Lynx - Ein Introducing Broker von IB

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Bei der Eröffnung eines Kontos bei IB bestimmst du die Basiswährung (USD, EUR, GBP, JPY, .....). In diesem Konto kannst du praktisch jede dieser Währungen halten.

 

Wie jetzt?

- ein Konto für alle Währungen, wobei es eine Basiswährung gibt (die für deutsche Anleger dann wohl EUR wäre)

- ein Konto in einer Währung (wobei man sich oben genannte Währungen aussuchen darf), dann würde sich die Frage stellen wo man die übrigen Währungen hinlegt.

 

 

je ein Konto für jede Währung.

 

Beispielsweise überweist du 100.000 auf dein Konto von IB bzw. Lynx. Dein Konto weist erwartungsgemäß danach ein Guthaben von 100.000 Euro auf. Jetzt kaufst du an einer US-Börse Aktien für 20.000 Dollar. Bei jedem mir bekannten deutschen Broker, würden dir die Aktien ins Depot gebucht und ca. 14.438 Euro (20.000$ sind bei einem Umrechnungskurs von 1,3852 etwa 14.438) von deinem Guthabenkonto abgebucht. Danach hättest du also die Aktien und noch ca. 85.561 Euro auf dem Konto.

 

Bei Lynx bzw. IB funktioniert das etwas anders. Da du in US-Dollar kein Guthaben besitzt (nur in Euro), gibt dir Lynx einen Kredit in US-$ für den Kauf. Nach dem Kauf sind die Aktien in deinem Depot, aber du hast neben deinem Euro-Konto mit immer noch 100.000 Euro, ein zweites Konto in US-$, welches um die besagten 20.000$ im Minus ist.

 

Machst du danach nichts und lässt das US-$-Konto im Minus, werden dir Zinsen für das geliehene Geld berechnet. Um das $-Konto wieder auf 0 zu bringen, musst du erst Euro in Dollar "wechseln". Um dies zu machen musst du eine Forex-Order ausführen. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht.

 

Du rufst dafür einfach deine Kontenübersicht auf. Dort sind dann beispielsweise 2 Konten aufgeführt. Beim ersten steht "Währung: EUR" "Total Cash: 100.000" und beim zweiten "Währung: USD" "Total Cash: -20.000".

 

Dann ein Rechtsklick auf das US-$-Konto und dort erscheint ein Menüpunkt "Währungsposition schließen" bzw. das englische Pendant dazu. Da draufklicken und dir wird der aktuelle Umtauschkurs angezeigt, der Bid-Kurs, Ask-Kurs und noch ein paar Informationen. Wenn du mit dem Kurs zufrieden bist, auf "Übermitteln" klicken und die Order wird durchgeführt. Danach ist dein US-$-Konto wieder bei 0. Für die Forex-Order werden jedoch Gebühren berechnet.

 

 

Solltest du die Aktien in US-$ wieder verkaufen, wird das Geld dann auf deinem US-$-Konto gutgeschrieben.

 

Im Grunde führen die bekannten deutschen Broker diese Forex-Order automatisch durch. Im Gegensatz dazu muss sie bei Lynx manuell gemacht werden.

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Posted · Edited by klausk

je ein Konto für jede Währung.

 

Beispielsweise überweist du 100.000€ auf dein Konto von IB bzw. Lynx. Dein Konto weist erwartungsgemäß danach ein Guthaben von 100.000 Euro auf. Jetzt kaufst du an einer US-Börse Aktien für 20.000 Dollar. Bei jedem mir bekannten deutschen Broker, würden dir die Aktien ins Depot gebucht und ca. 14.438 Euro (20.000$ sind bei einem Umrechnungskurs von 1,3852 etwa 14.438€) von deinem Guthabenkonto abgebucht. Danach hättest du also die Aktien und noch ca. 85.561 Euro auf dem Konto.

Ich habe bei IB nur ein Konto, und meine Basiswährung ist USD. Seit ich mir mal Euro herüber geholt habe, gibt es in meinem Account unter "Cash Report" eine "Base Currency Summary" und darunter eine Gruppe "EUR" und eine Gruppe "USD". Das sind keine separaten Konten. Analog dazu erscheinen unter "Long (bzw. Short) Open Positions" eine Gruppe "Stocks" und eine Gruppe "Equity and Index Options". Wenn ich Aktien oder Optionen auch noch in EUR hielte, dann wären auch die als Untergruppen aufgeführt. Alles schön übersichtlich aber in einem einzigen Account.

 

Ich habe noch nie Euros benutzt, um US-Aktien zu kaufen. Wenn das so ist, wie Charlie beschreibt, dass Lynx (ist Lynx hier anders?) dir für die nötigen Dollars einen Kredit auf deine Euros gibt, dann taucht die Frage auf, wie hoch denn die Kreditzinsen dafür sind -- bei IB wären es vermutlich Benchmark +1,5 = derzeit 1,57%. Vielleicht hat Charlie hier Erfahrungen und kann vielleicht auch die Steuerfragen beantworten, bei denen ich immer passen muss.

 

Ob der Umweg über einen Kredit, wie Charlie schreibt, sich im Einzelfall lohnt, muss Jeder selber wissen. Wer nur gelegentlich US-Werte tradet, für den ist das vielleicht eine akzeptable Lösung.

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Ich habe noch nie Euros benutzt, um US-Aktien zu kaufen. Wenn das so ist, wie Charlie beschreibt, dass Lynx (ist Lynx hier anders?) dir für die nötigen Dollars einen Kredit auf deine Euros gibt, dann taucht die Frage auf, wie hoch denn die Kreditzinsen dafür sind -- bei IB wären es vermutlich Benchmark +1,5 = derzeit 1,57%. Vielleicht hat Charlie hier Erfahrungen und kann vielleicht auch die Steuerfragen beantworten, bei denen ich immer passen muss.

 

Ob der Umweg über eine Kredit, wie Charlie schreibt, sich im Einzelfall lohnt, muss Jeder selber wissen. Wer nur gelegentlich US-Werte tradet, für den ist das vielleicht die bessere Lösung.

 

Zum zweiten Punkt: Richtig, muss man wohl von Fall zu Fall unterscheiden, was für jeden persönlich am günstigsten ist. Man könnte natürlich auch auf einmal die 100.000 in Dollar umtauschen und somit würden die Kosten nur einmalig anfallen.

 

Hier ein kurzer Abschnitt von der Lynx-Webseite zu dem "Problem":

 

Beim Handel an amerikanischen Börsen werden die Transaktionen bspw. in US-Dollar abgewickelt. Wird Ihr Konto auf Euro-Basis geführt, so fällt bei einem Kauf von US-Aktien ein negativer US-Dollarsaldo an. Ihr Eurosaldo bleibt in diesem Fall unverändert. Die Position wird nicht automatisch umgetauscht. Sie empfangen Zinsen auf das Euro-Guthaben und zahlen Sollzinsen auf Ihren Dollarsaldo. Ihnen entsteht der Vorteil, dass Sie automatisch kein Wechselkursänderungsrisiko eingehen! Wenn Sie Ihre Fremdwährungsbestände ausgleichen möchten, so können Sie selbst entscheiden, wann Sie dies tun möchten. Ob durch den Verkauf der Aktien oder den Umtausch vor/nach dem Handel. LYNX bietet Ihnen also jede Flexibilität, um von Wechselkursänderungen nicht überrascht zu werden.

 

 

 

 

Hier noch eine Auswahl über die Sollzinsen einiger Währungen derzeit:

 

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Die jeweiligen Zinssätze orientieren sich an bestimmten Benchmarkzinssätzen des jeweiligen Landes. Eine detailierte Übersicht gibt's hier

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Lynx gibt - wie viele anderen auch - leider keine Auskünfte über die "fremden Spesen", d. h. die Börsenentgelte, die der jeweiige Handelsplatz für sich selbst erhebt. Bei IB scheint es ja zwei Modelle zu geben

 

Habe leider bei den Websites der Nasdaq und NYSE kein Preisverzeichnis gefunden. Hat jemand vielleicht entsprechende Links dazu oder kennt vielleicht jemand eine Übersichts-Website, welche die Börsenentgelte von z. B. NYSE, NASDAQ, TSX (Kanada), usw. darstellt?

 

Abgesehen davon:

 

Kennt jemand einen Broker, über den man an der NYSE Alternext (Paris) handeln kann?

Welchen Broker halten ihr für den günstigsten, um an der Osloer Börse und a der koreanischen Börse handeln zu können? Lynx kann beides nicht.

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Kennt jemand einen Broker, über den man an der NYSE Alternext (Paris) handeln kann?

Welchen Broker halten ihr für den günstigsten, um an der Osloer Börse und a der koreanischen Börse handeln zu können? Lynx kann beides nicht.

 

Auch wenn man es nicht vermutet, so ist S-Broker sehr gut aufgestellt im internationalen Handel; die von dir genannten Börsen sind dabei, siehe: hier.

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Lynx gibt - wie viele anderen auch - leider keine Auskünfte über die "fremden Spesen", d. h. die Börsenentgelte, die der jeweiige Handelsplatz für sich selbst erhebt. Bei IB scheint es ja zwei Modelle zu geben

Die zwei Modelle bei IB sind "Flat Rate" und "Cost Plus", auch "bundled vs. unbundled pricing" genannt. Für den Hausgebrauch wähl die Flat Rate, denn dabei gibt es keine "fremden Spesen". Die Commission schliesst alles ein.

 

Wer es gern komplizierter hätte, sollte sich von der Commissions-Seite zu den Beispielen für europäische Aktien durchklicken. Sehr informativ sind die Beispiele für nordamerikanische Aktien/ETFs. Wer das richtig grosse Rad dreht ("Sell 30,000,000 Island NASDAQ Shares @ $5 Add Liquidity") steht sich mit dem Unbundled Pricing gewöhnlich besser -- in diesem besonderen Fall würdest du nicht die Flat Rate ($150,000) zahlen, sondern bekämst für deinen Auftrag sogar noch $15,133 raus! Wenn Lynx solche Flexibilität nicht bietet, dann liegt es vielleicht daran, dass solche Monsteraufträge dort nur sehr selten eingehen.

 

Für US-Options gibt es bei IB schon seit einiger Zeit keine Flat Rate mehr, auch nicht das Minimum von $1. Ich habe pro Kontrakt schon bis zu $1.04 bezahlt, fast immer unter $1. Sogar schon für $0.22 (Market Maker geben Grosskunden wie IB Rabatt, die IB an seine Kunden durchreicht). Dazu kommt in vielen Fällen ein "price improvement" -- deine Order wird zu einem Preis besser als dein angegebenes Limit ausgeführt.

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Lynx und ich rätseln, ob ich eine US Person bin. An sich klarer Fall, da nonresident alien. Ich habe aber vor ein paar Jahren Anteile an einem Fonds gezeichnet, der für die Ausschüttungen eine ITIN erfordert. Damals habe ich dann per W-7 form eine ITIN (international taxplayer identification number) beantragt und erhalten. Lynx fragt nun, ob ich eine US Steuernummer habe und behauptet im Depoteröffnungsantrag, falls das so sei, wäre eine W9 form auszufüllen. W9 form ist aber nur für US Persons und W8 BEN ist für non-US Persons. Nach der IRS Publication 519 und telefonischer Auskunft der IRS werde ich aber allein durch die ITIN nicht zur US Person.

 

Wie seht ihr das? W8 BEN oder W9?

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Posted · Edited by klausk

Hier ist die IRS-Definition von "US person".

Danach ist jede Person eine US-Person, die keine Foreign Person ist -- und eine Foreign Person ist z.B. ein "Non-resident Alien Individual".

 

Demnach ist W8-BEN das Richtige. Das deckt sich auch mit der IRS-Auskunft.

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Hier ist die IRS-Definition von "US person".

Danach ist jede Person eine US-Person, die keine Foreign Person ist -- und eine Foreign Person ist z.B. ein "Non-resident Alien Individual".

 

Demnach ist W8-BEN das Richtige. Das deckt sich auch mit der IRS-Auskunft.

 

Ja, diese Hürde scheint genommen. Die Depoteröffnungsbürokratie ist aber mehr als abschreckend. Nachdem ich meine Unterlagen dahin geschickt hatte, hat Lynx sich nicht mit den Kopien des Personalausweises zufrieden gegeben, da der Bundesadler mein Gesicht teilweise unkenntlich mache. So etwas habe ich noch nie erlebt. Immerhin war ich ja durch das PostIdent-Verfahren schon ausreichend authentifiziert. So blieb mir nichts anderes üblich, als persönlich dort hinzugehen, als ich neulich in Berlin war, und persönlich den Personalausweis vorzulegen.

 

Damit ist das Depot leider immer noch nicht eröffnet. Sie brauchen in meinem Fall noch ein weiteres Formular, was Lynx aber auch erst nach Einreichung der Unterlagen aufgefallen ist. Selbstverständlich kann man sich dieses Formular nicht downloaden, sondern sie müssen es mir schicken und dann muß ich das Original zu ihnen schicken. Damit der Wahnsinn auch Methode hat, wollten sie mir die Kontoverbindung zum einzahlen erst mitteilen, wenn das Formular bei ihnen eingetroffen ist. Das war dann aber zu offensichtlich schwachsinnig und nachdem der freundliche Mitarbeiter sich bei seinem Vorgesetzten die Erlaubnis geholt hat, haben sie mir die Kontodaten gemailt.

 

Also für alle Interessierten: Plant für den best case eine Woche ein, falls ihr ein Sonderfall seit und ein bißchen Pech mit der Post habt, kann das Depoteröffnungsverfahren bis zu einen Monat dauern. Wer sich noch den Goldbarren verdienen will, sollte sich also beeilen.

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Posted · Edited by DonChristo

1) Ist die geringe Einlage von 4.000 € statt 10.000 Euro und keinen Mindestumsatz nun der einzige richtige Vorteil von Lynx ggü. IB?

 

2) Der Vorteil von Lynx, IB ggü. Flatex, ComDirect, CortalConsors, Maxblue, etc. wiederum sind die Gebühren und dass man Anleihen direkt kaufen kann (das geht bei lynx, IB nur indirekt über ETFS?) ?

 

3) Wenn das jetzt nicht zu OT ist: Wenn ich

 

1. Ein Depot für ein "Langfrist-/Weltportfolio" mit 1 bis 4 Rebalances pro Jahr aus ETFs (& evtl. Fonds) und

[hier möchte ich v.a. die Produkte (breite Auswahl) günstig kaufen können und keine Führungsgebühren zahlen]

 

2. Ein Depot mit Aktien & Optionen fürs Trading (geringe Aktivität) und

[günstig, schnell, komfortabel] wie handelt man bei lynx Futures? Normalerweise sind das doch 100.000 USD mindestsumme...

 

3. Ein TG / Festanlage-Konto möchte

 

gibt es dann alles unter einem Dach oder gehe ich jeweils zu einem anderen Anbieter? Kann man solche Aussagen pauschalisieren, oder muss ich genau wissen was ich wie oft in welcher Menge kaufen will?

 

4) Letzte Frage: liefern die Broker i.d.R. besser kostenlose Marktdaten (Fundamentaldaten zu Aktien, Chartsoftware, etc.) als die klassischen Freewareanbieten wie finance.yahoo.com, finance.google.com oder onvista.de?

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1) Ist die geringe Einlage von 4.000 statt 10.000 Euro und keinen Mindestumsatz nun der einzige richtige Vorteil von Lynx ggü. IB?

 

2) Der Vorteil von Lynx, IB ggü. Flatex, ComDirect, CortalConsors, etc. wiederum sind die Gebühren?

 

3) Wenn das jetzt nicht zu OT ist: Wenn ich

 

1. Ein Depot für ein "Langfrist-/Weltportfolio" mit 1 bis 4 Rebalances pro Jahr aus ETFs (& evtl. Fonds) und

[hier möchte ich v.a. die Produkte (breite Auswahl) günstig kaufen können und keine Führungsgebühren zahlen]

 

2. Ein Depot mit Aktien & Optionen fürs Trading (geringe Aktivität) und

[günstig, schnell, komfortabel]

 

3. Ein TG / Festanlage-Konto möchte

 

gibt es dann alles unter einem Dach oder gehe ich jeweils zu einem anderen Anbieter? Kann man solche Aussagen pauschalisieren, oder muss ich genau wissen was ich wie oft in welcher Menge kaufen will?

 

4) Letzte Frage: liefern die Broker i.d.R. besser kostenlose Marktdaten (Fundamentaldaten zu Aktien, Chartsoftware, etc.) als die klassischen Freewareanbieten wie finance.yahoo.com, finance.google.com oder onvista.de?

 

Mindesteinlage 4k statt 10k und kein Mindestumsatz sind für mich irrelevant. Ich gebe aber zu, dass der Goldbarren als Willkommensgruß eine ganz nette Geste ist.

 

IB ist günstiger - das stimmt - aber ich kenne die Plattform und ihre Funktionalitäten nicht und da ist eine gut erreichbare, deutschsprachige service-hotline erstmal ein Vorteil.

 

Vorteil von Lynx und IB gegenüber comdirect, s-broker, targo, etc. ist m. E. neben den geringeren Gebühren auch der bessere Zugang zu internationalen Börsen und die sehr viel günstigeren Konditionen bei Käufen auf Kredit.

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IB ist günstiger - das stimmt - aber ich kenne die Plattform und ihre Funktionalitäten nicht und da ist eine gut erreichbare, deutschsprachige service-hotline erstmal ein Vorteil.

 

 

 

Gerade da hat IB zuletzt kräftig aufgerüstet.

Ich würde mich nicht wundern, wenn der Lynx-support über IB abgewickelt wird.

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Posted · Edited by klausk

Nachdem ich meine Unterlagen dahin geschickt hatte, hat Lynx sich nicht mit den Kopien des Personalausweises zufrieden gegeben, da der Bundesadler mein Gesicht teilweise unkenntlich mache.

Du hättest ihnen dein Avatar schicken sollen.

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Ich habe neulich mein Konto bei Lynx eröffnet. Die Depoteröffnung ist schon etwas seltsam:

- ich bekomme meine Zugangsdaten per Mail zugesandt (bei deutschen Banken kommt sowas teilweise sogar per Einschreiben)

- die Kontoaktivierung erfolgt durch das Überweisen von Geld auf ein Konto, dass nicht auf meinen eigenen Namen lautet (sondern auf Interactive Brokers), der Namen/das Depot wird im Betreff angegeben

 

Ich hoffe das ist normal?! Erhält man hinterher noch ein Konto, dass auf den eigenen Namen lautet?

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Bei IB sucht man sich die Zugangsdaten selbst heraus.

Die Daten werden niemals versandt.

 

Vermutlich war das Mail auch nicht verschlüsselt ....

 

Zu deinem Konto: Du bekommst vermutlich von IB eine Security-Card, die du unter derartigen Umständen auch für den Handel benutzen solltest.

(Bei IB kann man drauf verzichten, weil ja niemand die Zugangsdaten kennt...)

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Ich hoffe das ist normal?!

Ja,

lief bei mir genauso, nur habe ich Aktien übertragen statt Geld.

 

 

Erhält man hinterher noch ein Konto, dass auf den eigenen Namen lautet?

Nein.

Aber trotzdem funktionieren die Überweisungen hin- und zurück sehr schnell. Man muss die Überweisungen aufs Verrechnungskonto nur eben anmelden,sonst dauert es länger mit der Zuordnung.

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Posted · Edited by etherial

Erhält man hinterher noch ein Konto, dass auf den eigenen Namen lautet?

Nein.

Aber trotzdem funktionieren die Überweisungen hin- und zurück sehr schnell. Man muss die Überweisungen aufs Verrechnungskonto nur eben anmelden,sonst dauert es länger mit der Zuordnung.

 

Das Problem ist ja nicht die Geschwindigkeit. Ich finds nur seltsam, dass hier sonst so ein Trara um Emittentensicherheit und Sondervermögen gemacht wird. Wie ist denn sicher gestellt, dass im Fall einer Insolvenz nicht die gierigen Gläubiger von meiner Überweisung bedient werden?

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Kann dich leider nur auf Lynx verweisen:

Absicherung

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Ich habe neulich mein Konto bei Lynx eröffnet. Die Depoteröffnung ist schon etwas seltsam:

- ich bekomme meine Zugangsdaten per Mail zugesandt (bei deutschen Banken kommt sowas teilweise sogar per Einschreiben)

- die Kontoaktivierung erfolgt durch das Überweisen von Geld auf ein Konto, dass nicht auf meinen eigenen Namen lautet (sondern auf Interactive Brokers), der Namen/das Depot wird im Betreff angegeben

 

Ich hoffe das ist normal?! Erhält man hinterher noch ein Konto, dass auf den eigenen Namen lautet?

 

Ich auch. Wie gesagt: Die Kontoeröffnung war eine kafkaeskes Drama.

 

Diese Überweisungsverfahren fand ich anfangs auch nervig, aber ich sehe da nicht das Problem: Du überweist auf das Verrechnungskonto von IB und die ordnen die Überweisung zu und buchen das Geld auf Deinen Account bei IB.

 

Die Gebührenersparnis vermag ich kaum zu glauben:

- die 2 EUR für Clearstream bei Auslandsaktien fallen weg

- die Kommission an Lynx/IB ist immer inklusive der Börsenspesen. Während CoDi eigene Provision+Auslandsbörsenzuschlag+fremde Kosten der ausländischen Börse erhoben hat, ist die Kommission bei Lynx billiger als die CoDi-Provision

- Sollzinsen bei Lynx/IB sind den aktuellen Zinssätzen folgend variabel, derzeit zw. 3%-4%, bei Codi Wertpapierkreditkosten 7,7%

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Nein.

Aber trotzdem funktionieren die Überweisungen hin- und zurück sehr schnell. Man muss die Überweisungen aufs Verrechnungskonto nur eben anmelden,sonst dauert es länger mit der Zuordnung.

 

Das Problem ist ja nicht die Geschwindigkeit. Ich finds nur seltsam, dass hier sonst so ein Trara um Emittentensicherheit und Sondervermögen gemacht wird. Wie ist denn sicher gestellt, dass im Fall einer Insolvenz nicht die gierigen Gläubiger von meiner Überweisung bedient werden?

 

Ich möchte das aber auch nochmal ansprechen. Ist im Moment der Hauptpunkt, der mich von dem Transfer eines größeren Teils meines Vermögens auf ein IB Konto abhält. Ich verstehe einfach nicht genau, was im Zweifel wie abgesichert ist. Ich habe bisher den Eindruck bekommen, dass da eben das "amerikanische System" gilt, und ich meine das ist schon etwas unsicher, als wir es in Deutschland kennen, oder?

 

Vielleicht kann da nochmal jemand näher drauf eingehen?!

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zu "Segriertes Konto" sagt wiki im Artikel "Derivate":

Des Weiteren gibt es das Brokerrisiko. Einlagen bei Brokern sind oft nur bis zu einem bestimmten Betrag abgesichert. Im Jahre 2005 bei der Insolvenz der US-amerikanischen Brokers Refco mussten viele private Anleger Verluste hinnehmen, teilweise sind die dort eingelegten Gelder heute noch eingefroren. Die größtmögliche Sicherheit bieten hier segregierte Einzelkonten, welche rechtlich den Notaranderkonten ähneln. Segregierte Einzelkonten werden in den USA meist erst ab einer Mindestkontoeinlage von 25.000 Dollar angeboten. Die Guthaben werden im Konkursfall des Brokers zu 100 % ausgezahlt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Derivat_%28Wirtschaft%29#Risiken

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zu "Segriertes Konto" sagt wiki im Artikel "Derivate":

 

Das ist sich einer Erklärung für Segregiertes Konto - ich habe aber Zweifel, dass das Transferkonto überhaupt eines ist.

 

Der Überweisungsprozess bei Lynx/IB erfolgt wie folgt:

- Ich lege in Lynx eine geplante Einzahlung an

- Ich überweise genau den Betrag auf ein Konto der City-Bank dessen Inhaber Interactive Brokers ist und der einzige Hinweis, dass das Geld von mir stammt, steht im Betreff. Die Tatsache, dass das Konto auf IB lautet ist aus meiner Sicht ein klares Zeichen, dass dieses Konto NICHT segregiert ist.

- Ich vermute, dass danach wird dieses Geld von IB auf mein segregiertes Konto gebucht

 

Demnach ist das Geld während die Überweisung noch läuft auf einem Konto von IB und wenn IB insolvent wird, könnte es sein, dass der Kunde genauso zum Gläubiger wird, wie die übrigen Gläubiger.

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zu "Segriertes Konto" sagt wiki im Artikel "Derivate":

 

Das ist sich einer Erklärung für Segregiertes Konto - ich habe aber Zweifel, dass das Transferkonto überhaupt eines ist.

 

 

Alle Kundenkonten werden als segregierte Konten (Segregated Accounts) geführt. Hierbei handelt es sich um Konten, die getrennt von den Konten des Brokerhauses geführt werden. Sollte ein Broker zahlungsunfähig werden, so kann der Kunde mit einem segregierten Konto trotzdem über sein Geld bei dem betreffenden Broker verfügen. Eine Auszahlung von Ihrem Depot kann ausschließlich auf ein Konto erfolgen, das auf Ihren Nahmen geführt wird.

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Das ist sich einer Erklärung für Segregiertes Konto - ich habe aber Zweifel, dass das Transferkonto überhaupt eines ist.

 

Der Überweisungsprozess bei Lynx/IB erfolgt wie folgt:

- Ich lege in Lynx eine geplante Einzahlung an

- Ich überweise genau den Betrag auf ein Konto der City-Bank dessen Inhaber Interactive Brokers ist und der einzige Hinweis, dass das Geld von mir stammt, steht im Betreff. Die Tatsache, dass das Konto auf IB lautet ist aus meiner Sicht ein klares Zeichen, dass dieses Konto NICHT segregiert ist.

- Ich vermute, dass danach wird dieses Geld von IB auf mein segregiertes Konto gebucht

 

Demnach ist das Geld während die Überweisung noch läuft auf einem Konto von IB und wenn IB insolvent wird, könnte es sein, dass der Kunde genauso zum Gläubiger wird, wie die übrigen Gläubiger.

Jetzt hab ich wohl verstanden was du meinst: Zwar werden die eingezahlten Gelder auf segregierte Konten gebucht, aber zunächst einmal gehen sie auf ein Konto von IB, was (vermutlich) kein geschütztes Konto ist. Da könnt's natürlich sein das man Pech hat, und IB geht insolvent, bevor sie die getätigte EInzahlung auf das zu dir gehörige segregierte Konto gebucht haben.

Das wäre in der Tat unschön, ums mal vorsichtig zu formulieren.

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Alle Kundenkonten werden als segregierte Konten (Segregated Accounts) geführt.

 

Und ist das Transferkonto ein Kundenkonto? Dagegen spricht,

- dass der Kontoinhaber Interactive Brokers ist

- dass der Kunde nicht über das Geld auf diesem Konto verfügen kann, sondern nur über das auf seinem Depotkonto

 

Mir kam es eben seltsam vor ...

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