Aktiencrash

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2.563 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Es gibt sogar kritische Artikel zum Fracking-Hype

 

Permian Exodus And More To Come

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Geschrieben

Ja, habe davon in letzter Zeit auch ein oder zwei gelesen :)

 

Und da es heute wieder EIA Daten gab, hier die Übersicht:

 

EIA.jpg

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Geschrieben

Gestern sind die EIA-Prognosen für die letzte Woche veröffentlicht worden. Crude leicht gesunken, obwohl extrem hohe Importe zu sehen sind. Total Stocks haben sich nicht verändert.

 

Besonders interessant für die nächste Woche: Gulf of Mexico operators shut production, evacuate workers ahead of storm Harvey

 

Die Produktion der Lower 48 wird daher - voraussichtlich wie beim letzten Mal - sinken. Das passt sich die Woche drauf dann natürlich auch wieder an. Ich vermute, dass es nächste Woche dann wieder einen größeren Crude Draw geben wird.

 

Übrigens, am 30.08. kommen die nächsten EIA Prognosen und am 31.08. kommt der Monatsreport mit richtigen Zahlen für den Juni.

 

EIA.jpg

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Geschrieben

Situation in Houston - Produktion / Raffinerien

 

Zitat

Tropical Storm Harvey has knocked offline ~22% of Gulf of Mexico oil production, or nearly 380M bbl/pay out of 1.75M, and ~26% of natural gas output, or 828M cf/day out of 3.22T, according to the U.S. Department of the Interior’s Bureau of Safety and Environmental Enforcement.

 

Kleiner Schreibfehler: es sind natütlich nur 378,633 (BOPD) = knapp 380K bzw. 0,38M bbl/day


 

Zitat

 

Exxon Mobil (NYSE:XOM) closed its Baytown refinery at the Houston Ship Channel - the second largest refinery in the U.S., with production capacity of 560K bbl/day - due to severe flooding.

 

Royal Dutch Shell (RDS.A, RDS.B) says its 325K bbl/day Deer Park refinery and chemical plant complex may be shut for a week, Petrobras (NYSE:PBR) shut its 112K bbl/day Pasadena plant, and Phillips 66 (NYSE:PSX) shut its 247K bbl/day Sweeny refinery.

 

All Corpus Christi refineries already were closed, so the Houston plant closures compound worries about fuel shortages that could develop as rain continues; long-term refinery outages could cause fuel shortages and sharply higher gasoline prices around the U.S.

 

Valero Energy (NYSE:VLO) says its two Corpus Christi-area refineries that were shut ahead of the storm sustained only minor damage, so it could restart operations when the port becomes functional.

 

 

CNN schreibt dazu:

 

Zitat

 

Ten oil refinery plants in the Houston area and Corpus Christi are shutting down because of the storm, according to a report released Sunday by S&P Global Platts. They normally have the capacity to refine about 2 million barrels of oil a day.

 

S&P estimated Sunday that roughly 2.2 million barrels per day of refining capacity were forced offline because of the storm.

 

 

 

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie dieses Ereignis die Lagerbestände, Produktion und Demand beeinflusst. Meiner Meinung nach sieht das folgendermaßen aus:

 

- Demand für Crude sinkt um ca. 2 Mio bbl/day bis die Raffinerien wieder laufen.

- Demand nach den Produkten aus den Raffinerien wird nur marginal sinken (Stillstand in Texas)

 

- Produktion / Supply sinkt um ca. 0,38 Mio bbl/day bis die Rigs wieder laufen.

 

- Exporte von Crude könnten sinken (0,94 Mio bbl/day in der Woche 18.08.)

- Importe von Crude könnten sinken (8,79 Mio bbl/day in der Woche 18.08.)

 

Zur Info: die nächste EIA Prognose betrifft die Woche, die am 25. August endet. Harvey hat darauf noch keinen großen Einfluss, evtl. 2 Tage.

 

Operable Utilization Rate (%)

 

Dec 2016 - 91.3

Jan 2017 - 88.4

Feb 2017 - 85.0 

März 2017 - 88.0

April 2017 - 92.7

Mai 2017 - 94.3

 

Die Raffinerien könnten nach dem Wiederanlaufen die Downtime theoretisch wieder aufholen, sofern die Produkte aus den Raffinerien in dieser Zeit weiterhin stark nachgefragt würden, was den temporären Demand nach Crude nicht auheben, sondern um ein paar Wochen oder Monate aufschieben würde. Die Im- und Exporte könnten sich - und so ähnlich war es auch bei früheren Hurricanes - in den Folgetagen bzw. -wochen wieder angleichen. Auch hier ist es nicht aufgehoben, sondern nur kurzfristig aufgeschoben. Die Produktion im Golf von Mexiko wird sich allerdings nicht nach dem Wiederanlaufen für ein oder zwei Wochen um 0,38 Mio bbl/day erhöhen, um die Ausfallzeit zu kompensieren.

 

Ich glaube daher, dass Harvey kurzfristig zu größeren Verwerfungen bei den EIA Progosen führen wird, es sich dann aber schnell wieder einpendelt. Lediglich die Ölproduktion von vielleicht 3-5 Mio bbl sind erst einmal "verloren" (wird dann in x Jahren nachgeholt, wenn die Felder zu Neige gehen). Das entspricht momentan 1% der US Crude Reserven, also kaum der Rede wert.

 

Würde mich freuen, andere Meinungen zu hören.

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Etwas extremere Ansichten:

 

An Iran War Is Coming - Buy Oil Stocks Now

 

Contrarian fund managers expect oil prices to double to $100 by 2018

 

interessant ist aber

Zitat

The IEA reported an oversupply of crude oil for 2016, but G&R research shows a discrepancy between the global inventory picture and the global supply and demand data the Paris-based agency provides, Goehring and Rozencwajg said. That’s what Goehring referred to as “missing barrels.”

und

Zitat

For 2016, there was a revision of nearly 902,000 barrels.

The IEA’s estimates of global crude demand have been upwardly revised by an average of 880,000 barrels a day for the past seven years, according to a Wall Street Journal analysis.

For this year, the IEA forecasts demand of 96.6 million barrels a day, but Goehring and Rozencwajg expect to see further revisions to the number.

 

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Geschrieben

Am 24.8.2017 um 12:24 schrieb Trauerschwan:

Die Produktion der Lower 48 wird daher - voraussichtlich wie beim letzten Mal - sinken. Das passt sich die Woche drauf dann natürlich auch wieder an. Ich vermute, dass es nächste Woche dann wieder einen größeren Crude Draw geben wird.

 

Übrigens, am 30.08. kommen die nächsten EIA Prognosen und am 31.08. kommt der Monatsreport mit richtigen Zahlen für den Juni.

 

Produktion der Lower 48 waren tatsächlich deutlich niedriger, aber es gab einen Crude Build aufgrund der massiv eingeschränkten Raffineriekapazitäten. Die letzten zwei Wochen habe ich nicht gepostet.

 

EIA.jpg

 

Die US-Lower48-Produktion ist bis auf 40k Barrels wieder auf Vor-Hurricane-Niveau. Das finde ich ziemlich erstaunlich, da es zwischendurch die EIA 914 (die echten Zahlen!) für Juni 2017 gab.

 

EIA 914.jpg

 

Die tatsächliche Produktion ist nämlich leicht zurückgegangen, obwohl die Estimates steigende Produktionszahlen erwarten ließen. Dazu erst einmal ein SeekingAlpha-Link.

 

Wenn man sich jetzt die Estimates für die 4 Wochen im Juni anschaut (9,330 // 9,350 // 9,250 // 9,338), dann kann man erkennen, dass der Unterschied doch recht deutlich ist. Ich bin vor allem darauf gespannt, wie der nächstes EIA 914 Report in 9 Tagen ausfallen wird. Die Juli-Estimates waren übrigens: (9,397 // 9,429 // 9,410 // 9,430) und wie der heutige Report zeigt, wird erwartet / vermutet, dass die US-Produktion heute bei über 9,5 Mio Barrels pro Tag liegt.

 

 

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Geschrieben

Zitat

Wenn man sich jetzt die Estimates für die 4 Wochen im Juni anschaut (9,330 // 9,350 // 9,250 // 9,338), dann kann man erkennen, dass der Unterschied doch recht deutlich ist. Ich bin vor allem darauf gespannt, wie der nächstes EIA 914 Report in 9 Tagen ausfallen wird. Die Juli-Estimates waren übrigens: (9,397 // 9,429 // 9,410 // 9,430) und wie der heutige Report zeigt, wird erwartet / vermutet, dass die US-Produktion heute bei über 9,5 Mio Barrels pro Tag liegt.

 

oil.jpg

 

Eine Abweichung von ungefähr 170k Barrels pro Tag. Ich finde es übrigens interessant, dass der Anstieg der Produktion fast ausschließlich auf den Offshore Bereich fällt.

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Hallo zusammen!

 

Ich habe im Laufe des Jahres ein Portfolio aus folgenden Werten aufgebaut:

 

DO

RDC

ESV

RIG

NE

OII

 

Gewichtet in der Reihenfolge, wobei OII und NE jeweils nur relativ kleine Positionen sind.

 

Gekauft wurde nach dem Stockpiling-Prinzip. Teilweise also zu etwas höheren Kursen (insbesondere Jahresanfang), aber den sommerlichen Selloff habe ich für starke Nachkäufe genutzt, so dass das Depot jetzt ca. 5 % im Plus ist. Investmenthorizont ist ca. 3-6 Jahre.

 

Investmentthese dahinter ist, dass die Nachfrage nach Drillships, Semisubs und Jackups wieder anziehen wird, während Shale an Bedeutung einbüßen wird.

 

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Geschrieben · bearbeitet von reko

@Nimbus

Prinzipiell kann diese Thesen nachvollziehen. Allerdings haben sich die Techniken für in situ Teersand derart verbessert, dass die Kosten günstiger als in der Tiefsee sind. Und im Gegensatz zum Fracking kann dort ein Feld 30 Jahre ausgebeutet werden. Z.Z. ist die Förderung durch die verfügbare Pipelinekapazität begrenzt.

Canada Oil Sands

Suncor’s Ex CEO Rick George: “We will be producing oilsands for another 300 to 500 years.” (Quelle). Vielleicht etwas übertrieben - aber an 50 Jahre glaube ich.

 

New Report Finds Oil Sands Production Costs Below U.S. Tight Oil

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Geschrieben

Ich bestreite das nicht. Ich denke aber, die globale Ölförderung wird sich weiterhin aus einem Portfolio verschiedenster Ölvorkommen zusammensetzen. Und Offshore macht 1/3 der globalen Förderung aus. Sofern dieser Anteil auch nur in etwa beibehalten werden soll, muss in den kommenden Jahren sehr viel Geld in den Sektor fließen, da die bisherigen Ölfelder zunehmend versiegen (Produktion aus Offshore-Feldern versiegt mit einer Rate von ca. 8-10 % mindestens doppelt so schnell wie die konventionelle Förderung). Ein starker Abfall der Offshore-Förderung wird sich m.M.n. ab ca. 2020 zeigen, weil dann die Investitionsschlappe 2014 - 2017 voll durchschlagen wird.

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Geschrieben

Oil will crash to $10 a barrel with electric vehicle revolution, strategist says

 

Von einem Extrem ins andere. Selbst wenn in 6-8 Jahren ein paar mehr Elektroautos auf europäischen Straßen fahren werden, sind 10$ auf Dauer auch nicht realistisch. Offenbar fühlen sich derzeit viele genötigt von 10 bis 150 $ jeden Ölpreis auszurufen.

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Geschrieben

Für den Ölinvestor sind diese ständigen Nachrichten über den angeblichen E-Auto-Boom sehr positiv. Schließlich wird so eine enorme Unsicherheit erzeugt. Und Unsicherheit ist Gift für die Bereitschaft, in neue Ölförderkapazität zu investieren. So wird in der Baisse die Grundlage für die nächste Öl-Hausse geschaffen.

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Brent hat heute 60 USD pro Barrel erreicht.

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