Wertpapier Forum: Credit Default Swaps (CDS)

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Credit Default Swaps (CDS) Subprime hoch zwei Thema bewerten: -----

#21 Mitglied ist offline   opes 

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Geschrieben 12. Oktober 2008 - 14:09

Beitrag anzeigenBrockhaus schrieb am 12.10.2008, 15:02:

In dem Fall steht den drei Akteuren insgesamt am Ende weniger Geld zur Verfügung als am Anfang, betrachtet man sich also nur dieses Szenario, wurde Geld vernichtet. Dass den Arbeitern der Firma A weiterhin Lohn gezahlt wird etc. hab ich außen vor gelassen, da es hier nicht interessiert.
Falls deine Annahme stimmen würde, gäbe es niemals Deflationen nach großen Krisen, weil auf diese Weise die Geldmenge niemals sinken könnte. Aber alleine schon, wenn ich mir mit 100€-Scheinen den Hintern abwische trage ich zu einer Deflation bei, sprich: Wenn ich wirtschaftlich sinnloses tue.


Trotzdem wird kein Geld vernichtet...es wird lediglich vorrübergehend aus dem Kreislauf genommen , von Investoren, Konsumenten etc.
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#22 Mitglied ist offline   NewBroker 

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Geschrieben 12. Oktober 2008 - 14:10

Beitrag anzeigenstocksurfer schrieb am 12.10.2008, 14:54:

weil ich als Laie erst kürzlich darauf aufmerksam geworden bin.
Suche mal alle Artikel über CDS hier im Forum. Die Brisanz des Themas war für mich da nicht ersichtlich.

Und seit wann wird das in "Mainstream"-Medien thematisiert? Ich musste ziemlich danach suchen.
Fast überall wird nur von "fehlendem Vertrauen" und "Banken am Rande der Pleite" geredet, ohne den wahren Grund zu benennen.

Ich sehe das nämlich inzwischen wirklich als "Wurzel allen Übels".

Und ich hätte auch eine Lösung! :police:

Alle Teilnehmer des CDS-Zirkus (zumindest die Banken und Versicherungen) müssten verpflichtet werden, sofort ihre CDS-Geschäfte offenzulegen.

Dadurch wäre mit einem Schlag klar, wer welche "Leichen im Keller" hat. Und die Banken können das gegenseitige Risiko endlich einschätzen, und gegenseitige Kredite fair bewerten.

Dies könnte m.M. eher die Kreditklemme lösen, als weitere Millardenzusagen an die Banken.
Und billiger ^_^

Was meint ihr dazu?


Im Prinzip ist das doch klar.

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#23 Mitglied ist offline   stocksurfer 

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Geschrieben 12. Oktober 2008 - 14:12

Beitrag anzeigenopes schrieb am 12.10.2008, 14:45:

Da es ne Wette ist macht immer einer Gewinn und einer Verlust


du hast recht. Nur was nützt es dem Welt-Finanzsystem, wenn ein Hedgefonds auf den Caymans Milliarden von AIG oder Deutsche Bank einstreicht?

Hat dir die AIG-Pleite nicht zu denken gegeben?

Ich hatte übrigens gestern noch gelesen, dass die Deutsche Bank $870 Mio. Netto-Verlust bei der Lehman Auktion realisieren musste.
Heute ist das tatsächlich aus dem Artikel verschwunden.

Am Freitag ist auch in Japan das erste Opfer kollabiert: ein Lebensversicherer!
Hier (und auch sonst überall im Internet) wird nur von "unerwarteten Verlusten bei Wertpapiergeschäften" geschrieben. Ich vermute stark, dass CDS dahinter stecken.
2008 waren wir am Abgrund. 2010 sind wir schon einen Schritt weiter.

#24 Mitglied ist offline   Brockhaus 

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Geschrieben 12. Oktober 2008 - 14:14

Zitat

Trotzdem wird kein Geld vernichtet...es wird lediglich vorrübergehend aus dem Kreislauf genommen , von Investoren, Konsumenten etc.



Kannst du mir dann auch erklären, wie es zu Deflationen kommen kann, wenn selbst bei unwirtschaftlichem Handeln ohne Wertschöpfung das Geld immer im Kreislauf verbleibt?

#25 Mitglied ist offline   opes 

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Geschrieben 12. Oktober 2008 - 14:27

Beitrag anzeigenBrockhaus schrieb am 12.10.2008, 15:14:

Kannst du mir dann auch erklären, wie es zu Deflationen kommen kann, wenn selbst bei unwirtschaftlichem Handeln ohne Wertschöpfung das Geld immer im Kreislauf verbleibt?



Problem ist doch, dass das Geld nicht im Kreislauf bleibt, sondern in festen Händen ist...es ist dadurch aber nicht vernichtet sondern nur vorrübergehend aus dem Kreislauf genommen, um beispielsweise in anderen Ländern investiert zu werden oder bei den Konsumenten, die aus Angst vor Arbeitsplatzverlust etc sparen.

Es ist dadurch definitiv nicht vernichtet.
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#26 Mitglied ist offline   billy-the-kid 

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Geschrieben 12. Oktober 2008 - 17:46

Beitrag anzeigenBrockhaus schrieb am 12.10.2008, 15:02:

Lieber nicht, da fiele der Dax in der nächsten Woche wohl auf 800 Punkte...


Zusätzliche Transparenz kann den Märkten eigentlich nur guttun.

Ganz so beunruhigend finde ich die CDS-Geschichte jetzt nicht, da derartige Geschäfte jetzt so teuer geworden sind, dass sich das jeder - erstens - zweimal überlegt. Zweitens kann man die Summe aller offenen Positionen unter 2 Marktteilnehmern auch besichern (derjenige, der was schuldet, deponiert Staatsanleihen). Wer halbwegs bei Verstand ist, ist also zumindest in der letzten Zeit keine unbesicherten Positionen mehr eingegangen.

Die zusätzliche Transparenz würde also - frei nach Warren Buffett - zeigen, wer nackt geschwommen ist.

Grüße, billy-the-kid

#27 Mitglied ist offline   Stephan09 

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Geschrieben 13. Oktober 2008 - 14:33

Vielleicht eine nette Anlaufstelle, auf jeden Fall klarer als ISDA.

The Depository Trust and Clearing Corporation (DTCC) established its automated Trade Information Warehouse as the electronic central registry for credit default swaps

credit default swap contracts registered in the Warehouse totaled approximately $34.8 trillion

Less than 1% of credit default swap contracts currently registered in the Warehouse relate to particular residential mortgage-backed securities.

The payment calculations so far performed by the DTCC Trade Information Warehouse relating to the Lehman Brothers bankruptcy indicate that the net funds transfers from net sellers of protection to net buyers of protection are expected to be in the $6 billion range

DTCC, through its subsidiaries, provides clearance, settlement and information services for equities, corporate and municipal bonds, government and mortgage-backed securities, money market instruments and over-the-counter derivatives.

DTCC's depository provides custody and asset servicing for more than 3.5 million securities issues from the United States and 110 other countries and territories, valued at US$40 trillion. In 2007, DTCC settled more than US$1.86 quadrillion in securities transactions. DTCC has operating facilities in multiple locations in the United States and overseas.

Deriv/SERV LLC, a wholly-owned subsidiary of DTCC, provides automated matching and confirmation for OTC derivatives contracts, including credit, equity and interest rate derivatives. According to major market participants, over 90% of credit derivatives traded globally are electronically confirmed through Deriv/SERV. The Trade Information Warehouse, a service offering of Deriv/SERV launched in November 2006

http://www.ad-hoc-ne...ws/19739504/rss
http://www.dtcc.com/
Wir haben die Lösung gefunden:/Krieg den eignen Kunden!/Dieweil der deutsche Kapitalist/Gemüt hat und Exportkaufmann ist./Wußten Sie das nicht schon früher?/Gott segne die Wirtschaftsverführer!
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#28 Mitglied ist offline   Stephan09 

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Geschrieben 14. Oktober 2008 - 22:27

Die Sendung mit der Schildkröte:
Schöne einfache Erklärung von physical und cash settltement. Und sogar PISAgeeignet, man muss nicht lesen können.

http://de.youtube.co...h?v=P2cUh-e_Qkc
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#29 Mitglied ist offline   stocksurfer 

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Geschrieben 14. Oktober 2008 - 23:56

Beitrag anzeigenStephan1 schrieb am 14.10.2008, 23:27:

Die Sendung mit der Schildkröte:
Schöne einfache Erklärung von physical und cash settltement. Und sogar PISAgeeignet, man muss nicht lesen können.

http://de.youtube.co...h?v=P2cUh-e_Qkc


ich bin dazu trotzdem noch zu Eingefügtes Bild

Was bedeutet (physical settlement; ca. 03:00) "deliver the reference asset"?
Der Käufer muss die Anleihe (von wem?) kaufen und dem Verkäufer liefern, welcher diese dann bezahlen muss. Sorry, darunter kann ich mir wenig vorstellen. Was fängt der Verkäufer denn mit der Anleihe an?
2008 waren wir am Abgrund. 2010 sind wir schon einen Schritt weiter.

#30 Mitglied ist offline   Stephan09 

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Geschrieben 15. Oktober 2008 - 00:15

Das ist doch nicht das Problem von dem Käufer; nur bei dem Cashsettlement von Lehman wurde ja jetzt der Wert auf 8 Komma irgendwas ct./$ festgesetzt; und der Versicherungsnehmer hat jetzt keinerlei Sicherheit, dass die 8ct./$ in dem nun folgenden Insolvenzverfahren auch wirklich rausspringen. Ganz abgesehen davon, dass die Lehmanpleite wahrscheinlich eh' Jahre braucht, bis alles abgewickelt ist und solange ist das Geld der Investoren halt festgegefroren. Im übrigen schöner Euphemismus, dass die technische Abwicklung von Billionen $ in ct./$ ausgedrückt wird.

Aber vielleicht redet man aneinander vorbei; ich gehe von der Prämisse aus, dass ein Anleiheninhaber (usw.) kalte Füsse bekommt oder sein Risiko begrenzen will und somit einen CDS kauft, um die Rückzahlung garantiert zu bekommen. Dass sich das ganze inzwischen vollkommen von der Grundidee der Anleihenversicherung verabschiedet hat, sehe ich auch als Fehlentwicklung an.

Dieser Beitrag wurde von Stephan1 bearbeitet: 15. Oktober 2008 - 00:22

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#31 Mitglied ist offline   DrFaustus 

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Geschrieben 15. Oktober 2008 - 07:58

Beitrag anzeigenstocksurfer schrieb am 15.10.2008, 00:56:

ich bin dazu trotzdem noch zu Eingefügtes Bild

Was bedeutet (physical settlement; ca. 03:00) "deliver the reference asset"?
Der Käufer muss die Anleihe (von wem?) kaufen und dem Verkäufer liefern, welcher diese dann bezahlen muss. Sorry, darunter kann ich mir wenig vorstellen. Was fängt der Verkäufer denn mit der Anleihe an?


Ja, physikal heißt es wird tatsächlich die Anleihe geliefert, während bei Cash-Settlement ein Zahlungsausgleich stattfindet. Angenommen es findet ein Default statt, bekommt man die Anleihen ja quasi nachgeworfen und der Verkäufer des CDS muss den Nennwert zahlen.

Beitrag anzeigenStephan1 schrieb am 15.10.2008, 01:15:

Das ist doch nicht das Problem von dem Käufer; nur bei dem Cashsettlement von Lehman wurde ja jetzt der Wert auf 8 Komma irgendwas ct./$ festgesetzt; und der Versicherungsnehmer hat jetzt keinerlei Sicherheit, dass die 8ct./$ in dem nun folgenden Insolvenzverfahren auch wirklich rausspringen. Ganz abgesehen davon, dass die Lehmanpleite wahrscheinlich eh' Jahre braucht, bis alles abgewickelt ist und solange ist das Geld der Investoren halt festgegefroren. Im übrigen schöner Euphemismus, dass die technische Abwicklung von Billionen $ in ct./$ ausgedrückt wird.

Aber vielleicht redet man aneinander vorbei; ich gehe von der Prämisse aus, dass ein Anleiheninhaber (usw.) kalte Füsse bekommt oder sein Risiko begrenzen will und somit einen CDS kauft, um die Rückzahlung garantiert zu bekommen. Dass sich das ganze inzwischen vollkommen von der Grundidee der Anleihenversicherung verabschiedet hat, sehe ich auch als Fehlentwicklung an.


Ja, Lehman ist noch der kleinere Fall. Bei Fannie und Freddie gehts soweit ich weiß um 1,6 Bio USD (europäische Bio nicht US-Bio!!!)
"Bankraub ist eine Unternehmung von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."
(Bertolt Brecht)

#32 Mitglied ist offline   zz-80 

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Geschrieben 15. Oktober 2008 - 11:40

Zitat

Das ist doch nicht das Problem von dem Käufer; nur bei dem Cashsettlement von Lehman wurde ja jetzt der Wert auf 8 Komma irgendwas ct./$ festgesetzt; und der Versicherungsnehmer hat jetzt keinerlei Sicherheit, dass die 8ct./$ in dem nun folgenden Insolvenzverfahren auch wirklich rausspringen.

Kann dem Versicherungsnehmer doch ziemlich schnuppe sein. Der hat seine Ausgleichszahlung doch längst vom Versicherungsgeber kassiert.

#33 Mitglied ist offline   Stephan09 

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Geschrieben 15. Oktober 2008 - 17:19

Gerade nicht bzw. er bekommt von dem Verkäufer nur 91,xx% der entsprechenden Summe. Ob im Insolvenzverfahren die restlichen Prozent noch rumkommen, ist völlig offen; können auch nur 6% oder 2% sein.

Dieser Beitrag wurde von Stephan1 bearbeitet: 15. Oktober 2008 - 17:19

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#34 Mitglied ist offline   zz-80 

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Geschrieben 15. Oktober 2008 - 19:35

Der Käufer liefert dem Versicherungsgeber die Anleihe die er versichert hat (oder besorgt sich à la cheapest to deliver einfach die nächstbeste Lehman Anleihe) und kassiert dafür 100% - Der Käufer hat dann mit der Anleihe nichts mehr am Hut und braucht sich auch um das Konkursverfahren keinen Kopf machen (das meinte ich).

Mal angenommen ich kaufe mir eine Lehman Anleihe zu 100%, 2Mio Notional, schließe anschließend ein CDS mit dir ab und zahle dir 1/4jährlich eine Versicherungsprämie. Nun geht Lehman pleite. Ich liefere dir meine 2Mio Notional und kassiere dafür 100% von dir. Bin also mehr oder weniger +/- 0 raus (habe nur die Prämien als "Verlust").

Mal angenommen ich habe keine Lehman Anleihe, bin aber der festen Überzeugung das die nächstes Jahr pleite gehen, dann schließe ich mit dir trotzdem ein CDS mit 2Mio Notional ab, zahle dir die Prämie und wenn Lehman pleite geht kaufe ich mir am Markt die Anleihen für 8% und liefere sie dir für 100%. Natürlich können wir beide uns auch auf ein Cash-Settlement einigen, dann zahst du 100% ./. Marktpreis für die günstigste Lehman Anleihe und machst es dann mit dir selbst aus ob du dir die Lehman Anleihen noch kaufst oder es sein lässt. ;)

Wenn ich natürlich eine Lehman Anleihe halte mit dir aber trotzdem Cash Settlement vereinbare und die Anleihe weiter im Bestand halte bin ich selbstverständlich im Insolvenzverfahren mit dabei.

#35 Mitglied ist offline   Stephan09 

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Geschrieben 15. Oktober 2008 - 19:59

Beitrag anzeigenzz-80 schrieb am 15.10.2008, 20:35:

Wenn ich natürlich eine Lehman Anleihe halte mit dir aber trotzdem Cash Settlement vereinbare und die Anleihe weiter im Bestand halte bin ich selbstverständlich im Insolvenzverfahren mit dabei.


Und nach meinem Verständnis ist genau das passiert. Die Leute, die einfach nur ein CDS gekauft haben, ohne im Besitz der entsprechenden Unterlegung zu sein, sind natürlich fein raus und haben ein fettes Geschäft gemacht. Das Problem ist ja nur, dass die Verkäufer absolut überfordert sind, den Forderungen nachzukommen: AIG hat ja nur 2 Wochen gebraucht um ihren 85 Mrd.$ Kredit zu "verbrennen" und nach der Wamu Auktion ist wahrscheinlich die nächste Aufstockung des Überbrückungskredites fällig, aber das kann man dann ja in dem 700 Mrd.$ Paket von Paulson verstecken.

Und das hat jetzt nur indirekt damit zu tun, was macht eigentlich mit den CDS von Lehman als Gegenpartei? Sind die jetzt einfach verfallen wie die Zertifikate?

Dieser Beitrag wurde von Stephan1 bearbeitet: 15. Oktober 2008 - 20:00

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#36 Mitglied ist offline   zz-80 

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Geschrieben 16. Oktober 2008 - 08:50

Zitat

Und nach meinem Verständnis ist genau das passiert. Die Leute, die einfach nur ein CDS gekauft haben, ohne im Besitz der entsprechenden Unterlegung zu sein, sind natürlich fein raus und haben ein fettes Geschäft gemacht.

Nun verallgemeinern kann man das sicher nicht. Es gibt aber sicher ein paar Adressen die Ihre Lehmänner weiter halten (das sind dann die, die auf wesentlich mehr als 8% Recovery Rate hoffen), es gibt aber auch genug die die Lehmänner liefern um es ganz aus den Büchern zu bannen.

Zitat

Und das hat jetzt nur indirekt damit zu tun, was macht eigentlich mit den CDS von Lehman als Gegenpartei? Sind die jetzt einfach verfallen wie die Zertifikate?
Du meinst die CDS bei denen Lehman nicht Underlying sondern Gegenpartei war? Die sind dann verfallen, man darf sich das aber nicht wie bei Zertifikaten vorstellen das hier dann effektiv Unsummen vernichtet wurden.
1. Wenn Lehman Protection Buyer war, dann kassiert der Seller keine Prämien mehr, hat aber auch keine Verpflichtung mehr einen evtl. Ausfall des Underlyings zu zahlen.
2. Wenn Lehman der Protection Seller war, sollte sich der Protection Buyer schleunigst einen neuen Kontrahenten suchen, damit er sich weiterhin gegen Default seines Underlyings absichern kann.
Die beiden Fälle sind also nicht so heiß.
3. Worst case und damit ganz übel ist es natürlich wenn Underlying und Protection Seller gleichzeitig ausfallen sollten. :D Wenn man nicht mehr wirklich von seiner Gegenpartei überzeugt ist kann man CDS aber auch problemlos via DTCC übertragen (nennt sich Novation).

#37 Mitglied ist offline   stocksurfer 

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Geschrieben 17. Oktober 2008 - 14:23

Am Dienstag (21.10.) wird's spannend. Denn dann werden die CDS-Wettschulden im Fall Lehman abgerechnet.
DTCC behauptet, es werde sich fast alles, bis auf $6 Mrd. gegenseitig aufheben.
Andrea Ciccone (BNP) schätzt, dass eher 220-270 Mrd. fließen werden.
(Quelle)

Es könnte also sein, dass am Dienstag das große Aufatmen kommt. Oder große Kopfschmerzen.

Vielleicht wissen die Banken intern schon, dass alles nicht so schlimm wird. Zumindest sind die CDS-Spreads erfreulicherweise kräftig gesunken (s. Tabelle); sogar für Morgan Stanley, die zuletzt einen beängstigend hohen Spread hatten.
2008 waren wir am Abgrund. 2010 sind wir schon einen Schritt weiter.

#38 Mitglied ist offline   Stephan09 

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Geschrieben 17. Oktober 2008 - 23:25

The neverending story:
AIG braucht mal wieder Knete; wat'n Glück, dass das ganze bei uns abseits der Öffentlichkeit ablaufen soll.
The firm's collapse was triggered last month by credit downgrades, which the insurer previously said could force more than $13 billion in collateral calls from fixed-income investors who bought credit-default swaps from AIG to protect against losses.

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#39 Mitglied ist offline   stocksurfer 

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Geschrieben 24. Oktober 2008 - 01:25

Offenbar ist das Lehman settlement relativ glimpflich verlaufen. "Nur" $5,2 Mrd. wechseln die Besitzer.
Am 7.11. ist der nächste spannende Termin. Da geht es um Washington Mutual.

(Quelle)

Es wäre wirklich ein Segen, wenn es gelänge, die CDS-Blasen geordnet abzulassen. Davon hängt es mMn ab, ob der Höhepunkt der Finanzkrise hinter uns liegt.
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#40 Mitglied ist offline   stocksurfer 

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Geschrieben 24. Oktober 2008 - 01:37

Auch die Banken-Bonitäten (gemessen an CDS) sind erfreulich zurückgekommen.
(Tabelle)
Ein Zeichen, dass die Interbanken-Kredite wieder besser fließen.

Nur die HSH-Nordbank (Landesbank Hamburg/Schleswig-Holstein) macht mir etwas Sorgen mit ihrem Wert bei 300.
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