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DerBasti

Guten Abend,

 

hoffe ich bin hier im richtigen Forum gelandet?! Ich möchte zur Diversifizierung meines Depots ein Zertifikat auf den Dachhedgefond "Nomura Platinum Allstar" (A0KSR1) kaufen. Habe in der Fachpresse positives darüber gelesen. Kann mir (was Hedgefonds angeht unbewandert) jemand dazu einen Rat geben?

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Elvis77
· bearbeitet von Elvis77

Prinzipiell glaube ich nicht, das du hier viele Hedgefondsfreunde finden wirst. Das liegt aber wohl weniger in der Sache begründet, sondern daran, das hier allgemein sehr sehr viel Wert auf die Kostenseite gelegt wird und Hedgefonds unverschämt teuer sind.

Aber entscheidend ist ja was hinten raus kommt.

 

Auch brauchst du dir keine Sorgen darum machen, das man in Zeitungen manchmal von einer Hedgefondsblase spricht, weil den Hedgefonds so viele Gelder zufließen.

Das ist schlichtweg der größte Blödsinn, den man überhaupt verzapfen kann. Eine Hedgefondsblase ist technisch unmöglich. Den Hedgefonds stehen rund 60 völlig unterschiedluiche Märkte zur Verfügung in denen sie fröhlich rumzocken und wo es höchstens mal in den einem oder anderem Markt rumsen könnte.

Das macht aber nichts, weil ein gut diversifizuierter Dachhedgefonds wiederum auch einen anderen Fonds enthalten wird, der genau von diesem rumsen profitieren wird. Auch Einstiegszeitpunkte können dir völlig Banane sein.

 

Das einzige was in der Tat für die Hedgefonds schwieriger wird, ist aufgrund der vielen Gelder die zufließen die teilweise sehr hohen Renditen der Vergangenheit aufrecht zu erhalten. Jeder Hedgefonds bedient sich einer speziellen Technik. Diese Wiederrum funktioniert aber immer nur eine begrenzte Zeit lang. Wichtig ist daher, das dein Dachhedgefonds daher klare Anlagerichtlinien hat und die einzelnen Hedgefonds in seinem Portfolio auch aktiv austauscht und kein starren Basket hat.

 

Mein Favourit ist der X1 Global

http://www.hedgeconcept.de/x1_global_392.html

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DerFugger
· bearbeitet von DerFugger
Mein Favourit ist der X1 Global

 

Billig gib's den nicht :

 

Ausgabeaufschlag : 5%

Managementgebühr: 3,00% p.a.

Performancegebühr: 20,00% auf Ebene des Bezugsobjektes (high water mark)

Emissionsgebühr: 1,2% p.a.

 

 

Rücknahmeeinschränkung: Rücknahmegebühr: 1,2% (Jahr 1); 0,8% (Jahr 2); 0,4% (Jahr 3); 0% (Jahr 4)

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Elvis77
· bearbeitet von Elvis77

Das ist klar.

Den Ausgabeaufschlag kann man vermeiden. Aber den Rest nicht.

 

Trotzdem ist die Performance nach Abzug der Kosten seit 10 Jahren exzellent. Nicht ein einziges Verlustjahr. Im schlechtesten Jahr 2001 hat er immerhin noch 8,5% gebracht. Da kann man sich nicht beklagen.

 

http://www.hedgeconcept.de/x1_global_statistic_394.html

 

Und im Gegensatz zu reinen Aktienfonds ist die Vergangenheitsperformance bei Dachhedgefonds Aussagekräftiger, weil es die Fähigkeit beim Due Dilligence zeigt.

 

Für mich ist der dieses Hedgefondszertifikant ein Beleg dafür, das es sich lohnt zuerst auf den Investmentansatz zu schauen und dann auf die Kosten. Er ist einer der teuersten aber bei den Einsteigerhedgefonds trotzdem auch einer der Besten.

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Grumel

Mit 3% Gebühren auf Dachfonds Ebene kann man einfach keine Renditen bringen so einfach ist das. Wenn ein Hedgefonds trotzdem Rendite bringt hat er einfach heftigt gezockt. Das hilft mir aber nix, auf Pump Aktien kaufen l kann ich auch selber. Hätte die letzten Jahre auch kräftig Rendite gebracht.

 

Falls wer daran glaubt dass der Hedgefonds eine hohe Volatilität aufweisen müsste um riskant zu sein soll sich mal die Geschichte des LTCM anschauen.

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Elvis77
· bearbeitet von Elvis77

Die Geschichte mit dem LTCM hat inzwischen einen riesen langen Bart und ist nur halb so aufregend, wenn man sie den wirklich mal im Detail kennt. Und selbst wenn mal ein Fonds innerhalb des Dachfonds wie der LTCM hops geht ist das bei bis zu 50Hedgefonds durchaus zu verschmerzen.

 

Was inzwischen um den LTCM an Legendenbildung getrieben wird ist doch nicht mehr feierlich. In der Geschichte der Aktienfonds gab es erheblich mehr Fälle, wo diese den Markt ins Trudeln gebracht haben als bei Hedgefonds.

Und gerade weil wir hier von Dachfonds reden passt die LTCM Geschichte hier nicht rein. Oder meinst du, das zur Gleichen Zeit dutzende verschiedene Handelsstrategien in dutzenden Märkten wie Rohstoffe, Devisen, Anleihen, Aktien etc. versagen?

 

Abgesehen davon kann mit Risikomanagment durchaus auf der sicheren Seite heftigst gezockt werden. Die Zockerein müssen sich nur genügend voneinander abgrenzen, weswegen gerade ein Dachfonds bei Hedgefonds Sinn macht, im Gegensatz zu den herkömmlichen Dachfonds bei Aktien. Der Grund ist alleine schon, das die guten Hedgefonds Mindestanlagesummen von mehreren Millionen Euro haben. Da kann man wohl kaum selber mehrere Hedgefonds mit verschiedenen Ansätzen bündeln.

 

Ich sage ja nicht, das nun jeder Hedgefonds kaufen soll. Aber jede Erfolgsgeschichte mit Verweis auf die Gebühren klein reden ist schlicht witzlos.

Der Fonds ist teuer, er ist erfolgreich und er ist für denkbar alle Situationen ausreichend diversifiziert um bei weitem nicht die Verluste einfahren zu können, wie dies mit Aktienfonds in einer Baisse möglich ist.

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christine

wie kannst du da was positives gelesen haben. das ganze ist erst seit november 06 am markt. ich glaube nicht dass das ein gutes investment ist da hedgefonds in brd zu beschnitten sind. eine gute performance ist damit unmöglich.

 

die hedgefonds von denen man oft in zeitungen liest und die so erfolgreich sind sind geschlossene fonds die das geld bei leuten einsammeln die genügend davon habne und die was von der materie verstehen. diese dachhedgefonds konstruktionen sind nicht nur teuer sondern bringen auch nur eine lausige rendite.

 

udn vor allem sind diese so schlecht konzipiert dass eine positive korrelation mit dem aktienmarkt durchaus vorhanden ist. finger weg!

 

interessante angebote findest du auch für kleineres geld bei superfund (ehemals quadriga). vor allem die sparpläne sind aufgrund der hohen volatitlität interessant

 

mfg

christine

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Elvis77
· bearbeitet von Elvis77
wie kannst du da was positives gelesen haben. das ganze ist erst seit november 06 am markt. ich glaube nicht dass das ein gutes investment ist da hedgefonds in brd zu beschnitten sind. eine gute performance ist damit unmöglich.

 

Ein geschlossener HedgeDachfonds, wie du richtig erkannt hast wirft der Gesetzgeber Knüppel zwischen die Beine, was es in Deutschland unmöglich macht in die attraktiven geschlossenen Hedgefonds zu kommen.

Der Grund liegt darin, das der Gesetzgeber die Hedgefonds zu Offenlegungen zwingen will um die Steuern ermitteln zu können. Diese Offenlegung lehnen aber die Hedgefonds aus gutem Grunde ab und lassen den deutschen Markt lieber links liegen. Im Ergebnis bekommt man in Deutschland nur Grütze als Hedgefonds.

 

Genau deswegen muss hier zu Lande der Umweg über ein Zertifikat gegangen werden, damit man an die begehrten Hedgefonds ran kommt. Damit umgeht man dieses Manko. Leider muss man dazu den Nachteil von Zertifikaten in Kauf nehmen. Aber dafür ist man auch in den geschlossenen Hedgefonds investiert, die tatsächlich auch was leisten.

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Grumel

Nix Legendenbildung LTCM hatte kaum volatilität, bis das Jahr kam in dem sie pleite gingen. Ltcm war diversiviziert über die ganze Welt als auch Anlageklassen - sie haben sowohl auf Aktien als auch auf Rentenspreads gewettet.

 

Solange man in die Dinger nicht reinschaun kann bringen Vergangenheitserfolge fast nix. Das ist doch im grunde immer der hedgefonds Werbespruch: weil wir nicht volatil sind sind wir nicht riskant, und ausserdem sind unsere Renditen ja völlig unkorreliert mit dem Aktienmarkt. Letzendlich läuft es immer auf die Hoffnung hinaus mit einer simplen statistischen Meßzahl sämtliche Risikodimensionen zu fassen.

 

Soooviellle Hedgefodns Strategien gibt es nun auch wieder nicht, und so völlig unabängig sind die Märkte auch nicht.

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Elvis77
· bearbeitet von Elvis77

LTCM hatte eine gute Idee bei Rentenspreads. Als die nicht mehr klappte tummelten sie sich auf Spielwiesen, von denen sie nicht genügend verstanden haben gepaart mit einer gehörigen Portion Selbstüberschätzung. Das Ding mutierte zu einem Staubsauger für Risiken.

 

Hedgefonds werben damit nicht volatil zu sein?

Ich kenne lediglich 3 Dachhedgefonds, die das wohl für sich in Anspruch nehmen können und auf eine Strategie spezialisierte Dachhedgefonds sind volatiler als jeder Emerging Market.

 

Wenn es einem Dachhedgefonds jedoch gelingt 10 Jahre lang die unterschiedlichen Strategien so zu bündeln das der schlechteste Monat -2,7% brachte, dann macht er irgendwas richtig (Es gab 1996 mal -25% am Anfang, weil noch nicht genügend Kapital beisammen war um ausreichend zu diversifizieren).

 

Dachhedgefond gibt es in den unterschiedlichsten Risikoklassen. Beim X1 Global darf man sich auch nicht von der Rendite der Anfangsjahre blenden lassen. Da war der Fonds aus genannten Gründen auch riskanter.

Hier handelt es sich um einen Defensiven Einsteigerfonds, den ich mit rund 7% in meinem Depot habe.

Die meisten Hedgefonds mit den großen Gewinnen, wären mir in der Tat zu riskant. Hier steht die Sicherheit aber in der Systematik glaubhaft vor der Rendite und die kann sich trotzdem noch sehen lassen.

Natürlich kann da auch mal was Schief gehen und es kann mal ein Verlustjahr geben mit meinetwegen auch 10 oder 20%. Aber das kann mir bei den Aktien genauso passieren. Ist eben nichts sicher auf der Welt.

 

Und natürlich sind sie auch nicht unabhängig von den Märkten. Beim X1 liegt die Korrelation zu Aktien zwischen 0,1 (Dax) und 0,5 (S&P500).

Allerdings hat dies bei der letzten Baisse lediglich zu der Minimalrendite von 8% geführt. Die Chancen stehen also schon gut, das es Volatilität aus dem Depot nimmt ohne die Renditeaussichten schmälern zu müssen.

 

Und da rein schauen zu können, würde mir glaube ich nicht viel helfen. Diue Dinger sind ja in der Tat Hölle komplex. Da muss man wohl wirklich Profi sein um nicht nur das Einzelrisiko, sondern das Risiko im Zusammenspiel der verschiedenen Hedgefonds beurteilen zu können.

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DerBasti

Um nochmal auf mein Ausgangsposting zu sprechen zu kommen, weil ich glaube, dass hier Mißverständnisse entstanden sind, vieleicht auch weil ich mich unklar ausgedrückt habe: Es geht nicht um einen deutschen Dachhedgefond, sondern um ein Zertifikat, welches eine 1:1 Partizipation an dem Platinum Allstar Fond einer Nomura-Tochter ermöglicht. Der Fonds investiert in die Hedgefondgrößen, wie Tudorinvestment, Soros` Quantum oder den Griffin Fonds Citadel. angeblich einer der weltweit besten Dachhedgefonds, der auch schon Jahre auf dem Markt ist und über 13%Rendite im Jahr liefert. (A0KSR1) ist die WKN.

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Grumel
· bearbeitet von Grumel

Also hast du gleich 3 ebenen auf denen Gebühren gezahlt werden. Das zertifikat, den dach hedegefonds und der Hedgefonds selbst. Von einem Mißverständnis kann also keine Rede sein.

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Elvis77

Er meinte vermutlich das Missverständnis, das der Fonds erst seit kurzem am Markt wäre (Christines Post). Nur das Zertifikat auf dem Fonds ist ja jung. Den Fonds selber kann es ja schon wer weis wie lange geben.

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DerBasti
Also hast du gleich 3 ebenen auf denen Gebühren gezahlt werden. Das zertifikat, den dach hedegefonds und der Hedgefonds selbst. Von einem Mißverständnis kann also keine Rede sein.

 

Verwaltungsgebühren von 1% p.A., wobei der Dachfonds seit 2000 eine jährliche Rendite von 13,5 % p.a. abgeworfen hat. Das erscheint fair finde ich, auch wenn man für die Zukunft geringere Hedgefondsrenditen einplanen würde.

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spunti

Wozu sollte es eigentlich ein Zerti auf einen Fonds geben? Kommt man anders in diesen bestimmten Dachhedgefonds nicht rein oder kann man kleinere Beträge investieren oder hebelt das Zerti gar?

 

Ansonsten kann ich zu Hedgefonds leider nichts sagen, als kleine Beimischung klingt das doch erst mal nicht so verkehrt.

 

grüße

spunti

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Grumel
· bearbeitet von Grumel

Das ist eine Gesetzeslücke. In Deutschland dürfen Hedgefonds nicht beworben werden, und müssen in Deutschland zugelassen sein um überhaupt verkauft werden zu dürfen. Zertifkate darf man munter bewerben auf jeden mist hedgefonds.

 

Die Regulierung von Hedgefondskäufen in Dtld ist übrigens vergleichbar lasch, in Amiland darf niemand unter 300T Vermögen Hedegfonds kaufen, ohne Zertfifikatelücke.

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DerFugger

@Elvis77

 

Den Ausgabeaufschlag kann man vermeiden.

 

Wie vermeidet man den ? Wenn ich das richtig verstanden habe, erfolgt der Handel des Zertifikats nicht frei, sondern nur über den Emittenten.

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Elvis77
· bearbeitet von Elvis77
@Elvis77

Wie vermeidet man den ? Wenn ich das richtig verstanden habe, erfolgt der Handel des Zertifikats nicht frei, sondern nur über den Emittenten.

Für Hedgefonds(auch Hedgefondszertifikate) gibt es genau wie für geschlossene Fonds jeder Art auch sowas wie eBase und Konsorten. Ist dasselbe Prinzip.

 

Verwaltungsgebühren von 1% p.A., wobei der Dachfonds seit 2000 eine jährliche Rendite von 13,5 % p.a. abgeworfen hat. Das erscheint fair finde ich, auch wenn man für die Zukunft geringere Hedgefondsrenditen einplanen würde.

 

Die Konstruktionen sind unterschiedlcih, Dein Zertifikat zahlt noch die Dachhedgfondsgebühren und mein Zertifikat scheint teurer, zahlt diese Gebühren aber nicht. Kommt also wohl aufs Gleiche raus.

Im SChnitt Kosten die Dachhedgefonds immer 2% und es kommt dann wegen der nötigen Zertifikatkonstruktionen nochmal 1% oben drauf.

 

Im übrigen ist zumindest mein Zertifikat durch die EInlagensicherung bis zu 90% gesichert. Sollte man vielleicht auch drauf achten und bis zu welcher Summe. Sind ja schließlich letztendlich nur Schuldverschreibungen.

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