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Thomas

DivX 6 veröffentlicht

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DivXNetworks hat deutlich später als ursprünglich geplant die neue Version seines inzwischen zu einer kompletten Videosuite aufgebohrten MPEG-4-Derivats zum Download für Windows XP und 2000 freigegeben. Die wichtigste Neuerung neben höherer Kodiereffizienz (und neuen Qualitätsmodi, inklusive "insane quality") ist die Einführung des proprietären DivX Media Format (.divx), ein erweiterter AVI-Container, der mehrere Audiospuren, Untertitel, Metainformationen (Video Tags), interaktive Menüs und mehr aufnimmt. Ein Vorgeschmack darauf gaben bereits die Vorabversionen. Darüber hinaus unterstützt DivX 6 mehrere aufeinander folgende B-Frames (nicht innerhalb der DivX-Hardwareprofile), eine PSNR-optimierte (PSNR: Peak Signal to Noise Ratio) H.263-Quantisierungsmatrix, 4MV (4 Motion Vector Search) et cetera.

 

Statt der bisherigen separaten Basic- und Pro-Versionen des Codec gibt es nun ein DivX Create Bundle zum Erzeugen von DivX-Videos sowie ein reines DivX Play Bundle. Ersteres enthält wie gehabt eine 6-monatige Testversion des DivX-Pro-Codec; die Pakete bringen eine 15-Tage-Testversion des neuen "DivX Converter" mit, der per Drag & Drop Videos in DivX umwandelt und mit einfachen Menüs versieht. Die frühere Encoding-Applikation Dr. DivX gibt es nicht mehr.

 

An der Version für Mac OS X wird laut DivXNetworks noch gearbeitet; Nutzer von Windows 98/ME können DivX-6-Content zwar mit dem DivX Player 2.6 abspielen, selbst aber keine DivX-6-Movies erzeugen, weil der Hersteller nur noch Windows 2000 und XP unterstützt. Das DivX Create Bundle kostet knapp 20 US-Dollar; wer DivX Pro 5.2.1 nach dem 15 Mai gekauft hat, bekommt die DivX-6-Seriennummer gratis, wer den Codec davor erworben hat, muss mit den Upgrade-Konditionen vorlieb nehmen.

 

Parallel zur Veröffentlichung von DivX 6 stellten die DivX Labs eine erweiterte Testversion mit Codenamen "Helium" zum Download bereit, die insbesondere auf DualCore- und SMP-Systemen sowie Rechnern mit HyperThreading im "Insane"-Modus deutlich schneller arbeiten soll als DivX 6.

 

Beim jüngsten Videocodec-Vergleich in c't (siehe auch c't 10/05, S. 146) stand uns eine laut DivXNetworks bereits nahezu fertige Testversion von DivX 6 zur Verfügung. Qualitativ schnitt diese zwar deutlich besser ab als zuvor DivX 5.2.1, konnte jedoch nicht ganz mit dem freien MPEG-4-Codec XviD mithalten.

 

Ob sich das DivX Media Format weiter durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Denn beispielsweise mit ratDVD gibt es inzwischen einen DVD-Kopierer, der auf Knopfdruck komplette (unverschlüsselte) Video-DVDs inklusive sämtlicher Menüs, Ton- und Untertitelspuren sowie Extras ebenfalls in einer einzigen Datei von 1 bis 2 GByte Größe in guter bis sehr guter Qualität zusammenpfercht. Seit Version 0.6 packt ratDVD Metainformationen und DVD-Coverbilder der IMDb gleich mit ein. (vza/c't)

 

http://www.heise.de/newsticker/meldung/60675

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