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nagualml

Der Blickwinkel der Großanleger

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nagualml
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Ich möchte mal folgende Frage in den Raum stellen: Häufig wird im Börsengeschäft von "denen dahinter", "den Großen", "den starken Händen", "Machern" usw. geredet, und gemeint sind diejenigen, die mit wesentlich größerem Kapital in Aktien investiert sind, die durch Second Level-Daten usw. mehr Einblick in die gerade aktuelle Handelssituation haben, die als erste relevante Neuigkeiten erfahren, usw.; und die natürlich nichts anderes im Sinn haben, unschuldige Kleinanlegen nach Strich und Faden auszunehmen, und zwar langfristig und möglichst gründlich, um ihren eigenen Reichtum ohne Rücksicht auf andere maximal zu vermehren.

 

Die Frage, ob es diese Leute wirklich gibt, läuft bei präziserer Stellung der Frage darauf hinaus, ob diese Leute wirklich schneller und besser an Informationen herankommen, sowohl an Fundamentaldaten wie auch an chart- und tradingrelevante Informationen, in welchem Maße ihnen solche Informationen entscheidende Vorteile einbringen, und vor allem, wie groß der Vorteil des wesentlich größeren Kapitaleinsatzes wirklich ist.

 

Wie viele Leute sind z.B. so stark in bestimmten Unternehmen investiert, so dass sie bewußt oder in mehr oder weniger stillschweigender Absprache durch ihre Handelsaktivitäten den Kurs von Aktien in gewissem Maße bewußt beeinflussen können?

 

Und mal angenommen, es gibt (je nach Unternehmen) solche Leute, und die Gruppe solcher Investoren ist so klein, dass quasi Absprachen möglich sind (oder sie können sowieso erahnen wie die Interessen der anderen Aussehen und deren Verhalten daher sehr gut einschätzen), wie verhalten sie sich dann, und wodurch wird ihr Verhalten beeinflußt?

 

Mir geht es darum, dass solche Fragen dafür wichtig sein können, warum es z.B. zu solchen Phänomen wie dem Abfischen kurz unter oder über Widerständen kommt, bei denen man den Eindruck hat, dass dort schlaue und gemeine Leute hinterstecken, die einem die besten Handelsstrategien versauen.

 

Ich halte es jedoch für genauso gut möglich, dass es diese scheinbar bewußte Steuerung der Kurse nicht gibt, sondern dass die auch Effekte bestimmter Handelsstrategien von Tradern sind, und dass dort keine personifizierte Intelligenz hintersteckt. Ich glaube z.B., dass es viele Daytrader gibt, die sich bei ihren Aktivitäten fast nur nach dem Intradaychart richten, oder irgendwelche Randompattern fahren, und dadurch wird in häufigen Fällen um einen bestimmten Kurs herum alles abgegrast, was dort noch handelswillig ist, und dazu gehören auch z.B. die Stops nach Widerständen.

 

Was die Großanleger und die bewußte Beeinflussung der Kurse betrifft, finde ich es interessant, sich einmal in so eine Perspektive hineinzuversetzen. Welche Folgen hat es, so viele Aktien kaufen und verkaufen zu können, dass der Kurs dadurch steigt oder sinkt? Und dass man durch seine Handelsaktivitäten nur in recht geringem Maße Gewinne machen kann (rein prozentual gesehen), z.B. weil der Versuch bei +5% zu verkaufen, den Kurs so sehr drücken würde, dass die letzen Aktien nur noch mit Minus verkauft werden könnten.

 

Wie schätzt Ihr diese Sache ein?

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