ramirez_asdf Samstag um 11:18 Guten Tag, mein Portfolio: - 57% Aktien ETFs - 28% Geld in EUR (FG-Leiter, TG, GMF, Euro Anleihen) - 10% Gold - 5% BTC Vermögen ist ca. 1,5M EUR, es existiert außerdem eine selbst bewohnte Familien Eigentumswohnung in Hamburg. Mein Ziel ist es in ca 12 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Wenn ich dann 55 Jahre alt bin ist kein fixer Zeitpunkt, es könnten auch 3 Jahre früher oder später sein, abhängig wie mir die Arbeit Spaß macht. Nach Belesen des Forums hinsichtlich Entnahmeplan bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass ich massiv Rendite verschwende. Meine Restlebenszeit ist noch sehr lang, deutsches Durchschnittsalter liegt bei über 80 Jahren und ich kann Aktien Crashes aushalten. 28% Anlagen in EUR Geld werfen inflationsbereinigt inkl. KAP einfach zu wenig ab. Da die absolute Summe bei Quotenerhöhung von 57% auf 70% nicht unerheblich ist, sehe ich ein hohes market-timing Risiko sofort alles umzuschichten. Daher ist mein Aufstock Ansatz eine Kombination aus: - 50% Zeitlich basiert: Aufstocken in 12 Monats Chargen - 50% Rücksetzer basiert: Extra nachkaufen. wenn der Kurs 5%, 10%, 15% in einem bestimmten Zeitfenster nachgibt Was ist Eure Meinung und Erfahrung? Wie immer Danke. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine Samstag um 12:05 Normalerweise ist all-in statistisch betrachtet im Schnitt die richtige Lösung. Im Schnitt bedeutet aber auch, dass es Zeiten gibt wo es fraglos richtig ist und andere in denen es nachteilig sein kann. Insbesondere bei überhitzten Märkten kann es zu spürbaren Rücksetzern kommen. Aktuell ist der Markt zumindest in ein paar Branchen etwas heiß gelaufen. Langer Rede kurzer Sinn, die geplante Vorgehensweise macht für mich Sinn. Definiere die gewünschten Parameter und dann stur umsetzen. Unabhängig davon solltest Du Dir Gedanken machen, wie Deine spätere Entnahme funktionieren soll. Reichen Dir die normalen Erträge oder wirst Du zukünftig Anteile verkaufen wollen? Nach meiner Erfahrung sind in der Entnahmephase ausschüttende Fonds von Vorteil, aber das ist nicht zwingend. Auch wenn Du heute noch von 12 Jahren Berufstätigkeit ausgehst, kann sich so etwas manchmal schneller ändern als einem lieb ist. Auch das solltest Du für Plan B im Auge behalten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES Samstag um 12:28 Ich würde das nicht zu kompliziert machen und auch nicht versuchen auf Ruecksetzer zu warten. Die kommen eh nie, wenn man mit Knete rumsteht. Wenn es in Tranchen sein muss, dann auch eher 3-4 mit je 2 Monaten Abstand. Ansonsten reden wir ja von rund 13% oder knappen 200k deines Vermögens. Das ist jetzt auch nicht sooooo viel (im Vergleich). Dein Anlagehorizont ist ja auch hinreichend lange. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor Samstag um 13:05 vor 1 Stunde von ramirez_asdf: Was ist Eure Meinung und Erfahrung? Ich würde als Erstes bewerten, wie hoch deine Entnahmerate aktuell sowie zum Start der Privatier-Phase ungefähr wäre und wie sie sich ab Beginn der Rentenzahlung verändert. Ab einer gewissen Vermögensgröße geht es m.E. nicht mehr um maximale Rendite, sondern vor allem um Vermögenserhalt und Resilienz. Wenn Du noch nicht Privatier bist zahlst Du in den nächsten 10 Jahren noch in ETFs ein und deine Aktienquote erhöht sich voraussichtlich über die Jahre ohnehin? Ich würde bei dem Vermögen keine Hauruck Aktion durchführen, die nicht notwendig ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio Samstag um 14:07 · bearbeitet Samstag um 15:28 von Malvolio Ich finde den Plan gut. Ob man jetzt 50:50 aufteilt oder auf wie lange man die tranchierte Aufstockung aufteilt ist letztendlich Geschmackssache. Ich würde es auch nicht zu kompliziert machen. Ich würde auch so vorgehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten Monaten/Jahren zu Turbulenzen kommt, ist vermutlich hoch. Ob man dann den richtigen Einstiegszeitpunkt erwischt, weiß man leider immer erst hinterher. Aber wenn man Stück für Stück einsteigt, reduziert man natürlich sein Risiko. Dass das dann auch mit Opportunitätskosten verbunden ist, muss man natürlich auch einkalkulieren. Wenn man sofort mit 100% einsteigt sind sowohl die Chancen als auch die Risken höher. Da muss man dann abwägen, was einem besser gefällt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Samstag um 14:11 vor 2 Stunden von ramirez_asdf: Da die absolute Summe bei Quotenerhöhung von 57% auf 70% nicht unerheblich ist, sehe ich ein hohes market-timing Risiko sofort alles umzuschichten. Nein, das wäre gerade kein Market-Timing. Market-Timing ist das, was Du vor hast. vor 3 Minuten von Malvolio: ...Die Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten Monaten/Jahren zu Turbulenzen kommt, ist vermutlich hoch. Diese Wahrscheinlichkeit ist so hoch wie immer. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Theobuy Samstag um 14:23 vor 3 Stunden von ramirez_asdf: Was ist Eure Meinung und Erfahrung? Ich würde auch alles sofort umschichten und mich dann weiter um die wichtigen Fragen des Lebens kümmern. Das, was heute psychologisch charmant aussieht kann zu einer sich mit der Zeit ständig verändernden Optimierung des Portfolios führen, wo dann noch mehr Vermögen nicht so investiert ist, wie es das neue Ziel ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rotenstein Samstag um 16:30 · bearbeitet Samstag um 16:31 von Rotenstein Wenn es mein Geld wäre, würde ich den Plan sofort und auf einmal umsetzen. Wie sich der Markt entwickelt, weiss man nicht, aber statistisch liegt man immer am besten, wenn man sofort investiert. Also: Das Geld in den Markt pumpen und vergessen. Wenn die Anlage langfristig ist, sind kurzfristige Bewegungen doch egal und man sollte es auch nicht bedauern, wenn es mal runtergeht. Andere Strategien sind statistisch schlechter, und auch sie können ins Auge gehen: Wenn man die Sache zeitlich streckt, ist es möglich, dass man zu immer höheren Preisen in einen steigenden Markt hineinkauft. Und wenn man dann endlich voll investiert ist, kommt der Krach. Wartet man auf einen Rücksetzer, kann es sein, dass dieser nie kommt und man deswegen nie investiert. Oder der Rücksetzer kommt zwar, aber sehr spät und nach einer langen Hausse, so dass man dennoch höhere Preise als heute bezahlt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ramirez_asdf Samstag um 17:51 · bearbeitet Samstag um 18:19 von ramirez_asdf Danke Euch. Ich sehe, die Meinung ist entsprechend geteilt Ich werde es nochmal sacken lassen und am Ende ist es eine Abwägung zwischen Rendite Opportunitätskosten und das Risiko, dass ich 13% des Vermögens zum ungünstigsten Zeitpunkt umschichte. Falls wir nicht in einer Allzeithoch Phase wären würde ich definitiv rabiater in der Umschichtung vorgehen. Ich bin kein Crash Prophet, aber die Aktien Bewertungen und Bewegungen sehen für mich ungesund aus, die Einschätzung ob das nun der Fall ist oder nicht ist aber ein anderes Thema. Falls ich den Tranchen / Rücksetzer Modus wähle, werde ich ihn nach klaren Regeln vollziehen. Tranchen per Sparplan und für Rücksetzer den Markt nur grob beobachten. Sonst wird man verrückt, ich erwische mich aktuell öfter, dass ich täglich die Kurse verfolge. Und was ich vergaß, ich muss sowieso teils in Tranchen arbeiten, da ein großer Teil des Geldes als FG-Leiter alle 6 Monate gebunden ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker Samstag um 18:38 vor 37 Minuten von ramirez_asdf: ...Falls wir nicht in einer Allzeithoch Phase wären würde ich definitiv rabiater in der Umschichtung vorgehen. Definitiv? Das, was Du vor hast, ist klassisches Marketiming und funktioniert bekanntlich nicht. Du machst es trotzdem. Aktien sind nun einmal riskant, und sie bleiben es. Mit Deiner Vorgehensweise verschiebst Du das volle Risiko lediglich in die Zukunft. Es kann genauso gut passieren, dass der Einbruch erst dann kommt, wenn die Umschichtung vollständig erledigt ist. Dann hast Du das schlechte aus beiden Welten mitgenommen. vor 41 Minuten von ramirez_asdf: ... Ich bin kein Crash Prophet, aber die Aktien Bewertungen und Bewegungen sehen für mich ungesund aus... Kannst Du bitte ein Beispiel dafür geben, wann die mal gesund aussehen? Wenn es eine Finanzkrise gibt, große Banken Pleite gehen und die Kurse sich halbiert haben, sieht es dann für Dich "gesund" aus? Oder wann? vor 44 Minuten von ramirez_asdf: Und was ich vergaß, ich muss sowieso teils in Tranchen arbeiten, da ein großer Teil des Geldes als FG-Leiter alle 6 Monate gebunden ist. Das wäre irgendwie schon einigermaßen wichtig gewesen, dies mitzuteilen, findest Du nicht? Dann hätte man sich nämlich jede Antwort sparen können. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
migieger vor 15 Stunden Am 3.10.2026 um 13:18 von ramirez_asdf: mein Portfolio: - 57% Aktien ETFs - 28% Geld in EUR (FG-Leiter, TG, GMF, Euro Anleihen) - 10% Gold - 5% BTC ... Nach Belesen des Forums hinsichtlich Entnahmeplan bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass ich massiv Rendite verschwende. Meine Restlebenszeit ist noch sehr lang, deutsches Durchschnittsalter liegt bei über 80 Jahren und ich kann Aktien Crashes aushalten. 28% Anlagen in EUR Geld werfen inflationsbereinigt inkl. KAP einfach zu wenig ab. In Deinem Portfolio sind 62% risikoreich (Aktien + BTC), der Rest risikoarm ("Cash" + Gold). Diesen Rest willst Du von 28% auf 15% reduzieren. Hälst Du die erhöhte Volatilität des risikoreichen Portfolios aus? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß Du Aktien zum Tiefpunkt verkaufen mußt, weil du nicht genügend "Cash" mehr hast? Ich tu mich schwer mit Deiner Aussage "28% ... werfen inflationsbereinigt ... zu wenig ab". Dafür ist der risikoarme Anteil auch nicht gedacht. Der ist für Deine Sicherheit da. Rendite kommt aus dem risikoreichen Anteil. Wenn Du erst in 12 Jahren in den Ruhestand gehen willst und keine Ausgaben aus dem Portfolio planst, hast Du genug Zeit einen Aktiencrash auszusitzen. Allerdings schichten z.B. Pensionsfonds 5 Jahre vor Entnahme von 100% Aktien in Aktien + "Cash" um ("mein" Pensionsfonds z.B. jedes Jahr 10% weniger Aktien bis 50/50 erreicht ist). M.E. kein schlechter Ansatz für ein eigenes Portfolio... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wpapifo vor 15 Stunden vor 18 Stunden von ramirez_asdf: Falls wir nicht in einer Allzeithoch Phase wären würde ich definitiv rabiater in der Umschichtung vorgehen. Ein Allzeithoch ist etwas völlig Normales. Danach geht es entweder runter oder es kommt eben ein neues Allzeithoch. Ein Allzeithoch sagt absolut nichts darüber aus, wie der Markt sich entwickelt und sollte daher für Investitionsentscheidungen überhaupt keine Rolle spielen. Ich würde auch alles sofort investieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
ramirez_asdf vor 14 Stunden · bearbeitet vor 14 Stunden von ramirez_asdf vor 1 Stunde von migieger: In Deinem Portfolio sind 62% risikoreich (Aktien + BTC), der Rest risikoarm ("Cash" + Gold). Diesen Rest willst Du von 28% auf 15% reduzieren. Hälst Du die erhöhte Volatilität des risikoreichen Portfolios aus? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, daß Du Aktien zum Tiefpunkt verkaufen mußt, weil du nicht genügend "Cash" mehr hast? Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, 15% sind ausreichend Puffer um 4-5 Jahre ohne weiteres Einkommen (Arbeitslosigkeit, Krankheit) zu leben. Die abbezahlte ETW gibt zusätzliche Sicherheit. vor 1 Stunde von migieger: Ich tu mich schwer mit Deiner Aussage "28% ... werfen inflationsbereinigt ... zu wenig ab". Dafür ist der risikoarme Anteil auch nicht gedacht. Der ist für Deine Sicherheit da. Rendite kommt aus dem risikoreichen Anteil. Mir ist klar, dass ich auch keine Rendite erwarten sollte. Ich meinte eher, dass 28% zu viel "unnötigen" Puffer enthalten. Diese Neubewertung kam, nachdem ich diverse Entnahmeplan Forenthreads gelesen habe. vor 1 Stunde von migieger: Wenn Du erst in 12 Jahren in den Ruhestand gehen willst und keine Ausgaben aus dem Portfolio planst, hast Du genug Zeit einen Aktiencrash auszusitzen. Allerdings schichten z.B. Pensionsfonds 5 Jahre vor Entnahme von 100% Aktien in Aktien + "Cash" um ("mein" Pensionsfonds z.B. jedes Jahr 10% weniger Aktien bis 50/50 erreicht ist). M.E. kein schlechter Ansatz für ein eigenes Portfolio... Guter Ansatz, anstelle vom Aktien-Anteil nur zu entnehmen, das Portfolio Schritt für Schritt Richtung weniger Volatilität umschichten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norica vor 12 Stunden · bearbeitet vor 12 Stunden von Norica vor 2 Stunden von ramirez_asdf: Guter Ansatz, anstelle vom Aktien-Anteil nur zu entnehmen, das Portfolio Schritt für Schritt Richtung weniger Volatilität umschichten. Bedenke jedoch auch, dass beispielsweise Pensionsfonds deshalb umschichten, weil sie das Geld in 5 Jahren wirklich benötigen. Bei Dir scheint das nicht der Fall zu sein: vor 2 Stunden von ramirez_asdf: ... 15% sind ausreichend Puffer um 4-5 Jahre ohne weiteres Einkommen (Arbeitslosigkeit, Krankheit) zu leben. ... weshalb ein schrittweiser Ausstieg nicht zwingend notwendig ist. Im Gegenteil, Du könntest deine Anlagen noch länger dem Marktrisiko und den Marktchancen ausgesetzt lassen. SG Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag