Aktiencrash

Euro Dollar

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2.350 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von Maciej

Für mich ist noch immer das Szenario eines langfristig deutlich stärkeren Euros aktiv. Die Gegenbewegung sieht bis jetzt nur nach einem Retest des Ausbruchbereichs zwischen 1,14 und 1,15 aus.

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Geschrieben · bearbeitet von morini

vor 17 Stunden schrieb Maciej:

Für mich ist noch immer das Szenario eines langfristig deutlich stärkeren Euros aktiv. Die Gegenbewegung sieht bis jetzt nur nach einem Retest des Ausbruchbereichs zwischen 1,14 und 1,15 aus.

 

Genauso gut kann es sein, dass einige Währungsspekulanten inzwischen ihre Strategie hin zu einem schwächeren Euro und stärkeren US-Dollar geändert haben.

 

Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, wohin die Reise geht. Es kann natürlich sein, dass der Euro irgendwann wieder aufholt, aber ob dies in den kommenden 1-2 Jahren geschehen wird, ist angesichts der Politik Mario Draghis doch sehr fraglich. Ich gehe davon aus, dass zunächst in den USA die Zinsen weiterhin moderat anziehen werden, und erst zu einem späteren Zeitpunkt wird meines Erachtens die EZB ganz langsam nachziehen, um die Wirtschaften beispielsweise in Italien, Griechenland, Spanien und Portugal nicht abzuwürgen. Außerdem dürfte gerade ein Italiener wie Mario Draghi sehr daran interessiert sein, vor allem die italienische Wirtschaft am Laufen zu halten, wobei ihm die Enteignung des deutschen Sparers herzlich egal sein dürfte.

 

Allerdings: Die Amtszeit Mario Draghis endet am 31. Oktober 2019.

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Geschrieben

Ist das eigentlich auch Enteignung, wenn ich mir jetzt Aktien kaufe, die dann aber fallen, weil Draghi die Zinsen wieder hochschraubt? ^_^

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Geschrieben · bearbeitet von morini

vor 30 Minuten schrieb Maciej:

Ist das eigentlich auch Enteignung, wenn ich mir jetzt Aktien kaufe, die dann aber fallen, weil Draghi die Zinsen wieder hochschraubt? ^_^

 

Eher würde ich das dann als persönliches Pech bezeichnen. Die Sparer würde es hingegen freuen, da der Eurokurs steigen dürfte.

 

Aber warum sollte Mario Draghi das tun?

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Geschrieben · bearbeitet von moonraker

vor 3 Stunden schrieb morini:

Eher würde ich das dann als persönliches Pech bezeichnen. Die Sparer würde es hingegen freuen, da der Eurokurs steigen dürfte.

 

Aber warum sollte Mario Draghi das tun?

Was hat der Sparer vom Eurokurs? Wenn, dann interessieren den die Zinsen...

 

edit: Rechtschreibung

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Geschrieben · bearbeitet von morini

vor 42 Minuten schrieb moonraker:

Was der Sparer vom Eurokurs? Wenn, dann interessieren den Zinsen...

 

Ehrlich gesagt wäre ich persönlich froh darüber, wenn ich aufgrund eines höheren Eurokurses in der Nicht-EU-Zone günstig Urlaub machen könnte.

Außerdem würden bei einem starken Euro viele Dinge wie beispielsweise Benzin/Diesel sowie in Asien oder in den USA produzierte Elektrogeräte oder Autos günstiger werden.

 

Die höheren Zinsen dürften den Sparer natürlich ebenfalls interessieren, da hast du natürlich recht. Schließlich würde dadurch die inflationsbedingte Geldentwertung kompensiert werden.

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Geschrieben

vor 1 Stunde schrieb morini:

Ehrlich gesagt wäre ich persönlich froh darüber, wenn ich aufgrund eines höheren Eurokurses in der Nicht-EU-Zone günstig Urlaub machen könnte.

Außerdem würden bei einem starken Euro viele Dinge wie beispielsweise Benzin/Diesel sowie in Asien oder in den USA produzierte Elektrogeräte oder Autos günstiger werden.

[..]

Dann redest Du hier aber nicht vom Sparer, sondern vom Verbraucher... (deshalb die Frage in #2330)

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Am 29.10.2017 um 10:52 schrieb morini:

Eher würde ich das dann als persönliches Pech bezeichnen. Die Sparer würde es hingegen freuen, da der Eurokurs steigen dürfte.

 

Aber warum sollte Mario Draghi das tun?

Mit der Frage wollte ich lediglich darauf hinaus, dass ich das Wort "Enteignung" in dem Kontext etwas übertrieben finde (mal ganz davon abgesehen, dass es rein technisch auch falsch ist, denn zur Enteignung gehört auch eine Entschädigung). Der Sparer wird nicht enteignet, denn man nimmt ihm erstens nichts weg, es kommt nur weniger neues hinzu, und zweitens gibt es kein Anrecht auf ein Zinsniveau über der Inflationsrate. Der Kleinsparer wurde mit Geld auf dem Sparbuch in der jüngeren Geschichte schon immer "enteignet", da es immer wieder Phasen gab, in denen der Realzins im negativen Bereich lag. Heute fällt das nur mehr auf, weil der Zins nominal bei Null liegt.

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Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mein Aktien-ETF-Portfolio in letzter Zeit nur noch ein umständlicher Short auf EUR/USD ist :lol: Habe gerade die Korrelation meines Portfolios zu einem USD-Geldmarktfonds (in Euro bewertet) berechnet und komme auf sage und schreibe 47,9 % (auf täglicher Basis, 3 Jahre-Fenster). Vielleicht sollte man doch mal mit Währungs-Hedging anfangen.

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Geschrieben · bearbeitet von DrFaustus

vor 3 Minuten schrieb jkl:

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mein Aktien-ETF-Portfolio in letzter Zeit nur noch ein umständlicher Short auf EUR/USD ist :lol: Habe gerade die Korrelation meines Portfolios zu einem USD-Geldmarktfonds (in Euro bewertet) berechnet und komme auf sage und schreibe 47,9 % (auf täglicher Basis, 3 Jahre-Fenster). Vielleicht sollte man doch mal mit Währungs-Hedging anfangen.

Könnte das daran liegen, dass dein ETF Portfolio auf dem MSCI World basiert? Der hat, sage und schreibe fast 60% USA im Portfolio...unhedged. Na sowas.

Ich nehme an in Zeiten eines starken USD und schwachen Euro, hast du dich nicht über die hohe Korrelation beschwert?

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@DrFaustus: Ist mir bewusst, allerdings hätte ich selbst bei 100% US-Aktien eine deutlich geringere Korrelation erwartet (gibt ja schon einen langen Thread dazu im Forum, aber kurz rekapituliert: Aktien sollten ja schon einen partiellen Währungs-Hedge "eingebaut" haben, da: 1. Gewinne von multinationalen Unternehmen sind nicht 100% in lokaler Währung; 2. Positive Auswirkung von fallender lokaler Währung auf Konkurrzenzfähigkeit lokaler Unternehmen; 3. Aktien sind Sachwerte). 50% Korrelation ist schon ziemlich viel für etwas, das man mit Erwartungwert von (hoffentlich) nahe 0 weghedgen könnte.

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vor 2 Minuten schrieb jkl:

@DrFaustus: Ist mir bewusst, allerdings hätte ich selbst bei 100% US-Aktien eine deutlich geringere Korrelation erwartet (gibt ja schon einen langen Thread dazu im Forum, aber kurz rekapituliert: Aktien sollten ja schon einen partiellen Währungs-Hedge "eingebaut" haben, da: 1. Gewinne von multinationalen Unternehmen sind nicht 100% in lokaler Währung; 2. Positive Auswirkung von fallender lokaler Währung auf Konkurrzenzfähigkeit lokaler Unternehmen; 3. Aktien sind Sachwerte). 50% Korrelation ist schon ziemlich viel für etwas, das man mit Erwartungwert von (hoffentlich) nahe 0 weghedgen könnte.

Nein, ein Hedge des USD kostet dich aktuell ca. 2,0-2,5%p.a.

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vor 22 Minuten schrieb DrFaustus:

Nein, ein Hedge des USD kostet dich aktuell ca. 2,0-2,5%p.a.

Ja; die Zinsdifferenz gefällt mir auch nicht. Nach meinem Verständnis sollte aber theoretisch die Zinsdifferenz durch eine erwartete Änderung im Wechselkurs aufgehoben werden, da der Carry-Trade sonst eine Art Free Lunch wäre (alternativ ist es aber auch möglich, dass die Zinsdifferenz nicht durch den Wechselkurs-Erwartungswert ausgeglichen wird, sondern eine Risikoprämie darstellt).

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Das würde implizieren, dass der Zins die einzige Größe ist, welche den Kurs beeinflusst. Dem ist aber nicht so.

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Der EUR/USD ist auf einem neuen 3-Jahres-Hoch. Charttechnisch könnte ich mir vorstellen, dass es noch bis ca. 1,25 weitergeht. Dort liegt der langfristige (2008) Abwärtstrend. Dann wirds spannend.

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Geschrieben · bearbeitet von Toni

Jetzt ist der Euro schon auf 1,22! Von 1,19 auf 1,22 in ein paar Tagen!!!

 

So ein Mist.

 

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vor 2 Stunden schrieb Toni:

Jetzt ist der Euro schon auf 1,22! Von 1,19 auf 1,22 in ein paar Tagen!!!

Und per Wochenschluss sogar über dem Hoch vom letzten September. Charttechnisch sieht das nun nach einem abgeschlossenen Boden aus (Ausbruch, Retest und neues Hoch). Ich bleibe weiter bei der Auffassung, dass wir hier den Beginn eines neuen, mehrjährigen Bullenmarktes im Euro sehen.

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Geschrieben · bearbeitet von Toni

vor 6 Stunden schrieb Maciej:

Ich bleibe weiter bei der Auffassung, dass wir hier den Beginn eines neuen, mehrjährigen Bullenmarktes im Euro sehen.

 

Naja, charttechnisch gibt es schon noch einige Widerstände (dünn rot).

Aber bis zum ersten Widerstand bei ca. 1,25 ist der Weg erstmal frei, das ist richtig.

Und dann ist da ja noch der übergeordnete Abwärtstrend (fett rot)...

 

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Anbei ein recht aufschlussreicher Artikel der FAZ, welcher verschiedene Analysen zum Dollar und zum Euro zusammenfasst:

 

Zitat

In einer Umfrage dieser Zeitung unter 27 Kreditinstituten, Fondsgesellschaften und Versicherern zum Jahresende trauen diese dem Euro in der Mehrheit zu, stark zu bleiben. Das beherrschende Thema bleiben die Zinsunterschiede zwischen Amerika und dem Euroraum. Im Durchschnitt ergibt sich zur Jahresmitte ein erwarteter Eurokurs von 1,17 Dollar, was einem leichten Minus um 3 Prozent entspräche. Für Ende 2018 sagen die Befragten durchschnittlich 1,18 Dollar vorher.

 

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Das ist eine Zusammenfassung der üblichen Raterei, die wissen genauso wenig wie du und ich.

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Also ich kann den Kursanstieg des Euro nicht nachvollziehen. Mögliche Minizinsanstiege in der Eurozone können es ja kaum sein und wenn ich mich nicht irre ist nicht ein Strukturproblem in Südeuropa in den letzten Jahren angegangen und gelöst worden.

 

Also Erklärung könnte allerdings dienen das die Euro/EU Zone im Vergleich zum Nordamerikanischen Wirtschaftsraum einen Netto-Exportüberschuss erwirtschaftet.

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vor 6 Stunden schrieb Warlock:

Also ich kann den Kursanstieg des Euro nicht nachvollziehen. Mögliche Minizinsanstiege in der Eurozone können es ja kaum sein und wenn ich mich nicht irre ist nicht ein Strukturproblem in Südeuropa in den letzten Jahren angegangen und gelöst worden.

Was waren denn ehemals die Ursachen für den starken Dollar? Hatte man damals in den USA Strukturprobleme gelöst? 

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vor 7 Stunden schrieb Warlock:

Also ich kann den Kursanstieg des Euro nicht nachvollziehen. Mögliche Minizinsanstiege in der Eurozone können es ja kaum sein und wenn ich mich nicht irre ist nicht ein Strukturproblem in Südeuropa in den letzten Jahren angegangen und gelöst worden.

 

Also Erklärung könnte allerdings dienen das die Euro/EU Zone im Vergleich zum Nordamerikanischen Wirtschaftsraum einen Netto-Exportüberschuss erwirtschaftet.

 

 

An das massive Schuldenmachprogramm in den USA hast du aber schon gedacht? Auch als Steuersenkung bekannt geworden. Würdest du denn jemandem dein Geld geben, der schon über beide Ohren verschuldet ist und jetzt nochmal kräftig aufs Gaspedal drückt? 

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Am ‎16‎.‎01‎.‎2018 um 09:00 schrieb Warlock:

Also ich kann den Kursanstieg des Euro nicht nachvollziehen. Mögliche Minizinsanstiege in der Eurozone können es ja kaum sein und wenn ich mich nicht irre ist nicht ein Strukturproblem in Südeuropa in den letzten Jahren angegangen und gelöst worden.

 

Also Erklärung könnte allerdings dienen das die Euro/EU Zone im Vergleich zum Nordamerikanischen Wirtschaftsraum einen Netto-Exportüberschuss erwirtschaftet.

 

Ein Grund könnte das immer wieder mal aufkommende Gerücht um China und dessen Staatsanleihenkäufe sein. Sollten die wirklich keine US Treasuries mehr kaufen, ist der USD noch viel viel zu teuer.

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Nicht der Euro hat einen Kursanstieg, sondern der Dollar fällt. Er hat zu allen wichtigen Währungen verloren (Euro, Pfund, Yen)

Der größte Grund sollte wohl sein, dass es Bedenken gibt, dass die neue Steuerreform durch ein höheres Wachstum nicht sich selbst finanziert. Es werden wohl große Steuerausfälle geben.

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