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Cepha
· bearbeitet von Cepha
vor 2 Stunden von reko:

Ist völlig uninteressant Strom fast umsonst oder zu negativen Preisen zu verkaufen. Interessant wird es erst wenn Sonne und Wind nicht liefern. Der Preis muß dann so hoch sein damit das Backupkraftwerk für das ganze Jahr rentabel wird. Ohne Backup geht es nicht.

10% Solar/Windstrom werfen wir heute mit Kohlebackup weg. Will man mehr EE-Strom wird das ein Vielfaches.

Die Werte waren in 2025 bei Solarstrom deutlich geringer*). Du kannst in Zukunft auch 20% oder 30% oder gar (sehr unwahrscheinliche) 50% wegwerfen, der Solarstrom bleibt selbst dann immer noch deutlich billiger als Strom aus neuen AKW.

 

*) https://www.smard.de/page/home/topic-article/444/219200/volumen-und-kosten-gestiegen

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reko
· bearbeitet von reko
vor 44 Minuten von Cepha:

 der Solarstrom bleibt selbst dann immer noch deutlich billiger als Strom aus neuen AKW.

Wenn man die Kosten für eine stabile Stromversorgung (Backup, Speicher und Stromleitungen) vernachläßigt.

 

Levelized Cost of Electricity (LCOE) vs Levelized Cost of Load Coverage (LCOLC)

LCOE of renewables are not a good indicator of future electricity costs, Grimm 2024 .. The "Levelized Cost of Load Coverage" (LCOLC) calculated in this way does not indicate that electricity costs will fall significantly in the coming decade. .. The inadequacy of the LCOE for estimating electricity costs has been addressed in the literature on various occasions.

 

Levelized Cost of Load Coverage (LCOLC) – a Simple and Meaningful Cost measure for Electricity; Grimm 2025

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PKW
vor 4 Stunden von Cepha:

Abregeln von EE-Strom ist kein großes Problem.

Ich dachte, wir hätten schon jetzt so viele kleine (unabregelbare) Solaranlagen am Netz, dass wir an sonnigen Frühjahrssonntagen kaum wissen wohin mit dem Strom? 

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Cepha
vor 29 Minuten von reko:

Wenn man die Kosten für eine stabile Stromversorgung (Backup, Speicher und Stromleitungen) vernachläßigt.

 

 

Die brauchste für AKW auch, wenn auch etwas weniger.

vor 40 Minuten von PKW:

Ich dachte, wir hätten schon jetzt so viele kleine (unabregelbare) Solaranlagen am Netz, dass wir an sonnigen Frühjahrssonntagen kaum wissen wohin mit dem Strom? 

Ich hab oben was von smard verlinkt, da bekommt man ein Gefühl für die Größenordnungen

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reko
· bearbeitet von reko
vor einer Stunde von Cepha:

Die brauchste für AKW auch, wenn auch etwas weniger.

Für Kernkraftwerke und andere grundlastfähige, nach Bedarf steuerbare Kraftwerke braucht man weder zusatzliche Speicher noch zusätzliche Leitungen. Das hat früher alles funktioniert. Man braucht lediglich wie auch bisher deren Instandhaltung. Erst mit Solar und Wind reicht es nicht mehr. Dieser Speicher- und Leitungsausbau und die Backupkraftwerke sind Kosten die man den LCOLC von Solar und Wind zurechnen muß. Dann sind 100% Solar- und Windstrom nicht mehr die günstigste Stromversorgung. Ein kleiner Anteil (soweit es ohne großen Ausbau geht) ist sinnvoll, das Optimum wurde aber mM in Deutschland bereits überschritten.

Wenn wir zur Netzstabilität Grundlast von unseren Nachbarn benötigen, dann müssen diese unterhalb ihres optimalen Solar/Windstromanteils bleiben. Für das gesamteuropäische Netz hat man nur mehr Stromtransport erzeugt als nötig.

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Holgerli
vor 1 Stunde von reko:

Für Kernkraftwerke und andere grundlastfähige, nach Bedarf steuerbare Kraftwerke braucht man weder zusatzliche Speicher noch zusätzliche Leitungen. Das hat früher alles funktioniert. Man braucht lediglich wie auch bisher deren Instandhaltung.

Ja, das hat "funktioniert" auf Kosten der Umwelt und der Menschen. Aus der Atomkraft sind wir raus, weil wir das Risiko von Super-GAUs wie in der Ukraine und Japan nicht mehr eingehen wollten. Wir erinnern uns noch alle wie wenige Wochen vor Fukushima der Austieg aus der Atomkraft rückgängig gemacht wurde und dann gang schnell der Ausstieg aus dem Ausstieg rückgängig gemacht wurde. Wenn Ideologie auf technische Realitäten trifft. 

Und warum wir aus Kohle und Gas raus wollen sollte jedem klar sein: Der Klimawandel.

 

vor 1 Stunde von reko:

Dann sind 100% Solar- und Windstrom nicht mehr die günstigste Stromversorgung.

Doch sind sie weiterhin, wenn man die Kosten der jetzigen Atomar-Fossilen-Stromversorgung nicht sozialisieren sondern umlegen würde. 

 

vor 1 Stunde von reko:

Ein kleiner Anteil (soweit es ohne großen Ausbau geht) ist sinnvoll, das Optimum wurde aber mM in Deutschland bereits überschritten.

Deine Meinung. Es gibt viele andere Meinungen. 

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PKW
vor 4 Stunden von Cepha:

Ich hab oben was von smard verlinkt, da bekommt man ein Gefühl für die Größenordnungen

Ich habe folgende Größenordnung im Kopf: Abnahme am Sonntag < 40GW, nicht abschaltbare Nennleistung PV >40GW. 
Die Zahlen gelten jeweils für Gesamtdeutschland, die im Artikel angesprochene lokale Problematik kommt da noch obendrauf.
Ich halte das "zu viel an Einspeisung" regelungstechnisch für noch kritischer als ein "wir haben zu wenig Strom". Gegen letzteres kann man Reservekraftwerke einsetzen, gegen ersteres würden netzdienliche Großspeicher helfen. Haben wir die? Vermutlich eher nein.  
Der Export zu Nachbarn wird immer schwieriger, die Holländer, Dänen, Schweitzer und Österreicher haben ja auch ordentlich Panele auf den Dächern und prinzipiell das ähnliche Problem. Bleiben Franzosen und Polen als größere potentielle Abnehmer. 
Als letzte Möglichkeit bleibt die Abschaltung von regionalen Gebieten mit hoher Einspeisung. 

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Humfrey
Am 9.2.2026 um 19:33 von PKW:

Ich habe folgende Größenordnung im Kopf: Abnahme am Sonntag < 40GW, nicht abschaltbare Nennleistung PV >40GW. 
 

Wie kommst Du zu der Schätzung der nicht abschaltbaren Nennleistung PV >40GW?

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fancY

Die Energy-Charts haben dazu Daten veröffentlicht. 47 GWp nicht steuerbare PV produzierte maximal 20 GW bei einer minimalen Last von 39 GW.

 

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reko
· bearbeitet von reko

2026/04/21 Reiches Gesetzesnovelle zu Stromtrassen stößt auf Kritik .. Das Bundeswirtschaftsministerium will kurzfristig die gesetzlichen Voraussetzungen für einen Vorrang von Freileitungen beim Ausbau des Stromnetzes schaffen.  .. Betroffene Branchen warnen vor der Festlegung auf Freileitungen. Eines ihrer Hauptargumente: Freileitungen seien „exponierte Ziele für Sabotage“. Erdkabel in Kabelschutzrohren seien dagegen robuster und weniger anfällig für Eingriffe. .. „Ein politischer Kurswechsel bei der Erdverkabelung wäre ein Rückschritt mit Ansage. Erdkabel in leistungsfähigen Rohrsystemen sichern Resilienz, Akzeptanz und damit Tempo. Wer das schwächt, bremst den Netzausbau aus“

 

2026/04/20 Länder kritisieren Kurswechsel im Bundesbedarfsplangesetz .. Die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen lehnt die Abschaffung des Erdkabelvorrangs entschieden ab

 

In der Schweiz ist es trotz reichlich Wasserkraft auch nicht besser

SRF 2026/04/16: Bringt die Energiewende unser Stromnetz ans Limit?

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reko
· bearbeitet von reko

Swissgrid: 2026/04/16 Die unsichtbare Unruhe im Stromnetz – und warum Frühwarnung zählt

 .. Neue Herausforderungen, die man nicht sehen kann. Ein aktueller Bericht von ENTSO‑E («Instability Detection Technologies in Power Electronics Dominated Systems»), dem Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber, beschreibt genau diese Entwicklung. Er zeigt: In modernen Stromnetzen können neue Formen von Instabilitäten entstehen, die schneller auftreten und weniger offensichtlich sind als früher.

.. Ein zusätzlicher Faktor sind lange Kabelverbindungen (Blog: «Wenn die Physik der Technik Grenzen setzt»)

 

2025/04 Wenn die Physik der Technik Grenzen setzt; Studie zeigt technische Limiten von Erdkabeln im Höchstspannungsnetz

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reko
· bearbeitet von reko

Sehr guter Potcast

Video 2026/04/29: Keine Antwort auf die Speicherfrage #384 REFRESH | bto – der Ökonomie-Podcast von Dr. Daniel Stelter

Zitat

Die Energiewende funktioniert nur mit teuren fossilen Back-Up-Kraftwerken. Da dieser Umstand nicht zum Image der “Freiheitsenergien” passt und außerdem nicht zur erwünschten Klimaneutralität führt, sollen Speicher das Problem der unbeständigen Stromerzeugung durch erneuerbare Energien lösen. Batterien gelten dabei vielen Beobachtern als wichtiger Baustein, andere setzen auf Wasserstoff – der zuvor in Zeiten von Wind-und-Sonnen-Überschuss erzeugt wurde. Doch funktioniert ein solches System technisch? Ist es wirtschaftlich tragfähig und vor allem, führt es – wie versprochen – zu tieferen, wettbewerbsfähigen Stromkosten? Die Achillesferse der Energiewende hat Daniel Stelter bereits im Juni 2023 mit Dr. André D. Thess, Professor für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart, diskutiert. Nach dem Experteninterview in Episode 195 sind Zweifel angebracht. Vor dem Hintergrund der aktuellen Energiepolitik ist es Zeit für ein bto REFRESH.

 

Als Beispiel nennt er den geplanten 250 Megawatt Batteriespeicher der Lechwerke für geplante 200 Mio €. Er soll 250.000 Durchschnittshaushalte für eine Stunde mit Strom versorgen können.  Man braucht Speicher für 41 Mio Haushalte für 16 Stunden wenn man Dunkelflauten über Backups abdeckt. Man müsste dann 525 Milliarden Euro für Batteriespeicher investieren - nur für die Haushalte, das ist ein Viertel des deutschen Stromverbrauchs. "Machbar mag das sein, finanzierbar würde ich schon bezweifeln. Nur eins ist klar, wettbewerbsfähige Strompreise bekommt man so sicherlich nicht."

 

Ich bezweifle auch die Machbarkeit. So viele Batterierohstoffe sind am Weltmarkt nicht vorhanden.

 

Zu Wasserstoff zitiert er die Financial Times vor einigen Wochen "The Stagering Cost of a Green Hydrogen Economy".

Es ist "unglaublich teuer", aber die einzige Möglichkeit Solar- und Windstrom aus Gebieten mit mehrfacher Ausbeute zu nutzen, über weite Strecken zu transportieren und längere Zeit zu speichern.

 

In der Realität wird man einen Mix aus allen Technologien brauchen.


Prof. Thess bringt als Beispiel die kanarische Insel El Hierro die bis 2014 mit Strom vollständig aus Dieselgenerstoren versorgt wurde. Man wollte komplett auf Windenergie und Pumpspeicherkraftwerk umgesteigen. Die Dieselgeneratoren sind nach wie vor in Betrieb und erzeugen 50% des Stroms.

Zitat

Das Beispiel zeigt, erneuerbare Energien mit Speicher eignen sich sehr gut als sogenannte Fuel Saver. Sie müssen weniger Diesel einsetzen, sie brauchen weniger Dieselgeneratoren. Es ist aber völlig falsch zu behaupten, dass man nur eine Frage des politischen Willens hätte, um diese kleine Insel und das ist eine kleinere, wesentlich einfacher zu dekarbonisieren als die deutsche Volkswirtschaft.

.. Wenn Sie das alles auf 100% erneuerbare mit Speicher hochskalieren wollen, brauchen sie Mittel, die deutlich über das hinausgehen, was wir in Deutschland aus dem Staatshaushalt oder aus öffentlichen oder privaten Mitteln mobilisieren können. Die Kosten steigen überproportional in dem Maße, wie sie sich den Maße 100% Decarbonisierung mit Wind, Sonne und Speichern annähern.

.. Also diese Aufwandskurve steigt exponentiell in dem Maße, wie sie sich diesen berühmten 100% Decarbonisierung annähern und das wird leider in der öffentlichen Diskussion immer wieder verschwiegen

.. Wenn Sie den häufigen Stand der Technik anschauen, dann stellen sie eine Kilowattstunde Strom aus Kohle oder aus Kernkraft für etwa 5 Cent her. Und wenn Sie dazu im Vergleich Wind oder Sonne plus Batteriespeicher oder plus Wasserstoffspeicher mit Elektrolyseur und mit Brennstoffzelle nehmen, dann landen sie in der Regel oberhalb von 10 Cent pro Kilowattstunde.

..  wir müssen uns da auf eine sehr große Diversität, Vielfalt von Lösungen einrichten und wir müssen wissen, die finanziellen Herausforderungen global sind wesentlich größer als in Deutschland, weil Deutschland ein wohlhabendes Industrieland ist.

 

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Holgerli
vor 5 Stunden von reko:

Als Beispiel nennt er den geplanten 250 Megawatt Batteriespeicher der Lechwerke für geplante 200 Mio €. Er soll 250.000 Durchschnittshaushalte für eine Stunde mit Strom versorgen können.  Man braucht Speicher für 41 Mio Haushalte für 16 Stunden wenn man Dunkelflauten über Backups abdeckt. Man müsste dann 525 Milliarden Euro für Batteriespeicher investieren - nur für die Haushalte, das ist ein Viertel des deutschen Stromverbrauchs. "Machbar mag das sein, finanzierbar würde ich schon bezweifeln. Nur eins ist klar, wettbewerbsfähige Strompreise bekommt man so sicherlich nicht."

Was Du vergessen hast zu sagen:

- Das Projekt soll primär gar keine Haushalte mit Strom versorgen. Es dient der Netzstabilisierung 

- Das Projekt ist ein weltweit einmaliges Pilotprojekt: Der Speicher wird nicht als ein Großspeicher gebaut, sondern an an 5+ verschiedenen Standorten. Das verteuert Planung, Genehmigungen, Kabeltrassen, Steuerungstechnik und Netzanschlüsse erheblich.

- Die Speicher haben direkte Integration ins Übertragungsnetz von Amprion (Hochspannung)

- Die Kosten wurden 2022/2023 kalkuliert – als Batteriepreise noch höher waren.

 

Also Fazit: Das ist kein normales Stromspeicherprojekt. Wenn dies wirklich als Kostenvergleich genommen wurde, dann deutet es darauf hin, dass der Präsentator recht wenig Ahnung hatte oder die Preise gewollt nach oben manipulieren will. 

 

Deswegen habe ich die KI mal rechnen lassen: Die KI meint, dass um 41 Mio. Haushalte für 16 Stunden mit Strom zu versorgen rund 100 Mrd. Euro (heutige Preise) nötig wären. Rechnet man das ganze auf eine ambitionierte, aber realistische Bauzeit 10 Jahren, kommt man auf 85 Mrd Euro, wegen dem Speicherpreisvefall. 

 

 

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reko
· bearbeitet von reko

könnte!

Die Batterierohstoffpreise steigen wieder. LFP Akkus benötigen mehr Lithium als NMC-Akkus. Wenn ein Teil der Akkuproduktionskapazität nicht mehr leer steht wird es auch kein Dumping mehr geben.

Bekommt man von der KI auch eine Preisgarantie?

 

Selbst wenn man für 8 Stunden Batteriespeicher anschafft (und das nicht zu einer Preisexplosion führt), braucht man trotzdem weiter die vollen Backupkraftwerke und den vollen Netzausbau.

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Holgerli
vor 1 Stunde von reko:

Die Batterierohstoffpreise steigen wieder.

Also: Du erwartest, dass die Rohstoffe für vAkkus um den Faktor 5 steigen werden?

Weil die 525 Mrd die aus dem Podcast stammen, sind der 5-fache Wert den der Akkuspeicher als normaler Stromspeicher kosten würde!

 

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PKW
vor 8 Stunden von reko:

Man braucht Speicher für 41 Mio Haushalte für 16 Stunden wenn man Dunkelflauten über Backups abdeckt.

Wurde das so im Podcast genannt? 
Ich erinnere mich an den Beitrag des Deutschen Wetterdienstes zu irgendeiner Klimatagung, der ausführte, dass es 5-6 "Ereignisse" pro Jahr gibt. Als Ereignis wurde definiert, dass die Kombination Wind und Sonne über einen Zeitraum von mindestens 48 Stunden weniger als 10% ihrer Nennleistung liefern. 
16 Stunden zu überbrücken ist keinesfalls ausreichend. 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 2 Stunden von PKW:

Wurde das so im Podcast genannt? 

Das war das genannte Beispiel. Die 16 Stunden sind willkürlich gewählt. Was die optimale Batteriespeicherkapazität ist bleibt offen Es kann irgend etwas zwischen 1 und 24 Stunden sein. Da der Gewinn durch Batteriespeicher nur eingesparter Treibstoff aber nicht reduzierte Backupinvestitionen sind, setze ich meine Schätzung auf 2 bis 8 Stunden an. Da Netze und Backup wichtiger sind, würde ich das Geld zuvor dort einsetzen.

Ich kenne keinen Netzspeicher, der auf mehr als 4 Stunden für sein Teilnetz ausgelegt wurde, bin aber an Gegenbeispielen interessiert. Das kann man bei Heimspeichern machen, ist dann aber nicht kostenoptimal. Insellösung sind ein anderes Thema.

 

Als Quelle habe ich dazu gefunden:

2024/11 Explainer: The role of energy storage technologies in the energy transition .. As of 2021, 93% of global storage capacity was of short-term nature, providing maximum 8 hours of discharge.

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reko
· bearbeitet von reko

David Mills, der CEO des größten US-Stromnetzbetreibers PJM, sagt: das US-Stromnetz das PJM betreibt erfüllt seinen Zweck nicht mehr angesichts des steigenden Strombedarfs von Datencentern. 

 

2026/05/06 US power grid operator PJM is considering market overhaul

Zitat

"Typically, in the electric utility industry, you would expect some level of stability ... not this ramp-up that we haven't experienced since, probably, the Industrial Revolution," ⁠PJM Chief Operating Officer Stu Bresler told Reuters.

.. PJM has warned of an electricity shortfall as early as 2027.

At the same time, rising power bills for homes and small businesses in the region have drawn political scrutiny and intervention in PJM's operations. Last year, a group of governors led by Pennsylvania's Josh Shapiro successfully pushed to place a limit on PJM's capacity prices, which have spiked by more than 1,000% over the last two auctions.

.. The cycle of high demand leading to spiking prices in ‌PJM's largely ⁠unhedged market, followed by politicians or regulators stepping in to suppress those prices, has created a "credibility trap" that ultimately scares off the long-term investments needed to develop major power plants, PJM said.

 

Die Alternative:

2026/05/06 Hyperscaler: Gigantisches KI-Rechenzentrum in Utah genehmigt .. Das Rechenzentrum soll weitgehend unabhängig vom öffentlichen Stromnetz betrieben werden. .. Das neue Rechenzentrum würde damit mehr als doppelt so viel Energie benötigen wie der gesamte Bundesstaat selbst.

 

2026/05/06 Podcast: Das deutsche Stromnetz ist am Limit – und warum das eine Investmentchance ist .. „Der ICE fährt mit Vollkaracho gegen die Wand“, sagt Sascha Hasterok, Portfolio Advisor bei Wellington Management. Er meint das nicht als Warnung, sondern als Investmentthese.

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reko
· bearbeitet von reko

EdgeConneX wollte in Maintal bei Frankfurt ein Rechenzentrum autark mit eigenen 170 MW Gaskraftwerk bauen.

Kein Gaskraftwerk, keine gesicherte Stromversorgung, kein Rechenzentrum.

 

2026/06/12 Rechenzentrum spaltet das Maintal – Proteste nehmen zu

 

2026/05/11 Bürger stoppen »fossiles Rechenzentrum« in Maintal .. Es ist bereits die zweite spektakuläre Absage in kurzer Zeit: Die Stadt Groß-Gerau hatte im Februar ein Rechenzentrum mit einer geplanten Investitionssumme von 2,5 Milliarden Euro verhindert.

 

11 Jahre für einen Stromanschluss

2026/03/27 In Hessen stirbt der Traum von grünen Rechenzentren .. Erst 2037 soll es an das Stromnetz angeschlossen werden können.

 

Ohne Kapazitätsmarkt werden kaum neue Gaskraftwerke gebaut.

wiki/Liste_geplanter_und_im_Bau_befindlicher_Gaskraftwerke_in_Deutschland

 

2026/05/13 E.on-Chef Birnbaum: „Wir haben viel mehr Solarstrom, als wir integrieren und auch verbrauchen können“ (Paywall) .. was jetzt kommt, werde schwerer als alles andere zuvor. Bundeswirtschaftsministerin Reiche nimmt er in Schutz.

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WOVA1
· bearbeitet von WOVA1
Am 13.5.2026 um 08:41 von reko:

11 Jahre für einen Stromanschluss

Die Hoffnung im Rhein-Main-Gebiet ist offenbar das Projekt 'Rhein-Main-Link' von Amprion amprion.net/Netzausbau/Unsere-Projekte/Rhein-Main-Link/

Vier 525 KV-Gleichstromleitungen mit je 2 GW - von denen sollen dann zwei westlich von Frankfurt Strom einspeisen, die anderen beiden in Südhessen. Kommt aus der Gegend südlich des Jadebusen.

Status ist , dass man gerade für die hessischen Abschnitte den Verlauf 'flurstückgenau' festlegt und damit dann dieses Jahr in die Planfeststellung geht. Wie es weiter nördlich ( Niedersachsen, NRW), aussieht, weiß ich nicht. 

Baubeginn soll 2028 sein, die ersten Kabel möchte man 2033 in Betrieb nehmen.  Kosten 15 Mrd. EUR + X - ich vermute mal, das X wird schon beträchtlich sein. 

Und da es Erdleitungen sind, gibt das für das westliche Rhein-Main-Gebiet eine Buddelei, die vergleichbar ist mit dem Bau der Schnellbahntrasse Frankfurt - Köln. 

Nachher bleibt dort, wo man in offener Bauweise verlegt ( das noch billigere Verfahren ), ein  Schutzstreifen von 30 - 40 Meter Breite zurück, auf dem keine Bäume wachsen dürfen und auch sonst nichts, was tiefe Wurzeln hat. 

Hat etwa in Hochheim, wo man sich erst in offener Bauweise quer durch die Weinberge wühlen wollte, für Stimmung gesorgt. Jetzt hat man den Plan geändert und will sich in geschlossener Bauweise unter den Weinbergen durchbohren ( vermutlich teurer ). 

 

Naja, was Rechenzentren betrifft, hat Frankfurt erst 55 + 13 im Bau.  Der Grundversorger Mainova hat wissen lassen, dass es Zusagen für neue leistungsstarke Anschlüsse erst ab Mitte der 2030 geben wird spiegel.de/wirtschaft/frankfurt-am-main-stromknappheit-bremst-ausbau. Und auch die Stadt sieht Rechenzentren inzwischen kritisch - mindestens wenn es Green-Field-Projekte sind ( frei nach dem Motto : die paar restlichen Gewerbegebiete könnte man auch anders brauchen..)

Dadurch weichen Neubau-Projekte so bis 50 km in das Umland aus - etwa Google nach Dietzenbach. NTT Data überquert gar den Rhein und will ein 500 MW Rechenzentrum ( 9 Blöcke mit je etwas über 55 MW, einer pro Jahr ab nächstes Jahr) auf einem alten Militärgelände in Rheinhessen bauen ( nennen sie aber trotzdem FRA 4) - die haben dafür sogar eine Anschlussgenehmigung bekommen.

 

Da ja hier vor der Haustür dann gleich zwei industrielle Großprojekte gebaut werden, kann man je vergleichen: 

Eli Lilly - Pharmawerk in Alzey: 30 ha Fläche, 1000 Arbeitsplätze, ich würde mal vermuten elektrischer Anschlußwert so im niedrigen zweistelligen MW-Bereich. Dafür aber halt massiver Strassenausbau dort bis zur Autobahn. Irgendwie müssen die Leute und die An- und Ablieferungen ja dahin kommen.

NTT Data: 50 ha Fläche, 500 MW Anschlusswert, etwas über 100 Arbeitsplätze. Kein Strassenausbau - nach der Bauzeit ist der Verkehr ja überschaubar.

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reko
· bearbeitet von reko

Solarstrom ist auf Erzeugungsebene (LCOE) am billigsten aber auf Systemebene (FSCOE) am teuersten. Am besten  für ein robustes und kostengünstiges Stromsystem ist der richtige Technologiemix „Dinner Plate Model“. 

"In der Vergangenheit hat sich die Systemplanung oft auf vereinfachte Bewertungen einzelner Technologien gestützt, insbesondere mithilfe Kostenkennzahlen wie die nivellierten Stromkosten (LCOE).". Es gibt viele Begriffe und noch mehr Definitionen.

 

Report von  Quantified Carbon (QC) für United Nations Economic Commission for Europe (UNECE):

2025-12/Understanding FSCOES Report - Quantified Carbon.pdf

Zitat

Executive summary

Rethinking cost metrics in power system planning
The global energy transition presents a complex challenge: how to decarbonize electricity systems while maintaining affordability and reliability. Historically, system planning has often relied on simplified evaluations of individual technologies, most notably using cost metrics such as the levelized cost of electricity (LCOE). While LCOE has become a commonly adopted benchmark among stakeholders, recent analyses have highlighted its significant limitations in capturing the full system-level perspective (Moraski et al., 2025). Leading research and policy efforts now emphasize the need for sophisticated cost optimization modelling approaches that account for the complementary roles of different power assets, their collective impact on overall system costs, and the essential capabilities required for a resilient and affordable power system. This study’s objective is to enhance power system planning by deepening our understanding of full system costs, an essential step in supporting the development of resilient and carbon-neutral electricity systems. Specifically, we (i) examine cost metrics such as the levelized cost of electricity (LCOE) and their limitations in reflecting system-wide costs, (ii) identify key gaps in current cost-optimization modelling approaches, and (iii) highlight critical aspects of resilience that should be integrated into future planning frameworks

..

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thundersaidenergy.com/downloads/global-electricity-prices-vs-co2-intensities: "But there is a 60% correlation between prices and the deployment of wind and solar."

 

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reko
· bearbeitet von reko
Das

 2026/04/07 Wirtschaftsministerin Reiche: „Eine Energiewende, die Systemkosten ignoriert, wird das Land ruinieren, das sie zu retten vorgibt

Zitat

„Jahrelang haben wir uns mit ehrgeizigen Zielen beruhigt. 80 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren bis zum Jahr 2030, Klimaneutralität bis 2045 – schöne Zahlen, die unser schlechtes Gewissen besänftigen.“ Währenddessen hätten sich die wirtschaftlichen Belastungen immer weiter verschärft.„Aber während wir uns an diese Ziele klammerten, explodierten die Strompreise. Deutsche Haushalte zahlen bis zu 37 Cent pro Kilowattstunde – gut neun Cent über dem EU-Durchschnitt. Unsere Industrie blutet aus. Die Deindustrialisierung beschleunigt sich.“

..

Für Reiche ist damit eine Grenze erreicht. „Das kann so nicht weitergehen“, heißt es in ihrem Beitrag. Die Branche der erneuerbaren Energien müsse sich neuen Realitäten stellen. „Die Branche der Erneuerbaren ist erwachsen geworden und muss jetzt Verantwortung übernehmen – systemisch und finanziell.“ Der Ausblick, den sie zeichnet, ist drastisch: „Bis 2035 steigen die Systemkosten auf 90 Milliarden Euro pro Jahr.“

Das schreibt auch das Wirtschaftsministerium.

Ehrlich und effizient – die Energie-Strategie für Deutschland

 

2026/05/10 EON-Boss Birnbaum fordert: Energiewende muss so sein, „dass sie unser Land wirtschaftlich nicht ruiniert“

Zitat

Der Chef des größten deutschen Energieversorgers E.ON, Leonhard Birnbaum, fordert die Politik nun zu einer „System-Wende" auf, um wegzukommen vom massenhaften Ausbau von Wind und Solar hin zu einer Politik, die es der Infrastruktur ermöglicht, hinterherzuwachsen.

..

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die bald ein Reformpaket für den Energiemarkt vorlegen will. Es sollen nur noch Wind- und Solarparks staatlich gefördert werden, wenn diese an Standorten gebaut werden, an denen sie zum Stromnetz passen, lautet der Grundgedanke.

.. Der E.ON-Chef sieht das anders. .. Dafür brauchen wir andere Regeln."

 

2026/05/16 „Schlussstrich“: Wirtschaftsministerin Reiche will überschüssigem Solarstrom an den Kragen .. Um den Bund zu entlasten, will Reiche die Einspeisevergütung abschaffen.

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oktavian

Von Grünen Youtubern wird Reiche negativ gesehen (Abwürgen der Energiewende). Frage mich wer mehr Recht hat. Ist sie Lobbyist oder ist ihr Plan fürs Allgemeinwohl der Deutschen besser? Als Gegenbeispiel für die Systemkisten wird die von Lobbyisten mit der deutschen  Umwelthilfe beauftragte Studie der RBID GmbH genannt. Haftung für Fehler wird auf Honorarhöhe beschränkt Pressemitteilung mit link zur Studie

 

Die Studie rechnet damit ( Seite 11):

Verteilnetze (Investition ohne Szenarioanakyse übernommen aus Bundesnetzagentur

Zitat

Nur der kleinere Teil entfällt allein auf den Ausbau für Einspeiser, siehe Abbildung 4.

Nimmt man für den sowohl verbraucher- als auch einspeisegetrieben Ausbau eine hälftige Verteilung an, so entfallen auf die Einspeiser 105,2 Mrd. Euro. Das entspricht 40 Prozent der Gesamtinvestitionen. Dieser Betrag wird hier auf die einzelnen Erzeugungsarten verteilt.

Zitat

3.2.2 Kosten der Übertragungsnetze (Seite 12)

Im Netzentwicklungsplan (NEP) Strom 2037/2045 von 202329 werden für den landseitigen Ausbau der Übertragungsnetze bis 2045 inklusive dem Startnetz 156,2 Mrd. Euro Investitionen veranschlagt. Es wird hier angenommen, dass davon 90 Prozent durch Einspeiser bedingt sind und die entsprechenden Investitionen von 140,6 Mrd. Euro nach installierter Leistung aufgeteilt werden. Dann entfallen auf die WaL und PV-FFA jeweils 70,3 Mrd. Euro. Die Kosten für PV-DA werden wie oben dargestellt nur dem Niederspannungsnetz zugeordnet. 

 

Das Ergebnis inkl Systemkisten sei nach der Studie (Seite 17)

Zitat

• PV Freifläche: 10,9 ct/kWh

• PV Dachanlage (Überschuss): 11,9 ct/kWh

• Wind an Land (80% Güte): 11,2 ct/kWh

• GuD-Kraftwerk: 28,9 bis 31,1 ct/kWh

Wie realistisch ist das? Haben die Grünen im Lande Recht oder sind sie der EE lobby teilweise verfallen?

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HHanseat
· bearbeitet von HHanseat

Wenn man die bisherigen Ergebnisse der deutschen Umsetzung der Energiewende betrachtet, dann ist unser Strom im EU-Vergleich überdurchschnittlich teuer und CO2-intensiv, aber dafür gibt es im System sehr viel Umverteilung und Profiteure.

Aus der Systemanalyse kommt die hilfreiche Heuristik: "The purpose of a system is what it does (POSIWID), there is no point in claiming that the purpose of a system is to do what it constantly fails to do". ("Der Zweck eines Systems ist das, was es tut. Es gibt schließlich keinen Sinn zu behaupten, der Zweck eines Systems sei es, das zu tun, was es konsequent versagt zu tun.")

Mag daraus jeder seine Schlüsse ziehen. Lobbyisten sind immer die anderen ;)

 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 7 Stunden von oktavian:

Das Ergebnis inkl Systemkisten sei nach der Studie (Seite 17)

Einer Studie im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke (WVW).

Durchgeführt von Ralf Bischof dem früheren Geschäftsführer des Bundesverbandes WindEnergie und Gründer und Geschäftsführer der beauftragten RBID GmbH. RBID wurde 2022 gegründet und hat wenige Mitarbeiter (Putzfrau und Sekretärin?).  Was qualifiziert ihn dazu über Stromnetze und Versorgungssicherheit zu dozieren? Die Zahlen weichen weit von offiziellen Szenarien und anderen Berechnungen ab, die auch Peer reviewed publiziert wurden.

Nachdem ich den einleitenden Satz "Es wird vereinfachend angenommen, dass pro installiertem Kilowatt Solar- und Windleistung eine Kilowattstunde Speicherkapazität vorgehalten werden muss" gelesen habe, habe ich aufgehört weiter zu lesen. Herr Bischof will also mit für eine Stunde gespeicherten Strom eine Dunkelflaute überbrücken.

Das die Netzplanung der Bundesnetzagentur für mehr Solar und Windstom nicht ausreicht ist bekannt. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass langfristig alle Kohlekraftwerke durch Hydrogen ready Gaskraftwerke ersetzt werden. Der Bundesrechnungshof hat diese Planung gerügt.

https://www.bundesrechnungshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/wasserstoffstrategie.html

Dass das so nicht funktioniert haben auch die CEOs von E.ON und Tennet offentlich gesagt.

 

Die Stromnetzbetreiber sagen das, was die Politik hören will. Um Kritik zu hören muss man zwischen den Zeilen lesen.

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