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Deka-Depot vereinfachen: Welche ETF-Lösung wäre sinnvoll?

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piranha80

Ich bin erst seit einigen Jahren an der Börse aktiv und habe in dieser Zeit einiges investiert. Inzwischen möchte ich mein bestehendes Wertpapierdepot aber deutlich vereinfachen. Ich möchte der Deka nicht unbedingt den Rücken kehren, allerdings weg von teuren Produkten und einer Anlagestrategie, die ich selbst kaum noch überblicke.

 

Eine Handvoll kostengünstiger ETFs aus dem Deka-Universum würde mir vollkommen reichen. Mir geht es nicht um die perfekte Lösung, sondern um eine vernünftige, verständliche und langfristig tragfähige Aufstellung.

 

1. Meine Ausgangssituation

Alter: 72 Jahre

Familienstand: verwitwet

Berufliche Situation: Rente, nebenberuflich weiterhin als Dozentin tätig

Rente: ca. 3.000 € monatlich zuzüglich Einkünften aus der Nebentätigkeit

Anlagehorizont: langfristig; das Geld wird voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht benötigt

Anlageziel: Altersabsicherung und späteres Erbe

Weitere Wertpapierdepots: keine

Sonstiges relevantes Vermögen: keines

Tages- oder Festgeld: keines

Schulden/Kredite: keine

Sparer-Pauschbetrag: ausgeschöpft

 

2. Mein Risikoprofil

Kapitalerhalt ist mir etwas wichtiger als die maximale Renditechance. Vorübergehende Kursverluste in einer Größenordnung von etwa 25 % könnte ich aushalten. Da das Depot allerdings einen wesentlichen Teil meines Vermögens darstellt, möchte ich keine unnötigen Risiken eingehen.

 

3. Depot und Betreuung

Es handelt sich um ein Deka-Bank-Beraterdepot. Mit meinem Berater bespreche ich das Depot ungefähr alle sechs Monate.

Ich überlege, ob ich den Berater zumindest als Ansprechpartner behalten sollte. Dein Depotwechsel ziehe ich in Betracht. Nach meiner bisherigen Recherche könnte der S Broker kostengünstiger sein - vor allem auch, wenn es um eine Umschichtung geht. Ich weiß nur noch nicht, ob ich komplett auf den Berater verzichten sollte, falls mal was ist..


4. Mein aktuelles Depot

Stand 2026 umfasst das Depot 23 Positionen mit einem Gesamtwert von rund 366.907 €.
 

Globale Aktien

Deka-ESG GlobalChampions (DE000DK0V554) – 33.165 €

Deka Globale Aktien LowRisk (LU0851806900) – 21.169 €

Deka-ESG DividendenStrategie (DE000DK0V521) – 17.309 €

Deka Portfolio ESG Globale Aktien (LU0133819333) – 5.153 €
 

Themenfonds

Deka-Industrie 4.0 (LU1508359509) – 15.018 €

Deka-UmweltInvest (DE000DK0ECS2) – 12.208 €

Deka-Künstliche Intelligenz (LU2339791803) – 8.386 €

 

Immobilienfonds

Deka-Immo Metropolen (DE000DK0TWX8) – 28.962 €

Deka-Immo Global (DE0007483612) – 20.739 €

hausInvest (DE0009807016) – 12.130 €

Deka-Immo Europa (DE0009809566) – 10.484 €

 

Rentenfonds

Deka-ESG Renten CF(A) (LU0703711035) – 30.622 €

Weltzins-INVEST (P) (DE000A1CXYM9) – 19.523 €

Deka-ESG BasisStrategie (LU0107368036) – 16.364 €

 

Zertifikate

Deka Express VarioZins Spezial 25/30 (I) (DE000DK1D1S3) – 25.518 €

Deka Express MEM 25/30 (DE000DK1DX13) – 25.155 €

Deka Express VarioZins Spezial 25/30 (II) (DE000DK1G8H8) – 20.086 €

Deka Tresor-Anleihe mit Cap 25/29 (DE000DK1DX47) – 9.797 €

LB Hess. Thr. Carrara (DE000HEL0DR0) – 9.873 €

 

Sonstige

Deka PrivatDepot 1 (DE000A1JSHE6) – 24.670 €

DekaLux-Geldmarkt (LU0052863874) – 389 €

Deka-VarioInvest TF (DE0009771824) – 188 €

 

5. Die Kosten

Laufende jährliche Kosten: ca. 8.807 €

Bisher gezahlte Ausgabeaufschläge: ca. 11.792 €

Die laufenden Kosten empfinde ich inzwischen als zu hoch.

 

6. Meine eigene Idee: drei ETFs

Ich habe mich im Forum eingelesen und folgende mögliche Zielstruktur recherchiert. Ob sie für meine Situation tatsächlich sinnvoll ist, kann ich selbst nicht beurteilen.
 

3-ETF-Lösung: 50% Aktien - 25% + 25% Defensiv
 

180.000 € Globale Aktien Deka MSCI World UCITS ETF (DE000ETFL508), TER 0,30 %

90.000 € Kurzlaufende deutsche Staatsanleihen Deka Deutsche Börse EUROGOV Germany Money Market UCITS ETF (DE000ETFL227), TER 0,12 %

90.000 € Deutsche Staatsanleihen mit 1–3 Jahren Restlaufzeit Deka Deutsche Börse EUROGOV Germany 1-3 UCITS ETF (DE000ETFL185), TER 0,15 %

Gesamt 360.000 €, Kosten ca. 783 € p. a.

 

7. Meine Fragen an euch

1. Ist diese Aufteilung für meine Situation grundsätzlich plausibel? Oder würdet ihr eine andere Aktienquote empfehlen?

2. Sind die Deka-ETFs eine sinnvolle Kombination? Oder gibt es im Deka-Universum eine passendere Alternative, etwa einen Geldmarkt- oder kurzlaufenden Rentenfonds?

3. Welches Depotmodell der Deka würdet ihr wählen? Ist der S Broker tatsächlich die günstigste Möglichkeit?

4. Wie würdet ihr die Umstellung praktisch angehen? Die bestehenden 23 Positionen möglichst zügig verkaufen und einfach machen? Rückgabefristen der Immobilienfonds müsste ich klären.

 

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, die letzte Nachkommastelle bei der Rendite herauszuholen oder jedes denkbare Szenario zu hedgen. Ich möchte eine übersichtliche, kostengünstige und verständliche Lösung, mit der ich langfristig ruhig schlafen kann. Das Bessere ist der Feind des Guten – ich suche keine perfekte Lösung, sondern eine vernünftige.

Vielen Dank für eure Einschätzungen und Vorschläge.

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Belgien
· bearbeitet von Belgien
vor 9 Minuten von piranha80:

 

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, die letzte Nachkommastelle bei der Rendite herauszuholen

 

Das ist bei der zusätzlichen Einschränkung aller Vorschläge auf „im Deka-Universum“ ohnehin nicht möglich. Woher resultiert diese Einschränkung, wenn doch eine generelle Bereitschaft besteht, zum S Broker zu wechseln? Beim S Broker darf man auch ETFs außerhalb des Deka-Universums erwerben.

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt

Das ist der typische Beraterzoo: Globale Aktien LowRisk, aber dann doch wieder Künstliche Intelligenz, um dort keine Chancen zu verpassen, dazu "Betongold"-Ersatz in Form von Immofonds - totaler Unfug. Mein Tipp: Schau die mal das Pantoffel-Portfolio der Stiftung Warentest daraufhin an, wie man ein wirklich einfaches Portfolio aus zwei Bestandteilen bauen kann: Ein Renditebaustein und ein Sicher­heits­baustein, die sich je nach Risik­obereitschaft unterschiedlich mischen lassen:

https://www.test.de/Anlagestrategie-Pantoffelportfolio-Einzahlphase-5179990-0/

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Lardu17
· bearbeitet von Lardu17

Ich finde, du bist schon auf dem richtigen Weg. Im Deka-Universum zu bleiben bietet aber mMn keinen Vorteil. Denke daran, dein „Berater“ ist kein Berater sondern Verkäufer. Das sieht man eindrucksvoll an laufenden Kosten und Ausgabeaufschlägen.

 

Zu deinen Fragen:

1. Ich denke ja. Ein Drawdown größer 25% auf das Gesamtdepot wäre so sehr unwahrscheinlich.

2. Im Deka Universum ist das mit das günstigste und damit beste. Insbesondere den Aktienanteil gibt es aber woanders breiter gestreut und günstiger, auch über den S Broker. Z.B. FSTE Global All Cap oder Amundi Prime Global für 0,07% TER. Das ist relativ gesehen massiv weniger als 0.3% TER.

3. S Broker ist in Ordnung.

4. Du kannst Dir ja ausrechnen wie schnell du die anfallenden Steuern durch die gesparten Kosten wieder drin hast. Würde das zügig angehen, gerade wenn das Depot noch Jahrzehnte bestehen soll und ggf vererbet wird. Verlustpositionen als erstes Auflösen. In den Themen- und Immobilienfonds liegen wahrscheinlich größere Risiken als du denkst.

 

Viel Erfolg!

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west263
vor 58 Minuten von piranha80:

Ich bin erst seit einigen Jahren an der Börse aktiv

Bei der Menge an Kosten und Gebühren war dein Berater der einzige der hier aktiv war. Du warst leider das Lamm, dass er auf der Schlachtbank hatte.

 

Ich würde es mir dreimal überlegen, mit irgendeinem Berater weiter zu machen. Mit den ETF verdient er kein Geld mehr an dir. Da stellt sich möglicherweise die Frage, ob er überhaupt noch Zeit in dich investieren wird.

 

Auf jeden Fall ist diese 50/50 Aufteilung zwischen Risiko und risikoarm mit 3 ETF und einem World ETF schon mal ein richtiger Ansatz.

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Euronensammler

Unter den genannten "Rahmenbedingungen" finde ich die vorgeschlagene Aufteilung nachvollziehbar und gangbar und 1000 mal besser als der superdiversifizierte aktuelle Depotzustand.

Auch mit unvermeidbar zunehmendem Alter und nachlassenden Kräften kannst du so ein 3-ETF Depot noch zu lange überblicken.

Und wenn der SPK-"Berater" vielleicht eine (einzige finanzgebildete?) lokale Vertrauensperson ist, die auch langfristig verfügbar ist - so ist das bei einem alten Verwandten von mir auf dem einsamen Dorf - dann ist das halt so.

 

Viel Zustimmung wird es hier für Sparkasse und DEKA nicht geben. Die Treue wird ein paar Euro kosten, gegenüber dem kosten- oder sonstwie optimierten ETF Depot, aber was solls. Hoffentlich gibt es keine große persönliche Enttäuschung vom Berater.

 

Mich würde noch interessieren, mit welchen Argumenten seitens des SPK-Fachmanns das augenblickliche Depot zustande kam. Wurde es transparent mathematisch (MaxDrawndown, Volatilität, etc.) hergeleitet?

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piranha80
· bearbeitet von piranha80
vor 2 Stunden von Belgien:

Das ist bei der zusätzlichen Einschränkung aller Vorschläge auf „im Deka-Universum“ ohnehin nicht möglich. Woher resultiert diese Einschränkung, wenn doch eine generelle Bereitschaft besteht, zum S Broker zu wechseln? Beim S Broker darf man auch ETFs außerhalb des Deka-Universums erwerben.

Ich kann mich noch nicht ganz damit anfreunden, komplett allein auf mich gestellt mit dem S Broker zu sein. Bin noch zwiespältig, ob ich zum S Broker wechseln werden. 

vor 52 Minuten von Euronensammler:

Mich würde noch interessieren, mit welchen Argumenten seitens des SPK-Fachmanns das augenblickliche Depot zustande kam. Wurde es transparent mathematisch (MaxDrawndown, Volatilität, etc.) hergeleitet?

Gemeinsam mit meinem kürzlich verstorbenem Mann wurde das Depot um unsere Ziele von Stabilität und etwas Rendite durch den Berater gebaut. Schlagworte waren Diversifizierung und Absicherung gegen Risiken. Inzwischen weiß ich zumindest, dass mehr Produkte nicht mehr Diversifizierung bedeuten müssen. Bei den Fonds kommen dieselben Aktien immer wieder vor. Die Zertifikate verstehe ich auch nicht, also welches wofür gedacht ist. Ich dachte mir, es gibt vielleicht eine Forenempfehlung für ein Brot-und-Butter-Depot. Erstmal will ich im Deka-Universum bleiben. So komplett umkrempeln ist für Profis leicht gesagt, ich möchte das (noch) nicht und finde auch eine TER von 0,30% nicht unbedingt dramatisch. Da ich bislang eher 2,4% zahle, wenn man alles zusammen nimmt, was wirtschaftlich wie Kosten wirkt.

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piranha80
vor 53 Minuten von Euronensammler:

Auch mit unvermeidbar zunehmendem Alter und nachlassenden Kräften kannst du so ein 3-ETF Depot noch zu lange überblicken.

Pflegeleicht wäre es also, weil einmal umschichten und dann ggf. jährlich austarieren? Aktien kann ich mir ja noch vorstellen. Die beiden Anleihe-ETFs habe ich im Forum "aufgeschnappt", dann sollten sie hoffentlich gut genug sein.

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west263
vor 7 Minuten von piranha80:

Ich kann mich noch nicht ganz damit anfreunden, komplett allein auf mich gestellt mit dem S Broker zu sein. Bin noch zwiespältig, ob ich zum S Broker wechseln werden. 

Schau dir einfach an, was Du Jahr für Jahr an Kosten sparst und welche Gebühren Du nicht mehr zahlen musst. Das sollte eigentlich ausreichen sich zu fragen, ob man so jemanden weiterhin so horrend bezahlen möchten.

 

Es ist einfacher als man denkt, sich selber darum zu kümmern. und erst recht, wenn Du es so einfach gestaltest, wie Du es vor hast

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piranha80

 

vor 2 Stunden von hattifnatt:

Mein Tipp: Schau die mal das Pantoffel-Portfolio der Stiftung Warentest daraufhin an, wie man ein wirklich einfaches Portfolio aus zwei Bestandteilen bauen kann


Danke, beim Überfliegen merke ich leider, dass es wieder neue Frage eröffnet: "Zweiter Baustein ist ein Tages­geld­konto oder ein Mix aus Tagesgeld und Festgeld. Es passt auch ein ETF, der in sichere europäische Staatsanleihen oder einen Mix aus Staats- und Unternehmensanleihen investiert." Da wird es eben wieder kompliziert, ich wüsste nicht mal, wie ich sichere europäische Staatsanleihen-ETFs der Deka eingrenzen sollte - geschweige denn, welche Vor- und Nachteile sich gegenüber meines bisherigen beiden Kandidaten darstellen.

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hattifnatt
· bearbeitet von hattifnatt
vor 38 Minuten von piranha80:

Danke, beim Überfliegen merke ich leider, dass es wieder neue Frage eröffnet: "Zweiter Baustein ist ein Tages­geld­konto oder ein Mix aus Tagesgeld und Festgeld. Es passt auch ein ETF, der in sichere europäische Staatsanleihen oder einen Mix aus Staats- und Unternehmensanleihen investiert." Da wird es eben wieder kompliziert, ich wüsste nicht mal, wie ich sichere europäische Staatsanleihen-ETFs der Deka eingrenzen sollte - geschweige denn, welche Vor- und Nachteile sich gegenüber meines bisherigen beiden Kandidaten darstellen.

Das ist schon eine gute Annäherung an die 50:50-Aufteilung risikoreich/risikoarm. Analyse von Gemini (bei der 

60/40-Allokation hat er sich verrechnet, aber ansonsten solide):

https://share.gemini.google/mMkpPaVxuFaF

 

Mein Tipp bezog sich vor allem darauf, sich vielleicht mal eines der Hefte zum Pantoffelportfolio zu besorgen, um sich mit den Grundlagen vertraut zu machen. ;) 

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HHanseat
vor 8 Stunden von piranha80:

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, die letzte Nachkommastelle bei der Rendite herauszuholen oder jedes denkbare Szenario zu hedgen. Ich möchte eine übersichtliche, kostengünstige und verständliche Lösung, mit der ich langfristig ruhig schlafen kann. Das Bessere ist der Feind des Guten – ich suche keine perfekte Lösung, sondern eine vernünftige.

Das ist doch eine sehr vernünftige Einstellung, und Du hast eine Superbasis. Den wichtigsten Schritt bist Du jetzt gegangen, indem Du nicht mehr blind einem Berater/Verkäufer vertraust, sondern dich selber informierst und Verantwortung übernimmst und dabei erkannt hast, dass das bisherige Depot viel zu kompliziert und zu teuer aufgestellt ist.  Deine drei-ETF-Idee aus dem Ausgangspost ist eine massive Verbesserung und wird dich aller Voraussicht nach an dein genanntes Ziel bringen. @west263hat vollkommen recht, selber kümmern ist einfacher als man zunächst denkt.

 

Jetzt tummeln sich hier im Forum natürlich genau diejenigen, für die Wertpapiere auch Hobby sind und Nachkommastellenoptimierung einen eigenen Reiz hat. Und bei der Deka und ihren Fonds sind einige Zehntelprozent drin, z.B. durch geringere TER und irisches Fondsdomizil. Das ist aber nicht kriegsentscheidend, hingegen kann die Diskussion Anfänger verunsichern und dazu führen, dann doch nicht zumindest das gute zu tun. 

 

Meine Meinung zu Deinen Fragen: 

vor 8 Stunden von piranha80:

1. Ist diese Aufteilung für meine Situation grundsätzlich plausibel? Oder würdet ihr eine andere Aktienquote empfehlen?

2. Sind die Deka-ETFs eine sinnvolle Kombination? Oder gibt es im Deka-Universum eine passendere Alternative, etwa einen Geldmarkt- oder kurzlaufenden Rentenfonds?

3. Welches Depotmodell der Deka würdet ihr wählen? Ist der S Broker tatsächlich die günstigste Möglichkeit?

4. Wie würdet ihr die Umstellung praktisch angehen? Die bestehenden 23 Positionen möglichst zügig verkaufen und einfach machen? Rückgabefristen der Immobilienfonds müsste ich klären.

1. Passt

2. Passt, allerdings lässt sich außerhalb der Deka-Welt noch etwas optimieren. Z.B. sollte der Vanguard FTSE Global All-Cap UCITS ETF A42B1N / IE000CVUM3N6 ein paar Zehntelprozent besser laufen als der DEKA-MSCI World und sich als börsennotierter ETF in jedem Depot (auch  Sparkassendepot) kaufen lassen. Deutschen Staatsanleihenfonds sind maximal sicher, es gibt ähnliche Produkte, aber nichts grundlegend besseres für den sicheren Depotteil. Ob man diesen Anteil auf ein, zwei oder drei Fonds verteilt macht am Ende auch nicht viel aus.

3. da können andere besser beraten, ich bin kein Deka-Kunde. 

4. genau, möglichst zügig verkaufen. Da werden Steuern anfallen, das ist halt so und wird früher oder später eh nötig werden. Der Berater/Verkäufer wird nicht erfreut sein, aber nicht beirren lassen. 

vor 6 Stunden von piranha80:

beim Überfliegen merke ich leider, dass es wieder neue Frage eröffnet: "Zweiter Baustein ist ein Tages­geld­konto oder ein Mix aus Tagesgeld und Festgeld. Es passt auch ein ETF, der in sichere europäische Staatsanleihen oder einen Mix aus Staats- und Unternehmensanleihen investiert." Da wird es eben wieder kompliziert, ich wüsste nicht mal, wie ich sichere europäische Staatsanleihen-ETFs der Deka eingrenzen sollte - geschweige denn, welche Vor- und Nachteile sich gegenüber meines bisherigen beiden Kandidaten darstellen.

Deine bisherigen beiden Kandidaten sind bereits gute Vertreter dieser Klasse, denn sie enthalten mit den deutschen die wesentlichen sicheren europäischen Staatsanleihen. Es gibt noch andere Euro-Staaten mit besten Bonität (Österreich, Finnland, ...), aber deren Beimischung macht auch keinen großen Unterschied. Andere Beimischungen erhöhen das Risiko für etwas mehr Renditechance, das brauchst Du im sicheren Depotanteil aber nicht.

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Turmalin

„Mit meinem Berater bespreche ich das Depot ungefähr alle sechs Monate.“

Das solltest du nach der Umschichtung lieber lassen, wenn du bei der Sparkasse bleibst. Eigentlich sollte es bei einer vernünftigen Depotstruktur nicht viel zu besprechen geben. Die Gefahr ist zu groß, dass er dir mit geschulten Verkäuferworten wieder zu einer Umschichtung rät. Denn daran verdient er bzw. die Sparkasse, während es dir mir Gewißheit nur Kosten bringt. Viel Erfolg!

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GuyInborito

Es ist natürlich auch immer etwas die Altersfrage. Mein Senior ist im gleichen Alter wie du und er will ums verrecken nichts von Selbstverwaltung wissen. Ich habe ihm schonmal vorgerechnet wieviel Geld er verliert aber es ist ihm egal. Er trägts halt zur Allianz.

 

Wenn du jetzt nicht so wahnsinnig Computeraffin bist kann man die neue Aufteilung bei der Deka schon machen. Deine Idee zur neuen Depotstruktur ist jedenfalls tausend mal besser als dieser ganze Zoo den sie dir bzw deinem Mann aufgeschwatzt haben. Man muß halt schauen ob zur TER noch Kosten zusätzlich dazukommen wie Ausgabeaufschläge. Dann wirds nämlich schon etwas teuer trotz der Verbesserung. 

 

Was ich versuchen würde: Mach ganz kleine Schritte. Meld dich irgendwo bei einem günstigen Broker an wie zB Flatex (6€ Kosten je trade) und verwalte einfach 25k oder so selber. Dann ist es nur ein kleiner Teil des Vermögens, man kann ganz gemächlich den Zeh ins Wasser dippen und vlt wirds ja was und in ein zwei Jahren traust du dich die Selbstverwaltung. Kopier einfach das große Depot und teile einen Betrag mit dem du dich wohlfühlst durch 3 und kauf einen all world und die zwei Anleihe ETFs. Dann siehst du ja obs dir liegt.

 

Mein Werdegang war genau so. Kommend vom "Berater" zu erstmal kleinen Beträgen und heute handel ich ganz normal 5 stellige Beträge ohne Schweißperlen auf der Stirn. Alles eine Sache der Übung. 

 

 

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Lazaros
vor 11 Stunden von piranha80:

1. Meine Ausgangssituation

Alter: 72 Jahre

Familienstand: verwitwet

Berufliche Situation: Rente, nebenberuflich weiterhin als Dozentin tätig

Rente: ca. 3.000 € monatlich zuzüglich Einkünften aus der Nebentätigkeit

Anlagehorizont: langfristig; das Geld wird voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht benötigt

Anlageziel: Altersabsicherung und späteres Erbe

Weitere Wertpapierdepots: keine

Sonstiges relevantes Vermögen: keines

Tages- oder Festgeld: keines

Schulden/Kredite: keine

Sparer-Pauschbetrag: ausgeschöpft

 

Mir geht es ausdrücklich nicht darum, die letzte Nachkommastelle bei der Rendite herauszuholen oder jedes denkbare Szenario zu hedgen. Ich möchte eine übersichtliche, kostengünstige und verständliche Lösung, mit der ich langfristig ruhig schlafen kann. Das Bessere ist der Feind des Guten – ich suche keine perfekte Lösung, sondern eine vernünftige.

->

Am 3.10.2025 um 10:05 von Lazaros:

Mein Vorschlag - die nichts mehr machen oder anschauen Lösung (kann man in einer halben Stund bei der Sparkasse einrichten lassen):

 

 Geldmarktfonds, konkret: DekaLux-Geldmarkt: Euro - EUR DIS Fonds - WKN 973800 - ISIN LU0052863874

Deka MSCI World UCITS ETF - EUR DIS ETF WKN ETFL50 - ISIN DE000ETFL50

 

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/LU0052863874,DE000ETFL50

Also alles verkaufen (auch wenn Steuern anfallen, ja mei, des ist halt so).

Die für dich passende Aufteilung zwischen

1. Geldmarktfonds, konkret: DekaLux-Geldmarkt: Euro - EUR DIS Fonds - WKN 973800 - ISIN LU0052863874

2.  Deka MSCI World UCITS ETF - EUR DIS ETF WKN ETFL50 - ISIN DE000ETFL50

musst du selbst für dich herausfinden.

Selbiges gilt, ob überhaupt und wenn ja,, wie ein Rebalancing stattfinden stattfinden soll.

Fertig.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 2 Stunden von Lazaros:

->

Also alles verkaufen (auch wenn Steuern anfallen, ja mei, des ist halt so).

Die für dich passende Aufteilung zwischen

1. Geldmarktfonds, konkret: DekaLux-Geldmarkt: Euro - EUR DIS Fonds - WKN 973800 - ISIN LU0052863874

2.  Deka MSCI World UCITS ETF - EUR DIS ETF WKN ETFL50 - ISIN DE000ETFL50

musst du selbst für dich herausfinden.

Selbiges gilt, ob überhaupt und wenn ja,, wie ein Rebalancing stattfinden stattfinden soll.

Fertig.

+1

 

@piranha80 Das Pantoffelportfolio ist genau was du brauchst und einfach super simpel. Man kann sich immer gar nicht vorstellen, das Geldanlage SO einfach sein kann. Aber das ist es.

 

Hol dir alle Infos dazu ein, es gibt zahlreiche Artikel und Bücher von Finanztest dazu. Mehr brauchst du nicht. Und die praktische Umsetzung hat die Lazaros schon beschrieben. Man kann es nicht viel besser machen.

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krett

Also das ein Deka-"Berater" viel zu teure Produkte verkauft, ist wenig überraschend, aber schon schlimm genug.

 

Aber das dann so ein total sinnloses Sammelsurium an ETFs verkauft wird.... woow. So ein riesiger Schwachsinn. Wild zusammengewürfelte Scheiße, vermutlich nur um den Kunden Komplexität vorzugaukeln, die ohne einen Deka-"Berater" nicht zu handhaben wäre.

Und oben drauf noch diese Zertifikate, als ob der Haufen Scheiße nicht schon groß genug wäre.

An Stelle der Threaderstellerin würde ich da schon aus Prinzip nie wieder ein Deka-Produkt anfassen.

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Joker_19

Ein ähnlich unstrukturiertes Sammelsurium hat meine Mutter (86) auch in ihrem Deka-Depot. Wir haben nun entschlossen, dass ich ab sofort ihre Finanzgeschäfte organisiere. Dazu richten wir ein Depot bei einem Neobroker ein (der S-Broker, den wir eigentlich nehmen wollten, macht Probleme und hat es innerhalb von 4 Wochen nicht geschafft, das beantragte Depot einzurichten, trotz mehrfachen Kontakts mit der Hotline :'(). Die Deka-Wertpapiere werden wir allesamt verkaufen, möglicherweise über 2-3 Jahre gestreckt und in ein, zwei weltweit gestreute ETFs sowie in einen Geldmarkt-ETFs investieren. Dadurch spart meine Mutter an Verwaltungskosten rund 1.300 EUR jährlich. Und den Überblick kann man darüber auch nicht verlieren. Ich würde sagen, das kann man mit 72 auch noch schaffen. Vielleicht hast du einen nahen und vertrauenswürdigen Angehörigen, der dich dabei unterstützt.

 

Gruß,

 

Hardy   B-)

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wertpapiertiger
· bearbeitet von wertpapiertiger

 

vor 1 Stunde von Lazaros:

->

Also alles verkaufen (auch wenn Steuern anfallen, ja mei, des ist halt so).

Die für dich passende Aufteilung zwischen

1. Geldmarktfonds, konkret: DekaLux-Geldmarkt: Euro - EUR DIS Fonds - WKN 973800 - ISIN LU0052863874

2.  Deka MSCI World UCITS ETF - EUR DIS ETF WKN ETFL50 - ISIN DE000ETFL50

musst du selbst für dich herausfinden.

Selbiges gilt, ob überhaupt und wenn ja,, wie ein Rebalancing stattfinden stattfinden soll.

Fertig.

 

vor einer Stunde von satgar:

+1

+2

 

wie immer gilt - DYODD - sprich prüfe das selbst sorgfältig nach.

 

Meiner Meinung nach ist das angemessen und ausreichend. Supersimpel und du bleibst im DEKA Universum. Wenn du bereit bist die vermutlich aufgelaufenen Steuern auf die Gewinne zu zahlen.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 13 Stunden von piranha80:

1. Ist diese Aufteilung für meine Situation grundsätzlich plausibel? Oder würdet ihr eine andere Aktienquote empfehlen?

Gerade die Aufteilung zwischen riskanten und sicheren Anteil ist eine sehr persönliche Entscheidung, die zu Deiner eigenen Risikotragfähigkeit und -toleranz passen muss. Da kann man schlecht helfen.

Für den Aktienteil sollte man einen Absturz von 50% einkalkulieren, so dass es schon ziemlich dicke kommen muss, damit Deine Portfolio um mehr als 25% einknickt.

 

vor 13 Stunden von piranha80:

2. Sind die Deka-ETFs eine sinnvolle Kombination? Oder gibt es im Deka-Universum eine passendere Alternative, etwa einen Geldmarkt- oder kurzlaufenden Rentenfonds?

Nein, das dürfte im Deka-Universum so ziemlich das Optimum sein.

Das dürfte aber schon eine bessere Geldanlage sein als sie 90% der Bundesbürger haben.

 

vor 13 Stunden von piranha80:

3. Welches Depotmodell der Deka würdet ihr wählen? Ist der S Broker tatsächlich die günstigste Möglichkeit?

Keine Ahnung! Vermutlich ja!

 

vor 13 Stunden von piranha80:

4. Wie würdet ihr die Umstellung praktisch angehen? Die bestehenden 23 Positionen möglichst zügig verkaufen und einfach machen? Rückgabefristen der Immobilienfonds müsste ich klären.

Generell gibt es keinen Grund, auf irgendetwas zu warten. Was soll das sein?

Sollte es Verlustpositionen geben, dann sollten die zuerst verkauft werden, um den steuerlichen Verlusttopf zu füllen, bevor man die Gewinner verkauft.

 

Bei offenen Immobilienfonds ist es etwas komplizierter:

Diese haben eine Mindesthaltefrist von 24 Monaten und dann bei Rückgabe an die Fondsgesellschaft einen Vorlauf von 12 Monaten, bevor man sein Geld bekommt. Der Verkauf an der Börse geht natürlich immer. Dort werden die aber mit einem Abschlag auf den Nettoinventarwert gehandelt.

Man ist also zum Spekulieren gezwungen: Willst Du sofort Dein Geld mit etwas Abschlag, dann kannst Du an der Börse verkaufen. Gibst Du hingegen an die Fondsgesellschaft zurück, dann weißt Du nicht genau, wieviel Du in 12 Monaten bekommst.

 

zum Thema "Berater":

 

Beratung kostet Arbeitszeit und damit Geld. Das muss Dir klar sein. Der Berater wird auf die eine oder andere Weise Geld von Dir haben wollen. Entweder ein Honorar, das nach Arbeitsstunden abgerechnet wird, oder durch Verkauf von teuren Produkten, wo man Provision einstreichen kann.

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finisher
· bearbeitet von finisher
vor 14 Stunden von piranha80:

Ich überlege, ob ich den Berater zumindest als Ansprechpartner behalten sollte. 

Am besten sagst du dem Berater Verkäufer nicht in welche Wertpapiere du umschichten willst. Falls doch, rechne damit, er dir den MSCI World ETF ausreden wollen wird, bzw. du auch in der Presse viel negatives über den MSCI World lesen wirst. Es gibt genug streitbare Argumente z.B. hoher USA Anteil oder Klumpenrisiko in Techwerte, etc. Das wird ja hier im Forum leider auch ständig rauf und runter diskutiert: 

 

Zitat

Depotwechsel ziehe ich in Betracht. Nach meiner bisherigen Recherche könnte der S Broker kostengünstiger sein - vor allem auch, wenn es um eine Umschichtung geht. Ich weiß nur noch nicht, ob ich komplett auf den Berater verzichten sollte, falls mal was ist..

Zu den anderen Punkten wurde ja hier genug geantwortet, aber ich finde bei der praktische Umsetzung der Umschichtung wurde noch zu wenig geschrieben.
 

Du hast nicht geschrieben, welches Deka-Depotmodell du derzeit hast, aber ich vermute mal das es sowas wie das Klassik-Depot hier ist. Ich versuche mal auszurechnen, was eine Umschichtung kosten würde, wenn du dort bleibst.
Dort kosten ein Verkauf per Onlinebanking 0,35% - 0,25% vom Kurswert zzgl. Fremdspesen, wie Börsengebühren. Also bei deinem Depotwert kostet der Verkauf aller Positionen mindestens 920-1280 € und der Kauf der 3 ETFs dann nochmal so viel.
Telefonisch oder beim Bankberaterverkäufer persönlich kostet es 1,0% vom Kurswert zzgl. Fremdspesen, wie Börsengebühren. Also mindestens 3669 € und der Kauf der ETFs auch nochmal so viel, also insgesamt 7338 € für die Umschichtung beim Bankverkäufer oder telefonisch.
Bei einigen Fonds kommen eventuell Rücknahmegebühren dazu. Die müsste man je Fonds prüfen, bzw. prüfen ob dann nicht ein Verkauf über die Börse günstiger ist.

vor 14 Stunden von piranha80:

3. Welches Depotmodell der Deka würdet ihr wählen? Ist der S Broker tatsächlich die günstigste Möglichkeit?

Deshalb wäre es auf jeden Fall ratsam erst mal einen Depotübertrag auf ein anderes Depotmodell (S-Broker oder ein andere Broker). Ein Depotübertrag kostet nichts und löst keine Steuern aus.

Allerdings sehe ich gerade, dass die Zertifikate bei anderen Brokern eventl. gar nicht handelbar sind. Bei Flatex z.B. findet die Suchmaske keines deiner Zertifikate. Und auch beim S-Broker, wo ich auch bin, findet die Suchmaske nur die DE000HEL0DR0 und DE000DK1G8H8.
Ich kenne mich aber auch null mit Zertifikaten aus, weil ich so etwas noch nie gekauft habe. Die Zertifikate laufen bis 2029/2030. Ein vorzeitiger Verkauf kann Abschläge kosten. Vielleicht lohnt es sich, sie auslaufen zu lassen.
Vielleicht kann noch jemand anderes was zu den Zertifikaten sagen.

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