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Luke skywalker

Hat jemand Erfahrung mit dem Handel von Optionen?

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Luke skywalker
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Hallo,

 

mich würde mal interessieren, ob jemand Erfahrung mit dem Optionshandel an der Eurex hat.

Kennt sich jemand damit aus, bzw. betreibt jemand das aktiv als Privatanleger?

 

Und wenn ja nur als Dytrader oder auch über mehrere Tage?

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H.B.
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Hallo,

 

mich würde mal interessieren, ob jemand Erfahrung mit dem Optionshandel an der Eurex hat.

Kennt sich jemand damit aus, bzw. betreibt jemand das aktiv als Privatanleger?

 

Und wenn ja nur als Dytrader oder auch über mehrere Tage?

 

 

Was willst du denn machen?

 

Optionen sind nichts zu Daytraden.

 

Ich fahre seit einiger Zeit mit unterschiedlichem Erfolg eine Stillhalter-Strategie.

Die zurückliegende turbulente Zeit hat für einige Ausfälle gesorgt. In Seitwärtsphasen sind die Renditen jedoch kaum schlagbar.

 

Und ... in den USA ist der Optionshandel deutlich liquider und preiswerter.

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Luke skywalker
Posted · Edited by Luke skywalker

@ ficoach:

 

ich bin auf der suche nach einer möglichkeit zu spekulieren. ich habe gehört, dass die spreads bei optionsscheinen viel zu hoch seien. außerdem ist man ja vom emittenten abhängig.

 

der optionsscheinhandel ist mir klar wie der funktioniert aber bei optionen kann doch der verlust gegen unendlich gehen, wenn man long put geht und der basiswert rasant steigt.

 

über eurex und den handel mit reinen optionen steht in diesem forum so gut wie nichts. deshalb dieser threat.

 

du meintest, dass optionen nicht zum daytraden sind. warum nicht? und in welchem bereich liegt dann der anlagehorizont?

 

ergänzend:

kann man mit eurex optionen auf/gegen den dax wetten? soweit ich das überblicke, ändert sich der wert einer option um 5 euro pro basispunkt des dax. wenn ich also einen call kaufe, würde ich bei einem steigenden dax gewinnen.

kann ich auch short call gehen, auch wenn ich die option noch nicht besitze (wäre das dann ein leerverkauf?)?

 

ich weiß ;) , sehr viele fragen aber ich freue mich über jede antwort.

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H.B.
Posted
@ ficoach:

 

ich bin auf der suche nach einer möglichkeit zu spekulieren. ich habe gehört, dass die spreads bei optionsscheinen viel zu hoch seien. außerdem ist man ja vom emittenten abhängig.

 

der optionsscheinhandel ist mir klar wie der funktioniert aber bei optionen kann doch der verlust gegen unendlich gehen, wenn man long put geht und der basiswert rasant steigt.

 

über eurex und den handel mit reinen optionen steht in diesem forum so gut wie nichts. deshalb dieser threat.

 

du meintest, dass optionen nicht zum daytraden sind. warum nicht? und in welchem bereich liegt dann der anlagehorizont?

 

ergänzend:

kann man mit eurex optionen auf/gegen den dax wetten? soweit ich das überblicke, ändert sich der wert einer option um 5 euro pro basispunkt des dax. wenn ich also einen call kaufe, würde ich bei einem steigenden dax gewinnen.

kann ich auch short call gehen, auch wenn ich die option noch nicht besitze (wäre das dann ein leerverkauf?)?

 

ich weiß ;) , sehr viele fragen aber ich freue mich über jede antwort.

 

 

Also grundsätzlich,

 

beim Optionshandel ist der Spread mit dem im OS-Handel vergleichbar. Man arbeitet grundsätzlich mit limits, da die Market-Maker aus bekannten Gründen nicht die fairen Priese stellen.

An der Börse geht es freilich etwas fairer zu, als beim Handel mit einem Emittenten, weil man im günstigsten Fall mehrere Marketmaker hat, die in Konkurrenz miteinander stehen.

 

In Europa gibt es leider nur wenige Optionsbörsen, die auch kaum vergleichbare Papiere anbieten.

Deshalb ist die Liquidität nur eingeschränkt und es gibt auch keine Konkurrenz der Börsen untereinander.

Das ist in den USA völlig anders. Dort ist der Optionshandel selbst bei recht unbedeutenden Nebenwerten liquider, als der DAX-Optionshandel.

Und die Preise für den Handel sind dort deutlich geringer.

 

Du kannst natürlich Optionen als Delta-1-Produkte einsetzen. Dann gilt deine oben genannte Faustformel.

Ob dies klug ist, musst du entscheiden. Die eigentliche Stärke sind jedoch ausgeklügelte Handelsstrategien mit definieren und im voraus berechenbaren Chance-Risiko-Profilen.

 

Eine Anmerkung zum Abschluß: Für den Optionshandel brauchst du einen guten und preiswerten Broker. Von dem Eurex-Zugang über eine dt. Direktbank rate ich selbst zu Testzwecken ab.

 

Falls du den US-Optionshandel im Rahmen des Papertradings ausprobieren möchtest, dann schau dir einmal den Demozugang bei Interactive-Brokers an.

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H.B.
Posted

Aus aktuellem Anlass, eine aktuelle Order-Transaktion.

 

Ich werde heute nachmittag einen Put auf den IWM, das ist der Russel2000 ETF mit einem Ausübungspreis von 55 USD verkaufen.

Das bringt mir etwa 800 USD und der Worst-Case ist, dass ich am 21.November 100 Anteile des ETF ins Depot gebucht bekomme und dafür 5500 USD zahlen muss.

Aktuell kostet der ETF 50 USD. Ich würde den ETF also mit einem Abschlag (bezogen auf den aktuellen Kurs) von 300 USD beziehen.

 

Du siehst, die theoretisch unlimitierten Verluste sind in der Praxis ganz gut handelbar.

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Luke skywalker
Posted · Edited by Luke skywalker
Aus aktuellem Anlass, eine aktuelle Order-Transaktion.

 

Ich werde heute nachmittag einen Put auf den IWM, das ist der Russel2000 ETF mit einem Ausübungspreis von 55 USD verkaufen.

Das bringt mir etwa 800 USD und der Worst-Case ist, dass ich am 21.November 100 Anteile des ETF ins Depot gebucht bekomme und dafür 5500 USD zahlen muss.

Aktuell kostet der ETF 50 USD. Ich würde den ETF also mit einem Abschlag (bezogen auf den aktuellen Kurs) von 300 USD beziehen.

 

Du siehst, die theoretisch unlimitierten Verluste sind in der Praxis ganz gut handelbar.

 

ich verstehe das jetzt so, dass du den put verkaufst und dein maximaler verlust 5500-800= 4700 usd sein kann, wenn der kurs auf 0 fällt.

steigt der etf über 55 ist dein gewinn die optionsprämie.

fällt der etf unter 55 entsteht für dich ein verlust.

wenn der kurs bis zum 21. november bei 50 usd bleibt, hast du einen verlust von 300 usd nicht wahr?

 

übrigens vielen dank für die erklärungen. :)

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H.B.
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ich verstehe das jetzt so, dass du den put verkaufst und dein maximaler verlust 5500-800= 4700 usd sein kann, wenn der kurs auf 0 fällt.

steigt der etf über 55 ist dein gewinn die optionsprämie.

fällt der etf unter 55 entsteht für dich ein verlust.

wenn der kurs bis zum 21. november bei 50 usd bleibt, hast du einen verlust von 300 usd nicht wahr?

 

übrigens vielen dank für die erklärungen. :)

 

ein Verlust entsteht, wenn ich den ETF bekomme und ihn für weniger als 47 USD verkaufe.

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Luke skywalker
Posted · Edited by Luke skywalker

das verstehe ich nicht :unsure:

 

ach so doch; also das wären ja die 55-8 euro pro kontrakt= 47 euro

 

der käufer deiner option erhält nur den barausgleich oder wie läuft dann das geschäft?

 

47 euro müsste dann ja der break even sein oder?

 

jede antwort wirft eine neue frage auf.c :thumbsup:

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klausk
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....bei optionen kann doch der verlust gegen unendlich gehen, wenn man long put geht und der basiswert rasant steigt.

 

....kann ich auch short call gehen, auch wenn ich die option noch nicht besitze (wäre das dann ein leerverkauf?)?

Wer long geht, also Calls oder Puts kauft, kann maximal die Prämie, also seinen Einsatz verlieren.

Wer long geht, bezahlt aber auch den Zeitwert, der bekanntlich ständig abnimmt.

 

Wer short geht, der gewinnt den Zeitwert. Er geht allerdings auch ein beträchtliches Risiko ein: Short Call und steigendes Underlying -- das Risiko ist theoretisch unbegrenzt, denn der Wert kann ja ins Unendliche steigen. Short Put und fallendes Underlying -- das Risiko ist begrenzt, im schlimmsten Fall musst du die Aktien zum Strikepreis kaufen, auch wenn die Firma schon pleite ist.

 

Wenn du also auf das Shorten von Options aus bist, dann mach dich mal über die Margin Requirements schlau. IB ist der beste Broker, den ich kenne, aber die Beleihbarkeit von Aktien in deinem Bestand sind in den letzten Wochen gerade von 25 auf 30 Prozent angehoben worden, und wenn du shorten willst, musst du dem Broker massive Sicherheiten bieten -- denn er geht ja für dich massive Risiken ein.

 

Die klassische Möglichkeit zu shorten ist der Covered Call: Du hast 100 Aktien im Bestand und verkaufst einen Call -- dafür brauchst du keine Margin, denn du kannst deine Lieferverpflichtung ja aus dem Bestand abdecken. Covered Puts gibts auch: Du verkaufst einen Put und deckst deine Verpflichtung dadurch ab, dass du mit 100 Aktien short bist. Aber dann brauchst du Margin fürs Shorten der Aktien.

 

Die imho sicherste Art, mit Options zu handeln, wenn man überhaupt von "sicher" reden kann, sind Kombinationen -- dazu gehst du am besten auf IB's Traders' University, denn du solltest dich in dem Gebiet solide auskennen, bevor du etwas unternimmst. Nicht zuletzt sind Options ja, meiner Meinung nach, nicht zum Zocken erfunden worden, sondern um Tradingpositionen abzusichern und Risiken zu mindern. Zum Zocken sind m.E. Futures besser geeignet; aber damit habe ich leider keine eigene Erfahrung. :)

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caluna1
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Wer wohnt in der Nähe von Celle bzw. Hannover, der mir bei der Eröffnung von Calls/Puts ein wenig  "Eingabehilfe"  geben kann ? Es geht also nur um die praktische Handhabung

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Cai Shen
Posted · Edited by Cai Shen

Hier kannst du ein Einzelcoaching für betreutes Zocken ab rund 150 € buchen.

https://finance.coach/einzelcoaching/

 

(Da der geschätzte passiv_Investor da offensichtlich aktiv mitmacht, halte ich die Seite für seriös. Eigenen Erfahrungen habe ich mit den coaches dort nicht.)

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passiv_Investor
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Am 3.1.2020 um 17:59 von Cai Shen:

Hier kannst du ein Einzelcoaching für betreutes Zocken ab rund 150 € buchen.

https://finance.coach/einzelcoaching/

 

(Da der geschätzte passiv_Investor da offensichtlich aktiv mitmacht, halte ich die Seite für seriös. Eigenen Erfahrungen habe ich mit den coaches dort nicht.)

Danke fürs Zitieren. Wollte jetzt hier keine Eigenwerbung machen aber ich kann da auch behilflich sein, auch wenn ich selbst nicht auf der Seite gelistet bin für Einzelcoachings.

PN an mich genügt, dann kann man abklären, wie umfangreich die Hilfe sein soll. @caluna1

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