FlintheartG. vor 20 Stunden · bearbeitet vor 20 Stunden von FlintheartG. Hier noch etwas ausführlicher zu unseren Überlegungen zum Selbstbau eines Lifestrategy Depots, da ich dies im LS-Thread nicht weiter vertiefen wollte. Unser Einstieg ins "Portfolio-Management" erfolgte auf Anraten einiger hier im Forum über einen Vanguard Lifestrategy ETF. Nach einigen Irrungen und Wirrungen wurden diese Bestände aber wieder verkauft. Aktuell sind ca 25% unseres Anlagevermögens im Vanguard FTSE All World investiert, rund 70% in DBX0AN & Tagesgeld und die restlichen 10% bestehen aus diversen Positionen (Einzelaktien und Bankanleihen und einer kleinen Spielgröße Bitcoin ETF) die unberührt mitlaufen. Wir wollen tatsächlich auf unsere alten Tage doch noch mehr in Aktien gehen, aber mit einem reduzierteren Risikoprofil. Wie vorhin geschrieben hadere ich seit einiger Zeit mit dem Gedanken Teile unseres RK1s wieder in einen oder mehrere der Lifestrategy ETFs zu investieren. Nach Betrachtung der Zusammenstellung der Vanguard ETFs und Überlegungen hinsichtlich unserer eigenen Sicherheitsbedürfnisse haben wir uns nun für eine andere Vorgehensweise entschieden, wobei das wohlbekannte 60/40 als Basis dient. Nach einigen Versuchen mit einem selbstgebauten Handelssystem war schnell klar dass es uns nicht möglich ist ein Buy & Hold eines Welt-ETFs mit einem selbst gebastelten System zu schlagen was die Rendite angeht (war auch nicht unsere Zielsetzung). Was sehr wohl möglich ist: bei 60% Aktienanteil ein reduziertes Verlustrisiko hinsichtlich des maximalen Verlustes gegenüber einem All World ETFs zu realisieren und zwar durch eine relativ simple Portfolio Zusammenstellung: 30 % FTSE All-World UCITS ETF (60 % Aktienanteil × 50 % Gewichtung) 10 % Consumer Staples ETF (60 % Aktienanteil × 16,6 % Gewichtung) 10 % Health Care ETF (60 % Aktienanteil × 16,6 % Gewichtung) 10 % High Dividend Yield ETF (60 % Aktienanteil × 16,6 % Gewichtung) 40 % Xtrackers II EUR Overnight Rate (DBX0AN) (Geldmarkt / €STR) Laut Chatty und Konsorten hätten wir hiermit ein "Ultra-Stabilitäts-Depot" gebaut (jährliches Re-balancing ist angedacht). Wir tauschen hiermit ein kleines Bisschen langfristige Rendite-Spitze (gegenüber einer vorherigen Variante ohne High Dividend Yield ETF) gegen eine nochmals glattere Kurve im Depotverlauf und eine deutlich erhöhte Ausschüttungsrendite. Durch den 10%-igen Dividendenbaustein schüttet der Aktienteil des Depots spürbar mehr regelmäßigen Cashflow aus, den wir entweder direkt verkonsumieren oder automatisch in den DBX0AN Geldmarkt-ETF fließen lassen. (Renditevergleich & Endwert ab dem Crash (2007 – 2026, Basiswert 10000 Euro) (Maximaler Drawdown im Vergleich (Krisen-Crashtest 2008) Mir ist klar dass die meisten hier diese Vorgehensweise nicht unbedingt mögen, aber für uns ist es ein big step. Sollten wir noch eine Nullzins- (oder gar negativ Zins-)phase miterleben dürfen wird der DBX0AN natürlich zur Disposition gestellt, soweit ist es aber erst einmal nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi vor 20 Stunden vor 3 Minuten von FlintheartG.: Was sehr wohl möglich ist: ein reduziertes Verlustrisiko hinsichtlich des maximalen Verlustes mit einem höheren Aktienanteil zu realisieren Hast du dich vertippt? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
FlintheartG. vor 20 Stunden · bearbeitet vor 20 Stunden von FlintheartG. vor 10 Minuten von Puppi: Hast du dich vertippt? nope, höchstens etwas undeutlich geschrieben, werde es verbessern. Jetzt deutlich? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
leoluchs vor 20 Stunden Glückwunsch - nach langem Hin und Her habt ihr eine für euch gute Lösung gefunden (wobei wir selbst die Consumer- und Health-Wette nicht eingegangen sind). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
FlintheartG. vor 19 Stunden vor 16 Minuten von leoluchs: Glückwunsch - nach langem Hin und Her habt ihr eine für euch gute Lösung gefunden (wobei wir selbst die Consumer- und Health-Wette nicht eingegangen sind). Vielen Dank, es ist uns bewusst dass es ein Blick in den Rückspiegel ist. Aber der Weg bis hierhin war interessant und jetzt fühlen wir uns gut mit dieser Entscheidung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
FlintheartG. vor 51 Minuten · bearbeitet vor 50 Minuten von FlintheartG. Ich habe unsere neue Portfolio-Zusammenstellung von ChatGPT durchleuchten lassen aufgrund des aktuellen OECD Interim Report "Weathering Successive Shocks" vom September 2026 - das gute Gefühl bestätigt sich weiterhin. Der OECD-Report als „Stresstest“ für Dein Portfolio Die OECD zeichnet im Kern vier relevante Marktregime: mäßiges Wachstum bei hartnäckiger Inflation als Basisszenario, einen erneuten Energie-/Inflationsschock, einen AI-/Aktienmarkt-Repricing-Schock und als positive Alternative eine schnellere Normalisierung von Energie und Inflation. Gleichzeitig warnt sie besonders vor weiter steigenden langfristigen Renditen, weil Staatsfinanzen und enorme private Kapitalnachfrage den Term Premium erhöhen könnten. Das bedeutet konkret für unser Depot: 1. DBX0AN passt erstaunlich gut zu genau diesem OECD-Szenario. Damit bekommen wir "hohe laufende Verzinsung + kaum Duration + sehr geringe Aktienkorrelation". 2. Dein Aktienblock ist defensiver als ein einfacher All-World - das ist kein Crashschutz, aber sie könnten die relative Fallhöhe reduzieren. 3. Der FTSE All-World bleibt trotzdem der wichtigste Renditemotor Wie gut deckt das die OECD-Risiken tatsächlich ab? Ich würde das Portfolio gedanklich in vier Motoren zerlegen: A. Wirtschaft wächst ordentlich: FTSE All-World und die anderen Aktien liefern Rendite. B. Wachstum schwächelt, aber Inflation bleibt hoch: DBX0AN + defensive Aktien helfen. C. Inflation/Energie eskaliert und Aktien + Bonds fallen gleichzeitig: DBX0AN ist entscheidend. D. Inflation kollabiert / Rezession / kräftige Zinssenkungen: Aktien können zunächst leiden, aber der DBX0AN bleibt nominal stabil. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bigwigster vor 10 Minuten Mit Health Care und Consumer Staples kann man dir auf jeden Fall kein Performancechasing vorwerfen die letzten Jahre. Würde mich über Updates freuen in Zukunft zu Rebalancing, Performance und natürlich eine Lifestrategy 60 vergleich Einziges Kommentar was ich mir erlauben möchte ist das der High Dividend Yield nicht zum reduzieren des Verlustrisikos im Aktienanteil passt. Aber 1/3 kann ja trotzdem als risikomindernd gelten lassen. Wobei ich bei Health Care/Consumer Staples neugierig auf die Entwicklung in den 70ern gewesen war, was ja neben den 00er Jahren so die Mega Krisen der letzten 60 Jahre wiederspiegelt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag