jogo08

DWS Convertibles

  • DE0008474263
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Richtig, gute Hinweise. Es gibt grundsätzlich Wandelanleihen, die "aktienähnlich" oder "rentenähnlich" sind. Hängt von der Ausgestaltung ab. Also auch hier vielleicht zwei verschiedene Wandelanleihenfonds nehmen. Für mich ist weniger der "Glaube" an die Entwicklung der Aktien- und Rentenmärkte entscheidend. Ich möchte einfach eine gute langfristige Diversifikation.

 

Wandelanleihenfonds dürften unter Diversifikationsgesichtspunkten im Bereich eines Mischungsverhältnis von Aktien- mit Rentenfonds liegen. Hat man beides bereits ausreichend im Portfolio dürften durch Hinzunahme von Wandelanleihefonds keine allzugrossen zusätzlichen Diversifikationspotenziale mehr drin sein. Da müsste man dann schon auf andere Assetklassen ausweichen.

 

Vergleiche mal den DWS Convertibles chartmässig mit einem globalen repräsentativen Aktienfonds sowie mit einem nach Laufzeiten gut diversifizierten Rentenfonds bzw. einem Mischungsverhältnis hiervon. Man erkennt schön, dass sich der DWS Convertibles ähnlich wie ein Mischungsverhältnis verhält.

 

Meine Gedanken waren ähnlich - hab dann aber die Finger davon gelassen.

 

Hatte den Vergleich erst vor kurzem gemacht - leider finde ich den Chart nicht mehr. Wäre interessant wenn das Ergebnis dann hier gepostet werden würde.

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Was ist denn in den DWS Convertibles gefahren? Der hat ja ganz schön aufgeholt...

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Was ist denn in den DWS Convertibles gefahren? Der hat ja ganz schön aufgeholt...

 

Was heißt hier "aufgeholt"? Er ist halt gut und war es schon immer.

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Was ist denn in den DWS Convertibles gefahren? Der hat ja ganz schön aufgeholt...

 

Was heißt hier "aufgeholt"? Er ist halt gut und war es schon immer.

 

Seh ich auch so. Ich meinte, seinen Einbruch hat er schnell wieder aufgeholt.

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Hallo

 

gibt es eigentlich Wandelanleihen ETFs ?

 

Gruß

empirico

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nein u. wirds auch wahrscheinlich nicht geben, mit einem Index dürfte es hier schwierig werden.

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Was ist denn in den DWS Convertibles gefahren? Der hat ja ganz schön aufgeholt...

 

Was heißt hier "aufgeholt"? Er ist halt gut und war es schon immer.

 

Seh ich auch so. Ich meinte, seinen Einbruch hat er schnell wieder aufgeholt.

 

Übrigens: Den DWS Convertibles gibt´s bei der codi im Januar mit 0% AA, auch als Sparplan!

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Was ist denn in den DWS Convertibles gefahren? Der hat ja ganz schön aufgeholt...

 

Was heißt hier "aufgeholt"? Er ist halt gut und war es schon immer.

 

Habt ihr schon gesehen wie der sich dieses Jahr entwickelt? Fast schon unheimlich...

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Es gibt sehr wohl Wandelanleihenindizes, nur sind mir keine ETFs darauf bekannt.

Jedoch gibt es den JPM Global Convertible, welche indexnah investiert.

 

Mir ist die Korrelation zwischen Aktien und Wandelanleihen trotzdem zu hoch, weshalb ich lieber die Wandelanleihen durch Aktien und Renten getrennt substituiere.

Macht wohl erst bei größeren Beträgen Sinn, hier zu diversifizieren.

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Ausschüttung am 25.11.2011: 1,22 EUR pro Anteil

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Ausschüttung am 25.11.2011: 1,22 EUR pro Anteil

 

Wollte nur mal kurz anmerken, dass der DWS Convertibles heute sein All-time-high erreicht hat.

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Ausschüttung am 25.11.2011: 1,22 EUR pro Anteil

 

Wollte nur mal kurz anmerken, dass der DWS Convertibles heute sein All-time-high erreicht hat.

 

Nö, das stammt aus 2007 und liegt bei 128,14 KLICK

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Wollte nur mal kurz anmerken, dass der DWS Convertibles heute sein All-time-high erreicht hat.

 

Nö, das stammt aus 2007 und liegt bei 128,14 KLICK

 

Nö, relevant ist das Performance-Entwicklung (incl. Ausschüttungen) und nicht die Kursentwicklung. Der genannte 2007er-Kurs bezieht sich auf die Kurs-Performance und die lag Anfang 2000 sogar bei über 130 .

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All-Time-High der Begriff ist unabhängig von der Performance eines Wertpapiers und bezeichnet nur den höchsten historischen Kurs. Ansonsten müsstest du bei allen angezeigten Werten eines ausschüttenden Fonds alle jemals ausgeschütteten Beträge hinzurechnen.

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All-Time-High der Begriff ist unabhängig von der Performance eines Wertpapiers und bezeichnet nur den höchsten historischen Kurs. Ansonsten müsstest du bei allen angezeigten Werten eines ausschüttenden Fonds alle jemals ausgeschütteten Beträge hinzurechnen.

 

Ja, das sollte man tun, wenn man nicht Äpfel (ausschüttende Fonds) mit Birnen (thesaurierende Fonds) vergleichen will. Die comdirect-Charts bieten bspw. beide Möglichkeiten - Kurs und Performance.

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Na wenn es dir Freude bereitet, dann tu dies. Mich persönlich interessieren All-Time-Highs recht wenig, mir ging es in diesem Fall nur um den Begriff an sich.

 

Ich hatte diesen Thread vor Jahren mal eröffnet, mittlerweile bin ich in dem Fonds schon lange nicht mehr investiert, er erfüllte seinerzeit seinen Zweck, danach habe ich mich nicht mehr eingekauft.

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Der Artikel ist zwar schon vom Oktober vorigen Jahres, sollte aber meines Erachtens der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt bleiben. Der langjährige Fondsmanager Marc-Alexander Kniess arbeitet seit dem Jahreswechsel nicht mehr bei der DWS, sondern beim Wettbewerber Lupus Alpha. 

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Das WPF ignoriert Wandelanleihen nahezu vollständig. Leider sind die interessanten Fonds ausländische Thesaurierer. Der DWS ist von der Performance eher weniger der Bringer. 

 

Ich mische in meinem Cosmosdirekt-Depot den Schroder ISF Global Convertible Bond bei. Ob das was bringt oder grober Unfug ist, sehen wir später.

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Am ‎06‎.‎06‎.‎2017 um 17:53 schrieb Schildkröte:

Der Artikel ist zwar schon vom Oktober vorigen Jahres, sollte aber meines Erachtens der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt bleiben. Der langjährige Fondsmanager Marc-Alexander Kniess arbeitet seit dem Jahreswechsel nicht mehr bei der DWS, sondern beim Wettbewerber Lupus Alpha. 

Der DWS hat sich wirklich nicht mehr gut entwickelt, ich habe ihn schon seit 2002 im Depot! Mit einzelnen Wandelanleihen kenne ich mich überhaupt nicht aus und kann auch nicht beurteilen, was einen "guten" von einem "schlechten" Wandelanleihen-Fonds unterscheidet, die Kurs-Charts vergleichen kann ja jedes Kind.. Die Deutsche Asset Management (vormals DWS) hat aber augenscheinlich Probleme wie auch kürzlich in Capital erläutert.

 

Generell sind Wandelanleihen im WPF in der Tat schlecht repräsentiert.

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Posted · Edited by Schildkröte

Ja, auch andere Fondsmanager haben die DWS verlassen. Performancetechnisch auf die letzten Jahre bezogen bieten sich als Alternative zum DWS Convertibles zum Beispiel an:

 

Deka Wandelanleihen WKN 693798

Allianz Convertible Bond WKN A1JPF2

Franklin Global Convertible Securities Fund WKN A1JTU4

 

Dass die Deka so einen starken Fonds im Angebot hat, hatte mich überrascht. Allerdings sollte man sich auch die Duration, die rechnerische Rendite, die durchschnittliche Bonität, das Delta (Sensivität zu Aktien) und weitere Kennzahlen der in den einzelnen Fonds enthaltenen Papiere anschauen.

 

Der Fonds der Allianz etwa hat derzeit eine rechnerische Rendite von -1,27%,  der von Franklin sogar - 6,60%. Hiervon ist jeweils nochmal die TER in Höhe von 1,40% bzw. 1,61% abzuziehen. Wobei des Weiteren realisierte Kursgewinne sowie speziell hier noch Aktiengewinne zu berücksichtigen sind. Liegt das Delta etwa bei 0,5, bedeutet ein 10%iger Kursanstieg der Aktie einen 5%igen Kursanstieg der Wandelanleihe. Das Pendant von Flossbach von Storch wiederum hat mit 4,71 eine deutlich höhere Duration, was bei steigenden Zinsen entsprechend auf den Kurs drückt. Als weiterführende Lektüre empfehle ich:

 

- wissenschaftliche Diskussion im WPF 

- Diskussion bei trader-inside.de über entspr. Fonds 

- Informationsbroschüre von Allianz Global Investors 

- Informationsbroschüre der DWS

 

Folgende Passage aus der Allianz-Broschüre finde ich hervorhebenswert:

 

Zitat

Fallende Zinsen, steigender Aktienmarkt:
Dies ist das günstigste Szenario. Mit dem Zinsrückgang steigt der Wert der Wandelanleihe, mit dem Kursanstieg an der Börse steigt der Wert der Option. Der Kurs der
Wandelanleihe zieht an. Diese Konstellation lag zwischen 1980 und 2000 tendenziell in den USA und in Europa vor.

Steigende Zinsen, steigender Aktienmarkt:
Dieses Szenario ergibt sich meist bei einer Konjunktur- und Börsenerholung. Aufgrund des Zinsanstiegs sinkt der Wert der Anleihe, mit dem Börsenaufschwung steigt jedoch der Wert der Option. Die Wandelanleihe verhält sich zunehmend wie eine Aktie.

Fallende Zinsen, fallender Aktienmarkt:
Dieses Szenario ergibt sich häufig an Wendepunkten des Konjunktur- und Börsenzyklus. Aufgrund des Zinsrückgangs steigt der Wert der Anleihe (Voraussetzung:
gleichbleibende Bonität des Emittenten). Allerdings sinkt der Wert der Option infolge der fallenden Börse. Die Wandelanleihe gibt relativ wenig nach und verhält sich wie eine Unternehmensanleihe, deren Nominalbetrag den Aktienmarkteinbruch und den sinkenden Wert der Option auffängt. Diese Konstellation war während der Finanzkrisen 2001/2003 und 2008/2009 zu beobachten.

Steigende Zinsen, fallender Aktienmarkt:
Dies ist das ungünstigste Szenario. Jetzt ist nur noch der Cash Flow interessant. Mit dem Zinsanstieg sinkt der Wert der Anleihe, mit dem Kursrückgang an der Börse sinkt der Wert der Option. Der Kurs der Wandelanleihe gibt entsprechend nach. Eine solche Situation trat in den zurückliegenden 30 Jahren jedoch nie über längere Zeiträume ein.

 

Auch diese Aspekte sind beachtenswert:

 

Zitat

Checkliste: Das ist wichtig beim Kauf von Wandelanleihen

Wandelanleihen bieten Ihnen gegenüber anderen Anleihen ähnliche Sicherheiten, jedoch zusätzlich Aktienchancen.

Der Zinssatz der Wandelanleihen liegt aktuell etwa auf Tagesgeldniveau, ist jedoch niedriger als der für Unternehmensanleihen ohne Wandlungsrecht.

Beachten Sie das Qualitätsmerkmal Rating: Nur 40% aller Wandelanleihen in den USA erhalten mindestens ein BBB-Rating (knapp oberhalb von „Schrottanleihen“) oder besser. In Europa immerhin fast 90%.

Mit europäischen Wandelanleihen gehen Sie dem Währungsrisiko in Form der aktuellen Dollarschwäche aus dem Weg.

Akzeptieren Sie höchstens eine Wandlungsprämie von etwa 30%, damit das Risiko nicht zu groß wird, dass die Wandlung in eine Aktie sich nicht lohnt.

Der Kurs der Anleihe sollte selbst bei einem verlockenden Aktien-Wandlungsrecht pro Restlaufjahr nicht mehr als etwa 5 bis 8% (je nach Zinshöhe) über 100% stehen, damit Ihr Anleihen-Kursverlust bei der Rückzahlung der Anleihe nicht zu groß wird.

Setzen Sie auch bei Wandelanleihen Stop-Loss-Limits: Kommt es zu einem Zinshoch am Finanzmarkt und gleichzeitig zu einem Tief am Aktienmarkt, werden auch die Kurse von Wandelanleihen in den Keller purzeln. Alternative zu Stop-Loss-Limits: Halten Sie die Anleihe bis zur vollen Rückzahlung am Laufzeitende.

 

Zitat

Grundsätzlich gelte: Je volatiler die zugrunde liegende Aktie, desto höher sei der Wert der Wandelanleihe.

Quelle 

 

Zitat

Bond Floor: Untergrenze (Floor) einer Wandelanleihe . Wird auch als Obligationenwert bezeichnet. Entspricht dem Wert einer Anleihe ohne Eigenkapitalbezug, die über die gleiche Restlaufzeit und Verzinsung verfügt. Die Wandelanleihe fällt auch mit deutlich sinkenden Aktienkursen nicht unter den Bond Floor. In der CPPI darf der für den Kapitalschutz verwendete Portfolioteil (Geldmarkt) nie unter den Bond Floor fallen, sonst wäre die Rückzahlung nicht garantiert.

Quelle: FuW

 

Bezüglich des DWS Convertibles hier noch einige Besonderheiten:

 

Zitat

(boerse-online) - Euro fondsxpress erklärt, was der DWS Convertibles und der Deutsche Invest I Convertibles gemeinsam haben und was sie trennt. Von Ralf Ferken

 

Gemeinsamkeiten

 

Bei großen Fondshäusern ist es durchaus üblich, dass sie für eine Anlageklasse mehr als einen Fonds anbieten. So bietet Deutsche Asset Management bei Wandelanleihen zum Beispiel den DWS Convertibles (ISIN: DE0008474263) und den Deutsche Invest I Convertibles (LU0179219919) an. Beide Produkte sind ähnlich, aber nicht identisch.

 

"Gemeinsam ist beiden Fonds, dass sie überwiegend in Wandelanleihen mit einer mittleren Aktiensensitivität von 30 bis 70 Prozent anlegen", sagt Simone Schley, Investment-Spezialistin bei der Fondstocher der Deutschen Bank. Fachleute sprechen hier vom Delta - also der Maßzahl, wie stark eine Wandelanleihe auf die Kursbewegung der zugrunde liegenden Aktie reagiert. Je höher das Delta, desto stärker reagiert die Wandelanleihe. "Zudem legen beide Fonds global an, sichern das Währungsrisiko aber systematisch ab", so Schley. Daher nennt Euro fondsxpress im Kursteil bei beiden Fonds den Zusatz Euro-hedged beziehungsweise -hdg. Vergleichbar ist derzeit auch die kurze Duration von zwei bis drei Jahren, auf die Fondsmanager Hans-Joachim Weber bei beiden Fonds setzt.

 

Unterschiede

 

In der Historie managte das Rententeam den DWS Convertibles und das Aktienteam den Deutsche Invest I Convertibles. Seit dem Jahreswechsel 2013/14 verantwortet die Multi-Asset-Gruppe um Christian Hille beide Fonds. "Auf diese Weise konnten wir Synergien bündeln, aber gleichzeitig die Profile beider Fonds schärfen", erklärt Schley. So investiert der DWS Convertibles ausschließlich in klassische Wandelanleihen mit guter Bonität (Investment Grade), kann aber auch sogenannte "Tailored Convertibles" beimischen, die aus einer Anleihe und einer Aktien-Kaufoption bestehen. "Auf diese Weise können wir das Profil einer Wandelanleihe nachbilden, ohne diese direkt kaufen zu müssen", sagt Weber. "Diese machen wir, ohne ein Kontrahenten-Risiko einzugehen", ergänzt er. Als Benchmark verwendet Weber beim DWS Convertibles den Thomson Reuters Global Focus IG hedged EUR Index.

 

Beim Deutsche Invest I Convertibles dagegen hält Weber ausschließlich klassische Wandelanleihen, auch mit Beimischung von High-Yield-Titeln. Zudem muss er keine Benchmark beachten.

 

Es gibt auch ETFs für Wandelanleihen. Diese weisen jedoch teilweise für ETFs eine relativ hohe TER auf. Des Weiteren ist folgendes zu beachten:

 

Zitat

"Insgesamt gibt es bei Wandelanleihen gute Möglichkeiten, Mehrerträge gegenüber einer passiven indexfolgenden Strategie zu erzielen, etwa auch durch Arbitrage", sagt Krause. "Deswegen sind die wenigen Wandelanleihen-ETFs, die es gibt, auch weniger erfolgreich als gedacht." Vor allem machten den Fonds hohe Abstände zwischen Angebots- und Nachfragekursen zu schaffen. Dadurch wichen sie zwangsläufig vergleichsweise stark von dem Index ab, den sie nachbilden sollten.

Quelle: FAZ 

 

Anbei eine Übersicht zu den vier gängigen Indizes für Wandelanleihen, wo auch auf deren Unterschiede bei der Zusammensetzung eingegangen wird. 

 

Last but not least noch ein Vergleich von 44 Wandelanleihenfonds von Das Investment

 

Nicht wenige Fondsmanager mischen ihren Fonds übrigens synthetische Wandelanleihen bei, hierbei ist folgendes zu beachten:

 

Zitat

Gleichzeitig ist bei den Anlageentscheidungen ein altbekanntes Phänomen zum Leben erweckt worden: der Einsatz von synthetischen Wandelanleihen wird wieder salonfähig, immer mehr Fonds greifen auf solche Strukturen zurück. Müller dazu: "Synthetische Wandelanleihen werden nicht von Unternehmen begeben, sondern am Finanzmarkt mit einer Bond und Call-Kombination nachkonstruiert. Dabei lässt sich zwischen zwei Formen unterscheiden: einerseits der synthetischen Wandelanleihe, welche von einer Investment Bank lanciert und ähnlich wie ein strukturiertes Produkt angeboten wird. Was die Rückzahlungsfähigkeit und Handelbarkeit anbelangt, trägt der Anleger das Gegenparteirisiko der Investment Bank. Diese Variante wird derzeit aufgrund von mehrheitlich schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit weniger nachgefragt, letztendes ist man der emittierenden Investment Bank bei der Preisstellung ausgeliefert."

Bei der zweiten Variante konstruiert sich der Fund Manager die synthetische Wandelanleihe selbst, indem der eine herkömmliche Unternehmensanleihe kauft und diese mit gelisteten oder OTC-Call-Optionen auf die zugrundeliegende Aktie ergänzt. Diese Variante gleicht der herkömmlichen Wandelanleihe stärker, allerdings gestaltet es sich schwer bis unmöglich, gelistete und langlaufende Call-Optionen auf die gewünschten Titel zu erwerben. "Oft entsteht dadurch ein beobachtungsintensiver Maturitäts-Mismatch, der rasch in unerwünschten Performanceunterschieden münden kann", weiß Müller. "Auf Anlegerseite ist, was den Einsatz von Syntheten anbelangt, ebenfalls ein Umdenken festzustellen. Für die meisten Endinvestoren war der Einsatz von synthetischen Instrumenten über lange Zeit ein No-Go. Mittlerweile erwärmen sich wieder mehr Anleger für eine Portfoliobeimischung von Syntheten. Einerseits sind die schlechten Erfahrungen in Vergessenheit geraten, andererseits zwingt die schwindende Liquidität an den Bondmärkten zu einem Zweckpragmatismus und dem Griff in die alternative Trickkiste."

 

Zitat

e-fundresearch.com: Welche Positionierungen beziehungsweise Consensus-Trades können Sie im derzeitigen Marktumfeld am wenigsten nachvollziehen? 

Sven Hölzer: Wenig nachvollziehen kann ich die Nachfrage nach so genannten „Non-dilutive convertible bonds“. Das sind spezielle synthetische Konstrukte, die seit etwa drei Jahren von größeren Firmen in Europa wie Carrefour, LVMH oder Total ausgegeben werden. Die Unternehmen emittieren Wandelanleihen und hedgen sich gleichzeitig gegen das Risiko der Verwässerung ihres Eigenkapitals – aufgrund der enthaltenen Kauf-Option – ab. Die Wandelanleihe wird dadurch mehr oder weniger eigenkapitalneutral für den Emittenten. Für uns ist dieses Modell aber unattraktiv, weil wir diese Art von Convertibles selbst günstiger darstellen können.

Quelle 

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Am ‎11‎.‎08‎.‎2012 um 11:28 schrieb jogo08:

 

Nö, das stammt aus 2007 und liegt bei 128,14 KLICK

Der Fonds hatte am 24.11.17 Ausschüttungstermin, habe allerdings noch keine Gutschrift erhalten?!

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Am ‎20‎.‎05‎.‎2010 um 14:28 von Schinzilord:

Es gibt sehr wohl Wandelanleihenindizes, nur sind mir keine ETFs darauf bekannt.

Jedoch gibt es den JPM Global Convertible, welche indexnah investiert.

 

Mir ist die Korrelation zwischen Aktien und Wandelanleihen trotzdem zu hoch, weshalb ich lieber die Wandelanleihen durch Aktien und Renten getrennt substituiere.

Macht wohl erst bei größeren Beträgen Sinn, hier zu diversifizieren.

Lange nichts mehr zu Wandelanleihen(-Fonds) hier gelesen. Ich habe seit 16 (!) Jahren den DWS Convertibles im Depot und bin ein Fan der strategischen Anlage mit zwei Rebalancing-Zeitpunkten p.a. sowie generell sehr langen Haltedauern der verschiedenen Anlagevehikel. Timing und Stockpicking-Strategien lehne ich ab.

 

Ins Zweifeln kommen ich jetzt aber doch bei diesem Fonds. Seit 2009 bringt er eine Rendite von ca. 3% p.a., seit 2010 gerade mal 1% p.a. Und das ausgerechnet in einer Dekade des Aktienbooms. Davon hat der Fonds überhaupt nicht profitiert und bringt ungefähr die Rendite des Geldmarkts.

 

Kann/ soll man die Anlagegattung Wandelanleihen aus dem Depot werfen? Oder ist nur dieser Fonds ein besonders schlechtes Exemplar? In unregelmäßigen Abständen taucht sie in den einschlägigen "Fach"magazinen sowie in den Werbeprospekten der Anbieter auf, i.d.R. mit der Weisheit, dass man 2/3 vom Aktienanstieg profitiert und nur 1/3 des Verlusts mitnimmt.

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Posted · Edited by Schildkröte

Am 12.7.2019 um 14:26 von Moneycruncher:

Kann/ soll man die Anlagegattung Wandelanleihen aus dem Depot werfen? Oder ist nur dieser Fonds ein besonders schlechtes Exemplar?

 

Richtig, dieser Fonds ist ein Schatten vergangener Tage und in der Fondsgattungsklasse gibt es einige bessere Alternativen.

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vor 13 Stunden von Schildkröte:

 

Richtig, dieser Fonds ist ein Schatten vergangener Tage und in der Fondsgattungsklasse gibt es einige bessere Alternativen.

Danke für die Quelle! Bemerkenswert, dass der DWS sogar noch im Mittelfeld liegt..

Mein letztes Argument "abgeltungssteuerfrei" zieht damit allerdings auch nicht mehr. Ich werde den Fonds wohl im Laufe des Jahres rauswerfen.

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