Keine Frage, ein interessanter DB Beitrag.
Was aber bedenklich stimmen sollte sind die exorbitanten Wachstumsraten von 2 Bill auf 60 Bill USD.
Hast du ihn gelesen? Du zitierst Seite 1 Satz 1. Wachstum bis 2007 auf 60 Bill USD.
Schon auf Seite 5 findest du, dass sich bis Mitte 2009 die ausstehende Summe auf 30 Bill USD halbiert hat. Dann wird erläutert, das dieser Bruttobetrag nur ca. 2 Bill USD netto ist.
Lesen bildet, insbesondere wenn man Artikel komplett liest.
Meine Aussage stimmt, Deine auch, wo ist also das Problem.?
"Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen"
Carl Meyer Rothschild
Mene mene tekel upharasin. Lesen bildet, Denken auch.
Es ist doch ein eindeutiges Problem, dass es eine umgedrehte Chance-Risiko Assymetrie bei CDS gibt gegenüber von Aktienleerverkäufen. Bei Aktienleerverkäufen bildet die Shortseite ein Korrektiv, da man Geld nachschießen muss, wenn man sich täuscht, und das Gewinnpotential begrenzt ist. Bei der Longseite ist dies nicht so. Bei den CDS ist es aber genau umgekehrt, praktisch unendlich große Opportunitäten bei begrenztem Risiko, während es bei Anleihenhaltern nicht so ist und man somit einen strukturellen Vorteil bei der destruktiven Seite des Marktes hat und das "Korrektiv" somit eine marktbeherrschende Stellung einnehmen kann. Darüber hinaus sollte man sich noch den Delphifall zu Gemüte führen, wo kurz vor der Auktion auf cash settlement umgestellt wurde, da die Forderungen mt den unterliegenden Forderungen überhaupt nicht übereinstimmten, aber egal. Ändert man das halt mal kurzfristig. Die genannten Zahlen bezweifle ich, da dieses Paper offensichtlich interessegleitet ist und es bei den Ernstfällen immer zu höheren Beträgen kam (wieviel hat die DB nochmal für Lehman eingecasht: 10 Mrd oder warens doch zwölf?), aber egal, zahlt ja eh' alles Uncle Sam.
Entweder man macht daraus einen Future-Handel mit entsprechenden Hinterlegungsverpflichtungen oder man schafft ihn ab. So einfach ist das.
Dieser Beitrag wurde von Stephan09 bearbeitet: 24. Mai 2010 - 22:12
Wir haben die Lösung gefunden:/Krieg den eignen Kunden!/Dieweil der deutsche Kapitalist/Gemüt hat und Exportkaufmann ist./Wußten Sie das nicht schon früher?/Gott segne die Wirtschaftsverführer!
Theobald Tiger
Er kaufte sich eine Peitsche und einen kleinen dazugehörigen Hund.
Peter Panther
Was aber bedenklich stimmen sollte sind die exorbitanten Wachstumsraten von 2 Bill auf 60 Bill USD.
Hast du ihn gelesen? Du zitierst Seite 1 Satz 1. Wachstum bis 2007 auf 60 Bill USD.
Schon auf Seite 5 findest du, dass sich bis Mitte 2009 die ausstehende Summe auf 30 Bill USD halbiert hat. Dann wird erläutert, das dieser Bruttobetrag nur ca. 2 Bill USD netto ist.
Meine Aussage stimmt, Deine auch, wo ist also das Problem.?
Du nennst die Wachstumsrate von 2 auf 60 Billionen zu Recht exorbitant und meinst, das sollte "bedenklich" stimmen? Ok, ja. Aber warum "bedenkst" du dann nicht die ebenso steile, gegenläufige Entwicklung vier Sätze weiter?
Die Halbwahrheit ist das Problem. Die wird nicht dadurch "wahrer", dass ein Anderer den Rest der Fakten nachliefert. (Wenn du willst, kannst du's auch "selektive Darstellung" nennen; ich mag Euphemismen.)
Dieser Beitrag wurde von klausk bearbeitet: 13. März 2010 - 00:55
Optimisten leben mit Ungewissheit. Der nächste Tag kann Gutes bringen.
Pessimisten dagegen leben in Sicherheit. Sie kommen ihrem Ziel täglich näher.
Die Halbwahrheit ist das Problem. Die wird nicht dadurch "wahrer", dass ein Anderer den Rest der Fakten nachliefert. (Wenn du willst, kannst du's auch "selektive Darstellung" nennen; ich mag Euphemismen.)
Ich habe so meine Probleme mit den Finanzinnovationen.
Mögt jetzt auf mich eindreschen und sagen CDS sind ein alter Hut und was für Bank Azubis im 1 ten Lehrjahr.
Mag ja stimmen.
Aber durch das immer wieder neu verpacken von Finanzprodukten und deren Risiken, verliert der "Endkunde" leicht den Überblick, was er genau erworben hat.
Da fällt der sprichwörtliche Sack Reis in China um, und einem Mittelständler in Westfalen wird deshalb eine Finanzierung abgelehnt.
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Carl Meyer Rothschild
Aber durch das immer wieder neu verpacken von Finanzprodukten und deren Risiken, verliert der "Endkunde" leicht den Überblick, was er genau erworben hat.
Der Privatinvestor kann keine CDS kaufen. Wo siehst du also das Problem?
Und wer kauft, was er nicht versteht, ist selber Schuld.
Ups.
Alle Immobilienkäufer verstehen, was sie sich für die nächsten 30 Jahre an die Backe laden???
Never argue with idiots, they just drag you down to their level then beat you with experience.
Aber durch das immer wieder neu verpacken von Finanzprodukten und deren Risiken, verliert der "Endkunde" leicht den Überblick, was er genau erworben hat.
Der Privatinvestor kann keine CDS kaufen. Wo siehst du also das Problem?
Und wer kauft, was er nicht versteht, ist selber Schuld.
Ups.
Alle Immobilienkäufer verstehen, was sie sich für die nächsten 30 Jahre an die Backe laden???
Ich hab das auf alle Arten von Finanzinnovationen bezogen.
Hätten die Landesbanken "nur" Aktien und Rentenpapiere gekauft, hätte man deren Risiko noch einigermaßen überblicken können.
Statt dessen ist man mit mäßigem Wissen und reichlich staatlicher Knete aufgebrochen, die Finanzwelt zu erobern.
Wir Steuerzahler, Du und ich, müssen dafür nun gerade stehen.
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Carl Meyer Rothschild
A massive arbitrage has developed in European sovereign CDS, where the differential between local and foreign-denominated (euro and dollar most typically) CDS has jumped to record spreads. Case in point Germany, where €-denom CDS trade at 30 bps, while the $ equivalent is 43 bps, a 30% spread differential. The reason for this is obvious: as concerns of pan-european defaults have hit the euro, getting paid off on euro-denominated default protection seems increasingly less attractive. Should, say, Germany default, €10MM worth of protection on a German credit event would be worth much less at default which would certainly be accompanied by an almost full devaluation of the euro, resulting in a huge hit to the "at converted" currency, presumably dollars (as the euro would no longer exist). This has led to a major drop in demand for EUR-denom German (and other European) protection, with the differential hitting the abovementioned 30% margin. As Fitch discloses, this spread was just 7% in January. As this is a second derivative play on both currency devaluation/vol and increasing default risk, arguably the most profitable way to bet on a the confluence of factors that impact the eurozone could be a simple quanto swap trade, which could reap massive rewards should peripheral or core European weakness persist. ....
Remember, the market is designed to fool most of the people most of the time. - Jesse Livermore
Der CDS Markt ist mit der BAFin Entscheidung - nicht ganz unerwartet - völlig im Eimer. Griechenland wird mit 450 zu 650 Basispunkten, also einem Riesenspread, gehandelt. Damit ist der positive Effekt, den der CDS-Markt haben kann, hinüber.
Ich will hier keinen Markt verteidigen, den man nicht verteidigen muss. Ich bin nämlich durchaus der Meinung, dass man manchmal einfach ein Risiko in den Büchern behalten muss.
Ich will aber sagen, dass der Verbot des nackten CDS-Verkauf (der ja als böse definiert wurde), den "normalen" CDS-Verkauf direkt mit vernichtet. Die BAFin hätte also auch den kompletten Markt verbieten können.
Natürlich wäre nach wie vor - wie oft habe ich das geposted! - Offenheit und Transparenz und damit Geregeltheit der CDS hinreichend gelöst gewesen, wenn man sie nicht mehr otc, sondern offen an den Börsen handeln würde....
Aber man will ja schließlich gar keine Offenheit, Transparenz und einen fairen Markt.... Man will einen staatlichen Moloch.
Der CDS Markt ist mit der BAFin Entscheidung - nicht ganz unerwartet - völlig im Eimer. Griechenland wird mit 450 zu 650 Basispunkten, also einem Riesenspread, gehandelt. Damit ist der positive Effekt, den der CDS-Markt haben kann, hinüber.
Ich will hier keinen Markt verteidigen, den man nicht verteidigen muss. Ich bin nämlich durchaus der Meinung, dass man manchmal einfach ein Risiko in den Büchern behalten muss.
Ich will aber sagen, dass der Verbot des nackten CDS-Verkauf (der ja als böse definiert wurde), den "normalen" CDS-Verkauf direkt mit vernichtet. Die BAFin hätte also auch den kompletten Markt verbieten können.
Natürlich wäre nach wie vor - wie oft habe ich das geposted! - Offenheit und Transparenz und damit Geregeltheit der CDS hinreichend gelöst gewesen, wenn man sie nicht mehr otc, sondern offen an den Börsen handeln würde....
Aber man will ja schließlich gar keine Offenheit, Transparenz und einen fairen Markt.... Man will einen staatlichen Moloch.
Der CDS Markt ist mit der BAFin Entscheidung - nicht ganz unerwartet - völlig im Eimer. Griechenland wird mit 450 zu 650 Basispunkten, also einem Riesenspread, gehandelt. Damit ist der positive Effekt, den der CDS-Markt haben kann, hinüber.
Wenn man allerdings mal nach Stuttgart schaut, sieht man, dass der Spread 200 bis 300 Basispunkte ist und nicht 450 bis 650 ...
Interessehalber: Wo schaust du denn in Stuttgart? Kann du mal einen Link einstellen? Ich schaue hier: http://www.cmavision.com/market-data
Da bringt Griechenland es auf einen Credit Default Spread von 670 (und die Defaultwahrscheinlichkeit liegt mal wieder über 40%).
Und im Sprachgebrauch könnte auch das Verständnisproblem liegen: Der angegebene Wert (hier 670 Bps) ist an sich schon ein Spread (im Sinne einer Risikoprämie, dieser ist mit dem Bereich 450 bis 650 gemeint). Wenn dann der Handel noch in einer weiten Spanne verläuft, haben wir es mit dem Spread vom Spread zu tun. Und der wäre (in XYZ99' Link) dann 200 Bps, wohl entsprechend deinen Werten. Das ist aber schon riesig.
(Nachtrag: mal wieder etwas lahm)
Dieser Beitrag wurde von vanity bearbeitet: 19. Mai 2010 - 17:21
Ich bin da einem Irrtum erlegen, glaube ich. Ich hatte
Zitat
Griechenland wird mit 450 zu 650 Basispunkten, also einem Riesenspread, gehandelt. Damit ist der positive Effekt, den der CDS-Markt haben kann, hinüber.
so gedeutet, dass die Spreads auf Griechenanleihen gemeint sind. Und die findet man natürlich in Stuttgart problemlos.
Sorry.
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