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Übertischgezogen

Wie werde ich unrentablen Riester-Vertrag wieder los? Schadensbegrenzung?

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Übertischgezogen

Hallo zusammen,

bin neu hier und möchte mich mal vorstellen: Ich bin 32, berufstätig als Arbeiter/Angestellter und bin beim Googeln über Riester-Abschlußkosten auf dieses Forum gestoßen.

 

Problem: Im Dezember 05 drängte mich eine Beraterin von der Commerzbank, noch unbedingt schnell einen Riestervertrag abzuschließen, weil ab 06 der neue Unisex-Tarif käme, der die Konditionen für Männer etwas unattrativer macht.

 

Also habe ich mir eine Commerzbank-Zulagen-Rente nach Tarif IA 04 der Volksfürsorge Deutsche Lebensversicherungs AG aufschwatzen lassen. Das Geschwätz von der "Zertifizierung, staatlich geprüft, das kann nur gut sein" hat mich wohl benebelt.

 

Eintrittsalter der zu versichernden Person: 30 Jahre

Die Dynamik ist ausgeschlossen.

Rentenbeginnalter: 65 Jahre

Garantieleistung: Zu Rentenbeginn stehen mindestens die eingezahlten Beträge und die uns zugeflossenen Zulagen zur Verfügung.

Fondsgebundene Rentenversicherung nach Tarifgruppe IA 04-N

Investmentstrategie: Balanced

Beitragszahlungsdauer und Aufschubzeit: 35 Jahre

Überschuß-System im Rentenbezug: jährliche Rentensteigerung

verheiratet: nein

anzurechnende Kinder: 0

Rentengarantiezeit: 10 Jahre

Zahlungsweise: monatlich

 

Vor allem in diesem Jahr kam Riester immer wieder in die Negativschlagzeilen. Einmal, weil relativ einkommensschwache Bürger damit ihr eventuelles Alters-Harz4 aus eigener Tasche finanzieren, da Zusatzrente dann angerechnet wird. (trifft für mich weniger zu, da meine gesetzl. Rente wohl hoch genug sein wird, um Harz4 zu vermeiden). Aber als ein Finanzmathematiker einige Musterrechnungen machte und herauskam, daß viele Riesterverträge aufgrund der horrenden Abschluß- und Verwaltungskosten völlig unrentabel sind, wurde ich aufmerksam und habe mal alles in meinen Unterlagen durchgewühlt und folgendes Kleingedruckte gefunden:

 

Abschluß- und Vertriebskosten: 5% der Summe aller laufenden Eigenbeiträge während der Aufschubzeit, gleichmäßig verteilt auf die ersten 10 Jahre, höchstens jedoch bis zum Beginn der Ablaufphase. Von Zulagen ziehen wir 2,75%, von zusätzlichen eigenbeiträgen 3,75% für Abschluß- und Vertriebskosten ab.

 

Kosten für die Verwaltung des gebildeten Kapitals:

1. vor der Rentenauszahlung

1.1. Eigenbeitrag: 6% des laufenden Eigenbeitrags

1.2. Zulage: 4% der Zulage

1.3. zusätzliche Eigenbeiträge: 3% der zusätzlichen Eigenbeiträge

2. nach dem Beginn der Rentenzahlung: 2% der laufenden Rente

 

Ich verstehe die Berechnung der Kosten nicht ganz. Ich weiß nur, daß die Volksfürsorge monatlich ca. 95 Euro abbucht. Wenn ich das richtig verstehe, muß man die 5% (Abschluß- und Vertriebskosten) und die 6% (Verwaltung) addieren, also gehen von meinen 95 Euro monatlich 10,45 bzw. jährlich 125,40 für die Verwaltung drauf. (ist es so aufwendig, das Ding zu verwalten, daß diese Kosten gerechtfertigt werden?) Fazit: Die laufenden Kosten fressen die Zulage vom Staat ja fast vollständig auf! Absurd! Korrigiert mich, wenn ich was falsch berechnet habe.

 

Ich bin total enttäuscht von der Moral der Banken und deren Berater, von der viel zu späten bzw. ausbleibenden Warnung in den Medien und bei Stiftung Warentest, die in den Chor fröhlich eingestimmt hat "Riestern lohnt sich" bla bla. Jetzt, erst 7 Jahre nachdem die ganze Riester-Sch*** begann, überlegt man, ob man die laufenden Kosten nicht hätte gesetzlich deckeln können.

 

Jetzt stellt sich die Frage, ob ich lieber kündigen soll und somit mehr als die Hälfte meines eingezahlten Kapitals der Bank in den Rachen werfen soll. (Rückkaufswert!)

 

Oder gibt es schlauere Methoden zur Schadensbegrenzung? Ich habe schon daran gedacht, vielleicht mal eine Immobilie zu erwerben und mir das komplette Kapital zur Unterstützung des Immobilienerwerb auszahlen zu lassen. Anschließend setze ich den Vertrag aus und zahle nur in ganz kleinen Raten das entnommene Kapital bis zum Renteneintritt zurück, da das ja leider Vorschrift ist. Damit sollten sich doch auch die laufenden Verwalungskosten minimieren, da die ja prozentual auf die Eigenbeiträge angerechnet werden? Nachteil: Ich binn immer noch an den Riester-Knebel gefesselt, daß ich nicht auswandern darf, um Rentenanspruch zu haben.

 

Meine Lehre aus der ganzen Sache: Ich werde sicher nie wieder im ganzen Leben zu irgendeinem "Bank-Berater" gehen, sondern nur noch aufwendig im Internet recherchieren. Mein Vertrauen in "Beratungs"banken ist nachhaltig zerstört. Ich bin zum Glück bei einer Onlinebank.

 

würde mich über Kommentare und Ratschläge freuen.

Viele Grüße,

Holger

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Fleisch

tja, in den ersten jahren haste die abschlussgebühren / provision gezahlt. du könntest den vertrag auf einen anderen anbieter übertragen, wenn du z.b. von einem banksparplan oder aber einem fondssparplan überzeugt bist. willst du beides nicht, so bleibt dir nur die kündigung

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Übertischgezogen

Und was hältst du von der Idee mit der Kapitalauszahlung zum Immobilienerwerb und anschließendes Ruhen des Vertrages? Mir ist im Moment noch nicht klar, wie hoch die laufenden Kosten eines ruhenden Vertrags sind.

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Urmel
· bearbeitet von Urmel
Einmal, weil relativ einkommensschwache Bürger damit ihr eventuelles Alters-Harz4 aus eigener Tasche finanzieren, da Zusatzrente dann angerechnet wird. (trifft für mich weniger zu, da meine gesetzl. Rente wohl hoch genug sein wird, um Harz4 zu vermeiden).

 

 

Hallo,

 

im Alter von 32 Jahren kann man das noch nicht absehen. Es kann noch viel dazwischenkommen, selbst wenn man aktuell gut dasteht.

 

Hier ein Teil eines Phoenix-Beitrags zu Deinem Problem:

 

http://de.youtube.com/watch?v=fBRT6W0yiiE&...feature=related

 

S. auch den aktuellen Thread über den SZ-Bericht.

 

Gruß,

 

Urmel

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maush

Von einem kurzfristigen Immobilienerwerb deshalb ist natürlich abzuraten. Wenn du es allerdings in der Zukunft vor hast, würde ich zunächst auf einen Riester Banksparplan übertragen.

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Übertischgezogen

Immobilienerwerb habe ich mittelfristig angedacht, und Kapital habe ich in diversen Sparformen schon zur Hälfte des favorisierten Immobilenwertes angespart.

 

Wenn du es allerdings in der Zukunft vor hast, würde ich zunächst auf einen Riester Banksparplan übertragen.

 

Jede Form der Übertragung bedeutet immense Kosten und kommt von den Verlusten her einer Kündigung gleich. Lohnt sich daher die Übertragung überhaupt? Ich habe den Eindruck, Riester ist eine komplette flächendeckende Verarschung, egal ob RV oder Banksparplan.

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GlobalGrowth
Hallo,

 

im Alter von 32 Jahren kann man das noch nicht absehen. Es kann noch viel dazwischenkommen, selbst wenn man aktuell gut dasteht.

 

Hier ein Teil eines Phoenix-Beitrags zu Deinem Problem:

 

http://de.youtube.com/watch?v=fBRT6W0yiiE&...feature=related

 

S. auch den aktuellen Thread über den SZ-Bericht.

 

Gruß,

 

Urmel

 

 

Mensch Urmel, du empfiehlst nicht wirklich diesen Beitrag, oder? <_<

 

Ist ja genauso, als würde ne BILD Leser meinen, er ließt Fachpresse!

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Fleisch

tendenziöse Berichterstattung...naja, wo haben wir die nicht mehr :-

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GlobalGrowth
· bearbeitet von GlobalGrowth
Immobilienerwerb habe ich mittelfristig angedacht, und Kapital habe ich in diversen Sparformen schon zur Hälfte des favorisierten Immobilenwertes angespart.

 

Wenn du Riester zur ergänzenden Finanzierung für die Immobilie nutzen willst und nicht vorhast, dass Geld wieder in den Vertrag zurückzuinvestieren, dann ist nen Banksparplan wirklich sinnvoller...Ansonsten kann auch ne vernünftige klassische Riesterversicherung sinnvoll sein, dann würdeste nämlich das Zinsfreie Darlehen tilgen können und ergänzend eine laufende Rentenzahlung

 

 

Jede Form der Übertragung bedeutet immense Kosten und kommt von den Verlusten her einer Kündigung gleich. Lohnt sich daher die Übertragung überhaupt? Ich habe den Eindruck, Riester ist eine komplette flächendeckende Verarschung, egal ob RV oder Banksparplan.

 

Ich würde den Vertrag erstmal beitragsfrei stellen, weil er wirklich unverschämt teuer ist und zudem auch nur ein fondsgebunden Variante ist- von der in den allermeisten Fällen sowieso abzuraten ist.

 

Den letzten Satz von dir kannste streichen, diese Annahme kommt wirklich nur zustande, wenn man sich noch nicht richtig mit der Materie beschäftigt hat....

 

Hier mal nen paar Quellen aus dem Forum:

 

Banksparpläne

 

Vergleich TopRente und RiesterRente Premium

 

2 Beitrag mit 3 Quellen

 

was allgemeines über Versicherungen/Fonds

 

Infos über Wohnriester

 

hier mal nen Paradebeispiel für falsche Recherche unserer Medien und die Auswirkungen (hier im Forum)

 

 

Wenn du wirklich alle Beiträge von der ersten bis letzten Seite durchgearbeitet hast, ist vielleicht annähernd eine Meinungsbildung möglich...dennoch auch eigenen Verstand benutzen, da vieles sehr subjektiv ist!

 

 

cya

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D-Mark

Hallo,

 

die beste Wahl ist wohl ein (gesetzlich garatierter) Übertrag in eine Riesterfondssparplan. Die bisherigen Abschlußkosten werden aber nicht mehr zurückerstattet.

Beachte dazu auch den Hauptthread zur DWS RiesterRentePremium (hier im Unterforum, gerade hochgeholt). ;)

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GlobalGrowth
Hallo,

 

die beste Wahl ist wohl ein (gesetzlich garatierter) Übertrag in eine Riesterfondssparplan. Die bisherigen Abschlußkosten werden aber nicht mehr zurückerstattet.

Beachte dazu auch den Hauptthread zur DWS RiesterRentePremium (hier im Unterforum, gerade hochgeholt). ;)

 

diese Empfehlung ist genau so viel Wert wie ein Tüte Sand in der Wüste....genau solche Aussagen führen zu Abschlüssen, die man im Nachhinein bereut...man könnte annehmen, jemand von AVL schreibt hier! :-

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maush
· bearbeitet von maush
Ich habe den Eindruck, Riester ist eine komplette flächendeckende Verarschung, egal ob RV oder Banksparplan.

Das ist häufig das Problem. Du hast dir ein sehr teures Produkt "andrehen" lassen und verallgemeinerst jetzt auf alles was den Namen Riester trägt. Das ist natürlich falsch. Riester gibt ja nur den Rahmen vor. Darunter gibt es total unterschiedliche Produkte die gut oder schlecht sind. Es gibt auch gute oder schlecht Banksparpläne. Genaueres dazu kannst du neben dem Thread hier im Forum auch dem November Finanztest Heft entnehmen. In Zusammenhang mit einem zukünftigen Immobilienerwerb würde es m.E. auf jeden Fall Sinn ergeben.

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LagarMat
· bearbeitet von Stezo
Hallo,

 

die beste Wahl ist wohl ein

...

Sehr guter Tipp! :dumb:

Den hättste Dir auch klemmen können.

Pauschale Aussagen bringen garnix.

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Urmel
Mensch Urmel, du empfiehlst nicht wirklich diesen Beitrag, oder? <_<

 

Ist ja genauso, als würde ne BILD Leser meinen, er ließt Fachpresse!

 

 

Als "geschädigter Anleger" würde mich ein solcher Beitrag sehr interessieren, dann hätte ich wenigstens das Gefühl, nicht allein zu sein. Ich weiß, der Beitrag enthält nicht alle Informationen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Aber er macht eine Aussage darüber, daß mehr als die Hälfte aller abgeschlossenen Versicherungen vorzeitig gekündigt werden, daß den Versicherungen allein dafür große Gewinne entstehen und daß Menschen darüber mehr Geld verlieren, als am "Grauen Kapitalmarkt".

 

Ich finde nicht, daß ein Phoenix-Beitrag Bildzeitungsniveau hat.

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Übertischgezogen
Wenn du Riester zur ergänzenden Finanzierung für die Immobilie nutzen willst und nicht vorhast, dass Geld wieder in den Vertrag zurückzuinvestieren, dann ist nen Banksparplan wirklich sinnvoller...
die beste Wahl ist wohl ein (gesetzlich garatierter) Übertrag in eine Riesterfondssparplan.

 

Warum empfielt Ihr mir einen Übertrag in einen Banksparplan? Die hohen Kosten meines jetzigen Vertrages sind ja eh schon gelaufen, oder? Die kriege ich bei einem Wechsel nie wieder zurück. Wenn ich dagegen den Vertrag beitragsfrei stelle, kriege ich wenigstens das jetzige eingezahlte Kapital vollständig zurück bzw. sogar schon im Vorfeld abzüglich 100Euro Gebühr zur Immobilenfinanzierung. Wenn ich dagegen kündige oder wechsle, kriege ich ja nur den Rückkaufswert, ist das richtig?

 

Mein Ziel ist ja Schadensbegrenzung. An einer Altersvorsorge in Form von Riester oder sonstigen RV habe ich kein Interesse mehr, da ich Immobilienerwerb als Altersvorsorge betrachte und dorthin alles investieren möchte.

 

Also noch mal mein Plan: Ich habe von 05 bis heute grob geschätzt 4000 Euro eingezahlt. Daraus ergeben sich folgende 3 Szenarien:

- Kündigung: 2200 Euro Verlust zzgl. Rückzahlung der Zulagen von ca. 300 Euro

- Übertragung auf Banksparplan: 2200 Euro Verlust (Rückkaufswert)?

- Vertrag beitragsfrei stellen und Kapital für Immobilienerwerb entnehmen und monatlich 11,11 Euro zurückzahlen, damit die bisherigen Zulagen nicht verwirkt werden. Bei Renteneintritt bekomme ich dann wenigstens die 4000 Euro zurück und damit das, was ich eingezahlt habe. (wenn auch nicht inflationsbereinigt, aber das relativiert sich ja, da der Rückzahlungszeitraum von 11,11 Euro sich streckt auf einen Zeitraum von 30 Jahren)

 

Habe ich einen Fehler in meinen Berechnungen? Ich bin mir nicht ganz sicher, wieviel Verlust ich bei der Übertragung auf einen Banksparplan machen würde, aber m.W. ist ja hier auch der Rückkaufswert maßgebend, oder?

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LagarMat
· bearbeitet von Stezo
Mein Ziel ist ja Schadensbegrenzung. An einer Altersvorsorge in Form von Riester oder sonstigen RV habe ich kein Interesse mehr, da ich Immobilienerwerb als Altersvorsorge betrachte und dorthin alles investieren möchte.

In diesem Fall:

Kündigen, Verluste hinnehmen(bei Deinem Alter zu verkraften), anders für die Immobilie ansparen und zukünftig vorher überlegen, was man mit seinem Geld anstellt.

Fondsgebundene Versicherungen sind der größte Dreck, den sich die Finanzwirtschaft jemals hat einfallen lassen.

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Übertischgezogen
Kündigen, Verluste hinnehmen(bei Deinem Alter zu verkraften)

 

Warum nicht beitragsfrei stellen? Kommen bei Beitragsfreistellung über 30 Jahre hinweg noch laufende Kosten hinzu? (dann würde einsehen, daß Kündigung sinnvoller ist) In meinem ersten Beitrag habe ich ja die vertragskonditionen abgetippt, und wenn ich das richtig verstehe, beziehen sich die Verwaltungskosten nur prozentual auf laufende Einzahlungen. Beitragsfrei stellen = keine Einzahlungen = keine Kosten, oder?

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LagarMat
· bearbeitet von Stezo
Warum nicht beitragsfrei stellen? Kommen bei Beitragsfreistellung über 30 Jahre hinweg noch laufende Kosten hinzu?

 

Wenn die in der Versicherung enthaltenen Fonds über Jahre sehr schlecht laufen, kann Dein Guthaben gegen null tendieren, da im Fonds nicht unerhebliche, jährliche Kosten anfallen.

Schimpft sich total expense ratio(TER), auch management fee oder all-in-fee.

Ob Deine Versicherung nicht noch zusätzlich einen jährlichen Fixbetrag für die Verwaltung berechnet, kann ich nicht sagen. Das musst Du genau nachlesen, allerdings sind die Fondskosten ein viel größerer Batzen.

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Fleisch

laufende Kosten hast du trotz Beitragsfreistellung und das Anlageprodukt, also der Fonds, wird dadurch auch nicht besser. So wie du das ganze beschreibst willst du das komplett eingezahlte Geld wiederhaben. Das ist die Quadratur des Kreises, also geht nicht ! Du bist ein Mensch, der planbare Erträge wünscht, die möglichst hoch sein sollen. Dein Sicherheitsbedürfnis ist sehr ausgeprägt.

 

Für so Menschen, auch unter dem Aspekt, dass du in naher Zukunft Eigentum erwerben möchtest, bietet sich ein Banksparplan an. Dort sind zwar keine Renditesprünge drin, d.h. riiiiiiesen Chancen gibt's da nicht, aber konstante planbare Erträge mit denen du rechnen kannst.

 

Übrigens ist das, was wir hier gerade machen Schadensbegrenzung. Bei der Übertragung würdest du Geld im Schlauch lassen, bei der Beitragsfreistellung aber auch. Die Frage ist, welche Anlage bringt auf die Laufzeit gesehen mehr und wo kannst du dir sicher sein, dass du es auch tatsächlich bekommst ? Die Abschlussgebühren sind definitiv weg, die gibt dir niemand mehr zurück.

 

Bei einer Übertragung werden keine Zulagen zurückgezahlt ! Das passiert nur bei einer Kündigung !

 

übrigens wenn du Riester zum Immobilienkauf einsetzt ist das auch nicht das Gelbe vom Ei ! Das fiktive Rentenkonto, die fiktiven Erträge und damit die Steuer im Alter sind auch Dinge, die man bedenken sollte.

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Übertischgezogen

Also ich werde jetzt mal neue Fakten einholen.

 

ich schreibe der Volksfürsorge mit der Bitte um eine komplette Kostenaufstellung, auch für den Fall der Beitragsfreistellung.

Leider habe ich es für 05 wahrscheinlich verpaßt, den Antrag auf Zulage einzureichen, und ob mein Antrag von 07 angekommen ist, weiß ich nicht. (Sch*** Bürokratie, Ich hasse Anträge!)

 

Morgen hab ich ein Termin beim Steuerberater für Lohnsteuererklärung 07. Angenommen ich möchte Riester kündigen, bräuchte ich den Vertrag dann ja gar nicht anzugeben, weil ich die Steuervergünstigungen eh zurückzahlen müßte. Mal sehen was der Steuerberater zum Vertrag sagt.

 

Und was haltet ihr von der Idee, die Volksfürsorge darum zu bitten, die Vertragskontitionen nachträglich besser zu machen, da ich sonst Beschwerde bei der Bankenaufsicht einlegen werde sowie an TV und Presse schreiben werde?

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Übertischgezogen
· bearbeitet von Übertischgezogen

Ach so, und noch was (das gehört nicht direkt zum Thema, aber läßt vielleicht Einblicke in meine Person zu)

 

Im Jahr 2000 wechselte ich von der Sparkasse zur Commerzbank und ließ mir 3 Aktienfonds aufschwatzen, 5000 Euro Anlage. Aufgrund der Dotcom-Blase stürzten sie sofort ab, wurden dann aufgelöst und wechselten in andere Fonds, die aber auch immer nur am Boden rumkrochen. Vor 2 Wochen löste ich die Fonds auf, 1300 Euro realisierter Verlust. Fast schwerer wiegt das jahrelange Ärgern über den Mist, schlägt auch auf die Gesundheit.

 

Ausgerechnet von DIESER Bank ließ ich mir dann 2005 noch den Riestervertrag aufschwatzen. WIE DUMM KANN MAN SEIN.

 

Also, ich bin gefrustet und möchte am besten alles aus meiner Erinnerung streichen, was mit dieser ******* zu tun hat.

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Urmel
· bearbeitet von DerDude1980
auf Übertischgezogens Wunsch ein Wort "ausgesternt"
Ausgerechnet von DIESER Bank ließ ich mir dann 2005 noch den Riestervertrag aufschwatzen. WIE DUMM KANN MAN SEIN.

Also, ich bin gefrustet und möchte am besten alles aus meiner Erinnerung streichen, was mit dieser Sch***bank zu tun hat.

 

Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende! Jetzt bist Du ja so weit, Dir selbst einen Überblick über Deine Möglichkeiten zu verschaffen und Dich von "Beratern" unabhängig zu machen. Darüber kannst Du Dich freuen!

 

Leider habe ich es für 05 wahrscheinlich verpaßt, den Antrag auf Zulage einzureichen, und ob mein Antrag von 07 angekommen ist, weiß ich nicht. (Sch*** Bürokratie, Ich hasse Anträge!)

 

http://www.banktip.de/News/21417/Riester-S...agen-nicht.html

 

Und was haltet ihr von der Idee, die Volksfürsorge darum zu bitten, die Vertragskontitionen nachträglich besser zu machen, da ich sonst Beschwerde bei der Bankenaufsicht einlegen werde sowie an TV und Presse schreiben werde?

 

Viel... aber obs was bringt, ist die andere Frage... vielleicht gut, um sich abzureagieren ;)

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Übertischgezogen
· bearbeitet von Übertischgezogen

Danke für die Aufmunterung :-)

 

Wenn ich Dich richtig verstehe, plädierst Du für Kündigung. Egal wie ich es mache, vorher werde ich die Volksfürsorge darum bitten, die Vertragskonditionen nachträglich und rückwirkend angemessen zu verbessern (wohl wissend, daß sie herablassend und ignorant reagieren werden, wenn überhaupt). Die Beschwerde werde ich aber auf jeden Fall einreichen.

 

Wer kann mir Adressen für Beschwerden nennen? (Bankenaufsicht etc...?)

 

Übrigens, ich empfinde es als eine maßlose Heuchelei, sich "VOLKSFÜRSORGE" zu nennen. Pfui Teufel. Bei der Commerzbank ist wenigstens am Namen nichts auszusetzen.

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D-Mark

Hallo,

 

und ich würde nicht protestieren, vor allem nicht, wenn ich schon vorher weiß, daß es nichts bringt.

Dabei kann es nur passieren, daß Du auf eine Schwarzliste der ganzen Branche kommst.

So wie ich bei den Direktbanken. Dabei habe ich einer wahren Hexe von ING-Diba bloß die Wahrheit über ihre Persönlichkeit gesagt und meine Einstellung zu Dispokrediten sowie dem agressiven Cross-Selling kurz und einprägsam erläutert (ich ahtte lediglich ein Depot bestellt...).

Jetzt bin ich schon bei 3 anderen Direktbanken mit einer simplen Giroeröffnung gescheitert. Und nein: Es liege nicht an meinem Schufa Score (was mich auch wundern würde), es gebe andere, bankinterne Gründe, die man verständlicherweise (???) für sich behalten müsse...Interessant auch: Die Argumentation entwickelt sich von mal zu mal wie ein Drehbuch, als ob die Bank C wüßte, wie mir B und A wortlautend abgesagt und wie ich argumentativ jeweils dagegen protestiert habe...

 

Deswegen mein persönlciher Lebensrat an Dich: Unterschätze nie den blasierten Knuddel-Faktor der Deutschen - spar dir das Porto und schenke es lieber Transparency Intl.!

Wirklich: Das Einzige was in diesem Land noch hilft, ist ein Putsch, ein blutiger Putsch, bei dem sie alle runter gelassen werden! :finger:

 

RE. Reaktionen auf mein anders Post in diesem Thread: Das Geblöffe der Versicherungslaffen geht mir rechts rein und links wieder raus. Das Post ist nicht pauschal (anders als gewisse Reaktionen darauf!), seit es einen (passiven) Link zum RRP-Hauptthread enthält. Übrigens: Aus DEM haltet ihr euch raus; da geht es nur um dieses spezielle Produkt und Gezänke, Gebläffe und nicht konstruktive, nicht unterhaltende Beiträge werde ich zukünftig den Moderatoren melden!

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Übertischgezogen
und ich würde nicht protestieren, vor allem nicht, wenn ich schon vorher weiß, daß es nichts bringt.

Dabei kann es nur passieren, daß Du auf eine Schwarzliste der ganzen Branche kommst.

 

Das würde ja bedeuten, daß die Banken alle unter einer Decke stecken und es keinen Wettbewerb gibt.

 

Wettbewerb hieße ja, daß Bank B sich freut, wenn ein Kunde sich über Bank A ärgert und protestiert.

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