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Finanzierungsschätze vs. Festgeld

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bafin

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billy-the-kid
Aber natürlich ist das ein Free Lunch für Privatanleger. Die Konditionen entsprechen vielleicht einem Rating von Baa, aber das Risiko eben nicht. Quasi den Credit Default Swap gibts ja vom Staat gratis obendrauf, das Risiko entpricht somit dem Rating des Swappartners, d.h. AAA.

 

Jein, es sieht auf den ersten Blick nur so aus:

 

Die Anleger von "Phoenix managed accounts" hatten auch so eine Garantie, sie warten jetzt seit 4 Jahren auf ihr Geld und haben schon so einiges für Rechtsanwälte und Gerichtskosten verbraten.

 

Noch ist das neue europäische Recht ja nicht verabschiedet, das kann sich also noch ändern. Schon der erste Entwuf hatte ja etwas völlig unseriöses: Entschädigung innerhalb weniger Tage. Wie soll man da die Ansprüche von Hunderttausenden von Anlegern überhaupt feststellen. Und vielleicht fällt ein zweiter Punkt noch den Politikern auf, dass der Steuerzahler hier nicht jährlich immense Summen den Sparern hinterherwerfen sollten: Betroffener Betrag: ca. 1 Billiarde Euro in Deutschland (Anlagevolumen bei Banken). Credit default spread: derzeit größenordnungsmäßig 300 Basispunkte, also Subventionierung mit 30 Milliarden Euro. Dafür könnte man ein paar Kindergärten bauen...

 

Für mich ist das ein sehr spannendes Thema.

 

Grüße, billy-the-kid

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billy-the-kid
was passiert mit der Mercedes-Bank, wenn Daimler Pleite geht? Wäre sie so eigenständig um ihren fortbestand zu sichern? nicht oder? habe jetzt auf die schnelle nicht wirklich infos gefunden,aber ich glaube es geht der bank ja hauptsächlich um die finanzierung der eigenen fahrzeuge (logisch oder ?!)

 

kann mir jemand nen scenario ausmalen ?

 

Also, nach nochmaligem Nachdenken sollst du zwei Szenarien haben:

 

- Mercedes Bank geht pleite: Die Sicherungseinrichtung ersetzt dir innerhalb weniger Monate deinen Sparbetrag

 

- finanzielle Kernschmelze: alle oder fast alle Banken stehen vor der Insolvenz, es gibt zwei Wochen "Bankfeiertag" am Stück mit hektischer Tätigkeit des Gesetzgebers, die Banken werden alle verstaatlicht, Konten eingefroren und Guthaben in Zwangsanleihen umgewandelt. Laufzeit 10 oder 20 Jahre, Verzinsung nahe null. Da die Insolvenz de facto nicht gegeben ist, wird auch die o.g. EU-Richtlinie umgangen. Immer dran denken: wenn etwas zu gut aussieht, um wahr zu sein, ist es auch meistens nicht wahr (bezogen auf o.g. free lunch). :o

 

Zufrieden?

 

Grüße, billy-the-kid

 

Ich werde doch noch mal ein wenig mit schwarzer Tinte auf Kohlepapier malen dürfen, oder? :D

Hab ich beides zu Weihnachten bekommen... :w00t:

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harryguenter
- finanzielle Kernschmelze: alle oder fast alle Banken stehen vor der Insolvenz, es gibt zwei Wochen "Bankfeiertag" am Stück mit hektischer Tätigkeit des Gesetzgebers, die Banken werden alle verstaatlicht, Konten eingefroren und Guthaben in Zwangsanleihen umgewandelt. Laufzeit 10 oder 20 Jahre, Verzinsung nahe null. Da die Insolvenz de facto nicht gegeben ist, wird auch die o.g. EU-Richtlinie umgangen. Immer dran denken: wenn etwas zu gut aussieht, um wahr zu sein, ist es auch meistens nicht wahr (bezogen auf o.g. free lunch). :o

Du solltest nicht die Verstaatlichung einer Bank mit der Verstaatlichung der dort enthaltenen Einlagen in einen Topf werfen. Letzteres (eine Staatszwangsanleihe) wäre sicherlich nach heutigem Recht nicht Verfassungsgemäß. Natürlich kann es sein, dass mit einer Finanzkernschmelze auch das recht ausser Kraft gesetzt wird - dann haben wir aber alle ganz andere Probleme und Bürgerkrieg ist angesagt.

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dulli

beim festgeld ist die rendite bei daimler höher als bei bmw und vw.

tagesgeld ist vw vorne, aber nur bis März 2009.

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billy-the-kid
Du solltest nicht die Verstaatlichung einer Bank mit der Verstaatlichung der dort enthaltenen Einlagen in einen Topf werfen.

 

Tue ich das? Sicher nicht, bei Verstaatlichung der Einlagen würden die Sparer ja gar nichts zurückbekommen. Mir schwebt lediglich eine lösung vor, die den Staatshaushalt nicht überstrapaziert - und das ist eben eine Lösung, in der die Sparer lange Zeit mehr oder weniger ohne Zins auf ihr Geld verzichten müssen, sie aber nominal trotzdem alles zurückbekommen. Gefragt war ja nach Szenarien!

 

Letzteres (eine Staatszwangsanleihe) wäre sicherlich nach heutigem Recht nicht Verfassungsgemäß. Natürlich kann es sein, dass mit einer Finanzkernschmelze auch das recht ausser Kraft gesetzt wird...

 

Sehe ich nicht so. Nach heutigem Recht muss dir die Einlagensicherung der Banken 90% innerhalb weniger Monate zurückzahlen... und wenn sie das nicht kann, kannst du warten, bis du schwarz wirst. Der Steuerzahler muss nicht einen einzigen Cent dazubezahlen. Von daher wäre eine Rückzahlung innerhalb von z.B. 20 Jahren schon eine massive Besserstellung.

 

Grüße, billy-the-kid

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harryguenter
· bearbeitet von harryguenter
Sehe ich nicht so. Nach heutigem Recht muss dir die Einlagensicherung der Banken 90% innerhalb weniger Monate zurückzahlen... und wenn sie das nicht kann, kannst du warten, bis du schwarz wirst. Der Steuerzahler muss nicht einen einzigen Cent dazubezahlen. Von daher wäre eine Rückzahlung innerhalb von z.B. 20 Jahren schon eine massive Besserstellung.

Ich denke wenn man den Sparern erzählt, dass sie an ihre Sichteinlagen nicht mehr rankönnen wenn sie es müssen dann hätte das die Kernschmelze der Finanzdsystems zur Folge.

Ich kenne keinen Sparer der auch nur 2 Jahre auf sein Sparguthaben warten wollte geschweige 20. Abgesehen davon sind im gesetzlichen Einlagensicherungsfonds der Staat und damit der Steuerzahler Schuldner - zahlt er nicht in der gesetzlich geregelten Zeit ist der Staat de fakto also zahlungsunfähig. Wenn der Staat die gesetzliche Einlage nicht mehr sicherstellen kann, kann er auch keine Steuerrückzalhungen mehr durchführen, keine Handwerker und Strassenbaurechnungen bezahlen usw.

Wer würde dann noch dem Geld vertrauen? Das hätte lange Schlangen der Sparer vor den Banken zur Folge (s. Nothern Rock Bank in England dieses Jahr) und das war's dann wenn das Flächendeckend geschieht.

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billy-the-kid
Abgesehen davon sind im gesetzlichen Einlagensicherungsfonds der Staat und damit der Steuerzahler Schuldner -

 

Nö, es gibt ein Sicherungssystem der Privatbanken, eines der Sparkassen, eines der VR-Banken und eines der "Wertpapierhandelshäuser". Im letztgenannten warten die Anleger aus "Phoenix managed accounts" seit 4 Jahren auf ihr Geld (die Reserven im Fonds sind weit geringer als die fällige Entschädigung), das erstgenannte dürfte nach Lehmann etwa bei "null" sein.

 

Bisher besteht m.W. keine gesetzliche Pflicht, von staatlicher Seite die Fonds aufzufüllen - was tatsächlich passieren wird, ist eine ganz andere Frage.

 

Da haben wir in Deutschland ja schon vieles gesehen.

 

Grüße, billy-the-kid

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harryguenter
· bearbeitet von harryguenter

Bezüglich der gesetzlichen Pflicht dürftest Du irren.

Bei einer deutschen Privatbank besteht die Einlagensicherung derzeit aus 3 Stufen:

1. die gesetzliche Einlagensicherung: diese sichert in D 90% von max. 20.000 EUR ab. Dieser Part wurde seitens der EU mit Umsetzung zum 1.7.2009 auf 50.000 EUR erhöht (zu 100% meines Wissens). Dieser ist staatlich organisiert, und wird meines Wissens auch im Bedarfsfalle staatlich sichergestellt.

2. die zusätzlichen (freiwilligen) Einlagensicherungsfonds der Privatbanken greift für die verbliebenen 10% und alle über 20k hinausgehenden Beträge. Hier ist der Staat in der Tat aussen vor.

3. die nicht in Gesetzte gegossene "Merkelgarantie" von 100% für unbegrenzte Höhe.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Einlagensicherung

 

Im übrigen ist 1.) etwas tückisch. Cortal Consors z.B. unterliegt der französischen Einlagensicherung aufgrund des französischen Eigentümers BNP. Die ersten 70.000 EUR müssen im PLeitefalle beim französischen, gesetzlichen Einlagensicherungsfonds angefordert werden. (s. aktuelles Finanztest Heft 01/2009)

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Fleisch

im übrigen als Pressenachricht auch hier nachzulesen klick

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steff123
- finanzielle Kernschmelze: alle oder fast alle Banken stehen vor der Insolvenz, es gibt zwei Wochen "Bankfeiertag" am Stück mit hektischer Tätigkeit des Gesetzgebers, die Banken werden alle verstaatlicht, Konten eingefroren und Guthaben in Zwangsanleihen umgewandelt. Laufzeit 10 oder 20 Jahre, Verzinsung nahe null. Da die Insolvenz de facto nicht gegeben ist, wird auch die o.g. EU-Richtlinie umgangen. Immer dran denken: wenn etwas zu gut aussieht, um wahr zu sein, ist es auch meistens nicht wahr (bezogen auf o.g. free lunch). :o

 

Quatsch ;)

 

Dann wird der Reset-Knopf gedrückt - soll heißen: Währungsreform.

 

 

Über Einlagensicherung zu diskutieren ist Zeitverschwendung. Nur bei kleinen (ausländischen) Banken ist richtig, sich darüber zu erkundigen.

 

Ansonsten hat man entweder Vertrauen in unsere Politker, in die Währung und in die Bankmanager oder man hat einen Plan B.

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el galleta
Über Einlagensicherung zu diskutieren ist Zeitverschwendung. Nur bei kleinen (ausländischen) Banken ist richtig, sich darüber zu erkundigen.

Ansonsten hat man entweder Vertrauen in unsere Politker, in die Währung und in die Bankmanager oder man hat einen Plan B.

:thumbsup:

 

saludos,

el galleta

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Tompom
· bearbeitet von Tompom

Der Einlagensicherungsfonds wurde bereits mit der Pleite der deutschen Tochter von Lehman gesprengt:

 

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/ba...-in-not;2041475

 

Ich finde es vor diesem Hintergrund sehr interessant, mit welch großem Vertrauen Anleger bei z. B. Autobauer-Banken Geld festlegen.

 

Ist das eigentlich bei allen Anlegern angekommen, dass wir nicht mal ansatzweise auf ein Dutzend Pleiten kleinerer Banken in Deutschland (und überall sonst auf der Welt wohl auch) vorbereitet zu sein scheinen?

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harryguenter
· bearbeitet von harryguenter
Der Einlagensicherungsfonds wurde bereits mit der Pleite der deutschen Tochter von Lehman gesprengt:

Er wurde eigentlich schon mit der IKB Pleite geleert wenn ich mich recht erinnere.

Nicht zu vergessen: die verbliebenen Banken sind stets nachschusspflichtig. Ich sehe da eher einen Dominoeffekt auf uns zukommen wenn mal 1-2 größere Banken zahlungsunfähig werden.

 

Ich finde es vor diesem Hintergrund sehr interessant, mit welch großem Vertrauen Anleger bei z. B. Autobauer-Banken Geld festlegen.

Ist das eigentlich bei allen Anlegern angekommen, dass wir nicht mal ansatzweise auf ein Dutzend Pleiten kleinerer Banken in Deutschland (und überall sonst auf der Welt wohl auch) vorbereitet sind?

Zusätzlich zum Einlagensicherungsfonds der Privatbanken sind die ersten 20000 EUR zu 90% durch den geseltzlichen Einlagensicherungsfonds abgesichert. Ausserdem gibts noch die (nicht in Gesetzte gegossene) Merkelgarantie für Spareinlagen. Ich sehe das ganz pragmatisch: Es gibt 3 Sicherungssystme für jede deutsche Privatbank. Wenn keine davon in der Lage ist mir meine Einlagen zurückzuzahlen haben wir vermutlich andere Probleme und das Geld ist dann sowieso nichts mehr wert. Stelle Dir mal ein Szenario vor bei dem nur eine Bank nicht die Einlagen abgesichert hat. Die Folge wären massive Mittelabflüsse bei allen Wackelkandidaten so dass es dann eine vielzahl der Banken erwischt. Das wars dann mit unserem Finanzsystem.

Würde es nur die gesetzliche Einlagensicherung geben würde ich Dir recht geben: Dann würde ich auch überlegen ob ich für 0,5% mehr Zins 10% meiner Einlagen riskiere. Aber bei dieser Dreifachsicherung von denen zwei 100% garantieren (wollen) sehe ich nicht wirklich einen Grund warum die Auswahl einer Bank nach anderen Gesichtspunkte sinnvoll sein soll - vorausgesetzt ich kann die paar Wochen / Monate auf diesen Teil der Einlagen mal verzichten.

Kaupthing war in meinen Augen kein abschreckendes Beispiel (welches nötig gewesen wäre) sondern eine klare Aufforderung zinsgeil zu sein und keine Rücksicht auf Ausfallrisiken zu nehmen - und das war nichtmal mehr ne deutsche Bank.

 

Langer Rede kurzer Sinn, ich gebe Steff123 absolut recht:

Über Einlagensicherung zu diskutieren ist Zeitverschwendung. Nur bei kleinen (ausländischen) Banken ist richtig, sich darüber zu erkundigen. Ansonsten hat man entweder Vertrauen in unsere Politker, in die Währung und in die Bankmanager oder man hat einen Plan B

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Morbo
Dann wird der Reset-Knopf gedrückt - soll heißen: Währungsreform.

 

so isses.

 

(weswegen man sich gerade jetzt im klaren sein sollte was Anleihen sind - bevor man durch helle Beleuchtung sicher gemachte Häfen ansteuert).

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