Bayer

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413 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

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"Bayer wird am 7. Juni der alleinige Eigentümer der Monsanto Company", teilte das Unternehmen am Montag mit. ... Bayer streicht im Zuge der Übernahme den belasteten Namen Monsanto. ... Ab 2022 rechnet Bayer damit, dass die Übernahme jährlich 1,2 Milliarden Dollar zum operativen Ergebnis (Ebitda) beiträgt. Ursprünglich hatten die Leverkusener dafür 1,5 Milliarden Dollar angepeilt.

Hier der vollständige FAZ-Artikel

 

Zitat

Bayer hat eine [weitere; Anm. des Gepanzerten - war jedoch bereits geplant, s. mein Erfahrungsbericht zur Bayer-HV] Kapitalerhöhung für die Übernahme des amerikanischen Saatgutkonzerns Monsanto beschlossen. Es sollen 74,6 Millionen Stückaktien ausgegeben werden ... Das Unternehmen erwartet aus der Kapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 6,0 Milliarden Euro.

Hier der vollständige FAZ-Artikel

 

Nachtrag:

Nachdem die Übernahme von Monsanto nun offenbar durch ist und die Konditionen der zusätzlichen Kapitalerhöhung bekannt sind, können wir ja endlich mal schauen, was das fundamental bedeutet:

 

Die Genehmigung der Übernahme hat sich derartig lange hingezogen, dass dabei der Dollar gegenüber seinem Stand im Frühjahr 2018 wieder um 7% aufgewertet hat. Nun kosten die 63.5 Mrd. $ nicht mehr 50.8 Mrd. €, sondern 54.2 Mrd. €, also 3.4 Mrd. € mehr als noch vor wenigen Monaten gedacht.


Zusätzlich müssen Anleihen im Wert von 20 Mrd. € aufgenommen werden. Da dies im wesentlichen Dollar-denominierte Anleihen sind, schmerzt auch hier die Verzögerung um einige Monate (ebenso wie die heutige Rating-Abstufung durch S&P), weil die Zinsen zehnjähriger Bundesanleihen in den USA in den letzten 12 Monaten von 2.1% auf 2.9% gestiegen sind. Das macht bei etwa 40 Mrd. € zusätzlicher Schulden (das wären drei Viertel des Kaufpreises) den Unterschied zwischen 840 Mio. € und 1160 Mio. € Zinsen pro Jahr, was über 10 Jahre Laufzeit weitere 3.2 Mrd. € kostet.

 

Ich persönlich hatte eigentlich gehofft, dass die von den Kartellbehörden erzwungenen zusätzlichen Verkäufe des Saatgutsektors und die Erträge aus den Covestro-Verkäufen ausreichen würden, um dies zu kompensieren, aber offensichtlich muss eine weitere Verwässerung der bereits existierenden 858 Mio. Aktien um zusätzliche 8, 7% her, wobei der Preis von 81 € für diese neuen Aktien angesichts des aktuell dreistelligen Kurses der Aktie für mich ebenfalls eine gewisse Enttäuschung darstellt.

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Geschrieben · bearbeitet von reckoner

Hallo,

 

Zitat

Nun kosten die 63.5 Mrd. $ nicht mehr 50.8 Mrd. €, sondern 54.2 Mrd. €, also 3.4 Mrd. € mehr als noch vor wenigen Monaten gedacht.

Da die Finanzierung aber - auch - über $-Anleihen läuft gleicht sich das wieder etwas aus.

Zudem zahlt wahrscheinlich Monsanto die Zinsen und Schulden praktisch selber zurück. Damit hat man ein schönes "Natural Hedging".

 

Ich möchte damit nur sagen, dass sich beispielsweise die 3,4 Mrd. schlimmer anhören als sie es sind.

Für Weltkonzerne - wenn es auf Produktion und Verkauf zutrifft - spielt die Währung keine große Rolle.

 

Stefan

 

PS: Hat jemand Infos wann die Aktien aus- und die Kohlen eingebucht werden? Klappt das vor dem Verfallstag?

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Geschrieben

Im Handelsblatt Interview sagt Baumann, dass eigentlich 17 Mrd Kapitalerhöhung geplant waren, aber durch die höheren Verkäufe an BASF und von Covestro sind es dann "nur" 6 Mrd geworden. 

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Den Vorstand sollte man mit nassen Fetzen prügeln, da werden 2.4 Mrd. Euro an Dividenden ausgeschüttet und am nächsten Tag wird eine Kapitalerhöhung von 6 Mrd. verkündet.

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Geschrieben

Hallo,

 

Zitat

Den Vorstand sollte man mit nassen Fetzen prügeln, da werden 2.4 Mrd. Euro an Dividenden ausgeschüttet und am nächsten Tag wird eine Kapitalerhöhung von 6 Mrd. verkündet.

Was soll dieser blöde Kommentar?

 

Klar, Bayer hätte auch die Dividende ausfallen lassen können und dann bräuchte es nur noch grob die halbe Kapitalerhöhung. Der Kurs stände dann aber eher bei 80 als bei über 100 (ich kann auch nichts dafür, das die Börsen manchmal so verrückt sind, aber Dividendenkürzung oder gar -ausfall geht halt bei vielen Anlegern gar nicht).

Praktisch ist das jetzt eine Art "schütt-aus-hol-zurück"-Aktion - wenn du willst.

 

Stefan

 

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Geschrieben

Am 1.6.2018 um 20:00 schrieb Stefaaan:

Und eine verwandte Frage: fallen Depot-Gebühren für den Tausch MON-Aktien gegen Cash an?

Bei der ING DiBa gebührenfrei.

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Am 4.6.2018 um 22:33 schrieb reckoner:

Praktisch ist das jetzt eine Art "schütt-aus-hol-zurück"-Aktion - wenn du willst

 

Nur darf ich für diese Aktion 39% KESt zahlen (und nein, die Rückforderung von den 11,5% zahlt sich für mich nicht aus).

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Geschrieben · bearbeitet von reckoner

Hallo,

 

Zitat

Nur darf ich für diese Aktion 39% KESt zahlen ...

Warum das?

 

Aber weil du die Steuern ansprichst: Es kann natürlich für manche auch ein Nachteil sein, dass durch einen Verkauf der Bezugsrechte indirekt vom Sonstiges-Topf in den Aktientopf verschoben wird (bei Dividenden ist das aber auch immer so). Das sollte man in die Überlegung einbeziehen, ob man an der Kapitalerhöhung teilnimmt oder nicht.

 

Stefan

 

PS: Ich werde wohl mitmachen. Die Spesen sind bei mir identisch, egal ob ich die Bezugsrechte verkaufe oder die neuen Aktien nehme (etwas blöd ist das in jedem Fall, die Summe ist einfach zu gering).

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Geschrieben

Habe gerade mit der DIBA wegen der Umwandlung der Bayer Bezugsrechte telefoniert. Folgende interessante Aussage:

 

Die Wandlung 23/2 ist eine ganz normale Wertpapierorder und zieht die normalen Kosten nach sich (4,95€ & 0.25%) >> Das ist soweit für mich verständlich und akzeptabel.

Die restlichen Bezugsrechte müssen (wenn man nicht auf ein Vielfaches von 23 aufstocken möchte) verkauft werden >> Das löst auch die oben beschriebenen Kosten aus. In meinem Fall sin 2 Bezugsrechte übrig (Wert 2x1,36€ = 2,72€) Dadurch entstehen mir Kosten von 4,95€. D.h. ich zahle 2€ und ein paar Zerquetschte dafür, dass die Zeile aus meinem Depot verschwindet....

Eine Wertlos-Stellung und Wertlos-Ausbuchung wäre angeblich nicht möglich, es sei denn es fände überhaupt kein Handel mit den Dingern statt.

 

Das finde ich weniger akzeptabel....:con:

 

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Geschrieben

unter 25 euro kostet dich der verkauf der bezugsrechte nix

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Am 12.6.2018 um 18:51 schrieb Schlumich:

Habe gerade mit der DIBA wegen der Umwandlung der Bayer Bezugsrechte telefoniert. Folgende interessante Aussage:

 

Die Wandlung 23/2 ist eine ganz normale Wertpapierorder und zieht die normalen Kosten nach sich (4,95€ & 0.25%) >> Das ist soweit für mich verständlich und akzeptabel.

Die restlichen Bezugsrechte müssen (wenn man nicht auf ein Vielfaches von 23 aufstocken möchte) verkauft werden >> Das löst auch die oben beschriebenen Kosten aus. In meinem Fall sin 2 Bezugsrechte übrig (Wert 2x1,36€ = 2,72€) Dadurch entstehen mir Kosten von 4,95€. D.h. ich zahle 2€ und ein paar Zerquetschte dafür, dass die Zeile aus meinem Depot verschwindet....

Eine Wertlos-Stellung und Wertlos-Ausbuchung wäre angeblich nicht möglich, es sei denn es fände überhaupt kein Handel mit den Dingern statt.

 

Das finde ich weniger akzeptabel....:con:

 

So - die Abrechnung des Verkaufs ist da. Keine zusätzlichen Kosten entstanden, obwohl die Hotline dieses Szenario in Aussicht stellte, als ich nachgefragt habe. Den Erlös der beiden Bezugsrechte (ca. 2,80€, wenn ich nicht irre) hat sich die DIBA aber eingesteckt. Immerhin musste ich nicht noch was drauflegen, um die Bereinigung durchzuführen.

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Geschrieben · bearbeitet von Dividenden-Pirat

Klage in der USA gegen Bayer Tochter Monsanto wird in der USA zugelassen.

 

...Im Streit um mögliche Krebsrisiken der Chemikalie Glyphosat in ihrem Unkrautvernichter Roundup hat die Bayer-Tochter Monsanto vor einem US-Gericht einen juristischen Rückschlag erlitten...

 

...Richter Vince Chhabria äußerte nach einer langen Anhörung zwar "erhebliche Bedenken" hinsichtlich der Argumentation der Betroffenen....

 

...Richter Chhabria schloss zwei der von den Klägern aufgebotenen Experten allerdings von den Verfahren aus. Die Einschätzung eines weiteren ließ er nur "stark eingeschränkt" zu. Monsantos Strategiechef Scott Partridge sagte, nur einer der von seinem Unternehmen vorgeschlagenen Experten werde in seiner Aussage beschränkt sein....

 

 

Es scheint aktuell nichts stichhaltiges vorzuliegen. Als Bayer Aktionär kann man nur hoffen, dass die Klage so schnell wie möglich zu einem Bayer - Positiven Urteil kommt. 

Als Privatperson, wünsche ich den Klagenden viel Gesundheit.

 

 

 

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Geschrieben

Am 6/1/2018 um 20:00 schrieb Stefaaan:

Und eine verwandte Frage: fallen Depot-Gebühren für den Tausch MON-Aktien gegen Cash an?

Bei Onvista sind keine angefallen.

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