Absicherung eines DAX-Portfolios

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Auch 2010 ist dieses Thema interessant, natürlich ist es ein riesiger

Unterschied, ob man sicher erwartete Verluste vermeiden will (Spekulation)

oder sein Depot absichern will (There's leider no free lunch).

 

Für letzteres wäre ein Ansatz, eine praxisorientierte Vorgabe zu machen:

 

Wieviel Prozent des Kapitals will ich jährlich als Versicherungsprämie opfern?

Was kann ich damit erreichen?

 

Oder andersherum:

Was will ich mit der Absicherung genau erreichen? Beispiel: Innerhalb eines

festgesetzten Zeitraumes oder zu einem bestimmten Termin sollen Kursverluste

meines Aktienanteils unter 3/4 des Startwertes ausgeglichen werden.

Was kostet das?

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Wie schon im Trading-Thread geschrieben: es ist mal wieder soweit. Die Konjunktur flaut ab und die strukturellen Probleme sind groß genug, um eine kräftige Baisse auszulösen. Trotzdem ist nichts los in dem Thread?

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Wie schon im Trading-Thread geschrieben: es ist mal wieder soweit. Die Konjunktur flaut ab und die strukturellen Probleme sind groß genug, um eine kräftige Baisse auszulösen. Trotzdem ist nichts los in dem Thread?

 

Angenommen es kommt jetzt eine kräftige Baisse - dann stellt sich mir die Frage, ob es hinterher wieder so schön aufwärts gehen wird wie 2009 oder eben dann ganz anders. Du hast selbst im Trading-Thread erwähnt, dass dann die USA wohl nicht mehr die Leading- Macht sein wird.

Mit diesen Gedanken ist es ja fraglich, ob man überhaupt absichern sollte oder doch lieber rausgehen? Aber was dann tun mit dem Geld?

Ich bin da ganz ratlos.

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Ich beiße die Zähne zusammen, bleibe drin und kaufe nach. Es wird mMn keine Rezession geben (auch nicht 2012), ohne einen externen Impuls wie z.B. einer Italienpleite. Bleibt ein solcher schwarzer Schwan aus, dann war das alles rückblickend alles nur "Noise".

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Angenommen es kommt jetzt eine kräftige Baisse - dann stellt sich mir die Frage, ob es hinterher wieder so schön aufwärts gehen wird wie 2009 oder eben dann ganz anders.

 

Ist das Pulver des QE durch die Staatsverschuldungsproblematiken nicht mittlerweile verschossen? Kann mir nicht vorstellen, dass die Aufwärtsbewegung wieder so steil wie in 2009 erfolgen wird.

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Angenommen es kommt jetzt eine kräftige Baisse - dann stellt sich mir die Frage, ob es hinterher wieder so schön aufwärts gehen wird wie 2009 oder eben dann ganz anders. Du hast selbst im Trading-Thread erwähnt, dass dann die USA wohl nicht mehr die Leading- Macht sein wird.

 

Und wenn die USA nicht mehr führt, geht die Welt unter? Ich fände es sogar gut, wenn die Welt sich mehr diversifizieren würde und nicht mehr nur gebannt nach NY schauen. Das, was die USA an Boden abgeben, werden andere übernehmen, insofern die nicht wegen ihrer Dollar-Engagements mit runtergerissen werden.

 

Mit diesen Gedanken ist es ja fraglich, ob man überhaupt absichern sollte oder doch lieber rausgehen? Aber was dann tun mit dem Geld?

Ich bin da ganz ratlos.

 

Danach geht's auch wieder hoch und viele Unternehmen werden auch in der Krise weiter Geld verdienen. Den Kurs muß das natürlich nicht interessieren.

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Und wenn die USA nicht mehr führt, geht die Welt unter?

...

Nein, natürlich geht die Welt nicht unter. Aber wenn sich die Welt neu sortiert, will man vielleicht auch sein Depot neu sortieren :huh: . Dahin zielte meine Bemerkung. Wie gesagt, unter der Voraussetzung, es kommt eine ausgiebige Baisse. Ich selbst bin (noch) gar nicht so negativ drauf.

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Nein, natürlich geht die Welt nicht unter. Aber wenn sich die Welt neu sortiert, will man vielleicht auch sein Depot neu sortieren :huh: . Dahin zielte meine Bemerkung. Wie gesagt, unter der Voraussetzung, es kommt eine ausgiebige Baisse. Ich selbst bin (noch) gar nicht so negativ drauf.

Ohne Verwerfungen wird das auch nicht vonstatten gehen, aber wenn man nicht gerade amerikanische Konsumaktien oder Autobauer im Depot hat, muß man sich nicht groß umorientieren. Aber wer hat die schon? So furchtbar viel fällt mir nicht ein, was ich an US-Firmen im Depot haben wollen würde. Das geht da doch schon seit Jahren den Bach runter.

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Nun, ich bin sehr schlicht in Indizes investiert, sowohl in US-Indizes mit meinem US-Konto als auch Euro-Indizes mit meinem hiesigen Konto.

Ich stelle mir schon die Frage, ob das noch Zukunft hat, falls (!) es zu einer Baisse kommt.

Dabei denke ich z.B. an Japan - da wäre es 1990 auch besser gewesen, die Anlagen einfach zu verkaufen und das Land aktienmäßig zu meiden.

 

(Die Frage war ja, ob man sein Depot absichern sollte - und meine Rückfrage war, ob man dann nicht lieber gleich verkaufen solle.)

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(Die Frage war ja, ob man sein Depot absichern sollte - und meine Rückfrage war, ob man dann nicht lieber gleich verkaufen solle.)

Nimmt sich ja eigentlich nicht viel. Absicherung hat den Vorteil, daß man die abgeltungssteuerfreien Positionen halten kann und evtl. sogar noch ein paar Gewinne für die Verlustverrechnung macht.

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Posted · Edited by edi1s

"Jetzt, wo du ein wenige Zeit hast verstreichen lassen, kannst du die Effekte schön sehen."

 

ja so ist es , und damit soll es jedem klar sein: es gibt keine lohnende Absicherung eines Depots für Privatanleger.

Das was die meisten nicht wissen , es ist schon ein Mittelmaß wenn ein short aufs Jahr gerechnet mindestens 70% des Wertes nur als Übernacht Niveao Anpassung verliert.

Bei Scheinen mit einem Zeitwert ist es noch schlimmer. Da passen die emmis Zeit-Wert völlig willkürlich an. Gewinnen und absichern kann man mit normalen Produkten für Otto normal nicht. Da müsste man schnell und offensiv agieren. Das ist aber nicht Sinn des ganzen.

Der Gedanke ist: absichern und ruhig schlafen, Das klappt aber nur wenn unmittelbar nach der Absicherung zu einem heftigen Kursrutsch käme.

Das ist aber eine eher Glücksache und nicht überdachte geplante Absicherung.

Ein Beispiel ETF 2fach short A0X9AA. Das ist sogar sehr aggressive Art der Absicherung , aber mit einem nicht besonders tükischen Produkt (wie zB. KO Scheine Open End oder andere Produkte)

Im Januar bei DAX 10500 etwa kostete der Schein fast 11 Euro.

Bei April - Mai Hochs bei DAX über 14000 auf 7,50 etwa gefallen.

Also bei Absicherung Mitte Januar ein Verlust von 30%.

Jetzt steht der DAX 2 Monate später wieder knapp über 10500 und: der Schein kostet heute aber nur 8,7 Euro und nicht fast 11.

Da müsste der dax noch schnell weitere 2000 Punkte fallen damit der Schein überhaupt den Einkaufspreis erreicht.

Der sollte aber absichern , sprich im Falle von stärkeren Abgaben so wie jetzt ausgleichende Gewinne bringen.

Ein Märchen. Und wir sprechen hier von einem Zeitraum von 6 Monaten. Würde man naiv versuchen sich für 1 Jahr absichern , dann würde das ein reiner Reinfall.

Egal ob in dieser Zeit der DAX um 3000 oder nach 9 Monaten um 5000 Punkte fallen wird.

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"Jetzt, wo du ein wenige Zeit hast verstreichen lassen, kannst du die Effekte schön sehen."

 

ja so ist es , und damit soll es jedem klar sein: es gibt keine lohnende Absicherung eines Depots für Privatanleger.

Das was die meisten nicht wissen , es ist schon ein Mittelmaß wenn ein short aufs Jahr gerechnet mindestens 70% des Wertes nur als Übernacht Niveao Anpassung verliert.

Bei Scheinen mit einem Zeitwert ist es noch schlimmer. Da passen die emmis Zeit-Wert völlig willkürlich an. Gewinnen und absichern kann man mit normalen Produkten für Otto normal nicht. Da müsste man schnell und offensiv agieren. Das ist aber nicht Sinn des ganzen.

Der Gedanke ist: absichern und ruhig schlafen, Das klappt aber nur wenn unmittelbar nach der Absicherung zu einem heftigen Kursrutsch käme.

Das ist aber eine eher Glücksache und nicht überdachte geplante Absicherung.

Ein Beispiel ETF 2fach short A0X9AA. Das ist sogar sehr aggressive Art der Absicherung , aber mit einem nicht besonders tükischen Produkt (wie zB. KO Scheine Open End oder andere Produkte)

Im Januar bei DAX 10500 etwa kostete der Schein fast 11 Euro.

Bei April - Mai Hochs bei DAX über 14000 auf 7,50 etwa gefallen.

Also bei Absicherung Mitte Januar ein Verlust von 30%.

Jetzt steht der DAX 2 Monate später wieder knapp über 10500 und: der Schein kostet heute aber nur 8,7 Euro und nicht fast 11.

Da müsste der dax noch schnell weitere 2000 Punkte fallen damit der Schein überhaupt den Einkaufspreis erreicht.

Der sollte aber absichern , sprich im Falle von stärkeren Abgaben so wie jetzt ausgleichende Gewinne bringen.

Ein Märchen. Und wir sprechen hier von einem Zeitraum von 6 Monaten. Würde man naiv versuchen sich für 1 Jahr absichern , dann würde das ein reiner Reinfall.

Egal ob in dieser Zeit der DAX um 3000 oder nach 9 Monaten um 5000 Punkte fallen wird.

 

Ist dir der Begriff Pfadabhängigkeit ein Begriff?

 

Diese Konstrukte bilden einen Index auf Tagesbasis mit -1, -2 etc ab, wer glaubt er könne damit etwas über beliebige Zeitäume mit heftigen zwischenzeitlichen Schwankungen nach oben und unten absichern, hat schlicht und einfach das Konstrukt nicht verstanden.

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