reko Sonntag um 13:47 · bearbeitet Sonntag um 13:56 von reko Interessant ist die beabsichtigte Reform der Netzentgelte. Statt für den reinen Stromverbrauch (kWh) zu zahlen, sollen Netzentgelte künftig danach berechnet werden, wie viel Netzkapazität (kW) ein Nutzer maximal beansprucht (den Anschlusswert d.h. den Nennwert der Hauptsicherungen). Der zukünftig dominante Kostenfaktor, das Netzentgelt, ist dann nicht mehr verbrauchsabhängig. Das ist zwar gerechter als bisher, es gibt dann aber kaum noch einen Anreiz Strom zu sparen. Das wird die Kosten weiter hoch treiben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian Sonntag um 13:58 vor 6 Minuten von reko: Statt für den reinen Stromverbrauch (kWh) zu zahlen, sollen Netzentgelte künftig danach berechnet werden, wie viel Netzkapazität (kW) ein Nutzer maximal beansprucht Das macht Sinn. Gilt das auch für Privatverbraucher? Ich habe erwartet die Grundgebühren müssen hoch. So wäre das Ergebnis gleich. Kann ich dann mit Akku meine max_Verbrauchsleistung aus dem Netz senken? Warum sollte ich denn mehr zahlen, wenn ich z.B. bei Überschuss das Auto maximal schnell lade und dadurch mehr Netzkapazität beanspruche. --> das sollte variabel sein. vor 7 Minuten von reko: Das ist zwar gerecht, es gibt dann aber kaum noch einen Anreiz Strom zu sparen. Das wird die Kostewn weiter hoch treiben. Kommt drauf an wie dynamisch die Preise sein werden. Man kann beim Netzentgelt variable und fixe Kosten-Blöcke schaffen. Selbstversorger sind derzeit Arbitrageure (=Kapitalisten ohne Rücksicht aufs Allgemeinwohl), die nicht ihre wahren Kosten decken. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Sonntag um 14:08 · bearbeitet Sonntag um 14:38 von reko vor 39 Minuten von oktavian: Kommt drauf an wie dynamisch die Preise sein werden. Man kann beim Netzentgelt variable und fixe Kosten-Blöcke schaffen. Ich habe letztes und dieses Jahr neue Stromzähler für Wärme und Haushalt bekommen. Es sind aber nur moderne Zähler geworden, da am Ort des Zählerschranks kein Mobilfunkempfang mit den 3 Vertragsmobilfunkanbietern besteht. Mein Stromverbrauch kann weder variabel abgerechnet noch meine Wärmepumpe vom Netzbetreiber bei Netzengpässen abgeschaltet werden. Der Monteur meinte das wäre bei jeden 5. Zähler den er verbaut so. Er einzige Gewinn ist eine höhere Zählermiete die mir berechnet wird. Die Umrüstung auf moderne Zähler und Smartmeter ist in Deutschland stark hinter den Zeitplänen. Andere Länder sind mit der Umrüstung fertig und brauchen kein Mobilfunknetz, das weitere Kosten verursacht: Von KI: Führende Länder mit PLC-Technologie (ohne Mobilfunk am Zähler): Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, Schweden. Auch hier ist Deutschland der Geisterfahrer. Nebenbei, den Mobilfunkempfang kann man auch mit etwas Alufolie stören. Es fehlt bei der Energiewende und Netzplanung an etwas mehr technischen Sachverstand der Entscheider. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian Sonntag um 14:52 vor 42 Minuten von reko: Nebenbei, den Mobilfunkempfang kann man auch mit etwas Alufolie stören. Ja, ich frage mich auch wie bei Störungen abgerechnet wird... vor 43 Minuten von reko: einzige Gewinn ist eine höhere Zählermiete die mir berechnet wird. Der moderne Zähler kann auch Einspeisung l, wenn du ein Balkonkraftwek oder größere PV installierst. Außerdem blinkt das Ding bei uns - je höher der Verbrauch desto schneller blinkt es und es kann den aktuellen Verbrauch auf dem display ausgeben. Was das bringt, weiß ich nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Sonntag um 14:56 · bearbeitet Sonntag um 15:13 von reko vor 20 Minuten von oktavian: Ja, ich frage mich auch wie bei Störungen abgerechnet wird... Die Zähler haben einen Speicher für wenige Wochen. Dauert es länger kommt jemand und liest wie früher ab. Nachträgliche Fernabschaltung geht natürlich nicht. vor 20 Minuten von oktavian: Der moderne Zähler kann auch Einspeisung In Zukunft geht nur noch Direktvermarktung. Ohne Datenverbindung geht das nicht und lohnt für kleine Balkonkraftwerke auch nicht. Das ist nur was für alte Solarpofiteure mit EEG-Vergütung. Die haben aber schon einen modernen Zähler. Ein Mobilfunkausfall ist bei Solaranlagen noch kritischer. Gerade hier müsste ein Abschalten durch den Netzbetreiber möglich sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian Sonntag um 15:42 vor 44 Minuten von reko: Das ist nur was für alte Solarpofiteure mit EEG-Vergütung. Deshalb sage ich doch mache jetzt ein BKW ran mit 2 kWp und melde es beim Netzbetreiber für Vergütung an. Das kompensiert die Zählerkosten gerade so. Noch gibt es doch Geld. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Sonntag um 16:39 · bearbeitet Sonntag um 17:12 von reko vor einer Stunde von oktavian: Noch gibt es doch Geld. Ich habe bereits eine kleine Inselanlage auf einen zeitweise beschatteten Südostdach. Ich müßte meinen Laderegler durch einen netzgeführten Wechselrichter ersetzen. Auch mein Akku und Inselwechselrichter wären Schrott und ich hätte mein separates Notstromsystem durch ein System ersetzt, das ich falsch halte. Es würde mir nur das Gefühl geben ich habe die blöde Politik ausgetrickst. Finanziell lohnt es nicht meine Arbeit und erst recht nicht einen Auftrag an einen Handwerker. Dafür habe ich weiter steigende Netzkosten verursacht. Die KI meint: "Eine direkte finanzielle Förderung für die reine Einspeisung von Balkonstrom (wie eine fortlaufende Vergütung) lohnt sich bei Balkonkraftwerken rechtlich und bürokratisch fast nie. Stattdessen sichern Sie sich die staatliche Unterstützung über regionale Investitionszuschüsse beim Kauf sowie die vereinfachte Gratis-Registrierung. .. Die eigentliche „Rendite“ liegt im Eigenverbrauch" Ich brauche keinen billigen Kredit. Lohnen würde sich wenn, dann nur eine Steuerung, die den überschüssigen Strom meines Notstromkreises ins Hausnetz einspeist und langfristig meinen Anschlusswert erniedrigt. Das müßte dann aber ein Elektriker machen und das gibt es vermutlich nicht von der Stange. Mein zweites Haus mit schattenfreien Südwestdach befindet sich in Österreich. Dort gibt es für Balkonkraftwerke keine staatlich garantierte feste Einspeisevergütung. Bei größeren Anlagen braucht man einen eigenen Einspeisezähler und wird zum viertelstündlichen Marktpreis vergütet. Das halte ich für die Gesellschaft für das bessere System. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian Sonntag um 17:36 vor 57 Minuten von reko: reine Einspeisung von Balkonstrom Das ist klar. Du musst Überschusseinspeisung machen, sonst brauchst du Elektriker. Bürokratie= 1* Anmelden beim Netzbetreiber +jährlich eine Zahl mitmelden (Einspeisung) statt nur Verbrauch. Wenn du Inselanlage hattest und nicht im Stammdatenregister warst, musst du das auch dort melden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Sonntag um 17:52 · bearbeitet Sonntag um 18:07 von reko vor 30 Minuten von oktavian: Das ist klar. Du musst Überschusseinspeisung machen, sonst brauchst du Elektriker. Dann versuche ich aber nicht noch schnell vor Torschluss 7,78 Cent / kWh für einige kWh Überschuss zu bekommen. Der Aufwand rentiert sich einfach nicht. Gibt es inzwischen brauchbare kommerzielle Systeme für Nulleinspeisung? Es gibt Bastellösungen, die vermutlich auch ohne Elektriker nicht legal sind. Einen Akku mit Laderegler hätte ich bereits. Ich glaube netzgeführte Wechselrichter könnte ich auch aus meinen Akku speisen (ev. mit einen strombegrenzenden DC/DC-Wandler). Ich kann mich an einen Vorschläg mit eigenen WLAN fähigen Stromzähler und eigener Microcontrollersteuerung erinnern. Ich vermute das ist weder wirtschaftlich noch legal. Mit schnell getakteten Verbrauchern würde es sowieso nicht funktionieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Sonntag um 19:32 · bearbeitet Sonntag um 20:47 von reko Jetzt kommen weitere Netzkosten durch den Kapazitätsmarkt. Die aktuelle Planung wird aber nicht reichen. Das wird noch mehr. Genauso wie man früher behauptet hat, wir brauchen keinen Kapazitätsmarkt werden die Kosten immer noch klein geredet. Nachdem die Stromkunden den Bau von Solar- und Windparks durch Subventionen bezahlt haben, tun sie das nun auch für die Backupkraftwerke. 2026/05/13 Meilenstein für die Versorgungssicherheit Strom: Kapazitätsmarkt sichert zukünftig die Versorgung mit Strom ab 2025/10 bne Hochrechnung: Zentraler Kapazitätsmarkt verursacht Umlagekosten von bis zu 435 Milliarden Euro Geladen - Batteriepodcast zur Energiewende 2026/05/17: 435 Milliarden für Kraftwerke, die kaum laufen - Dr. Wolf-Peter Schill Der Energiewende Befürworter Dr. Schill vom DIW-Berlin gibt zu, dass ein Energy only Markt mit überwiegend volatilen Erzeugern nicht funktioniert. Schill möchte lieber eine Kraftwerksreserve, die nur bei echten Engpässen einspeisen darf, damit die Volatilität weiter hoch bleibt und Arbitrage-Batterien wirtschaftlich bleiben. Warum das billiger sein soll kann ich nicht nachvollziehen. Explizit behauptet er das auch nicht. Er sagt nur ein Kapazitätsmarkt wird teuer liefert aber keine billigere Lösung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian Sonntag um 19:48 vor 1 Stunde von reko: Gibt es inzwischen brauchbare kommerzielle Systeme für Nulleinspeisung? Es gibt Bastellösungen, die vermutlich auch ohne Elektriker nicht legal sind. Das geht generell nicht. Sobald Kabel zum öffentlichen Netz führen musst du melden. Ich hole mir meine 30-40€ p.a. wieder. Kann aber zukünftig einen 2 kWh Akku für 300€ kaufen, sobald es einen mit open source software gibt. Dennoch muss du eh melden. Bei echter Insellösung müsstest du Verbraucher umstöpseln. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Sonntag um 19:51 · bearbeitet Sonntag um 19:53 von reko vor 3 Minuten von oktavian: Bei echter Insellösung müsstest du Verbraucher umstöpseln. Das mache ich. Im Sommer funktioniert die Insel. Im Winter brauche ich das Netz. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag