Venezuela

175 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Rückzug der Ölkonzerne drückt venezolanische Anleihen

 

 

Chávez' Politik wird für Venezuela zunehmend zur Belastung

 

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faz.net

 

28. Juni 2007

Auf Talfahrt befinden sich venezolanische Anleihen nicht erst seit gestern. Waren die Bonds bis Jahresende 2005 noch gefragt, befinden sich ihre Kurse mittlerweile häufig im freien Fall. Die Rendite der 2020 fälligen und mit sechs Prozent verzinsten Dollar-Anleihe ist mittlerweile auf 8,06 Prozent gestiegen.

 

Auch am Donnerstag verbuchen die meisten venezolanischen Anleihen deutliche Kursverluste von bis zu 3,3 Prozent. Hintergrund ist, dass die Erkenntnis immer deutlicher wird, dass Venezuelas autoritär regierender Staatspräsident Hugo Chávez, auf Biegen und Brechen seine nationale Variante eines Sozialismus', den so genannten Bolivarismus, durchsetzen will.

 

Exxon und Conoco ziehen sich zurück

 

Zu diesem Zweck hat der Regent schon vor langer Zeit Vertragsänderungen für die in dem ölreichen Land aktiven internationalen Ölkonzerne angekündigt gehabt, die dem lateinamerikanischen Staat und seiner Bevölkerung mehr Anteile an den Gewinnen verschaffen sollen.

 

Am Mittwoch wurde nun bekannt, dass diese aber nicht alle mitspielen - vor allem nicht die Amerikaner, deren Präsident zu den auserkorenen Lieblingsfeinden Chávez' gehört. Die Ölkonzerne Exxon Mobil und Conoco Phillips gaben nun bekannt, sich aus Venezuela zurückzuziehen. Beide Unternehmen sind nicht bereit, die neuen Bedingungen anzunehmen, wonach der venezolanische Staat von nun an in allen Förderbetrieben die Kapitalmehrheit und die operative Leitung übernehmen wird.

 

Exxon Mobil sei enttäuscht, dass man keine Einigung mit der staatlichen Ölgesellschaft Pdvsa habe erreichen können, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Conoco Phillips verliert mit dem Rückzug rund zehn Prozent seiner Reserven. Die Konzerne müssen jetzt mit Pdvsa über eine Entschädigungszahlung verhandeln. Sollten sie keine Einigung erzielen, bleibt ihnen nur der Gang vor ein internationales Schiedsgericht.

 

Andere Ölgesellschaften bleiben

 

Andere ausländische Ölgesellschaften wie die französische Total, die amerikanische Chevron, die britische BP und Statoil aus Norwegen haben die neuen Bedingungen grundsätzlich angenommen. Sie wollen als Minderheitspartner weiter mit Pdvsa zusammenarbeiten. Pdvsa hält künftig je nach Projekt 60 bis 83 Prozent der Anteile, bisher waren es im Mittel 39 Prozent.

 

Ali Moshiri, Südamerika-Chef von Chevron, nannte die neuen Konditionen akzeptabel. Für ein international tätiges Ölunternehmen sei es schwierig, nicht in Venezuela vertreten zu sein. Am Orinoco lagern vermutlich die größten Ölreserven der Welt (geschätzt rund 300 Milliarden Fass). Dabei handelt es sich allerdings um ein schweres, teerartiges Erdöl, das in einem aufwendigen Verfahren zu marktfähigem Synthetiköl aufbereitet werden muss. Amerikas Staatssekretär für Energie, Sam Bodman, sagte, er sei besorgt über den Rückzug der amerikanischen Unternehmen aus Venezuela, weil dies den Ölimport aus dem viertwichtigsten Lieferland der Vereinigten Staaten verringern könnte.

 

Erklärtes Ziel von Chávez ist es, anstelle der Vereinigten Staaten andere Abnehmer zu finden. Und die stehen anscheinend schon Schlange, wobei Erinnerungen an die Tage des Kalten Krieges unwillkürlich wach werden. So wird angenommen, dass Chávez während seines derzeitigen Besuchs in Russland nicht nur über den Erwerb von acht russischen U-Booten und eines Raketenabwehrsystems für den Fall einer amerikanischen Invasion verhandelt.

 

Erinnerungen an den Kalten Krieg

 

Vielmehr wird angenommen, dass es auch um eine Vertiefung der Kooperation auf dem Energiesektor geht. Lukoil sucht bereits im bolivarischen Staat nach Öl und Gazprom soll interessiert sein, eine Gaspipeline von Venezuela nach Argentinien, Uruguay und Paraguay zu verlegen. Pikanterweise besitzt Conoco Philips eine Beteiligung von 21 Prozent an Lukoil.

 

Auch China Petrochemical, besser bekannt als Sinopec, verhandelt nach eigenem Bekunden bereits über Bohrrechte. Schon im vergangenen August hatte Chávez einen vertrag über die Lieferung von Energieträgern im Volumen von elf Milliarden Dollar nach China unterzeichnet. Die Lieferungen nach China sollen von derzeit 150.000 Fass am Tag bis 2012 auf eine Million erhöht werden.

 

Dazu muss Venezuela freilich in neue Raffinerien investieren. Denn die auf die Verarbeitung des venezolanischen Öls eingerichteten Anlagen stehen vornehmlich in den Vereinigten Staaten. Auch die Transportkosten sind nach China höher als an die nahe gelegene Küste Nordamerikas. Doch China soll sich schon bereit erklärt haben, weiter in Venezuela zu investieren.

 

Rating der Ölfirmen unter Druck

 

Diese Nachrichten hatten am Devisen- und Rentenmarkt deutliche Folgen. Der Bolivar, dessen offizieller Kurs seit mehr als zwei Jahren nur in einer engen Spannbreite um 2.150 Bolivar je Dollar schwanken darf, rutschte im Graumarkthandel von 4.050 Bolivar je Greenback auf 4.180 Bolivar ab.

 

Bei den Rating-Agenturen sind venezolanische Anleihen derzeit nicht gut angesehen. Im Zuge des Rückzugs der Ölkonzerne senkte Moody's die Bonitätsnoten für drei Ölunternehmen tiefe in den spekulativen Bereich, da die Agentur steigende Refinanzierungsrisiken sieht.

 

Der Ölboom hatte Chávez erst seine sozialistische Politik ermöglicht und dabei auch noch in die Lage versetzt, die Auslandsverschuldung des Landes zu senken. Infolge der Stützung durch China und Russland und anderer Ölkonzerne, von der man aber nicht weiß, wie weit sie geht, dürfte aus dem Rückzug der Amerikaner nur bewältigbare Probleme entstehen.

 

Hausgemachte Wirtschaftsprobleme

 

Die wahren Risiken für die mit BB- so gut wie nie bewerteten Anleihen liegen vielmehr in der hausgemachten Politik. Die autoritären Tendenzen wie die Nicht-Verlängerung der Sendelizenz für den opponierenden Fernsehsender RCTV löste Studentenproteste aus. Wie die Kommunisten Osteuropas in den vierziger Jahren will er die kleinen, verbündeten Parteien zur Selbstauflösung zwingen.

 

Der Personenkult um Chávez in der Öffentlichkeit und in den Staatsmedien nehme immer groteskere Züge an, schreibt die linke Schweizer WOZ. Es entstehe wie beim letzten Ölboom vor dreißig Jahren ein paternalistischer und korrupter Staatsapparat, bei dem die Bereicherung der Oberschicht und Wohltaten an das Volk Hand in Hand gingen.

 

Chávez' Absichten, die Abhängigkeit vom schwarzen Gold zu verringern, würden nur äußerst schleppend umgesetzt. Zwar wurden mehrere Tausend Kooperativen in der verarbeitenden Industrie und im Dienstleistungssektor aus dem Boden gestampft, doch nicht einmal ein Drittel funktionierten, stellt die Regierungsbehörde Sunacoop fest. Die staatliche Bürokratie ersticke jede Eigeninitiative, heißt es bei der WOZ.

 

Probleme des Sozialismus'

 

Auch sei deren Produktivität gering, schreibt das alternative Online-Magazin Telepolis. Die Zuschüsse aus den Staatskassen verringerten den Zwang, wirtschaftlich arbeiten zu müssen. Die Abhängigkeit vom Öl hat sich unter Chávez sogar verstärkt. Machten 1998 die Öleinnahmen noch 68,7 Prozent der Deviseneinkünfte aus, waren es 2006 bereits 89,6 Prozent, berichtet Telepolis unter Berufung auf die regierungskritische Tageszeitung El Universal.

 

Die Inflation in Venezuela beträgt mittlerweile rund 20 Prozent, für die Wachstumsrate wird ein freier Fall prognostiziert. Betrug diese 2004 noch 18 Prozent und in den Folgejahren noch über zehn Prozent, rechnet die Bundesagentur für Außenwirtschaft für das laufende Jahr mit 6,2 und für 2008 nur noch mit zwei Prozent.

 

Nach Zahlen der venezolanischen Zentralbank sind die Lebensmittelpreise von Mai 2006 bis Mai 2007 um 30,2 Prozent gestiegen. Schon mehren sich die Sorgen, die Inflation könne sich wieder auf das Rekordniveau der neunziger Jahre mit Raten von 190 Prozent beschleunigen.

 

Im Grunde zeigen sich in Venezuela die altbekannten Probleme des Sozialismus'. Wenn Chávez von dieser Politik nicht abrückt und dezentrale Initiative stärkt, dürften sich die wirtschaftliche Situation in Venezuela über kurz oder lang weiter verschlechtern. Und das dürfte auch zulasten der Anleihen gehen.

 

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.

 

 

Text: @mho

Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb

 

 

******

 

Venezuela, Republik EO-Bonds 2005(15) Intl

Rendite: 7,4 %

http://isht.comdirect.de/html/detail/main....S0214851874.FSE

PS: Ich lasse die Bonds im Depot

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Geschrieben

@nicco

 

Habe ich dich richtig verstanden, dass du diese Anleihe im Depot hast?

Wenn ja warum Venezuela-Anleihe. Deine Einschätzung im Vergleich zu

Brasilien-Anleihen (z.B)!

 

Gruss

VistaMax

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Geschrieben

@ nicco

 

bin neu hier.

 

...und das dürfte auch zulasten der Anleihen gehen

...ich lasse die Bonds im Depot

 

Die genannten Einschätzungen sind nicht positiv. Darf ich fragen, warum Du die Bonds behalten willst?

 

Danke für Deine Antwort.

Gruß wm2007

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Geschrieben

vistamax, wm2007

 

 

Venezuela steht seit einigen Monaten unter Druck. Jedoch sollte man nicht die gewaltigen Ölvorräte des Landes vergessen. Venezuela ist für mich ein Ölinvestment. Solange der Ölpreis nicht deutlich fällt, mache ich mir relativ wenig Sorgen. Die ersten Venezuela Anleihen habe ich bei etwas 10 % Rendite gekauft. Damals war der Ölpreis etwa halb so hoch. Trotz dieser Probleme hat Venezuela immer pünktlich gezahlt.

 

Für mich sind die Venezuela Bonds ein Buy- and Holdinvestment. Jedoch habe ich nicht mehr als ca. 3 % des Depots investiert. Eine Kaufempfehlung soll das aber nicht sein :)

 

Die Devisenreserven sollte man jedoch beobachten. Diese haben sich seit Anfang Mai wieder stabilisiert.

http://www.bcv.org.ve/cuadros/2/211.asp?id=28

 

 

Brasilien ist fundamental deutlich besser aufgestellt. Allerdings sind mir die Renditen der Eurobonds zu niedrig. Realanleihen sind mir zurzeit zu riskant, da ich mit einer Auflösung der Carrytrades rechne.

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Geschrieben

Venezuela steht seit einigen Monaten unter Druck. Jedoch sollte man nicht die gewaltigen Ölvorräte des Landes vergessen. Venezuela ist für mich ein Ölinvestment. Solange der Ölpreis nicht deutlich fällt, mache ich mir relativ wenig Sorgen. Die ersten Venezuela Anleihen habe ich bei etwas 10 % Rendite gekauft. Damals war der Ölpreis etwa halb so hoch. Trotz dieser Probleme hat Venezuela immer pünktlich gezahlt
.

 

Also ist die Verstaatlichung der Ölrerserven für die dortigen Anleihen was wunderbares, weil einfach

Geld in die Kasse kommt. Richtig? Oder gibt es da noch was zu bedenken?

 

Gruss

VistaMax

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Geschrieben

Oder gibt es da noch was zu bedenken?

 

VistaMax,

 

wie bei Aktien gilt auch hier: Nicht ins fallende Messer greifen. Nachkaufen werde ich erst, wenn sich der Kurs bzw. der Spread etwa 1 Monat stabilisiert hat.

 

big.chart?hist=1y&type=CONNECTLINE&asc=lin&dsc=abs&avg1=30&avgtype=simple&ind0=VOLUME&&currency=&&lSyms=XS0214851874.FSE&lColors=0x000000&sSym=XS0214851874.FSE&hcmask=

 

http://isht.comdirect.de/html/detail/main....amp;x=0&y=0

 

post-4624-1183372378_thumb.png

 

http://www.cbonds.info/index/

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Geschrieben · bearbeitet von VistaMax

Danke für die Info's Nicco!

Gruss

VistaMax

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Geschrieben · bearbeitet von nicco

Text am 4.7.gelöscht, ich verabschiede mich nicht :-)

 

Don't feed the trolls!

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Geschrieben

und wie üblich bei dir, mal wieder ohne quellenangabe. wann wirst du es endlich kapieren, daß es sich nicht gehört texte fremder websites einfach in eiin forum zu kopieren ohne die quelle anzugeben und zu verlinken?

aber ist ja nicht dein a*sch, der in der hölle schmort, wenn es dann eine abmahnung wegen urheberrechtsverletzung hagelt, ne?

 

bis du das endlich kapierst werde ich jeden deiner posts als copyrightverletzung melden und wieder löschen lassen.

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Geschrieben

Venezuela May Repurchase Foreign Bonds

 

Auszug

 

July 16 (Bloomberg) -- Venezuela's Finance Minister Rodrigo Cabezas said the government may repurchase some of its international bonds during the fourth quarter as part of a plan to cut its reliance on foreign markets.

 

Venezuela hasn't sold foreign debt this year and in 2006 reduced foreign bond borrowing by $4 billion through repurchases and redemptions. Much of the government's spending is funded by President Hugo Chavez's off-budget National Development Fund, known as the Fonden.

 

``We plan to continue carrying out a set of operations, within the framework of debt management, that allow us to continue reducing our balance of debt,'' Cabezas, 51, said.

 

The government will continue to pay down foreign debt until it's equal to less than a tenth of gross domestic product by 2010, from about 16 percent at the end of last year, Cabezas said.

 

......

 

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=206...&refer=news

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Geschrieben

Die rekordhohen Ölpreise kommen Venezuela als ölreichem Land sehr zu Gute. Die Risikoaufschläge der Staatsanleihen haben sich trotzdem massiv ausgeweitet. Zurückzuführen ist dies auf die Eskapaden von Staatspräsident Chávez.

http://www.faz.net/s/Rub09A305833E12405A80...n~Scontent.html

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Geschrieben

ein bekannter von mir hatte nahe caracas eine farm mit pensionsbetrieb. im jahr 2002 wurde ihm während irgendwelcher politischer unruhen nahegelegt das land zu verlassen. seine ranch mit pension wurde faktisch enteignet und an einige politische emporkömmlinge verteilt. ganz unbürokratisch.

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Geschrieben · bearbeitet von Akaman

In einem weiteren kühnen Versuch, möglichst viele Elemente von bereits früher woanders gescheiterten Politikentwürfen in seinem Land zu wiederholen, hat Hugo einen geteilten Wechselkurs eingeführt. Für den "Starken Bolivar" (Bolívar Fuerte) gilt nicht mehr der unrealistische einheitliche Wechselkurs von 2,15 zum USD, sondern (a) 2,60 für Lebensmittel, Medizin, staatliche Stellen und Überweisungen von im Ausland wohnenden Staatsbürgern nach Venezuela; (be) 4,30 für andere Waren und Dienstleistungen (allgemeiner Wechselkurs) sowie (zeh) ein "paralleler" ("freier") Wechselkurs von derzeit ca. 6, der nun legalisiert werden soll (denn bisher und immer noch ist sogar die Veröffentlichung des Parallelkurses - theoretisch - verboten; man konnte ihn aber trotzdem in vielen Zeitungen lesen).

Quelle

 

Erfahrungen (zum Beispiel aus Argentinien) zeigen: ein solches Wechselkursregime hat in erster Linie den Effekt, dass Insider aus dem Umfeld der jeweiligen Machthaber gefahrlos Riesengewinne einfahren können, indem sie auf unterschiedlichen Teilmärkten agieren. In Argentinien hat wiederholt eine Regierung, deren Ende nahte, etwas in der Art eingeführt, damit man sich noch mal schnell so richtig bedienen konnte. So optimistisch bin ich für Venezuela aber nicht.

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Geschrieben

Zur Revolution kommt es erst, wenn das Verhältnis zwischen Profiteuren des Systems und den Ausgebeuteten zu krass wird. Noch ein bisserl warten. :thumbsup:

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Geschrieben · bearbeitet von BondWurzel

Hugos Kopf wird klarer, gut für die Bonds. :)

 

Venezuela lädt Chevron, Total und BP zu Erschließung von Ölfeldern am Orinoco ein

11:15 | 26/ 01/ 2010

 

 

MOSKAU, 26. Januar (RIA Novosti). Ölunternehmen Chevron (USA), Total (Frankreich) und BP (Großbritannien) können an der ersten Ausschreibung für die Ölförderung auf sieben venezolanischen Ölfeldern am Orinoco trotz Verspätung teilnehmen, weil sie von der Regierung Venezuelas dazu eingeladen worden sind.

 

Die Anmeldung ist seit vergangener Woche abgeschlossen, teilte die Agentur MarketWatch weiter mit. Zur Ausschreibung sind auch der Ölkonzern China National Petroleum Co, die spanische Ölgesellschaft Repsol und das indische Ölunternehmen Oil & Natural Gas Corp. eingeladen worden.

 

Die US-amerikanischen Exxon Mobil und ConocoPhillips haben keine Einladung der venezolanischen Behörden bekommen.

 

"Die Regierung begreift, dass sie nicht alle Ölfelder allein erschließen kann, und braucht Unterstützung ausländischer Unternehmen, muss aber gleichzeitig von der Ölförderung profitieren", erklärte der Analyst von IHS Global Insight, Juliette Kerr.

 

Die Experten schätzen die Schwer- und Superschwerölvorräte des weltgrößten Erdölvorkommens am Orinoco auf 235 Milliarden Barrel.

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Geschrieben · bearbeitet von harryguenter

Aha, und nachdem die Ausländer alles aufgebaut haben wird dann wieder folgendes passieren?

Am Mittwoch wurde nun bekannt, dass diese aber nicht alle mitspielen - vor allem nicht die Amerikaner, deren Präsident zu den auserkorenen Lieblingsfeinden Chávez' gehört. Die Ölkonzerne Exxon Mobil und Conoco Phillips gaben nun bekannt, sich aus Venezuela zurückzuziehen. Beide Unternehmen sind nicht bereit, die neuen Bedingungen anzunehmen, wonach der venezolanische Staat von nun an in allen Förderbetrieben die Kapitalmehrheit und die operative Leitung übernehmen wird.

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Geschrieben

Aha, und nachdem die Ausländer alles aufgebaut haben wird dann wieder folgendes passieren?

Am Mittwoch wurde nun bekannt, dass diese aber nicht alle mitspielen - vor allem nicht die Amerikaner, deren Präsident zu den auserkorenen Lieblingsfeinden Chávez' gehört. Die Ölkonzerne Exxon Mobil und Conoco Phillips gaben nun bekannt, sich aus Venezuela zurückzuziehen. Beide Unternehmen sind nicht bereit, die neuen Bedingungen anzunehmen, wonach der venezolanische Staat von nun an in allen Förderbetrieben die Kapitalmehrheit und die operative Leitung übernehmen wird.

 

Böse Buben werden ja auch nicht mehr eingeladen.

 

Die US-amerikanischen Exxon Mobil und ConocoPhillips haben keine Einladung der venezolanischen Behörden bekommen.

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Geschrieben

Wie durchgeknallt muss man sein um mit jemandem Geschäfte machen zu wollen, der sich an keinerlei Verträge hält und andere schon abgezockt hat?

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Geschrieben

Wie durchgeknallt muss man sein um mit jemandem Geschäfte machen zu wollen, der sich an keinerlei Verträge hält und andere schon abgezockt hat?

 

Hier die Gruppe der Durchgeknallten:

 

Ölunternehmen Chevron (USA), Total (Frankreich) und BP (Großbritannien) können an der ersten Ausschreibung für die Ölförderung auf sieben venezolanischen Ölfeldern am Orinoco trotz Verspätung teilnehmen, weil sie von der Regierung Venezuelas dazu eingeladen worden sind.

 

Die Anmeldung ist seit vergangener Woche abgeschlossen, teilte die Agentur MarketWatch weiter mit. Zur Ausschreibung sind auch der Ölkonzern China National Petroleum Co, die spanische Ölgesellschaft Repsol und das indische Ölunternehmen Oil & Natural Gas Corp. eingeladen worden.

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Geschrieben · bearbeitet von BondWurzel

Monsieur Hügo wird langsam auf NormalNull wieder zurückgefahren, wo kein Wasser - kommt die Dürre... ^_^

 

Wirtschaft

Venezuela vor Stromkollaps: Chavez fordert Investitionen und Sparmaßnahmen

11:52 | 01/ 02/ 2010

 

 

MOSKAU, 1. Februar (RIA Novosti). Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat die Pläne zur Gründung eines Sonderfonds in Höhe von mindestens einer Milliarde US-Dollar zur Unterstützung der nationalen Energiewirtschaft bekannt gegeben.

 

Dies berichtet die venezolanische Zeitung Universal am Montag.

 

Nach Worten des lateinamerikanischen Spitzenpolitikers soll dieses Geld in die Entfaltung von 59 Projekten zur Stromerzeugung und -übertragung und von 50 Projekten zur Wartung und Reparatur von Energieanlagen fließen.

 

Seit mehreren Monaten steht Venezuela an der Schwelle einer beispiellosen Energiekrise. Diese wurde vom Klimaphänomen El Nino hervorgerufen, das in der Regenzeit - von Mai bis November - praktisch keine Niederschläge zuließ. Der Wasserpegel im Stausee des Wasserkraftwerkes Guri im südlichen Departement Bolivar, das 73 Prozent des Stroms im Lande erzeugt, sank um zehn Meter.

 

Eine weitere Senkung des Wasserpegels kann laut dem staatlichen Energieunternehmen Corpoelec im Energiesystem des Landes bereits im Mai zu einem Collaps führen.

 

Nach einem Vorschlag des Energieunternehmens beschlossen die Behörden eine Reduzierung des Stromverbrauchs um 1700 Megawatt. Ungeachtet der rigorosen Maßnahmen ist es bis jetzt gelungen, den Stromverbrauch lediglich um 980 Megawatt zu kürzen.

 

Um den Stromverbrauch zu reduzieren, wurden Einschränkungen für Handels- und Unterhaltungszentren sowie für Industriebetriebe eingeführt und Präsident Hugo Chaver rief das Volk zu Sparmaßnahmen auf.

 

Bereits vorher war der Regierungsbeschluss über vierstündige Fächerabschaltungen alle zwei Tage in allen Regionen des Landes mit Ausnahme der Hauptstadt in Kraft getreten.

 

Um den Strombedarf des Landes zu decken, sind dringende Investitionen in diesem Bereich in Höhe von rund 18 Milliarden Dollar notwendig.

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Geschrieben

Gut auf Kurs.

 

https://isht.comdirect.de/html/detail/main.html?sTab=overview&sSym=XS0214851874.STU

 

04.03.2010 18:12

UPDATE 1-Venezuela launches $50 mln bond to prop bolivar

 

CARACAS, March 4 (Reuters) - Venezuela's Central Bank on Thursday launched a $50 million bond, the seventh such offering aimed at propping up the bolivar on a freely floated, semi-legal market since a currency devaluation in January.

 

The zero coupon bond is priced at 112 percent and works as a foreign exchange instrument because it can be purchased at an official rate of 4.3 bolivars to the dollar but will be paid in dollars after 90 days.

 

It can be traded on secondary markets within Venezuela.

 

President Hugo Chavez devalued the bolivar on Jan. 8, creating a two-tiered official system that sells dollars mostly for 4.3 bolivars, but allows some priority imports at 2.6.

 

The Central Bank issues are aimed at strengthening the bolivar on the separate freely-floated market. The currency has weakened in that mechanism during recent weeks to trade at around 6.6/6.8 on Thursday.

 

Thursday's offer was open for one hour between 12.30 p.m. and 1.30 p.m. local time, a bank statement said.

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Geschrieben

Monsieur Hügo wird langsam auf NormalNull wieder zurückgefahren, wo kein Wasser - kommt die Dürre... happy.gif

 

 

 

Naja, die Betonung liegt auf langsam.

Nord Korea hält das Spiel schon seit Jahrzenten durch, Cuba ist da auch nicht viel besser.

 

Solang er seine Sicherheitskräfte im Griff hat, wird er jeden Widerstand im Keim ersticken.

Eine Rendite von > 10 % ist allerdings auch nicht zu verachten.

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Geschrieben

Monsieur Hügo wird langsam auf NormalNull wieder zurückgefahren, wo kein Wasser - kommt die Dürre... happy.gif

 

 

 

Naja, die Betonung liegt auf langsam.

Nord Korea hält das Spiel schon seit Jahrzenten durch, Cuba ist da auch nicht viel besser.

 

Solang er seine Sicherheitskräfte im Griff hat, wird er jeden Widerstand im Keim ersticken.

Eine Rendite von > 10 % ist allerdings auch nicht zu verachten.

Was für Sicherheitskräfte?

 

Na , da haste dir aber einen Eintopf zusammengestellt, Cuba, Nordkorea mit Venezuela gemischt, alle Achtung.... :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

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