Union Investment schichtet alles von Uniglobal in UniEuroRenta um

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Wichtig ist, was hinten rauskommt. Wenn am Ende die Rendite stimmt, ist mir egal, wie sie es gemacht haben. :P

 

Braucht man nicht kommentieren ... im Nachhinein ist diese Haltung immer richtig :P

 

Was ist denn derzeit an der Dachfondskonstruktion für Dich als Anleger schlechter als noch vor ein paar Monaten, als die TopRente die Fonds einzeln gehalten hat? Die Kosten haben sich doch dadurch nicht verändert...

 

Gar nichts ... nur solltest du bedenken, dass DWS diesen Dachfonds als Vorteil angepriesen hat, weil er dynamisch zwischen Assetklassen wechseln kann. Komisch dass er mit diesen Möglichkeiten trotzdem schlechter als die 100%-Aktien-Strategie des Uni-Global abschneidet?!

 

Ich hab gar nichts gegen die DWS-Top-Rente. Wenn ich nicht schon in meiner unmündigen Zeit zur Uniprofirente überredet worden wäre, hätte ich sicher auch die gewählt. Aber nicht weil das Produkt besser konzeptioniert ist, sondern weil es genauso schlecht ist, aber man immerhin den AA von 5% spart.

 

Es gibt keine Riesterprodukte, die nur annähernd so fair und kostentransparent sind wie Direktanlagen, schon gar nicht wie Direktanlagen in ETFs. Und auch wenn der neue so überzeugt ist: Die anderen haben auch kein besseres Risikokonzept. Einige haben Glück gehabt, andere sind genauso reingefallen. Bei anderen Marktbewegung hätte die Sache wieder ganz anders ausgesehen.

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Noch eher beherzigen sollte man: Finger weg von Dachfondsprodukten! (DWS)

Noch eher: Finger weg von überteuerten Produkten (der Rest)

 

Für mich ist die DWS TopRente das kleinste Übel am Markt. Wenn es etwas besseres gibt ohne Honorarberater etc werde ich einen zweiten Vertrag starten oder das Kaptial umschichten.

 

Allen die nun zu 100% in Renten sind bei Uni können doch auch das Kapital durch Vertragswechsel zur DWS geben. Dann kaufen sie auch zu sehr niedrigen Kursen derzeit.

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Gar nichts ... nur solltest du bedenken, dass DWS diesen Dachfonds als Vorteil angepriesen hat, weil er dynamisch zwischen Assetklassen wechseln kann. Komisch dass er mit diesen Möglichkeiten trotzdem schlechter als die 100%-Aktien-Strategie des Uni-Global abschneidet?!

 

Naja, mir ist egal, wie die DWS es verkauft - solange ich gegenüber dem Halten einzelner Fonds keine Nachteile habe, sollen sie ruhig machen. Und wie aussagekräftig Vergangenheitsbetrachtungen sind (und Du sagst ja oben, dass Du Dich auf die letzten 6 Monate beziehst), weißt Du ja selbst. ^_^

 

Ich denke, auf Dauer ist die TopRente aufgrund von drei Punkten besser als UniProfiRente:

 

* Möglichkeit der Rabattierung (ich habe für mich persönlich exzellente Rabattkonditionen heraushandeln können, momentan sieht's da ja etwas schlechter aus)

* fester (?) Rentenanteil von ca. 15%: der senkt das Risiko, dass man - wie derzeit bei der Union - zu 100% umgeschichtet wird.

* Diversifizierung auf mehrere kleinere Fonds (im Dachfonds) anstatt ein fetter Fonds.

 

Es gibt keine Riesterprodukte, die nur annähernd so fair und kostentransparent sind wie Direktanlagen, schon gar nicht wie Direktanlagen in ETFs.

 

Das ist wahr. Das liegt einfach daran, dass Riester den Beitragserhalt vorschreibt und der Anbieter durch Riester-Verträge auch höhere Kosten hat als bei anderen Anlageformen. Und natürlich: der Anbieter kann an Riester auch mehr verdienen, weil die Kunden trotzdem abschließen - und daher macht das auch jeder Anbieter.

 

Ich denke auch nicht, dass Riester der Weisheit letzter Schluss ist. Aber es ist sicherlich besser, wenn breite Teile der Bevölkerung einen Riester-Vertrag abschließen, als wenn sie gar keine Altersvorsorge betreiben. Für mich ist Riester ein Baustein meiner Altersvorsorge - neben ein paar anderen.

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Ich denke, auf Dauer ist die TopRente aufgrund von drei Punkten besser als UniProfiRente:

 

* Möglichkeit der Rabattierung (ich habe für mich persönlich exzellente Rabattkonditionen heraushandeln können, momentan sieht's da ja etwas schlechter aus)

* fester (?) Rentenanteil von ca. 15%: der senkt das Risiko, dass man - wie derzeit bei der Union - zu 100% umgeschichtet wird.

* Diversifizierung auf mehrere kleinere Fonds (im Dachfonds) anstatt ein fetter Fonds.

 

Die ersten beiden Argumente sehe ich ähnlich. Die Diversifizierung im Dachfonds ist hingegen eine reine Werbemaßnahme. Zum einen ist der Uniglobal quasi ein Indexfonds auf den MSCI World, somit also bereits voll diversifziert über die Industrieländer (und in EM hat der Top Dynamik auch keine Anlagen). Zum anderen sind harte Kosten (TER und Portfolioumschlag) deutlich relevanter für die Performance als die Diversifikation.

 

Das liegt einfach daran, dass Riester den Beitragserhalt vorschreibt und der Anbieter durch Riester-Verträge auch höhere Kosten hat als bei anderen Anlageformen.

 

Es entstehen aber deutlich weniger Mehrkosten als berechnet werden. Da es Riester nur in Deutschland gibt und solche Verträge somit einigermaßen illiquide sind kann man die Kosten so kalkulieren, dass Riester für normale Anleger gerade noch einen minimalen Vorteil bietet - und somit die Förderung einstreichen.

 

Für mich ist Riester ein Baustein meiner Altersvorsorge - neben ein paar anderen.

 

Ich finde auch, dass es ein nützlicher Baustein ist. Man sollte trotzdem kritisch sein und sich nicht von scheinargumenten blenden lassen. Bei kritischer Betrachtung würde ich heute auch die DWS wählen. Hat aber nichts mit der Qualität der Fonds zu tun, sondern mit den Kosten und dem Risikoprofil.

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@ all

Diese Diskussion hatte vor etlichen Wochen ein hohes fachliches Niveau. Es wurden Resultate herausgearbeitet hinter die keiner mehr zurückkann. Insofern finde ich es etwas enttäuschend, wie die Diskussion in letzter Zeit verflachte. Nichts wird wahrer dadurch, dass es hier zum fünftenmal wiederholt wird.

 

Jason

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Posted · Edited by Agent B

Tach zusammen

 

Ich habe bei meinen Ausführungen zu keinem Zeitpunkt von DWS gesprochen noch einen anderen "Hersteller" erwähnt, also finde ich es interessant, wie man hier darauf schließen kann, ich hätte DWS gemeint (was ich nicht habe).

 

Tatsächlich halte ich weder von DWS noch von Union besonders viel, denn beide haben ein systemisches Problem in der Auszahlphase, das so viel Kosten verursacht, dass mich die ganze Sache teurer kommen kann als andere Verträge. Da nützt auch Rabbattierung nichts. DWS ist mit Sicherheit besser als Union, keine Frage, aber es geht besser. [

 

Ich nehme also den Vergleich zwischen Union und DWS zur Kenntnis, das ändert aber nichts an dem, was ich zur Qualität der Anlage gesagt habe. Tatsächlich teile ich die Einstellung, dass es egal ist, wie das Endergebnis letztlich erreicht wird, nur finde ich es interessant zu wissen, was genau mit meinem Geld geschied (und bei Union und DWS habe ich kaum Gestaltungsmöglichkeiten, weder in der Anspar noch in der Ablaufphase) und was ich für mein Geld bekomme - und das kann von Vertrag zu Vertrag und Rahmenbedingung zu Rahmenbedingung nicht unterschiedlicher sein.

 

Die Kostendiskussion ist nicht entscheidend, sondern die Qualität dessen, was ich für mein Geld kaufe.

 

Und das das Geld bei Union in den Rentenfonds geschichtet wird, kostet die Kunden Rendite, und zwar nicht zu knapp. Nimmt man dann noch die damit verlorenen Zinsen und Zinseszinsen dazu, summiert sich der Verlust ganz schön.

 

Thema: Wann sollte ich aus meinem Union aussteigen, wenn ich ihn nicht mehr will: Das Geld, das sich im Vertrag befindet, verhält sich bei Union wie eine Einmalanlage, d.h. es schwankt im Wert mit den Kursschwankungen. Daher sollte jemand, der noch Geld im UniGlobal hat, warten, bis sich die Kurse erholt haben und das Geld dann in einen anderen Vertrag überführen. Hole ich das Geld jetzt raus, mache ich in einem solchen Szenario Verlust, denn ich verkaufe, wenn die Preise unten sind. Warte ich aber, gebe ich den Kursen Zeit, sich zu erholen und verkaufe, wenn meine Anteile wieder einen gewissen Wert haben.

 

Ist mein Geld dank Union schon komplett im Rentenfonds, brauche ich nicht zu warten, sondern kann die Übertragung direkt machen, denn der Rentenfonds ist wenig schwankungsintensiv. Lasse ich hier das Geld zu lange im Rentenfonds, entgeht mir u.U. sogar Rendite. Deshalb sollte man genau abwägen, was man macht und sich von Union genau darlegen lassen, wo das Geld steckt.

 

Aber pauschal zu sagen, man soll sofort raus ist keine gute Empfehlung.

 

Wenn ich natürlich keinen Bock auf Union Investment mehr habe und gewillt bin, je nach individueller Lage ein Ende mit Schrecken hinzunehmen und lieber heute als morgen, dann geht alles...

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@ Agent B

 

Du versprühst hier Nebelkerzen und machst hier Angebote schlecht, ohne zu sagen was Du besser findest.

 

Das finde ich gelinge gesagt anstrengend.

 

Jason

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DWS ist mit Sicherheit besser als Union, keine Frage, aber es geht besser.

 

Viel geredet ... und dann? Warum sagst du uns nicht was besser ist?

 

Die Kostendiskussion ist nicht entscheidend, sondern die Qualität dessen, was ich für mein Geld kaufe.

 

Tolles Plädoyer. Und jetzt komm zur Sache. Wo gibts Qualität zu guten Preisen?

 

Thema: Wann sollte ich aus meinem Union aussteigen, wenn ich ihn nicht mehr will: Das Geld, das sich im Vertrag befindet, verhält sich bei Union wie eine Einmalanlage, d.h. es schwankt im Wert mit den Kursschwankungen. Daher sollte jemand, der noch Geld im UniGlobal hat, warten, bis sich die Kurse erholt haben und das Geld dann in einen anderen Vertrag überführen. Hole ich das Geld jetzt raus, mache ich in einem solchen Szenario Verlust, denn ich verkaufe, wenn die Preise unten sind. Warte ich aber, gebe ich den Kursen Zeit, sich zu erholen und verkaufe, wenn meine Anteile wieder einen gewissen Wert haben.

 

Wer in einen Banksparplan investieren will kann (und sollte) so vorgehen. Aber ich würde nie von Union zu einem Banksparplan wechseln. Dann doch bitte zum Produkt, dass am meisten Zukufnt hat. Das ist für mich derzeit die DWS-Toprente Dynamik. Und wenn ich heute sofort von Union zu DWS wechsle realisiere ich die Verluste bei der Profirente und nehme die Gewinne bei der Top-Rente mit.

 

Je tiefer ich bei der DWS einsteige, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es dort nicht mehr zu einer Zwangsumschichtung kommt. Warte ich hingegen auf Erhohlung und wechsle dann, habe ich das Zwangsumschichtungsrisiko dann bei der DWS wieder.

 

Aber pauschal zu sagen, man soll sofort raus ist keine gute Empfehlung.

 

Nicht raus, sondern woanders hin. Wer in einen Banksparplan umschichten will, der kann durchaus noch warten. Nach dem neuerlichen Kurssturz sollte aber klar sein, dass diejenigen, die die Umschichtung abbekommen haben, sogar Glück gehabt haben. Noch ein paar Prozentpunkte und meine Riesterrente wird auch umgeschichtet ... zu deutlich schlechteren Konditionen als den Jammerern hier ...

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Posted · Edited by Darkstar23

Nicht raus, sondern woanders hin. Wer in einen Banksparplan umschichten will, der kann durchaus noch warten. Nach dem neuerlichen Kurssturz sollte aber klar sein, dass diejenigen, die die Umschichtung abbekommen haben, sogar Glück gehabt haben. Noch ein paar Prozentpunkte und meine Riesterrente wird auch umgeschichtet ... zu deutlich schlechteren Konditionen als den Jammerern hier ...

 

Willkommen im Club ;)

Aber das Ergebnis ist doch immer das gleiche, dass das bis jetzt eingezahlte Kapital nur die gesetzliche Garantie erwirtschaftet, mit viel Glück etwas mehr ... :(

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Willkommen im Club ;)

Aber das Ergebnis ist doch immer das gleiche, dass das bis jetzt eingezahlte Kapital nur die gesetzliche Garantie erwirtschaftet, mit viel Glück etwas mehr ... :(

 

Wenigstens das. Wenn Du seit drei Jahren in einen Aktienfonds eingezahlt hast, bist Du jetzt mit einem Verlust von 40 % dabei.

 

bluechip

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"Den Absturz voll mitgemacht

Mitten im Crash schichtete Union Investment hunderttausende Riester-Verträge von Aktien auf Rentenpapiere um - das ärgert Sparer."

http://www.sueddeutsche.de/finanzen/877/460510/text/

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Posted · Edited by brett_pitt

>>Es ist auch rein mathem. nachvollziehbar, dass ein Unternehmen ab einen gewisen Punkt in sichere Anlagen umschichtet.

 

>>Aber - in erst in der tiefen Talsohle, ist das aus meiner Sicht völlig falsch.

 

 

 

Hmmm, also ich denke, wenn Union Anfang 2008 Aktien in Rentenfonds umgeschichtet hätte, dann hätte es einen Sturm der Entrüstung gegeben, wie man denn so blöd sein kann, bei steigenden Kursen in Renten umzuschichten. Was eine Talsohle oder ein Gipfel ist weiß man leider immer erst im Nachhinein. Auch die Union hat keine Hellseher beschäftigt.

 

Außerdem ist in dem Konzept ganz deutlich zum Ausdruck gebracht, dass solange wie möglich in Aktien investiert wird. Deshalb wird eben erst umgeschichtet, wenns richtig gekracht hat und nicht schon auf Verdacht vorher oder nur anteilig...

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Mir kam gerade ein Gedanke zu dem Thema und will dochmal fragen, was andere dazu sagen (vielleicht hat den hier auch schon jemand geäußert:

 

Mal angenommen, Herr X besitzt eine UniProfirente. Er ist 40 Jahre alt, hat also noch 20 Jahre bis zum frühestmöglichen Auszahlungsbeginn und zahlt seit 5 Jahren in die Riesterrente jährlich 1000 Euro ein. Er hat also bisher 5.000 Euro eingezahlt, sein Depotwert ist mittlerweile aber auf 3.000 Euro geschrumpft, weshalb ihn die Union Investment komplett in Renten umschichtet um seiner Beitragsgarantie zu 100% nachzukommen. Er kann sicher sein, dass er seine Beiträge alle wiederbekommt, ist aber auch der Renditechancen beraubt (zumindest für die Beiträge der Vergangenheit, da generell nicht mehr zurückgeschichtet wird).

 

Er könnte nun theoretisch zur DWS wechseln und kurz danach wieder zurück zur Union. Dort wäre er wieder zu 100% in Aktienfonds und könnte auch von einem wirtschaftlichen Aufschwung stärker partizipieren als mit Rentenfonds, allerdings hat er natürlich dann nur die Beitragsgarantie auf die 3.000 Euro und nicht wie ursprünglich die 5.000.

 

Es werden ihm deshalb über die gesamte Laufzeit betrachtet nicht 25.000 Euro Beiträge der insgesamt 25 Jahre garantiert werden sondern nur 23.000 Euro. Er erkauft sich also praktisch die höheren Renditechancen damit, dass ihm nur noch 92% (23.000/25.000) seiner Beiträge garantiert werden.

 

Mir z.B. hätte eine Beitragsgarantie von 75% völlig gereicht, denn ich als Kunde zahle faktisch die Versicherungskosten dieser Garantie. Je höher die Garantie desto früher ist der Anbieter eben gezwungen umzuschichten. Da nach dem Gesetz aber nicht über die Höhe der Garantie verhandelt werden kann, bleibt nur diese Krücke als Ausweg.

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Mir kam gerade ein Gedanke zu dem Thema und will dochmal fragen, was andere dazu sagen (vielleicht hat den hier auch schon jemand geäußert:

 

Mal angenommen, Herr X besitzt eine UniProfirente. Er ist 40 Jahre alt, hat also noch 20 Jahre bis zum frühestmöglichen Auszahlungsbeginn und zahlt seit 5 Jahren in die Riesterrente jährlich 1000 Euro ein. Er hat also bisher 5.000 Euro eingezahlt, sein Depotwert ist mittlerweile aber auf 3.000 Euro geschrumpft, weshalb ihn die Union Investment komplett in Renten umschichtet um seiner Beitragsgarantie zu 100% nachzukommen. Er kann sicher sein, dass er seine Beiträge alle wiederbekommt, ist aber auch der Renditechancen beraubt (zumindest für die Beiträge der Vergangenheit, da generell nicht mehr zurückgeschichtet wird).

 

Er könnte nun theoretisch zur DWS wechseln und kurz danach wieder zurück zur Union. Dort wäre er wieder zu 100% in Aktienfonds und könnte auch von einem wirtschaftlichen Aufschwung stärker partizipieren als mit Rentenfonds, allerdings hat er natürlich dann nur die Beitragsgarantie auf die 3.000 Euro und nicht wie ursprünglich die 5.000.

 

Es werden ihm deshalb über die gesamte Laufzeit betrachtet nicht 25.000 Euro Beiträge der insgesamt 25 Jahre garantiert werden sondern nur 23.000 Euro. Er erkauft sich also praktisch die höheren Renditechancen damit, dass ihm nur noch 92% (23.000/25.000) seiner Beiträge garantiert werden.

 

Mir z.B. hätte eine Beitragsgarantie von 75% völlig gereicht, denn ich als Kunde zahle faktisch die Versicherungskosten dieser Garantie. Je höher die Garantie desto früher ist der Anbieter eben gezwungen umzuschichten. Da nach dem Gesetz aber nicht über die Höhe der Garantie verhandelt werden kann, bleibt nur diese Krücke als Ausweg.

 

Theoretisch geht die Strategie von Herrn X auf, praktisch jedoch nicht.

Denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Union Anteile in den UniGlobal investiert, sinkt wegen der kurzen Laufzeit rapide. Wenn der Aktienmarkt stark anzieht und gleichzeitig die Zinsen deutlich steigen, just nach dem Zeitpunkt in dem Herr X wieder bei der Union landet, kann es schon sein, dass alle Anteile erstmal in den UniGlobal investiert werden. Spätestens ab Alter 55 wird aber wohl umgeschichtet und alle Beiträge landen im Rentenfonds. Somit bleiben Herrn X nur noch 15 Jahre -und das auch nur bei anfangs stark ansteigendem Aktienmarkt- um von einem Anstieg des UniGlobal zu profitieren.

 

Was allerdings sicher bei der Strategie von Herrn X ist: Die hohen Kosten.

1. Wechselgebühr bei Wechsel Union --> DWS

2. AA bei Kauf der Anteile vom übertragenen Guthaben sowie aller während der DWS Zeit von den Prämien gekauften Anteile, zusätzlich Depotgebühr und TER, Depotgebühr wird möglicherweise in zwei Jahren doppelt fällig (Union + DWS)

3. Wechselgebühr DWS --> Union

4. 5% AA beim Kauf des UniGlobal von dem von der DWS übertragenen Riesterguthaben.

 

Ich würde Herrn X raten, entweder

- bei der Union zu bleiben oder

- zur DWS TopRente Balance zu wechseln (Vorteil: Risiko von Umschichtungen gering, allerdings durch höheren Rentenanteil geringere Renditechancen) oder

- zu einem guten Banksparplan/einer kostengünstigen Riester-RV zu wechseln und einen privaten Fondssparplan beginnen, falls sich Herr X das leisten kann.

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2. AA bei Kauf der Anteile vom übertragenen Guthaben sowie aller während der DWS Zeit von den Prämien gekauften Anteile, zusätzlich Depotgebühr und TER, Depotgebühr wird möglicherweise in zwei Jahren doppelt fällig (Union + DWS)

 

Dürfen die beim Übertrag von einem Vertrag in den anderen noch Ausgabeaufschlag berechnen?

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Ich bin zwar derzeit mit 33 Jahren noch nicht von einer Umschichtung betrofffen, werde allerdings langsam bei weiter fallenden Kursen auch etwas nervös. Da die Union Investment auch keine Umschichtungen in den Rentenfonds durch den Kunden vor dem 56 Lebensjahr zulässt (wäre ja durchaus ein Ansatz, dass der Kunde auch bei hohen Kursen mit Teilumschichtungen das Niveau absichert), habe ich mir Gedanken gemacht, ob es noch andere Möglichkeiten gibt, steuernd einzugreifen.

 

In der März-Ausgabe der Finanztest, in dem Ergebnisse aus der Auswertung von umgeschichteten Riesterdepots präsentiert wurden, gab es einige interessante Details. Auch wenn die genaue Umschichtungsvorgehensweise noch unbekannt ist, so ist doch klar geworden, dass

 

- Union Investment immer zum Monatsende alle Depots individuell überprüft und zwar

 

- hinsichtlich des Deckungsgrades (Aktuelles Guthaben im Verhältnis zur Summe der eingezahlten Beiträge) und der Restlaufzeit des Vertrages bis zum 60. Lebensjahr, zu dem UI die Beiträge garantieren muss.

 

Die Umschichtung wird ja immer dann vollumfänglich und unwiderrufbar vorgenommen, wenn das Depotguthaben soweit abgeschmolzen ist, dass der Rentenfonds gerade noch mit einer relativ kleinen angenommenen Rendite (leider noch unbekannt, Größenordnung so zwischen 2-4%) das verminderte Guthaben bis zum 60. Lebensjahr wieder auf die Höhe der eingezahlten Beiträge bringt.

 

Bei mir sieht das im Moment so aus:

 

4100 Euro eingezahlt

2500 Guthaben --> (Deckungsgrad 61%)

27 Jahre Restlaufzeit

 

Das würde bedeuten, dass der Rentenfonds bei einer jetzt erfolgenden Umschichtung bei 1,8% Rendite nach 27 Jahren wieder auf 4.100 kommen würde.

 

Wenn jetzt der Kurs des UniGlobal weiter fällt und das Guthaben dementsprechend weiter absinkt, müsste der Rentenfonds eine immer höhere Rendite erbringen, um das Beitragsniveau zu erreichen. Ab einer gewissen Grenz-Rendite von x% wird UI umschichten, weil dann irgendwann die Performance des Rentenfonds nicht mehr als wahrscheinlich gehalten wird.

 

Um das zu vermeiden, könnte ich jetzt meines Erachtens folgendes machen:

 

Einmalzahlung von 500 Euro mit der folgendes passiert:

 

Eingezahlte Beiträge 4.600 Euro

Guthaben 3.000 Euro -->(Deckungsgrad 65%)

 

Die erforderliche Rendite läge jetzt nicht mehr bei 1,8%, sondern nur noch bei 1,6%. Das heißt, eine Umschichtung ist jetzt unwahrscheinlicher geworden.

 

Oder um es mal ganz übertrieben darzustellen.

 

Einzahlung von 10.000 Euro:

 

Eingezahlte Beiträge 14.100 Euro

Guthaben 12.500 Euro (Deckungsgrad 89%)

 

Hier sieht man ganz deutlich, dass aus Sicht der Union das Riesterdepot völlig unkritisch wäre, da das Guthaben zu 89% noch der Summe der eingezahlten Beiträge entspricht.

 

 

Zumindest kann man meines Erachtens damit etwas Puffer schaffen, bevor eine Zwangsumschichtung droht. Man muss dann ggf. allerdings bereit sein, etwas mehr einzuzahlen als man eigentlich müsste, um die Zulage oder die volle Steuererstattung zu bekommen.

 

Ich werde es wohl so halten, dass ich jetzt erst einmal 500-1000 Euro Einmalzahlung leiste, um mich aus der "Gefahrenzone" zu bringen. Anschließend werde ich die weitere Depotentwicklung genau beobachten, und ggf nochmal etwas nachschießen. Denkbar wäre auch, dass man nach einer Einmalzahlung die Zahlungen in den Folgemonaten aussetzt und nur noch manuell überweist, bis sich die Lage entspannt hat.

 

Jetzt würde mich mal interessieren, was andere zu meinen Ausführungen sagen. Könnte ja sein, dass irgendwo ein Denkfehler liegt. Ich bin mir allerdings recht sicher, dass es so funktionieren kann. :rolleyes:

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Dürfen die beim Übertrag von einem Vertrag in den anderen noch Ausgabeaufschlag berechnen?

 

Das ist eine interessante Frage, ich dachte eigentlich auch dass bei Übertrag nicht noch einmal Kosten anfallen dürfen?

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Jetzt würde mich mal interessieren, was andere zu meinen Ausführungen sagen. Könnte ja sein, dass irgendwo ein Denkfehler liegt. Ich bin mir allerdings recht sicher, dass es so funktionieren kann. :rolleyes:

 

Hallo brett_pit,

 

willkommen erstmal. Dass Du, wenn es brenzlig wird, durch Zuzahlung die Situation entschärfen kannst, ist wohl richtig. Im Prinzip kannst du ja jederzeit die für das Gesamtjahr geplante Einzahlung vorauszahlen und dann aussetzen, falls der Anbieter verwaltungsmäßig mitspielt.

 

Eine Grenze dürfte es bei 2.100 p.a. (incl. Zulagen) geben. Einzahlungen darüberhinaus gelten als "Überzahlung", sie gehen auf ein separates Konto, das wie ein zweiter Vertrag zu sehen ist (da Riester auf 2.100 p.a. beschränkt ist). Ich vermute mal, Überzahlungen haben den von dir geschilderten Effekt daher nicht, da beide Konten separat geführt werden.

 

Das kann dir wohl nur der Anbieter verbindlich mitteilen.

 

Grüße, billy-the-kid

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Posted · Edited by juro66

Mir z.B. hätte eine Beitragsgarantie von 75% völlig gereicht, denn ich als Kunde zahle faktisch die Versicherungskosten dieser Garantie. Je höher die Garantie desto früher ist der Anbieter eben gezwungen umzuschichten. Da nach dem Gesetz aber nicht über die Höhe der Garantie verhandelt werden kann, bleibt nur diese Krücke als Ausweg.

 

Das ist richtig. REAL ist diese Garantie allerdings kaum was wert.

 

Die ganze Beitragsgarantie (100%!) bei Riester ist m.E. Augenwischerei u. unnötig wie ein Kropf. Beitragsgarantie bedeutet REAL ein schlechtes Geschäft (Stichwort Inflation). Bei langen Laufzeiten bedeutet Beitragsgarantie zum Laufzeitende selbst beim regelmässigem Sparen REAL vielleicht gerade noch die Hälfte der heutigen Kaufkraft. Aus 60.000 EUR Beitragsgarantie nominal werden so REAL 30.000 EUR am Laufzeitende.

 

Hier wird der Anleger für dumm gehalten: "ich hab ja mindestens die eingezahlten (nominalen) Beitrage zurückerhalten...". Eine Milchmädchenrechnung was da suggeriert wird. Diese Beitragsgarantie, die REAL erhebliche Verluste bedeutet, kostet dem Anleger erheblich Rendite - da Basis für Umschichtungen. Eher Propaganda des Gesetzgebers, damit möglichst viele zusätzlich vorsorgen u. dem Staat nicht auf der Tasche liegen. Beitragsgarantie nominal ist aber für den Anleger ein sehr schlechtes Geschäft REAL.

 

Denn hinzu kommt, dass bei der gesetzlichen Rente ebenfalls getrickst u. getäuscht wird - u. der Gesetzgeber Eigeninteressen hat, dass die "Bürger" zusätzlich vorsorgen - in dem Wissen, dass die gesetzl. Rente REAL definitiv nicht ausreicht:

 

Beim jährl. Rentenbescheid kein Wort, dass die Rente in 20-30 Jahren REAL nur noch 40% - 60% Wert ist. Der Anleger wird ruhiggestellt - unpopuläre Nachrichten kommen nicht gut. Es sind ja irgendwann mal Wahlen. Der Anleger wird in Sicherheit gewiegt. Gleichzeitig der Wink mit dem Zaunpfahl, dass zusätzlich vorgesorgt werden soll.

 

Es wird getrickst u. getäuscht - auf Kosten der Anleger. Union, DWS, etc. mach ich keine Vorwürfe - eher dem Konzept Riester-Rente mit der nominalen Beitragsgarantie. Ist ja logisch, dass die Anbieter der Riester-Produkte die Produkte entsprechend modifizieren um keine unkalkulierbaren Risiken einzugehen.

 

Ich würde liebend gerne auf jegliche (nominale) Beitragsgarantien verzichten u. selbst meine Aktien/ETF/Fonds/Staatsanleihen/Tagesgeld/Umschichtungszeiträume etc. bestimmen ohne irgendwelche Garantien. Aber das wird wohl Wunschtraum bleiben. Der mündige Bürger ist nicht gefragt.

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Ich würde liebend gerne auf jegliche (nominale) Beitragsgarantien verzichten u. selbst meine Aktien/ETF/Fonds/Staatsanleihen/Tagesgeld/Umschichtungszeiträume etc. bestimmen ohne irgendwelche Garantien. Aber das wird wohl Wunschtraum bleiben. Der mündige Bürger ist nicht gefragt.

 

95% der Deutschen wären damit überfordert und würden das Geld in den Sand setzen...

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Das Geld in den Sand setzten können sie doch im jetzigen System auch. Was ist schon eine Nominalrenditegarantie wert über Jahrzehnte. Hat Juro auch schon geschrieben. Der Gebührengeier kreist weiter.

 

Zeit wirds das ganze mit Gewalt (Staatsfonds) zu lösen

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Zeit wirds das ganze mit Gewalt (Staatsfonds) zu lösen

 

ja klasse, da wären jetzt ja richtig viele Mittel da, damit Regierung und Gewerkschaften Schießer, Märklin, Opel, Schäffler etc. stützen können. :o

 

Würdest du bitte deine marxistischen Finger von meinem Geld lassen :D

 

Grüße, billy-the-kid

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Würdest du bitte deine marxistischen Finger von meinem Geld lassen :D

 

Du solltest bedenken, dass in einer Marktwirtschaft vor allem der Verkäufer Gewinn machen will und muss ... Im ARD kam mal ein netter Bericht über die Kosten von privater Vorsorge und die Lobby, die private Vorsorge treibt. Hat ghost hier in diesem Thread verlinkt https://www.wertpapier-forum.de/index.php?s...st&p=438737.

 

Da stimme ich auch nicht allem zu ... aber inzwischen scheinen mir die Modelle wie Riester/Rürup & co doch wie ein scheinheilig plaziertes Geschenk an die Finanzbranche. Eine kostendeckende kapitalgedeckte gesetzliche Rente ist mit Sicherheit billiger als das was uns von DVAG, MLP und Konsorten angeboten wird. Ich würde aber sogar soweit gehen. Und auch Blüms Kommentar, dass eine umlagefinanzierte Rente inflationssicher ist (im Gegensatz zu jeder anderen Altersvorsorge) finde ich interessant.

 

Es würde ja schon reichen, wenn der Staat Alternativangebote machen würde, d.h. als Market Maker auftreten. Das würde vielleicht zumindest die abenteuerlichen Angebote mancher Versicherungen reduzieren.

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Ich würde liebend gerne auf jegliche (nominale) Beitragsgarantien verzichten u. selbst meine Aktien/ETF/Fonds/Staatsanleihen/Tagesgeld/Umschichtungszeiträume etc. bestimmen ohne irgendwelche Garantien. Aber das wird wohl Wunschtraum bleiben. Der mündige Bürger ist nicht gefragt.

 

kannst du doch privat machen. niemand ist gezwungen eine Riester-Rente abzuschließen.

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kannst du doch privat machen. niemand ist gezwungen eine Riester-Rente abzuschließen.

 

Klar, aber ohne Förderung, ordentliche Erträge werden dann jährlich versteuert, höherer Steuersatz, etc.

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