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Teletrabbi

Krise - eine Folge eines Systemfehlers?

Empfohlene Beiträge

Emilian
· bearbeitet von Emilian

@Für einen angeblichen Noob haste es sehr gut erklärt. Respekt!

 

 

Passt perfekt zu unserem System

Deshalb hab ich die Frage gestellt.

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ipl
· bearbeitet von ipl
Genau deshalb gibt es eben kein exponentielles Wachstum bei den Populationen höherer Säugetiere im Normalfall.

Das "Grundwachstum" ist exponentiell, darum geht es. Die Probleme höherer Säugetiere mit dem Auffinden von Kaninchen in ausreichender Anzahl spielen in der Wirtschaft erstmal keine Rolle und lassen sich nicht ohne weiteres übertragen.

 

Genau und das ist der Grund warum auch unser derzeitiges System platzen muss, weil exponentielles Wachstum auf Dauer nicht möglich ist.

Halte ich für ein Gerücht. Das wird oft ohne jegliche Begründung behauptet, aber deshalb wird es nicht wahrer. Das Wirtschaftswachstum ist nicht (nur) auf natürlichen Rohstoffen begründet, sondern auf der Produktivitätssteigerung der Menschheit und da sehe ich keine natürlichen Grenzen.

 

Was nach dem Ableben passiert merkst du wahrscheinlich sowieso nicht mehr.

natürlich wird das Leistungsprinzip eingeschränkt, aber irgendwo müssen Opfer gebracht werden um das System lebensfähig zu halten.

Das System war bisher hervorragend lebensfähig, ist es jetzt und wird es auch weiterhin sein. Und wenn es das nicht sein sollte (was erst zu zeigen wäre), dann sicher nicht wegen der fehlenden Erbschaftssteuer. Das Opfer wäre also (wie in der Politik so oft) sinnlos.

 

Der Ablauf der Zeit wäre vielleicht ein Beispiel, womit wir aber sehr schnell auf philosphischen Grund kämen.

Wo wir schon bei der Physik wären: die Zeit läuft nicht ab. Es gibt kein "Jetzt", das sich entlang der Zeit bewegt.

 

Auch wenn das Gehirn des Menschen das glaubt. Die Analogie zu einem "Wachstum" ist mir übrigens anscheinend zu hoch. :)

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edan
· bearbeitet von edan

Irgendwie passt der Titel des Threads so gar nicht zum Inhalt.

 

Anders ausgedrückt: der Titel alleine erklärt schon, warum es so ist, wie es ist.

 

 

Gruß,

Edan

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ipl
Anders ausgedrückt: der Titel alleine erklärt schon, warum es so ist, wie es ist.

Meinst wegen "Profit"? ^^

 

Das ist auch so eine Unart der Menschen zu glauben, dass alle nur ganz doll viel opfern müssen (auf Profit verzichten) und dann wird die Welt schon wieder besser. Ist sogar in der Bibel verwurzelt.

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Emilian

Ich würde sagen die Sache funktioniert etwa so:

 

Chaotisches Verhalten kann nur in Systemen auftreten, deren Dynamik durch nichtlineare Gleichungen beschrieben wird. Solche Gleichungen sind meist nicht analytisch, d.h. nicht durch Angabe expliziter Größen, sondern nur numerisch lösbar. Ursache des exponentiellen Wachstums von Unterschieden in den Anfangsbedingungen sind dabei oft Mechanismen von Selbstverstärkung beispielsweise durch Rückkopplungen. Ist durch Reibung hinreichend Dissipation im Spiel, so kann sich in der Regel kein chaotisches Verhalten ausbilden. So könnten beispielsweise bei Jahrmarktsfahrgeschäften, die konstruktionsbedingt zu chaotischem Verhalten neigen, ohne entsprechende Bremsmaßnahmen unerwartete und unzumutbare Beschleunigungsspitzen auftreten.

 

Im Moment warten wir auf das Greifen der Bremsmaßnahmen.

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sexus
Habe ich das behauptet? Ein Leiharbeiter mit 800 EUR netto hat aber sicherlich nicht viele Aktien. Und Leiharbeiter und Scheinselbstständige gibt es glaube ich mehr als genug.

 

Es wird niemand gezwungen für 800 arbeiten zu gehen. Hier in Deutschland hat jeder, auch einer aus einer armen Familie, die Möglichkeit durch Können und Leistung auf ein Bruttogehalt von mindestens 4000 zu kommen. Wer das nicht schafft sollte den Fehler bei sich selbst und nicht im System suchen.

Viele wollen es nicht wahrhaben, aber wir brauchen die Millionäre und Milliardäre. In welchen Firmen sollen wir den arbeiten? Richtig, in den Firmen der wohlhabenden, ohne diese und ihre Firmen in Deutschland hätten wir gar keine Arbeit.

Auch ich arbeite in einer Firma die einem mehrfachen Millionär gehört, gäbe es ihn nicht würde ich mir keine Aktien leisten können.

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Emilian

Was ist, wenn Dein Millionär keine Lust mehr zum Abeiten hat? :rolleyes:

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sexus
Was ist, wenn Dein Millionär keine Lust mehr zum Abeiten hat? :rolleyes:

 

Dann verkauft er die Firma und es geht weiter.

Und wenn sie geschlossen wird heuere ich wo anders an, in einer Firma die wahrscheinlich ebenfalls einem wohlhabenden Bürger gehört.

 

Wenn Firmen ins Ausland abwandern heulen alle, aber keiner tut etwas um diese hierzubehalten. Es wird geneidet und den anderen nichts gegönnt. Auf dieser Basis kann man keinen Erfolg haben. Soll der andere soviel verdienen wie er mag, ich weis was ich kann und wo ich damit Geld verdienen kann.

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Emilian
Soll der andere soviel verdienen wie er mag, ich weis was ich kann und wo ich damit Geld verdienen kann.

Schon in Ordnung, sexus - is schon recht. Wichtig ist, dass das Leistungsprinzip beibehalten wird. Dann wird alles gut!

 

Gruß Emilian.

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sexus
· bearbeitet von sexus
Schon in Ordnung, sexus - is schon recht. Wichtig ist, dass das Leistungsprinzip beibehalten wird. Dann wird alles gut!

 

Gruß Emilian.

 

 

Was Leistung ist entscheidet der Markt, schon immer. Wenn ein Porschechef 250000 am Tag verdient dann zu Recht, da der Markt es ihm zugesteht und bezahlt. Wäre er dieses Geld nicht wert würde er es auch nicht bekommen.

Wenn man gewinnen will muss man sich abpassen.

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Emilian

So isses! ---> Charles Darwin: "The fittest will survive!"

 

Gruß Emilian.

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Rotamint
Es wird niemand gezwungen für 800 arbeiten zu gehen. Hier in Deutschland hat jeder, auch einer aus einer armen Familie, die Möglichkeit durch Können und Leistung auf ein Bruttogehalt von mindestens 4000 zu kommen. Wer das nicht schafft sollte den Fehler bei sich selbst und nicht im System suchen.

 

Das ist der größte Schwachsinn den ich hier seit langem gelesen habe.

Es grüßen die Allmachtsphantasien und das Ausblenden der Realität.

Zumal das ein Hohn für die vielen Menschen ist, die in der Zeitarbeit tätig sind.

Ich kann mir das nur damit erklären, dass der Kollege wahrscheinlich

noch sehr jung ist.

 

R.

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LagarMat
Das ist der größte Schwachsinn den ich hier seit langem gelesen habe.

Es grüßen die Allmachtsphantasien und das Ausblenden der Realität.

Zumal das ein Hohn für die vielen Menschen ist, die in der Zeitarbeit tätig sind.

Ich kann mir das nur damit erklären, dass der Kollege wahrscheinlich

noch sehr jung ist.

 

R.

Volle Zustimmung!

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Klonk
Ich sehe weiterhin die Dynamik des Zinssystems als Systemfehler an. Es gilt die Dynamik zu verringern oder die Ungleichgewichte die daraus entstehen auszugleichen. Es gilt nicht unbedingt das Zinssystem abschaffen. Das System muss jedoch verändert werden, sonst kommt es immer wieder zu tiefen Krisen.

Besteht darüber Einigkeit?

 

Nein besteht nicht. Es gibt wie schon erwähnt wurde sehr wohl negative Realverzinsung die man durch Risiko,Inflation und Fehlinvestements sehr schnell hat es ist nicht so dass eigenes Geldvermögen automatisch und dauerhaft dazu führt dass man immer reicher wird.

 

Versteckte Zinsen:

In jedem Produkt stecken Zinsen.

Wenn ich telefoniere, dann zahle ich mit für die Zinsen, die das Telekom-Unternehmen zahlen muss.

Wenn wir Steuern zahlen, dann wird ein gewisser Teil für den Schuldendienst verwendet.

Besteht darüber Einigkeit?

 

Eigentlich schon nur nicht über den Schluss den du daraus warscheinlich ziehst.

Wenn sich zb die Telekom 1 Mrd zusätzlich leiht weil sie eine positive Fremdkapitalrendite hat sprich mit diesem Kredit mehr verdient als die Zinsen kosten, dann zahlst du beim telefonieren sicher die Zinsen für diesen Kredit mit aber es ist ein Trugschluss zu glauben dass du das Produkt ohne diese Zinsen evtl billiger bekommen hättest das muss nicht so sein es kann in dem Fall genauso teuer oder aber gar nicht erst vorhanden sein.

Es ist irgendwie unlogisch Produkte mit und ohne irgend einen Zinsanteil zu bewerten. Wenn es wirklich so wäre, dass Banane A 30% teurer ist weil Plantagenbesitzer A sein Unternehmen auf Pump finanziert und Zinsen zahlen muss könnte doch Plantagenbesitzer B mit genug Eigenkapital kommen um die Plantage selbst zu kaufen und dann ohne Frempkapital arbeiten um mit 30% niedrigren Preisen Plantagenbesitzer A vom Markt zu drängen. Am Ende macht es keinen Unterschied wenn ich eine Banane kaufe ist für mich egal ob der Plantagenbesitzer 30% Gewinn macht oder dessen Finanzier.

 

Der Anteil der versteckten Zinsen wird immer größer.

Die Staatsschulden nehmen tendenziell exponentiell zu.

Besteht darüber Einigkeit?

 

Nein besteht nicht. Ich glaube es war dieses Jahr sogar das Gegenteil der Fall. Die Schulden nehmen zu und die Zinslast steigt aber wer daraus automatisch den Untergang ableitet der vernachlässigt die Einnahmenseite und die Inflation.

Schulden werden halt schon weniger wenn man sie konstant hält einfach weil das Geld inflationiert. Desweiteren entsteht nicht automatisch permanent immer mehr Zinseszins wenn die Schulden komplett bedient werden und man neue Schulden aufnimmt. Und es war eben soweit ich weiß dieses Jahr in Deutschland so, dass die Schulden zwar gestiegen ist der % Anteil der Ausgaben für Schulden am gesamten Haushalt eben gesunken sind weil die Einnahmen eben noch stärker stiegen als die Zinslast. Wenn man die Schulden von Deutschland seinem "Besitz" gegenüberstellt (also Infrastruktur , Einfluss ,Möglichkeit Steuern zu erheben ect ) dann glaub ich nicht dass unser Land sonderlich überschuldet ist auch wenn man sicher aufpassen mus dass die Staatsverschuldung überschaubar und kontrollierbar bleibt. Auch muss man ja sehen dass die Investitionen des Staates nicht einfach im nichts verschwinden sondern evtl auch wieder mehr Einnahmen generieren.

 

 

Alles im allem stimme ich zu dass man den Kapitalismus schon ein wenig bremsen sollte da der Mensch als Wirtschaftsakteuer in der Masse doch sehr egoistisch und rücksichtslos agiert . Aber genau dass machen wir ja in der sozialen Marktwirtschaft. Ich finds gut dass man hier ne medizinische Grundversorgung hat oder dass nicht arbeitende (ob nun faul oder vom Pech verfolgt) ne Wohnung und essen usw bekommen ich will hier keinen angelsächsischen Ansatz ich finde das soziale an unserer sozialen Marktwirtschaft gut und passend. Immerhinn haben wir ne Staatsquote von glaub 50% es wird wohl ordentlich umverteilt und das soll der Staat auch dürfen.

Aber man darf es halt nicht übertreiben besser, schlauer und fleißiger zu sein muss sich lohnen genauso wie seine Resourcen zu verleihen. Dass System an sich (mit Zins und Konkurenz) ist für mich die beste Lösung die ich kenne kA ob Supercomputer in 100 Jahren evtl mal noch ein besseres nachhaltigeres und gerechteres System berechnen können evtl möglich.

 

Ich sehe weder einen Systematischen Zwang zum Untergang noch Bedarf an Fundamentaler Neuausrichtung das einzige wo ich völlig zustimme ist dass wir dringen massiv was für die Umwelt tun müssen und das Bevölkerungswachstum auf der Welt schnellstens eingedämmt werdenmuss sonst is irgendwann schluss mit lustig.

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Teletrabbi
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Brockhaus
· bearbeitet von Brockhaus
Mir ist schon klar, dass du willst, dass ich was abgebe, die Frage bleibt: warum?

 

Ich profitiere als Erbe von der Arbeit anderer, weil andere mir etwas vererben wollen. Oder willst du ihnen generell vorschreiben, wofür sie ihr Geld auszugeben haben? Ich bin übrigens gegen Pflichtanteile beim Erbe und überhaupt, gegen diese zweckfreie staatliche Tendenz, irgendwelche zufälligen Momentaufnahmen von aktuellen Gepflogenheiten gesetzlich zu verankern.

 

Erbschafts/Schenkungssteuern sind eine Enteignung nach dem Tod und der Mensch hat nun mal (übrigens: berechtigterweise) den Wunsch, auch nach seinem Ableben einiges mitzubestimmen. Diese Enteignung senkt den Wert des Geldes für den Menschen signifikant und schränkt damit, wie Klonk richtig sagte, das Leistungsprinzip ein.

 

 

Du wirst uns aber nicht erzählen wollen, dass du aufhörst Geld verdienen zu wollen, weil deine Erben irgendwann nur noch 70% deines Vermögen erben werden, oder? Leistungsprinzip hin oder her, große Vermögen wachsen schneller als kleine Vermögen, was zwar eine absolute Binsenweisheit darstellt, aber auch dazu führt, dass sich Vermögen dann über Generationen bei wenigen Personen kumulieren und zwar selbst dann, wenn die nachfolgenden Generationen dafür absolut nichts mehr leisten.

Da Wohlstand und Vermögen begrenzt sind, haben all jene, die nichts erben konnten, ungleich geringere Chancen zu Reichtum zu gelangen, ganz egal, wie talentiert oder fleißig sie auch sein mögen.

 

 

Erbschafts/Schenkungssteuern sind eine Enteignung nach dem Tod und der Mensch hat nun mal (übrigens: berechtigterweise) den Wunsch, auch nach seinem Ableben einiges mitzubestimmen. Diese Enteignung senkt den Wert des Geldes für den Menschen signifikant und schränkt damit, wie Klonk richtig sagte, das Leistungsprinzip ein.

 

Jede Steuer ist demnach eine Enteignung. Die Frage ist nur, ob es nicht sinnvoll ist, ein Gemeinwesen zu finanzieren, da es wohl kaum sinnvoll ist, sich auf die Bereitschaft der Vermögenden zu verlassen, sich für das Gemeinwohl einsetzen zu wollen.

 

 

 

 

Es wird niemand gezwungen für 800€ arbeiten zu gehen. Hier in Deutschland hat jeder, auch einer aus einer armen Familie, die Möglichkeit durch Können und Leistung auf ein Bruttogehalt von mindestens 4000€ zu kommen. Wer das nicht schafft sollte den Fehler bei sich selbst und nicht im System suchen.

 

Ich frage mich nur: Wenn jeder einer gutbezahlten Arbeit nach geht, wer macht dann die schlecht bezahlte?

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ipl
Das ist der größte Schwachsinn den ich hier seit langem gelesen habe.

Es grüßen die Allmachtsphantasien und das Ausblenden der Realität.

Zumal das ein Hohn für die vielen Menschen ist, die in der Zeitarbeit tätig sind.

Ich kann mir das nur damit erklären, dass der Kollege wahrscheinlich

noch sehr jung ist.

Nein, die Realität ist viel besser, als die meisten glauben. Ich hatte sicher viel schlechtere Startchancen als 95% der Teilnehmer hier, bin aber mittlerweile - weder durch Zufall noch durch Einwirkung von Außen - in einer Situation, in der ich mit den meisten nicht tauschen würde. Die Leute, die alles auf andere und auf das System schieben, stehlen sich aus ihrer Eigenverantwortung für das, was sie erreicht haben.

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maush
· bearbeitet von maush
Nein, die Realität ist viel besser, als die meisten glauben. Ich hatte sicher viel schlechtere Startchancen als 95% der Teilnehmer hier, bin aber mittlerweile - weder durch Zufall noch durch Einwirkung von Außen - in einer Situation, in der ich mit den meisten nicht tauschen würde. Die Leute, die alles auf andere und auf das System schieben, stehlen sich aus ihrer Eigenverantwortung für das, was sie erreicht haben.

ich habe auch einen relativ gut bezahlten Job und komme aus keiner reichen Familie. Die Aussage auf die sich der Kommentar bezog ist trotzdem totaler Schwachsinn und arrogant obendrein, es gehört nämlich immer noch eine gehörige Portion Glück dazu und außerdem so eine Art "Lebensgeschick", welches auch nicht Gott gegeben ist und sich auch nicht jeder aneignen kann.

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sexus
ich habe auch einen relativ gut bezahlten Job und komme aus keiner reichen Familie. Die Aussage auf die sich der Kommentar bezog ist trotzdem totaler Schwachsinn und arrogant obendrein, es gehört nämlich immer noch eine gehörige Portion Glück dazu und außerdem so eine Art "Lebensgeschick", welches auch nicht Gott gegeben ist und sich auch nicht jeder aneignen kann.

 

Das nicht jeder reich werden kann ist logisch, muss man reich sein? Ich denke nein, und es ist auch gar nicht nötig. Man muss von seinem Verdienst gut leben und sich was leisten können. Und genau das kann jeder hier in Deutschland erreichen. Diese Aussage ist kein bisschen arrogant.

Wenn ich mir die, als Beispiel aufgeführten Zeitarbeiter ansehe, muss ich leider feststellen das es sie hierbei zu 80% um ungebildete Menschen handelt die man einfach nicht für mehr gebrauchen kann. Die sind ja schon überfordert wenn sie zwei Zahlen auf einem Lieferschein addieren sollen. Diesen Arbeitern kann man nur einfachste Aufgaben anvertrauen die fast jeder Schüler mit 16 ausführen könnte. Mit was für einer Begründung also ein gutes Gehalt bezahlen?

Noch mal, es geht hier nicht um die perfekte Karriere oder reich zu werden, lediglich darum einen vernünftigen Job zu bekommen. Und wer genau das möchte, etwas dafür tut und was draufhat kann genau das erreichen.

Ich habe genug Leute in meinem Bekanntenkreis die die besagten 4000+ verdienen, und das nicht durch Glück sondern durch Arbeit.

Genauso habe ich auch 1500 Bruttoverdienende in der Familie. Wenn ich mir deren Einstellung anschaue weis ich auch warum das so ist.

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Teletrabbi
Man muss von seinem Verdienst gut leben und sich was leisten können. Und genau das kann jeder hier in Deutschland erreichen. Diese Aussage ist kein bisschen arrogant.

 

Obs arrogant ist oder nicht tut nichts zur Sache. Ich wäre sehr vorsichtig mit dieser Aussage.

 

Ein Beispiel:

In Deutschland gibt es ca. 1 Mio. illegale Einwanderer. Diese dürfen keine öffentliche Bildung genießen und haben somit keine Chance.

Quelle: SWR2 Wissen

 

Wenn du "dumme" Eltern hast, dann hast du meist auch ein Umfeld mit "dummen" Menschen (zum Teil auch Ghettobildung). Dann brauchst du schon sehr viel Glück um groß rauszukommen. Den Ausschlag können hier zum Beispiel Lehrer geben. Aber in der Bildungsrepublik wurde lange an Bildung gespart. Dabei brauchen wir doch Innovation und viele Fachkräfte, wie die Politiker predigen... Wir sollten das Potenzial möglichst vieler Menschen nutzen.

 

Wenn ich mir die, als Beispiel aufgeführten Zeitarbeiter ansehe, muss ich leider feststellen das es sie hierbei zu 80% um ungebildete Menschen handelt die man einfach nicht für mehr gebrauchen kann. Die sind ja schon überfordert wenn sie zwei Zahlen auf einem Lieferschein addieren sollen.

 

Ungebildet sein heißt noch nicht, dass nicht Potenzial vorhanden sein kann. Und 80% ist bei weitem zu hoch angesetzt.

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Stephan09
· bearbeitet von Stephan1
Meine These: Das System in der derzeitigen Form zerstört sich selbst

 

Da muss ich bedingt zustimmen. Ich nehme unser Wirtschaftssystem auch als ein krisenhaftes wahr, allerdings muss man auch sehen, dass in der Krise bzw. im Unterganng alter Industrien das Neue erst entstehen kann. Konkret: Mit der Erfindung des mechanischen Webstuhls wurden Millionen von Webern arbeitslos, allerdings wurde hier der Grundstein dafür gelegt, dass die Gesellschaft nun freie Arbeitskraft hatte, um sich anderen Dingen als der Subsistenzwirtschaft zuzuwenden. Um ein neueres Beispiel zu nehmen, die Automatisierung der Produktion hat auch viele Menschen in die Arbeitslosigkeit getrieben, aber die Arbeit wurde humaner. Dass dieses Problem noch nicht vollkommen gelöst ist, stimmt, da wir seit den 70'ern eine Krise des/der Fordismus/sozialen Marktwirtschaft erleben, und sich die nächste technische Stufe noch nicht durchgesetzt hat. Wer die errät hat den großen Preis gewonnen.

 

Es besteht Einigkeit darüber, dass es ein Anreizsystem braucht.

Umweltzerstörung gibt es in jedem System, jedoch in unterschiedlichem Ausmaße.

Wir gleiten gerade in eine Krise.

 

Ja und es ist möglich, dass die Knappheit oder Verteuerung der Ressourcen die Basisfrage des nächsten Entwicklungsschubes sein könnte.

 

Es besteht keine Einigkeit darüber, ob es Veränderungen geben muss und wie diese aussehen könnten.

 

Die größte Stärke des Kapitalismus ist imo gleichzeitig seine größte Schwäche. Durch die dezentrale Kapitalallokation im Sinne eines "trial and error", indem jeder Teilnehmer nach der Maximierung seines persönlichen Profits sucht, ist das System unglaublich dynamisch, geht aber auch ziemlich dynamisch über Menschen hinweg. Man kann es von mir aus auch umgekehrt formulieren, dass jeder Teilnehmer versucht, dem schwindenen Mehrwert zu entgehen, und somit eher ein Gehetzter ist, ist Anschauungssache.

 

Ich sehe weiterhin die Dynamik des Zinssystems als Systemfehler an. Es gilt die Dynamik zu verringern oder die Ungleichgewichte die daraus entstehen auszugleichen. Es gilt nicht unbedingt das Zinssystem abschaffen. Das System muss jedoch verändert werden, sonst kommt es immer wieder zu tiefen Krisen.

 

Da stimme ich eingeschränkt zu. Ich sehe das Zinssystem nicht als Grundproblem an, sondern eher die Entwicklung des Schattenbankensystems in den letzten Jahren. Das Zinseszinsphänomen mag zwar seine Nachteile haben, aus meiner Sicht überwiegen aber die Vorteile (s. letzter Post). Erst dieses Schattenbanksystem hat diese immense Hyperaktivität hineingebracht.

http://www.bis.org/statistics/provbstats.pdf#page=7

Wenn man sich da die Positionen der Caymaninseln und sonstiger offshore-Paradise anschaut, bekommt man schon das Grausen. Diese Briefkastenfirmen wurden ja gerade eingeführt, um Basel II zu umgehen, das versuchte, die Kreditvergabe an rationalen Kriterien auszurichten. Von Steuerhinterziehung mal ganz abgesehen.

 

Ungleichgewichte: speziell die Kluft zwischen arm und reich. Ab einem gewissen Punkt hält das Wachstum der Wirtschaft nicht mehr mit dem Wachstum der Zinsen schritt.

 

Den Punkt verstehe ich nicht, wenn die Kredite die Wirtschaftsleistung übersteigen oder in die falschen Wirtschaftsbereiche vergeben wurden, fallen sie einfach aus und damit auch die Zinsen. IWF/Weltbank mit ihren Dekreten lasse ich aus, ich denke das würde zu weit führen.

Zu den verdeckten Zinsen hatte ja schon wer anderes etwas gesagt, stellt sich die Frage, ob es das Produkt ohne die kreditbasierte Anfangsinvestition überhaupt geben würde. Dass die Staatsverschuldung exponentiell steigt, hast Du finde ich, durch deine zuletzt gepostete Statistik selbst widerlegt.

 

Dass Du keine Gesellpositionen vertrittst, sondern nur zitierst, hatte ich überlesen, sry.

 

Der Erbschaftssteuer kann ich auch viel abgewinnen, da sie den Wettbewerb verzerrt und strukturell zu einer übermäßigen Konzentration des Kapitals und einer Geldaristokratie führt, die Fortschritt aufhält, da er immer mit dem Niedergang der alten Industrien zusammenhängt. Zumindest ihre gesellschaftliche Position reduziert.

Zur Neuverteilung der Karten im Sinne eines echten und nicht überkommenen Wettbewerbs sehe ich im übrigen auch Währungsreformen an, die alle paar Jahre/Generationen auftreten. Sonst erstarrt das System und verliert (s.o.) seine Legitimation.

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balu09
Noch mal, es geht hier nicht um die perfekte Karriere oder reich zu werden, lediglich darum einen vernünftigen Job zu bekommen. Und wer genau das möchte, etwas dafür tut und was draufhat kann genau das erreichen.

 

Lieber sexus - deine kämpferische Einstellung in allen Ehren, aber es hat nicht jeder die Möglichkeit sich nach oben zu arbeiten. Theoretisch ja, aber im realen Leben stellt sich die Sache komplexer da. Es gehört eine bestimmte Geisteshaltung/bestimmte Denkmuster dazu, sich aufzurappeln und die Arme hochzukrempeln. Diese Denkmuster sind zum Teil genetisch angelegt aber zu einem anderen großen Teil anerzogen. Der bildzeitunglesende, arbeitslose, dauerfluchende und pessimistische Vater, welcher sich und sein elendes Dasein als fremdverschuldetes "Gesellschaftsopfer" begreift, wird mit großer Wahrscheinlichkeit ebensolche Kinder großziehen. Diese möchten vielleicht wirklich irgendwie aus ihrer Situation heraus, können diesen Wunsch aufgrund ihrer "negativen Denkmuster" aber nicht zielstrebig verfolgen und die Stärke/Disziplin entwickeln, sich tatsächlich aus ihrem Umfeld zu lösen. Wer das schafft, verfügt über eine außergewöhnliche innere Stärke (ja, auch von dieser Sorte gibt es genügend Menschen!). Es kann nicht jeder alles erreichen - und jetzt wirds philosophisch - unter anderem deshalb, weil nicht jeder alles WOLLEN kann. Die meisten "Stehenbleiber" sind zwar mit ihrer Situation unzufrieden, WOLLEN aber im Grunde nicht wirklich anders. Ich habe selbst lange gebraucht, bis ich dieses Wort von Schopenhauer begriffen habe: "Der Mensch kann wohl tun was er will, aber er kann nicht wollen was er will."

 

Viel Spaß beim Denken

 

Balu

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AzadKing
· bearbeitet von AzadKing
Wo wir schon bei der Physik wären: die Zeit läuft nicht ab

 

Hmm schonmal in einem schwarzen Loch gewesen... :rolleyes:

 

Meiner Ansicht nach die größten Fehler im System:

 

1.) Zinsen : Für mich immer noch eine Wertschaffung aus dem "nichts". Ich weiß viele werden rumschreien, aber ich denke EINFACH.

2.) Die Änderung das die Länder nicht mehr die Goldreserven als Gegenwert haben müssen.

3.) Verschuldungen aller Industriestaaten.

4.) Korruption auf allen Ebene

5.) Der Mensch

 

um nochmal meine Standpunkte zu klären:

 

1.) Es besteht ein Systemfehler. Würde kein Fehler im System herrschen müssten wir dieses nicht dauernd anpassen und "retten"

2.) In einem perfekten System gäbe es für mich keine Schulden.

3.) In einem perfekten System hat jeder Mensch die gleiche Ausgangssituaiton.

4.) In einem perfekten System sind alle gleich.

5.) Es gibt kein perfektes System, soll es auch nicht, wird es auch nicht, aber man sollte über bessere wie das jetzige nachdenken wenn man ernsthaft darüber nachdenkt viele Jahrtausende zu überleben, denn davon hängt es schließlich ab. Man sieht ja jetzt schon was "kleine" Fehler im System gerade in ärmeren Ländern anrichten.

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Carlos
Noch mal, es geht hier nicht um die perfekte Karriere oder reich zu werden, lediglich darum einen vernünftigen Job zu bekommen. Und wer genau das möchte, etwas dafür tut und was draufhat kann genau das erreichen.

Ich habe genug Leute in meinem Bekanntenkreis die die besagten 4000+ verdienen, und das nicht durch Glück sondern durch Arbeit.

Genauso habe ich auch 1500 Bruttoverdienende in der Familie. Wenn ich mir deren Einstellung anschaue weis ich auch warum das so ist.

 

 

Lieber sexus - deine kämpferische Einstellung in allen Ehren, aber es hat nicht jeder die Möglichkeit sich nach oben zu arbeiten. Theoretisch ja, aber im realen Leben stellt sich die Sache komplexer da. Es gehört eine bestimmte Geisteshaltung/bestimmte Denkmuster dazu, sich aufzurappeln und die Arme hochzukrempeln.

Balu

 

Ihr sagt beide dasselbe...

 

sexus: "Und wer genau das möchte, etwas dafür tut und was draufhat kann genau das erreichen."

 

balu09: "Theoretisch ja, aber im realen Leben stellt sich die Sache komplexer da. Es gehört eine bestimmte Geisteshaltung/bestimmte Denkmuster dazu, sich aufzurappeln und die Arme hochzukrempeln. "

 

 

 

 

Hmm schonmal in einem schwarzen Loch gewesen... :rolleyes:

 

Meiner Ansicht nach die größten Fehler im System:

 

1.) Zinsen : Für mich immer noch eine Wertschaffung aus dem "nichts". Ich weiß viele werden rumschreien, aber ich denke EINFACH.

2.) Die Änderung das die Länder nicht mehr die Goldreserven als Gegenwert haben müssen.

3.) Verschuldungen aller Industriestaaten.

4.) Korruption auf allen Ebene

5.) Der Mensch

 

um nochmal meine Standpunkte zu klären:

 

1.) Es besteht ein Systemfehler. Würde kein Fehler im System herrschen müssten wir dieses nicht dauernd anpassen und "retten"

2.) In einem perfekten System gäbe es für mich keine Schulden.

3.) In einem perfekten System hat jeder Mensch die gleiche Ausgangssituaiton.

4.) In einem perfekten System sind alle gleich.

5.) Es gibt kein perfektes System, soll es auch nicht, wird es auch nicht, aber man sollte über bessere wie das jetzige nachdenken wenn man ernsthaft darüber nachdenkt viele Jahrtausende zu überleben, denn davon hängt es schließlich ab. Man sieht ja jetzt schon was "kleine" Fehler im System gerade in ärmeren Ländern anrichten.

 

Perfekt ist das Paradies... und das ist uns Menschen auf Leben nicht vergönnt. Also müssen wir mit dem leben, was wir selber in der Lage sind zu schaffen. Evolution heisst, das Erreichte konstant zu verbessern, und das ist unsere Aufgabe als intelligente Lebewesen.

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balu09
Ihr sagt beide dasselbe...

 

sexus: "Und wer genau das möchte, etwas dafür tut und was draufhat kann genau das erreichen."

 

balu09: "Theoretisch ja, aber im realen Leben stellt sich die Sache komplexer da. Es gehört eine bestimmte Geisteshaltung/bestimmte Denkmuster dazu, sich aufzurappeln und die Arme hochzukrempeln. "

 

NEIN! Ich sage definitiv nicht dasselbe wie sexus! Darauf lege ich auch größten Wert und distanziere mich ausdrücklich von Carlos Schreibe!

 

Es besteht ein augenscheinlicher Unterschied dazwischen, etwas draufzuhaben und über bestimmte Denkmuster zu verfügen! Auch wer ein schlechtes Selbstkonzept hat, kann viele und große Talente haben.

 

Du hast mich nicht verstanden!

 

Gruß Balu

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