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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 4 Stunden von ohnePeil:

1) Man bezieht weitere Gruppen mit ein, dadurch kommt erst mal Geld ins System, aber irgendwann bekommen die Leute auch Rente.

Und was machen die Älteren dieser Gruppen solange bis sie endlich auch Rente bekommen?

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Okabe
vor 47 Minuten von ohnePeil:

Der, der nicht arbeitet, sammelt ja auch keine Rentenpunkte. Bei einer Scheidung wird aufgeteilt. Ein Sonderfall ist hier wieder die Hinterbliebenenrente, die gehört eigentlich auch zu den versicherungsfremden Leistungen.

Das ist aber egal. Es verdoppeln sich dann zwar für die Generation die Rentenpunkte, aber wenn jeder doppelt soviele Rentenpunkte hat, dann ist die ausgezahlte Rente am Ende genauso hoch als hätte jeder nur die halben Rentenpunkte. Wichtig sind die Rentenpunkte ja nur für die Verteilung *innerhalb* der Empfänger wenn diese später mal Rente kriegen, aber darum ging es nicht - es ging ja um die Belastung zum aktuellen Zeitpunkt.

vor 23 Minuten von slowandsteady:

Bei der GRV waere es einfach: Wir frieren die Rentenbeitraege auf das langjaehrige Mittel ein und es gibt keine Sonderloeckchen ala "45 Beitragsjahre reichen" mehr und auch keinen Zuschuss vom Staat mehr. Wenn die Zahl der Einzahler sinkt, sinkt die Rente, aber was nicht da ist, kann nicht verteilt werden. Doppelt so viele Rentenpunkte erworben == doppelt so viel Rente. Wem es als Rentner nicht reicht, der kann sein Haus verkaufen und/oder Grundsicherung beantragen.

 

Bei der GKV/PV sollte die Steuererklaerung mit ALLEN Einkuenften ausschlaggebend fuer die Beitraege sein und nicht nur "Erwerbseinkommen". Zudem sollte Familienversicherung fuer Erwachsene abgeschafft werden (von mir aus auch fuer Kinder, dann muss man aber entsprechend Kindergeld erhoehen und dann ist es Nullsummenspiel).

Sehe ich prinzipiell auch so - auch wenn ich es besser fände, wenn man noch konsequenter ist und die GKV/PV komplett unabhängig vom Einkommen macht und stattdessen über die Steuern ausgleicht. Dann hat man ein schön schlankes System und kann extrem viel Bürokratie bei den Versicherungen abbauen.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 29 Minuten von slowandsteady:

Bei der GKV/PV sollte die Steuererklaerung mit ALLEN Einkuenften ausschlaggebend fuer die Beitraege sein und nicht nur "Erwerbseinkommen"

Am Ende finde ich so ein System auch unfassbar smooth und charmant. Denn das FA ist doch ohnehin die Behörde, die die finanzielle Situation eines jeden einzelnen am besten kennt. Daran sollte sich auch die Leistungsfähigkeit eines einzelnen bemessen. Das typische "starke Schultern tragen mehr als Schwache" eben. Der eine ist halt leistungsfähiger wegen seiner nicht-selbständigen Tätigkeit, der nächste wegen seiner selbständigen Tätigkeit, wieder ein anderer wegen seiner Kapitalerträge, und wieder einer, weil er Vermietung und Verpachtung betreibt. Oder eben einfach alles irgendwie zusammen. Daran sollte sich die Leistungsfähigkeit bemessen, nach denen das Steuersystem progressiv besteuert. Zur Gründung der BRD war es noch weit progressiver ausgestaltet als heute. Damit fand auch mehr Umverteilung statt.

 

Wenn man verstärkt über das FA arbeitet, kann man eben darüber auch gut Sozialleistungen steuern. Dafür braucht es keine 500 einzelnen Leistungen (Interview Thomas de Maizière und Peer Steinbrück bei Maischberger) die von einer zweistelligen Zahl von Behörden betreut und genehmigt werden.  Sondern das könnte das FA machen in Form des Modells der negativen Einkommensteuer. Hat man zu wenig als das Eixtenzminimum, zahlts halt das FA aus. Schluss mit Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung, Bürgergeld, Sozialhilfe, Wohngeld, und und und und. Ist doch alles Mist so. 

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ohnePeil
· bearbeitet von ohnePeil
vor einer Stunde von chirlu:

„Zu kurze Beitragszeiten“ bedeutet: Nur kurze Zeit in der Schweiz gelebt. Mit Dauer der Erwerbstätigkeit hat es nichts zu tun.

Stimmt, man muss aber ab dem Erwachsenenalter einzahlen, auch wenn man kein Einkommen hat. Im Falle von Verheirateten reicht es, wenn der Ehepartner mindestens den doppelten Mindestbeitrag einzahlt.

 

Aber ganz ganz ehrlich gesagt: wir zahlen hier bis zu knapp 45% Einkommenssteuer. Wenn wir 10% in so ein System einzahlen würden und nur 35% Einkommenssteuer zahlen würden (also ähnlich wie in der Schweiz) dann wären wir am selben Punkt, oder? Dann kann man das Geld gleich aus dem Steuersäckel nehmen.

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poipoi

Spannend dass das Verhältnis Beitragszahler je Rentenempfänger seit 20 Jahren fast konstant ist. Die Berichte in der Presse hinterlassen bei mir einen anderen Eindruck. Der Trend eines höheren Eintrittsalters von 63 auf fast 65 scheint auch zu helfen. 

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magicw
· bearbeitet von magicw

Die Konstanz ist nachvollziehbar. Man kann die Anzahl der sozialversicherungpflichtig Beschäftigten der letzten 20 Jahre googeln genauso wie die Anzahl der Rentenbezieher.

Beide Zahlen steigen parallel an so dass das Verhältnis daraus tatsächlich konstant bleibt die letzten 20 Jahre. 

 

Erschreckender ist aber der Bundesausschuss, der sich Jahr für Jahr steigert. Ich hab nur Zahlen ab 2014 gefunden. Damals 83Mrd Euro. 2024 waren es schon 117 Mrd.

 

D.h. die ganzen Jobs die neu geschaffen wurden scheinen eher im NiedrigLohnSektor angesiedelt zu sein. Das wird m.E. auch die Challenge für die Rentenkommission, da ja aktuell mit Automobil und Chemie 100 Tausende gut bezahlte Jobs darüber hinaus derzeit flöten gehen und somit das zukünftige Beitragsaufkommen weiter belasten werden.

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chirlu
vor 13 Minuten von magicw:

Ich hab nur Zahlen ab 2014 gefunden. Damals 83Mrd Euro. 2024 waren es schon 117 Mrd.

 

Inflationsbereinigt also von 100 auf 117.

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enma
· bearbeitet von enma
vor 26 Minuten von magicw:

Erschreckender ist aber der Bundesausschuss, der sich Jahr für Jahr steigert. Ich hab nur Zahlen ab 2014 gefunden. Damals 83Mrd Euro. 2024 waren es schon 117 Mrd.

83 Euro in 2014 entsprechen inflationsbereinigt einem Wert von 104 Euro in 2024, hat sich also nicht ganz so dramatisch geändert.

Ferner ist das Bruttoinlandsprodukt in dem Zeitraum inflationsbereinigt sogar stärker gewachsen (15,7% vs. 12,5%).

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Bolanger
vor 9 Stunden von poipoi:

Spannend dass das Verhältnis Beitragszahler je Rentenempfänger seit 20 Jahren fast konstant ist. Die Berichte in der Presse hinterlassen bei mir einen anderen Eindruck.

Meist wird doch aber darüber berichtet, dass nun die Zeit anfängt, in der die Boomergeneration in Rente geht. Das impliziert doch aber, dass eine Verschärfung des Ungleichgewichts in den nächsten Jahren auf uns zukommt. 

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 22 Minuten von Bolanger:

Meist wird doch aber darüber berichtet, dass nun die Zeit anfängt, in der die Boomergeneration in Rente geht. Das impliziert doch aber, dass eine Verschärfung des Ungleichgewichts in den nächsten Jahren auf uns zukommt. 

Wenn man in die Wikipedia schaut geht die Boomer-Generation von 1946-1964. Ich glaube @Sapinemeinte in D wäre es 1950-1970.

Im späteren Fall gehen die Boomer seit 10 Jahren in Rente und noch bis 2037. Wobei ich meine der Pillenknick setzte vor 1970 ein, also eher die frühere Variante passt.

Oder ich stehe irgendwie auf der Leitung.

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dev

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Rotenstein
vor 3 Stunden von Bolanger:

Meist wird doch aber darüber berichtet, dass nun die Zeit anfängt, in der die Boomergeneration in Rente geht. Das impliziert doch aber, dass eine Verschärfung des Ungleichgewichts in den nächsten Jahren auf uns zukommt. 

 

Die demographischen Veränderungen sind komplex und haben sogar lange dazu geführt, dass Deutschland einen Vorteil hatte, solange einerseits die geburtenstarken Jahrgänge noch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen und es andererseits weniger Kinder und Jugendliche zu versorgen und auszubilden gab. 

 

Dieser vorübergehende Vorteil wurde nicht genutzt. Jetzt wird Deutschland in die Phase eintreten, in der es absolut ernst wird. Schon in zehn Jahren wird das Land vollkommen anders aussehen. Das war schon lange bekannt und jeder wird es hoffentlich verstehen beim Blick auf die von @dev verlinkte Graphik: 

https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/index.html#!a=15,67&g

Im übrigen betrifft diese Katastrophe nicht nur die Rentenversicherung, sondern auch die Krankenversicherung, denn ältere Menschen werden häufiger krank. 

 

Es gibt hier also demographische Notwendigkeiten, die mit einiger Verzögerung einsetzen, aber lange bekannt waren, so dass man sich hätte vorbereiten können. Das war aber weder von der Politik noch von der Bevölkerung gewollt, weil man lieber die rosafarbene Brille aufsetzte und fette Wahlversprechen machen wollte bzw. gerne darauf hereinfiel. 

 

Natürlich gibt es aber auch noch andere Faktoren, die man nutzen könnte. So sind ältere Menschen heute gesünder und viele Arbeiten sind heutzutage körperlich einfacher als vor einigen Jahrzehnten. Es könnten also mehr ältere Menschen noch arbeiten. Ein weiterer Faktor ist, dass man durch Einsatz moderner Technologien die Produktivität der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte erhöhen könnte, also etwa durch Automatisierung, Digitalisierung und Einsatz von künstlicher Intelligenz, am besten einhergehend mit einer Vereinfachung von Regeln und Gesetzen und einer Entbürokratisierung.

 

All dies ist aber in Deutschland sehr schwierig durchzusetzen, da eine Phobie vor neuen Technologien besteht und alle möglichen Bedenkenträger den Status Quo erhalten wollen, inklusive restriktivem Datenschutz und wucherndem Sozialstaat. 

 

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 26 Minuten von Rotenstein:

 ...Es könnten also mehr ältere Menschen noch arbeiten. ...

Ist seit 25 Jahren im Gange

renteneintritt.png

--> https://de.statista.com/infografik/27224/eintrittsalter-in-die-altersrente-und-gesetzliche-regelaltersgrenze/

vor 26 Minuten von Rotenstein:

Ein weiterer Faktor ist, dass man durch Einsatz moderner Technologien die Produktivität der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte erhöhen könnte, also etwa durch Automatisierung, Digitalisierung und Einsatz von künstlicher Intelligenz, am besten einhergehend mit einer Vereinfachung von Regeln und Gesetzen und einer Entbürokratisierung.

 

All dies ist aber in Deutschland sehr schwierig durchzusetzen, da eine Phobie vor neuen Technologien besteht und alle möglichen Bedenkenträger den Status Quo erhalten wollen, inklusive restriktivem Datenschutz und wucherndem Sozialstaat. 

Die Produktivität in Unternehmen zu erhöhen haben die Unterlassernehmer mindestens mit verschlafen :)  

Wenn sie bezüglich neuer Technologie (E-Auto) nicht sogar auf Lobbyismus und Betrug gesetzt haben.

Wie man auf dem letztjährigen CCC sehen konnte sind sogar Nachrichtendienst desavouiert worden weil deutsche Auto-Hersteller eben keinen Datenschutz umgesetzt haben. 

 

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Rotenstein
vor 2 Minuten von CorMaguire:

Ist seit 25 Jahren im Gange

Das spätere Renteneintrittsalter hat aber keineswegs mit der längeren Lebenserwartung mitgehalten.

 

Auch ist mir bei deiner Graphik in erster Linie aufgefallen, dass das Renteneintrittsalter heutzutage immer noch niedriger ist als 1960, also zu einem Zeitpunkt vor der wahnsinnigen Expansion des Sozialstaates, und dies trotz der damals viel geringeren Lebenserwartung. 

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 7 Minuten von Rotenstein:

Das spätere Renteneintrittsalter hat aber keineswegs mit der längeren Lebenserwartung mitgehalten.

 

Auch ist mir bei deiner Graphik in erster Linie aufgefallen, dass das Renteneintrittsalter heutzutage immer noch niedriger ist als 1960, also zu einem Zeitpunkt vor der wahnsinnigen Expansion des Sozialstaates, und dies trotz der damals viel geringeren Lebenserwartung. 

Stimmt ... mir fällt zusätzlich auf dass mein Jahrgang (und einige andere natürlich auch) das ganze Berufsleben (40 Jahre) einen früheren Renteneintritt finanziert hat und dafür nun die Arschkarte gezeigt bekommt :)

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dev

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Sapine

Das Renteneintrittsalter darf man nicht unabhängig von der Beschäftigungssituation sehen. Es gab mehrfach Zeiträume wo der Staat den frühen Rentenbeginn unterstützt hat, um Arbeitsplätze für die jüngeren frei zu machen. Die Arbeitgeber haben kräftig mitgemacht, um die "teuren" Alten loszuwerden. 

 

Das Renteneintrittsalter war in den 60er Jahren tatsächlich nur für Männer höher als heute. Auch wenn es mich persönlich betroffen hat, fand ich die Entscheidung immer richtig, dass Frauen das gleiche Renteneintrittsalter haben sollten wie Männer. Wenn man es für beide Geschlechter betrachtet, hat sich das Renteneintrittsalter erhöht. Aber dank der Wahlgeschenke leider nicht genug. Ich hoffe die Rentenkommission wird diese Geschenke weniger attraktiv gestalten in Zukunft. Ebenso hoffe ich auf einen Automatismus, der die Lebensarbeitszeit mit der Lebenserwartung kombiniert. 

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Mangalica
vor 6 Stunden von CorMaguire:

Wenn man in die Wikipedia schaut geht die Boomer-Generation von 1946-1964. Ich glaube @Sapinemeinte in D wäre es 1950-1970.

In Deutschland sogar noch etwas später, die wirklich geburtenstarken Jahrgänge fingen erst ab 1955 an und erreichten 1964 den Höhepunkt.

 

image.thumb.png.cf8651b8387f0ee61804f57954d92703.png

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CorMaguire

Nicht aus dem Auge verlieren sollte man bei der Finanzierung auch die die sich gerne "entziehen"

 

"Der Bundesagentur für Arbeit zufolge entstand 2023 durch Bürgergeld-Missbrauch ein Gesamtschaden von etwa 260 Millionen Euro. Dagegen stellten die Steuerfahndungsstellen aller Länder im selben Jahr 2,5 Milliarden Euro sicher, was laut BRH nur die Spitze des Eisbergs sein dürfte. Der Sonderbericht schätzt den jährlichen Schaden durch Steuerhinterziehung auf einen „zweistelligen Milliardenbetrag“."

--> https://www.fr.de/wirtschaft/nehmen-den-staat-auf-allen-ebenen-aus-bericht-entlarvt-deutschlands-wahre-sozialschmarotzer-zr-93691262.html

 

Andere schätzen die Steuerhinterziehung auf 100 bis 200 Milliarden, allerdings ist dann meistens auch die Rede von "aggressiver" Steuergestaltung. Soll woll sagen ist gerade noch auf der legalen Seite.

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satgar
vor 4 Minuten von CorMaguire:

Andere schätzen die Steuerhinterziehung auf 100 bis 200 Milliarden, allerdings ist dann meistens auch die Rede von "aggressiver" Steuergestaltung. Soll woll sagen ist gerade noch auf der legalen Seite.

Jan Böhmermann deckte dazu vor einigen Monaten (siehe YT) das Thema der Innerdeutschen Steueroasen auf, welche mit sehr sehr niedrigem Hebesatz die Unternehmen mit Briefkastenfirmen anlocken. Hier gehen vielen guten Kommunen Gewerbesteuern flöten. Laut Subventionsbericht der Bundesregierung stellen die Erbschaftssteuerausnahmen die größte Einzelsubvention dar.

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magicw
· bearbeitet von magicw
Am 30.12.2025 um 00:12 von enma:

83 Euro in 2014 entsprechen inflationsbereinigt einem Wert von 104 Euro in 2024, hat sich also nicht ganz so dramatisch geändert.

Ferner ist das Bruttoinlandsprodukt in dem Zeitraum inflationsbereinigt sogar stärker gewachsen (15,7% vs. 12,5%).

naja, 117-104 sind also inflationsbereinigt 13 Mrd mehr.   Umgerechntet können doch damit   13 Mrd/12/1500  --> also immerhin rund 720.000  Rentner mit 1500 EUR monatlich zusätzlich versorgt werden. 

 

schaut man sich dann die Zahlen aus https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Statistiken-und-Berichte/statistikpublikationen/rv_in_zeitreihen.pdf  

an, dann sind zwischen 2014 und 2024  5 Mio Beitragszahler (Spalte "Versicherte am 31.12.")  dazugekommen während der Rentenbestand gerademal um rund 800.000 Rentner (Spalte "Rentenbestand am 31.12.")  gestiegen ist. 

 

Und die Steigerung um 5 Mio sind tatsächlich zu 90% sozialversicherungspflichtig Beschäftigte lt. DeStatis von 30,2 Mio (2014) auf 34,8 Mio (2024).

Bezogen auf diese 800.000 zusätzlichen Rentenempfänger schafft also nicht mal ein zusätzliches Verhältnis von knapp 5:1 Beitragszahler pro Rentner diesen Anstieg finanzell zu kompensieren. Mit jedem abgebauten Industriearbeitsplatz wird diese Schere immer weiter aufgehen. 

 

Da hilft auch kein höheres Bruttosozialprodukt wenn dieses nur durch Staatsquote und nicht wertschöpfende Dienstleistungen gesteigert wird. 

 

aus "rv_in_zeitreihen.pdf" S.6:

  grafik.png.31114d66687f5c9e3db70ae64af078ae.png

 

grafik.png.15e90831c660051f3789b0ed58af9c2b.png

 

 

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Sapine

In den Niederlanden gibt es eine Reform der Pensionsfonds. Ab diesem Jahr darf das niederländische betriebliche Rentensystem Angebote ohne Garantien anbieten, indem verstärkt in riskante Anlagen investiert wird. Im Handelsblatt wird spekuliert, dass dies Auswirkungen auf längerfristige Anleihen haben wird. Die Umstellung muss bis 2028 erfolgen, wobei aber dieses Jahr bereits nennenswerte Umschichtungen erwartet werden. Ein Teil der Auswirkungen ist bereits eingepreist im Anleihenmarkt. Grund für die Umstellung ist die mangelnde Rendite in Kombination mit der Alterung der Gesellschaft. Angeblich sollen Hedgefonds seit Monaten aktiv sein im Bereich langlaufende deutsche Staatsanleihen. Niederländische Pensionsfonds gelten als eine der wichtigsten Käufergruppen für europäische Staatsanleihen.

 

https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/warum-die-niederlaendische-pensionsreform-fuer-die-maerkte-von-bedeutung-ist-ce7e59dbdb8bf42c

https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/anleihen/maerkte-niederlaendische-pensionsfonds-koennten-anleihemaerkte-durchruetteln/100184328.html

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