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Shallysa

Hypothekenpfandbriefe

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Torman
wie kann der Privatanleger (kleinanleger) pfandbriefe kaufen? sind die dinger überhaupt in kleiner stückelung zu bekommen? ist der direkthandel kostengünstiger als die börse? kann man sich die briefe bei emission kostenlos (ohne ordergbühren?) ins depot legen lassen?

 

es gibt ja nur wenige pfandbriefe die bei gebügend großer liquidität gehandelt wrden (jumbos). und da lohnt sich wegen der ordergebühren der renditevorsprung zu ähnlichen anleihen nicht mehr.

 

Pfandbrief haben in der Regel eine Stückelung von 1000 oder 50000. Als Kleinanleger bis du also ab etwa 1000 Euro dabei. Die Auswahl ist auch bei 1000er Stückelung nicht so schlecht. Die Anleihensuche der Börse Stuttgart findet auf Anhieb 255 Pfandbriefe. Wie hoch die Ordergebühren sind, hängt von deiner Bank ab. Ob bei Neuemissionen Gebühren anfallen, sollte sich auch bei deiner Bank klären lassen. Allerdings befürchte ich, dass es kaum eine Neuemission für Kleinanleger gibt, wenn ist die Auswahl sehr beschränkt. Im Direkthandel hat wohl auch niemand etwas zu verschenken.

 

Der Spread zu Bundesanleihen ist zur Zeit über alle Laufzeiten >50BP. Wenn du also z.B. 0,5% Ordergebühren hast, so lohnen sich Pfandbriefe gegenüber Staatsanleihen bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, also praktisch alle. Wegen der Liquidität solltest du dir als Kleinanleger kaum Gedanken machen. Wenn du die Anleihe kaufen kannst, so reicht die Liquidität aus. Größere Geld-Brief-Spreads sind nur bei einer Trading-Position ein Hindernis. Dann kommen aber auch noch einmal Ordergebühren beim Verkauf hinzu.

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supertobs
· bearbeitet von supertobs
Der Spread zu Bundesanleihen ist zur Zeit über alle Laufzeiten >50BP. Wenn du also z.B. 0,5% Ordergebühren hast, so lohnen sich Pfandbriefe gegenüber Staatsanleihen bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, also praktisch alle. Wegen der Liquidität solltest du dir als Kleinanleger kaum Gedanken machen. Wenn du die Anleihe kaufen kannst, so reicht die Liquidität aus. Größere Geld-Brief-Spreads sind nur bei einer Trading-Position ein Hindernis.

 

Ich habe bisher meine Risikoklasse 1 in 50% EuroMTS Global und 50% Euro-Pfandbriefe unterteilt. Wenn die Liquidität bei Pfandbriefen kein Problem ist (habe bisher noch nicht verkaufen müssen), stellt sich mir die Frage, ob man die normalen Euro-Staatsanleihen nicht auch durch Pfandbriefe ersetzen sollte. Diversifiziert ist man ja im ETF schon genug. Was denkst Du? Oder man tauscht lieber die normalen Euro-Staatsanleihen gegen inflationsindexierte Anleihen aus.

 

Pfandbriefe zu Euro-Staatsanleihen habe eine Korrelation von 0,97, wobei der leichte Vorteil von bei Staatsanleihen liegt: 0,01 bis 0,03 negativer zum Rest korreliert.

 

Größere Geld-Brief-Spreads sind nur bei einer Trading-Position ein Hindernis.

 

Den Satz verstehe ich nicht so recht.

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Sapine
Ich habe bisher meine Risikoklasse 1 in 50% EuroMTS Global und 50% Euro-Pfandbriefe unterteilt. Wenn die Liquidität bei Pfandbriefen kein Problem ist (habe bisher noch nicht verkaufen müssen), stellt sich mir die Frage, ob man die normalen Euro-Staatsanleihen nicht auch durch Pfandbriefe ersetzen sollte. Diversifiziert ist man ja im ETF schon genug. Was denkst Du? Oder man tauscht lieber die normalen Euro-Staatsanleihen gegen inflationsindexierte Anleihen aus.
Größere Geld-Brief-Spreads sind nur bei einer Trading-Position ein Hindernis.

Den Satz verstehe ich nicht so recht.

Für mich gibt es keinen Grund die Mehrrendite von Jumbopfandbriefen gegenüber Staatsanleihen auszuschlagen, solange Du eine klassische Anleihe haben willst. Inflationsindexierte Anleihen sind generell ein ganz anderes Instrument. Hast Du da eigentlich auch Korrelationswerte zu Aktien?

 

Zur zweiten Frage. Du hast bei Pfandbriefen wegen der kleineren Liquidität in der Regel einen größeren Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Sofern Du nur einmal kaufst und bis zur Endfälligkeit hältst wirkt sich der Spread nur einmal negativ auf die Performance aus. Wenn Du damit allerdings traden willst sind Pfandbriefe ungeeignet, da der Spread dann mehrfach zum Tragen kommt. Da sind dann die liquideren Staatsanleihen mit kleinerem Spread die bessere Wahl.

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Fleisch

wo holt ihr eure korrelationsdaten eigentlich her ?

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Torman
Ich habe bisher meine Risikoklasse 1 in 50% EuroMTS Global und 50% Euro-Pfandbriefe unterteilt. Wenn die Liquidität bei Pfandbriefen kein Problem ist (habe bisher noch nicht verkaufen müssen), stellt sich mir die Frage, ob man die normalen Euro-Staatsanleihen nicht auch durch Pfandbriefe ersetzen sollte. Diversifiziert ist man ja im ETF schon genug. Was denkst Du? Oder man tauscht lieber die normalen Euro-Staatsanleihen gegen inflationsindexierte Anleihen aus.

 

Euro-Staatsanleihen bieten auch schon einen Zinsaufschlag gegenüber Bunds. Mit Italien und Belgien haben zwei große Emittenten kein AAA-Rating. Insofern liegen die von der Rendite zwischen Bunds und Pfandbriefen. Meine oben gemachten Aussagen bezogen sich auf direkte Anleihenkäufe. Bei ETFs sollte man beachten, dass die regelmäßig umschichten, also alte aber noch nicht fällige Anleihen gegen Neuemissionen austauschen. Dadurch entstehen Transaktionskosten und die sind bei Bunds wieder am niedrigsten, sodass je nach Umschlag im ETF eventuell sogar Bunds am Ende am besten abschneiden. Die TER ist natürlich auch zu beachten.

 

Inflationsindexierte Anleihen sind schon fast eine eigene Assetklasse. Ich persönlich halte nicht so viel davon. Aber du bist, wenn ich es richtig verstehe, an einer möglichst großen Diversifikation deines Depots interessiert. Unter diesem Aspekt kann es durchaus Sinn machen die mit rein zu nehmen.

 

Den Satz verstehe ich nicht so recht.

 

Sapine hat das super erklärt. :thumbsup:

 

Auch die etwas höhere negative Korrelation spricht für Bundesanleihen als Handelsbestand. Krachts am Aktienmarkt, so profitieren die Bunds am meisten davon. Wenn man dann ein paar billige Aktien einsammeln will, verkauft man am besten Bunds.

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supertobs
· bearbeitet von supertobs
wo holt ihr eure korrelationsdaten eigentlich her ?

 

Handgemacht: https://www.wertpapier-forum.de/index.php?s...st&p=312443 (aktualisiere ich gerade)

 

Inflationsindexierte Anleihen sind generell ein ganz anderes Instrument. Hast Du da eigentlich auch Korrelationswerte zu Aktien?

 

Habe Daten gefunden, bin noch am einbasteln in mein Tool.

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supertobs
· bearbeitet von supertobs

So, jetzt habe ich das auch eingepflegt. Hier sind die aktuellen Korrelationsdaten:

 

post-7927-1215021844_thumb.jpg

 

Inflationsindexierte Anleihen sind schwächer negativ zu den Aktien korreliert und nur 0,81 zu den Staatsanleihen und nur mit 0,83 zu den Pfandbriefen.

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