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Ryanair

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55 posts in this topic

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Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat im dritten Quartal überraschend einen weiteren Verlust von 10,3 Millionen Euro verbucht. Ryanair begründet die Einbussen mit dem Schneechaos Ende 2010 und den Fluglotsenstreiks.

 

http://www.nzz.ch/na..._1.9287171.html

 

Überraschend? sollte wohl logisch heißen

 

bei ca. 3000 Flugausfällen ist der Verlust wohl vorprogrammiert.

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Wenn Michael sich da nicht täuscht über die deutschen "Nacktrobber."

Für mich ist er der "Billig Schlecker" in der Airline Branche.

Schlechter kann kein Image sein.

Preiswert fliegen ja - aber mit Ryannair?

"Ich bin doch nicht blöd".

Auch Kunden können selbständig denken und rechnen.

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Ryanair-Aktie nach Rekordgewinn mit Allzeithoch

 

Was mal wieder beweist: Auch angeblich gute Leute haben im Endeffekt nicht die geringste Ahnung, wie sich eine Aktie in der Zukunft entwickeln wird. ^_^

 

Schlechter kann kein Image sein.

 

Wen interessiert das Image, wenn die Gewinne so richtig sprudeln? :D

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Wonach schaut's denn aus? ;)

 

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Es gibt eine "richtige" Aktie und eine ADR-Variante.

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Laut der heutigen Printausgabe der Schweriner Volkszeitung (S. 15) vertritt die Pilotenvereinigung Cockpit künftig die Interessen der Ryanair-Piloten, um gegen die "zwielichtigen Methoden" der irischen Fluggesellschaft vorzugehen. Mal schauen, ob das Cockpit gelingt. Auch die Verträge von Ryanair mit subventionierten Flughäfen stehen wiederholt in der Kritik. Mit möglicherweise fragwürdigen Geschäftsmodellen sollte man als Anleger vorsichtig sein.

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Neues von Ryanair - man bietet jetzt auch Langstreckenflüge der Air Europa über die eigene Website an.

 

Bis Ende des Jahres soll es dann auch möglich sein, Gepäck bei Umsteigeverbindungen bis zum Ziel durchzuchecken.

 

kooperation-air-europa-ryanair-verkauft-jetzt-langstreckenfluege

 

Zusammen mit dem Trend zu grösseren Flughäfen wird man langsam eine vollwertige Fluggesellschaft.

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Darf ich fragen was euch dazu veranlasst hat euch für Ryanair und contra EasyJet zu entscheiden? 

 

Gewinnwachstum

- kurzfristig: Ryanair leicht die Nase vorn

- langfristig: ziemlich even

 

Verschuldung

- EasyJet: überschuldet

- Ryanair: ~ 60-66% Verschuldungsgrad

 

Gesamtrendite der einbehaltenen Gewinne

Ryanair (28%) vs Easyjet (19%)

 

Eigenkapitalrendite

 

Ryanair

Ø EKR 10 Jahre 17,69%

Ø EKR 5 Jahre 25,58%

 

EasyJet

Ø EKR 10 Jahre 14,12%

Ø EKR 5 Jahre 18,96%

 

(jedoch um Sharebuybacks geschönt)

 

KGV

Easyjet um 10-18 und Ryanair um 12-19

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Die Ryanair Aktie steht mächtig unter Druck und hat innerhalb dieses Jahres nun schon fast 20% verloren.

Hauptgrund ist die Personalpolitik. Ryanair verhandelt inzwischen mit den Gewerkschaften, jedoch ist keine richtige Einigung in Sicht und die Mitarbeiter streiken. Dies wiederum führt zu massiven Flugstreichungen.

Zeitgleich übt der steigende Ölpreis ebenfalls Druck auf die Aktie aus.

Es ist fraglich, ob Ryanair weiterhin an einem ähnlichen Geschäftsmodell festhalten kann (Extrem billige Ticketpreise), wenn sie in Zukunft die  Mitarbeiter ordentlich bezahlen muß.

Nach den Steiks senkt Ryanair nun noch das Gewinnziel. Was die Aktie vermutlich weiter in die Tiefe rauschen läßt.

In Interviews läßt Ryanair Chef Michael O´Leary seine Zukunft im Unternehmen offen.

Er bereitet die Aktionäre darauf vor, daß die Streiks in den nächsten Monaten weiter gehen könnten, da Ryanair nicht auf übertriebene Forderungen der Gewerkschaften/Mitarbieter eingehen werde. Evtl. ließe sich so eine weitere Senkung des Gewinnziels nicht ausschließen.

Wie denkt ihr über die Zukunft des Billigfliegers?

 

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vor 12 Stunden schrieb Soraya:

Die Ryanair Aktie steht mächtig unter Druck und hat innerhalb dieses Jahres nun schon fast 20% verloren.

Hauptgrund ist die Personalpolitik. Ryanair verhandelt inzwischen mit den Gewerkschaften, jedoch ist keine richtige Einigung in Sicht und die Mitarbeiter streiken. Dies wiederum führt zu massiven Flugstreichungen.

Zeitgleich übt der steigende Ölpreis ebenfalls Druck auf die Aktie aus.

Es ist fraglich, ob Ryanair weiterhin an einem ähnlichen Geschäftsmodell festhalten kann (Extrem billige Ticketpreise), wenn sie in Zukunft die  Mitarbeiter ordentlich bezahlen muß.

Nach den Steiks senkt Ryanair nun noch das Gewinnziel. Was die Aktie vermutlich weiter in die Tiefe rauschen läßt.

In Interviews läßt Ryanair Chef Michael O´Leary seine Zukunft im Unternehmen offen.

Er bereitet die Aktionäre darauf vor, daß die Streiks in den nächsten Monaten weiter gehen könnten, da Ryanair nicht auf übertriebene Forderungen der Gewerkschaften/Mitarbieter eingehen werde. Evtl. ließe sich so eine weitere Senkung des Gewinnziels nicht ausschließen.

Wie denkt ihr über die Zukunft des Billigfliegers?

 

 

Was sind denn die Forderungen der Gewerkschaft/von Mitarbeitern? Ich habe heute im Radio gehört, den Piloten würde es überwiegend um Verbesserung der Arbeitsbedingungen gehen, nicht um Gehaltserhöhungen? 

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Posted · Edited by magicw

wenn man sowas sieht, dann wird da schon ein ziemlich harter Konfrontationskurs gefahren: https://www.n-tv.de/wirtschaft/Ryanair-zieht-sich-aus-Bremen-zurueck-article20650248.html

 

Da läuft eine rundum-Emanzipation: Bodenpersonal, Flugbegleitpersonal, und Piloten - alle wollen mehr Geld und Ihren Ländern entsprechende Arbeitsbedingungen. 

 

https://www.stern.de/reise/europa/ryanair--preiskampf-der-billigflieger----wenn-piloten-nicht-krank-sein-duerfen-7377630.html

 

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Wie sieht Ryanair charttechnisch aus, könnte das bitte jemand sagen? Teuer ist die Aktie aktuell nicht. KGV ca. 11-12. Natürlich sind die Risiken zur Zeit hoch: Brexit, steigende Löhne bei Piloten, steigende Ölpreise, Pläne von Chef Michael O´Leary in wenigen Jahren die Firma zu verlassen. Aber auf der Gewinnseite ist auch Einiges vorzuweisen. Ryanair ist ein Wachstumswert und hat seit 2008 25% der Aktien zurück gekauft und vernichtet.

 

Wie sieht RY übrigens steuerlich für Deutsche aus? Haben sie ihren steuerlichen Sitz in Irland? Hat D. ein Doppelbesteuerungsabkommen? Läuft wad automatisch oder muss man irgendwelche Formulare ausfüllen und das Geld von dem Fiskus mühsam zurückholen?

 

  

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Posted · Edited by Toni

vor 10 Stunden schrieb Flughafen:

Wie sieht Ryanair charttechnisch aus, könnte das bitte jemand sagen?

  

Habe den Chart von Bigcharts.com, dürfte also ein USD-Chart sein:

 

Unbenannt.png

 

Der 6-jährige Aufwärtstrend (fett grün) wurde im Dezember 2017 beendet.

Vom Top bei fast 20 USD hat die Aktie bis auf 11 USD (aktuell) korrigiert.

Das ist eine fast 50%-Korrektur, und für gut aufgestellte Unternehmen eine

maximale. Zudem sehe ich da bei 11 USD (dünn grün) eine Unterstützung.

 

Fazit: Wenn die Aktie aktuell günstig bewertet ist und die Zukunftsaussichten

weiterhin gut sind, würde ich sie halten.

 

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Am ‎19‎.‎10‎.‎2018 um 07:29 schrieb Toni:

Habe den Chart von Bigcharts.com, dürfte also ein USD-Chart sein:

Danke, Toni! :thumbsup:

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Zitat

After arriving in a hotel in Manchester, Michael O’Leary, Chief Executive of Ryanair, went to the bar and asked for a pint of Guinness.


The barman nodded and said, "That will be £1 please, Mr. O’Leary."


Somewhat taken aback, O'Leary replied, "That's very cheap," and handed over his money.


"Well, we do try to stay ahead of the competition", said the barman. "And we are serving free pints every Wednesday from 6 pm until 8 pm. We have the cheapest beer in England".


"That is remarkable value", Michael comments.


"I see you don't seem to have a glass, so you'll probably need one of ours. That will be £3 please."


O'Leary scowled, but paid up. He took his drink and walked towards a seat.

 

"Ah, you want to sit down?" said the barman. "That'll be an extra £2. You could have pre-booked the seat, and it would have only cost you £1."

"I think you may be too big for the seat sir, can I ask you to sit in this frame please".


Michael attempts to sit down but the frame is too small and when he can't squeeze in, he complains "Nobody would fit in that little frame".


"I'm afraid if you can't fit in the frame you'll have to pay an extra surcharge of £4 for your seat sir".


O'Leary swore to himself, but paid up.

 

"I see that you have brought your laptop with you" added the barman. "And since that wasn't pre-booked either, that will be another £3."


O'Leary was so incensed that he walked back to the bar, slammed his drink on the counter, and yelled, "This is ridiculous, I want to speak to the manager".


"I see you want to use the counter," says the barman, "that will be £2 please."


O'Leary's face was red with rage. "Do you know who I am?"


"Of course I do Mr. O'Leary."


"I've had enough! What sort of a Hotel is this? I come in for a quiet drink and you treat me like this. I insist on speaking to a manager!"


"Here is his e-mail address, or if you wish, you can contact him between 9.00 am and 9.01am every morning, Monday to Tuesday at this free phone number. Calls are free, until they are answered, then there is a talking charge of only £1 per second, or part thereof".


"I will never use this bar again".


"OK sir, but do remember, we are the only hotel in England selling pints for £1."

 

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Posted · Edited by pillendreher

vor 23 Minuten schrieb Stoiker:

 

:thumbsup:

Deswegen flieg ich, wenn's geht mit der Lufthansa und leiste mir, wenn's geht den geringen (bei innereuropäischen Flügen) Aufpreis für die Businessclass.

Als Anleger würde ich mich fragen, wie lange so ein Geschäftsmodell funktionieren kann.

Meine Meinung - sehr lange, denn es gibt sehr viele dumme Menschen, für die erstmal nur  der vermeintliche Preis zählt (und nur der).

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https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/billigflieger-ryanair-in-der-kritik-rassistischer-vorfall-loest-sturm-der-empoerung-aus/23213676.html

 

Quote

New YorkDie irische Fluggesellschaft Ryanair ist unter heftigen Beschuss geraten. Videoaufnahmen zeigen, wie ein männlicher Fluggast seine schwarze Sitznachbarin auf einem Ryanair-Flug rassistisch beleidigt. Der Vorfall soll sich am Freitag vor Abheben des Flugs von Barcelona nach London Stansted ereignet haben.

[...]

 

Der Vorfall wurde vor der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse des Unternehmens an diesem Montag publik. Der Skandal wird die Bemühungen der Billigfluggesellschaft, ihren Ruf durch die PR-Kampagne „Always Getting Better“ (Deutsch: Immer besser werden) aufzupolieren, beeinträchtigen. „Wir sind billige, gemeine Bastarde“, sagte Ryanairs Marketingchef, Kenny Jacobs, noch Anfang dieses Jahres.

Die Fluggesellschaft hat im vergangenen Jahr eine Reihe von PR-Problemen erlitten. Eine Verwechslung in der Pilotenliste vergangenes Jahr führte dazu, dass mehr als 20.000 Flüge gestrichen wurden. Die Fluggesellschaft wurde dann dazu gedrängt, Gewerkschaften anzuerkennen – trotz früherer Behauptungen von Konzernchef Michael O'Leary, die Hölle würde „einfrieren“ und er würde „seine Arme abschneiden“, bevor dies geschehen würde.

Aber die Fluggesellschaft hat Schwierigkeiten gehabt, mit den meisten Gewerkschaften Vereinbarungen zu treffen, und in den letzten Monaten eine Reihe von Streiks erlitten. Anfang dieses Monats gab die Fluggesellschaft eine weitere Gewinnwarnung heraus, da das „Kundenvertrauen“ aufgrund der „Angst vor weiteren Streiks“ geschwächt sei.


Ryanair scheint seit den Problemen letztes Jahr vor allem ein Image-Problem zu haben. - Denn die Zahlen und die mittelfristige Perspektive scheinen nicht unbedingt negativ zu sein, bzw. werden nicht als solche verkauft:

 

http://www.airliners.de/halbjahr-umsatz-ryanair-gewinn/47339

 

Quote

 

Ryanair muss den ersten Gewinnrückgang seit fünf Jahren hinnehmen. Der Gewinn sank in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres um sieben Prozent auf etwa 1,2 Milliarden Euro, wie der Billigflieger am Montag mitteilte.

In den Monaten April bis September hat die Airline zwar 4,79 Milliarden Euro Umsatz gemacht, acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Nettomarge sank jedoch von 29 auf 25 Prozent.

 

[...]

 

Die Märkte reagierten positiv auf die Zahlen. Die Ryanair-Aktie legte am Morgen um über vier Prozent zu. Im Zuge der Gewinnwarnung Anfang Oktober war das Papier stark eingebrochen. Das britische Analysehaus Liberum schrieb in einem ersten Kommentar, nach der Gewinnwarnung seien die aktuellen Zahlen keine Überraschung mehr.

Die nun beibehaltene Prognose und das Kursniveau seien aber Einstiegsgründe, hieß es. Laut UBS-Experte Jarrod Castle waren die Zahlen sogar einen Tick besser ausgefallen als befürchtet.

 

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Nun, bei dem Herrn handelt es sich um einen Gast und keinen Mitarbeiter. Ansonsten ist das Gebahren des Unternehmens Mitarbeitern bzw. Gewerkschaften gegenüber bereits seit längerem bekannt und möglicherweise ein wesentlicher Bestandteil des (bisherigen) Erfolges. Entweder diese Praxis fällt dem Unternehmen jetzt auf die Füße oder aber es bietet sich eine gute Einstiegsgelegenheit.

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vor 1 Stunde schrieb Schildkröte:

Nun, bei dem Herrn handelt es sich um einen Gast und keinen Mitarbeiter. Ansonsten ist das Gebahren des Unternehmens Mitarbeitern bzw. Gewerkschaften gegenüber bereits seit längerem bekannt und möglicherweise ein wesentlicher Bestandteil des (bisherigen) Erfolges. Entweder diese Praxis fällt dem Unternehmen jetzt auf die Füße oder aber es bietet sich eine gute Einstiegsgelegenheit.

In seinem gestrigen Earning Call sagte O'Leary, dass seine Piloten teilweise besser als bei anderen Fluggesellschaften bezahlt werden. Dazu hätten sie eine excelennte Jobsicherheit, weil Ryanair keine Pleite droht. Das sind in der Tat keine schlechten Argumente für die Piloten. Und O'Leary geht auch davon aus, dass einige bedrohten Konkurrenten die aktuelle Ölpreise nicht überleben werden und so das Angebot an Piloten auf dem Arbeitsmarkt wieder zunehmen wird.

 

@Stoiker: köstlich! :thumbsup:

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vor 2 Stunden schrieb Schildkröte:

Nun, bei dem Herrn handelt es sich um einen Gast und keinen Mitarbeiter.

Es geht wohl auch eher um den Umgang von RyanAir mit ihren Kunden/Gästen. Dann passt es.

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Am 21.10.2018 um 10:11 schrieb pillendreher:

:thumbsup:

Deswegen flieg ich, wenn's geht mit der Lufthansa und leiste mir, wenn's geht den geringen (bei innereuropäischen Flügen) Aufpreis für die Businessclass.

Als Anleger würde ich mich fragen, wie lange so ein Geschäftsmodell funktionieren kann.

Meine Meinung - sehr lange, denn es gibt sehr viele dumme Menschen, für die erstmal nur  der vermeintliche Preis zählt (und nur der).

 

Was für ein gnadenloser Unsinn. 

Ich bin dieses Jahr 4 Mal innerhalb Europas mit Ryanair geflogen. 

Alle 4 Flüge zusammen waren billiger als ein Flug mit Lufthansa - und extra habe ich für gar nichts bezahlt. 

 

"Meine Meinung - sehr lange, denn es gibt sehr viele dumme Menschen, für die erstmal nur der vermeintliche Preis zählt (und nur der)."

 

 

Als Anleger frage ich mich eher wie lange das Geschäftsmodell von LH funktionieren soll, denn dort zahle ich ein Vielfaches, für welchen Mehrwert nochmal?
Beruflich fliege ich auch gelegentlich mit der LH und muss klar sagen, ich sehe absolut keinen Mehrwert. In Puncto Pünktlichkeit war Ryanair sogar besser. 

 

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vor 7 Stunden schrieb Toomi:

Als Anleger frage ich mich eher wie lange das Geschäftsmodell von LH funktionieren soll, denn dort zahle ich ein Vielfaches, für welchen Mehrwert nochmal?

Beruflich fliege ich auch gelegentlich mit der LH und muss klar sagen, ich sehe absolut keinen Mehrwert. In Puncto Pünktlichkeit war Ryanair sogar besser. 

 

 

Hallo,

also zunächst einmal kann man das Geschäft von Lufthansa nicht direkt mit Ryanair vergleichen. Ryanair macht Punkt-zu-Punkt-Verbindungen in Europa (zzgl. Randgebiete wie z.B. Nordafrika), während Lufthansa eine klassische Hub-Fluggesellschaft mit interkontinentalem Angebot ist. Da steckt eine viel aufwendigere Logistik dahinter. Noch wichtiger ist, daß Lufthansa eine Business-Class und First-Class anbietet. In dem Segment haben die Kunden viel höhere Ansprüche als in der Economy, dafür zahlen sie aber auch viel besser:

 

 

Auf Eurowings gehe ich bewußt nicht ein, sondern nur auf die Marke Lufthansa. Die meisten Vorteile, die ich bei der Lufthansa sehe, sind nicht quantifizierbar, lassen meiner Meinung nach das Reisen aber deutlich angenehmer werden. Ich habe die Vorteile mal von "hart" nach "weich" sortiert:

 

- Lufthansa fliegt von großen Flughäfen ab (z.B. München, Frankfurt), während Ryanair größtenteils von mehr oder weniger gut angebundenen Provinzflughäfen abfliegt

- speziell in München, daß man das Terminal 2 nutzen kann, was München zum einzigen 5-Sterne-Flughafen Europas gemacht hat. Mit Online-Check-In und automatischer Gepäckabgabe entfallen bis auf die Sicherheitskontrolle alle Wartschlangen. Und für spezielle Flüge hat die Lufthansa eine eigene Schlange bei der Kontrolle eingerichtet => Zeitersparnis und bessere Kalkulierbarkeit, wann man am Flughafen sein muß.

- tendenziell attraktivere (und damit teurere) Abflugzeiten

- man sitzt in einem A320 statt in einer 737 => in der Lufthansa hat man aufgrund des höheren Rumpfdurchmessers mehr Platz

- zumindest in den älteren Flugzeugen hat man bei der Lufthansa mehr Beinfreiheit. Laut seatguru.com ist der Sitzabstand gleich, aber in der Lufthansa habe ich gefühlt mehr Platz.

- man wird auf Deutsch angesprochen (ehe die Rückfrage kommt: ich spreche sehr gut Englisch, aber in der Muttersprache finde ich trotzdem angenehmer)

- Lufthansa ist wie ein All-Inclusive-Urlaub, während Ryanair nur wie ein reines Hotel ist. Indem man sich alle Leistungen individuell zusammenbucht, kann man sicher Geld sparen. Aber entspannter ist eben der All-Inclusive-Urlaub, weil man nur einmal eine Entscheidung trifft und der Rest läuft von alleine.

- die Lufthansa hat ein schöneres Ambiente. Bei Ryanair gibt es z.B. keine Sitztaschen und wohin man guckt, erblickt man nacktes Plastik. Wenn in zwei Restaurants das eigentliche Produkt (das Essen) gleich ist, geht man ja auch lieber dahin, wo es schöner ist.

- mich nervt kein Flugbegleiter, der mit Lose verkaufen will
- bei der Lufthansa nerven mich keine Mitpassagiere, die nach der Landung applaudieren.
 

Neben dem reinen Preis sehe ich bei Ryanair vor allem den potentiellen Zeitvorteil. Wenn man genau die Verbindung findet, die man braucht, spart man häufig 2-3 Stunden Zeit, weil man mit der Lufthansa in Frankfurt oder München umsteigen müßte.

 

Eine kleine persönliche Anekdote hält die Lufthansa bei mir außerdem in hohem Ansehen: an einem Morgen, an dem so ziemlich alles schiefgegangen ist, was schiefgehen konnte, bin ich 25 Minuten vor Abflug in das Terminal gestürmt. Eine Bordkarte konnte ich nicht mehr bekommen, also bin ich zum Ticketschalter und wollte mir ein Ticket für den nächsten Flug kaufen. Anstatt mir einfach ein neues Ticket zu verkaufen, hat der Lufthansa-Mitarbeitet erst nachgeguckt, ob das Gate noch offen ist. Dann ist er mit mit zur Sicherheitskontrolle gegangen, hat den Kontrolleuren gesagt, ich hätte zwar keine Bordkarte, würde sie aber am Gate bekommen. So habe ich doch noch das Flugzeug bekommen (ohne eine Verspätung zu verursachen).

 

Gruß

Sladdi

 

 

 

 

 

 

 

 

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vor 10 Stunden schrieb Sladdi:

 

Hallo,

also zunächst einmal kann man das Geschäft von Lufthansa nicht direkt mit Ryanair vergleichen. Ryanair macht Punkt-zu-Punkt-Verbindungen in Europa (zzgl. Randgebiete wie z.B. Nordafrika), während Lufthansa eine klassische Hub-Fluggesellschaft mit interkontinentalem Angebot ist. Da steckt eine viel aufwendigere Logistik dahinter. Noch wichtiger ist, daß Lufthansa eine Business-Class und First-Class anbietet. In dem Segment haben die Kunden viel höhere Ansprüche als in der Economy, dafür zahlen sie aber auch viel besser:

 

 

Auf Eurowings gehe ich bewußt nicht ein, sondern nur auf die Marke Lufthansa. Die meisten Vorteile, die ich bei der Lufthansa sehe, sind nicht quantifizierbar, lassen meiner Meinung nach das Reisen aber deutlich angenehmer werden. Ich habe die Vorteile mal von "hart" nach "weich" sortiert:

 

- Lufthansa fliegt von großen Flughäfen ab (z.B. München, Frankfurt), während Ryanair größtenteils von mehr oder weniger gut angebundenen Provinzflughäfen abfliegt

- speziell in München, daß man das Terminal 2 nutzen kann, was München zum einzigen 5-Sterne-Flughafen Europas gemacht hat. Mit Online-Check-In und automatischer Gepäckabgabe entfallen bis auf die Sicherheitskontrolle alle Wartschlangen. Und für spezielle Flüge hat die Lufthansa eine eigene Schlange bei der Kontrolle eingerichtet => Zeitersparnis und bessere Kalkulierbarkeit, wann man am Flughafen sein muß.

- tendenziell attraktivere (und damit teurere) Abflugzeiten

- man sitzt in einem A320 statt in einer 737 => in der Lufthansa hat man aufgrund des höheren Rumpfdurchmessers mehr Platz

- zumindest in den älteren Flugzeugen hat man bei der Lufthansa mehr Beinfreiheit. Laut seatguru.com ist der Sitzabstand gleich, aber in der Lufthansa habe ich gefühlt mehr Platz.

- man wird auf Deutsch angesprochen (ehe die Rückfrage kommt: ich spreche sehr gut Englisch, aber in der Muttersprache finde ich trotzdem angenehmer)

- Lufthansa ist wie ein All-Inclusive-Urlaub, während Ryanair nur wie ein reines Hotel ist. Indem man sich alle Leistungen individuell zusammenbucht, kann man sicher Geld sparen. Aber entspannter ist eben der All-Inclusive-Urlaub, weil man nur einmal eine Entscheidung trifft und der Rest läuft von alleine.

- die Lufthansa hat ein schöneres Ambiente. Bei Ryanair gibt es z.B. keine Sitztaschen und wohin man guckt, erblickt man nacktes Plastik. Wenn in zwei Restaurants das eigentliche Produkt (das Essen) gleich ist, geht man ja auch lieber dahin, wo es schöner ist.

- mich nervt kein Flugbegleiter, der mit Lose verkaufen will
- bei der Lufthansa nerven mich keine Mitpassagiere, die nach der Landung applaudieren.
 

Neben dem reinen Preis sehe ich bei Ryanair vor allem den potentiellen Zeitvorteil. Wenn man genau die Verbindung findet, die man braucht, spart man häufig 2-3 Stunden Zeit, weil man mit der Lufthansa in Frankfurt oder München umsteigen müßte.

 

Eine kleine persönliche Anekdote hält die Lufthansa bei mir außerdem in hohem Ansehen: an einem Morgen, an dem so ziemlich alles schiefgegangen ist, was schiefgehen konnte, bin ich 25 Minuten vor Abflug in das Terminal gestürmt. Eine Bordkarte konnte ich nicht mehr bekommen, also bin ich zum Ticketschalter und wollte mir ein Ticket für den nächsten Flug kaufen. Anstatt mir einfach ein neues Ticket zu verkaufen, hat der Lufthansa-Mitarbeitet erst nachgeguckt, ob das Gate noch offen ist. Dann ist er mit mit zur Sicherheitskontrolle gegangen, hat den Kontrolleuren gesagt, ich hätte zwar keine Bordkarte, würde sie aber am Gate bekommen. So habe ich doch noch das Flugzeug bekommen (ohne eine Verspätung zu verursachen).

 

Gruß

Sladd

 

 

Ich gebe dir Recht, dass de Geschäftsmodelle verschieden sind. 
Nichts desto trotz geht es am Ende ums Fliegen und da kann ich, wie du es ja auch getan hast, Vergleiche ziehen. 

 

Ich lese bei deinen Argumenten pro LH sehr viele Dinge heraus die nicht objektiv sind und die m.E. eher aus einer etwas festgefahrenen Perspektive stammen. 

Von deinen Argumenten lasse ich eigentlich nur eins durchgehen und das sind die Abflughäfen. Damit hast du natürlich einen Punkt getroffen, der unstrittig ist. 
Aber auch hier muss man sagen, dass es sich hierbei nicht grundsätzlich um einen Vorteil handelt. Ich komme aus Norddeutschland und der Flughafen Bremen ist für mich deutlich schneller zu erreichen, als beispielsweise Hamburg. 

Daher kriegt Ryanair diesbezüglich bei mir viel eher den Punkt, das kann man natürlich nicht verallgemeinern aber es gibt eben genügend Menschen, die in der Nähe zu den "sogenannten" Provinzflughäfen leben. 

Deine anderen Argumente sind doch belanglos, die Passagiere klatschen nicht...ich meine mal ganz im Ernst. 

 

Im Thema Kurzstrecke sehe ich nach wie vor keinen Vorteil bei der LH, im Bereich Langstrecke und das ist als LH Anleger ja im Gegensatz zum Ryanair Anleger auch interessant schneidet LH für mich noch schlechter ab. 

 

Im vergangenen Jahr habe ich beruflich wie privat insgesamt 10 Langstreckenflüge absolviert, zugegeben alle in der BC, daher kann ich keine Aussage über die Economy machen. 2 mit der LH, 3 mit Etihad und 5 mit Emirates. Emirates führt das Feld in meinen Augen klar an, gefolgt von Etihad und LH kommt dann irgendwann auch mal.. Flieger, Service, Essen, Preisleistung. Lufthansa kann in keiner Disziplin mithalten. 

 

 

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