waren.

 

Entgegen der landläufigen Meinung dass man immer alles selbst und möglichst günstig machen muss, ist es eben sinnvoll bei Dingen von denen man Anfangs keine Ahnung hat, jemanden zu fragen der sich damit auskennt, oder im worst case halt doch den Berater von der nächsten Filialbank zu konsultieren. 

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Sapine

Man kann denke ich zurecht vermuten, dass dieses Problem bei einer klar strukturieren Ordermaske nicht aufgetreten wäre oder? Dass es zusätzlich an Erfahrung mangelt dürfte auch stimmen. Ich denke aber auch, dass es kaum jemanden gibt, der nicht irgendwo Lehrgeld gezahlt hat in seiner Anlegerkarriere. 

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s1lv3r
vor 15 Stunden von Megatron:

Das Problem, und das hat der Threaderöffner ja auch offen zugegeben, ist ja dass der Kunde nicht verstanden hat was er tut und trotzdem rumgeklickt hat.

Es ist sicherlich in dieser Formulierung in irgendeiner Form ein "Dark Pattern". Der Anbieter gewinnt durch zusätzliche Order-Gebühren, der Endkunde verliert, da er zu Handlungen animiert wird, die in der weitaus überwiegenden Anzahl der Fälle wohl nicht in seinem Interesse sein dürften ...

 

vor 15 Stunden von Megatron:

Wie ich weiter oben schon schrub, auch bei renommierten Broker wie der comdirect öffnet sich bei direkter Ausführung einer Order unmittelbar ein Fenster in dem man Take Profit und Stopp Kurs eingeben soll, [...]

Ja, das wollte ich auch gerade schreiben, ob es bei der Comdirect nicht genauso ist ... demnach könnte man das wohl kaum als Argument gegen NeoBroker benutzen ...

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Megatron
vor 22 Stunden von Sapine:

Man kann denke ich zurecht vermuten, dass dieses Problem bei einer klar strukturieren Ordermaske nicht aufgetreten wäre oder?

Exakt dieses Problem vermutlich nicht, dafür wäre man halt an andere Stelle in ein Fettnäpfchen getreten.

Die Option direkt nach der Order eine Stop oder Limit Order (oder direkt eine OCO mit beidem) einzugeben, wird bei immer mehr Brokern eingeführt. Mich nervt das auch, insbesondere wenn die "nix machen" Schaltfläche die kleinste aller Schaltflächen ist.

Letztendlich kann man das moralisch bemängeln, aber da gilt dann auch der Grundsatz dass die Bank nicht Dein Freund ist, sie führt eine Geschäftsbeziehung mit Dir im Interesse ihrer Eigner  / Aktionäre.

 

Zitat

Dass es zusätzlich an Erfahrung mangelt dürfte auch stimmen. Ich denke aber auch, dass es kaum jemanden gibt, der nicht irgendwo Lehrgeld gezahlt hat in seiner Anlegerkarriere. 

Das ist unbestritten richtig

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BlauesHufeisen
· bearbeitet von BlauesHufeisen

Wenn ein Anleger seine Transaktionen selbst erledigt ( egal ob Neobroker oder nicht), dann darf man erwarten, dass er/ sie auch mal ins Orderbuch schaut oder zumindest zeitnah merkt, wenn plötzlich über 130.000 Euro unerwartet auf dem Konto gebucht werden.

 

Bei umgehenden Rückkauf der versehentlich verkauften Anteile wäre zumindest kaum oder kein Kursverlust entstanden, jedenfalls nicht in der späteren Höhe von ca 10.000 Euro.

 

Der durch FIFO ausgelöste negative Steuereffekt ist zwar unschön aber kein Beinbruch, das kann man als Lehrgeld ansehen.

 

An dieser Stelle zu analysieren, ob einzelne Formulierungen in Bedienungsmasken einzelner Broker zweifelsfrei und eindeutig sind, ist m.E. wenig hilfreich.

 

Wer sich überhaupt nicht um seine Geldanlage kümmern möchte, der sollte sein Depot fremdbetreuen lassen.

 

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wpapifo
Am 13.8.2026 um 09:47 von BlauesHufeisen:

Bei umgehenden Rückkauf der versehentlich verkauften Anteile wäre zumindest kaum oder kein Kursverlust entstanden, jedenfalls nicht in der späteren Höhe von ca 10.000 Euro.

Das stimmt natürlich nicht, da die Verkaufsorder automatisch 1,5 Monate nach Kauf ausgelöst wurde, weil die Anteile um 5% gefallen sind. Auch ein sofortiger Rückkauf hätte nichts an der Höhe des Verlusts geändert.

Am 13.8.2026 um 09:47 von BlauesHufeisen:

An dieser Stelle zu analysieren, ob einzelne Formulierungen in Bedienungsmasken einzelner Broker zweifelsfrei und eindeutig sind, ist m.E. wenig hilfreich.

Dein Beitrag ist es auch nicht.

Am 13.8.2026 um 09:47 von BlauesHufeisen:

Wer sich überhaupt nicht um seine Geldanlage kümmern möchte, der sollte sein Depot fremdbetreuen lassen.

Dass sich jemand nicht um seine Geldanlage kümmern möchte, ist hier offensichtlich nicht der Fall.

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moonraker
vor 2 Minuten von wpapifo:

Das stimmt natürlich nicht, da die Verkaufsorder automatisch 1,5 Monate nach Kauf ausgelöst wurde, weil die Anteile um 5% gefallen sind. Auch ein sofortiger Rückkauf hätte nichts an der Höhe des Verlusts geändert.

Es wären aber gleich wieder Anteile zum gleichen Preis gekauft worden, die den aktuellen Anstieg auch wieder mitgemacht hätten. Also wäre der Status quo wiederhergestellt worden, nur Steuern und Transaktionskosten wären als Verlust angefallen.

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west263
· bearbeitet von west263
vor 8 Minuten von wpapifo:

hätte nichts an der Höhe des Verlusts geändert.

Es gibt doch überhaupt keinen Verlust. Die Verkaufsorder hat ältere Anteile mit Gewinn verkauft

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blueprint
vor 4 Minuten von west263:

Es gibt doch überhaupt keinen Verlust. Die Verkaufsorder hat ältere Anteile mit Gewinn verkauft

Der Verlust ist, dass die Anteile für B&H gedacht waren, durch den ungewollten Stop in einem Dip verkauft wurden und nun höher stehen, da sich der Kurs in die erwartete Richtung entwickelt hat.

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DennyK
vor 16 Minuten von west263:

Es gibt doch überhaupt keinen Verlust. Die Verkaufsorder hat ältere Anteile mit Gewinn verkauft

Das stimmt, aber es sind ja Steuern angefallen, welche ohne den Verkauf nicht angefallen wären. Diese Summe bekommt er ja nicht zurück.

Zusätzlich haben die verkauften Anteile die Kurserholung nicht mitmachen können. Um die selben Anteile wieder im Depot zu haben, muss er also draufzahlen. 

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west263
vor 27 Minuten von blueprint:

Der Verlust ist, dass die Anteile für B&H gedacht waren, durch den ungewollten Stop in einem Dip verkauft wurden und nun höher stehen, da sich der Kurs in die erwartete Richtung entwickelt hat.

 

vor 16 Minuten von DennyK:

Das stimmt, aber es sind ja Steuern angefallen, welche ohne den Verkauf nicht angefallen wären. Diese Summe bekommt er ja nicht zurück.

Zusätzlich haben die verkauften Anteile die Kurserholung nicht mitmachen können. Um die selben Anteile wieder im Depot zu haben, muss er also draufzahlen. 

alles richtig, aber faktisch hat er keinen Verlust gemacht. Unglücklich und mit Sicherheit nicht gewollt hat er ältere Anteile verkauft und das ganze Prozedere nicht schnell genug erfasst, um zu reagieren und es wieder in Ordnung zu bringen.

Ich hoffe mal, dass da nicht noch weitere solcher ungewollten Stopp Order aktiv sind.

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BlauesHufeisen
· bearbeitet von BlauesHufeisen
vor 1 Stunde von wpapifo:

Das stimmt natürlich nicht, da die Verkaufsorder automatisch 1,5 Monate nach Kauf ausgelöst wurde, weil die Anteile um 5% gefallen sind. Auch ein sofortiger Rückkauf hätte nichts an der Höhe des Verlusts geändert.

Der Verlust wäre durch umgehenden Rückkauf zum Verkaufskurs auf tatsächlich Null kompensiert worden.

Der Positionswert vor und nach kursgleichem Verkauf/ Kauf wäre identisch gewesen.

Zum Verlust durch gezahlte Steuern hatte ich meinen Kommentar bereits gegeben.

 

Zitat

Dein Beitrag ist es auch nicht.

Für Leser mit entsprechendem Leseverständnis möglicherweise schon.

 

Zitat

Dass sich jemand nicht um seine Geldanlage kümmern möchte, ist hier offensichtlich nicht der Fall.

Offensichtlich ist lediglich, dass der Anleger selbst sich hier überhaupt nicht gemeldet hat.

Im vierten Beitrag gibt sich der Sohn des Anlegers - als Problemlöser - zu erkennen.

 

Die langfristige Nichtbeachtung des Orderbuchs sowie die fehlende zeitnahe Reaktion ( Rückkauf zum identischen Kurs) zeigen m.E. Ganz klar, dass es sich hier um keinen „aktiven“ Anleger handelt, der sich volumenentsprechend um seine Geldanlage kümmert.

 

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blueprint
vor 5 Stunden von west263:

 

alles richtig, aber faktisch hat er keinen Verlust gemacht.

Nenn es wegen mir entgangenen Gewinn oder wie auch immer du möchtest. Ich denke, es ist allen klar, wovon gesprochen wird und die Silbenstecherei bringt in der Sache an sich niemanden weiter.

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Muigi

Hallo!
ich habe jetzt auch schon öfters mit finanzen.net zero gekauft. Ich kann mich nicht erinnern, ob bei mir Fenster bezügl. "Absicherung" aufgetaucht sind. Notmalerweise wird man bei zero beim Kaufauftrag über die Kosten informiert, auch wenn es "Null" Kosten sind! Daher wäre meine Frage, ob der Nudging-Button: "IN ORDERBUCH ÜBERNEHMEN" bereits der Finale Button für den Auftrag ist/war!
Abgesehen davon sollte man natürlich nach irgendwelchen Aktionen schon noch einmal das Orderbuch überprüfen, bei zero ist es recht übersichtlich im Web-Interface ganz unten. Normalerweise, so war das bei meinen Käufen immer, werden die Orders sofort ausgeführt, wenn man das Limit nicht zu knapp gesetzt hat. Dann ist das Orderbuch praktisch meist direkt wieder leer. Das muss doch stutzig machen, wenn es das nicht ist!
Insgesamt würde ich die GUI von finanzen.net zero nicht verteufeln. Ich finde die sehr gut (zumindest im Browser, auf dem Handy kann ich nix dazu sagen, sowas nutze ich nicht). Und die "Absicherung" im Screenshot oben sollte schon stutzig machen, jetzt mal alle 12e zu aktivieren. Da stinkt doch was nach Optionen, welcher Laie will sich das antun?
Und gleich die Anlagestrategie (völlig am Thema vorbei) wie von @stagflation in Frage zu stellen, finde ich schon seltsam. Vielleicht sind die Schwellenländer genau die Strategie, weil das eben noch fehlt im Depot, z.B. weil immer nur "World" gekauft, so wie ich z.b. Ich kann das nachvollziehen, auch wenn ich selbst da etwas vorsichtiger vorgehe: jetzt halt mal "All World" mit rein, und gut ist. Ausserdem scheint mir die 50k "Regel" von @stagflation auch sehr merkwürdig. Woher kommt das denn?! Bei finanzen.net zero steht die Baader Bank dahinter. Du denkst, die bekommen bei einem Kunden mit mehr als 50k im Depot zittrige Hände? Das glaubst du doch selber nicht! In jeder Abrechnung bei mir steht, dass die Werpapiere in Luxemburg Lagerstelle 1419 verwahrt werden (siehe auch Wertpapierabrechnung weiter oben). Alles absoluter Bankenstandart, transparent und seriös. Keine Ahnung, was hier manche Leute für Probleme mit zero haben, ich höre da lieber auf die Zeitschrift "finanzen" (zuvor finanztest). Wir haben den Neos sehr viel zu verdanken: Die etablierten Banken fangen an, über ihre Gebühren nachzudenken. Auf Knopfdruck ist das Depot umgezogen.

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