EZB - Europäische Zentralbank, Euribor

305 posts in this topic

Posted · Edited by Sapine

- Presseerklärung (Introductory statement)

http://www.ecb.int/press/pressconf/2007/ht...s070606.en.html

 

 

 

- Handelsblatt: Nach der Erhöhung ist vor der Erhöhung

http://www.handelsblatt.com/news/Konjunktu...-erhoehung.html

 

- Handelsblatt: Was Analysten und Ökonomen sagen

http://www.handelsblatt.com/news/Konjunktu...-erhoehung.html

 

- Kommentar: Behutsam weiter HB

http://www.handelsblatt.com/news/Journal/K...sam-weiter.html

 

- FAZ Schwache Aktien, nicht Trichet helfen dem Rentenmarkt

http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A80...n~Scontent.html

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Sollte sich die weitere Zinsentwicklung nach oben bewegen, dann habe ich vor, sukzessive Einstiege in 10-jährige Staatsanleihen (AAA) zu tätigen, sobald eine 5 vor dem Renditekomma steht.

 

Gruß

-man

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Bei 5 % Rendite werden Bonds guter Bonität für mich auch wieder interessant. Besonders Low Coupon-Anleihen mit längeren Laufzeiten.

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Bei 5 % Rendite werden Bonds guter Bonität für mich auch wieder interessant. Besonders Low Coupon-Anleihen mit längeren Laufzeiten.

 

Dann aber noch vor 2009, sonst bringt es nichts. Ausser Du willst ab 2009 die Steuerlast auf einen späteren Zeitpunkt verlegen.

 

Gruß

-man

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Sollte sich die weitere Zinsentwicklung nach oben bewegen, dann habe ich vor, sukzessive Einstiege in 10-jährige Staatsanleihen (AAA) zu tätigen, sobald eine 5 vor dem Renditekomma steht.

 

Gruß

-man

:thumbsup:

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HANDELSBLATT, Montag, 18. Juni 2007

 

EZB-Mitglied warnt vor Inflation

 

Auszug

 

Die Inflationsrate im Euro-Raum könnte nach den Worten von EZB-Ratsmitglied Nicholas Garganas in diesem Jahr höher ausfallen als bisher erwartet. Eine Entscheidung über die weitere Zinspolitik sei trotzdem noch nicht gefallen, ergänzte der Notenbanker.

 

http://www.handelsblatt.com/news/Konjunktu...-inflation.html

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Einfach mal ein ganz großes Lob an nicco. :thumbsup:

 

Es ist ein großer Gewinn für das Forum, das wir dich als engagierten und informierten Ansprechpartner für Anleihen haben.

Deine Anwesenheit hier hat der Qualität des Anleiheforums doch sehr geholfen.

Weiter so. :)

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Vielen Dank für die Unterstützung, Elvis :)

 

 

*****

 

 

Auszüge

Introductory statement

http://www.ecb.int/press/pressconf/2007/ht...s070705.en.html

 

 

 

economic analysis

 

Looking ahead, the medium-term outlook for economic activity remains favourable.

..

The risks surrounding this favourable outlook for economic growth are broadly balanced over the shorter term. At medium to longer horizons, the balance of risks remains on the downside, owing mainly to external factors. These relate in particular to fears of a rise in protectionist pressures, the possibility of further increases in oil prices, concerns about possible disorderly developments owing to global imbalances and potential shifts in financial market sentiment.

..

 

At the policy-relevant medium-term horizon, risks to the outlook for price stability remain on the upside. These risks relate notably to the domestic side. In particular, as capacity utilisation in the euro area economy is high and labour markets continue to improve, constraints are emerging which could lead in particular to stronger than expected wage developments. In addition, pricing power in market segments with low competition may increase in such an environment

..

 

Finally, on the external side, upside risks stem from the possibility of further unexpected oil price rises.

..

The monetary analysis confirms the prevailing upside risks to price stability at medium to longer horizons.

..

...,there are several indications that higher short-term interest rates are now influencing monetary dynamics, although they have not, as yet, significantly dampened the overall strength of the underlying rate of monetary and credit expansion

..

 

 

 

To sum up, in assessing price trends it is important to look beyond any short-term volatility in inflation rates. The relevant horizon for monetary policy is the medium term. Risks to the medium-term outlook for price stability remain on the upside, relating in particular to the domestic side. As capacity utilisation is high and labour markets continue to improve, constraints are emerging which could lead in particular to stronger than expected wage and profit margin developments. Given the vigorous monetary and credit growth in an environment of already ample liquidity, a cross-check of the outcome of the economic analysis with that of the monetary analysis supports the assessment that upside risks to price stability prevail over the medium to longer term. Accordingly, the Governing Council will monitor closely all developments in order to ensure that risks to price stability over the medium term do not materialise and medium to longer-term inflation expectations in the euro area remain solidly anchored at levels consistent with price stability. Looking ahead, acting in a firm and timely manner to ensure price stability in the medium term remains warranted.

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Posted · Edited by VistaMax

Sarkozy verärgert die Europäer

 

Was denkt ihr über die Pläne von Sarkozy, die EZB stärker in Politischen Kontrolle zu bringen??

Was denkt ihr was das für Auswirkungen auf die Zinspolitik hätte?

 

Méine Meinung ist ganz klar, die EZB muss in ihrer Entscheidung unabhängig bleiben, fern von

politischen Einflussgrößen, und erst recht nicht im Einfluss eines europäischen Landes.

 

VistaMax

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Méine Meinung ist ganz klar, die EZB muss in ihrer Entscheidung unabhängig bleiben, fern von

politischen Einflussgrößen, und erst recht nicht im Einfluss eines europäischen Landes.

 

Vistamax,

 

ich stimme dir zu. Die Entwicklung gefällt mir auch nicht.

 

 

Zitat faz 11. Juli 2007: Generalangriff auf den Euro

......

Sarkozy hat die Pfeiler des Finanzgerüsts im Visier

 

Es wäre leichtsinnig, Sarkozys Streit mit der Euro-Gruppe als übliche Rangelei um die Finanzpolitik und den Stabilitäts- und Wachstumspakt abzutun. Dem französischen Präsidenten geht es um mehr.

 

 

http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF30C45B402F96...n~Scontent.html

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Ich stimme VistaMax ebenfalls voll zu.

Die EZB darf nicht zum Erfüllungsgehilfen der EZB werden.

Die Folge wäre sicherlich ein tendenziel niedrigerer Zins und eine deutlich höhere Inflation.

 

Ich denke die Verflechtung der Fed mit Politik ist schon schlimm genug. Ich halte nichts von der amerikanischen Geldpolitik.

Sie lässt keine Wunden heilen sondern spritzt einfach immer nur mehr Morphium.

 

Aber das Sarkozy die EZB in Frage stellt ist nicht so neu. Gerade die Franzosen haben schon vor Sarkozy immer wieder die Unabhängigkeit der EZB in Frage gestellt.

 

Ich hoffe wirklich, die EZB hat auch langfristig genügend Freunde um sie unabhängig bleiben zu lassen.

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FTD 2.8.2007

 

Marktunruhe bringt EZB in Dilemma

 

Auszug

 

Die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten und die Furcht vor einer Kreditkrise erschweren nach Ansicht von Volkswirten die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) über ihren weiteren Kurs. Über ein früheres Ende der Zinserhöhungen wird spekuliert.

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanla...mma/234005.html

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Trichet gibt mit 'starker Wachsamkeit' Signal für Zinserhöhung im September

 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat deutliche Signale für eine weitere Leitzinserhöhung im September gegeben. Die EZB werde 'starke Wachsamkeit' hinsichtlich von Inflationsrisiken zeigen, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag in Frankfurt. Der EZB-Rat hatte den Leitzins zuvor wie allgemein erwartet unverändert bei 4,00 Prozent belassen.

 

Mit den Schlüsselworten 'starke Wachsamkeit' signalisiert die Zentralbank gemeinhin eine Leitzinserhöhung vor ihrer nächsten Sitzung. Die EZB hatte die Pressekonferenz nur wenige Stunden zuvor angekündigt, nachdem zunächst keine Presseveranstaltung geplant war. Volkswirte waren sich bis zuletzt uneinig, ob die EZB die Leitzinsen bereits im September oder erst im Oktober anheben wird.

 

Laut Trichet bleiben die Risiken für die Preisstabilität in der mittleren Frist weiter aufwärtsgerichtet. Risiken für die Preisstabilität seien insbesondere weiter steigende Ölpreise und hohe Lohnabschlüsse.

 

Trotz der Verwendung des Schlüsselworts 'starke Wachsamkeit' betonte Trichet, dass sich die EZB im Vorfeld nicht auf Zinsentscheidungen festlege. Die letztliche Entscheidung werde auf Grundlage von Daten und Fakten getroffen, die zum entsprechenden Zeitpunkt verfügbar seien.

 

Mit Blick auf die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten sagte Trichet, derzeit befänden sich die Märkte in einer Phase der Nervosität und Volatiliät. Diese Entwicklung werde seitens der EZB genau beobachtet. Trichet sprach in diesem Zusammenhang von einer "Normalisierungsphase" und einer 'Neueinschätzung von Risiken'./bf/js

 

Quelle: dpa-AFX

 

http://isht.comdirect.de/html/news/selecto...erkte/main.html

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Eine weitere Zinsschritt wird zumindest für Spanien verheerende Folgen haben.

 

Spanien hat nach den USA die höchste Pro Kopf Verschuldung und alle Immobilien sind variabel verschuldet. Was sich jetzt in den USA abspielt könnte in ähnlicher Form auf Spanien zukommen. Und ich glaube, dass das nicht im Sinne der EZB ist.

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EZB: 'Starke Wachsamkeit' mit Blick auf Inflationsentwicklung

 

09.08.07

 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erneut deutliche Signale für eine Leitzinserhöhung im September gegeben. Die EZB werde 'starke Wachsamkeit' hinsichtlich von Inflationsrisiken zeigen, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht der Notenbank. Damit wiederholte die Notenbank Äußerungen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nach der letzten Zinsentscheidung Anfang August. Mit den Schlüsselworten 'starke Wachsamkeit' signalisiert die EZB gemeinhin eine Leitzinserhöhung vor ihrer nächsten Sitzung.

 

Die Geldpolitik bleibe 'immer noch eher akkommodierend', heißt es in dem Bericht weiter. Die Finanzierungsbedingungen blieben günstig. Das Geldmengen- und Kreditwachstum sei kräftig und die Liquidität weiterhin reichlich. Daher bleibe ein entschlossenes und rechtzeitiges Handeln zur Gewährleistung von Preisstabilität auf mittlere Sicht geboten.

 

NEUBEWERTUNG VON RISIKEN

 

Laut EZB bleiben die Risiken für die Preisstabilität in der mittleren Frist weiter aufwärtsgerichtet. Risiken für die Preisstabilität seien insbesondere steigende Ölpreise, Kapazitätsengpässe und hohe Lohnabschlüsse.

 

Für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone zeigt sich die Notenbank weiterhin optimistisch. Jüngste Daten bestätigten, dass das Wachstum im zweiten Quartal erneut solide ausgefallen sei. Die mittelfristigen Aussichten seien nach wie vor günstig. Das globale Wirtschaftswachstum sei robust geblieben. Wachstumsrisiken sieht die Notenbank vor allem in mittel- und langfristiger Sicht.

 

Risiken sieht die EZB speziell in 'potenziellen abrupten Stimmungsänderungen an den globalen Finanzmärkten, die zu einer Neubewertung von Risiken führen könnten'. Daneben verweist die Notenbank auf die Gefahren eines zunehmenden Protektionismus, höhere Ölpreise und die Gefahr globaler Ungleichgewichte./bf/jha/

 

Quelle: dpa-AFX

 

http://isht.comdirect.de/html/news/industr...Sym=DJPYEUR.TGT

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nicco, ist die herbstliche Zinsanhebung schon im Markt eingepreist?

 

Gruß

-man

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ist die herbstliche Zinsanhebung schon im Markt eingepreist?

 

-man,

 

wenn man sich die Entwicklung des 3 M Euribor ansieht, ist mehr als eine Zinserhöhung eingepreist. Bald haben wir die Höchststände vom Jahr 2000 erreicht.

 

Euribor 3M EUR ISIN: EU0009652783 Aktuell:4,40 (+1,08%)

 

post-4624-1186661860_thumb.png

 

http://www.rcb.at/Zinsen.195.0.html?RLB=&a...3&period=3Y

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Posted · Edited by �-man

-man,

 

wenn man sich die Entwicklung des 3 M Euribor ansieht, ist mehr als eine Zinserhöhung eingepreist. Bald haben wir die Höchststände vom Jahr 2000 erreicht.

 

Siehst Du, genau deshalb habe ich auch immer mehr Zweifel an der 5,xx % Rendite.

 

Gruß

-man

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nicco, Du leistest sehr gute Arbeit, wenngleich mir persönlich die aktuelle Entwicklung gar nicht gefällt.

 

Gruß

-man

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Danke -man. Meinen High Yield Corporates gefällt die Situation auch nicht.

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EZB hält trotz Finanzmarktkrise an Zinserhöhung im September fest

 

22.08.07 17:17

 

Auszug

 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hält trotz der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten an ihrer geplanten Zinserhöhung im September fest. Die geldpolitische Strategie der Notenbank orientiere sich nach wie vor an den letzten Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet von Anfang August, teilte die EZB am Mittwoch mit. Trichet hatte damals betont, die Notenbank beobachte die Inflationsrisiken mit 'besonderer Wachsamkeit'. Dies gilt als Schlüsselformulierung für eine Zinsanhebung im nächsten Monat. Der Leitzins im Euro-Raum wird somit am 6. September voraussichtlich von 4,0 auf 4,25 Prozent steigen.

 

Die EZB hat nach Einschätzung der UniCredit ihre Leitzinserhöhungsabsicht bekräftigt. Sie habe den Märkten ein starkes Signal gegeben, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie. Die EZB lasse sich alle Optionen offen. Sollten sich die Turbulenzen mit den eingeleiteten Maßnahmen beruhigen, könne die EZB, wie Anfang August mit den Worten 'starke Wachsamkeit' signalisiert, den Leitzins Anfang September erneut erhöhen. Sollte sich die Situation hingegen weiter zuspitzen, könne die EZB rasch zu einer abwartenden Haltung übergehen. Das sei ein sehr pragmatischer Ansatz. Sowohl das zusätzliche Langfristrefigeschäft als auch die Aussagen dürften zur Beruhigung der Märkte beitragen.

 

'VERWIRRENDES WARNSIGNAL'

 

DekaBank-Experte Karsten Junius kritisierte das Vorgehen hingegen: Die EZB habe ein 'verwirrendes Warnsignal' gegeben. Eine Erhöhung des Leitzinses im September hält er angesichts der nach wie vor bestehenden Verwerfungen an den Geldmärkten für 'halsbrecherisch'. Aus Sicht von Junius brauchen die Märkte derzeit kein solches Signal. Dies sei kontraproduktiv. Auch Ökonom Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank zeigte sich skeptisch: 'Wenngleich ein Zinsschritt der EZB im September wahrscheinlich ist, halte ich ihn angesichts des bereits erreichten Leitzinsniveaus für überzogen.'

 

Die EZB wird zudem weitere Milliarden in den Geldmarkt pumpen, um die Märkte weiter zu stabilisieren. Die Notenbank kündigte eine zusätzliche Finanzspritze mit einem angestrebten Volumen von 40 Milliarden Euro an. Das Langfristrefigeschäft habe eine Laufzeit von 91 Tagen und ende am 23. November. Bei Europas Banken war es infolge der US-Immobilienkrise zum Teil zu Geldnot gekommen, weil sich die Institute untereinander weniger Kredite gewähren als üblich. Die EZB und andere Notenbanken hatten den Geschäftsbanken daraufhin mehrfach Milliardenbeträge zusätzlich zur Verfügung gestellt. Zuletzt hatten die Notenbanken von einer Entspannung an den Märkten berichtet.

 

http://isht.comdirect.de/html/news/selecto...erkte/main.html

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HANDELSBLATT, Montag, 27. August 2007, 18:32 Uhr

Kommentar

 

Trichet kann sich verstecken

 

 

Normalerweise legt Jean-Claude Trichet, der Präsident der Europäischen Zentralbank, Wert auf eine klare Kommunikation. Sein Ziel ist, dass die Märkte die jeweils nächste Zinsentscheidung ziemlich sicher vorausahnen. Mit seinen Äußerungen in Budapest ist er davon abgerückt: Jetzt blickt keiner mehr durch. Entsprechend wenig reagieren die Märkte.

 

DÜSSELDORF. Wenn man nur auf das Fehlen des Schlüsselbegriffs erhöhte Wachsamkeit schaut, dann hätte er die Zinserhöhung bereits abgesagt. Aber damit die Märkte das Signal wirklich aufnehmen, wäre schon ein bisschen mehr kommentierendes Beiwerk hilfreich gewesen. Wahrscheinlich wollte Trichet sich die Entscheidung tatsächlich noch etwas offen halten, geht aber im Moment nicht mehr von einer Zinserhöhungs aus.

 

Dass die Märkte so schwach auf seine Äußerungen reagieren, hat noch weitere Gründe. Zum einen haben viele Experten ohnehin damit gerechnet, dass die EZB von ihrer quasi geplanten und angekündigten Zinserhöhung Abstand nimmt. Noch wichtiger aber: Letztlich schauen die Weltmärkte fast nur auf die US-Notenbank. Die Krise spielt sich im wesentlichen in den USA ab. Die US-Börse gibt im Moment auch wieder weltweit den Takt vor, und die Marktteilnehmer dort sind viel stärker darauf konditioniert als hier, auf kleinste Äußerungen oder Gesten des Notenbankchefs zu reagieren.

 

Trichet kann sich daher ganz gut hinter seinem US-Kollegen Ben Bernanke verstecken. Der hat es bis jetzt erstaunlich gut geschafft, die Märkte zu beruhigen, hat aber auch schon einiges Pulver verschossen. De facto scheinen die Märkte zurzeit davon auszugehen, das Bernanke bei neuen Turbulenzen wieder einschreiten würde, die Börse scheint so eine Art wenn auch flexible Untergrenze zu spüren. Aber damit kann es schnell vorbei sein schon die heutige US-Börse sieht recht wackelig aus, nachdem schwache Werte für Häusverkäufe veröffentlicht wurden.

 

http://www.handelsblatt.com/News/Journal/K...verstecken.html

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Posted · Edited by nicco

Knausrige EZB irritiert Geldmarkt

 

Auszug ftd 3.9.

 

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Geldmarkt mit der Ankündigung verunsichert, den Banken beim Wochentender nur noch "etwas" mehr Bares zuzuteilen als nötig. Der Tagesgeldzins schnellte daraufhin massiv in die Höhe.

 

Am frühen Abend wurden Sätze zwischen 4,30 Prozent und in der Spitze sogar 4,50 Prozent gezahlt und damit deutlich mehr als der Leitzins mit 4,0 Prozent. Geldhändler begründeten dies damit, dass die EZB in den Wochen zuvor die Liquiditätsversorgung des Bankensystems der Euro-Zone deutlich großzügiger gehandhabt habe. Die Rückführung schüre Sorgen über eine mögliche Liquiditätsverknappung.

 

Die EZB hatte angekündigt, beim Wochentender den Banken für sieben Tage nur "etwas mehr" Geld als die 251 Mrd. Euro zuzuteilen, die benötigt werden. "Die EZB zielt damit weiter darauf ab, die hohen Mindestreserveüberschüsse zu absorbieren, die sich in den vergangenen Wochen aufgebaut haben", teilten die Währungshüter mit. Vergangene Woche hatte die Notenbank den Banken 14,5 Mrd. Euro mehr als den von ihr berechneten Liquiditätsbedarf in den Geldmarkt gepumpt.

 

Während die Notenbank ihre kurzfristigen Liquiditätsspritzen an die Banken langsam zurückfährt, hatte sie den Instituten zuletzt über zwei Langfristtender massiv Geld für 91 Tage bereitgestellt. Dennoch ist bislang keine Entspannung bei den Zinsen für mittelfristige Ausleihungen unter Banken eingetreten: Der Satz für Dreimonatsgeld (Euribor) wurde am Nachmittag in einer Spanne von 4,64 bis 4,74 Prozent gehandelt. Beim Fixing wurde der Euribor mit 4,741 Prozent festgesetzt, verglichen mit 4,735 Prozent am Freitag. Das war der höchste Satz seit Mai 2001.

 

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/marktber...rkt/248218.html

 

 

*****

 

 

FTD-Zinsumfrage 3.9.2007

 

Währungshüter überdenken weltweit ihre Zinspläne

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/geldanla...4ne/247698.html

 

befragungen.gif

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