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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

Empfohlene Beiträge

incts
· bearbeitet von incts
vor 22 Stunden von hilflos:

das wird seit Jahrzehnten diskutiert und viele Studien haben gezeigt, dass das das Rentensystem nicht rettet, sondern sogar kontraproduktiv wäre.

Vielleicht in der Übergangsphase…

vor 22 Stunden von hilflos:

Beamte haben eine längere Lebenserwartung, einen langen ununterbrochenen Arbeitslebenslauf und höhere Positionen, was zu mehr Ausgaben führt.

…aber danach [also nach der Übergangsphase] kann ich mir momentan nicht vorstellen, wieso es insgesamt zu einer Mehrbelastung [für Rentensystem und öffentliche Haushalte] kommen sollte.

Das Geld für die Pensionen fällt ja nicht vom Himmel.
Es sei denn, man betrachtet das Rentensystem isoliert, was ja nicht sinnvoll wäre.

vor 22 Stunden von hilflos:

[…], wie dass die 10000 Politiker die Renten retten, wenn sie einzahlen würden

So wie ich es verstanden habe, wäre das deswegen sinnvoll, weil die Damen und Herren Politiker, dann selbst mit im Boot säßen. Das hätte auf deren Entscheidungen sicherlich einen entsprechenden Einfluss.

Gleiches gilt auch für die verbeamteten Professorinnen und Professoren, die in den Rentenkomissionen sitzen und über Dinge beraten, die sie selbst nicht betreffen.

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chirlu
vor 14 Minuten von incts:

…aber danach kann ich mir momentan nicht vorstellen, wieso es insgesamt zu einer Mehrbelastung kommen sollte.

Das Geld für die Pensionen fällt ja nicht vom Himmel.

 

Das heißt, die Ex-Beamten in der Rentenversicherung zahlen in deiner Vorstellung einen höheren Beitragssatz als „normale“ Menschen?

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incts
· bearbeitet von incts
vor 37 Minuten von chirlu:

Das heißt, die Ex-Beamten in der Rentenversicherung zahlen in deiner Vorstellung einen höheren Beitragssatz als „normale“ Menschen?

Mir ist unklar, wie deine Frage gemeint ist. (Ich finde auch die Unterscheidung in „normale“ Menschen und andere schwierig.)

Ich kann nur vermuten, dass du die Mehrbelastung auf Seiten der Beitragszahler siehst. Ich hatte aber die Mehrbelastung aus Systemsicht (Rentensystem und öffentliche Haushalte) gemeint.

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chirlu
· bearbeitet von chirlu
vor 17 Minuten von incts:

Ich finde auch die Unterscheidung in „normale“ Menschen und andere schwierig.

 

Es ist hier doch wohl sehr klar, was ich damit meine: Menschen, die sowohl nach jetzigem System als auch nach einem künftigen vereinheitlichten System in der gesetzlichen Rentenversicherung sind, gegenüber solchen, die nach jetzigem System eine Beamtenversorgung beziehen oder beziehen werden, aber nach einem künftigen vereinheitlichten System ebenfalls in der gesetzlichen Rentenversicherung sind.

 

vor 17 Minuten von incts:

Ich hatte aber die Mehrbelastung aus Systemsicht (Rentensystem und öffentliche Haushalte) gemeint.

 

Dann ist deine Aussage offensichtlich wahr, aber inhaltslos.

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incts
vor 3 Stunden von chirlu:

Dann ist deine Aussage offensichtlich wahr, aber inhaltslos.

Oh, wie nett! :narr:
Es war direkte Antwort auf: 

Am 21.1.2026 um 11:06 von hilflos:

Beamte haben eine längere Lebenserwartung, einen langen ununterbrochenen Arbeitslebenslauf und höhere Positionen, was zu mehr Ausgaben führt.

Was für mich im Widerspruch zueinander steht.

Aber klar, ist es also inhaltslos…

 

[Hervorhebungen von mir]

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Sapine
vor 5 Stunden von chirlu:

Das heißt, die Ex-Beamten in der Rentenversicherung zahlen in deiner Vorstellung einen höheren Beitragssatz als „normale“ Menschen?

Wir haben auf der einen Seite Beamte, die eine solide Pension erwarten können und auf der anderen Seite normale Arbeitnehmer, die eine mittlerweile kräftig abgesenkte Rente bekommen werden. Es ist ja nicht so, dass die Pension vom Himmel fällt, sondern sie muss auf die eine oder andere Art vom Staat aufgebracht werden und zwar aus Steuern. 

 

Immer dann, wenn unterschiedliche Gruppen unterschiedlich behandelt werden, kommt es zu Argwohn, ob nicht der andere das längere Stück von der Wurst abbekommen hat. Insofern wäre es schon vorteilhaft, wenn man zu einem einheitlichen System kommt. Dass so eine Umstellung nicht einfach ist und Beamte aufgrund ihrer längeren Lebenserwartung der Rentenkasse eher auf der Tasche liegen würden ist auch klar. Ich denke ähnliche Probleme gab es auch, als man Angestellte und Arbeiter in einer Rentenversicherung zusammenführte, denn auch Angestellte dürften eine längere Lebenserwartung gehabt haben als Arbeiter. 

 

Beamte befürchten in dem Zusammenhang, dass ihre Altersbezüge möglicherweise kleiner ausfallen könnten als bisher. Mit dem Ziel einer einheitlichen Altersvorsorge wäre das sicher wünschenswert und beträfe nicht nur Beamte sondern auch Selbständige und die ganzen Kammerberufe. Es spricht auch nichts dagegen zusätzliche Vorsorgeprodukte analog zur betrieblichen Altersvorsorge anzubieten. Das würde diese unsägliche Neiddebatte eindämmen.

 

Natürlich kann man da nicht einfach mit dem Rasenmäher drüber gehen und Übergangszeiten braucht es auch. Ich erwarte mir davon keine Lösung des aktuellen Rentenproblems. 

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monstermania
vor 5 Stunden von incts:

So wie ich es verstanden habe, wäre das deswegen sinnvoll, weil die Damen und Herren Politiker, dann selbst mit im Boot säßen. Das hätte auf deren Entscheidungen sicherlich einen entsprechenden Einfluss.

Gleiches gilt auch für die verbeamteten Professorinnen und Professoren, die in den Rentenkomissionen sitzen und über Dinge beraten, die sie selbst nicht betreffen.

Grundsätzlich wäre es sicherlich wünschenswert wenn alle Bürger in ein einheitliches System der Altersvorsorge einzahlen würden. Das würde aber nicht das grundsätzliche Problem lösen. Es gibt Menschen die mehr verdienen und folglich auch mehr in das System einzahlen.

Nach heutigem Stand bekommen diese Menschen dann auch mehr aus dem System heraus (Äquivalenzprinzip). Und wer Zeit seines Lebens nur wenig Geld verdient, wird auch nur eine kleine Rente heraus bekommen.

Das ist leider die traurige Wahrheit.
Die Frage ist dann, wie viel will man umverteilen. Entweder direkt im System 'Rente' oder indirekt über Steuern.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 20 Minuten von Sapine:

...

Natürlich kann man da nicht einfach mit dem Rasenmäher drüber gehen und Übergangszeiten braucht es auch. Ich erwarte mir davon keine Lösung des aktuellen Rentenproblems. 

Ich frage mich ernsthaft, warum manche Leute Vorschläge machen, die sie selbst für "nicht einfach" halten und von denen sie sich "keine Lösung" versprechen. Welchen Sinn ergibt das? Da funktioniert doch irgendetwas zwischen den Ohren nicht richtig, oder?

 

vor 13 Minuten von monstermania:

Grundsätzlich wäre es sicherlich wünschenswert wenn alle Bürger in ein einheitliches System der Altersvorsorge einzahlen würden. Das würde aber nicht das grundsätzliche Problem lösen...

Aber warum ist es dann wünschenswert? Was ist so toll an einem einheitlichen System, wenn es niemanden weiter bringt? Warum kann es nicht 100 verschiedene Systeme geben, wenn das etwas bringen würde?

 

vor 13 Minuten von monstermania:

...

Nach heutigem Stand bekommen diese Menschen dann auch mehr aus dem System heraus (Äquivalenzprinzip). Und wer Zeit seines Lebens nur wenig Geld verdient, wird auch nur eine kleine Rente heraus bekommen.

Das ist leider die traurige Wahrheit....

Ich begreife das alles nicht. Es gibt nun einmal Leute, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Das ist so und wird so bleiben.

Warum sind die nicht einfach froh, dass es Sozialleistungen gibt, und was hat das mit der Rente zu tun?

 

Wenn man die Rentenversicherung als einen Sparvertrag sieht, aus dem jeder etwas bekommen soll, und zwar auch diejenigen, die gar nicht gespart haben, dann ist völlig klar, dass das nicht funktionieren kann. Eine Versicherung darf nicht als Sparvertrag angesehen werden, sondern es ist eine Rückfallebene für den absoluten Notfall. Im übrigen steht es ja jedem frei, privat vorzusorgen und mit 40 in Rente zu gehen. Das kann doch nicht Aufgabe des Staates sein.

 

Aber bitte:

Ich bin gespannt auf weitere Vorschläge, von denen die Verfasser meinen, dass sie nichts zur Lösung beitragen.

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monstermania
vor 8 Minuten von Schwachzocker:

Aber warum ist es dann wünschenswert? Was ist so toll an einem einheitlichen System, wenn es niemanden weiter bringt?

Bringt es niemanden weiter? Wenn ich ergebnisoffen prüfen will, sollte man doch auch alle Möglichkeiten prüfen.:rolleyes:
Oder sind z.B. die Schweizer oder Österreicher einfach nur blöd, weil Sie nicht unser tolles Rentensystem kopieren?

vor 10 Minuten von Schwachzocker:

Ich begreife das alles nicht. Es gibt nun einmal Leute, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Das ist so und wird so bleiben.

Warum sind die nicht einfach froh, dass es Sozialleistungen gibt, und was hat das mit der Rente zu tun?

Weil es eine Frage der Gerechtigkeit ist, ob jemand der sein Leben lang gearbeitet hat, zumindest mehr Geld bekommen sollte als jemand, der aus welchen Gründen auch immer nie arbeiten konnte.
 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 12 Minuten von monstermania:

Bringt es niemanden weiter? Wenn ich ergebnisoffen prüfen will, sollte man doch auch alle Möglichkeiten prüfen.:rolleyes:
Oder sind z.B. die Schweizer oder Österreicher einfach nur blöd, weil Sie nicht unser tolles Rentensystem kopieren?

Weil es eine Frage der Gerechtigkeit ist, ob jemand der sein Leben lang gearbeitet hat, zumindest mehr Geld bekommen sollte als jemand, der aus welchen Gründen auch immer nie arbeiten konnte.
 

Du brauchst bei schwachzocker mit solchen Argumenten nicht kommen. Sie zählen für ihn schlicht nicht.

 

Ich hatte das auch schon mal beschrieben: wenn alle Personen am gleichen System teilhaben…. Die, um die es geht (Arbeitnehmer), jene, die darüber entscheiden (Politiker) und jene, die es verwalten (Beamte), ist das ein konsistentes System bei dem sich keiner benachteiligt fühlt. Gibt es dann noch eine Mindestrente, und ist die Abgeordneten Diät ein x-Faches von dieser, dann könnte man auch einen Mechanismus finden, bei dem Entscheidungen für höhere Diäten nicht als einseitige Verbesserung für hauptberufliche Politiker wahrgenommen wird, sondern gleichsam auf die Mindestrente für die Bürger auswirkte. Man könnte auch Diäten und Mindestlohn koppeln mit einem x-fachen Satz. Ich könnte mir vieles vorstellen.

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Sapine

Und schon gar nicht, wenn ihm jemand an sein Ende der Wurst will. 

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Bolanger

Wenn man schon das Thema der Gleichbehandlung in den Sozialsystemen angeht, dann möge man auch Gleichbehandlung in der KV einführen. Ich habe nichts gegen die Systeme aus GKV und PKV. Ich empfinde es jedoch als ungerecht, dass ein Teil der Gesellschaft zur Teilnahme an der GKV gezwungen wird während einem anderen Teil ein Wahlrecht gegeben wird. 

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Schwachzocker

 

vor 13 Minuten von monstermania:
vor 29 Minuten von Schwachzocker:

Aber warum ist es dann wünschenswert? Was ist so toll an einem einheitlichen System, wenn es niemanden weiter bringt?...

Bringt es niemanden weiter?...

Weiß ich nicht. Du schreibst doch, dass es keine grundsätzlichen Probleme löst.

 

vor 15 Minuten von monstermania:

Oder sind z.B. die Schweizer oder Österreicher einfach nur blöd, weil Sie nicht unser tolles Rentensystem kopieren?

Keine Ahnung! Vermutlich ist der Rest der Welt blöd, denn was die Schweizer und Österreicher machen, muss ja optimal sein, sonst würden sie es ja nicht machen. :rolleyes:

 

vor 16 Minuten von monstermania:

Weil es eine Frage der Gerechtigkeit ist, ob jemand der sein Leben lang gearbeitet hat, zumindest mehr Geld bekommen sollte als jemand, der aus welchen Gründen auch immer nie arbeiten konnte.

Nein, es gibt einfach keine Gerechtigkeit. Es gibt lediglich Deine und meine Empfindungen von Gerechtigkeit. Und da empfinde ich es durchaus als gerecht, wenn jemand, der nie arbeiten konnte genauso viel bekommt wie jemand, der gearbeitet hat.

vor 10 Minuten von satgar:

...

Ich hatte das auch schon mal beschrieben: wenn alle Personen am gleichen System teilhaben…. Die, um die es geht (Arbeitnehmer), jene, die darüber entscheiden (Politiker) und jene, die es verwalten (Beamte), ist das ein konsistentes System bei dem sich keiner benachteiligt fühlt....

Wozu ist es von Bedeutung, wer was fühlt? Es geht darum, dass Menschen Brot zwischen den Zähnen haben.

 

vor 11 Minuten von satgar:

Gibt es dann noch eine Mindestrente, und ist die Abgeordneten Diät ein x-Faches von dieser, dann könnte man auch einen Mechanismus finden, bei dem Entscheidungen für höhere Diäten nicht als einseitige Verbesserung für hauptberufliche Politiker wahrgenommen wird...

So ein System gibt es bereits. Es nennt sich Wahl!

Man wählt nicht mehr die Parteien, die sich übermäßig an Steuergeldern bedienen, sondern man wählt halt mal eine andere Partei, die das noch nicht getan hat.

Und genau das geschieht ja gerade.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 21 Minuten von satgar:

...Man könnte auch Diäten und Mindestlohn koppeln mit einem x-fachen Satz. Ich könnte mir vieles vorstellen.

Ja, man könnte sich auch ein Loch in die Kniescheibe bohren und dann heiße Milch hineinkippen. Ich kann mir auch vieles vorstellen.

Leider löst weder Dein noch mein Vorschlag das grundlegende Problem, und das besteht darin, dass wir wenige Beitragszahler haben und viele Empfänger. Das löst man wirklich nicht mit irgendwelchen kruden Gerechtigkeitsvorstellungen.

Wir können gern auch ungerechte Vorschläge nehmen, solange sie helfen, nicht irgendwelche gerechten Vorschläge, die nicht helfen. 

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timk
vor 39 Minuten von Bolanger:

Wenn man schon das Thema der Gleichbehandlung in den Sozialsystemen angeht, dann möge man auch Gleichbehandlung in der KV einführen. Ich habe nichts gegen die Systeme aus GKV und PKV. Ich empfinde es jedoch als ungerecht, dass ein Teil der Gesellschaft zur Teilnahme an der GKV gezwungen wird während einem anderen Teil ein Wahlrecht gegeben wird. 

Erstmal sollten die unterschiedlichen Beitragsbemessungsgrenzen abgeschafft werden. Die Beitragsbemessungsgrenzen für KV/Pflege auf das Niveau der Renten- und Arbeitslosenversicherung anheben. Sollte ordentlich Geld ins System bringen.

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Schwachzocker
vor 3 Minuten von timk:

...Die Beitragsbemessungsgrenzen für KV/Pflege auf das Niveau der Renten- und Arbeitslosenversicherung anheben. Sollte ordentlich Geld ins System bringen.

Ordentlich Geld ins System zu bringen ist nicht schwer. Schwer ist es dann nur mehr als 0,1% der Wählerstimmen zu bekommen.

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Bolanger
vor 14 Minuten von timk:

Erstmal sollten die unterschiedlichen Beitragsbemessungsgrenzen abgeschafft werden. Die Beitragsbemessungsgrenzen für KV/Pflege auf das Niveau der Renten- und Arbeitslosenversicherung anheben. Sollte ordentlich Geld ins System bringen.

Prinzipiell wäre das überlegenswert, wenn man denn allen Bürgern die gleichen Wahlmöglichkeiten gibt. Vielleicht sollte man auch bei der Rente eine Wahlmöglichkeit geben aus staatlicher Vorsorge und privater Vorsorge. Es ist nicht verständlich, dass ein Teil der Bevölkerung zur Teilnahem an der GRV gezwungen wird, während andere Teile ein Wahlrecht haben. Zuerst sollte man bei der Gleichbahendlung ansetzen, danach kann man weiter in die Finanzierung gehen.

... nebenbei habe ich nichts gegen eine verpflichtende Rentenversicherung...  

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s1lv3r
vor 59 Minuten von Bolanger:

Es ist nicht verständlich, dass ein Teil der Bevölkerung zur Teilnahem an der GRV gezwungen wird, während andere Teile ein Wahlrecht haben.

Zur Wahrheit gehört aber auch dazu, dass historisch gesehen die Selbstständigen/Freiberufler bewusst von der gesetzlichen Rente ausgeschlossen wurden. Damals hat man halt gesagt, die sind finanzstark genug ihre eigene Vorsorge zu organisieren und haben das Privileg einer staatlichen Rente nicht nötig.

 

Im Endeffekt hat sich erst mit der verschlechterten Finanzlage der GRV sehr langsam die Wahrnehmung von einem Privileg zu einem Zwang gewandelt.

 

Weiterhin wurde jetzt ja schon zig mal ausgeführt, dass man mit dem derzeit geltenden Regelwerk in der GRV nichts verbessern kann, in dem man die Beitragsbasis um weitere Einzahler (egal wie gut die verdienen) erweitert. Wer in eine solche Richtung argumentiert verfolgt m.E.n. daher zwingend eines von den folgenden beiden Zielen:

  1. Er will gar nichts verbessern, sondern argumentiert nur aus einem abstrusen Gerechtigkeitsgefühl heraus und will halt, dass irgendwie alle gleich behandelt werden, auch wenn das keinem einzigen Mindestlohnempfänger irgendwie bei dem Problem der Altersarmut weiterhilft.
  2. Er sieht die Erweiterung der Beitragszahler nur als ersten Schritt und will dann in einem zweiten Schritt, durch eine wie auch immer geartete Umverteilung innerhalb des Rentensystems, den neuen Beitragszahlern etwas wegnehmen.

Wer in Richtung 2. argumentiert könnte sich aber m.E.n. halt auch einfach ehrlich machen, dass er mehr Umverteilung von reich nach arm in unserer Gesellschaft möchte. Dann könnte man eine ehrliche Diskussion darüber führen, ob es dafür eine Mehrheit gibt und wie man das am besten umsetzt. (Es ist meine persönliche Meinung, dass man dann sehr wahrscheinlich zu dem Ergebnis kommen würde, dass der effizienteste und gerechteste Weg wäre einfach die Steuern zu erhöhen - dann könnte man sich die ganze Diskussion, ob es nicht ungerecht ist, wer in die Rente einzahlt oder nicht einzahlt und ob derjenige der hohe Rentenansprüche erworben hat nicht demjenigen mit wenig Ansprüchen etwas abgeben müsste, sparen.)

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Ramstein
· bearbeitet von Ramstein
vor 9 Minuten von s1lv3r:

Er sieht die Erweiterung der Beitragszahler nur als ersten Schritt und will dann in einem zweiten Schritt, durch eine wie auch immer geartete Umverteilung innerhalb des Rentensystems, den neuen Beitragszahlern etwas wegnehmen.

 

Dazu passt vielleicht

 

Zitat

 

Zukunftsforum Generationenvertrag neu schreiben

Weil der bisherige soziale und kulturelle Generationenvertrag offensichtlich heute brüchig wird, sind alle Generationslagen in ihren Lebensphasen aufgefordert, nachzudenken, wie ein zeitgemäßer Vertrag untereinander aussehen könnte, in dem Geben und Nehmen, Fördern und Fordern neu ausbalanciert wird.

 

 

ab dem 27.1.2025 in Darmstadt.

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PKW
vor 5 Minuten von s1lv3r:

ob derjenige der hohe Rentenansprüche erworben hat nicht demjenigen mit wenig Ansprüchen etwas abgeben müsste

Die Rente wird mittlerweile besteuert, dadurch geschieht das automatisch. Auch wenn das manchem noch nicht genug erscheint. Und/oder nicht direkt genug; Der Umweg über den Steuersäckel ist mit gewissen Verlusten behaftet. 

vor 9 Minuten von s1lv3r:

auch einfach ehrlich machen

Immer wenn von Gerechtigkeit die Rede ist, soll jemandem etwas weg genommen werden. Das weis jeder, der keine Finger braucht um bis drei zu zählen. Ergo ist man doch schon ehrlich. 

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asche
· bearbeitet von asche
vor 2 Stunden von Bolanger:

Es ist nicht verständlich, dass ein Teil der Bevölkerung zur Teilnahem an der GRV gezwungen wird, während andere Teile ein Wahlrecht haben.

Es gibt aber kein Wahlrecht, aus der GRV rauszugehen.

 

Es gibt nur eine Option, sich freiwillig zusätzlich in der GRV zu versichern.

 

Diese gibt es für 

- Kammerberufe (die im Übrigen PFLICHTmitglieder ihres Versorgungswerkes sind)

- Beamte (die auch nicht zwischen Pension und GRV wählen können)

- Selbstständige

- nicht erwerbstätige Erwachsene (zB Hausfrauen/-männer)

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Sapine

Wir haben aktuell einige Lücken im System, wo die Solidargemeinschaft die Lasten trägt. Nehmen wir das Beispiel Selbständige mit unzureichender Altersvorsorge. Oder wie sieht es aus bei Angehörigen der sogenannten Kammerberufe, die nur minimale Beiträge in ihre Altersvorsorge investiert haben. Schwarzarbeit dürfte eines der schlimmsten schwarzen Löcher sein, wo Beiträge verloren gehen und auf der anderen Seite gibt es Gruppen/Einzelne, die die Sozialkassen plündern. Einige Beamte mit 55 in Rente zu schicken ist ein Luxus den wir uns nicht wirklich leisten können. Eine Vereinheitlichung sehe ich auch als Chance eines Bürokratieabbaus. Wozu noch Prüfungen auf Scheinselbständigkeit, wenn ohnehin jeder seine Beiträge zahlen muss? Kundige würden sicher viele weitere Beispiele ergänzen können. 

 

Der Umstieg auf eine Grundversorgung die jeder aufstocken kann würde ich mir sowohl für die GRV als auch die KV wünschen. Ich fürchte nur die Lobbyisten werden so einen Rundumschlag zu verhindern wissen. 

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asche
vor 30 Minuten von Sapine:

 Oder wie sieht es aus bei Angehörigen der sogenannten Kammerberufe, die nur minimale Beiträge in ihre Altersvorsorge investiert haben.

Die hätten auch bei einer Pflichtversicherung in die GRV "nur minimale Beiträge in ihre Altersvorsorge investiert". Der Beitragssatz ist ja der gleiche.

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hilflos
vor 5 Stunden von incts:

 

[Hervorhebungen von mir]

 

vor 10 Stunden von incts:

Vielleicht in der Übergangsphase…

…aber danach [also nach der Übergangsphase] kann ich mir momentan nicht vorstellen, wieso es insgesamt zu einer Mehrbelastung [für Rentensystem und öffentliche Haushalte] kommen sollte.

 

die Ausgaben der Rentenversicherung pro Rentner ist die Rentenhöhe x Lebensalter.

Was passiert wenn die Lebenserwartung höher ist? genau mehr Kosten/Ausgaben..... und Beamte haben statistisch eine höhere Lebenserwartung

Was passiert wenn die Rentenhöhe höher als der Durchschnitt ist? genau mehr Kosten.... und Beamte arbeiten länger und würden mehr einzahlen als andere.....weil keine Arbeitslosigkeit, bezahltes Studium, Pflichtbewusster und höhere Position.

 

Mathe und Statistik muss man nicht versthen um Stammtischparolen rauszuhauen

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Sapine
vor 12 Minuten von asche:

Die hätten auch bei einer Pflichtversicherung in die GRV "nur minimale Beiträge in ihre Altersvorsorge investiert". Der Beitragssatz ist ja der gleiche.

Die Regelungen sind nicht bei allen Kammern gleich. 

 

Eine gute Freundin von mir hatte während ihrer Kinderphase immer nur den Mindestbetrag eingezahlt (nicht sehr klug) und wollte dann mit 50+ Gas geben in ihrem Beruf. Ihre Kammer hat ihr deutlich zu verstehen gegeben, dass sie nicht einzahlen darf was angemessen gewesen wäre. Ihre maximalen Einzahlungen wurden auf den Durchschnitt der letzten Jahre gemittelt. 

 

Eine vergleichbare und im übrigen frauenfeindliche Regelung ist mir im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung noch nicht begegnet. 

vor 8 Minuten von hilflos:

die Ausgaben der Rentenversicherung pro Rentner ist die Rentenhöhe x Lebensalter.

Was passiert wenn die Lebenserwartung höher ist? genau mehr Kosten/Ausgaben..... und Beamte haben statistisch eine höhere Lebenserwartung

Was passiert wenn die Rentenhöhe höher als der Durchschnitt ist? genau mehr Kosten.... und Beamte arbeiten länger und würden mehr einzahlen als andere.....weil keine Arbeitslosigkeit, bezahltes Studium, Pflichtbewusster und höhere Position.

Aktuell sehe ich noch nicht, dass Beamten länger arbeiten als Angestellte. 

https://www.demografie-portal.de/DE/Fakten/pensionsalter.html

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