Wertpapier Forum: Absicherung/Stoppkurse? Wie vorgehen?

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Absicherung/Stoppkurse? Wie vorgehen? Thema bewerten: -----

#1 Mitglied ist offline   junghansmega 

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Geschrieben 06. Januar 2017 - 18:11

Hho,

ich investiere seit Ende 2011 in Aktien/Anleihen (Schwerpunktmäßig Deutschland, USA und in engen grenzen auch GB) und bin damit bislang auch ziemlich gut gefahren .
Was absolut kein Kunststück ist, wenn man sich die Charts von Dax und Konsorten über diesen Zeitraum ansieht.

In all dieser Zeit habe ich quasi nie etwas verkauft (außer er brannte lichterloh - so haben sich über mehrere Depots (#Gebühren-Minimierung) verteilt ca. 120 Einzelpositionen angesammelt) und auch so gut wie keine Absicherung betrieben .
Mittlerweile sagt mein Bauchgefühl aber, dass die Luft dünner wird und dass der Aufwärtstrend seit 2011 nicht für immer so weitergehen kann.

Ich habe mich also entschieden zumindest mal Stoppkurse zu setzen.

Naive Frage: Wie sollte ich hier vorgehen?

Gibt es irgendwo eine Datenbank mit Durchschnittlichen/Konsens-Stoppkursen von Analysten?
Oder schau ich mir einfach alle Charts an und setze Stoppkurse nach meinem Laien-Charttechnik verständnis?
Oder einfach pauschal -15% o.Ä.?

Liebe Grüße & Danke im Voraus

-junghansmega

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#2 Mitglied ist offline   Wasserfall 

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Geschrieben 08. Januar 2017 - 04:14

Wie sieht deine Anlagestrategie denn aus? Grundsätzlich bedeutet ein Kursrückgang von 15% erst mal, dass die Aktie nun 15% günstiger ist. Wozu also verkaufen und nicht sogar nachkaufen, würde sich ein Fundamentali vielleicht fragen. Als Charttechniker suchst du nach bedeutenden Unterstützungen, ein paar Cent drunter setzt du deinen Stop. Bei 120 Einzelpositionen kann das natürlich dauern. Als Trendfolger könntest du deinen Stop auch direkt unter die 200-Tage-Linie verlegen. Willst du einfach sichergehen, dass du nicht zu viel verlierst, kannst du natürlich von den heutigen Kursen 15% abziehen und dort deine Stops setzen. Oder 5% über dem Einstiegskurs. Eine Pauschallösung gibt es sicher nicht. Nur die Analysten würde ich in jedem Fall ignorieren.

Dieser Beitrag wurde von Wasserfall bearbeitet: 08. Januar 2017 - 04:17


#3 Mitglied ist offline   bounce 

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Geschrieben 08. Januar 2017 - 09:27

Wenn du ein ungutes Gefühl hast und nicht mehr schlafen kannst, warum verkaufst du nicht einfach die Positionen, bei denen du denkst, dass die Luft raus ist? Desweiteren könntest du die Positionen verkaufen, die dir mittlerweile - bezogen auf die Kennzahlen - zu teuer sind.
Sollte der Markt 20% fallen, dürften wahrscheinlich sehr viele deiner Positionen verkauft werden, die du mit einem Stop Loss von -10% zum jetzigen Kurs vergeben hast. Für Klug halte ich das nicht:

Erstens werden dadurch Unternehmen verkauft, die vielleicht von einem folgendem Wirtschaftsabschwung nicht betroffen sind.
Zweitens entgehen dir Dividenden.
Drittens kostet dich das Transaktionskosten (Verkauf und anschließender Neukauf).
Viertens wirst du höchstwahrscheinlich verpassen vor der nachfolgenden Aufwärtsbewegung wieder einzusteigen.
Tipps gegen die Vermüllung von Threads: Nicht auf persönliche Beleidigungen und Offtopic-Themen eingehen | Quellen verlinken/zitieren | Fokussiert bleiben | Angemessene Rechtschreibung und Grammatik | Edit-Funktion benutzen | Offtopic und persönliche Angelegenheiten per PN klären | Nur Relevantes zitieren, alles andere löschen | Fakten liefern, statt inhaltslose Kommentare | Persönliche Beweihräucherungen vermeiden und auf Kommentare wie "Meine Position ist 10% seit dem Kauf letzte Woche im Plus!" verzichten; gleiches gilt für den umgekehrten Fall

#4 Mitglied ist offline   ImperatoM 

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Geschrieben 08. Januar 2017 - 17:16

Im Fall einer V-förmigen Kursentwicklung hast Du dann die Aktie unnötig mit Verlust verkauft und dazu noch unnötig Gebühren gezahlt. Streue Dein Risiko doch lieber über mehrere Unternehmen, dann kannst Du das reduzierte Risiko bei jedem einzelnen Unt. selbst tragen.
Meine Prognosen, Käufe und Verkäufe stellen jedoch rein meine Meinung dar. Wer diese nutzt, tut das voll und ganz auf eigenes Risiko.
Ich gebe absolut keine Gewähr für das Eintreffen von Prognosen irgendeiner Art sowie für die Richtigkeit meiner Empfehlungen
- auch nicht dann, wenn ich besonders überzeugt von ihnen bin oder ich die Eintrittswahrscheinlichkeit als "sicher" oder "hundertprozentig" bezeichnen sollte.

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#5 Mitglied ist offline   ava2 

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Geschrieben 09. Januar 2017 - 22:46

Ich verzichte auf Stopp-Kurse komplett. Man muss sich nur vergegenwärtigen, was bei erreichen des Stopp-Kurses passiert, die Stopp-Order wird in eine andere Order umgewandelt. Gebe ich als Stopp-Kurs zB 100 EUR ein und diese Schwelle wird erreicht, wird die Aktie verkauft. Ist ein Käufer zu diesem Zeitpunkt aber nur bereit 95 EUR zu bezahlen, wird die Order zu 95 EUR ausgeführt und nicht zu 100 EUR. Gerade wenn es (kurz) kracht (Brexit oder Trump) werden die Aktien nur unnötig verkauft, insbesondere bei der Kombination von kleiner Börse und wenig gehandelter Titel.


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#6 Mitglied ist offline   Blue Spirit 

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Geschrieben 13. Januar 2017 - 10:06

Ich persönlich würde so vorgehen:

Identifiziere die Aktien von denen du annimmst, dass sie mittlerweile überbewertet sind.

Überlege, wie viel % Kursverluste dir die Möglichkeit auf fortlaufende Gewinne wert sind. Ich würde vielleicht 10% wählen.

Gebe eine Stopp-Order mit Limit auf (sonst blüht dir das von ava2 beschriebene Szenario). Das Limit nur knapp unter Stopp-Kurs setzen. Und ich würde so eine Order über eine Börse laufen lassen, nicht über Direkthandel. Sonst wirst du evtl aufgrund von vor- oder nachbörslichen Kursen ausgestoppt.

Für mich(!) wäre das die beste Mischung aus ruhig schlafen können und Gewinnen laufen lassen.

#7 Mitglied ist offline   €-man 

  • Stets auf den Fährten der sich verändernden Risiken.
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Geschrieben 13. Januar 2017 - 10:51

So wie ich den TO verstehe, ist er kein Positionstrader. Somit empfehle ich eine ruhige Hand, indem man sich nicht an Tageskursen, sondern an Wochenkursen orientiert. Zusätzlich würde ich keine Stop-Loss Marken in einer Order platzieren, sondern diskretionär entscheiden und handeln.

Ob man jetzt charttechnische Unterstützungen, Trendkanäle, Bollinger Bänder oder sonstige Hilfsmittel (gerne auch in Kombination) nimmt, bleibt jedem selbst überlassen. Will man sich von der Aktie sowieso trennen (evt. fundamentale Überbewertung), kann man die Kriterien etwas enger gestalten. Besonders aufpassen muss man allerdings, wenn ein Wert - gegen den Markt - mit erhöhter Volatilität sich nach unten orientiert. Da kann man auch schon mal auf Tagesbasis aktiv werden. Zusätzlich müssen die Nachrichten zu diesem Wert beobachtet werden. Es ist ein Unterschied, ob ein Hammer (E.ON, RWE mit der Energiewende) niedersaust, oder ob es sich "nur" um enttäuschte Gewinnerwartungen handelt.

Ansonsten allgemein lieber etwas unaufgeregter an die Sache herangehen.

Gruß
€-man
"Bete und arbeite, sei nicht faul, zahl fleißig deine Steuern und halte das Maul." Letzteres aber ohne mich.

#8 Mitglied ist offline   StinkeBär 

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Geschrieben 13. Januar 2017 - 15:17

Puts - aber für Dich nicht geeignet.
Spekulationen sind ein Experimentieren mit dem Zufall.
... Leute, die jedes Risiko scheuen, gehen das größte Risiko ein.

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