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Lazaros

 Nicht ganz billig (für ein Buch), aber hoffentlich jeden Euro wert: Raoul Schrott - Atlas der Sternenhimmel und Schöpfungsmythen der Menschheit

Zitat

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/raoul-schrott-atlas-der-sternenhimmel-und-schoepfungsmythen-der-menschheit-9783446281226-t-5470

 

„In einer Zeit vor der Schrift war unser Sternenhimmel ein Kino der Nacht“ – Raoul Schrott. Mit ihrer ungeheuren Einbildungskraft haben die Menschen in den Sternen ihre ältesten Kunstwerke geschaffen und dadurch ihre Kulturen dargestellt. Dieser Atlas versammelt 17 Sternenhimmel von allen Kontinenten: von den Alten Ägyptern bis zu den australischen Aborigines, aus China, Indien und Tahiti, von den Inuit, Buschleuten und den Tuareg. Unser Großer Wagen war für die Maya ein göttlicher Papagei, für die Inka der einbeinige Gott des Gewitters, für die Inuit ein Elch, für die Araber eine Totenbahre. Raoul Schrott fügt diese Sternsagen zu einem einzigartigen Epos der Menschheitsgeschichte

 

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Quasan
· bearbeitet von Quasan

Saidi Sulilatu - Finanzen ganz einfach

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Motivation
Ich habe das Buch primär gekauft, um Finanztip zu unterstützen und nicht weil ich mir neue Erkenntnisse erhofft habe. 

Finanztip hat - neben diesem Forum - einen signifikanten Beitrag zu meiner finanziellen Bildung beigetragen. Ich habe Finanztip aber nur in Form des kostenlosen Podcasts, der Webseite und YouTube konsumiert. Entsprechend wollte ich durch den Kauf des Buches zumindest ein bisschen was zurückgeben.

 

Inhalt

Saidi macht quasi einen Rundumschlag durch die privaten Finanzen, wobei die Altersvorsorge mit ETFs der Kernbestandteil ist.

Es geht aber auch um Themen wie Versicherungen, Schulden, Kaufen oder mieten und alternative Anlageformen wie Krypto oder Rentenversicherungen

 

Das Buch ist locker geschrieben und lässt sich gut in wenigen Tagen durchlesen. Es spricht primär Menschen an, die sich grundsätzlich im Bereich der privaten Finanzen strukturieren wollen.

 

Ich finde den Aufbau gelungen. Zunächst wird das Finanztip-Prinzip erläutert, das vor allem die 50:30:20-Regel umfasst. 50% des Einkommens geht für Lebenserhaltung, drauf, 30% für Spaß & Freizeit und die restlichen 20% sollten gespart werden. Natürlich ist das sehr pauschal, aber es gibt den Lesern konkrete Anhaltpunkte, was für Einsteiger sehr hilfreich ist.

 

Anhand dieses Prinzips baut sich dann quasi das gesamte Buch auf. Saidi geht darauf ein, dass man erstmal einen Notgroschen haben sollte, bevor man sich mit Vermögensaufbau beschäftigt. Zudem rät er in den meisten Fällen dazu, erst Schulden (z.B. wegen Immobilienfinanzierungen) abzubauen. Alternativen bei niedrigen Kreditzinsen werden auch aufgezeigt.

 

Beim Investieren liegt der Fokus klar auf Aktien-ETFs (risikobehafteter Teil) und Tagesgeld (risikoarmer Teil). Aufgeteilt auf zwei Kapitel sind das etwa 70 der rund 260 Seiten des Buches, also gut ein Viertel.

 

Es folgt eine Abhandlung zu kaufen und mieten, die ich auch gelungen finde. Für mich war sie aber weniger relevant, da ich bereits über ein Eigenheim verfüge.

 

Im Folgeabschnitt geht Saidi dann auf alternative Anlageformen ein: Geldmarkt-ETF, Festgeld, Krypto,... Ich finde gut, dass er all das als optional ansieht und immer wieder darauf eingeht, dass prinzipiell ein weltweit gestreuter Aktien ETF und Tagesgeld ausreichen.

 

Zum Ende hin geht es dann noch darum die vorhandenen Verträge (Strom Gas, Kfz-Versicherung, Handyvertrag,...) regelmäßig zu checken und einmal jährlich Rebalancing zu machen, um das Verhältnis zwischen risikoarmen- und risikobehafteten Vermögensanteil in Balance zu bringen.

 

Das Ziel von Saidi ist dabei immer klar:  Er möchte aufzeigen, dass die Organisation der privaten Finanzen gar nicht so kompliziert ist. Er trennt dabei sehr gut nach Must-haves und optionalen Ergänzungen (Krypto, Gold, ...).

 

Fazit

Mir hat das Buch gezeigt, wie sehr ich mich auf dem Finanztip-Weg befinde. Das war für mich wenig überraschend, weil ich wie eingangs erwähnt, Finanztip als eine meiner primären Bildungsquellen in dem Umfeld sehe.

Für mich war das Buch demnach nicht hilfreich, um neue Erkenntnisse zu erlangen, sondern eher dahingehend, dass ich mich in dem eingeschlagenen Weg bestätigt gesehen habe.

 

Für Menschen, die ihre privaten Finanzen, insbesondere auch in Hinblick auf die Altersvorsorge, organisieren möchten und sich unsicher fühlen, handelt es sich um eine in meinen Augen ideale Einstiegslektüre.

 

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Herr Rossi

Treue

Roman

Autor*in: Díaz, Hernán

 

Hernan Diaz‘ vielschichtiger Roman dekonstruiert den amerikanischen Mythos von Männern, Macht und Reichtum und gipfelt in einer provokanten Geschichte der Emanzipation. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis 2023 Am Anfang steht das Geld. Und ein Mann, der es zu vermehren versteht wie kein Zweiter. In der schillernden New Yorker Finanzwelt der 20er-Jahre wächst Benjamin Rasks Vermögen ins Unermessliche. Aber erst seine Ehe mit der geheimnisvollen Helen gibt seinem Leben Sinn. Bald vibriert die ganze Stadt vor Gerüchten um das enigmatische Paar, und mit der Zeit beginnen die vielen Erzählungen die Wahrheit über die Eheleute zu verschleiern. Bis sich eine unerwartete Stimme in dem Gewirr Gehör verschafft. "Treue" ist ein fulminantes Spiel mit dem Leser, eine vierteilige Matroschka, deren Kern den großen amerikanischen Mythos des Kapitals für immer verändert. Was als klassischer Roman über Macht und Männer beginnt, gipfelt in einer provokanten und hochmodernen Geschichte der Emanzipation.

Biografie:

Hernan Diaz wurde 1973 in Argentinien geboren, wuchs in Schweden auf, studierte in Buenos Aires und London und lebt heute in New York. Sein Debütroman In der Ferne war 2018 für den Pulitzer-Preis und den PEN/Faulkner Award nominiert. Für Treue, seinen zweiten Roman, erhielt Hernan Diaz 2023 den Pulitzer-Preis. Seine Romane wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt.

Hannes Meyer, geboren 1982, übersetzte u. a. Bücher von Phil Klay und Hernán Díaz. Für seine Übersetzung von Anuk Arudpragasams Die Geschichte einer kurzen Ehe war er für den Internationalen Literaturpreis nominiert.

 

Zwischenfazit

Die ersten zwanzig Seiten waren lecker ... .

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Holgerli

Kit Yates - Wie man vorhersieht, womit keiner rechnet: Richtige Prognosen treffen und unnütze vermeiden

 

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Anmerkung:

Das Hörbuch von Audible inkludiert auch eine PDF-Datei in welcher die Abbildungen des Buches aufgeführt sind. Ich würde unbedingt darauf achten, wenn das Buch aus einer anderen Quelle bezogen wird, Zugriff auf dieses PDF besteht. Dieses kleine PDF erleichert das Verständnis des Buches bzw. einiger Kapitel doch massiv. Lt. Buch soll das PDF auch auf der Homepage des Publishers zu finden sein. Das habe ich nicht selber überprüft.

 

Vorbemerkung:

Buch und Hörbuch liegen sowohl im englischen Original als auch in einer deutschen Übersetzung vor. Das englische Buch und Hörbuch sind beide aus dem Juni 2023 und haben 448 Seiten bzw. eine Laufzeit von knapp 11,75 Stunden.
Das deutsche Buch kam Ende Februar 2024 auf den Markt und hat 432 Seiten. Das Hörbuch wurde ein paar Monate später Ende Juni 2024 veröffentlicht und hat eine Laufzeit von 13,75 Stunden.

 

Das deutsche Hörbuch sind in Spotify Premium enthalten. Ich hatte mich allerdings damals aufgrund der Länge des Buches für einen Kauf bei Audible entschieden. Nachträglich muss ich allerdings sagen, dass ich das Buch über 3 Monate gehört habe und dass das mit Spotify auch sehr gut möglich gewesen wäre. Das englische Hörbuch kann auch für über 20 Euro bei Spotify gekauft werden, hier ist ein Kauf via Audible aber deutlich preisgünstiger.


Gesprochen wird das deutsche Hörbuch von Carsten Wilhelm. Bei Audible wird Wilhelm als Sprecher von über 175 Büchern verschiedener Genres gelistet. Er macht bei diesem Buch seine Sache gut. Die Teile die eher sachlich sind, werden sehr sachlich gesprochen. Die Teile, die etwas emotionaler werden (wenn auch nur im geringen Umfang), werden auch entsprechend emotionaler gesprochen. Es hat Spaß gemacht ihm zuzuhören. Teilweise war es auch seine Erzählart die dazu beitrugen einfach weiter dran zu bleiben. 

 

Kritik:

Ich muss gestehen, dass ich das Buch ohne viel Recherche gekauft habe. Ich war davon ausgegangen, dass es ein Buch über Technologie und technologische Entwicklung sei. Dies ist aber definitiv nicht der Fall. Es ist ein Buch über das Fällen von Entscheidungen, was dabei (und warum) alles schief gehen und wie man diese Fallstricke oftmals minimieren kann aber auch wo es weiterhin Unsicherheiten bei der Entscheidungsfindung gibt und immer geben wird. Yates ist Mathematiker der dafür eintritt Entscheidungen, wenn auch nicht strickt, dann aber sehr mathematisch zu begründen. Auch wenn dies das Hauptaugenmerk des Buches ist, beginnt er das Buch mit dem Besuch bei einer Wahrsagerin, um deren Methoden zu erklären. Das war ein sehr spannender und interessanter Einstieg in das Buch.

 

Im Nachfolgenden wird das Buch dann aber immer mathematischer. Er zeigt auf, dass wir oft Opfer unserer kognitiven Verzerrungen werden, was dazu führt, dass wir Gefahren unterschätzen, um uns dann u.U. hinterher selber Vorwürfe machen (i.S.v., „Das hätte ich vorher wissen müssen). Häufig sehen wir auch Muster wo keine sind, da es nur ein Zufall war, weil wir die Möglichkeit bzw. Häufigkeit des Zufalls oftmals unterschätzen.

Während er auf der einen Seite dafür plädiert, mathematischer an die Prognostizierung heranzugehen, macht er aber auch darauf aufmerksam, dass es auch Grenzen von Prognosen und Vorhersagbarkeit gibt, weil es so viele Einflüsse gibt, dass man nicht jedem auf dem Schirm haben und mathematisch gesehen, auch schnell Chaos (im Sinne der Nichtvorhersagbarkeit) entstehen kann.

 

Die Große Stärke des Buches sehe ich in den Tools die Yates dem Leser/Hörer an die Hand gibt. So fand ich super interessant, wie z.B. der Satz von Bayes genutzt werden kann um eine Prognose, die dabei auch relativ falsch sein kann, immer weiter zu verbessern.

 

Fazit:

Ich vergebe knappe 70 von 100 Punkten. Nicht weil das Buch nicht gut wäre, sondern weil es schlicht zu lang war. Jetzt, nachdem ich das Hörbuch innerhalb von 3 Monaten gehört habe, habe ich viele Sachen schon wieder vergessen. Ich glaube, dass es dem Hörbuch im Endeffekt besser getan hätte, wenn es nur eine Laufzeit von 8 oder 9 Stunden gehabt und der Autor sich auf weniger, deutlich wichtigere Dinge fokussiert hätte. Alles in allem aber dennoch ein lesens- bzw. hörenswertes Buch ist, wenn man Ereignisse objektiver einschätzen will.

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Holgerli

Rieke Havertz – Goodbye, Amerika?: Die USA und wir – eine Neuvermessung

 

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Vorbemerkung:

Rieke Havertz ist deutsche Journalistin. Demzufolge liegt das Buch auch nur in deutscher Sprache vor. Das Buch gibt es bei Amazon zu kaufen. Das Hörbuch ist überdies bei Audible und Spotify verfügbar. Bei letztem ist es quasi kostenlos in den Inklusiv-Hörbuch-Stunden von Spotify enthalten. Ich habe es via Spotify gehört.

Buch und Hörbuch erschienen beide im November 2025 und haben 304 Seiten bzw. 7,50 Stunden Laufzeit.

Rieke Havertz liest ihr Buch selber. Obwohl sie keine professionelle Hörbuchsprecherin ist, macht sie ihre Sache gut. Es kommt ihr zu Gute, dass sie das Buch kennt. An drei oder vier stellen fragte ich mich allerdings, ob sich die Sprecherin geändert hatte. Ihrer Stimme verändert sich im Klang sehr deutlich, wenn sie zwei Stunden am Stück gelesen hat. Wenn sie dann am nächsten Tag weitermacht, hat ihre Stimme einen vollkommen anderen Klang, welcher sich dann wieder im Laufe der neuen Lesung verändert. Das ist jetzt nicht schlimm, fand ich nur bemerkenswert, weil es mir bei all den anderen Hörbüchern nie so extrem aufgefallen war.

 

Kritik:

Rieke Havertz ist Journalistin und hat längere Zeit für die „taz“ gearbeitet und scheint aktuell „Amerika-Expertin“ bei der Zeit zu sein. Sie hat in den USA studiert und auch dort als Journalistin gearbeitet. Sie pflegte bzw. pflegt weiterhin sehr enge persönliche Beziehungen in die USA.

 

Das Buch ist leider sehr subjektiv und mit jedem Satz den sie über Trump bzw. die jetzige Situation in den USA sagt wird klar, dass sie mit ihm/damit große persönliche Probleme hat. Eigentlich ist auch der Titel des Buches falsch. Eigentlich müsste dieser heissen: „Goodbye, Amerika?: Die USA und ICH – eine Neuvermessung“. Beim Lesen bzw. Zuhören wird mit jeder Minute klarer, dass sie die großen Wirkzusammenhänge versteht aber diese einfach nicht wahrhaben will. Das wird umso deutlicher, wenn sie neutral und faktenreich z.B. über den strukturellen Rassismus in den USA, der schon in der Verfassung zementiert ist, berichtet. Oder darüber wie beide Parteien Republikaner aber auch Demokraten immer wieder Wahhlkreise zu ihrem Gunsten umgestalten. Aber nur wenn die Republikaner dies tun, ist es verwerflich, weil nur die Republikaner die USA nach ihren Wertvorstellungen umbauen wollen, während die Demokraten dies halt zur Rettung der Demokratie machen. Sie gibt sogar zu, dass Joe Biden auch einiges an Dreck am Stecken hat. Aber die Wurzel allen Übels ist und bleibt Donald Trump und die Republikanische Partei. Sind aber Demokraten involviert, dann wird sehr viel relativiert und rungespielt. Sie verstrickt sich dabei in viele Widersprüche. Ganz deutlich wird das im Kapitel „Barack Obama – die Ausnahme?“. Hier analysiert sie sehr stichhaltig, dass Obama mit hoher Wahrscheinlichkeit, zwischen all den Präsidenten (Republikaner und Demokraten), die positive Ausnahme war.

Sie bezeichnet ihn dabei als „Menschenfänger“. Das ist, zumindest für mich, ein Begriff aus der Religion, mit dem der Pastor während meines Konfirmationsunterrichts immer wieder gerne in Verbindung mit Jesus beschrieb. Aber andererseits bewundert sie auch den Geschäftsmann Obama, der noch Jahre später mit seinem routiniert untergespulten Texten mittelgroße Hallen in Deutschland füllen kann.

Trotzdem ist es lt. Havertz, Trump der das System in den USA durch seine Art jetzt gerade ins Wanken bringt um wenig später darüber zu referieren, dass schon lange vor Trump Newt Gingrich in den 90ern diese angreifende, diffamierende und ausgrenzende Art, die Trump nun nutzt, salonfähig machte. Aber eingestehen, dass schon viele Präsidenten und deren Gefolgsleute vor Trump das System der USA für ihren persönlichen Vorteil gebrauchten bzw. missbrauchten, gerade wenn es um Demokraten geht, dass will sie (sich) nicht.

 

Im Ganzen wird hier im Buch der Narrativ, der mittlerweile in größten Teilen der deutschen Presse vorherrscht weiter kultiviert: Böse Republikaner, ganz böser Trump, dazu machtgeile Tech-Milliardäre (aber eigentlich lässt sie sich primär über Musk aus). Alle Republikaner, ob nun aktiv oder schweigend, werden zu Mittätern dieser böser Mächte gemacht, die die USA zerstören bzw. zu etwas komplett anderem machen wollen. Die Demokraten sind maximal die, die nicht wissen, wie sie das verhindern sollen.

 

Ich hatte hier Anfang 2024 das Buch „Kampf der Supermächte: Amerika und China auf Konfrontationskurs“ von Elmar Theveßen vorgestellt. Dies war handwerklich deutlich besser, obwohl auch dies Buch nicht an Kritik sparte. Es war halt journalistisch neutral geschrieben, während ich mich bei „Goodbye, Amerika?: Die USA und wir – eine Neuvermessung“ nicht dem Verdacht erwehren kann, dass es Gesinnungs-Journalismus ist.

Umso mehr freue ich mich, dass Theveßen mit „Deadline: Wie das System Trump die Demokratie aushöhlt und uns alle gefährdet“ ein neues Buch veröffentlicht hat, in welchem er sich genau mit dem gleichen Themenkomplex Rieke Havertz beschäftigt.

Ich denke, dies ist eines meiner nächsten Hörbücher, welches ich hören werde. Es ist übrigens auch quasi kostenlos bei Spotify verfügbar.

 

Fazit:

Ich vergebe knappe 40 von 100 Punkten. Ich kann aber auch verstehen, wenn jemand 80 oder gar 100 von 100 Punkten vergeben würde. Meine Kritikpunkte kann man zusammenfassen mit: Es wird erst gar nicht versucht journalistisch neutral zu schreiben. Wer das mag, der kann weitaus mehr Punkte vergeben. Ob ich das Buch, wegen der tieferen Fakten (und da ist es wirklich gut), empfehlen kann? Ich weiss es nicht. Ich empfand die Subjektivität und den Narrativ des Buches als sehr nervig.

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Holgerli

Maxi Gstettenbauer - 11,5 Rules für dein erfolgreichstes Leben: Selbsthilfe von einem Typen, der auch keine Ahnung hat

 

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Vorbemerkung:

Maxi Gstettenbauer ist deutscher Comedian und Moderator. Daher sind Buch und Hörbuch ausschließlich in deutscher Sprache verfügbar. Beide sind bei Amazon bzw. Audible und das Hörbuch auch im Rahmen eines Spotify-Abos innerhalb der Inklusiv-Stunden für Hörbücher verfügbar. Ich habe das Buch im Rahmen meiner Inklusiv-Stunden bei Spotify gehört.

 

Buch und Hörbuch erschienen im Mai 2025 und haben 256 Seiten bzw. 3 Stunden und 50 Minuten Laufzeit.

 

Maxi Gstettenbauer hat sein Hörbuch selber eingesprochen. Da er Moderator und Comedian ist, hatte er dazu auch die Voraussetzungen. Die Art wie er sein Buch präsentiert ist möglicherweise nicht die typische Art wie andere Hörbücher präsentiert werden. Es ist eher eine Mischung aus Lesung und Bühnenshow. Das hat mir aufgrund seiner Art (die ich persönlich mag) und dem Inhalt des Buches Spaß gemacht. Es ist ein heiter-lustiger, aber zugleich sachlicher Vortrag. 

 

(Kurz-)Kritik:

Maxi Gstettenbauer outet sich am Anfang des Buches als Leser zahlreicher Selbsthilfe- und Selbstoptimierungsbücher, ohne dass diese ihm wirklich selber geholfen haben. Eigentlich sollte das Buch eine persönliche Abrechnung von ihm mit den typischen Büchern dieser Zunft werden. Geworden ist es, meiner Meinung nach, ein sehr persönliches Buch von und über dem Menschen Maxi Gstettenbauer, in welchem er darüber nachdenkt, wie sehr das/sein Leben von der Sicht/Meinung anderer Leute und somit der Gesellschaft und dem Willen nach Erfolg geprägt ist.  

Im Prinzip lässt sich das Buch damit zusammenfassen, dass nichts so heiss gegessen wie es serviert wird. Und das inkludiert das (eigene) Leben, die eigene Person, die eigene Stimmung und auch was andere Leute über einen denken. Es kann nicht jeden Tag gut laufen und deswegen muss man sich nicht selber soweit optimieren, damit es jeden Tag gut läuft. Das klappt eh nicht. Und hier beginnt seiner Meinung dann auch ein Teufelskreis, welcher von solchen Büchern, Videos und Selbsthilfe“-Coaches“ noch weiter verstärkt wird: Man bekommt eingeredet, dass man persönlich versagt hat, wenn man es nicht schafft immer gut drauf zu sein und besser zu werden. Gut ist oft gut genug. Und oftmals reicht auch okay, um gut durchs Leben zu kommen.

Was mir als interessanteste Erkenntnis aus dem Buch hängen geblieben ist, ist die Frage warum seine (aber auch meine) Eltern keine Zeit in solche Selbsthilfe- und Selbstoptimierungsbücher investiert haben. Seine Antwort klingt plausibel: Die hatten einfach keine Zeit dafür. Unsere Eltern mussten arbeiteten und hatten für solche Inhalte einfach keine Zeit. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr gebe ich ihm Recht.

 

Fazit:

Ich gebe dem Hörbuch 80 von 100 Punkten. Hätte ich mir das Buch für 14,99 Euro oder Hörbuch für 9,99 Euro gekauft? Eher nicht. Der Grund warum ich überhaupt erst in das Buch reingehört habe war, dass es quasi-umsonst auf Spotify verfügbar ist. Ohne diese Möglichkeit hätte ich es wohl nie angehört. Schlimm wäre das auch nicht gewesen, denn wirklich weltbewegendes vermittelt das Buch jetzt auch nicht. Es hatte dennoch einige interessante Einsichten und es hat Spaß gemacht Maxi Gstettenbauer zuzuhören, da er selber sichtlich Spaß an der Lesung und dem Buch hatte. So gesehen freut es mich dann doch sehr, dass durch Spotify die Hürde des Reinhörens soweit gesenkt wurde, dass ich das Hörbuch dann schlussendlich doch gehört habe.

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