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Puppi

Werden die Zinsen weiter steigen/sind Langläufer "Gift"?

Werden die Zinsen weiter steigen/sind Langläufer "Gift"? Beck vs. Kommer - wessen Prognose wird siegen?  

43 Stimmen

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

Kommer und Beck sind sich bzgl. der weiteren Zinsentwicklung nicht einig :D.

 

Beck sieht lang laufende Anleihen (sogar eine 20-jährige IBM) schon seit einiger Zeit attraktiv und hat diese auch in seinem Fonds Fixed Income One. Folglich geht er nicht davon aus, dass die Zinsen noch sehr stark weiter steigen. Hier das Interview von ihm: => KLICK

 

Gerd Kommer dagegen warnt förmlich davor, sich länger laufende Anleihen ins Depot zu legen. Er setzt (aktuell) ausschließlich auf Kurzläufer, weil er auch weiterhin ein sehr hohes Risiko sieht durch weiter steigende Zinsen. Hier das entsprechende Interview von ihm: => KLICK

 

Was glaubt ihr, wer eher richtig liegt? Die Entscheidung ist auch gleichbedeutend mit der eigenen Vermutung, in welche Richtung sich die Zinsen die nächsten Jahre entwickeln. 

 

Ich für mich sage gleich: Ich weiß es nicht! Prognosen zu Zinsentwicklungen sind mMn ebenso unmöglich wie Prognosen zu Aktienkursentwicklungen.

Trotzdem habe ich abgestimmt, aber mit einer etwas anderen Begründung, die ich hier erklärt habe :D.

 

PS: Die Umfrage ist öffentlich - es kann also eingesehen werden, wer wie abgestimmt hat.

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Schwachzocker
vor 5 Minuten von Puppi:

...Trotzdem habe ich abgestimmt, aber mit einer etwas anderen Begründung, die ich hier erklärt habe.

...weil Du auf Beck stehst, gib`s zu!

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 5 Minuten von Schwachzocker:

...weil Du auf Beck stehst, gib`s zu!

Erwischt :w00t: .

Habe heimlich meinen fetten Geldmarktbestand in seinen FIO investiert und meinen Vanguard All World ebenso aufgelöst (pfeiff auf die Steuerstundung!!!) samt Umschichtung in das GPO :yahoo:.

 

PS: Beck hat mich rumbekommen, indem er mir versprochen hat, dass ich demnächst auch kurz auf einem seiner Youtube-Videos mit dabei sein darf als "Beleuchtungs-Assistent".

 

Sofern Kommer mir ein besseres Angebot macht, würde ich nochmal überlegen B-).

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Schwachzocker
Gerade eben von Puppi:

Erwischt :w00t: .

Habe heimlich meinen fetten Geldmarktbestand in seinen FIO investiert und meinen Vanguard All World ebenso aufgelöst (pfeiff auf die Steuerstundung!!!) samt Umschichtung in das GPO :yahoo:.

Das meine ich nicht.

Du hast ein Poster von ihm im Schlafzimmer, stimmt`s?

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Puppi
vor 1 Minute von Schwachzocker:

Das meine ich nicht.

Du hast ein Poster von ihm im Schlafzimmer, stimmt`s?

:unsure:

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Cepha
· bearbeitet von Cepha

Ich hab meine länger laufenden Anleihen im Oktober 2025 abgestoßen und derzeit kaufe ich auch keine neuen nach.

 

Ich sehe nicht, dass Ländern ihr Staatsschuldenproblem in den Griff bekommen.

Der Risikoaufschlag ist mir auch zu klein.

 

Deustche Anleigen mit 1 Jahr Restlaufzeit sind aktuell bei 3,2%, bei 10-15 Jahren Restlaufzeit sind wir bei 3,7%. Das sind 0,5%/a Unterschied oder < 0,4%/a nach Steuern.

Dafür gehe ich derzeit das Zinsänderungsrisiko nicht ein. Würde ich eine gleich reale Chance sehen, dass die Zinsen mittelfristig auch wieder fallen wäre es eine Überlegung wert, aber da fehlt mir die Fantasie. (Deutschland nach starken Reformen als einzig sicherer Hafen unter den G7? Das ist aktuell eher Wunschdenken)

 

Was Beck und Kommer betrifft: Beide verdienen Geld mit Produkten, haben also in der "Beratung" einen Interessenskonflikt. wenn ich langlaufende Anleihen aktuell doof finde macht der Fixed Income One wenig Sinn. Zum Risiko kommen da ja auch noch die Kosten dazu.

 

---

 

https://de.tradingview.com/markets/bonds/
oder
https://www.boerse-stuttgart.de/de-de/tools/zinsstrukturkurven/

2-3 jährige Bundesanleihen könnt ich mir aktuell vorstellen. Erstaunlich finde ich, welchen Zinsaufschlag mal mittlerweile am langen Ende in UK bekommt. 5,3% für die 10-jährige. Puh, da will man mit ca. 100% Schulden in Relation zum BIP nicht der Finanzminister sein.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor einer Stunde von Cepha:

Der Risikoaufschlag ist mir auch zu klein.

 

Deustche Anleihen mit 1 Jahr Restlaufzeit sind aktuell bei 3,2%, bei 10-15 Jahren Restlaufzeit sind wir bei 3,7%. Das sind 0,5%/a Unterschied oder < 0,4%/a nach Steuern.

Dafür gehe ich derzeit das Zinsänderungsrisiko nicht ein

Kann ich absolut verstehen.

Ich glaube ja nach wie vor, dass das einer der Hauptgründe ist, warum sich viele Anleger am kurzen Ende/im Geldmarkt positionieren.

 

Ich persönlich sehe zusätzlich noch die Risikoprämie von langlaufenden Unternehmensanleihen zu mickrig im Vergleich zu IG-Staatsanleihen.

Die 20-Jährige IBM, die Beck z.B in seinem Fonds hat, wirft nur ca. 0,8% p.a. mehr ab als eine 20-jährige Frankreich. Für dieses mickrige Mehr an Vorsteuerrendite geht man dann zusätzlich das Risiko ein, dass in einer Finanzkrise 2.0 die IBM-Anleihe 40% mit den Aktien abrauschen, während eine deutsche 20er Bundesanleihe wahrscheinlich sogar nach oben geht. Nein danke.

 

Unternehmensanleihen sind für mich sowieso die unattraktivste Anlageklasse überhaupt. 

Unternehmerisches Risiko (wie bei Aktien) und Zinsänderungsrisiko in einem, aber trotzdem bei der möglichen Rendite im Gegensatz zu Aktien gedeckelt. Dazu noch keinen steuerlichen Bonus im Vergleich zu 30% Teilfreistellung bei Aktienfonds auch auf Kursgewinne. 

Wenn dann der entsprechende Unternehmensanleihen-ETF von den Kosten her noch teurer ist als ein Aktien-ETF, dann gibt das gar keinen Sinn mehr :'(.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 3 Minuten von Puppi:

Unternehmensanleihen sind für mich sowieso die unattraktivste Anlageklasse überhaupt. 

Interessant könnte doch sein, in Firmen investieren zu können, die keine Aktiengesellschaften sind. Derlei Beispiele gibt es zumindest in Deutschland ja zuhauf. Bosch ist ja immer so ein Beispiel.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 7 Minuten von satgar:

Interessant könnte doch sein, in Firmen investieren zu können, die keine Aktiengesellschaften sind. Derlei Beispiele gibt es zumindest in Deutschland ja zuhauf. Bosch ist ja immer so ein Beispiel.

Wieso?

Gibt es für nicht börsennotierte Unternehmen eine zusätzliche Rendite bei Anleihen?

Ich sehe keine:

https://www.onvista.de/anleihen/ROBERT-BOSCH-MTN-23-43-Anleihe-XS2629470761

 

Was soll der Vorteil sein, ob ich in Bosch- oder Siemens-Anleihen investiere?

Wenn es kracht in der Wirtschaft, rauschen beide ab.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 20 Minuten von Puppi:

Was soll der Vorteil sein, ob ich in Bosch- oder Siemens-Anleihen investiere?

Bosch hast Du noch nicht in Deinem Aktienportfolio.

Das ist natürlich ein Punkt, ich meine aber ein vernachlässigenswerter Punkt. Mir sind deutsche Mittelstandsanleihen bisher jedenfalls nicht als Quelle guter Rendite bekannt geworden.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

Die KI sagt zu dem Thema Unternehmensanleihen Ähnliches wie ich:

https://share.google/aimode/KvGB0IDBS7Xf0Qx2i

Zitat

 

1. Der steuerliche Nachteil (Deutschland)

Dies ist der wichtigste Praxis-Faktor für deutsche Privatanleger. Seit der Investmentsteuerreform müssen Erträge aus Fonds und ETFs unterschiedlich versteuert werden, um die Vorbelastung durch Körperschaftsteuern auszugleichen: [3]

Aktienfonds erhalten eine Teilfreistellung von 30 %. Gewinne und Ausschüttungen werden somit effektiv nur mit rund 18,46 % (statt 26,375 % inkl. Soli) belastet. [4, 5, 6]

Anleihenfonds (sowohl Unternehmens- als auch Staatsanleihen) erhalten 0 % Teilfreistellung. Jeder Euro Gewinn oder Kupon wird oberhalb des Sparerpauschbetrags mit den vollen 26,38 % besteuert. [4, 7]

 

Fazit: Um nach Steuern dieselbe Nettorendite wie ein Aktienfonds zu erzielen, muss ein Anleihenfonds vor Steuern eine deutlich höhere Performance hinlegen.

 

2. Die Produktkosten (TER & versteckte Handelskosten)

Auf der Ebene der Gesamtkostenquote (TER) sind ETFs auf Unternehmensanleihen zwar sehr günstig (meist um die 0,20 % p.a.), liegen aber minimal über den extrem hochvolumigen Core-Aktien-ETFs. [8, 9]

Der eigentliche Unterschied liegt in den Transaktionskosten innerhalb des Fonds:

Anleihen werden nicht wie Aktien sekündlich standardisiert an einer zentralen Börse gehandelt, sondern oft "Over the Counter" (OTC) zwischen Banken.

Wenn der ETF-Anbieter den Index nachbilden und Anleihen austauschen muss (z.B. weil eine Anleihe unter die Restlaufzeit von einem Jahr fällt und aus dem Index fliegt), sind die Handelskosten (Spreads) innerhalb eines Corporate-Bond-ETFs höher als bei einem MSCI World ETF. Dies spiegelt sich in einer leicht höheren Tracking Difference (Abweichung zur Indexperformance) wider. [10, 11]

 

3. Das "Rendite-Risiko-Paradoxon" im Portfolio-Kontext

Unternehmensanleihen sitzen psychologisch oft zwischen den Stühlen, was ihre Attraktivität in der Praxis mindert:

Im Vergleich zu Staatsanleihen: Sie bieten zwar eine Renditepräferenz (Credit Spread), im Falle eines echten globalen Wirtschaftscrashs (wie 2008 oder 2020) neigen Unternehmensanleihen mittlerer Bonität (BBB) jedoch dazu, unter Verkaufsdruck zu geraten. Sie verlieren genau dann an Wert, wenn Ihr Aktienportfolio ohnehin im Keller ist. Sie bieten daher weniger Diversifikationsschutz als Staatsanleihen hoher Bonität.

Im Vergleich zu Aktien: Sie begrenzen das Aufwärtspotenzial (gedeckelt durch den Kupon), tragen aber bei systemischen Krisen dennoch ein signifikantes systemisches Risiko. [1, 12, 13, 14]

 

Fazit für Ihre Analyse

Auf Produktebene leidet die Attraktivität von Unternehmensanleihen in Deutschland vor allem unter der fehlenden steuerlichen Teilfreistellung und dem Umstand, dass sie in Krisenphasen charttechnisch häufig mit dem Aktienmarkt korrelieren und somit die Volatilität des Portfolios weniger stark dämpfen als Top-Staatsanleihen. [7, 12, 14]

Sie sind primär dann attraktiv, wenn Sie ein festes Zeitfenster besparen (z.B. über Laufzeit-ETFs / iBonds), bei dem Sie das Zinsänderungsrisiko ausschalten möchten, aber eine höhere Rendite als beim klassischen Festgeld oder bei risikofreien Staatsanleihen erzielen wollen. 

 

vor 14 Minuten von Schwachzocker:

Bosch hast Du noch nicht in Deinem Aktienportfolio.

Das ist natürlich ein Punkt, ich meine aber ein vernachlässigenswerter Punkt.

Ich denke ebenso, ich kann auf Bosch verzichten in meinem Vanguard All World, ohne spürbare Nachteile zu haben:D.

 

 

...und hier noch die KI Meinung zu Langläufer-Corporates:

https://share.google/aimode/VlxWdEBFi8eXVaAlc

 

Zitat

Praxis-Fazit: Wann sind Langläufer-Unternehmensanleihen attraktiv?

 

In der Praxis gelten langlaufende Unternehmensanleihen unter professionellen Portfoliomanagern oft als "unbequemer Kompromiss":

 

Wenn Sie auf fallende Zinsen spekulieren wollen:

Wenn Sie felsenfest davon ausgehen, dass die Zentralbanken die Zinsen drastisch senken werden, fahren Sie mit langlaufenden Staatsanleihen meist besser. Diese haben in diesem Szenario keine "Spread-Bremse" durch Rezessionsangst und bieten den maximalen, sauberen Hebel.

 

Das Rendite-Kosten-Problem nach Steuern: Da Sie bei Langläufern Kursgewinne wie bei Aktien erzielen können, schmerzt der steuerliche Nachteil (keine 30 % Teilfreistellung) hier doppelt. Wenn Sie mit einem Langläufer-ETF 20 % Kursgewinn erzielen, zahlen Sie darauf die vollen ~26,38 % Steuern, während derselbe Gewinn bei einem Aktien-ETF nur mit ~18,46 % besteuert würde.

 

Einsatzbereich in der Praxis: Langlaufende Unternehmensanleihen-ETFs machen vor allem dann Sinn, wenn Sie eine dauerhafte, strukturell höhere Ausschüttungsrendite suchen und bereit sind, das extreme Auf und Ab der Kurse über Jahrzehnte auszusitzen – oder wenn Sie die Anleihen als Direktanlage (Einzeltitel) kaufen, um sich den aktuellen Zinskupon für die nächsten 15 Jahre absolut garantiert zu sichern.

 

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HHanseat

Vielleicht hilft es, Langläufer-Anleihen nicht isoliert, sondern als Bestandteil eines Portfolios zu betrachten. Dann möchte ich geringe Korrelation zu Aktien (meinem Hauptbestandteil) und gerade in Krisenzeiten mit "Flucht zur Sicherheit" sind Anleihen bester Bonität eins der wenigen erwartbar steigenden Portfoliobestandteile. Das bieten nur gute Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und weniger beliebte Staaten sind dagegen hochkorreliert mit dem MSCI World :

image.thumb.png.1c2b5af3b1856c95998687459b268af4.pngQuelle S. 66

 

Zur Orientierung kann man auch schauen, wo die Spreads/Aufpreise im historischen Vergleich liegen (Spoiler: historisch niedrig):

image.thumb.png.9debf831e5dfc67fb8397c1047bfe33a.png

Bei derart niedrigen Risikoaufschlägen lohnt sich m.E. derzeit nur beste Qualität. 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 8 Minuten von HHanseat:

Vielleicht hilft es, Langläufer-Anleihen nicht isoliert, sondern als Bestandteil eines Portfolios zu betrachten. Dann möchte ich geringe Korrelation zu Aktien (meinem Hauptbestandteil) und gerade in Krisenzeiten mit "Flucht zur Sicherheit" sind Anleihen bester Bonität eins der wenigen erwartbar steigenden Portfoliobestandteile. Das bieten nur gute Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und weniger beliebte Staaten sind dagegen hochkorreliert mit dem MSCI World :

image.thumb.png.1c2b5af3b1856c95998687459b268af4.pngQuelle S. 66

 

Zur Orientierung kann man auch schauen, wo die Spreads/Aufpreise im historischen Vergleich liegen (Spoiler: historisch niedrig):

image.thumb.png.9debf831e5dfc67fb8397c1047bfe33a.png

Bei derart niedrigen Risikoaufschlägen lohnt sich m.E. derzeit nur beste Qualität. 

:thumbsup:

 

Das ist auch mMn der einzig sinnvolle Einsatzzweck, siehe Harry Browne PP.

Wie du völlig richtig schreibst, kommen dann aber wirklich nur AAA-Langläufer in Heimatwährung in Frage (20-30 jährige Bundesanleihen z.B.). Wie hoch die Rendite ist, sollte dann auch zweitrangig sein, weil deren Hauptziel eben nicht Rendite ist.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

Zufällig habe ich mal nachgesehen, wo die Zinsen von Bundesanleihen vor gut 20 Jahren standen, also vor der Finanzkrise.

 

Ende 2005 (Start des iShares rexx 10+ ETF) waren die Zinsen witzigerweise fast exakt auf dem Niveau von heute (also 10-jährige Bundis bei ca. 3,5% und noch länger laufende Richtung 3,8%).

 

Damals konnten sich Bundi-Langläufer dann noch ziemlich lange sehr gut gegen Aktien behaupten, was natürlich auch an der Finanzkrise lag (Zinssenkungen sind eh klar).

Ich glaube nicht dass das damals jemand so vermutet hatte.

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/DE000A0D8Q31,IE00B0M62Q58

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Lazaros
vor 2 Stunden von Puppi:

Unternehmensanleihen sind für mich sowieso die unattraktivste Anlageklasse überhaupt. 

Seit wann?

Soll heißen, dass du den Siemens Balanced A0KEXM (mit 60% Unternehmensanleihen) vor gar nicht mal so langer Zeit als ARERO-Alternative/Ergänzung gang gut gefunden hast, kann mich auch irren und werde sicher hier nicht nach irgendwelchen Aussagen deinerseits dazu stöbern.

 

Und ich finde auch, dass du mit deiner  damaligen Einschätzung nicht so falsch lagst.  https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/DE000A0KEXM6,LU0360863863

Des pendelt sich schon wieder ein.

 

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Nachdenklich
· bearbeitet von Nachdenklich
vor 4 Stunden von Puppi:

Was glaubt ihr, wer eher richtig liegt? Die Entscheidung ist auch gleichbedeutend mit der eigenen Vermutung, in welche Richtung sich die Zinsen die nächsten Jahre entwickeln. 

 

vor 52 Minuten von Puppi:

Zufällig habe ich mal nachgesehen, wo die Zinsen von Bundesanleihen vor ca. 20 Jahren standen ....

 

Zufällig kann ich mich erinnern, früher mal Bundesanleihen mit einem Kupon von 10% im Depot gehabt zu haben.

Die Bundesrepublik gab 1981 Anleihen mit einem Zinssatz von 10,00 % aus. Damals lag die Inflation in Deutschland knapp über 6 %. Das gab eine ganz ordentliche Realrendite.

Und die Umlaufrenditen der zehnjährigen Bundesanleihen lagen zeitweise auch über 11%.

 

Insofern bin ich immer wieder überrascht, wie viele Menschen die heutigen Renditen für sehr hoch halten.

Die sind alle viel zu jung und sehen nur, was es in den letzten Jahren so gab! Die niedrigen Zinsen der letzten Jahre sind doch auf lange Zeit gesehen eher die Ausnahme.

;)

Ob und wieweit die Zinsen weiter steigen, wird davon abhängen, ob und in welchem Ausmaß die Notenbanken wieder Staatsanleihen aufkaufen.

Wer weiß das schon?

Wenn sie das tun, dann werden die Zinsen nur soweit steigen, wie die Notenbanken es zulassen. Dafür wird die Inflation deutlich stärker steigen.

 

Sollten sie es nicht tun, dann werden die Renditen bei den derzeitigen Staatsdefiziten weiter ansteigen.

 

 

 

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Lazaros
vor 1 Minute von Nachdenklich:

Die Bundesrepublik gab 1981 Anleihen mit einem Kupon von 10,00 % aus. Damals lag die Inflation in Deutschland knapp über 6 %. Das gab eine ganz ordentliche Realrendite.

 

Rückblickend. Es hätte genauso gut anders ausgehen können.  Zu deinem Kaufzeitpunkt war die Markterwartung eine andere.

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Nachdenklich
· bearbeitet von Nachdenklich
vor 7 Minuten von Lazaros:

Es hätte genauso gut anders ausgehen können.  Zu deinem Kaufzeitpunkt war die Markterwartung eine andere.

Das ist womöglich richtig.

 

Ich wollte nur andeuten, daß die Behauptungen mancher Profis und vieler Amateure, daß die derzeitigen Zinsen schon hoch seien, nicht unbedingt auf Weitblick (man kann auch weit nach hinten blicken) hindeuten.

Ich habe halt den Eindruck, daß manchen Mitmenschen in dieser Hinsicht die notwendige Phantasie fehlt.

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Schwachzocker

 

vor 2 Minuten von Nachdenklich:
vor 8 Minuten von Lazaros:

Rückblickend. Es hätte genauso gut anders ausgehen können.  Zu deinem Kaufzeitpunkt war die Markterwartung eine andere.

Das ist womöglich richtig.

Sagen wir: Es ist richtig!

 

vor 3 Minuten von Nachdenklich:

Ich habe halt den Eindruck, daß manchen Mitmenschen in dieser Hinsicht die notwendige Phantasie fehlt.

Es wäre eine gewinnbringende Charaktereigenschaft, wenn einen die Phantasie fehlt.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 1 Stunde von Lazaros:

Seit wann?

Soll heißen, dass du den Siemens Balanced A0KEXM (mit 60% Unternehmensanleihen) vor gar nicht mal so langer Zeit als ARERO-Alternative/Ergänzung gang gut gefunden hast, kann mich auch irren und werde sicher hier nicht nach irgendwelchen Aussagen deinerseits dazu stöbern.

 

Und ich finde auch, dass du mit deiner  damaligen Einschätzung nicht so falsch lagst.  https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/DE000A0KEXM6,LU0360863863

Des pendelt sich schon wieder ein.

Seit ich das hier verstanden habe:

Am 19.2.2026 um 12:13 von Puppi:

Anleihefonds mit hohem Unternehmensanleihenteil ab mittlerer Duration verhalten sich ähnlich wie defensive Mischfonds aus Aktien und (Staats)Anleihen/Geldmarkt.

Das wurde in einem Artikel auch gut beschrieben... falls ich den finde, verlinke ich ihn mal, aber jeder kann sich das eigentlich selbst logisch herleiten.

Das unternehmerische Risiko von Aktien ist eben auch in Unternehmensanleihen vorhanden. Deshalb knicken Corporate Bond-Fonds in Aktiencrashs auch deutlich ein...anders als Staatsanleihen mit gutem Rating.

 

Daher muss man der Aussage von @Schwachzockereigentlich schon zustimmen, dass diese Art Fonds (Corporate Bonds) ziemlich überflüssig sind.

Du hast recht.

Den Siemens Balanced fand ich tatsächlich mal ziemlich gut.

Das hatte mehrere Gründe.

Ich fand die TER sehr fair für einen angeblich aktiven Fonds. Dabei ist er eher ein Indextracker.

Seine gute Performance seit Auflage ist aber tatsächlich großteils auf die massiven Zinssenkungen und den 50% US-Aktienanteil im Stockpart zurückzuführen.

 

In der Zinswende hat er dann natürlich ziemlich eins auf die Mütze bekommen. Zuvor im Corona Crash brach er auch ein wie eine 50/50 Mischung aus Aktien + Geldmarkt.

Das ist das genannte "doppelte" Risiko von Corporate Bonds (Unternehmen + Zinsänderung).

Die steuerliche Geschichte hatte ich oben erklärt, wobei die beim Siemens mMn noch ok ist, da er immerhin 15% TFS bietet.

 

Eine 50/50 Mischung aus Arero + Siemens fand ich deshalb recht nett, da durch die 50/50 US/Europe-Aktiengewichtung im Siemens der dicke EM-Aktienteil im Arero gedämpft wird. Zudem wird das Verhältnis von Aktien zu Anleihen besser ausgeglichen (der Anleihehebel im Arero ist mMn zu schwach im Verhältnis zu den Aktien).

 

Schlecht finde ich den Siemens immer noch nicht (weil er eben ein ziemlich festes System hat...wie gesagt fast ein Indextracker und die TER top ist) und zumindest deutlich besser als z.B. einen Flossbach MO.

 

Was ich halt persönlich nie kaufen würde, sind Einzel-Unternehmensanleihen oder Unternehmensanleihen-Fonds.

Man braucht es mMn einfach nicht. Deren "Features" kann man auch mit Aktien + Staatsanleihen/Geldmarkt haben und das meist günstiger/mit steuerlichen Vorteilen.

Die KI hat das oben finde ich alles schon recht gut erklärt.

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Megatron
vor 3 Stunden von Nachdenklich:

Zufällig kann ich mich erinnern, früher mal Bundesanleihen mit einem Kupon von 10% im Depot gehabt zu haben.

Die Bundesrepublik gab 1981 Anleihen mit einem Zinssatz von 10,00 % aus. Damals lag die Inflation in Deutschland knapp über 6 %. Das gab eine ganz ordentliche Realrendite.

 

Ja, die hatte ich auch  :-)

Die Effective Federal Funds Rate lag unter Volcker in den USA im Juli '81 bei 22%, die höchste Inflation in den USA ein Jahr vorher aber nur bei 13%

 

 

 

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