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Reigning Lorelai

Kennzahlenanalyse

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Reigning Lorelai
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dazu mal zwei praktische Beispiele:

 

Mayr-Melnhof:

Aktienkurs am 12/31/98 incl. Dividenden: 16.81

Aktienkurs am 12/31/06 incl. Dividenden: 73.03

 

EBIT per 12/31/98: 87,300 TEuro

EBIT per 12/31/06: 158,619 TEuro

 

Aktienkursentwicklung seit 1999: 334.44%

EBIT-Entwicklung seit 1999: 81.69%

 

--> Aktienkursentwicklung / EBIT-Entwicklung: 334.44/81.69 = 4.1

 

d.h. der Aktienkurs ist 4 x schneller gestiegen als das EBIT. --> Aktie ist also in den letzten Jahren erheblich teurer geworden. Schaut man sich die Marktbewertungen in Österreich von vor 10 Jahren an waren dies in der Tat sehr niedrige Bewertungen und die gute Informationsmöglichkeiten die heute u.a. aufgrund des www. gegeben sind haben dazu geführt, daß diese Differenzen in der Transparenz abgebaut werden.

 

nächstes Beispiel:

 

Stratec Biomedical:

 

Aktienkurs am 12/31/99 incl. Dividenden: 7.46

Aktienkurs am 12/31/06 incl. Dividenden: 20.3

 

EBIT per 12/31/99: 937 TEuro

EBIT per 12/31/06: 10,839 TEuro

 

Aktienkursentwicklung seit 1999: 172.12%

EBIT-Entwicklung seit 1999: 1,056.77%

 

--> Aktienkursentwicklung / EBIT-Entwicklung: 172.12/1,056,77 = 0.16

 

Der Aktienkurs hat also mächtig Nachholbedarf. Ist aber auch darauf zurückzuführen, daß Ende 1999 Anfang 2000 viele Techwerte sehr stark überbewertet haben und dann in der folgenden Zeit stark verprügelt wurden. So sank SB teilweise auf unter 1 Euro und hat sich seitdem natürlich brilliant entwickelt. Wenn diese "Spitzen" erstmal aufgrund der 10-Jahres-Regel rausfallen wird das ganze natürlich noch aussagekräftiger wenn bis dahin nicht neue Übertreibungen nach unten oder oben stattfinden....

 

zu den Kursen vielleicht noch ergänzend:

Die Kurse die ich hier angegeben habe sind aus meinem System gespeist aber soweit ich weiß bietet das Handelsblatt auf der Internetpräsenz historische Kurse um Kapitalmarktmaßnahmenbereinigung an (also nach Dividende, Splits etc.). Die Validität der Daten stimmt m.W. auch.

 

Gruß

 

W.Hynes

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Dork
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Wie stehts bei Einhell?

Ich habe ein ESR von knapp 2,4 heraus...

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Dork
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So langsam hab ichs! Vielen Dank, wayne... :thumbsup:

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Drella
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den sinn von ESR habe ich immernoch nicht ganz verstanden. warum verlgeicht ihr nicht kgv/kcv/kuv von 1998 und 2006?

ok, da sind die dividenden nicht mit drin. aber trotzdem sollte man zu ähnlichen ergebnissen kommen. oder?

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Reigning Lorelai
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Wie stehts bei Einhell?

Ich habe ein ESR von knapp 2,4 heraus...

passt!!!

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Dork
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den sinn von ESR habe ich immernoch nicht ganz verstanden. warum verlgeicht ihr nicht kgv/kcv/kuv von 1998 und 2006?

ok, da sind die dividenden nicht mit drin. aber trotzdem sollte man zu ähnlichen ergebnissen kommen. oder?

 

Anhand des EBIT kann man zum Beispiel den betrieblichen Gewinn verschiedener Geschäftsjahre, Quartale oder Unternehmensbereiche direkt vergleichen, ohne dass die Resultate durch schwankende Steuersätze, Zinsaufwendungen oder sonstige außerordentliche Faktoren verzerrt werden. Beim KGV ist nur der Nettogewinn gemeint...

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Perdox
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Hallo Ihr Lieben, ich würde gerne über eine Formel mit Euch diskutieren, vielleicht hat sogar schon jemand Erfahrungen mit dieser gemacht. Es ist die Formel von Graham:

Wert je Aktie = lfd. Gewinn je Aktie *(8,5+(2*jährlich zu erwartende Wachstumsrate))*(4,4/akt. Rend AAA Unternehmensanleihe)

 

Wie findet Ihr diese Formel, vorallem wisst Ihr warum die Wachstumsrate *2 genommen wird? Die 8,5 ist das damalige zugepreiste KGV von Graham bei einem 0 Wachstum, finde ich aber auch schon sehr hoch, denn wenn man nen kleines Unternehmen hier ibei uns übernimmt zahlt man normalerweise den 3-5 fachen Gewinn, okay das ist nicht viel aber kein Mensch will länger als 5 Jahre für nichts arbeiten. Wenn eben kein Wachstum mehr möglicht ist.

 

Wie seht Ihr die Formel ist sie noch tauglich? Freu mich auf Eure Antwort!

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Reigning Lorelai
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Hallo Ihr Lieben, ich würde gerne über eine Formel mit Euch diskutieren, vielleicht hat sogar schon jemand Erfahrungen mit dieser gemacht. Es ist die Formel von Graham:

Wert je Aktie = lfd. Gewinn je Aktie *(8,5+(2*jährlich zu erwartende Wachstumsrate))*(4,4/akt. Rend AAA Unternehmensanleihe)

 

Wie findet Ihr diese Formel, vorallem wisst Ihr warum die Wachstumsrate *2 genommen wird? Die 8,5 ist das damalige zugepreiste KGV von Graham bei einem 0 Wachstum, finde ich aber auch schon sehr hoch, denn wenn man nen kleines Unternehmen hier ibei uns übernimmt zahlt man normalerweise den 3-5 fachen Gewinn, okay das ist nicht viel aber kein Mensch will länger als 5 Jahre für nichts arbeiten. Wenn eben kein Wachstum mehr möglicht ist.

 

Wie seht Ihr die Formel ist sie noch tauglich? Freu mich auf Eure Antwort!

https://www.wertpapier-forum.de/index.php?showtopic=10912

 

Ich halte nix von der Formel da man mit einer allgemeinen Formel nicht den Wert eines Unternehmens berechnen kann. Dann ist die Frage welches Wachstum du hernimmst. Gewinn, Umsatz oder Kapazitätsaufbau der ja grundsätzlich nicht schlecht ist der aber an Effekt verliert wenn die Preise kurzfristig sinken. Sondereffekte muss man natürlich auch berücksichtigen. Das Zinsniveau hat in meinen Augen keinen wirklichen Zusammenhang mit der Formel. Ich denke das Zinsniveau als Basis für Investments wird überschätzt. Vor allem heute da viele Firmen mittlerweile über eine sehr solide EK-Quote verfügen und auf Kredite gar nicht so stark angewiesen sind. Nichtsdestotrotz ist natürlich EK teurer als FK und der Preis für EK orientiert sich auch am allgemeinen Zinsniveau. Aber wie stark der Einfluß hier ist ist doch fraglich bzw. schwer pauschalisierbar.

 

Bei den Usern die diese Formel hier im Forum angewendet haben kamen teilweise abenteuerliche Beträge raus was Kursziele angeht, dass das mit Realismus eigentlich nicht mehr viel zu tun hat.

 

Gruß

W.Hynes

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Perdox
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Erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort! Also, die abenteuerlichen Werte stimme ich Dir 100% zu. Zumindestens teilweise hatte ich utopische Werte raus, teilweise aber auch sehr realistische. Ich würde die Formel aber eh nur für einen kurzen Überblick verwenden.

Den aktuellen Marktzins finde ich aber schon wichtig, denn wenn der nochmal irgendwann bei 15% liegen wird, werde viele sicherlich auch festverzinslich anlegen und der Aktienmarkt wird schlechter laufen.

Darüber hat Buffett mal etwas sehr interessantes geschrieben, er ist genau in dieser Zeit in den Aktienmarkt gegangen, um so tiefe Kurse zu bekommen und die ganzen später folgenden Leitzinssenkungen mitzunehmen.

Trotzdem halte ich den aktuellen Zins als Vergleichswert, was ich für meine Anlage bekommen würde, wenn ich sicher anlege auf jeden Fall als wichtig.

Aber als Allheilmittel ist die Formel sicherlich nicht zu sehen. Was meinen die anderen?

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Drella
Posted · Edited by Profi

soweit ich weiß war für graham nur ein kaufsignal wenn der innere wert nach dieser formel min. 4 x höher als der aktuelle kurs war.

wichtig ist, das wachstum konsverativ, wie es graham auch getan hat, zu schätzen. das ist nicht einfach.

 

ansonsten hat wayne recht. es gibt keine wunderformel und wird nie eine geben.

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georgewood
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da kommen ziemlich oft unrealistische werte raus. kannst aber auch ganz einfach gewinn/aktie * kgv rechnen. dann bekommst du auch einen "fairen wert" heraus. der ist meistens realistischer aber genau so ein quatsch. ich rechne mir mit 3 formeln den inneren wert aus und dann nehm ich die die den niedrigsten rausbringt. aber man sollte auf keinen fall nur wegen so einer berechnung gleich kaufen!!!

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Reigning Lorelai
Posted · Edited by waynehynes

von Graham würde ich eher empfehlen die 7 Schritte für den vorsichtigen Investor (aus dem Buch "Intelligent Investor") umzusetzen und mit diesen 7 Kennzahlen eine Aktie zu analysieren. Wenn diese Kriterien erfüllt sind ist die Aktie einen genaueren Blick wert.

 

Gruß

W.Hynes

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Matze_Le
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von Graham würde ich eher empfehlen die 7 Schritte für den vorsichtigen Investor (aus dem Buch "Intelligent Investor") umzusetzen und mit diesen 7 Kennzahlen eine Aktie zu analysieren. Wenn diese Kriterien erfüllt sind ist die Aktie einen genaueren Blick wert.

 

Gruß

W.Hynes

 

Langsam wirst Du mir auch immer sympatischer :P

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yashirobi
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muss ein Unternehmen eigentlich immer zu 100% an die börse gehen? oder ist es auch möglich nur 20% eines Unternehmens an die Börse zu bringen? Ich meine damit nicht das der inhaber die restlichen 80% behält! sondern, das diese garnicht als aktien existieren.

 

wenn das möglich wäre, gäbe es bei einigen kennzahlen gelinde gesagt komplikationen.

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Brandscheid
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natürlich geht das, dann sind eben nur 20 % im streubesitz!

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Matze_Le
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muss ein Unternehmen eigentlich immer zu 100% an die börse gehen? oder ist es auch möglich nur 20% eines Unternehmens an die Börse zu bringen? Ich meine damit nicht das der inhaber die restlichen 80% behält! sondern, das diese garnicht als aktien existieren.

 

wenn das möglich wäre, gäbe es bei einigen kennzahlen gelinde gesagt komplikationen.

 

Nein das geht nicht.

 

Aktien sind ja im Grunde die "Stimmrechte" am Unternehmen. Wem sollten den die restlichen 80% gehören? Dem Vorstand?

 

Es gibt aber erhebliche Probleme bei den Kennzahlen mit Vorzugsaktien oder mit "goldenen" Aktien (besonders viele Stimmrechte auf eine "goldene" Aktie)

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yashirobi
Posted · Edited by yashirobi

das ist schon klar, den fall habe ich ja oben schon genannt. Dann hält die Person x die restlichen 80% und der gesamte wert der company ist durch aktien gedeckt.

 

das meine ich aber nicht! meine frage war ob es möglich ist nur bsp. 20% eines unternehmens "durch aktien zu decken".

 

 

@matze_le

 

Ok danke, gedacht hatte ich es mir schon, wollte nur auf nummer sicher gehen.

 

evtl. kann man ja nur einen kleinen teil des unternehmens zu einer AG umfirmieren ;-) dann wären 100% der AG in aktien vorhanden, aber nicht 100% der "gesamten" unternehmung

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paranoid
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das meine ich aber nicht! meine frage war ob es möglich ist nur bsp. 20% eines unternehmens "durch aktien zu decken".

 

Ja, ich denke, so etwas lässt sich konstruieren.

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Matze_Le
Posted · Edited by Matze_Le

Dann wird die "AG" aber nicht als Vollkonzern betrachtet.

(Die restlichen 80% werden nicht in die Konsolidierung aufgenommen)

 

Per Konzernkonsolidierung wird immer umfassend konsolidiert.

Ein "Trick" um Kennzahlen schönzurechnen besteht da nicht...

 

Unternehmen die "ordentlich" geführt werden haben es auch normalerweise nicht nötig über solche Zahlen Ihre Kennzahlen aufzuschönen

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yashirobi
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das beispiel war auch nicht ganz ernst gemeint daher der ;-).

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caspar
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...schau dir dochmal die muehlbauer AG & Co KG an...das waer eine solche konstruktion, wo konkret nur ca. 50% des firmenwertes an der beorse als AG gehandelt wird...der rest ist quasi eine KG und im besitz des vorstandes

 

 

trotzdem bezieht sich der GB auf den gesamte konzern, bzw. bei den kennzahlen wird eben diese konstruktion immer beruecksichtigt

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Reigning Lorelai
Posted

Hiya Community,

habe jetzt doch einige Fragen zum Thema SWOT-Analyse bekommen und möchte hier kurz darauf eingehen:

 

Wow SWOT-Analyse ist mega zu erklären... Kenne leider kein Buch. Wie ihr wisst lese ich selber nicht gerne bzw. gar keine Bücher.

Dürfte dem Anwender bzgl. der SWOT-Analyse selbst auch wenig bringen, da die SWOT-Analyse nicht einfach erlernbar ist. Sie ist eigentlich relativ simpel wenn man das Grundprinzip verstanden hat.

 

Im Wikipedia steht das zwar ein wenig was drin aber ich persönlich finde das nicht wirklich hilfreich. Wichtig zu wissen ist eigentlich lediglich dass die SWOT-Analyse sich unterteilt in:

 

Strengths - Stärken

Weaknesses - Schwächen

Opportunities - Chancen

Threats - Risiken

 

Wichtig ist eigentlich dass die Stärken und Schwächen intern zu betrachten sind. Was bedeutet das nun konkret? Jedes Unternehmen hat irgendwo eine Stärke. Das kann eine Vertriebsstärke sein oder aber auch eine gute Organisation. Einfach alles was im Unternehmen positiv auffällt. Auch eine Marke kann das sein. Das komplette Unternehmen wird also auf dieser Seite durchleutet. Ich setze da z.B. auch ein Management mit an. Auch setze ich die IR-Arbeit an weil ein Unternehmen durch gute IR-Arbeit attraktiv für den Kapitalmarkt ist. Wichtig zu wissen ist hier: Es ist eine qualitative Analyse. Man kann also hier etwas positiv sehen was jemand anders negativ sieht. Es ist eine rein subjektive Bewertung.

 

Der Bereich "SW" ist schwer zu analysieren da es intern ist. Da hat man nicht so leicht Zugriff darauf aber gerade als Privatanleger muss man dann schauen wo man Informationen herbekommt. Das können Geschäftsberichte sein, Vergleiche mit anderen ähnlichen Unternehmen oder aber auch Fachzeitschriften wo eben Interviews gegeben werden von Vorständen. Immer interessant sind dann auch Magazine wie z.B. das Capital wo regelmäßig auch Berichte zu Branchen zu lesen sind. Diese Hefte sollte man nicht als Inspiration sehen sondern als Informationsquelle die es natürlich kritisch zu beäugen gilt.

 

Sehr viel leichter zu analysieren ist der Bereich "OT"... Also die Chancen und Risiken des Marktes. Dies ist eine externe Analyse. Wie sieht also der Markt aus. 1. Anlaufstelle ist hier immer: Der Verband!!! Hier kriegt man sehr schöne Statistiken und Daten. Aber auch andere Infoquellen sind z.B. für Deutschland das Destatis. Hier kriegt man geniale Informationen zum Verbrauchermarkt. Eine weitere Möglichkeit sind Marktforschungsunternehmen. GfK ist z.B. selber börsennotiert und hat viele interessante Analysen. Klar für manche Analysen muss man auch mal Geld zahlen aber es ist okay. Auch interessant in diesem Zusammenhang sind Magazine wie Capital Euro etc. Über die Suchfunktion der Website kann man historische Artikel vergangener Hefte suchen... also ein Archiv. Für manche Artikel muss man da auch zahlen aber da muss man halt selber abschätzen ob das einem das wert ist.

 

Die "OT" Analyse (wird übrigens getrennt voneinander gemacht genauso wie SW) ist essentiell. Hat der Markt Zukunft oder nicht. Auch das möchte ich vielliecht kurz an einem Beispiel erklären. Im Salzgitter-Thread habe ich glaub ich darüber schon ein wenig geschrieben. Eine Technologieaktie wie Microsoft schafft den Sprung über die 1. Hürde meines Kennzahlensystems locker. Obwohl die Aktie nicht billig ist hat sie super Renditen welche das ganze rausreissen. Aber an der 2. Hürde bleibt sie 100%ig hängen, was für alle Technologieaktien gilt. Denn an der "OT" Analyse schaue ich wie sich der Markt darstellt. Leute denkt zurück: Wie sah der Markt vor 8 Jahren aus. Microsoft stellte Software her. Dann kam die X-Box dazu... mega Teil.. ist jetzt obsolet weil eine Kinderkonsole wie Wii mit billiger Grafik aber genialer Technik den kompletten Markt zerlegt hat. Der Markt ändert sich zu schnell. Apple steigt in den Handymarkt. Wird ein Desaster werden wie ich finde. Ich hatte ein paar Monate das Apple-Handy.. hat mich nicht überzeugt. Die Zukunft gehört da in meinen Augen nicht den Klapp- und Sliderhandys sondern wie z.B. dem Sidekick3. Aber der Markt ändert sich ständig.... das ist das Problem. Google war früher nur Suchmaschine. Heute macht man aber anderen Bereichen Konkurrenz. Software will man machen. Kooperationen von Chipherstellern zu Hardware-Anbietern und Software-Anbietern wird wichtiger.

 

Auch im Telekom-Thread kann man dazu schön meine Meinung lesen. Andere Branchen wachsen in den Telekommunikationsdienstleistungsmarkt rein. Es verwischt alles. Eine klare Abgrenzung der Branchen ist nicht möglich. Damit herrscht eigentlich unendlich viel Konkurrenz und die Trends ändern sich so schnell das eine präzise Prognose für 2 - 3 Jahre nicht annähernd vernünftig möglich ist. Das ist doch essentiell bei einer Aktienbewertung.

 

Ich konzentriere mich hier im Forum hauptsächlich auf die Kennzahlen-Analyse da das für viele greifbarer ist und die Beiträge sonst zu zeitaufwendig für mich werden würden. Wo fängt man an wo hört man auf? Und irgendwann würde ich dann auch Geld verlangen... B)

Aber die qualitative Analye ist wichtig. Wer sich mit der internen Analyse schwer tut der darf das ruhig kürzer betrachten. Da ist viel Know-How und Erfahrung gefragt. Aus dem Stand heraus kann hier im Forum mal von mir abgesehen - hoffe ich tue jetzt da niemanden Unrecht - wohl keiner eine SWOT-Analyse für Salzgitter durchführen weil man Kenntnisse vom Stahlmarkt braucht. Und zwar nicht zu knapp. Ich kriege auch oft Anfragen zu bestimmten Aktien ob ich da was zu schreiben kann. Aber bei Technologieaktien kann ich das einfach nicht und ich kann zu dem Markt einfach nix sagen. Erfahrung und Know-How heißt aber nicht dass man dass nur machen soll wenn man selber in der Branche arbeitet. Man kennt da vielleicht diesen berühmten Tunnelblick. Eine leichte SWOT-Analyse kann vor allem im Konsumgüterbereich durchgeführt werden. Ich verweise hier z.B. beispielhaft nur kurz auf den Arcandor-Thread wo ich ganz kurs das Thema angerissen habe. Sowas ist qualitative Analyse. Man muss dann selber für sich feststellen wie man die Punkte ratet und ob das Unternehmen auf die Veränderungen im Markt gut oder schlecht vorbereitet ist.

 

Ziel bei der externen Analyse ist es die Chancen zu erkennen und zu nutzen und Risiken zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten und ggf. in Stärken umzuwandeln.

 

Rückfragen zum Thema qualitative Analyse gerne. Aber wenn möglich vielleicht auch über diesen Thread wenn es konkrete Fragen sind damit ich das nicht wieder 4 oder 5 x per PN schicken muss. Kleine Fragen oder Fragen zu meiner persönlichen Einschätzung für eine bestimmte Branche würde ich dann eher über PN machen da dieser Thread nicht in eine Grundsatzdiskussion zerbrechen soll. Die Qualität in diesem Thread finde ich bisher sehr gut und ist noch nicht zu der häufig zu beobachtenden Abschweifung gekommen.

 

Viele Grüße

 

W.Hynes

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Stairway
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Hiya Community,

habe jetzt doch einige Fragen zum Thema SWOT-Analyse bekommen und möchte hier kurz darauf eingehen:

 

Wow SWOT-Analyse ist mega zu erklären... Kenne leider kein Buch. Wie ihr wisst lese ich selber nicht gerne bzw. gar keine Bücher.

Dürfte dem Anwender bzgl. der SWOT-Analyse selbst auch wenig bringen, da die SWOT-Analyse nicht einfach erlernbar ist. Sie ist eigentlich relativ simpel wenn man das Grundprinzip verstanden hat.

 

Im Wikipedia steht das zwar ein wenig was drin aber ich persönlich finde das nicht wirklich hilfreich. Wichtig zu wissen ist eigentlich lediglich dass die SWOT-Analyse sich unterteilt in:

 

Strengths - Stärken

Weaknesses - Schwächen

Opportunities - Chancen

Threats - Risiken

 

Wichtig ist eigentlich dass die Stärken und Schwächen intern zu betrachten sind. Was bedeutet das nun konkret? Jedes Unternehmen hat irgendwo eine Stärke. Das kann eine Vertriebsstärke sein oder aber auch eine gute Organisation. Einfach alles was im Unternehmen positiv auffällt. Auch eine Marke kann das sein. Das komplette Unternehmen wird also auf dieser Seite durchleutet. Ich setze da z.B. auch ein Management mit an. Auch setze ich die IR-Arbeit an weil ein Unternehmen durch gute IR-Arbeit attraktiv für den Kapitalmarkt ist. Wichtig zu wissen ist hier: Es ist eine qualitative Analyse. Man kann also hier etwas positiv sehen was jemand anders negativ sieht. Es ist eine rein subjektive Bewertung.

 

Der Bereich "SW" ist schwer zu analysieren da es intern ist. Da hat man nicht so leicht Zugriff darauf aber gerade als Privatanleger muss man dann schauen wo man Informationen herbekommt. Das können Geschäftsberichte sein, Vergleiche mit anderen ähnlichen Unternehmen oder aber auch Fachzeitschriften wo eben Interviews gegeben werden von Vorständen. Immer interessant sind dann auch Magazine wie z.B. das Capital wo regelmäßig auch Berichte zu Branchen zu lesen sind. Diese Hefte sollte man nicht als Inspiration sehen sondern als Informationsquelle die es natürlich kritisch zu beäugen gilt.

 

Sehr viel leichter zu analysieren ist der Bereich "OT"... Also die Chancen und Risiken des Marktes. Dies ist eine externe Analyse. Wie sieht also der Markt aus. 1. Anlaufstelle ist hier immer: Der Verband!!! Hier kriegt man sehr schöne Statistiken und Daten. Aber auch andere Infoquellen sind z.B. für Deutschland das Destatis. Hier kriegt man geniale Informationen zum Verbrauchermarkt. Eine weitere Möglichkeit sind Marktforschungsunternehmen. GfK ist z.B. selber börsennotiert und hat viele interessante Analysen. Klar für manche Analysen muss man auch mal Geld zahlen aber es ist okay. Auch interessant in diesem Zusammenhang sind Magazine wie Capital Euro etc. Über die Suchfunktion der Website kann man historische Artikel vergangener Hefte suchen... also ein Archiv. Für manche Artikel muss man da auch zahlen aber da muss man halt selber abschätzen ob das einem das wert ist.

 

Die "OT" Analyse (wird übrigens getrennt voneinander gemacht genauso wie SW) ist essentiell. Hat der Markt Zukunft oder nicht. Auch das möchte ich vielliecht kurz an einem Beispiel erklären. Im Salzgitter-Thread habe ich glaub ich darüber schon ein wenig geschrieben. Eine Technologieaktie wie Microsoft schafft den Sprung über die 1. Hürde meines Kennzahlensystems locker. Obwohl die Aktie nicht billig ist hat sie super Renditen welche das ganze rausreissen. Aber an der 2. Hürde bleibt sie 100%ig hängen, was für alle Technologieaktien gilt. Denn an der "OT" Analyse schaue ich wie sich der Markt darstellt. Leute denkt zurück: Wie sah der Markt vor 8 Jahren aus. Microsoft stellte Software her. Dann kam die X-Box dazu... mega Teil.. ist jetzt obsolet weil eine Kinderkonsole wie Wii mit billiger Grafik aber genialer Technik den kompletten Markt zerlegt hat. Der Markt ändert sich zu schnell. Apple steigt in den Handymarkt. Wird ein Desaster werden wie ich finde. Ich hatte ein paar Monate das Apple-Handy.. hat mich nicht überzeugt. Die Zukunft gehört da in meinen Augen nicht den Klapp- und Sliderhandys sondern wie z.B. dem Sidekick3. Aber der Markt ändert sich ständig.... das ist das Problem. Google war früher nur Suchmaschine. Heute macht man aber anderen Bereichen Konkurrenz. Software will man machen. Kooperationen von Chipherstellern zu Hardware-Anbietern und Software-Anbietern wird wichtiger.

 

Auch im Telekom-Thread kann man dazu schön meine Meinung lesen. Andere Branchen wachsen in den Telekommunikationsdienstleistungsmarkt rein. Es verwischt alles. Eine klare Abgrenzung der Branchen ist nicht möglich. Damit herrscht eigentlich unendlich viel Konkurrenz und die Trends ändern sich so schnell das eine präzise Prognose für 2 - 3 Jahre nicht annähernd vernünftig möglich ist. Das ist doch essentiell bei einer Aktienbewertung.

 

Ich konzentriere mich hier im Forum hauptsächlich auf die Kennzahlen-Analyse da das für viele greifbarer ist und die Beiträge sonst zu zeitaufwendig für mich werden würden. Wo fängt man an wo hört man auf? Und irgendwann würde ich dann auch Geld verlangen... B)

Aber die qualitative Analye ist wichtig. Wer sich mit der internen Analyse schwer tut der darf das ruhig kürzer betrachten. Da ist viel Know-How und Erfahrung gefragt. Aus dem Stand heraus kann hier im Forum mal von mir abgesehen - hoffe ich tue jetzt da niemanden Unrecht - wohl keiner eine SWOT-Analyse für Salzgitter durchführen weil man Kenntnisse vom Stahlmarkt braucht. Und zwar nicht zu knapp. Ich kriege auch oft Anfragen zu bestimmten Aktien ob ich da was zu schreiben kann. Aber bei Technologieaktien kann ich das einfach nicht und ich kann zu dem Markt einfach nix sagen. Erfahrung und Know-How heißt aber nicht dass man dass nur machen soll wenn man selber in der Branche arbeitet. Man kennt da vielleicht diesen berühmten Tunnelblick. Eine leichte SWOT-Analyse kann vor allem im Konsumgüterbereich durchgeführt werden. Ich verweise hier z.B. beispielhaft nur kurz auf den Arcandor-Thread wo ich ganz kurs das Thema angerissen habe. Sowas ist qualitative Analyse. Man muss dann selber für sich feststellen wie man die Punkte ratet und ob das Unternehmen auf die Veränderungen im Markt gut oder schlecht vorbereitet ist.

 

Ziel bei der externen Analyse ist es die Chancen zu erkennen und zu nutzen und Risiken zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten und ggf. in Stärken umzuwandeln.

 

Rückfragen zum Thema qualitative Analyse gerne. Aber wenn möglich vielleicht auch über diesen Thread wenn es konkrete Fragen sind damit ich das nicht wieder 4 oder 5 x per PN schicken muss. Kleine Fragen oder Fragen zu meiner persönlichen Einschätzung für eine bestimmte Branche würde ich dann eher über PN machen da dieser Thread nicht in eine Grundsatzdiskussion zerbrechen soll. Die Qualität in diesem Thread finde ich bisher sehr gut und ist noch nicht zu der häufig zu beobachtenden Abschweifung gekommen.

 

Viele Grüße

 

W.Hynes

 

Wenn ich meine erste Million gemacht habe, gebe ich dir einen ganz dicken Teil ab ;) Vielen Dank für die tollen Beiträge!

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Reigning Lorelai
Posted · Edited by waynehynes
Wenn ich meine erste Million gemacht habe, gebe ich dir einen ganz dicken Teil ab ;) Vielen Dank für die tollen Beiträge!

spende es lieber zugunsten krebskranker Kinder in BRD oder USA...

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Drella
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toller beitrag wayne!

habe leider im moment selber wenig zeit: job, abi, frauen,... aber werde mich mit beschäftigen und hoffentlich bald wieder mehr posten können.

 

catch ya

 

profi

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