Dagobert

Jedem zweiten Deutschen fehlt Finanz-Kompetenz

138 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Aktuelle Umfrage aus dem Spiegel:

 

Immer mehr Menschen sorgen sich um ihre Finanzen - wirklich kompetent sind die wenigsten. Das Umfrageinstitut Ipos kam zu einem ernüchternden Ergebnis: Fast jeder zweite Bundesbürger weiß nicht genug, um wichtige Geldfragen selbständig und vernünftig entscheiden zu können.

 

Jedem zweiten Deutschen fehlt.....

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Geschrieben · bearbeitet von waynehynes

Ja aber man muss auch mal ein wenig Verständnis aufbringen. Ich meine wie soll man sich um seine Finanzen kümmern wenn doch das TV mit

 

  • "Germany's next Top-Model",
  • "Deutschland sucht den Superstar",
  • "Popstars",
  • "Bully sucht die starken Männer",
  • diversen Gerichtsshows
  • "Uri Geller"
  • etc.

 

soviel hochqualitativen Bullshit bietet, dass das doch klar höhere Priorität haben muss als die Realität... Die Leute tragen maßgeblich dazu bei dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Denn nur arbeiten (oder gar arbeitslos) und sonst nix tun reicht halt nicht um gutes Geld zu verdienen. In Amerika sagt man dazu "extra Mile".... Diese sind viele nicht bereit zu gehen aber wenn es ums beschweren geht da laufen die Leute sogar nen Marathon..

 

Gruß

W.Hynes

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Geschrieben

Schulfach Wirtschaft fordere ich bestimmt schon länger als der Bankenverband. ;)

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Geschrieben

Ja aber man muss auch mal ein wenig Verständnis aufbringen. Ich meine wie soll man sich um seine Finanzen kümmern wenn doch das TV mit

 

  • "Germany's next Top-Model",
  • "Deutschland sucht den Superstar",
  • "Popstars",
  • "Bully sucht die starken Männer",
  • diversen Gerichtsshows
  • "Uri Geller"
  • etc.

 

soviel hochqualitativen Bullshit bietet, dass das doch klar höhere Priorität haben muss als die Realität... Die Leute tragen maßgeblich dazu bei dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Denn nur arbeiten oder gar arbeitslos und sonst nix tun reicht halt nicht um gutes Geld zu verdienen. In Amerika sagt man dazu "extra Mile".... Diese sind viele nicht bereit zu gehen aber wenn es ums beschweren geht da laufen die Leute sogar nen Marathon..

 

Gruß

W.Hynes

 

WH,

 

Du triffst den Nagel mal wieder voll auf den Kopf! :thumbsup:

 

aber motzen ist halt einfacher als sich um seine eigene Finanzen selbst zu kümmern (dazu würden es übrigens schon reichen eine vernünftige Tageszeitung zu lesen, da stehen genug Artikel zu Geld und Finanzen drin)

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Geschrieben

In Amerika sagt man dazu "extra Mile".... Diese sind viele nicht bereit zu gehen aber wenn es ums beschweren geht da laufen die Leute sogar nen Marathon..

 

besser kann man es nicht auf den punkt bringen und genau das fu**t an der gesellschaft.

das ist auch bei diesem thema genau der punkt: den leuten mangelt es an eigeninitiative, wille und motivation. aber das kann ihnen keiner geben, weder der staat noch sonst wer. und so wird halt munter weiter versagt und man verschuldet sich oder lässt sein geld das leben lang auf dem sparbuch zu negativem realzins vergammeln.

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Geschrieben · bearbeitet von Schnitzel

mangelnde konzentrationsfähigkeit auf ein thema ist auch so ein punkt. wer sich nicht mal ne stunde auf einen sachverhalt einstellen kann, hat bei vielen dingen bereits verloren.

 

oder wie es jetzt so schön in "generation doof - wie blöd sind wir wirklich?" von stefan bonner und anne weiss stand:

 

...und erfolgreiche Topverdiener, denen abends nichts Besseres einfällt, als sich das Gehirn von einfältigen Fernsehsendungen pürieren zu lassen.

 

Ist übrigens ein sehr spaßig geschriebenes buch. für alle, die sarkassmus und ironie über das tägliche leben mögen zu empfehlen

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Geschrieben

Schulfach Wirtschaft fordere ich bestimmt schon länger als der Bankenverband. ;)

Bravo. Auch ich fordere schon lange vor allem im Gymnasium das Fach Wirtschaft UND Rechnungswesen massiv zu forcieren. Gerade Rechnungswesen ist essentiell damit man weiß wie in Unternehmen überhaupt funktioniert und worauf es ankommt. 5 Jahre das in der Schule von der 7 - 12 und du kannst dir ein Großteil des Studiums sparen. Lutscherfächer gibt es genug die man eher auf freiwilliger Basis anbieten könnte. Stichwort: Wahlpflichtfach. Man müsste flexibler werden in der Schule

 

Gruß

W.Hynes

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Geschrieben · bearbeitet von Sapine

Bin ja auch für etwas mehr Wissen rund um Wirtschaft und Finanzen, aber 5 Jahre Buchführung in der Schule? Sei mir nicht böse, das ist ein wenig übertrieben. Übrigens wären 7-12 = 6 Jahre. :-

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Geschrieben

tja kommt davon, wenn man seine Zahlen nochmal abändert. Dann halt von der 8 - 12. Klasse. Ich denke wenn das Wahlpflichtfach ist dann können die Schüler flexibel auswählen ob sie Kunst, Musik oder Wirtschaft oder sonst was wollen. Ich denke Allgemeinwissen über Finanzen, Wirtschaft etc. sind niemals falsch. Dagegen behaupte ich kann die Mehrzahl auf Musik und Kunst verzichten weil das später nicht von jedem den Alltag nachhaltig dominiert. Wirtschaft und Finanzen dagegen sind für jeden später wichtig.

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Geschrieben

Ich halte "jedem zweiten" noch für weit untertrieben. Man kann sicher nicht erwarten, daß jeder Bürger zum Finanexpterten werden muss, aber das Desinteresse dass viele Mitbürger dem Thema entgegenbringen ist immer wieder erschreckend für mich. Selbst unter Leuten, die es eigentlich besser wissen müssten. Aber "über Geld spricht man nicht" und die Schulen ignorieren das Thema fast völlig.

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Geschrieben

Also bei uns in Bawü konnten die jetztigen 12er zum ersten mal das Fach Wirtschaft 4std ins Abi reinnehmen - sowas hätte ich mir schon zwei Jahre früher gewünscht :-

 

Aber im Ernst: Das einzige Fach, in dem Wirtschaft unterrichtet werden soll, ist ja Gemeinschaftskunde - aber das hat man erst ab Klasse 10 und in Klasse 12 und 13 hat man es sogar nur in 2 von 4 Halbjahren jeweils zweistündig!!!! Dh jedes andere Fach wird höher gestelllt....Und das was dann da im Themenbereich "Wirtschaft" unterrichtet wird ist auch nur "was ist soziale Marktwirtschaft", "die bösen Unternehmer", "Kapitalmärkte sind eh das letzte".....so ungefähr ist der Tenor, nicht nur bei den Lehrern, sondern auch in den Schulbüchern....

 

Dass das natürlich die Motivation, sich über Finanzen Gedanken zu machen, nicht fördert, ist ja klar.....und da in Deutschland die ganze Politik und die breite Bevölkerung sowieso "kapitalskeptisch" ist, und das IMO immer mehr zunimmt (ich sag nur rot-rot-grün :w00t: ), wird sich die Lage auch nicht bessern....

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Geschrieben

Na ja, immerhin dürfen wir uns Gedanken über unsere Finanzen machen.

Viele brauchen sich nämlich gar keine Gedanken machen, weil sie gar ein Geld haben, das sie anlegen könnten, da alles Geld für die Lebenshaltung drauf geht.

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Geschrieben

Na ja, immerhin dürfen wir uns Gedanken über unsere Finanzen machen.

Viele brauchen sich nämlich gar keine Gedanken machen, weil sie gar ein Geld haben, das sie anlegen könnten, da alles Geld für die Lebenshaltung drauf geht.

 

Ich finde gerade Leute, die alles Geld ausgeben, sollten sich als erste Gedanken über ihre Finanzen machen. Klar gibt es Leute, die sich gerade so mit Mühe und Not über Wasser halten können. Aber viele Leute verhalten sich einfach unvernünftig und geraten dadurch dann in finanzielle Schwierigkeiten.

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Geschrieben

ich fürchte, der grund könnte auch an mangelndem personal liegen. viele wirtschaftlich interessierte leute nutzen dieses wissen und werden dann ganz bestimmt keine lehrer. weil sie wissen, wie unwirtschaftlich das wäre. ;)

 

ich bin eher für den aufbau von besserer schutpolizei, damit wir uns wie in amerika in 20-30 jahren unseren angehäuften reichtum auch verteidigen können und es nicht mit desintressierten schmarotzern teilen müssen.

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  • "Germany's next Top-Model",
  • "Deutschland sucht den Superstar",
  • "Popstars",
  • "Bully sucht die starken Männer",
  • diversen Gerichtsshows
  • "Uri Geller"
  • etc.

Man darf nicht vergessen: "Jedes Volk bekommt die Medien, die es verdient!"

Ich gebe unseren heutigen Medien (insbesondere TV und BILD) wirklich erhebliche Schuld an diesem Bildungsniveau. Geht schon im Kindesalter los, früher hatten wir nur "Sendung m d Maus" und "Peter Lustig" und heute wird von morgens bis abends japanische Zeichentrick geschaut. Leider haben es vernünftige Politsendungen, Magazine und Dokumentationen bei den Quoten der o.g. sehr schwer.

 

Wirtschaftsunterricht in der Schule ist ein wirklich guter Punkt, empfinde ich auch als wirklich wichtig. ReWe / Buchführung dagegen ist schon sehr speziell und gehört m.E. nur in Grundzügen als Part von Wirtschaft in die Schule, ansonsten nur wen es interessiert, oder wer es braucht (Ausbildung).

 

mfg

Chris

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Geschrieben

Die Leute lesen heute auch viel zu wenig bzw. können einen Absatz nicht ohne Stammelei oder Kichern wegen "komischer Wörter" vortragen. Geht mal in euch und überlegt, wieviel von denen ihr in der Klasse / im Kurs hattet.

 

Von der deutschen Schlechtschreibung, spätestens seit der dritten Reform von der Reform schreibt eh jeder wie er will. Da kommen dann auch schonmal selbst in großen Kaufhäusern so Werbeplakate wie

 

Mädchen und Jungenhose für 2,99

 

vor. Wahnsinn, in dem Haus kann man Mädchen für 2,99 kaufen... :o

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Geschrieben

Na, wird hier wieder der Mythos des volksverdummenden Fernsehens kolportiert?

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Geschrieben

Ja. Stammtischgebrabbel auf vermeintlich hohem Niveau. Das vermutet man bei einigen Usern hier eigentlich nicht so... :blink:

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Geschrieben

Ja. Stammtischgebrabbel auf vermeintlich hohem Niveau. Das vermutet man bei einigen Usern hier eigentlich nicht so... :blink:

 

dann erleuchte uns doch mal wie es wirklich ist.....fern von den Stammtischen :-

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Geschrieben

Erleuchten kannst Du Dich sicher selbst am besten. ;)

 

Du wirst schon verstanden haben, dass sich mein Beitrag im übertragenden Sinn auf das grundsätzliche und einfache herziehen über die ach so ungebildeten Bevölkerungsschichten und ihre Freizeitaktivitäten bezog. Der Mensch sucht sich doch immer irgendwelche anderen Menschen, über die er in irgendeiner Art&Weise herziehen kann. Das ist in einem Wertpapierforum (dessen User zumindest ein gewisses Mass an finanzieller Kompetenz innehaben (sollten)) ja auch so ungemein schwierig, sich über finanziell ungebildete Menschen zu amüsieren...

 

Wenn man sich z.B. über einen vergessen Bindestrich lustig macht, dann muss man da schon ein ganz besonderes Faible für haben...

 

Das der Mensch an sich doch faul und bequem ist und sich lieber passiv unterhalten lässt als selber aktiv zu werden, ist allseits bekannt und wird doch dadurch auch nicht besser, dass man es Gebetsmühlenartig wiederholt.

 

Gruß vom Gallo

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Geschrieben

Das der Mensch an sich doch faul und bequem ist und sich lieber passiv unterhalten lässt als selber aktiv zu werden, ist allseits bekannt und wird doch dadurch auch nicht besser, dass man es Gebetsmühlenartig wiederholt.

 

Naja aber totschweigen ist auch nicht gerade der Brüller so wie du das machst. Und passiv sich unterhalten lassen ist doch völlig in Ordnung. Dagegen sagt keiner was, aber erst wenn man aktiv seine Hausaufgaben gemacht hat. Das hätte in der Schule schon so sein sollen und ändert sich halt auch im Erwachsenendasein nicht.

 

Gruß

W.Hynes

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Geschrieben · bearbeitet von bayerman

Irgendwo hab ich folgenden Satz gefunden:

Die Dummen leben von ihrer Arbeit und die Reichen leben von den Dummen

Kann mir gut vorstellen, dass die Verfasser der allseitsbekannten "Investment-Reports" so denken.

 

@ Schnitzel: Hatte mal das Wort "Blase" (in Verbindung mit Gold und Öl) im Wirtschaftsunterricht erwähnt und alle hatten was zu lachen - außer der Lehrer ;)

 

Uns Schülern wird meistens vorgehalten, wir würden keinen Blick in eine Tages- bzw. Wochenzeitung werfen. Unsere Informationsquellen seien Privatfernsehen, BILD und BRAVO und das Internet. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass es im meinem Umfeld (Schule, Musik- und Sportvereine uvm...) schwierig ist, akzeptiert zu werden, wenn man KEINEN Alkohol zu sich nimmt oder die letzte

* "Germany's next Top-Model",

* "Deutschland sucht den Superstar",

* "Popstars",

* "Bully sucht die starken Männer",

* diversen Gerichtsshows

* "Uri Geller"

* "Schlag den Raab"

Sendung verpasst hat.

 

Dieses Jahr hatten wir das erste Mal Wirtschaft im Unterricht gehabt. (9. Klasse, Gymnasium, Bayern) Finanzielle Kompetenz konnte ich dadurch leider nicht erwerben. Geldanlagen wurden auch angesprochen, allerdings viel kurz. (Aber genau dieses Thema interessierte mich brennend, somit hab ich den Weg zu Büchern - anfangs Bellestrik - und in dieses Forum gefunden.)

 

Hier ist das komplette Inhaltsvezeichnis unseres Wirtschaftsbuches (Saldo 9) zu finden http://www.westermann.de/pdf/978-3-14-116209-7_inhalt.pdf

 

Aber wie sollte jemand zu finanzieller Kompetenz kommen, wenn es ihn nicht interessiert? Wie sollte jemand auf die Idee kommen, sich mit der Finanzwirtschaft auseinanderzusetzen, wenn man sich über das Tagesgeschehen per Privatsendern wie RTL und Pro7 informiert. Wer nicht gerade bei Youtube über hochinteressante Dokumentationen von staatlichen Sender stolpert, wird sich auch schwer tun. Ein genialer Channel ist IMO

 

http://www.youtube.com/profile_videos?user=Hubogolist

 

Ich frage mich, was die Leute denken, wenn sie von 5,65% Zinsen der Kaupthing Edge Bank hören oder lesen.

"Was sind Zinsen?"

"Hat mit Geld zu tun, da muss ich was zahlen"

"Langweilig"

"Was sucht der Dreck im Sportteil?"

--- Mit ein bisschen Grundwissen müsste es doch *KLICK* machen: "Hey da bekomme ich rund 5% mehr Zinsen als auf meinem Sparbuch! Und der Aufwand ist gering"

 

Naja, ich freu mich schon auf das nächste Wirtschaftskapitel - RECHNUNGSWESEN

 

@ boRn : Meine Lieblingssendungen war immer

Wickie - als Zeichentricksendung, aber auch die

Sendung mit der Maus - nur den Käptn Blaubär mochte ich nicht....aber der kam eh immer zum Schluss

und Wissen macht Ah

 

kam alles immer abwechselnd um 18.30h im Kinderkanal

 

Innerhalb weniger Jahre schaute man Pokemon - Digimon und Dragonball Z *wohooo* *bam* *flatsch* *kambooka* *pikatschu?*- ich nicht

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Geschrieben

@ wayne

 

Du kannst mir glauben, ich schweige das nicht tot. Schade, dass Du das so verstanden hast. Grundsätzlich hast Du sicher recht mit dem passiven Unterhalten NACH den Hausaufgaben aber wie bekommt man das in die Köpfe der Leute? Ich vermisse z.B. ein paar Lösungsansätze wie man diesem Misstand beheben kann. Ich lese andauernd so Stammtischparolen wie "dummes, faules Volk", "zu doof, sich in den elementarsten Dingen schlau zu machen" etc. pp. Was ich aber nicht lese sind z.B. Bemühungen einzelner, mal aktiv etwas dagegen zu unternehmen. Hier werden zwar immer Vorschläge gemacht, dieses und jenes am Sozialsystem zu ändern bloss ändert das alles NICHTS. Ergo empfinde ich solche Diskussionen oft als müssig, ohne sie jedoch in Frage zu stellen. Es fehlt mir einfach eine gewisse Entwicklung...

 

Gruß vom Gallo

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Geschrieben

Das eine Lösung auf Knopfdruck schlichtweg nicht möglich ist ist doch klar. Sowas kannst du nur langfristig anpacken. Der Staat kann nur über das Bildungswesen etwas tun. Auf die TV-Angebote hat man leider wenig Einfluß aber wenn ich mich jetzt nicht ganz täusche gab es von der ARD mal einen Bericht über das Leben in BRD im Jahr 2030 oder so wo man eine Entwicklung vorgezeichnet hat. Habe ich leider auch nicht gesehen aber hat damals für viel Gesprächsstoff gesorgt. Auch Sparkassen die in staatlicher Hand sind und sich ja dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen (steht sogar in der Satzung oder Zweckbestimmung) sollten mal ihre Kreditvergaberichtlinien entsprechend überdenken, wobei dies nichts an der Tatsache ändert, dass die Leute sich dann die Kohle bei anderen Kredithaien holen. Und damit meine ich vermeintlich seriöse Geschäftsbanken. Die Aufklärungspflichten der Banken z.B. in Sachen Mifid oder ähnliches sind ein Witz. Das wird so gekonnt umgegangen dass letztendlich nur ein bürokratisches Monster ohne Zähne übrig bleibt.

 

zum TV: Auch von den privaten muss was kommen. Ich habe die Sendung dieses Schuldenberaters noch nie gesehen aber sowas geht schon mal in die richtige Richtung, wenn auch ich keinerlei Hinweise oder Quellen habe dass dies Mißstände erledigt oder anpackt. Aber eine Sensibilisierung für das Thema wäre schon mal nicht verkehrt. Leider will halt das Fußvolk die einfachen, skandalträchtigen Geschichten lieber lesen.

 

Der Satz ist nicht ganz falsch, wenn es heißt "Die Dummen leben von ihrer Arbeit und die Reichen leben von den Dummen". Wer da mal genau darüber nachdenkt stellt fest dass dies symbolisch auch oft die dargestellte Schere zwischen Arm und Reich darstellt. Wo das hinführt weiß ich nicht, aber Aufklärung tut not. Ich glaube es wäre schon viel geholfen wenn sich im Bankensystem etwas drastisch ändern würde. Stelle dir nur mal vor die Leute würden Geld für einen Honorarberater auszugeben ähnlich wie bei der Steuer. Dann wären schon viele Probleme weniger vorhanden und die Zahlungen an den Berater holen das was man sich dann durch Fehlberatung spart um ein vielfaches wieder rein.

 

Letztendlich - und da kommt wieder der Spruch ins Spiel - fördern viele Gesellschaftsteile den dummen Bürger um an ihm selbst zu verdienen. Jeder ist nun mal auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Und das schlimmer als jemals zuvor. Früher gab es noch sowas wie "Ehre und Anstand" aber davon ist in vielen Teilen der Gesellschaft nicht mehr viel zu sehen. Auch das läuft jetzt sicherlich nicht in die Richtung die du dir vielleicht vorstellst aber es ist das Privileg der Leute die intelligent sind sich über solche Missstände zu unterhalten und ggf. auch mal den Finger in die Wunde zu legen auch wenn dabei vielleicht nicht gleich Lösungsvorschläge hervorgehen. Dafür sind halt immer noch andere Leute in diesem Land zuständig.

 

Wenn es danach nämlich ginge, dass man nicht mehr den Finger heben darf oder über etwas negativ diskutieren darf würden viele Mißstände nicht aufgedeckt. Das gilt jetzt vielleicht nicht für dieses Forum aber ganz sicher für die große weite Welt der Medien. Von daher finde ich es positiv wenn solche Artikel in Zeitschriften erscheinen und ggf. auch mal zu einer Diskussion führen und wenn es hier im Forum ist. Denk dabei auch an die Newbies die dieses Forum aufsuchen und Hilfe bei der Altersvorsorge wollen.

 

Gruß

W.Hynes

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Geschrieben

Kleine Anekdote aus unserem GK-Unterricht, 10. Klasse war des glaub ich (und des stimmt echt!!):

 

Lehrer fragt Schülerin: "Was ist eine Aktie?"

 

Schülerin: "Weis nich...."

 

Lehrer: "Das kann doch nich sein!"

 

Er geht zu ihr, und legt ein 50Cent-Stück auf ihren Tisch und fragt: "Ist das ne Aktie????"

 

Schülerin: "Ja?!"

 

Uns hats so zerrissen, aber das spiegelt den Wissensstand der Masse wieder IMO.....eigentlich ist das nich lustig, sondern traurig....

 

Bei uns hat dann vor zwei Jahren mal ein Lehrer bei den Projekttagen ein Projekt "Aktien, Fonds und Börse" angeboten - da haben sich dann aber nur 4 von 400 möglichen Schülern angemeldet....

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