Wertpapier Forum: Anfängerthread

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Anfängerthread der Anfängerthread für Neulinge Thema bewerten: -----

#21 Mitglied ist offline   Akaman 

  • Minenhund in Angola. Josef A. hat mich bezahlt.
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Geschrieben 30. April 2011 - 13:15

Beitrag anzeigenFleisch, 30. April 2011 - 13:04:

anleihen notieren übrigens in % vom Nennwert

die meisten jedenfalls.
Die menschliche Sprache ist möglicherweise einzigartig, aber keinesfalls eindeutig.
Jeder Versuch, sich mitzuteilen, kann daher nur mit dem Wohlwollen der anderen gelingen.
Man darf sich aber auch selbst ein wenig bemühen.

 Weiterführende Informationen:

#22 Mitglied ist offline   Fleisch 

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Geschrieben 30. April 2011 - 13:43

gehen wir mal davon aus er ist Anfänger, da will ich ihn nicht direkt mit den hier im Anleihebereich teils diskutierten Spezialitäten konfrontieren.
Fond - Flüssigkeit zum Braten, Dünsten, Kochen
Fonds - Geldanlage

Eine Investition ist dann nachhaltig, wenn sie aus finanzieller, gesellschaftlicher, ethischer und ökologischer Sicht sinnvoll ist.

#23 Mitglied ist offline   Delphin 

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Geschrieben 30. April 2011 - 14:18

Beitrag anzeigenth23, 30. April 2011 - 11:02:

Nun habe ich aber einige Fragen, da ETF bzgl Anleihen „irgendwie anders" zu funktionieren scheinen – oder ich es einfach noch nicht richtig verstanden habe:
1) Woraus setzt sich mein „Gewinn" zusammen? Kurssteigerung? Ausschüttung?
2) Wie kommt es zu Kursgewinnen? Ist denn dann ein Einstieg bei z.B. 115 EUR schlecht, wenn 2% Ausschüttung auf den Nennbetrag von 100 EUR erfolgen? Oder erfolgt die Ausschüttung auf den jeweils aktuellen Börsenwert?

Bin jetzt nicht ganz sicher: bezieht sich deine Frage auf Anleihen oder (passive) Anleihen-ETFs? Ich versuche mal auf beides zu antworten.

zu 1: Dein Gewinn/Verlust setzt sich wie bei jeder Anlage immer aus Kurssteigerung und Ausschüttung zusammen (wobei es zum Glück keine negativen Ausschüttungen gibt ;) ) das gilt für Aktien, Anleihen und Fonds - die Frage wäre höchstens, ob jeweils mit beidem zu rechnen ist. Das kann man aber nur im Einzelfall sagen.

zu 2: Zu Kursgewinn kommt es, wenn am Gebrauchtmarkt jemand bereit ist mehr für das Wertpapier zu bezahlen als du dafür beim Kauf bezahlt hattest. Das ist zunächst mal "nur" Buchgewinn, aber würde auf deinem Kontoauszug auch so erscheinen, wenn du dann zu diesem Preis dein Wertpapier wieder verkaufst, dann wird es auch "richtiger" Gewinn in Form von mehr Geld auf deinem Verrechnungskonto.

Die Erklärungen sind dir vielleicht noch zu allgemein, deswegen mal speziell zu Anleihen-ETFs: hier sammeln sich mit ziemlicher Sicherheit Fonds-Gewinne an durch die Zinszahlungen aus den Anleihen, die der Fonds hält. Wie bei jedem Fonds müssen die in einem extra Topf das Jahr über aufgelistet werden und dann einmal pro Jahr entweder ausgeschüttet oder thesauriert, d.h. dem restlichen Fondsvermögen zugerechnet werden.

Der Wert das Fondsvernögens setzt sich nun insgeamt aus diesen aufgelaufenen Zinsen und dem aktuellen Preis der gehaltenen Anleihen zusammen. Zu einem Kursgewinn des Fonds kommt es also zunächst mal durch die Zinsen der Anleihen aber auch durch die Preisänderung der Anleihen, letztere kann natürlich auch negativ sein.

Zitat

Ist denn dann ein Einstieg bei z.B. 115 EUR schlecht, wenn 2% Ausschüttung auf den Nennbetrag von 100 EUR erfolgen? Oder erfolgt die Ausschüttung auf den jeweils aktuellen Börsenwert?

Bezieht sich das auf einen Anleihen-ETF? Dann wäre die Antwort: es gibt keine vorher festgelegte Ausschüttung, sonder der Topf wird einfach einmal im Jahr geleert.

Bezieht sich die Frage auf Anleihen? Dann wärde die Antwort, wie die anderen ja schon geschrieben haben: eine Anleihe notiert meist nciht in EUR sondern in %. Und ja, die 2% werden immer auf den sogenannten Nennwert (das ist ein Kurs von 100%) gezahlt. Und wenn man "über pari" also über 100% kauft, dann ist die Rendite bis zur Rückzahlung in der Tat in dem Fall niedrieger als die 2%ige Zinszahlung (nennt man Kupon). Solche Preisänderungen kommen meist dadurch zustande, dass 2% vielleicht in einem aktuelle Marktumfeld für sehr gut befunden wird, dann steigt die Nachfrage (durch Marktteilnehmer die rechnen können) solange bis der erhöhte Preis deine Rendite soweit gedrückt hat, wie es eben der derzeitigen Marktsituation entspricht.

Dieser Beitrag wurde von Delphin bearbeitet: 30. April 2011 - 14:20


#24 Mitglied ist offline   BondWurzel 

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Geschrieben 30. April 2011 - 14:41

Zitat

eine Anleihe notiert meist nciht in EUR sondern in %


...beides ist natürlich bei Euroanleihen der Fall.....Anleihen notieren in einer Währung ( gibt auch Sonderfälle) und werden zu einem bestimmten Kurs in Prozent bewertet. ;)

Gute Infos liefert diese Page...

http://www.investmen...t/anleihen.html

Dieser Beitrag wurde von BondWurzel bearbeitet: 30. April 2011 - 14:43

Credi mihi, bene qui latuit, bene vixit! In medio virtus!
*Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.*

#25 Mitglied ist offline   th23 

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Geschrieben 01. Mai 2011 - 12:08

Hallo zusammen,

vielen Dank für die zahlreichen ausführlichen Erklärungen, das macht mir die Sache schon mal um einiges transparenter.

Kurz zur Klarstellung, es geht mir um einen Renten-/Anleihen-ETF - und da muss ich nochmal nachhaken, da sich mir das mit dem Kurs eines solchen ETF leider noch nicht ganz erschließt. Das Thema Ausschüttung habe ich verstanden, macht natürlich nur Sinn mit so einem Topf bei einer Mischung von Anliehen... Bzgl. dem Kurs aber nochmal eine Frage zum Verständnis:

Beitrag anzeigenDelphin, 30. April 2011 - 14:18:

Zitat

Ist denn dann ein Einstieg bei z.B. 115 EUR schlecht, wenn 2% Ausschüttung auf den Nennbetrag von 100 EUR erfolgen? Oder erfolgt die Ausschüttung auf den jeweils aktuellen Börsenwert?

Bezieht sich das auf einen Anleihen-ETF? Dann wäre die Antwort: es gibt keine vorher festgelegte Ausschüttung, sonder der Topf wird einfach einmal im Jahr geleert.


Werden die ETF denn dann zu Beginn mit 100 EUR/ % ausgegeben?
Sollte man also eher in einen ETF einsteigen, der unter 100 EUR/ % notiert?
Solche ETF laufen ja im Gegensatz zu einer einzelnen Anliehe nicht aus - also verstehe ich das richtig, dass sich auch der Kurs gegen Ende nicht der 100 EUR/ % annähert?

Hintergrund der Fragen, ich würde einen solchen ETF gerne nutzen, um langfristig etwas mehr Sicherheit in meinem Depot zu haben - würde allerdings ungerne mich neben dem ungefährne Zinsniveau auch noch um den Kurs des ETF sorgen müssen...

Nochmal danke für Eure Ausführungen - wirklich sehr hilfreich für Neueinsteiger bei einer solchen Materie!!! :)

th23

#26 Mitglied ist offline   chappli 

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Geschrieben 01. Mai 2011 - 14:06

hallo zusammen, hätte auch eine grundsatzfrage:

GRIECHENLAND EO-NOTES 2001(11)
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hat aktuell einen kurs von 99,72, ausgabekurs war 99,678, der kupon beträgt 5,35%.
Wie errechnet sich die rendite von 12,269?

Gruß chappli

#27 Mitglied ist offline   Ramstein 

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Geschrieben 01. Mai 2011 - 14:12

Beitrag anzeigenchappli, 01. Mai 2011 - 14:06:

hallo zusammen, hätte auch eine grundsatzfrage:

GRIECHENLAND EO-NOTES 2001(11)
Mein Link

hat aktuell einen kurs von 99,72, ausgabekurs war 99,678, der kupon beträgt 5,35%.
Wie errechnet sich die rendite von 12,269?

Gruß chappli

Restrendite p.a.! Bis zur Fälligkeit am 18. hast du den Kupon und dazu die Wertsteigerung von 0,28, die du annualisieren musst. Natürlich ist die Angabe vor Kosten.
Sie leben nach dem Motto "Lieber fünfmal nachgefragt als einmal nachgedacht". Marc-Uwe Kling
Das Halbverstandene und Halberfahrene ist der Todfeind der Bildung. Theodor W. Adorno
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#28 Mitglied ist offline   chappli 

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Geschrieben 01. Mai 2011 - 14:19

Beitrag anzeigenRamstein, 01. Mai 2011 - 14:12:

Beitrag anzeigenchappli, 01. Mai 2011 - 14:06:

hallo zusammen, hätte auch eine grundsatzfrage:

GRIECHENLAND EO-NOTES 2001(11)
Mein Link

hat aktuell einen kurs von 99,72, ausgabekurs war 99,678, der kupon beträgt 5,35%.
Wie errechnet sich die rendite von 12,269?

Gruß chappli

Restrendite p.a.! Bis zur Fälligkeit am 18. hast du den Kupon und dazu die Wertsteigerung von 0,28, die du annualisieren musst. Natürlich ist die Angabe vor Kosten.



Hmm, was bedeutet das praktisch wenn ich jetzt mit 1000 euro einsteigen würde.
Sorry für die Anfängerfragen...

Dieser Beitrag wurde von chappli bearbeitet: 01. Mai 2011 - 14:20


#29 Mitglied ist offline   Delphin 

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Geschrieben 01. Mai 2011 - 14:28

Beitrag anzeigenth23, 01. Mai 2011 - 12:08:

Werden die ETF denn dann zu Beginn mit 100 EUR/ % ausgegeben?
Sollte man also eher in einen ETF einsteigen, der unter 100 EUR/ % notiert?

Wenn ein ETF neu "anfängt", kann der Emittent frei festlegen wie große er die Stücke vom Kuchen macht, für dich ist das völlig egal. Es sagt nichts darüber aus, welcher Preis in Zukunft erreicht wird. Die einzelnen Anleihen im Fondsvermögen erreichen zwar i.d. Regel (bei AAA-Staatsanleihen) die 100% wenn sie auslaufen, (viele ETFs halten übrigens ihre Anleihen gar nicht bis zum Auslaufen), aber da der Fonds ja nicht zu demselben Zeitpunkt aufgelöst wird sondern ja noch andere Anleihen hält, die länger laufen, überlagert sich diese Phänomen. Damit entsteht ein Kursverlauf, der eben auf und ab geht. Aber bei Staatsanleihen schon langfristig meist aufwärts. (Schau dir mal die Langfristcharts vom REX-P an, da kannst du das sehen.)

Zitat

Hintergrund der Fragen, ich würde einen solchen ETF gerne nutzen, um langfristig etwas mehr Sicherheit in meinem Depot zu haben - würde allerdings ungerne mich neben dem ungefährne Zinsniveau auch noch um den Kurs des ETF sorgen müssen...

Also, da müsste ich jetzt nachfragen, welchen Begriff von Sichertheit du hier meinst. Es riecht ein bisschen so, als wenn du dich auf die Portfoliotheorie, oder mehr noch auf die Tobin'sche Kapialmarktlinie beziehst. Das ist eine Theorie, die nicht 1:1 mit realen Anlegen zu tun hat, und schon gar nicht erfolgreiches Anlegen garantiert, sie hilft lediglich Kapitalmärkte zu verstehen, wenn man die Vogelperspektive einnehmen will und sich nicht mit konkreten Wertpapieren beschäftigen will. Wenn von "sicherem Anteil" (im Tobin'schen Sinne) gesprochen wird, ist damit ein 100% abgesichertes Festgeld für die Laufzeit der Portfolios gemeint. So etwas gibt es natürlich gar nicht und fast alle Anleger kennen auch die exakte Laufzeit ihres Portfolios heute noch nicht.

Wenn dich die Preisschwankungen einer Anlage (in z.B. AAA-Staatsanleihen) stören, dann lies doch einfach nicht Tobin, sondern Markowitz, der hat das als Vorteil erkannt. ;) :D

Wenn du präzisieren könntest, was du mit "langftistig etwas mehr Sicherheit im Depot", wäre das wahrscheinlich hilftreich. ;)

#30 Mitglied ist offline   Ramstein 

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Geschrieben 01. Mai 2011 - 14:41

Beitrag anzeigenchappli, 01. Mai 2011 - 14:19:

Beitrag anzeigenRamstein, 01. Mai 2011 - 14:12:

Restrendite p.a.! Bis zur Fälligkeit am 18. hast du den Kupon und dazu die Wertsteigerung von 0,28, die du annualisieren musst. Natürlich ist die Angabe vor Kosten.

Hmm, was bedeutet das praktisch wenn ich jetzt mit 1000 euro einsteigen würde.
Sorry für die Anfängerfragen...

Du kannst die Anleihe nur in 100€ Nominalwertstückelung kaufen. Du musst die aufgelaufenen Zinsen mit bezahlen.

Beispiel: 900 nominal kosten 9*(99,72€ + 5,13€ Zinsen) ergibt 943,65€. Dazu 0,25% Kaufspesen (mindesten 9,95€) plus Makler und Börsengebühr mindestens ca. 2,50€ ergibt einen Gesamtpreis von ca. 956,10 €.

Zurück bekommst du am 18.5. 900€ nominal plus 48,15€ Zinsen ergibt einen Verlust von 7,95€ (der sich je nach Spesen noch etwas ändern kann).
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#31 Mitglied ist offline   Zinsen 

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Geschrieben 01. Mai 2011 - 21:51

@drella:
Für die USA gibt es TIC-Data; sind aber nur offizielle Stellen und keine Privatgläubiger; die Karibikstaaten bzw. UK sind im Zweifel zum großen Teil amerikanische Steuersparmodelle und insofern keine ausländischen Gläubiger:
http://www.treasury....ges/ticsec.aspx

Für innereuropäische Schuldensverflechtungen ist der "Stresstest" von der Cebs einigermaßen aufschlussreich:
http://www.eba.europ...sting/2010.aspx

Für Nettoauslandsverschuldungen und einen ersten Überblick ist der IMF ok:
http://dsbb.imf.org/...ountryList.aspx

Ansonsten nationale Zentralbanken, Statistikbehörden, Schuldenagenturen.
Für Eurostaaten:

http://www.ecb.int/p...ps/ecbocp25.pdf

S.22

Allgemein: Man muss sich da wirklich Land für Land genau anschauen. Belgien und Luxemburg sind in den gesamten Schulden sehr hoch verschuldet (ich halte kaum etwas von der Konzentration auf Staatsschulden, wenn die Wirtschaft flöten geht, tun das auch die staatsfinanzen, schließlich waren Irland, Island und Spanien ziemliche Musterknaben nach diesen Kennzahlen), was aber zum großen Teil auf dortige Töchter von franz. und dtsch. Unmternehmen zurückgeht. FDI ist zwar ziemlich envogue, aber wie man bei Irland und Ungarn sieht auch nicht das Gelbe vom Ei, wenn man sich hauptsächlich darauf konzentriert. Und, und, und...

Dieser Beitrag wurde von Zinsen bearbeitet: 01. Mai 2011 - 22:58


#32 Mitglied ist offline   finisher 

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Geschrieben 02. Mai 2011 - 22:16

Ich habe mal eine Frage bezüglich des Zinsänderungsrisikos im High Yield Unternehmensanleihen Bereich.

Warum steigt beim iShares Markit iBoxx Euro High Yield Bond (A1C8QT) die Effektivverzinsung nicht seit Dezember 2010 leicht an, wie bei anderen Anleihen ETFs, wie z.B. iShares Markit iBoxx Euro Corporate Bond (251124) ?

Gibt es im High Yield Bereich kein Zinsänderungsrisiko ?

#33 Mitglied ist offline   Stairway 

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Geschrieben 02. Mai 2011 - 22:21

Beitrag anzeigenfinisher, 02. Mai 2011 - 22:16:

Gibt es im High Yield Bereich kein Zinsänderungsrisiko ?


Doch, die Duration ist hier aber deutlich bequemer. Je höher die Verzinsung, desto geringer der Einfluss von Zinsänderungen auf den Kurs. Dein Effekt kann aber beispielsweise auf geringere geforderte Risikoprämien zurückzuführen sein.
>>Link zur 2. Auflage von Unternehmensbewertung & Kennzahlenanalyse <<


Led Zeppelin is the greatest. Robert Plant is one of the most original vocalists of our time. As a rock band they deserve the kind of success they're getting.
- Freddie Mercury



Link zum Bilanzanalysethread

Risikohinweis: Meine Beiträge sind nicht als Entscheidungsgrundlage für Investments anzusehen. Ich habe viele der besprochenen Aktien selbst im Depot oder handle damit.

#34 Mitglied ist offline   Ragnarök 

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Geschrieben 06. Mai 2011 - 17:48

Hallo Fleisch!



Lese ich das hier richtig, dass alle Themen im Forum Anleihen diese Form hier



http://www.wertpapie...emeneroeffnung/



haben müssen? Das heißt allgemeinere Frage zu Bonds sind nicht erlaubt, wie z.b. ob der Wert einer Anleihe oder einer Gruppe von Anleihen einen fairen Wert haben, können im Forum Anleihen nicht diskutiert werden?

Gruß

Ingo

#35 Mitglied ist offline   Gerald1502 

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Geschrieben 06. Mai 2011 - 19:55

Beitrag anzeigenRagnarök, 06. Mai 2011 - 17:48:

Hallo Fleisch!

Lese ich das hier richtig, dass alle Themen im Forum Anleihen diese Form hier

http://www.wertpapie...emeneroeffnung/

haben müssen? Das heißt allgemeinere Frage zu Bonds sind nicht erlaubt, wie z.b. ob der Wert einer Anleihe oder einer Gruppe von Anleihen einen fairen Wert haben, können im Forum Anleihen nicht diskutiert werden?

Gruß

Ingo

Hallo Ingo,

die Richtlinien haben die Aufgabe, die Anleihe die besprochen werden soll für uns User hier ordentlich vorzustellen, damit wir Informationen über diese Anleihe gleich von Anfang an bekommen.
Schau Dich doch auch mal in den anderen Forenbereichen um. Da gibt es auch Richtlinien.

Gegenfrage: Ich eröffne jetzt fiktiv einen Thread und schreibe einen Satz rein wie z.B. " Hallo, ich möchte gerne wissen ob Anleihe YXZ einen fairen Wert hat.

Mhhh, jetzt müssen wir uns erstmal im Netz darum kümmern, Informationen herauszusuchen, damit wir Dir eine Antwort geben können, da Du uns keine Informationen in Deinem Beitrag gegeben hast und uns die Anleihe nicht vorgestellt hast.

Alternativ kann man vorher mal die Forensuchen austesten und schauen, ob die Anleihe über die Du Informationen haben möchtest, bereits besprochen wird und dann kannst Du dann dort Deine Frage stellen.

Viele Grüße
Gerald
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#36 Mitglied ist offline   Ragnarök 

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Geschrieben 06. Mai 2011 - 20:53

Beitrag anzeigenGerald1502, 06. Mai 2011 - 19:55:

Hallo Ingo,

die Richtlinien haben die Aufgabe, die Anleihe die besprochen werden soll für uns User hier ordentlich vorzustellen, damit wir Informationen über diese Anleihe gleich von Anfang an bekommen.
Schau Dich doch auch mal in den anderen Forenbereichen um. Da gibt es auch Richtlinien.

Gegenfrage: Ich eröffne jetzt fiktiv einen Thread und schreibe einen Satz rein wie z.B. " Hallo, ich möchte gerne wissen ob Anleihe YXZ einen fairen Wert hat.

Mhhh, jetzt müssen wir uns erstmal im Netz darum kümmern, Informationen herauszusuchen, damit wir Dir eine Antwort geben können, da Du uns keine Informationen in Deinem Beitrag gegeben hast und uns die Anleihe nicht vorgestellt hast.

Alternativ kann man vorher mal die Forensuchen austesten und schauen, ob die Anleihe über die Du Informationen haben möchtest, bereits besprochen wird und dann kannst Du dann dort Deine Frage stellen.

Viele Grüße
Gerald

Hallo Gerald!



Eigentlich zielte meine Frage darauf ab, ob meine 3 Threads, die ich laufen habe gegen die Regeln des Anleiheforums verstoßen. Trotzdem danke für deine Erläuterung.



Gruß

Ingo

Dieser Beitrag wurde von Ragnarök bearbeitet: 06. Mai 2011 - 20:54


#37 Mitglied ist offline   Ragnarök 

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Geschrieben 07. Mai 2011 - 20:06

Rendite und Risiko einer Anleihe

Hallo an alle Anleihefreunde. Ich hab ein Grundlagenproblem, dass ich nicht wirklich verstanden habe und bitte um Hilfe.

Wenn in von folgendem Modell ausgehe:

Der risikofreie Zins soll bei 2 % liegen für den Zeitraum.

Die handelbare Anleihe hat einen Wert von 1 und einen Zinssatz von 0,02 (oder 2 %)nach einem Jahr. Die Anleihe soll ein 10%iges Ausfallrisiko haben bzgl. seines Wertes und des Zinses (Es kann also alles weg sein). Wenn es zur Ausschüttung kommt, sind die Zinsen zu 100 % sicher und der Wert (Kapital).

Welche Formel bestimmt den Zinssatz am ehesten, wenn es zur Auszahlung kommt?

A: Zinsen = 0,02 + (1,02)*1/10= 0,122 oder 12,2 %

oder

B: Zinsen = 0,02 +(1,02)*1/10 +Risikoprämie =0,122 +Risikoprämie oder 12,2% +Risikoprämie

Die Risikoprämie ist der Punkt, den ich nicht verstehe bzw. nicht weiß, ob es sie gibt.

Ich bitte bei diesem Problem um eure Hilfe :-)

Dieser Beitrag wurde von Ragnarök bearbeitet: 07. Mai 2011 - 20:09


#38 Mitglied ist offline   Delphin 

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Geschrieben 07. Mai 2011 - 20:17

Beitrag anzeigenRagnarök, 07. Mai 2011 - 20:06:

Der risikofreie Zins soll bei 2 % liegen für den Zeitraum.
Ok.

Zitat

Die handelbare Anleihe hat einen Wert von 1
Was genau meinst du mit "Wert"?

Zitat

und einen Zinssatz von 0,02 (oder 2 %)nach einem Jahr
Und was meinst du mit "Zinssatz", Kupon?

Zitat

Welche Formel bestimmt den Zinssatz am ehesten, wenn es zur Auszahlung kommt?
Was meinst du jetzt mit "Zinssatz"? (ich dachte der wäre 2% und damit gegeben?)

Für eine normale Anleihe müsste man wissen: 1. wann zurückgezahlt wird (Restlaufzeit), 2. wie hoch die Zinszahlung ist (Kupon), und wann gezahlt wird (meist jährlich). Wenn das bekannt ist, kann man aus einem Preis wie er sich an einem (Gebraucht)Markt (z.B. Börse) einstellt eine Rendite berechnen. Das ist eine Kennzahl dafür, wie rentabel die Anleihe ist für den Anleger unter der Voraussetzung, dass Zins- und Rückzahlung tatsächlich stattfinden.

Wird die Zins- und/oder Rückzahlung von den Marktteilnehmern für nicht ganz sicher befunden, erwarten die sie einen niedrigeren Preis, woraus sich dann eine höhere Rendite berechnet. Diese Rendite bedeutet aber nicht, dass die Anleihe unbedingt attraktiver ist, denn sie ist ja nur theoretisch, eben für den Fall, dass es nicht zum Ausfall kommt.

(sorry, das ist keine Antwort deiner Frage, aber vielleicht trägt es zum Verständnis bei.)

Dieser Beitrag wurde von Delphin bearbeitet: 07. Mai 2011 - 20:27


#39 Mitglied ist offline   Ragnarök 

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Geschrieben 07. Mai 2011 - 21:54

Beitrag anzeigenDelphin, 07. Mai 2011 - 20:17:

Beitrag anzeigenRagnarök, 07. Mai 2011 - 20:06:

Der risikofreie Zins soll bei 2 % liegen für den Zeitraum.
Ok.

Zitat

Die handelbare Anleihe hat einen Wert von 1
Was genau meinst du mit "Wert"?

Zitat

und einen Zinssatz von 0,02 (oder 2 %)nach einem Jahr
Und was meinst du mit "Zinssatz", Kupon?

Zitat

Welche Formel bestimmt den Zinssatz am ehesten, wenn es zur Auszahlung kommt?
Was meinst du jetzt mit "Zinssatz"? (ich dachte der wäre 2% und damit gegeben?)

Für eine normale Anleihe müsste man wissen: 1. wann zurückgezahlt wird (Restlaufzeit), 2. wie hoch die Zinszahlung ist (Kupon), und wann gezahlt wird (meist jährlich). Wenn das bekannt ist, kann man aus einem Preis wie er sich an einem (Gebraucht)Markt (z.B. Börse) einstellt eine Rendite berechnen. Das ist eine Kennzahl dafür, wie rentabel die Anleihe ist für den Anleger unter der Voraussetzung, dass Zins- und Rückzahlung tatsächlich stattfinden.

Wird die Zins- und/oder Rückzahlung von den Marktteilnehmern für nicht ganz sicher befunden, erwarten die sie einen niedrigeren Preis, woraus sich dann eine höhere Rendite berechnet. Diese Rendite bedeutet aber nicht, dass die Anleihe unbedingt attraktiver ist, denn sie ist ja nur theoretisch, eben für den Fall, dass es nicht zum Ausfall kommt.

(sorry, das ist keine Antwort deiner Frage, aber vielleicht trägt es zum Verständnis bei.)


Danke für deine Antwort, ich versuche es besser zu formulieren.


Rendite und Risiko einer Anleihe

Wenn ich von folgendem Modell ausgehe:

Der risikofreie Zins soll bei 2 % liegen für den Zeitraum von einem Jahr.Die Anleihe soll direkt nach Ausschüttung (Einlösen des Kupons) gekauft werden und genau ein Jahr gehalten werden, bis es zur neuen Ausschüttung kommt.

Die handelbare Anleihe hat jetzt einen Kurswert von 1 € und einen jährlichen Zinssatz von 0,02 (oder 2 %, als Kupon, aber es gibt noch eventuell ein Ausfallrisiko ). Die Anleihe soll ein 10%iges Ausfallrisiko haben bzgl. seines Kurswertes und des Zinses(Kupon). Es kann also die gesamte Anlage weg sein nach einem Jahr. Wenn es zur Ausschüttung kommt-der Verlustfall ist nicht eingetreten, ist die Zinszahlung und der Kurswert (Kapital) zu 100 % sicher.

Wenn es innerhalb eines Jahres zum Verlustfall kommt, gilt doch:

Der Restwert der Anleihe ist 0€. Die Rendite lag bei -100%

Wie sieht aber die Formel aus, wenn es zur Gewinnausschüttung kommt?
Welche Formel bestimmt den effektiven Zinssatz am ehesten, wenn es zur Auszahlung kommt nach einem Jahr kommt?

A: Zinsen = 0,02 + (1,02)*1/10= 0,122 oder 12,2 %

oder

B: Zinsen = 0,02 +(1,02)*1/10 +Risikoprämie =0,122 +Risikoprämie oder 12,2% +Risikoprämie

Zinsen = 0,02= (2%)

Mitberücksichtigung der Verlustmöglichkeit= (Kapital + Zinsen) * Ausfallwahrscheinlichkeit


Die Risikoprämie ist der Punkt, den ich nicht verstehe bzw. nicht weiß, ob es sie gibt.

Ich bitte bei diesem Problem um eure Hilfe :-)

#40 Mitglied ist offline   mcxreflex 

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Geschrieben 07. Mai 2011 - 21:54

Ich hoffe es passt hier rein. Ich habe mich etwas mit Anleihen beschäftigt und da ich gerne mit Zahlen spiele kam mir ein Gedankenspiel in den Sinn indem man Festgeld mit spekulativen Anleihen kombiniert.
Ich Prinzip ein offenes Geheimnis, v.a. geht es mir in erster Linie um die Korrektheit meiner Rechnung.
Das Szenario beschreibt die Anlage von 11.000€ zu 10.000€ in Satander Sparbriefe mit Laufzeit 3 Jahre und 4% Verzinsung, sowie 1.000€ in einen griechischen Kurzläufer mit knapp 25% p.a.

Zur Info: Das Papier notierte bei 66,30 und der Kupon beträgt 5,50%.

Fall 1: Alles läuft ohne Probleme
Fall 2: Griechenland Bond fällt aus
Fall 3: 11.000€ werden in Satander Sparbriefe angelegt.

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Wäre jemand os nett und würde mal kurz drüber schauen. Falls meine Berechnungen stimmen, was wäre von so etwas zu halten.
Eine Rendite von 0,73% sowie Kapitalerhalt(abgesehen von der Inflation) wäre sicher, allerdings hätte man auch ein spekulatives Element und eine mögliche Überrendite von 2%.



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