Wertpapier Forum: ARERO-Der Weltfonds

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ARERO-Der Weltfonds Thema bewerten: ****- 15 Stimmen

#41 Mitglied ist offline   Marcise 

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Geschrieben 04. November 2008 - 19:35

Die Antwort auf meine Fragen kam gerade von Prof. Weber GmbH:

"Sehr geehrter Herr xxx,

für den Fonds wurde ein Index aufgesetzt (ARERO - Die Weltstrategie), dessen Wertentwicklung der Fonds über eine Swapkonstruktion nachvollzieht. Diese Weltstrategie bezieht sich im Aktienbereich auf die sehr breit diversifizierten Regionenindizes von MSCI (in Anlehnung an unser Forschungspapier), im Rentenbereich auf den IBOXX Rentenindex und im Rohstoffbereich auf den DB Platinum Commodity Fonds. Der DB Platinum ist ein passiv gemanagter Fonds mit einer Verwaltungsvergütung von 75 BP, d.h. in diesem Bereich kommen Zielfondskosten hinzu. (Die Abbildung des Rohstoffuniversums über den Fonds war jedoch notwendig, weil die Regulierungsbehörden sämtliche bestehenden Rohstoffindizes aufgrund mangelnder Diversifikation mittlerweile ablehnen.)

Eine ausschüttende Anteilsklasse ist zur Zeit nicht geplant.

Mit freundlichen Grüßen

xxx xxx"


Das bedeutet dann wohl:

(0,85*0,45)+(0,15*0,75)=0,495%


SWAP-Konstruktion

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Dieser Beitrag wurde von Marcise bearbeitet: 04. November 2008 - 19:41


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#42 Mitglied ist offline   otto03 

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Geschrieben 04. November 2008 - 19:43

Danke für die Info.

Interpretation:

für alle Bestandteile ausser Rohstoffe fallen keine zusätzlichen Kosten an, da nicht in ein Instrument welches abbildet geswapped wird, sondern man swapped die abzubildende Komponente selbst.

Richtig ?


(by the way, für alle Replicaton Fans ein Horrorszenario)


edit: hatte die Ergänzung noch nicht gesehen

edit 2:

Ich möchte nicht i-punkt ....., aber ich glaube die Formel müßte heißen

(1,00 * 0,45) + (0,15*0,75) =x,xx

((sie werden wohl ihre eigenen 0,45 auf den komletten Fonds beziehen und nicht auf 85% davon)i

Dieser Beitrag wurde von otto03 bearbeitet: 04. November 2008 - 19:57

Zielrendite p.a. 0% bis x,xx% nach Kosten, Steuern, Inflation

#43 Mitglied ist offline   Grumel 

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Geschrieben 04. November 2008 - 20:08

Bleibt nocht die Swap Geschichte, ansonsten super.
Gilt hier auch dass der Swapanteil maximal 10%? Wer ist der Swappartner

#44 Mitglied ist offline   otto03 

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Geschrieben 04. November 2008 - 20:32

Beitrag anzeigenGrumel, 04.11.2008, 19:08:

Bleibt nocht die Swap Geschichte, ansonsten super.
Gilt hier auch dass der Swapanteil maximal 10%? Wer ist der Swappartner



Ja wenn das Produkt von Dir mit dem Begriff "super" ausgezeichnet wird :thumbsup:

In meinen Augen ist bisher nicht erkennbar, ob sie überhaupt irgendetwas reales im Bestand haben (der Commodity swapped auch), allerdings stellt sich hier die Frage (Investmentgesetz, Ucits etc. ). Im Augenblick denke ich, die haben haben komplett "virtuelle Werte" im Fonds und als Basis irgendetwas (was ihnen gerade passt). Auch zum swappen benötigt man irgendetwas, um es dem Swappartner anzubieten.

Beim Swappartner ist zumindest aus dem Prospekt keine Beschränkung auf DB ersichtlich.
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#45 Mitglied ist offline   Dagobert 

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Geschrieben 04. November 2008 - 20:45

Marcise,

danke für Dein nachhaken bei Prof. Weber :thumbsup:

wie schätzt Du diesen Fonds vs dem ETF Dachfonds ein?

Beitrag anzeigenMarcise, 04.11.2008, 18:35:

Die Antwort auf meine Fragen kam gerade von Prof. Weber GmbH:

"Sehr geehrter Herr xxx,

für den Fonds wurde ein Index aufgesetzt (ARERO - Die Weltstrategie), dessen Wertentwicklung der Fonds über eine Swapkonstruktion nachvollzieht. Diese Weltstrategie bezieht sich im Aktienbereich auf die sehr breit diversifizierten Regionenindizes von MSCI (in Anlehnung an unser Forschungspapier), im Rentenbereich auf den IBOXX Rentenindex und im Rohstoffbereich auf den DB Platinum Commodity Fonds. Der DB Platinum ist ein passiv gemanagter Fonds mit einer Verwaltungsvergütung von 75 BP, d.h. in diesem Bereich kommen Zielfondskosten hinzu. (Die Abbildung des Rohstoffuniversums über den Fonds war jedoch notwendig, weil die Regulierungsbehörden sämtliche bestehenden Rohstoffindizes aufgrund mangelnder Diversifikation mittlerweile ablehnen.)

Eine ausschüttende Anteilsklasse ist zur Zeit nicht geplant.

Mit freundlichen Grüßen

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Das bedeutet dann wohl:

(0,85*0,45)+(0,15*0,75)=0,495%


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Gibt es eine glaubwürdige Quelle, wo man nachlesen kann, wie man vom Lesen von glaubwürdigen Studien reich wird?

#46 Mitglied ist offline   Torman 

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Geschrieben 04. November 2008 - 20:52

Liest hier eigentlich jemand den Prospekt?

Zitat

Der Fonds basiert auf einem regelbasierten Indexkonzept mit drei Anlageklassen (Aktien, Renten und Rohstoffe = ARERO) und wird vorwiegend in fest bzw. variabel verzinsliche Wertpapiere sowie in Derivate („Spezielle Derivate“) auf die ARERO Weltstrategie („Strategie“) investieren.

Im Fonds werden also vor allem Rentenpapiere liegen (Achtung: steuerpflichtige Erträge!). Mit Derivaten wird dann die Perfomance der Weltstrategie in den Fonds geholt.

Zitat

Zu den im jeweiligen Swap-Vertrag festgelegten Terminen (z.B. bei Fälligkeit) sind Zahlungen, zum Beispiel in Euro, zu leisten. Diese Zahlungen werden in Abhängigkeit der Höhe des Nominalvolumens sowie des aktuellen Zinssatzes (z.B. EURIBOR) und der zu leistenden Gebühren ermittelt und vom Fonds an den Kontrahenten gezahlt. Zur Fälligkeit der Swap-Verträge erhält der Fonds das Auszahlungsprofil der Speziellen Derivate ausgezahlt.

Diese Swaps sind natürlich nicht kostenfrei. Der Swappartner will schließlich etwas daran verdienen.

Zitat

Einflussfaktoren auf die Wertentwicklung:
- Ein Anstieg der Kursschwankungen (Volatilität) der Strategie wirkt sich während der Laufzeit tendenziell positiv auf den Preis des Fonds aus, eine Verringerung wirkt sich tendenziell negativ auf den Preis des Fonds aus.
- Ein Anstieg der Zinssätze kann während der Laufzeit im Allgemeinen einen negativen Einfluss auf den Preis des Fonds haben, ein Sinken der Zinssätze kann einen positiven Einfluss auf den Preis des Fonds haben.

Punkt 1 spricht dafür, dass hier auch andere Derivate als TR-Swaps verwendet werden, die wie Optionen von der impliziten Vola beeinflusst werden. Punkt 2 deutet darauf hin, dass die Rentenpapiere z.T. längere Laufzeiten haben. Hier findet also eine Fristentransformation statt. Dieses Konzept EURIBOR (Zahlung an den Swappartner) gegenüber langfristigen Zinsen hat gerade eine Reihe von Staatsfinanzierer in Schieflage gebracht.

Mir ist der Fonds für eine Langfristanlage zu sehr auf bestimmte derivative Produkte angewiesen. Siehe auch folgende Zitate:

Zitat

Steuerliche oder rechtliche Änderungen können während der Laufzeit der Speziellen Derivate die Wertentwicklung des Fonds und die Partizipation an der Wertentwicklung der Strategie negativ beeinflussen.

Zitat

Sollte der Kontrahent der Swap-Verträge zu irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage sein, den Swap-Vertrag zu handeln oder weiterzuführen (da beispielsweise die Strategie oder einzelne Sub-Indizes der Strategie für diesen Kontrahenten nicht mehr handelbar sind), und sollte die Verwaltungsgesellschaft keinen anderen Kontrahenten für einen entsprechenden Swap-Vertrag finden, behält sich die Verwaltungsgesellschaft das Recht einer vorzeitigen Fondsauflösung vor.

"Man kann zwar die Bahn der Gestirne auf Zentimeter und Sekunde berechnen, nicht aber, wohin eine verrückte Menge den Börsenkurs treibt." Sir Isaac Newton

#47 Mitglied ist offline   Marcise 

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Geschrieben 04. November 2008 - 21:40

Beitrag anzeigenDagobert, 04.11.2008, 19:45:

Marcise,

danke für Dein nachhaken bei Prof. Weber :thumbsup:

wie schätzt Du diesen Fonds vs dem ETF Dachfonds ein?


Er verfolgt ein ganz anderes Konzept. Der ETF-Dachfonds ist ein flexibler Market Timer, der ARERO ein Teil-Dachfonds mit fixer Allokation und somit lediglich eine vereinfachte Index-Depot-Variante. Der Hauptvorteil dürfte wohl darin liegen, dass keine Ordergebühren anfallen und das Rebalancing automatisch gemacht wird. Für eine Anlage in 2008 ist er eh viel zu neu. Dazu die intransparenten Swaps und Derivate...

ARERO ist nur was für Leute, die auch sonst auf synthetische ETFs setzen würden...

Mit anderen Worten: Ich würde an Deinem ursprünglichen Plan festhalten Dago.

Dieser Beitrag wurde von Marcise bearbeitet: 04. November 2008 - 21:41


#48 Mitglied ist offline   Dagobert 

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Geschrieben 04. November 2008 - 21:51

Beitrag anzeigenMarcise, 04.11.2008, 20:40:

Er verfolgt ein ganz anderes Konzept. Der ETF-Dachfonds ist ein flexibler Market Timer, der ARERO ein Teil-Dachfonds mit fixer Allokation und somit lediglich eine vereinfachte Index-Depot-Variante. Der Hauptvorteil dürfte wohl darin liegen, dass keine Ordergebühren anfallen und das Rebalancing automatisch gemacht wird. Für eine Anlage in 2008 ist er eh viel zu neu. Dazu die intransparenten Swaps und Derivate...

ARERO ist nur was für Leute, die auch sonst auf synthetische ETFs setzen würden...

Mit anderen Worten: Ich würde an Deinem ursprünglichen Plan festhalten Dago.


Danke für die Erklärung, der Plan ist "work in progress"! ;)
Gibt es eine glaubwürdige Quelle, wo man nachlesen kann, wie man vom Lesen von glaubwürdigen Studien reich wird?

#49 Mitglied ist offline   pfropfenstopfer 

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Geschrieben 04. November 2008 - 22:05

"Diese Swaps sind natürlich nicht kostenfrei. Der Swappartner will schließlich etwas daran verdienen."

Das sollte aber kaum Entscheidungsrelevanz besitzen - schließlich fallen die bei jeder alternativen Indexfonds/ETF-Anlage auch an. Wenn diese stattdessen Full Replication anwenden würden, wären die induzierten Kosten durch Handelsgebühren, Umschichtungen, Nachteile aus Dividendenbehandlungen etc. vermutlich nicht niedriger, wenn sie auch nicht ausgewiesen würden (+ höher Tracking Error=höheres Risiko).


"Punkt 2 deutet darauf hin, dass die Rentenpapiere z.T. längere Laufzeiten haben. Hier findet also eine Fristentransformation statt."

Ich würde das einfach auf die Fondstrategie beziehen - da sind 25% Renten enthalten. Steigende Zinsen=Fallende Kurse=Schlecht für die Entwicklung des Fonds.

Nochmals zur Swapfrage: Wie in meinem letzten Post beschrieben, gibt es nahezu keinen einzigen ETF-Anbieter, der es sich im erweiterten Verkaufsprospekt nicht offenhalten würde, Derivate einzusetzen. Ohne kann man sich jedenfalls kaum selbst ein "Weltportfolio" zusammenstellen.

Außerdem bin ich überrascht, dass sich große Teile der Diskussion um das Ausfallrisiko bei Swaps drehen, das gesetzlich eindeutig begrenzt ist...Wenn man das ins Verhältnis setzt etwa zu den Marktpreisrisiken (und ihr Eindämmen durch umfassende Diversifikation - und das ist, worauf der Fonds abzielt), kann ich den Fokus der Debatte hier nicht vollständig nachvollziehen.
Wenn man schon über Risiken spricht - warum sollte ich in einen ETF-Dachfonds investieren, indem das Management viel Freiheit beim "Market Timing" hat? Wenn der Manager einmal aufs falsche Pferd setzt, sind die dadurch verursachten Risiken weitaus höher als das maximale Verlustpotenzial bei einer Swapkonstruktion (ganz abgesehen davon, dass die auch viele Vorteile hat). Insofern hat auch eine zeitstabile, automatische rebalancierte Aufteilung ihren Charme.


Insgesamt finde ich nach der bisherigen Diskussion sowohl die Strategie als auch die Kostenseite überzeugend - freue mich aber über weiteren Austausch.

Wenn man bei anderen Produkten (insbesondere bei aktiven Fonds oder Dachfonds) die Kosten ebenfalls bis auf jeden Basispunkt genau aufschlüsseln könnte und würde, wird man kaum eine günstigere Lösung finden - sondern meines Wissens in erster Linie solche, die nach Berücksichtung aller versteckten Kosten etwa 2 bis 3 Mal teurer sind...

Bei der Strategie ist die Frage, ob man an den Wert aktiven Fondsmanagements (nach Kosten) glaubt. Tut man es nicht - wofür es meiner Meinung nach gute Gründe gibt - , ist der Fonds als Basisinvestment meiner Meinung nach sehr gut geeignet.

Dieser Beitrag wurde von pfropfenstopfer bearbeitet: 04. November 2008 - 22:17


#50 Mitglied ist offline   Torman 

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Geschrieben 04. November 2008 - 22:18

Beitrag anzeigenpfropfenstopfer, 04.11.2008, 21:05:

"Punkt 2 deutet darauf hin, dass die Rentenpapiere z.T. längere Laufzeiten haben. Hier findet also eine Fristentransformation statt."
Ich würde das einfach auf die Fondstrategie beziehen - da sind 25% Renten enthalten. Steigende Zinsen=Fallende Kurse=Schlecht für die Entwicklung des Fonds.


Dagegen spricht, dass die zwei von mir genannten Punkte als andere Einflussfaktoren neben der eigentlichen Indexstrategie genannt werden.

Zitat

Der Rücknahmepreis des Fonds hängt von der Wertentwicklung der in der Strategie enthaltenen Indizes und anderen Einflussfaktoren ab.

"Man kann zwar die Bahn der Gestirne auf Zentimeter und Sekunde berechnen, nicht aber, wohin eine verrückte Menge den Börsenkurs treibt." Sir Isaac Newton

#51 Mitglied ist offline   Grumel 

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Geschrieben 05. November 2008 - 07:49

Das swaprisiko ist nicht diversifiziert. Wir bekommen keine zusätzliche Renditechance für das Swaprisiko.
Finde es etwas zweifelhaft Trackingerror als Risiko zu bezeichnen. Trackingerror kann es in beide Richtungen geben.

Zitat

Wenn man schon über Risiken spricht - warum sollte ich in einen ETF-Dachfonds investieren, indem das Management viel Freiheit beim "Market Timing" hat?


Warum sollte man Lotterie Tickets kaufen? Hat aber mit dem Fonds jetzt wenig zu tun. Wer sich um Swaps sorgt, wird eher selten Hoffnungsfonds kaufen.

Dieser Beitrag wurde von Grumel bearbeitet: 05. November 2008 - 07:53


#52 Mitglied ist offline   pfropfenstopfer 

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Geschrieben 05. November 2008 - 09:02

Beitrag anzeigenGrumel, 05.11.2008, 06:49:

Das swaprisiko ist nicht diversifiziert. Wir bekommen keine zusätzliche Renditechance für das Swaprisiko.


Mit Swaps kann man bei bestimmten Konstellationen (etwa viele Einzelkomponenten, illiquide Aktien, viele Indexneuaufnahmen etc.) den zugrunde liegenden Index in der Regel a) genauer und b ) kostengünstiger abbilden - und wer sich nur auf die sehr wenigen Produkte konzentriert, die explizit ausschließen, Swaps benutzen zu wollen, erleidet durchaus einen Verlust aus Rendite/Risiko-Sicht aufgrund mangelnder Diversifikation und/oder höheren Gebühren.

Beitrag anzeigenGrumel, 05.11.2008, 06:49:

Finde es etwas zweifelhaft Trackingerror als Risiko zu bezeichnen. Trackingerror kann es in beide Richtungen geben.


Natürlich kann ein Tracking Error in beide Richtungen gehen - aber Volatilität drückt auch Preisabweichungen in beide Richtungen aus und es eines der gebräuchlichsten Risikomaße. Wenn ich mein Ziel - die möglichst exakte Abbildung eines Index - nur mit (mehr) Unsicherheit erreiche, ist das ein Risikofaktor.


Wer sich um Swaps sorgt, wird eher selten Hoffnungsfonds kaufen.
Das war auf die Diskussion bezogen, ob ein Market-Timer-ETF-Dachfonds eine Alternative zu diesem Fonds darstellt. Und da wollte ich herausstellen, dass, wenn man um ein gesetzlich begrenztes Ausfallsrisiko bei SWAPs sehr besorgt ist (sich also dort also angesichts der Finanzkrise den GAU vorstellt), man ähnliche Überlegungen dahingehend anstellen kann, was ein aktiver Fondsmanager potentiell im Rahmen seiner Freiheiten für riskante und möglichereise sehr ungünstige Wetten mit meinem Geld anstellen könnte (also hier der GAU). Wie groß ist der Anteil der flexiblen Market-Timer-Dachfonds nach Kosten, der die Finanzkrise bislang besser überstanden hat als eine konsequent durchgehaltene statische Aufteilung auf mehrere Asset-Klassen?

Dieser Beitrag wurde von pfropfenstopfer bearbeitet: 05. November 2008 - 09:21


#53 Mitglied ist offline   Marcise 

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Geschrieben 05. November 2008 - 10:16

Beitrag anzeigenpfropfenstopfer, 05.11.2008, 08:02:

Wie groß ist der Anteil der flexiblen Market-Timer-Dachfonds nach Kosten, der die Finanzkrise bislang besser überstanden hat als eine konsequent durchgehaltene statische Aufteilung auf mehrere Asset-Klassen?


Wie groß ist der Anteil statisch aufgeteilter Indexdepots, die besser abschneiden als flexible Market-Timer-Mischfonds?

Ich habe in einem anderen Thread vergeblich nach wissenschaftlichen Untersuchungen dazu gefragt. Hat sich leider keiner zu gemeldet.

Da Du anscheinend der Meinung bist, dass die statische Aufteilung mit billigeren Index-Produkten mehr risikoadjustierte Rendite gebracht hat, bin ich auf Deine empirischen Daten gespannt...

Ich habe ehrlich Interesse an solchen Untersuchungen. Soll also kein Pro-Irgendeineseite meinerseits sein.

Gruß
M.

#54 Mitglied ist offline   pfropfenstopfer 

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Geschrieben 05. November 2008 - 16:45

Beitrag anzeigenMarcise, 05.11.2008, 09:16:

Wie groß ist der Anteil statisch aufgeteilter Indexdepots, die besser abschneiden als flexible Market-Timer-Mischfonds?

Ich habe in einem anderen Thread vergeblich nach wissenschaftlichen Untersuchungen dazu gefragt. Hat sich leider keiner zu gemeldet.

Da Du anscheinend der Meinung bist, dass die statische Aufteilung mit billigeren Index-Produkten mehr risikoadjustierte Rendite gebracht hat, bin ich auf Deine empirischen Daten gespannt...

Ich habe ehrlich Interesse an solchen Untersuchungen. Soll also kein Pro-Irgendeineseite meinerseits sein.

Gruß
M.


Mein Argument war nicht primär, dass passive Asset-Allocation-Benchmarks nach Gebühren im Durchschnitt besser sind (auch wenn ich das glaube), sondern dass ich damit das nicht unerhebliche Risiko vermeide, an einem Fondsmanager zu geraten, der sich gerade in schwierigen Zeiten bei seinem Market Timing eben ziemlich verzockt. Ich glaube nämlich nicht, den Manager identifizieren zu können, dem das nicht passieren kann - erst recht nicht, indem ich mir einfach nur vergangene Renditen anschaue.

Trotzdem - da die Frage nach wissenschaftlichen Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit passiver Asset-Allocation-Ansätze aufkam, nach ein bisschen Internet-Recherche z.B. diese hier im renommierten Journal of Banking and Finance aus dem Jahr 2005 (Leider ist der Volltext offensichtlich nur für Abonennten zugänglich):

The value of asset allocation advice: Evidence from The Economist's quarterly portfolio poll
"This study analyzes the economic importance of portfolio advice for an investor with an international and multiple-asset investment strategy. We construct portfolios based upon the asset allocation and security market advice of major international investment bankers and analyze the performance using weight-based techniques. Our results indicate that portfolio advisers are not able to outperform passive benchmarks. They do not realize superior performance either through appropriate timing or selection skills. Apparent market timing skills as measured by the Portfolio Change Measure are to a large extent an artifact caused by serial correlation in the return indices used. Likewise, the apparent short-run performance persistence is more due to the serial correlation in returns than to active portfolio selection strategies."
(..und da sind noch gar keine Gebühren drin...).

Dieser Beitrag wurde von pfropfenstopfer bearbeitet: 05. November 2008 - 17:05


#55 Mitglied ist offline   postguru 

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Geschrieben 05. November 2008 - 17:03

Hier mit freundlicher Genehmigung des Absenders:

Sehr geehrter Herr XXXXX,

wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Fonds ARERO. Anbei
möchte ich Ihnen Ihre Fragen dazu beantworten.

Es ist richtig, dass wir die Wertentwicklung der ARERO Strategie über
einen Swap nachbilden. Das bietet zahlreiche Vorteile (niedrige
Transaktionskosten; Nachbildungsrisiko liegt beim Swappartner,
Skalenerträge etc.).

Auf der anderen Seite besteht ein Ausfallrisiko beim Swappartner. Die
Höhe des Risikos ist aber stark begrenzt zum einen durch die Auswahl
des Swappartners und zum anderen durch das zugrundeliegende Portfolio.
Um als Swappartner in Frage zu kommen, muss der Kontrahent ein
Mindesrating von A- aufweisen. Die DWS veröffentlicht die Namen Ihrer
Swappartner grundsätzlich nicht, so dass ich Ihnen hierzu keine
Informationen geben darf.

Das Fondsportfolio wird in variabel verzinsliche Anleihen investiert
und liefert damit den Zinsertrag, der zur Finanzierung des Swaps
benötigt wird. Dieser Zinsertrag erklärt auch den von Ihnen
angesprochenen Zwischengewinn; Dividenden der Aktien und Zinsen aus
den Rentenpapieren werden über den Swap dagegen wie üblich in
Kursgewinne umgewandelt. Bei der Zusammensetzung des Floater
Portfolios wird besonders auf die Werthaltigkeit und Diversifikation
Wert gelegt. Anfänglich wird das Floater Portfolio aus Anleihen
bestehen, die von deutschen Landesbanken emittiert wurden und unter
die Gewährträgerhaftung fallen (also keine japanischen Aktien)

Wir readjustieren nur einmal jährlich im Februar. Es wird also nicht
versucht, die Sollallokation durch Zukäufe oder Verkäufe bzw.
Mittelzuflüsse/abflüsse unterjährig konstant zu halten.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Müller
--
Dipl.-Kfm. Sebastian Müller
Prof. Weber GmbH
Arndtstraße 29
68259 Mannheim

#56 Mitglied ist offline   Bärenbulle 

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Geschrieben 05. November 2008 - 22:21

Beitrag anzeigenpostguru, 05.11.2008, 16:03:

Das Fondsportfolio wird in variabel verzinsliche Anleihen investiert
und liefert damit den Zinsertrag, der zur Finanzierung des Swaps
benötigt wird. Dieser Zinsertrag erklärt auch den von Ihnen
angesprochenen Zwischengewinn; Dividenden der Aktien und Zinsen aus
den Rentenpapieren werden über den Swap dagegen wie üblich in
Kursgewinne umgewandelt. Bei der Zusammensetzung des Floater
Portfolios wird besonders auf die Werthaltigkeit und Diversifikation
Wert gelegt. Anfänglich wird das Floater Portfolio aus Anleihen
bestehen, die von deutschen Landesbanken emittiert wurden und unter
die Gewährträgerhaftung fallen (also keine japanischen Aktien)


Kann mal jemand erklären welche (nachteilige) steuerliche Auswirkung die Anleihen als Grundlage des Fonds haben würden? Ansonsten sieht der ja schon ganz attraktiv aus.

#57 Mitglied ist offline   postguru 

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Geschrieben 06. November 2008 - 07:39

Es werden eben Zinserträge ausgewiesen, die dann über die Steuererklärung anzugeben sind.

#58 Mitglied ist offline   tom1978 

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Geschrieben 06. November 2008 - 08:27

Beitrag anzeigenpostguru, 05.11.2008, 16:03:

Das Fondsportfolio wird in variabel verzinsliche Anleihen investiert
und liefert damit den Zinsertrag, der zur Finanzierung des Swaps
benötigt wird.


Den Punkt verstehe ich nicht so richtig (ich habe mich aber zugegebenermaßen heute das erste Mal mit Swaps beschäftigt). Swap bedeutet doch, dass in diesem Fall die DWS mit jemandem tauscht, zum Beispiel mit einer Bank. Das bedeutet, der Tauschpartner bekommt von der DWS den Erlös aus den Anleihen, während die DWS vom Tauschpartner den Erlös (= Kursgewinn + Dividenden) der entsprechenden Aktien bekommt. Richtig? Dann verstehe ich nicht, warum sich ein Tauschpartner auf so etwas einlässt, da doch langfristig gesehen die Rendite aus Aktien vermutlich deutlich höher als die Rendite aus Anleihen ist.

#59 Mitglied ist offline   Sponge Bob 

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Geschrieben 09. November 2008 - 16:08

Nach oben schieb :rolleyes:

Bisher hatte ich nur aktive Fonds.
Der Arero scheint mir jedoch als Baisisanlange geeignet zu sein, vor allem für Leute die nicht mit frischen Geld in Zukunft rebalancen wollen oder können.

Dieser Beitrag wurde von Sponge Bob bearbeitet: 09. November 2008 - 16:15


#60 Mitglied ist offline   muesli 

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Geschrieben 12. November 2008 - 12:34

Hallo!

Bin gerade durch einen anderen Thread hierauf gestoßen. Klingt doch echt nach eierlegender Wollmilchsau für "BIP-Passivisten". Dem ETF-Dachfonds (nicht der schon erwähnte aktive sondern dem passiven globalen Portfolio) klar vorzuziehen, oder was meint Ihr?

Grüße,

Müsli

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