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poorchild

Wohlstandsaufbau: Wie mache ich weiter?

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poorchild

Hallo zusammen,

 

wir stehen vor dem nächsten Jahrzehnt, die 30, die in mir auslöst, dass ich unsere aktuelle finanzielle Vorgehensweise mal hinterfragen möchte. 

 

Kurz zusammengefasst: 

  • Verheiratet, beide 29, ein Baby <1 Jahr. 
  • Recht günstige 780€ warm für eine perspektivisch zu kleine Wohnung (kein Kinderzimmer).
  • Einkommen: Mann ~120k brutto p.a., Frau aktuell in Elternzeit, auf Lebenszeit verbeamtet, A13, vorher in Vollzeit 3.850€ netto (brutto aufgrund des Beamtentums sonst missverständlich). 
  • "Vermögen": Knapp 500k. 50% in globalen Aktien-ETFs, 50% Tagesgeld/ Geldmarktfonds. 
  • Die Sparrate tracke ich aktuell nicht super genau, ETF-Sparpläne laufen aktuell mit 4k €/Monat. 
  • Die objektive Risikotragfähigkeit ist vermutlich höher als unsere subjektive Risikotoleranz. Mit 90% Aktien würde ich mich bei vielen 100k aktuell noch nicht wohlfühlen. Ich weiß nicht, ob ich mich zum aushalten "zwingen" muss. Selbstreflektierend fand ich es während des Corona-Drawdowns gut noch sechsstellig Liquidität zu haben. Zur mentalen Beruhigung.  

 

Überlegungen dazu:

  1. Eigentlich war ein Eigenheim geplant. Wir tendierten zu einer recht jungen Wohnung/ Reihenhaus. Hauptgrund dafür ist, dass wir uns nicht um viel Wohnfläche & Garten kümmern möchten. Die Neubauprojekte von Bauträgern stehen in unserer Region allerdings eher nicht im Verhältnis zu Mietoptionen. Grundsanieren möchte ich nicht, weil ich handwerklich keine Ahnung habe. Da unser Suchradius eingeschränkt ist kommen geeignete Objekte auch nicht täglich auf den Markt. Die Zinsentwicklung spielt uns aktuell auch nicht in die Karten. Wie sich Immobilienpreise aufgrund der demografischen Situation in 20 Jahren entwickeln ist für uns leider zu spät.  
  2. Wir halten seit einiger Zeit recht viel Liquidität, die natürlich auch Opportunitätskosten hat. Auf der anderen Seite sind wir recht jung für den Eigenheimerwerb. 
  3. Meinung zu anderen Anlageklassen:
    • Vermietete Immobilien: Kein Interesse.
    • Edelmetalle: Für mich nur Gold sinnvoll. Aktuell hoch bewertet.
    • Krypto: Sehe ich den Business Case nicht. Nicht interessant & reduziert kein Risiko.
    • Anleihen: Kann ich mir vorstellen. Rentiert jedoch aktuell nicht besser als Tagesgeldhopping zu 4%.
    • Alternative Investments: Da ich beruflich eng an der Luxusuhrenindustrie bin könnte ich mir vorstellen mit 5-10% / 25-50k in ein kleines Uhrenportfolio aufzubauen.

 

Ich freue mich sehr auf eure Einschätzungen, wie wir das Thema Wohlstandsaufbau weiter angehen könnten.

 

Beste Grüße und genießt die letzten Sonnenstrahlen!
 

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Schwachzocker

Ein Eigenheim kauft man dann, wenn man es benötigt und wenn man es sich leisten kann. Wenn das mit hinreichender Sicherheit geplant ist, dann würde ich den entsprechenden Geldbetrag schon jetzt aus Aktien herausnehmen.

 

vor 10 Minuten von poorchild:

...Die Zinsentwicklung spielt uns aktuell auch nicht in die Karten....

Was spielt die Zinsentwicklung bei Euch für eine Rolle, wenn man 500k auf der hohen Kante hat?

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poorchild
vor 47 Minuten von Schwachzocker:

Ein Eigenheim kauft man dann, wenn man es benötigt und wenn man es sich leisten kann. Wenn das mit hinreichender Sicherheit geplant ist, dann würde ich den entsprechenden Geldbetrag schon jetzt aus Aktien herausnehmen.

 

Was spielt die Zinsentwicklung bei Euch für eine Rolle, wenn man 500k auf der hohen Kante hat?

Wir würden nicht die kompletten 500k einsetzen wollen. Im Depot sind ~90k unversteuerte Gewinne aufgelaufen. Diese würde ich wg. der sonst anfallenden Steuer stehen lassen wollen. EK wären 200k geplant. 

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Barqu
· bearbeitet von Barqu

Die Zinsentwicklung ist ohnehin eingepreist, soweit bekannt. 

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Ich würde genau umgekehrt argumentieren. Keiner weiß, wann Euch das "richtige" Objekt begegnet. Bei Eurem Einkommen sehe ich auch nicht die Gefahr dass Euch ein zwischenzeitliches Börsentief ins schleudern bringt. Daher würde ich renditeorientiert im Rahmen Eurer Risikobereitschaft anlegen. Sollte ein günstiges Objekt kommen und die Börsen sind nicht im Keller, entsprechend Anteile versilbern und dabei nicht auf die Steuern achten. Wenn kein günstiges Objekt kommt, solltet ihr kein Problem haben schöne Mietobjekte zu finden. Das Geld an der Seitenlinie stehen zu lassen nimmt das schlechteste aus beiden Welten!

 

Gerade, wenn Garten und Heimwerkern nicht Euer Ding ist, kann Miete die bessere Wahl sein. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 17 Minuten von poorchild:

Wir würden nicht die kompletten 500k einsetzen wollen. Im Depot sind ~90k unversteuerte Gewinne aufgelaufen. Diese würde ich wg. der sonst anfallenden Steuer stehen lassen wollen. EK wären 200k geplant. 

Du würdest wegen dem Bezahlen von Steuern lieber mehr Fremdkapital leihen auf das Jahrzehnte (mehr) Zinsen zu zahlen sind? Hä?

 

Steuerphobie? Oder nicht gut in Mathe? ^^

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 40 Minuten von poorchild:

Wir würden nicht die kompletten 500k einsetzen wollen. Im Depot sind ~90k unversteuerte Gewinne aufgelaufen. Diese würde ich wg. der sonst anfallenden Steuer stehen lassen wollen. EK wären 200k geplant. 

Davon würde ich sehr abraten. Entscheidend sind nicht die steuerlichen Ereignisse der Vergangenheit (die Steuern musst Du ohnehin irgendwann zahlen), sondern die der Zukunft.

 

Wenn ich annehme, dass Du ein Darlehen zu günstigen Konditionen, also ca, 4% p.a., bekommst, dann benötigst Du in der Geldanlage 5,43 % p.a. brutto , um netto die Zinskosten wieder herein zu bekommen. Das allein wäre aber kein sinnvolles Geschäft, da der Aktienmarkt risikobehaftet ist und Deine Pflicht zur Zinszahlungen nicht.

Du benötigst also deutlich mehr als 5,43% p.a., damit sich das Aktienmarktrisiko auch lohnt. Da ist es sehr fraglich, ob der Aktienmarkt das in den nächsten 20 Jahren schafft.

Und bei dem ganzen Spaß ist noch zu bedenken, dass Du sicherlich ein gewisses Maß an sicheren Geldanlagen halten möchtest. Die machen zur Zeit mit Sicherheit keine 5,43% p.a.

 

Also nein: Zinsen zahlen, um Steuern zeitlich nach hinten hinauszuschieben, dient nicht dem Aufbau von Wohlstand, wie es Dein Ziel ist, sondern dem Gegenteil.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 45 Minuten von Schwachzocker:

Davon würde ich sehr abraten. Entscheidend sind nicht die steuerlichen Ereignisse der Vergangenheit (die Steuern musst Du ohnehin irgendwann zahlen), sondern die der Zukunft.

 

Wenn ich annehme, dass Du ein Darlehen zu günstigen Konditionen, also ca, 4% p.a., bekommst, dann benötigst Du in der Geldanlage 5,43 % p.a. brutto , um netto die Zinskosten wieder herein zu bekommen. Das allein wäre aber kein sinnvolles Geschäft, da der Aktienmarkt risikobehaftet ist und Deine Pflicht zur Zinszahlungen nicht.

Du benötigst also deutlich mehr als 5,43% p.a., damit sich das Aktienmarktrisiko auch lohnt. Da ist es sehr fraglich, ob der Aktienmarkt das in den nächsten 20 Jahren schafft.

Und bei dem ganzen Spaß ist noch zu bedenken, dass Du sicherlich ein gewisses Maß an sicheren Geldanlagen halten möchtest. Die machen zur Zeit mit Sicherheit keine 5,43% p.a.

 

Also nein: Zinsen zahlen, um Steuern zeitlich nach hinten hinauszuschieben, dient nicht dem Aufbau von Wohlstand, wie es Dein Ziel ist, sondern dem Gegenteil.

Starker Post vom angeblichen Troll, der laut Meinung einiger hier keine Ahnung hat bzw. nichts Produktives beiträgt :thumbsup:. Muss man einfach mal sagen.

 

Den sehr kompetenten Teil habe ich sogar markiert.

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poorchild
vor 45 Minuten von Schwachzocker:

Davon würde ich sehr abraten. Entscheidend sind nicht die steuerlichen Ereignisse der Vergangenheit (die Steuern musst Du ohnehin irgendwann zahlen), sondern die der Zukunft.

 

Wenn ich annehme, dass Du ein Darlehen zu günstigen Konditionen, also ca, 4% p.a., bekommst, dann benötigst Du in der Geldanlage 5,43 % p.a. brutto , um netto die Zinskosten wieder herein zu bekommen. Das allein wäre aber kein sinnvolles Geschäft, da der Aktienmarkt risikobehaftet ist und Deine Pflicht zur Zinszahlungen nicht.

Du benötigst also deutlich mehr als 5,43% p.a., damit sich das Aktienmarktrisiko auch lohnt. Da ist es sehr fraglich, ob der Aktienmarkt das in den nächsten 20 Jahren schafft.

Und bei dem ganzen Spaß ist noch zu bedenken, dass Du sicherlich ein gewisses Maß an sicheren Geldanlagen halten möchtest. Die machen zur Zeit mit Sicherheit keine 5,43% p.a.

 

Also nein: Zinsen zahlen, um Steuern zeitlich nach hinten hinauszuschieben, dient nicht dem Aufbau von Wohlstand, wie es Dein Ziel ist, sondern dem Gegenteil.

Ich sehe es so: Solange ich den ETF halte stunde ich die Steuern. 
Wenn ich 250k ETF-Anteile bei 90k Gewinn verkaufe bleiben mir 226k Cash übrig. Diese 24k Steuern könnten bei Nicht-Verkauf weiter Rendite produzieren.

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oktavian
vor 2 Stunden von poorchild:

Neubauprojekte von Bauträgern stehen in unserer Region allerdings eher nicht im Verhältnis zu Mietoptionen.

wenn man mit Mieten genauso zufrieden ist/war, scheint das in dem Fall günstiger zu sein. Wie sind denn die Multiplikatoren? Statt Neubau kann man gebraucht kaufen prüfen ohne Kernsanierung. Es ist keine rein finanzielle Frage. Bedenken würde ich auch, dass die aktuelle Miete evtl unter Marktpreis ist und beim vergrößern entsprechend teuerer werden würde.

Bei Wohnungskauf sehe ich wenig Vorteil im Vergleich zum Mieten, da man sich auch mit Nachbarn/Eigentümerversammlung beschäftigt.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 22 Minuten von poorchild:

Wenn ich 250k ETF-Anteile bei 90k Gewinn verkaufe bleiben mir 226k Cash übrig

Falsch. Aufgrund Teilfreistellung sind es gut 233.000 Euro.

 

vor 22 Minuten von poorchild:

Diese 24k Steuern könnten bei Nicht-Verkauf weiter Rendite produzieren.

Ja, können sie (die ca.16.6k),...oder Verluste produzieren (falls das jemand vergessen hat aufgrund Aktienhausse seit 2009)...zusätzlich zu den Verlusten für ein Darlehen zu ca. 4% Zins p.a.:rolleyes:.

 

@poorchild

Macht eure Entscheidung von der eigenen Immo nicht davon abhängig, was mehr Geld erbringt.

Entscheidet es aus Lebenslust/-Lebensziel-Thema.

Geld und Einkommen habt ihr genug. Irgendwann darf man das Geld auch nutzen. Dafür ist es da. Nur Zahlen zu haben, die immer größer werden, ist nicht der Nutzen von Geld.

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Sapine
· bearbeitet von Sapine
vor 21 Minuten von poorchild:

Ich sehe es so: Solange ich den ETF halte stunde ich die Steuern. 
Wenn ich 250k ETF-Anteile bei 90k Gewinn verkaufe bleiben mir 226k Cash übrig. Diese 24k Steuern könnten bei Nicht-Verkauf weiter Rendite produzieren.

absolut korrekt (wobei Deine auch noch nicht ganz passt), die obige Rechnung war sagen wir unpräzise. Aber dennoch wird sich das nur selten lohnen. Wirf einfach mal Excel an. 

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 37 Minuten von oktavian:

... Es ist keine rein finanzielle Frage.

Doch, ist es!

vor 3 Stunden von poorchild:

....wie wir das Thema Wohlstandsaufbau weiter angehen könnten.

 

vor 43 Minuten von poorchild:

Ich sehe es so: Solange ich den ETF halte stunde ich die Steuern. 

Das siehst Du falsch! Solange Du die Gewinne noch hast, stundest Du die Steuern. Gibt es an den Aktienmärkten einen Einbruch dann ist das nicht mehr so. Das ist eben ein Teil der Spekulation, die Du machst, und zu der wir nichts sagen können, da wir nicht wissen, wie sie ausgeht. Sicher sind indes die Darlehenszinsen.

Hast Du mal kalkuliert, wieviel Dir diese Steuerstundung so über 10 - 20 Jahre bringen könnte?

 

Stelle Dir vor, Du besitzt bereits eine vollständig abbezahlte Immobilie. Und nun möchtest Du diese beleihen, um das geliehen Geld am Aktienmarkt investieren zu können. 

Das kann man so machen, und Du willst nichts anderes machen. Willst Du das wirklich?

Ich würde dazu raten, die gesparten Darlehenszinsen als Rendite steuerfrei (!!!) mitzunehmen. Ich finde, dafür kann man schon einmal eine Aktienanlage sausen lassen und später damit anfangen.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 1 Stunde von oktavian:

Bei Wohnungskauf sehe ich wenig Vorteil im Vergleich zum Mieten, da man sich auch mit Nachbarn/Eigentümerversammlung beschäftigt.

Guter Punkt. Sehe ich auch so.

Bei einer Eigentumswohnung sitzt man im Gegensatz zum alleinigen Häusle mit anderen (teils nervigen) Nasen mit im Boot. Den Stress, den man da abbekommen kann, unterschätzen manche. Auch muss man oft hohe Einzahlungen leisten in die Eigentümer-Gemeinschaftskasse.

Ich kann fast nur negative Erfahrungen in der Hinsicht.

Würde ich niemals machen. Dann tatsächlich lieber mieten.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 3 Stunden von poorchild:

beide 29

@poorchild

Du kannst aufgrund deines jungen Alters nichts dafür, aber ich muss es ansprechen und meine es nur gut:

 

Du kennst noch keine wirklich großen, harten "Tests" am Aktienmarkt 

Zur letzten großen Krise (2009) warst du erst 12 Jahre alt.

Selbst zum Corona Crash warst du erst 22-23. Deine ca. 56% Plus im Aktienteil sind also höchstwahrscheinlich hauptsächlich in den Jahren nach dem Corona Crash entstanden oder?

Du schreibst ja selbst:

vor 3 Stunden von poorchild:

Selbstreflektierend fand ich es während des Corona-Drawdowns gut noch sechsstellig Liquidität zu haben. Zur mentalen Beruhigung.  

Unterschätze daher nicht, wie du reagierst, wenn sich deine angeblich tolle Steuerstundung innerhalb kurzer Zeit in Luft auflöst oder sogar ins Minus dreht.

 

Ich würde an deiner Stelle einfach dankbar sein, dass es so gut gelaufen ist, ich in dem Alter so viel Geld auf der Seite habe und zusätzlich ein echt gutes Einkommen mit einer enormen Sparrate.

 

Strapazier das Glück nicht zu sehr, indem du versuchst, mit Kredit in Aktien zu gehen.

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T.Mälzer
vor 15 Minuten von Puppi:

Guter Punkt. Sehe ich auch so.

Bei einer Eigentumswohnung sitzt man im Gegensatz zum alleinigen Häusle nicht mit anderen (teils nervigen) Nasen mit im Boot. Den Stress, den man da abbekommen kann, unterschätzen manche. Auch muss man oft hohe Einzahlungen leisten in die Eigentümer-Gemeinschaftskasse.

Ich kann fast nur negative Erfahrungen in der Hinsicht.

Würde ich niemals machen. Dann tatsächlich lieber mieten.

Bei einer Eigentumswohnung sitzt man im Gegensatz zum alleinigen Häusle nicht mit anderen (teils nervigen) Nasen mit im Boot? Es ist doch wohl genau umgekehrt. Ist das ein Missverständnis?

Und die "hohen" Einzahlungen in die Eigentümer-Gemeinschaftskasse setzen sich halt aus Reparaturen bzw. Rücklagen für diese zusammen. Also nichts besonderes. Ich würde immer wieder Eigentum bevorzugen. Jede Mietzahlung ist eine zuviel!

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poorchild
vor 12 Minuten von Puppi:

@poorchild

Du kannst aufgrund deines jungen Alters nichts dafür, aber ich muss es ansprechen und meine es nur gut:

 

Du kennst noch keine wirklich großen, harten "Tests" am Aktienmarkt 

Zur letzten großen Krise (2009) warst du erst 12 Jahre alt.

Selbst zum Corona Crash warst du erst 22-23. Deine ca. 56% Plus im Aktienteil sind also höchstwahrscheinlich hauptsächlich in den Jahren nach dem Corona Crash entstanden oder?

Du schreibst ja selbst:

Unterschätze daher nicht, wie du reagierst, wenn sich deine angeblich tolle Steuerstundung innerhalb kurzer Zeit in Luft auflöst oder sogar ins Minus dreht.

 

Ich würde an deiner Stelle einfach dankbar sein, dass es so gut gelaufen ist, ich in dem Alter so viel Geld auf der Seite habe und zusätzlich ein echt gutes Einkommen mit einer enormen Sparrate.

 

Strapazier das Glück nicht zu sehr, indem du versuchst, mit Kredit in Aktien zu gehen.

Danke für den Kommentar. 

 

Gebe dir vollkommend recht. Ich weiß nicht wie es mich "treffen" würde, wenn ein zweites 2009 anklopfen würde. Genau deshalb bin ich auch nur zu 50% in Aktien. 

 

Bei uns kosten vernünftige Eigeheime 400-450k all-in (inkl. Kaufnebenkosten, Küche, streichen, usw.). Wir könnten das komplett kreditfrei bezahlen. 

 

Auf lange Sicht wundert mich der Tenor der Kommentar jedoch ein wenig. Sollte man mir aufgrund der langen Zeit bis zur Rente bzgl. Erwartungswert nicht eher eine höhere Aktienquote empfehlen?

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Bolanger

Zum Thema Kredit oder Nicht-Kredit: Man sollte nicht so tun, als ob ein heute abgeschlossenes Darlehen so fix ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

 

Bei den Aktien wurde vorgerechnet, dass man bei 4% Kreditzinsen eine Rendite von 5,43% erwirtschaften müsste, damit sich der Kredit lohnt. Da diese Rendite nicht sicher ist, müsste man einen Risikoaufschlag auf das Aktieninvest bekommen, also eine rendite über 5,43% - wie weit auch immer darüber sei dahingestellt.

Die Renditen der Vergangenheit lagen darüber. Was die Zukunft bringt, weiß keiner. Rein aus Sicht historischer Renditen ist das Aktieninvest durchaus vorstellbar.

Ausgeblendet wird aber die kleine Flexibilität, die ein solches Darlehen bringt. Nach 10 Jahren kann man es zurückzahlen, auch wenn die Zinsfestschreibung 30 Jahre ist. Man geht als die Wette auf die Aktienmarktrendite nur für 10 Jahre ein und hat danach die tolle Möglichkeit, ein Darlehen zu Schnäoochenzinsen weiter laufen zu lassen oder es zurückzuzahlen, wenn dies sinnvoll ist.

Hinzu kommen weitere Unwägbarkeiten in der Lebensplanung. Wenn das Haus irgendwann mal vermietet werden soll, weil man den Platz nicht mehr braucht, dann ist amn oft froh, wenn es noch ein Darlehen hat. Dann kann man die Zinsen nämlich absetzen und as 4% Zinssatz werden schnell gut2 2% . Hat man ein haus erstmal abbezahlt und vermietet es dann, so gibt es diese Verrechnung der Zinskosten mit Gewinnen in der Einkommensteuererklärung nicht mehr.

 

Ich persönlich würde daher denn Hauskauf auf Pump nicht so schnell bei Seite wischen wie es hier getan wurde.

 

       

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 15 Minuten von T.Mälzer:

Und die "hohen" Einzahlungen in die Eigentümer-Gemeinschaftskasse setzen sich halt aus Reparaturen bzw. Rücklagen für diese zusammen.

Naja, wenn eine Dachpfanne herunter fällt, kann ich auch selbst herauf klettern und eine neue einlegen. Bei der Eigentümergemeinschaft wird eine Firma beauftragt.

Ich muss mein Haus auch überhaupt nicht reparieren. Die Eigentümergemeinschaft macht das aber.

 

vor 15 Minuten von T.Mälzer:

...Jede Mietzahlung ist eine zuviel!

Eigentlich ist das der Preis für das Wohnen, der abhängig von Größe, Komfort und Lage nun einmal bezahlt werden muss. Und den zahlst Du auf die eine oder andere Weise.

 

vor 10 Minuten von Bolanger:

...also eine rendite über 5,43% - wie weit auch immer darüber sei dahingestellt.

Die Renditen der Vergangenheit lagen darüber....

Wo drüber? Über einer Rendite von deutlich mehr als 5,43% p.a.?

Welche Vergangenheit?:

Die letzten 15 Jahre?

Die letzten 120 Jahre?

Die Zeit von 2000 bis 2014? Nein, da lag die Rendite deutlich drunter!

 

Es gibt viele Vergangenheiten!

 

vor 10 Minuten von Bolanger:

Ich persönlich würde daher denn Hauskauf auf Pump nicht so schnell bei Seite wischen wie es hier getan wurde.

Wenn es das Ziel sein sollte, möglichst nicht in der Privatinsolvenz zu landen, dann habe ich keine Sorgen.

Das Ziel war aber:

vor 3 Stunden von poorchild:

...Wohlstandsaufbau

 

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T.Mälzer
vor 3 Minuten von Schwachzocker:

 

Eigentlich ist das der Preis für das Wohnen, der abhängig von Größe, Komfort und Lage nun einmal bezahlt werden muss. Und den zahlst Du auf die eine oder andere Weise.

Es war in der Vergangenheit so, dass sich der Wert einer Immobilie nach 20 oder 30 verdoppelt oder verdreifacht hat. Man hat also mit seinen Tilgungsraten einen echten Mehrwert geschaffen. Nach 20 oder 30 Jahren Mietzahlungen hast du nichts geschaffen. 

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sedativ
vor 7 Minuten von poorchild:

Auf lange Sicht wundert mich der Tenor der Kommentar jedoch ein wenig. Sollte man mir aufgrund der langen Zeit bis zur Rente bzgl. Erwartungswert nicht eher eine höhere Aktienquote empfehlen?

 

Ja, das sollte man. Rein monetär betrachtet wäre eine Aktienquote nahe 100% und eine Mietwohnung unter den gegebenen Umständen die sinnvollste Option.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 9 Minuten von T.Mälzer:

Es war in der Vergangenheit so...

Bitte nicht...:(

 

vor 9 Minuten von T.Mälzer:

...Man hat also mit seinen Tilgungsraten einen echten Mehrwert geschaffen. Nach 20 oder 30 Jahren Mietzahlungen hast du nichts geschaffen. 

Mit meinen Mietzahlungen habe ich genauso einen Mehrwert geschaffen, wie mit Tilgungsraten. In beiden Fällen konnte ich dafür wohnen.

Der Unterschied ist, dass Dir die Immo irgendwann gehört.

Allerdings habe ich die gesparten Zinszahlungen in Aktien investiert, die mir nun auch gehören. Und da war es in der Vergangenheit so, dass sich der Wert... (hier je nach Bedarf das übliche Geschwafel eintragen)

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sedativ
vor 7 Minuten von T.Mälzer:

Man hat also mit seinen Tilgungsraten einen echten Mehrwert geschaffen. Nach 20 oder 30 Jahren Mietzahlungen hast du nichts geschaffen. 

 

Das ist doch sehr zu bezweifeln:

 

zendepot.de/kaufen-oder-mieten

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Puppi
vor 35 Minuten von T.Mälzer:

Ist das ein Missverständnis?

Ja...danke für den Hinweis. Ich meinte es natürlich anders herum.

Habe es oben korrigiert und das "nicht" entfernt :thumbsup:

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Bast
vor 4 Stunden von poorchild:

Die objektive Risikotragfähigkeit ist vermutlich höher als unsere subjektive Risikotoleranz. Mit 90% Aktien würde ich mich bei vielen 100k aktuell noch nicht wohlfühlen. Ich weiß nicht, ob ich mich zum aushalten "zwingen" muss.

Auf gar keinen Fall zum aushalten zwingen.

vor 3 Stunden von poorchild:

Wir würden nicht die kompletten 500k einsetzen wollen. Im Depot sind ~90k unversteuerte Gewinne aufgelaufen. Diese würde ich wg. der sonst anfallenden Steuer stehen lassen wollen. EK wären 200k geplant. 

Aber warum dann gehebelt investieren - nichts anderes ist eine Hypothek auf das Haus, während Du weiter in ETFs investiert bist?

vor einer Stunde von Schwachzocker:

Stelle Dir vor, Du besitzt bereits eine vollständig abbezahlte Immobilie. Und nun möchtest Du diese beleihen, um das geliehen Geld am Aktienmarkt investieren zu können. 

Genau so ist es. 

vor 42 Minuten von poorchild:

Auf lange Sicht wundert mich der Tenor der Kommentar jedoch ein wenig. Sollte man mir aufgrund der langen Zeit bis zur Rente bzgl. Erwartungswert nicht eher eine höhere Aktienquote empfehlen?

Aufgrund Eurer Risikotragfähigkeit könnte man eine wesentlich höhere Aktienquote empfehlen. Bei Deiner Risikotoleranz (s. 1. Zitat oben) eher nicht. 

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