Lumpi13579 4. Oktober Hallo, Ich habe mir vor 15 Jahren ein Depot bei der Diba eröffnet und mir das Portfolio von einem Honorarberater zusammenstellen lassen und anschließend die 11 Fonds und ETFs gekauft und das Depot seit dem nicht mehr berührt. Nun denke ich schon länger drüber nach, ob man das Depot mal aufräumen müsste. Leider habe ich aber so gar keine Kenntnisse. Nun sagte mir jemand (Google), dass ich das Depot aufgrund der Steuerstundung so lassen soll, obwohl es veraltet ist und nicht mehr die optimale Zusammensetzung hat. Aber wenn ich neues Geld anlegen möchte solle ich das nur noch mit einem einzigen ETF machen, z.b. A2PKXG. Oder alles Neue z.b. bei der Quirionbank oder ähnliche Bank anlegen. Ist das so eine gute Entscheidung? Vielen Dank Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation 4. Oktober Dann schreib doch mal etwas über Dich, Deine Anlageziele, die Anlagestrategie und über das Risiko, mit dem Du anlegen willst. Poste eine Liste mit den 11 Fonds und ETFs. Wenn es eine Begründung von dem Honorarberater für diese Zusammenstellung gibt: poste auch diese. Was stört Dich an diesem Portfolio bzw. was möchtest Du anders haben? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lumpi13579 4. Oktober Mein Depot: 1. ISh.EO ST.Sel.Div.30 U.ETF DE 2. iSh.ST.GL.Sel.Div.100 U.ETF DE 3. iShs MSCI EM U.ETF USD 4. iShdll-Dev.Mkts Prop.Yld U.ETF Registered Shs USD 5.HSBC S&P 500 UCITS ETF Registered Shares o.N. 6. HSBC MSCI PAC. ex JP UCITS ETF Registered Shares o.N. 7. SPDR S&P US Divid.Aristocr.ETF Registered Shares o.N. 8. XTrackers Portfolio Inhaber-Anteile 1C o.N. 9. Xtrackers Euro Stoxx 50 Inhaber-Anteime 1D o.N. 10. ARERO - Der Weltfonds 11. AIS Amundi FAZ 100 Mich stört daran nichts. Ich benötige das Geld auch nicht und werde es in den nächsten 20 Jahren auch nicht unbedingt benötigen. Der Honorarberater sagte damals nur, dass man sich das alle 2 Jahre ansehen sollte. Jetzt sind 15 Jahre vergangen. Risikofreudig bin ich so in der Mitte. Vielen Dank Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
sedativ 4. Oktober · bearbeitet 4. Oktober von sedativ vor einer Stunde von Lumpi13579: Nun sagte mir jemand (Google), dass ich das Depot aufgrund der Steuerstundung so lassen soll, obwohl es veraltet ist und nicht mehr die optimale Zusammensetzung hat. So würde ich das auch sehen. Wilde Mischung, aber richtig grobe Fehler sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen (außer vielleicht Nr 4). Interessant wäre aber doch noch die prozentuelle Gewichtung der einzelnen Positionen und wieviel Prozent des Gesamtvermögens dieses Depot ausmacht. Zum Thema Neuanlage weiterer Gelder findest du hier unzählige Threads. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Theobuy 5. Oktober vor 8 Stunden von Lumpi13579: Mich stört daran nichts. Was hat dich bewogen, dich hier anzumelden und die Frage zu stellen? Wenn du jetzt kein Geld und auch nicht in Zukunft brauchst, ist das alles völlig in Ordnung, da stimme ich @sedativ zu. Dann ist es eh egal, was du machst. Die Wahrscheinlichkeit, dass du weiter ein gutes Ergebnis erzielst, ist sehr hoch. Wenn du dich besser aufstellen willst, könntest du dir in einem ersten Schritt neben dem genannten #4 noch #8 XTrackers Portfolio Inhaber-Anteile 1C - LU0397221945 mit 0,7% TER anschauen, auch wenn er in der Vergangenheit gut gelaufen ist. Der Preis ist hoch. Die insgesamt Positionen überschneiden sich, du bist also vielleicht weniger diversifiziert als angenommen und hast entsprechende Klumpen. Details hängen von der prozentualen Aufteilung deines Vermögens in den Positionen ab. Weiter wäre die Frage, was dich die Verwaltung des Depots aktuell kostet. Würdest du heute neu anfangen, könnte man das viel einfacher mit weniger Positionen und vor allem auch kostengünstiger bei derselben Diversifzierung umsetzen: Kosten sind dir sicher, der Anlageerfolg nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 5. Oktober Vor 15 Jahren gekauft bedeutet, dass sie nicht unter die Altregelung von vor 2009 fallen. Die Gewinne müssen also versteuert werden - ob nun heute oder in Zukunft sei dahingestellt. Rechne Dir doch selbst aus, wie hoch die Steuern sind. Die Fonds haben teils eine TER im Bereich > 0,5. Wenn Du sie verkaufst und andere kaufst, dann kannst Du die TER teils um 0,5% senken. Die Frage ist nur, ob die Steuerstundung mehr bringt als eine Kostenreduzierung von 0,5%. Ich habe daran meine Zweifel. Ausrechnen kannst Du es nur selbst, was in einer Tabellenkalkulation oder mit KI schnell möglich ist. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
GuyInborito 5. Oktober vor 8 Stunden von Lumpi13579: Mich stört daran nichts Das paßt gut zu vor 9 Stunden von Lumpi13579: Leider habe ich aber so gar keine Kenntnisse. Die Frage ist magst du dich in die Sache einarbeiten oder nicht? vor 8 Stunden von sedativ: ber richtig grobe Fehler sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen Nicht? Ich sehe da schon welche. zB für was soll der ARERO sein? Und für was die Dividenden? Und das Xtrackers Portfolio? Der "Berater" hat irgendwelchen Krempel wild zusammengeworfen was für einen Laien wahnsinnig professionell aussieht, an Albernheit aber kaum zu übertreffen ist um eine ordentliche Rechnung schreiben zu können. Der TO möge alles neue Geld ala Pantoffelportfolio nach Risikolust anlegen und fertig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
supertobs 5. Oktober Das Depot könnte schon vereinfacht werden punktuell und auch von den Gebühren gesenkt werden. Dazu bräuchte es die Angaben wieviel % je Anteil am Gesamtdepot (oder Eurowerte), wie hoch die im Gewinn stehen und wie hoch die TER Gebühren sind (besser sogar TD, aber das können wir nachholen). iSINs oder WKn angeben, dann haben wir es leichter. Ich würde als Minimalziel sehen, das Du die Strategie des Depots verstehst und in dem Sinne korrekt nachkaufen kannst. Du machst da ja anscheinend mittlerweile ohne Berater. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lazaros 5. Oktober · bearbeitet 5. Oktober von Lazaros vor 46 Minuten von GuyInborito: Der "Berater" hat irgendwelchen Krempel wild zusammengeworfen was für einen Laien wahnsinnig professionell aussieht, an Albernheit aber kaum zu übertreffen ist Andere Meinung (KI): Die ausführliche Antwort, worauf ich bei meinen Überlegungen aufbauen würde. "Die klare Empfehlung lautet: Lassen Sie das bestehende Depot so laufen und fassen Sie es nicht an. Da Sie das Geld in den nächsten 20 Jahren nicht benötigen, Sie nichts stört und Sie eine mittlere Risikobereitschaft haben, wäre ein aktives „Aufräumen“ (Verkaufen und Umschichten) aus finanzieller Sicht ein kostspieliger Fehler. Warum Sie das Depot so lassen sollten (Die Rationale) Der Steuerstundungseffekt (Ihr größter Vorteil): Nach 15 Jahren Liegezeit befinden sich in Ihren Positionen erhebliche Buchgewinne. Würden Sie diese jetzt verkaufen, um das Depot „schöner“ oder übersichtlicher zu gestalten, würde das Finanzamt sofort 25 % Abgeltungsteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer) auf die Gewinne einbehalten. Dieses Geld ist dann unwiderruflich weg und kann in den nächsten 20 Jahren keine Zinseszinsen mehr für Sie erwirtschaften. Die Mischung passt zu Ihrem Risikoprofil: Ihr Honorarberater hat Ihnen damals eine sehr solide, wenn auch heute etwas „altmodisch“ anmutende Struktur gebaut. Sie haben eine Mischung aus globalen Aktien, Dividendenwerten, Schwellenländern (MSCI EM), Immobilien (Prop. Yld.) und mit dem ARERO Weltfonds sowie dem Xtrackers Portfolio sogar bereits fix und fertige Multi-Asset-Lösungen im Depot. Diese Kombination fängt Schwankungen gut ab – das entspricht exakt Ihrer gewünschten „Mitte“ beim Risiko. „Never change a running system“: Dass Sie das Depot 15 Jahre lang nicht angerührt haben, war intuitiv das Beste, was Sie tun konnten. Die Fonds sind allesamt groß, liquide und laufen stabil. Die Zerstückelung in 11 Positionen ist zwar optisch unübersichtlich, strukturell aber kein Nachteil. Strategie für die Zukunft: Das „Zwei-Topf-Modell“ Falls Sie in Zukunft neues Geld anlegen möchten (entweder per Einmalanlage oder über einen monatlichen Sparplan), sollten Sie dieses nicht mehr auf die 11 alten Positionen aufteilen. Das würde das Depot unnötig verkomplizieren. Verfahren Sie stattdessen nach dem Kern-Satelliten-Prinzip: Topf 1 (Das alte Depot): Einfach komplett in Ruhe lassen. Ausschüttungen können Sie entweder auf dem Verrechnungskonto ansparen oder manuell in Topf 2 leiten. Topf 2 (Das neue Geld): Investieren Sie neue Beträge in nur einen einzigen, hochdiversifizierten Welt-ETF. Dieser deckt die gesamte Weltwirtschaft kostengünstig und pflegeleicht in einer einzigen Position ab. Hervorragende, moderne Ticker-Beispiele für neues Geld: Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (A2PKXG) (Thesaurierend – legt Dividenden automatisch wieder an, ideal für die nächsten 20 Jahre). iShares MSCI ACWI UCITS ETF (A1JMDF) (Die größte Alternative auf den MSCI-All-Country-Index). Fazit & nächste Schritte Sie müssen nichts tun. Freuen Sie sich über die Disziplin der letzten 15 Jahre, lassen Sie die Steuerstundung für sich arbeiten und lenken Sie frisches Kapital einfach stur in einen modernen All-World-ETF." Meine Zusammenfassung: Lassen Sie das bestehende Depot so laufen und fassen Sie es nicht an Sie müssen nichts tun. Freuen Sie sich über die Disziplin der letzten 15 Jahre, lassen Sie die Steuerstundung für sich arbeiten und lenken Sie frisches Kapital einfach stur in einen modernen All-World-ETF. PS Da Sie sich „in der Mitte“ beim Risiko einordnen, legen Sie einen Teil des neuen Geldes komplett risikofrei an (Geldmarktfonds). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 5. Oktober vor 11 Stunden von Lumpi13579: Mein Depot: 1. ISh.EO ST.Sel.Div.30 U.ETF DE 2. iSh.ST.GL.Sel.Div.100 U.ETF DE 3. iShs MSCI EM U.ETF USD 4. iShdll-Dev.Mkts Prop.Yld U.ETF Registered Shs USD 5.HSBC S&P 500 UCITS ETF Registered Shares o.N. 6. HSBC MSCI PAC. ex JP UCITS ETF Registered Shares o.N. 7. SPDR S&P US Divid.Aristocr.ETF Registered Shares o.N. 8. XTrackers Portfolio Inhaber-Anteile 1C o.N. 9. Xtrackers Euro Stoxx 50 Inhaber-Anteime 1D o.N. 10. ARERO - Der Weltfonds 11. AIS Amundi FAZ 100 Um zu wissen, ob das Depot ausreichend ausbalanciert ist, braucht man eine Vorstellung von der Verteilung. Grobe Prozentwerte würden reichen. Wenn ich von einer Gleichgewichtung ausgehe, scheint mir für ein mittleres Risiko der Aktienanteil etwas hoch. Vermutlich ist über die letzten 15 Jahre der Aktienanteil gestiegen, während die mehr defensiven Positionen (4+8) eine weniger hohe Rendite hatten. Diesem Trend kannst Du entgegenwirken, indem Du beispielsweise die Ausschüttungen bei den Aktienfonds in risikoarmen Assets anlegst (z.B. Geldmarkt/Tagesgeld). Da kann auch ein Teil der zukünftigen Sparraten hinein laufen. Neues Geld würde ich tatsächlich aufgrund der etwas hohen Kosten nicht in der alten Struktur anlegen sondern es wie von der KI vorgeschlagen einfacher machen. Ein ETF auf den FTSE All World ist eine gute Wahl. Die ganze Welt incl. Emerging Markets in einem einzigen Fonds. Ich würde allerdings den von Invesco aufgrund der minimal geringeren Gebühren bevorzugen. Den gibt es wahlweise ausschüttend oder thesaurierend (IE0000QLH0G6 oder IE000716YHJ7). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
okay 5. Oktober Invesco ist mittlerweile etwas teurer, da Vanguard die TER gesenkt hat. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi 5. Oktober · bearbeitet 5. Oktober von Puppi vor 14 Minuten von okay: Invesco ist mittlerweile etwas teurer, da Vanguard die TER gesenkt hat. ....und der neue Vanguard Global All Cap noch günstiger (0,07%). Ich sehe absolut keinen Grund mehr, diesen nicht zu wählen, sofern man eine neue Position eröffnen will in Richtung Welt-MCAP-ETF. vor 12 Stunden von Lumpi13579: Mich stört daran nichts. Dann lasse es so und investiere neues Geld je nach Risikolevel in den genannten Vanguard All Cap . Einziger wichtiger Punkt (und der ist wirklich wichtig!): Du solltest abschätzen können, wie tief dein Depot in einem richtig heftigen Crash (a´la 2008/2009) fallen kann und ob du das mental aushältst. Ich vermute, dass du noch nie so einen Crash erlebt hast mit entsprechender Summe. Es geht nur darum, dass du nicht in einem 50% Aktien-Crash plötzlich dein "böses Erwachen" erlebst und panisch deine Positionen auflöst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio 5. Oktober · bearbeitet 5. Oktober von Malvolio Also das Portfolio ist schon eine etwas wilde Mischung. Aber ich sehe auf den ersten Blick nichts schlimmes. Wie schon gesagt wäre es hilfreich die ungefähren Gewichte (prozentuale Anteile) der einzelnen Positionen am Gesamtwert des Portfolios zu kennen und auch die WKN oder ISIN der einzelnen Fonds. Auf jeden Fall würde ich erstmal nichts übereilen. Ob man dann vielleicht insgesamt etwas verändern will, muss man dann sehen. Man muss ja auch nicht gleich alles verkaufen. Grundsätzlich gilt: Breit streuen, Kosten niedrig halten, Risken im Blick behalten. .... Aber wie du dich dann in Zukunft ganz konkret aufstellen willst, das hängt von vielen Umständen ab, die wir leider nicht kennen. Was für Ziele hast du mit der Geldanlage wäre der erste und in welcher Situation du dich befindest und wie die Rahmenbedingungen sind? Wie ist die steuerliche Situation? Für zwei verschiedene Personen kann ein und das das selbe Portfolio geeignet oder ungeeignet sein .... das kommt immer auf den Einzelfall an. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 5. Oktober vor einer Stunde von okay: Invesco ist mittlerweile etwas teurer, da Vanguard die TER gesenkt hat. Danke für den Hinweis, den hatte ich mental noch mit 0,17 % verortet. 0,14 % ist erfreulich. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
etf-friese 5. Oktober · bearbeitet 5. Oktober von etf-friese typo vor 17 Stunden von Lumpi13579: Ich habe mir vor 15 Jahren ein Depot bei der Diba eröffnet und mir das Portfolio von einem Honorarberater zusammenstellen lassen und anschließend die 11 Fonds und ETFs gekauft und das Depot seit dem nicht mehr berührt. Wenn Du das Depot schon sehr lange nicht angefasst hast, steht wahrscheinlich bei der ING der Schalter für die automatische Wiederanlage auf "ON". vor 17 Stunden von Lumpi13579: Aber wenn ich neues Geld anlegen möchte solle ich das nur noch mit einem einzigen ETF machen, z.b. A2PKXG. Falls Du das so oder ähnlich machen willst, würde ich den Schalter auf "OFF" stellen damit die Ausschüttungen der alten Fonds auch in den neuen ETF fließen können. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Lumpi13579 5. Oktober Oh, cool, so viele Antworten. Vielen Dank schonmal. Ich lese das später in Ruhe alles durch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag