Absicherung eines DAX-Portfolios

112 Beiträge in diesem Thema

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wie schaut's eigentlich aus mit austausch von zertis, optionsscheinen oder sowas ?

Warum sollte ich was austauschen? Die Idee war, einmal alles abzusichern und dann zu sehen, wie lange es gut geht.

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Siehst Du den Endlos Bear von der COBA eigentlich immer noch als heimlichen Sieger an? Der Short ETF scheint doch die Vorzüge eines Delta-Hedges mit den Vorteilen der inneren Verzinsung zu verbinden, die sich in volatilen Zeiten auszuzahlen scheinen, auch wenn er leicht übergewichtet ist.

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Siehst Du den Endlos Bear von der COBA eigentlich immer noch als heimlichen Sieger an? Der Short ETF scheint doch die Vorzüge eines Delta-Hedges mit den Vorteilen der inneren Verzinsung zu verbinden, die sich in volatilen Zeiten auszuzahlen scheinen, auch wenn er leicht übergewichtet ist.

 

Der Short-ETF ist sicher eine gute Alternative. Sein Hauptnachteil ist in meinen Augen die hohe Kapitalbindung. Man braucht zur Absicherung der Aktien noch einmal die gleiche Summe. Ich glaube nicht, dass ich soviel dafür binden würde. Die Turbozertifikate schaffen praktisch das Gleiche mit viel weniger Kapitaleinsatz. Deshalb tendiere ich noch immer zum Coba-Zertifikat.

 

Der Delta-Hedge und der Short-ETF sehen nur so gut aus, weil der Markt kräftig gefallen ist. Bei einer Seitwärtsbewegung oder einem leichten Rückgang ständen die Zertifikate wohl besser da. Bei einer bewussten Wette auf einen starken Rückgang könnte man auch einfach von dem selben Geld mehr von den Zertifikaten kaufen und hätte dann einen noch höheren Gewinn. Allerdings gibt es dann auch Verluste wenn der Markt steigt.

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Geschrieben

Die verrückte Kursentwicklung der letzten zwei Wochen hat für ordentlich Bewegung in meinen Musterdepots gesorgt. Durch den kontinuierlichen Rutsch haben vor allem die Trendprofiteure sowie das inzwischen übersicherte Depot kräftig zugelegt. Ich musste die Skalen neu anpassen. Den Vogel abgeschossen hat der Rolling Bear Turbo. Er hat es geschafft das Gesamtdepot am vorletzten Freitag um 37% ins Plus zu treiben. Allerdings gilt bei ihm weiterhin: wie gewonnen so zerronnen. Am 13. und 14.10. hat er wieder den Knock-Out erreicht.

 

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Geschrieben

Ich möchte heute noch ein paar Worte zum von mir in den Depots verwendeten Geldmarktfonds sagen. Das Umfeld für dies Fondsklasse ist derzeit sehr schwierig, da die Anleihemärkte wenig liquide und damit auch willkürlichen Preisschwankungen ausgesetzt sind. Auch der Kurs des FT Accugeld hat zwischenzeitlich nur noch stagniert.

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Ich halte ihn aber weiterhin für einen der besten Geldmarktfonds und ich habe ihn auch in meinem realen Depot. Folgende Punkte sind wichtig:

 

1. Praktisch keine Papiere mit Laufzeit >1 Jahr

 

Das begrenzt das Zinsänderungsrisiko und auch das Bonitätsrisiko. Das sollte eigentlich die Grundeigenschaft eines jeden Geldmarktfonds sein. Leider ist es nicht so.

 

2. Der Anleiheanteil besteht fast nur aus Pfandbriefen

 

Das Ausfallrisiko für diese Papiere ist nahezu Null, da sie selbst im Falle der Insolvenz des Emittenten noch durch Kredite gedeckt sind. Die leichte Panik am Pfandbriefmarkt in den letzten Wochen war wohl Ursache der Kursstagnation des Fonds. Man kann hier aber davon ausgehen, dass der Fonds diese Rückstände wieder aufholt, wie es in den letzten Tagen schon geschehen ist.

 

3. Erheblicher Anteil von Bankeinlagen bei verschiedenen deutschen Banken.

 

Durch die Bankeinlagen bleibt der Fonds handlungsfähig auch bei schwierigen Marktlagen. Er müsste also bei Mittelabflüssen keine Papiere in einem illiquiden Markt mit erheblichen Preisabschlägen verkaufen. Durch das Rettungspaket der Bundesregierung sind Bankeinlagen ähnlich sicher wie Staatsanleihen.

 

Für faule Menschen wie mich, die gern alles in einem Depot haben, ist der Fonds deshalb wohl weiterhin eine gute Wahl für den variablen Cash-Anteil. Ansonsten gibt es mit Tagesgeld, Festgeld oder der Tagesgeldanleihe des Bundes natürlich auch interessante Alternativen.

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Geschrieben · bearbeitet von Torman

Am Anfang diese Versuchs stand die Idee ein abgeltungssteuerfreies Aktiendepot temporär gegen erwartete Aktienverluste abzusichern. Das Jahr neigt sich nun dem Ende entgegen und somit fragen sich viele, ob sie noch in diesem Jahr in den Aktienmarkt einsteigen oder lieber noch etwas tiefere Kurse im nächsten Jahr abwarten sollen. Rentieren würde sich ein Abwarten nur, wenn der Markt noch mindestens um den Prozentsatz der Abgeltungssteuer fällt.

 

Als Alternative habe ich über den Einstieg in diesem Jahr mit einer kompletten Absicherung nachgedacht. Für ein Turbo Put Zertifikat müsste man etwa 20% der Gesamtsumme anlegen und könnte nur noch 80% in Aktien stecken. Zu einem späteren Zeitpunkt würde man dann das Zertifikat verkaufen und auch für dieses Geld Aktien kaufen, die dann aber abgeltungssteuerpflichtig wären. Auch auf den Kursgewinn des Zertifikats wäre Abgeltungssteuer zu zahlen.

 

Ich habe diese Variante mit den beiden anderen Varianten verglichen. Ich habe dabei angenommen, dass 10000 Euro zur Verfügung stehen und sich der Aktienkurs langfristig verdoppelt. Dividenden spielen keine Rolle, da sie immer steuerpflichtig sind. Unterschlagen habe ich mögliche Zinserträge des Zertifikats und bei der Variante "Kauf später". Hierfür wäre eine Festlegung des Zeitpunktes des späteren Kaufs notwendig. Die Rechnung gilt also nur für ein kurzes Abwarten, ansonsten würde die Variante "Kauf später" besser abschneiden. Zu meiner Überraschung kann durch die Absicherung tatsächlich ein besseres Risikoprofil gegenüber der Variante "Kauf später" erreicht werden. Nur wenn der Markt noch einmal 60% oder mehr fällt, ist Abwarten die beste Strategie. Bereits bei einem Rückgang von 10% schlägt die Absicherungsvariante zudem den Komplettkauf. Springt der Markt nach oben, so sind die entgangenen Gewinne auf die in das Zertifikat investierten 20% begrenzt. Schlecht wäre die Absicherungsstrategie, wenn der Markt zunächst um 25% steigt, wodurch die Absicherung verloren geht, und er dann noch einmal stark fällt. Man müsste deshalb den Knock-out so wählen, dass man bei diesem Niveau ohnehin wieder in den Markt eingestiegen wäre.

 

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Korrektur: Ich habe die Berechnung heute noch einmal überprüft. Dabei ist mir aufgefallen, dass sie nicht ganz richtig war. Die Verluste die das Zertifikat verursacht, kann man steuerlich geltend machen und mit anderen Erträgen verrechnen. Deshalb ist der maximal entgangene Gewinn im Absicherungsfall noch etwas kleiner als zunächst von mir berechnet. Als Abgeltungssteuersatz habe ich 27,995% genommen, das Maximum mit Kirchensteuer.

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Geschrieben · bearbeitet von Casablanca

Ich hatte Torman gefragt, wie ich eine Absicherungsstrategie berrechnen kann. Torman hat mir das ausführlich erklärt und vielleicht kann auch der ein oder andere von Euch hier noch etwas lernen.... Dank´geht nochmals an Torman.

 

casablanca

 

Das Zertifikat hat ein Bezugsverhältnis von 100:1. Das heißt mit 100 Stück kann man genau den DAX-Stand in Euro absichern. Schlusskurs heute war rund 4500 Punkte. Also sichern 100 Stück 4500 Euro ab. Daraus kann man eine kleine Formel machen.

 

Stückzahl = Depotwert/DAX-Stand*100

 

Mit den Werten (DAX 4500, Depotwert 10000) ergibt sich dann:

 

10000/4500*100=222

 

Du solltest bei der Sache aber bedenken, dass die Kursgewinne des Zertifikats versteuert werden müssen, sodass nach Steuern ein Verlust entsteht. Eventuell ist ein Verkauf des ETF sinnvoller, insbesondere wenn er noch innerhalb der Spekulationsfrist erfolgt und somit die Verluste steuerlich geltend gemacht werden können.

 

Bei einem Short-ETF der in 2008 gekauft wird gilt weiterhin die alte Regelung. Steuerfrei wenn länger als ein Jahr bzw. persönlicher Einkommenssteuersatz bei Veräußerung innerhalb eines Jahres. Das behindert natürlich den flexiblen Einstieg in den Markt, wenn man erst die Steuerfreiheit abwarten möchte.

 

Bei Zertifikaten gilt dagegen schon das neue Recht. Egal wie lange diese gehalten werden, bei Verkauf ab 2009 ist immer die Abgeltungssteuer zu entrichten. Bei Optionsscheinen sollte es genauso sein. Hier bin ich mir aber nicht sicher.

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Die turbulenten Zeiten nehmen kein Ende. Wie von mir in Aussicht gestellt, haben die Trendprofiteure/Volaleidenden durch die leichte Erholung am Aktienmarkt in den letzten Tagen kräftig Federn gelassen. Der Rolling Turbo Bear ist gar auf den letzten Platz gefallen. Dem Delta Hedge mit der Übersicherung macht die Volatilität dagegen keine Probleme. Für ihn ist fast nur das Niveau des DAX entscheidend.

 

Meine Musterdepots laufen jetzt schon ein halbes Jahr. Da ist es mal wieder Zeit einen Blick auf die Performance zu werfen. Von den stabilen Zertifikaten entwickelt sich das im Dezember auslaufende von der DZ Bank am besten. Dieses Depot hat bisher eine annualisierte Rendite von 3,9%. Das Depot mit dem endlos Zertifikat der Commerzbank schaffte eine annualisierte Rendite von 3,3%. Das Depot mit dem HSBC Zertifikat liegt mit 1,6% deutlicher zurück. Der Geldmarktfonds hat im gleichen Zeitraum eine annualisierte Rendite von 4,0% erreicht. Im Vergleich zu einem Verkauf der Aktien und einer Komplettanlage im Geldmarktfonds kosten die abgesicherten Depots also etwas Geld.

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P.S. Die Farben in der Grafik haben sich leicht geändert, da ich Probleme mit OpenOffice habe. Bei Verlängerung der Datenperiode ändern sich leider die Strichbreiten und Farben.

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Na, war nen Lehman Zertfikat dabei?

 

Ist schon hart einfach aktien zu verkaufen wenn man glaubt sie fallen. Ist natürlich von grundher schon falsch auf solche hellsehrischen Gaben zu hoffen. Aber dann noch "absichern" = 10 fach Gebühren bezahlen fürs neutralisieren der käufe ist schon der Gipfel.

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Na, war nen Lehman Zertfikat dabei?

Wenn du dir die Mühe machen würdest, die Themen bei denen du Beiträge schreibst, auch zu lesen, wüsstest du es.

Ist schon hart einfach aktien zu verkaufen wenn man glaubt sie fallen. Ist natürlich von grundher schon falsch auf solche hellsehrischen Gaben zu hoffen. Aber dann noch "absichern" = 10 fach Gebühren bezahlen fürs neutralisieren der käufe ist schon der Gipfel.

Man kann über den Sinn sicher trefflich streiten. Es gibt eigentlich nur steuerliche Gründe die für so ein Vorgehen sprechen, diese können aber gewichtig sein. Im Übrigen sind die meisten von mir geschriebenen Beiträge für aktive Investoren, da ich selbst so vorgehe. Für passive Langfristinvestoren empfehle ich die Musterdepots von supertobs.

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Geschrieben · bearbeitet von Stichling

Ich lese diesen Thread mit großem Interesse (großes Lob an Torman!) und würde gerne die Absicherungsstrategie mit endlos-Turbo-Bear-Zertifikaten auf ein komplexeres ETF-Depot übertragen. Für Europa habe ich entsprechende Zertifikate auf den EuroStoxx50 gefunden, aber für Emerging Markets bin ich nicht fündig geworden. Habe ich nicht richtig gesucht, oder gibt es nur für wenige Indizes geeignete Short-Zertifikate?

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Näherungsweise könnte man sich mit Short Zertifikaten auf BRIC behelfen.

 

Auf den DAX Global BRIC gibt es solche von ABN un GOS.

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Die zwischenzeitliche Erholung des DAX hat die Schwächen des Short-ETF und des Rolling Bear Turbo gezeigt. Der Short-ETF fiel erstmals erkennbar unter das Niveau der zwei Turbo Zertifikate. Bei weniger heftigen Verlusten am Aktienmarkt als zuletzt gesehen und bei starken Schwankungen dürfte er daher schlechter abschneiden als diese beiden. Der Rolling Bear Turbo hat es sogar geschafft unter das Niveau des unbesicherten Depots zu rutschen. Dieses Zertifikat scheint völlig ungeeignet zu sein. Zum Glück für beide ging es zuletzt wieder nach unten am Aktienmarkt.

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In der letzten Woche zeigte der Trend beim DAX wieder nach unten. Allerdings haben die hohen Schwankungen verhindert, dass der Rolling Bear Turbo davon profitieren konnte. Das Turbo Zertifikat der DZ Bank mit Fälligkeit im Dezember setzt sich weiterhin vom Endlos Turbo Zertifikat der Commerzbank ab.

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Wie schaut es aus mit einem update? :-

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Geschrieben · bearbeitet von Torman

Wie schaut es aus mit einem update? :-

Hier ist es.

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Das Turbo Zertifikat von der DZ Bank legt einen Endspurt hin. In drei Wochen geht es aus dem Handel. Es liegt nun 0,6% vor dem Endlos Turbo der Commerzbank. Was mich etwas verwirrt, sind die unterschiedlichen Daten für das Zertifikat bzw. den Optionsschein, die nun auslaufen.

letzter Börsentag: 17.12. bzw. 12.12.

letzter Bewertungstag: 18.12. bzw. 17.12.

Auszahlungstag: 30.12. bzw 29.12.

Erleidet man hier einen Zinsverlust, wenn man die Teile nicht rechtzeitig verkauft? Eigentlich sollte der letzte Börsenkurs einen Zinsabschlag auf den Auszahlungsbetrag aufweisen. Allerdings liegt der letzte Bewertungstag, der wohl für die Auszahlung maßgeblich ist noch nach dem letzten Börsenhandelstag, weshalb sich der Preis noch einmal ändern kann.

 

Für diese Absicherungsübung ist eine Auszahlung aber ungeeignet, da ab dem letztem Bewertungstag keine Absicherung mehr besteht. Wenn man diese fortführen will, so müsste man die auslaufenden Scheine verkaufen und gleichzeitig neue kaufen. Da man nach dem Kursrutsch am Aktienmarkt nun Papiere mit niedrigeren Schwellwerten kaufen könnte, würde sogar noch ein erheblicher Teil des Geldes frei werden für andere Investitionen. Das Problem ist eher das gleichzeitige Kaufen und Verkaufen. Gibt es Banken, die so etwas anbieten, also eine zeitgesteuerte Orderausführung? Man würde dann bei beiden Orders einfach die gleiche Uhrzeit angeben.

 

Um die Schwankungen beim Short-ETF zu verringern, müsste man eigentlich ein Teil davon verkaufen. Durch die Marktentwicklung ist das Volumen des Short-ETF inzwischen doppelt so hoch wie das des DAX-ETF im Depot. Es besteht hier also keine 1:1 Beziehung mehr, sondern eine von 2:1. Deshalb schwank dieses Depot so stark mit dem Markt.

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Geschrieben · bearbeitet von Bärenbulle

Hallo Torman,

 

bin gerade erst auf Deinen Thread gestoßen und habe ihn sogleich fasziniert gelesen :w00t: . Ich will wegen Abgeltungssteuer bis zum Jahresende ca. 70 T bis 100 T langfristig in Aktien-ETFs anlegen. Ich bin von den Vorteilen sehr überzeugt, zumal der Bundestag ja kürzlich entschieden hat, dass vor 2009 bei swappenden ETFs sogar Zinsen/Dividenden steuerfrei sein werden. Trotzdem mache ich mir wegen etwaiger Volatilität/Kursstürze im ersten Halbjahr 2009 ernsthafte Sorgen. Die Vorteile des Risikoprofils, welches Du in Beitrag 56 in diesem Thread schilderst, scheint mir hervorragend geeignet, um das Depot ca. 6-12 Monate lang gegen diese Risiken abzusichern. Allerdings bin ich nicht ganz sicher wie sich der fehlende Anlagebetrag für die Put-Optionen auf lange Sicht z.B. 20 Jahre auswirkt.

 

Leider habe ich keine fundierte Erfahrung mit Put Optionen / Zertifikaten. Falls Du mal Langeweile hast, könntest Du mir mal einen Tip geben wie Du ein solches Depot (siehe 1.-ten Link in meiner Signatur) absichern würdest :- . Besonders interessieren würde mich in dem Zusammenhang, welche Puts Du zur Absicherung eines weltweiten Depots empfehlen würdest.

 

Beste Grüße

Bärenbulle

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Geschrieben

Allerdings bin ich nicht ganz sicher wie sich der fehlende Anlagebetrag für die Put-Optionen auf lange Sicht z.B. 20 Jahre auswirkt.

Die Zeit spielt bei meiner Rechnung keine Rolle, entscheidend ist lediglich die Annahme einer Verdoppelung der Aktienkurse. Allerdings habe ich angenommen, dass die Dividenden ausgeschüttet werden und versteuert. Das ist bei deinen ETFs nicht der Fall. Durch die Thesaurierung kann das Ergebnis bei sehr langen Zeiträumen tatsächlich anders aussehen.

Falls Du mal Langeweile hast, könntest Du mir mal einen Tip geben wie Du ein solches Depot (siehe 1.-ten Link in meiner Signatur) absichern würdest :- . Besonders interessieren würde mich in dem Zusammenhang, welche Puts Du zur Absicherung eines weltweiten Depots empfehlen würdest.

So ein bunt gemischtes Depot kann man nicht 100%ig absichern. Es gibt nur für die großen, sehr liquiden Indizes Absicherungsinstrumente. Ich würde das Depot überschlagsweise in USA, Europa und Japan zerlegen und dann diese drei Regionen absichern. Bei Aktienindizes in Fremdwährung bleibt zudem noch das Wechselkursrisiko, das man noch separat absichern müsste. Ich würde es aber nicht übertreiben. Wichtig ist doch, dass man sich vor großen Verlusten schützt. Zur Not tut es deshalb auch ein Put auf den Eurostoxx 50 für das ganze Depot. Die Krise ist schließlich global.

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So langsam wird es ernst mit der Abgeltungssteuer. Ich bin noch immer nicht entschlossen, ob ich deshalb in diesem Jahr noch Aktien kaufen soll. Aktuell habe ich eine Aktienquote von nahezu 0%. Unter normalen Umständen würde ich jetzt mit der Aufstockung der Aktienquote beginnen. Die Staatsanleiherenditen sind schon sehr weit gesunken und auch bei den Leitzinsen ist der größere Teil des Weges nach unten schon zurückgelegt. Allerdings hilft dies alles wenig, solange der Bankensektor die Kreditvergabe weitgehend eingestellt hat. Ich rechnen deshalb damit, dass wir im Euroraum Leitzinsen unter 2% bekommen und diese dort auch über längere Zeit bleiben. In dieser Phase der Kreditklemme dürfte es am Aktienmarkt noch weiter nach unten gehen. Ob es nochmal -10% oder -50% werden, kann ich nicht abschätzen.

 

Um für eine kurzfristigen Einstieg vorbereitet zu sein, habe ich meinen Barbestand zuletzt auf 30% vergrößert. Der Rest ist in Anleihen investiert. Da diese eine sehr hohe Verzinsung bieten, will ich derzeit keine weiteren Anleihen verkaufen. Eine mögliche Option ist, mit etwa 20% in Aktien zu gehen und diese mit weiteren 5% des Kapital komplett oder fast komplett abzusichern. Dann würden noch 5% Cash bleiben. Ich tendiere dazu einfach einen EuroStoxx 50 ETF zu kaufen, da es für diesen Index sehr viele Turbo Puts gibt. Zudem werde ich später eher breite Indizes wie den Stoxx 600 kaufen. So habe ich im Depot eine klare Trennung des abgeltungssteuerfreien Bestands.

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So langsam wird es ernst mit der Abgeltungssteuer. Ich bin noch immer nicht entschlossen, ob ich deshalb in diesem Jahr noch Aktien kaufen soll. Aktuell habe ich eine Aktienquote von nahezu 0%. Unter normalen Umständen würde ich jetzt mit der Aufstockung der Aktienquote beginnen. Die Staatsanleiherenditen sind schon sehr weit gesunken und auch bei den Leitzinsen ist der größere Teil des Weges nach unten schon zurückgelegt. Allerdings hilft dies alles wenig, solange der Bankensektor die Kreditvergabe weitgehend eingestellt hat. Ich rechnen deshalb damit, dass wir im Euroraum Leitzinsen unter 2% bekommen und diese dort auch über längere Zeit bleiben. In dieser Phase der Kreditklemme dürfte es am Aktienmarkt noch weiter nach unten gehen. Ob es nochmal -10% oder -50% werden, kann ich nicht abschätzen.

 

So schlimm ist es nicht ganz:

Dass die Banken ihre Kreditvergabe bisher allgemein stark eingeschränkt hätten, kann die Bundesbank nicht erkennen. Das Münchner Ifo-Institut warnte aber am Freitag vor einer gefährlichen Kreditverknappung für die deutschen Unternehmen. Eine Umfrage unter rund 4000 Betrieben habe ergeben, dass die Banken seit August deutlich zurückhaltender Darlehen gewährten, sagte Hans-Werner Sinn, der Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts, am Freitag. Im November habe mehr als jedes dritte Unternehmen die Kreditvergabe seiner Banken als restriktiv bezeichnet. Normalerweise sei nur für etwa jedes vierte Unternehmen mit einer solchen Einschätzung zu rechnen, sagte Sinn. „Eine Kreditklemme würde ich es bisher noch nicht nennen, aber die Kredithürde wird höher.“

 

Ohne Zweifel haben sich die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen seit Mitte 2008 drastisch verschärft. Das hat zu einer Verlangsamung des Kreditwachstums geführt. Allerdings zeigen die jüngsten vorliegenden monetären Statistiken der Europäischen Zentralbank noch keinen Einbruch des Kreditwachstums: Die Kredite an den privaten Sektor stiegen im Oktober um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat, nach 0,5 Prozent im September. Die Kreditvergabe an Unternehmen nahm zuletzt mit einer Jahresrate von 11,9 Prozent zu. „Das ist positiv, dass das Kreditvolumen noch wächst“, sagte der Ökonom Volker Wieland von der Universität Frankfurt. „Es kann sein, dass bislang noch Unternehmen bereits vorher vereinbarte Kreditlinien abrufen, aber für Neukredite das Angebot schon sehr viel knapper wird.“

http://www.faz.net/s/Rub050436A85B3A4C6481...n~Scontent.html

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So schlimm ist es nicht ganz:

 

Als Insider kann ich schon sagen, dass nicht mehr viel läuft. Die Statistik hinkt immer etwas hinterher. Vereinzelt gibt es schon noch Neugeschäft, aber das ausgewiesenen Kreditwachstum geht wohl überwiegend auf das Ziehen von alten Kreditlinien zurück. Dagegen können die Banken nichts tun. Dafür wird im Bestand jede Klausel genutzt, um eventuell vorzeitig aus einem Kredit aussteigen zu können oder höhere Konditionen auszuhandeln. Wenn Banken selbst bis zu 9% auf neu begebene Anleihen zahlen müssen, wird klar wie die Konditionen für die Kunden aussehen. Der Kapitalmarkt ist nur für wenige, sehr große Unternehmen eine Alternative und auch nicht billig.

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Der Eurostoxx 50 wär mir persönlich zu Banken- und Versicherungslastig. Der 600'er hat mehr defensivere Titel wie Pharma u.ä. drin.

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Der Eurostoxx 50 wär mir persönlich zu Banken- und Versicherungslastig. Der 600'er hat mehr defensivere Titel wie Pharma u.ä. drin.

Dachte ich auch, aber so groß ist der Unterschied nicht mehr. Das liegt wohl an den Kursverlusten. Banken 16% zu 14%, Versicherungen 9% zu 6%. Größter Unterschied ist tatsächlich der Bereich Pharma.

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In der letzten Woche hat es den Rolling Bear Turbo wieder richtig erwischt. Während die anderen Scheine am 4.12. nur minimal tiefer schlossen (DAX Endstand nur leicht im Plus), hat er durch den Anstieg des DAX im Verlauf des Tages die Knock-Out-Schwelle erreicht. Daraus ergab sich ein Tagesrückgang um 30% bei diesem Zertifikat und das Depot ist unter das unbesicherte Basisdepot gerutscht. Absicherung sieht anders aus.

 

Zu den Optionsscheinen habe ich schon lange nichts mehr geschrieben. Beide naiven Depots sind inzwischen sehr stabil. Meine Idee am Anfang war also nicht ganz verkehrt. Der Verlust ist auf den Zeitwert der Optionsscheine beschränkt. Zudem bindet diese Variante das wenigste Kapital und es gibt keine Knock-out-Schwelle wie bei den Turbo-Zertifikaten. Damit könnte man deshalb auch in Ruhe in den Urlaub fahren. Was mir nicht ganz klar ist, wie hätten die Optionsscheine bei einem steigenden Markt abgeschnitten? Wenn die Optionsscheine aus dem Geld kommen, steigt doch der Zeitwert an oder? Ganz am Anfang des Test konnte das ansatzweise beobachtet werden. Allerdings tickt die Zeit immer gegen die Optionsscheine, weshalb sie auch dann nur für relativ kurze Phasen geeignet wären.

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Geschrieben · bearbeitet von Torman

In dieser Woche habe ich mich genauer mit den von mir präferierten Turbo-Put Zertifikaten beschäftigt. Die bislang hier verwendete Darstellung der Depots enthielt bei diesen jeweils einen erheblichen Anteil Geldmarktfonds, um eine Chancengleichheit mit den anderen Instrumenten herzustellen. Ich habe nun eine andere Darstellung gewählt, nur den DAX-ETF zusammen mit dem jeweiligen Zertifikat. Dadurch wird deutlich, wie hoch die interne Verzinsung tatsächlich ausfällt. Im Endeffekt würde sich so auch ein Realdepot entwickeln.

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Dabei fällt auf, dass das Zertifikat von HSBC praktisch keine Verzinsung bietet. Die anderen weisen tatsächlich eine positive Verzinsung auf. Allerdings verläuft diese nicht kontinuierlich. Das Zertifikat von der DZ Bank hat in den ersten zwei Monaten keine Verzinsung erbracht, dann einen sehr starken Aufwärtstrend eingeschlagen und in den letzten zwei Wochen wieder stagniert. Beim Zertifikat der Commerzbank war der Verlauf anders. Zunächst war ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen, während in den letzten zwei Monaten nichts mehr passierte. Die Preisung der Zertifikate scheint also keineswegs konstant zu sein. :blink: Immerhin macht man keine Verluste.

 

Mit diesen Erkenntnissen habe ich nun die Verkaufsprospekte studiert. Tatsächlich ergibt sich aus dem HSBC Prospekt, dass dieses Zertifikat keinerlei Verzinsung aufweist. Der Wert bestimmt sich einfach als Differenz zum DAX-Stand von 10000 Punkten.

Bei der Commerzbank wird der 1-Monats EURIBOR als Referenzzinssatz angegeben. Von diesem wird aber noch ein Bereinigungsfaktor abgezogen. Man könnte das auch als Gewinnmarge bezeichnen. Den Faktor kann die Bank nach billigen Ermessen (§315 BGB) festlegen. Eine konkrete Angabe habe ich nicht gefunden. Lediglich den Hinweis, dass zum Ausgabedatum die Verzinsung 1,9% beträgt. Damals lag der 1-Monats-EURIBOR bei 4,1%. Das wäre dann eine Marge von 2,2%.

Bei der DZ Bank wird nichts angegeben, was wohl damit zusammenhängt, dass es hier eine Laufzeitbegrenzung gibt. Die Börsenkurse enthalten dann wohl einen gewissen Abzinsungsfaktor. Es gibt hier schließlich nur einen Ausübungstag am Ende der Laufzeit.

Aber welche Ausübungstage gibt es bei den endlos Zertifikaten? Wenn diese nur sehr selten wären, könnte der Emittent die Verschlechterung seiner eigenen Bonität als Abschlag auf den Kurs einpreisen. Bei beiden Zertifikaten ist eine Ausübung jeweils einmal pro Quartal möglich. Damit kann man leben.

 

Da die Konditionen doch recht unterschiedlich sind, habe ich mich noch bei anderen Banken umgesehen und verglichen bei welchem Wert die Depots mit anderen Zertifikaten heute stehen würden (in absteigender Reihenfolge)

 

DZ Bank (feste Laufzeit) DZ0D3W 101,59%

Dresdner Bank (ohne SL) DR0U6Z 101,33%

Dresdner Bank DR0U8K 101,06%

HSBC Trinkhaus TB09Q7 100,94% (14.12.)

Societe Generale SG0NHD 100,75%

Deutsche Bank DB36R1 100,66%

Commerzbank CB6ETU 100,55%

BNP Paribas BN1DFX 100,49%

Citi Group CG75CE 100,32% (14.12.)

Sal. Oppenheim SEL4B7 100,18% (14.12.)

ABN Amro AA0SZ6 99,92% (14.12.)

Goldman Sachs GS6MCT 99,58% (14.12.)

 

Die deutsche Bank gibt den EONIA als Referenzzins an und als Orientierung für den Bereinigungsfaktor 1,75%. Die Dresdner Bank nimmt ebenfalls den EONIA und einen Bereinigungsfaktor von 1,5%. Beide behalten sich aber auch vor diesen Faktor nach billigem Ermessen anzupassen. Bei den beiden Franzosen hatte ich dann keine lust mehr, mich durch die Bedingungen zu graben. Der Prospekt der Deutschen Bank war wirklich eine Qual. :'( Nach dieser zufälligen Stichprobe scheint die Dresdner Bank die besten Konditionen bei den endlos Zertifikaten zu haben. Ob die Reihenfolge für andere Zertifikate genauso aussehen würde, wage ich aber zu bezweifeln. Kein Anbieter bietet echte Kostentransparenz. Die Dresdner Bank fällt aber auch deshalb aus dem Rahmen, weil sie als einziger dieser Anbieter Zertifikate ohne SL hat (Basispreis und Knock-Out sind identisch). Ein SL, der einem nur ein paar Cent bringt hilft nichts und außerdem will ich hier ja bewusst hebeln.

 

Ergänzung 14.12.: Ich habe noch weitere Zertifikate von anderen Anbieter hinzugefügt. Das von GS hat am schlechtesten abgeschnitten. Auf der Internetseite wird die Marge (Finanzierungsspread) mit saftigen 3,25% angegeben. Der Anbieter räumt sich ähnlich wie ABN die Möglichkeit ein, diese bis auf 4% zu erhöhen. Bei den anderen tappt man diesbezüglich im Dunkeln. Das recht gut performende Zertifikat von HSBC hat mit einer Kostenquote von 1,5% auch auf dem Papier relativ günstige Bedingungen. Es lohnt sich also die einzelnen Prospekte zu studieren.

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