stocksurfer

Credit Default Swaps (CDS)

131 posts in this topic

Posted

Endlich mal wieder ein Quote aus meinem Lieblings-Blog (und natürlich mal wieder eine echte Bombe - wie schon die Statistik, die Herr Ritholtz nicht richtig lesen konnte). :blink:

 

Ich habe versucht, das ganze ellenlange Geseier zu lesen, konnte es aber nicht aushalten. Aber der Text legt ja nahe, dass nicht nur die AIG ein komplett betrügerisches Unternehmen ist, sondern auch viele wichtige Vertragspartner zusammen mit der AIG ein Netzwerk organisierter Kriminalität aufgebaut haben. Als "Beweise" dafür konnte ich aber nur irgendeinen zehn Jahre alten Side Letter aus Australien (!) finden.

 

Die Deutsche Bank kommt in dem Artikel gar nicht vor, Goldman Sachs ganz am Ende und ohne jede sinnvolle Begründung. Also:

 

  • Wo sind bitte Belege (und ich meine Belege mit Quellen, nicht irgendwelche Anschuldigungen und Vermutungen) für die Idee, dass irgendwelche Zahlungen an die DB oder GS rückabgewickelt werden könnten?
  • Wo sind die Belege dafür, dass diese Side Letters tatsächlich so weit verbreitet sind, wie unser lieber Blogger (bzw. IRA) es behauptet?
  • Wie renommiert ist diese Firma Institutional Risk Analytics? Die liefern also Einschätzungen zu Kreditrisiken und verbreiten dann so ein verschwörungstheoretisches Zeugs? Hat neben den paar Blogs, die ich gefunden habe, auch mal ein anderes Medium darüber berichtet? Vielleicht eine große Nachrichtenagentur oder renommierte Zeitung? Falls nein: warum wohl nicht? Falls ja: gut.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

.... Ich habe versucht, das ganze ellenlange Geseier zu lesen, konnte es aber nicht aushalten. ...

Wieder mal so sachlich heute? Obwohl nix Kritisches gegen Immos? :lol:

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Wieder mal so sachlich heute? Obwohl nix Kritisches gegen Immos? :lol:

 

Total sachlich. Hast Du Antworten auf die Fragen, die ich gestellt habe?

 

Letztes Mal hat das mit den Antworten ja nicht so gut geklappt.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

... Hast Du Antworten auf die Fragen, die ich gestellt habe? ...

Brauchst mir nicht hinterherzustalken. Und was den Vorfall letztens angeht:

Selbst das statistische Amt hat klar gemeint, dass die bereinigte monatliche Rate statistisch insignifikant sei - nur TerracottaPie wollte das absolut nicht einsehen.

Und plonk.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by TerracottaPie

Brauchst mir nicht hinterherzustalken. Und was den Vorfall letztens angeht:

Selbst das statistische Amt hat klar gemeint, dass die bereinigte monatliche Rate statistisch insignifikant sei - nur TerracottaPie wollte das absolut nicht einsehen.

Und plonk.

 

:rolleyes:

 

Einen Thread lesen und Fragen zu einem dubiosen Beitrag stellen ist also stalken? Beantworte doch zur Abwechslung mal die Fragen, die ich gestellt habe.

 

Das Immo-Fass will ich nicht wieder aufmachen. Ich habe aber eingesehen, dass die Daten statistisch nicht signifikant waren. Nur hast du leider meine Kritik an Barry Ritholtz nicht mal ansatzweise verstanden. Daher waren all deine Antworten ja auch so sinnlos.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Wo sind die Belege dafür, dass diese Side Letters tatsächlich so weit verbreitet sind, wie unser lieber Blogger (bzw. IRA) es behauptet?

 

Das ist die zentrale Frage meiner Meinung nach. Sideletters sind natürlich illegal...

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Chis Whalen sollte aus der Praxis wissen wie das mit den "side letters" geht. Die SEC klagte ihn deshalb an und Whalen bezahlte brav seine Strafe "without admitting or denying the allegations against him".

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

ZeroHedge: The AIG CDS Unwind Investigation Begins

 

As Zero Hedge reported first, strange things happened in January and February when AIG was allegedly unwinding CDS trades with its trading counterparties. As we reported, the taxpayer funded loss that AIG presumably experienced on wholesale CDS unwinds may have well been the reason for the banks' reported trading profitability in the first 2 months of the year.

 

Today Neil Barofsky, special inspector general for the TARP, has taken our assumption a step further and has launched a full blown probe into just what may have happened into those two fateful months.

Weiterer link zu bloomberg-story bei 0-hedge vorhanden (Fett: meine Hervorhebung, man denke an die "side letter"-Behauptungen): AIGs Bank Payments Probed By TARP Inspector General.

 

Lawmakers, frustrated with the cost of an AIG bailout that has expanded three times, have asked why about $50 billion was paid after the initial September rescue to banks that bought credit-default swaps from the firm. The audit will reveal who made critical decisions regarding the payments and provide an explanation for the actions, Barofsky said.

 

To what extent did AIG pay counterparty claims at 100 percent of face value and was any attempt made to renegotiate and close out these claims with haircuts? Barofsky wrote. Questions concerning whether AIG paid more than necessary to counterparties and whether Treasury adequately monitored such payments are clearly relevant.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Super, noch einer der das nicht kapiert hat mit der Systemkrise )-:.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by XYZ99

bloomberg: Credit Swaps ‘Big Bang’ Loosens Bank Grip as Pimco, Primus Gain

 

April 8 (Bloomberg) -- JPMorgan Chase & Co., Goldman Sachs Group Inc. and the eight other banks that have dominated the credit-default swaps market for a decade are now ceding some power to their clients as regulators push for transparency.

 

Pacific Investment Management Co., Elliott Management Corp. and three other investment firms will join 10 dealers this week on a committee that will make binding decisions for the first time on how contracts are settled. Such decisions have influenced payouts and, at times, had the potential to almost double the amount investors made or lost.

 

....

 

The overhaul, dubbed the “Big Bang” because it’s considered a cataclysmic shift for the market, aims to bring a fresh set of standards to existing and new trades.

 

EDIT: auf deutsch gibt es hier was von ftd: Kreditderivatemarkt vor dem Urknall

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Interessante Gedanken von egghat/Barron´s, dass die CDS General Motors zugrunderichten müssen...

 

Weil CDS eine Art Vollkaskoversicherung ist, werden die bond-Schuldner sich nicht mit den 10% equity, die ihnen in Aussicht gestellt wurden, zufriedengeben. Weil sie ja zu 100% versichert sind, in Fall einer Insolvenz von GM.

 

Im Fall der Auto-Vollkasko-Rundum-Glücklich-Police von oben wird jedem schnell klar wird, dass eine Versicherung so nicht funktionieren kann,. Diese Erkenntnis ist den hochbezahlten Experten an der Wall Street, die die CDS konstruiert haben, aber scheinbar noch nicht gekommen ...

 

Das Naheliegende sieht man manchmal am allerwenigsten! Spannend, wie es weitergehen wird. (Ein "Full statement from GM Bondholder Group" gibt es via zerohedge).

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Hannover Rück mit 58 bp kommt mir etwas bescheiden vor. Kein Wunder, dass mit sowas auch gehandelt werden kann, auch wenn man den Schutz nicht unmittelbar verwenden will. Oder machen die Re-s ihre eigenen Kurse, hehe ^_^

 

Der Gedanke kam mir auch schon: Einfach die PR-Abteilung, bevor sie nach Hause geht, noch schnell einen quote stellen lassen. Da muss auf jeden Fall noch etwas getan werden, auch wenn es in die richtige Richtung geht. Das hat echt Potential, die Ratingagenturen zu entmachten. Wobei der Erwerb von CDS eigentlich auch an den Besitz der entsprechenden Anleihe gebunden sein müsste, um wirklich effizient zu sein, da man sonst mit einem 5%'igen Einsatz Unternehmen echt in die Pleite führen koennte (Das sind bis zu 2000% Gewinn, oder wenn man die Auszahlungsrate von GM nimmt, 1750%; das steht einfach in keinem Verhaeltnis).

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

500 bp upfront wären also 5 % auf den zu versichernden Betrag, zahlbar im Voraus. Dann kommt noch der jährliche Betrag hinzu, der in der vorletzten Zeile vermerkt ist. Für Glencore hiesse das, dass jegliche Anleihe mit 5 % zu versichern ist (egal wie lange sie läuft) und dann nur noch mit 0,05 % p.a.

 

Nein, es ist andersrum. Die 500BP sind die regelmäßige Zahlung über die gesamte Laufzeit. Der Wert der in der Spalte steht, ist der sofort fällige Betrag.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Ohje :unsure: , jetzt hammers endlich?

 

Also, der hochvariable "Preis" ist der "upfront"-Preis, ein Pauschbetrag, der für die Absicherung irgendwelcher Kreditausfälle eines bestimmten Schuldners im Vorraus fällig wird. Die 1 oder 5 % COUPONS werden jährlich zusätzlich fällig.... Stephans link hat das ja gut beschrieben, dass es nur 2 Copon-Typen bisher gibt....

 

Heisst: Glencore ist mit 5 % p.a. in der übelsten Kategorie.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Aber das ist doch irgendwie absurd: Unterstellt, dass ich, wenn ich mir einen CDS kaufe, das Ausfallrisiko eliminiert habe, haette ich teilweise risikofreie Zinsen von 5%. Das kann doch nicht sein: Entweder ist der Anleihenmarkt viel zu billig oder der CDS-Markt ist total ineffezient.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Nun, bezüglich der Effizienz der CDSes von ehedem brauch man sich nur AIG anzuschauen. Ich denke da auch an das Gerücht, die CDS seien nur als deal für das Aushebeln der Kern/Eigen-Kapitalquoten a la Basel II gut gewesen - man kann ja wohl nicht meinen AIG hätte ernstlich in Betracht gezogen, für alle angeblich versicherten Kreditausfälle geradezustehen! Wenn die CDS als Versicherungsinstrument brauchbar sein sollten, können sie sich jetzt bewähren, nach dem "Urknall".

 

Dass nicht aller Kreditmüll happy aufgekauft wird, sieht man an dem Schwächeln der CMBS und ABS --- CMBS & ABS - RALLY? WHAT RALLY?

 

The reflation trade appeared to be spreading like a wildfire throughout financial assets as of the end of May. Raw materials soared, the stock market sprang back into positive territory and the primary target of reflation, real estate, even began to show some signs of life. The severely depressed CMBS and ABS markets surged as signs of life grew more and more evident. But in recent weeks, the prices of CMBS and ABS have declined to their lows almost as quickly as they rose: ....

 

So ein Müll lässt sich genausowenig versichern, wie gegen Gebissenwerden wenn man mit 100 Klapperschlangen in die Badewanne steigt. In so einem Fall ist Hopfen und Malz verloren, nur die Endlagerung in einer "bad bank" kommt da in Frage. Und natürlich das Abschreiben.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by Stephan1

Aber das ist doch irgendwie absurd: Unterstellt, dass ich, wenn ich mir einen CDS kaufe, das Ausfallrisiko eliminiert habe, haette ich teilweise risikofreie Zinsen von 5%. Das kann doch nicht sein: Entweder ist der Anleihenmarkt viel zu billig oder der CDS-Markt ist total ineffezient.

 

War das ein einmalig dummer Kommentar, oder ist das Fehlen von Posts als Zustimmung zu werten? Ich würde darüber schon ganz gerne darüber diskutieren, da ein wirklich funktionierender CDS-Markt den Anleihenmarkt schon massivst beeinflussen würde. Und ich verstehe diesen Markt noch nicht wirklich.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

@Stephan1:

Dein Kommentar war ganz und gar nicht dumm. Es ist im Moment tatsächlich möglich, mittels Kauf einer Anleihe oder eines Schuldscheindarlehens und gleichzeitiger Absicherung mittels CDS risikolos (außer Abwicklungsrisiken) eine ansehnliche Marge zu generieren. Ich glaube aber, dass dies nicht dauerhaft so bleiben wird. Mir sind aber (kleinere) Banken bekannt, die diese Strategie seit einigen Monaten erfolgreich fahren. Vermutlich wird man es aber nicht mit einem Milliardenportfolio machen können.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

nur als Kleinanleger ist man von dem Markt ausgeschlossen soweit mir bekannt. Oder gibt es entsprechende Möglichkeiten ?

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

bloomberg: Credit-Default Swaps Probed by Justice Department, Markit Says

 

July 14 (Bloomberg) -- The U.S. Justice Department is investigating the market for credit-default swaps, according to Markit Group Ltd., the data provider majority-owned by Wall Streets largest banks.

 

Markit has been informed of an investigation by the Department of Justice into the credit-derivatives and related markets, spokeswoman Teresa Chick said ....

U.S. lawmakers plan to regulate the $592 trillion over-the-counter derivatives market, which includes credit-default swaps ... The Obama administration now wants all trades of over-the- counter derivatives to be backed by clearinghouses or registered with regulators. ...

 

Markit provides derivative and bond data to more than 1,500 customers. It owns the most actively traded credit swap indexes and pricing services in the market, which represents $28 trillion in underlying securities, according to the New York- based Depository Trust & Clearing Corp. ... Justice Department investigators want to know if Markits bank shareholders received advantages as owners and providers of prices and trading patterns for credit-default swaps, said two of the people. The data from the markets largest users is provided to more than 300 financial firms to set prices of the contracts in their portfolios, according to Markits Web site.

 

End-of-day and real-time prices for credit swaps are available to Markit customers, the company says on its Web site. Real-time prices come from the Wall Street dealers that send that information to clients throughout the day.

 

Markit checks the information it receives to ensure its current and correct, according to the company. By insisting on the highest standards, we ensure superior data quality for an accurate mark-to-market and market surveillance, the Web site says.

 

Markit strives to enhance transparency and efficiency in the credit derivatives market by making all our independent data products commercially available to all market participants, ...

 

Ob es so ausgeht? ;)

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

faz.net, 31.7.09

Kreditausfallversicherungen

Ein Schritt zu einem stabileren Finanzsystem

 

Nanu, fehlt da nicht das Fragezeichen in der Überschrift? Gutes timing für so eine doch wichtige Nachricht, nebenbei....

 

Die Europäische Kommission ist ihrem Ziel, dem Finanzsystem in Europa mehr Stabilität zu verleihen, ein Stück näher gekommen. Fristgerecht bis Ende Juli haben die Banken begonnen, den Handel von Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps, CDS) über eine zentrale Gegenpartei abzuwickeln. Dies hatte der EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy im Oktober 2008 gefordert. Im Februar hatte die Branche eine entsprechende Selbstverpflichtung unterzeichnet.

 

....soll der Aufbau von unbesicherten CDS-Risiken in unbekannter Höhe durch das Einschalten einer zentralen Gegenpartei vermieden werden. In Europa werden Eurex Clearing - eine Tochtergesellschaft der Deutschen Börse AG und der Schweizer Börse - und die amerikanische ICE Clear als zentrale Gegenparteien auftreten. Sie stehen fortan in der Mitte eines jeden Geschäfts. Sie sind Käufer für den Verkäufer und Verkäufer für den Käufer.

 

Die Marktteilnehmer müssen bei den Clearinghäusern Sicherheiten hinterlegen. Eurex Credit Clear - wie die Gesellschaft der Deutschen Börse heißt - verlangt zum Beispiel einen Mindestbeitrag von 50 Millionen Euro für einen Clearing-Fonds, eine Eigenkapitalausstattung der angeschlossenen Marktteilnehmer von mindestens 2 Milliarden Euro und zudem noch Sicherheitshinterlegungen je nach Risiko der eingegangenen Positionen.

Das ist das Entscheidene. Die garantierten Sicherheiten. Das Problem der CDS bestand ja darin, dass sie Scheingeschäfte waren, die nur die leverage der sich versichernden erhöhen sollten. War eine Bank Gläubiger konnte es die Eigenkapitalverpflichtungen (Basel II) durch ein CDS Geschäft an die AIG beispielsweise abwälzen. AIG dachte aber nicht im Traum daran, Sicherheiten bereitstellen zu müssen... Daher ist jetzt der genaue und kritische Blick auf die Sicherheiten, wie sie jetzt geschaffen werden sollen, wichtig.

 

50 Mio Euro erscheint als lächerlich gering und eine "Tochtergesellschaft der Börse AG" als Garantin mit Sicherheitsnetz (Fonds) kann kaum ausreichen. Es müsste sichergestellt werden, dass der Versicherer im Schadensfall ausreichend liquide sein muss, um seinen CDS verpflichtungen nachzukommen. Hiervon ist aber keine Rede. Die Eigenkapitalanforderungen erscheinen willkürlich und nicht verschieden von der Situation vorher. Die Freiwilligkeit der Teilnahme macht die Initiative natürlich vollends zur Farce.

 

Immerhin:

Große Marktteilnehmer wie Deutsche Bank, Goldman Sachs oder HSBC haben sich der EU-Kommission gegenüber jedoch am 17. Februar verpflichtet, von Ende Juli an ein Clearinghaus zur zentralen Verrechnung zu nutzen.

Diese "Verpflichtung" ist vermutlich keinen Heller wert, da sie einfachst umgangen werden kann (via Strohmänner).

 

Man darf aus allem folgen, dass es sich bei der "Regulierung des CDS-Markts" um reine Kosmetik politischer Art handelt. An einem echten Versicherungsmarkt für Kredite hat niemand wirkliches Interesse. Dies ging verloren, als CDS ihre Funktion als Feigenblatt für die leverage des Eigenkapitals unwiderbringlich eingebüsst haben.

 

Fehlte nur noch Madoff als CEO einer globalen CDS clearingstelle, ehrenhalber....

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Mit welcher Intention wurden denn zum Jahreswechsel Zertifikate "erfunden" und seither massiv beworben ? Auch sie waren eine Reaktion auf die Regulierung und der Markt hat sie bereitwillig angenommen. Jetzt sind Zertifikate, genau wie die CDS, die bösen Geschwister des Wertpapiermarktes.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted

Und jetzt regt sich in der Widerstand in den Unternehmen gegen die Clearingstelle:

 

ftd: Industrie drohen Milliardenkosten wegen Derivatereform

 

Deutsche Versorger und Industrieunternehmen müssten nach eigener Auskunft Milliarden zur Seite legen, um für eine Verschärfung des außerbörslichen Derivatehandels gerüstet zu sein. Allein Europas größter Stromkonzern Eon bräuchte 7,5 Mrd. Euro an neuen Kreditlinien oder an Bargeld, sofern die Vorschläge der EU-Kommission umgesetzt würden. ... Um ihrem Ärger Luft zu machen, koordinierten die deutschen Unternehmen ihre Lobbyanstrengungen und deckten die EU-Kommission mit Briefen ein. Zu den Absendern zählten auch BASF , Bayer , die Deutsche Telekom und Linde . Auf einer Derivatekonferenz am 25. September in Brüssel beschwerten sich Vertreter von Daimler und Lufthansa - und warnten die Brüsseler Behörde vor einem allzu harten Vorgehen. Siemens würde mehr als 1 Mrd. Euro benötigen ...

Die US-Industrie errang bereits einen Lobbyerfolg. Der am Freitagabend vorgestellte Gesetzesentwurf des Repräsentantenhauses befreit Ölfirmen und Fluggesellschaften von der Pflicht, außerbörsliche Derivate durch eine zentrale Gegenpartei abwickeln zu lassen. ...

Ich glaube CDS waren nie eigentlich dafür da wirklich eine Kreditversicherung zu sein. Sie dienten immer nur als eine Art Ablasshandel, um die "Kreditwürdigkeit" der Unternehmen herauszustellen, damit diese niedrige Zinsen entrichten können. Damit natürlich verdienen u.a. die drei einschlägigen rating-Agenturen ihr Geld.

Es ist daher also klar, dass es sich bei den Clearingstellen, big bangs etc. um Totgeburten handeln wird. Man muss ja so tun als ob man was tut.

Querbeet wollen die Dax-Konzerne also die beste Bonität bescheinigt bekommen, ihren Kredit billig und praktisch umsonst versichern lassen und ohne dass sie dafür irgendwelche Sicherheiten geben müssten.

Na super, so sind wir bestimmt auf einem ganz soliden Wege.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Posted · Edited by XYZ99

zerohedge fragt: Is The Fed Facing Margin Calls From European Banks?

 

Im Report des "Office of the Special Inspector General for the Troubled Asset Relief Program", "Factors Affecting Efforts to Limit Payments to AIG Counterparties" wird angedeutet, dass AIG immer noch "systemrelevante" Funktion hat, immer noch würde das

..... portfolio contains swaps purchased by financial institutions, principally in Europe, to provide regulatory capital relief under Basel I.

... 172 Mia schwer!

 

Eine der sehr interessanten Fragen, die die Autoren sich stellen:

If the European banks that bought swap protection from AIG are still relying on this protection to meet their capital requirements, and AIG might be unable to make good on the agreements, are these banks actually out of Basel I compliance as we type this?

 

Im Frühjahr 2010 sollen ja neue Anforderungen greifen (immer noch?): "Basel II"... bis dahin sollen die Swaps eigentlich auslaufen....

 

AIGFP’s COO informed SIGTARP in July 2009 that they expect that most of these swaps will be terminated by the end of the first quarter 2010 as most financial institutions complete their transition to Basel II.

 

? .....
.... What if European banks are hit with more losses from, oh, we don't know, say... Dubai? Deleveraging, risk reduction and credit tightening would have an effect on LIBOR, the Eurobond market and, of course, Eastern Europe. Might not that sort of contagion easily spread to, say, Switzerland, which enjoyed the other side of the carry trade for years by lending Swiss Franc like mad to any Eastern European mortgage borrower who could sign documents? ....

 

edit: wie ein Kommentator des Artikels oben anmerkte, werden diese researchnotes auch von gewissen Zeitungen verwurstelt, hier vom UK telegraph

Share this post


Link to post
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!


Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.


Sign In Now